Fremdchatten, lange Geschichte

    • (1) 16.10.15 - 11:09
      traurig-wütend-kraftlos

      Hallo,

      ich bin grad total - ja ich weiß auch nicht - traurig, fertig, wütend und muss das mal los werden und hören ob ich mich jetzt nur "anstelle" oder ob es anderen ähnlich ginge wie mir.

      Mein Mann und ich kennen uns seit fast 11 Jahren, seit 9 verheiratet, drei Kinder. Zwillinge mit 8 und vor einem Jahr haben wir ungeplant noch ein Kind bekommen.

      Seit jeher chattet mein Mann gerne im Internet, kurz nachdem wir uns kennengelernt hatten habe ich es das erste mal festgestellt (wir haben uns nicht im Netz kennengelernt), ihn darauf angesprochen, und geklärt dass das wohl noch eher "schlechte Angewohnheit" ist, er würde es künftig lassen.

      Gut, da ich mir da nicht viel gedacht habe war das für mich erledigt. Dann nach drei Jahren, da waren die großen Kinder ja schon auf der Welt erwische ich ihn auf einer Single / Sex-Plattform beim chatten (kam ins Zimmer als er das offen hatte). Ich war natürlich total gekränkt und verunsichert. Seit dem bin ich extrem misstrauisch. Er sagte es wäre nur Langeweile und so. Wir haben viel darüber gesprochen und irgendwann wars dann auch wieder gut. Aber vor zwei Jahren kam der Hammer... durch mein Misstrauen, ich weiß es war nicht richtig, habe ich in seinem Handy spioniert... da hab ich gesehen dass er Nacktfotos von sich an andere Frauen geschickt hat. Er hat dann noch rumgelogen und irgendwelchen Mist behauptet, es schlussendlich aber zugegeben, er wisse auch nicht warum, es ist eine Sucht, er wird es nie wieder tun. Blabla halt. Wir sind deswegen seit zwei Jahren bei der Ehetherapie, und ich hatte den Eindruck es würde gut sein, ich habe wieder etwas Vertrauen gefasst, ihm seitdem auch nie wieder hinterherspioniert und war guter Dinge.

      Bis gestern.

      Ich kam früher von der Arbeit heim, betrete die Küche, er stand mit dem Rücken zu mir, das Handy in der Hand, Whatsapp offen und ich sehe wie er mit einer Frau chattet, schnell alles schließt als er mich bemerkt und mir sofort erklärt dass wäre so eine Gemeinschaft da tausche er sich mit anderen aus, er brauche kein schlechtes Gewissen haben...

      Tja, für mich ist das aber irgendwie nicht ausreichend als Entschuldigung, Begründung oder was auch immer... Er weigert sich darüber zu sprechen, es sei alles dazu gesagt was es zu sagen gibt, da ist nichts in dieser Richtung.

      Aber ich glaube ihm halt nicht, und dass ja auch nicht ohne Grund.

      Ich bin so enttäuscht und verzweifelt und weiß ehrlich nicht was ich glauben oder tun soll.

      Wie seht ihr das? Würdet ihr ihm glauben?

      Sorry das es so lang geworden ist, aber ich denke um mich verstehen zu können muss man die Vorgeschichte kennen... Danke fürs lesen

      • Er wird es nicht lassen, da hilft wohl keine Therapie. Du wirst es akzeptieren müssen oder aber die Konsequenzen ziehen.

        lg thyme

        nein, ich würde ihm absolut nicht glauben und das auch nicht erst seit gestern.
        nur, dadurch das du ihm ja immer glauben möchtest und alles tust und machst...aber nie wirkliche konsequenzen gefolgt sind, hat er natürlich jetzt das vermeintliche recht fröhlich weiter machen zu können und das merkt man verdammt gut an seine gestrige reaktion wo er auf seins/sich beharrte und DU dich ja anstellst...

        tja, was soll man sagen?....er kommt damit bei dir sowieso wieder durch...was bleibt dir auch anderes übrig?da sind ja kinder, viele jahre usw.....die üblichen argumente/ausreden die man dann hat.

        aber du wirst ihn nicht ändern, er macht es seit jahren und er könnte auf alles schwören, er würde es nicht lassen, er wäre nur vorsichtiger...

        und mit sicherheit würde ich eins nicht glauben: das es nur beim schreiben und fotos geblieben ist.in den ganzen jahren und darauf verwette ich meinen hintern, hat er auch hier undda mal ein mädel persönlich und näher getroffen...wenn nicht, wäre er die goldene ausnahme und die gibt es auf diesen gebiet nicht.

        vielleicht solltest du versuchen weniger zu reden sondern dich an fakten zu halten und zu reagieren und nicht immer auf teufel komm raus kitten wollen....er weiss das nämlich verdammt gut und das ist SEINE sicherheit #aha

        und wie du ja in all den ganzen jahren ja jetzt endlich mal erkannt haben solltest, hat dein ständiges reden-meckern-jammern NULL gebracht ;-)

        Hallo,

        dein Mann hat dir in den vergangenen Jahren immer und immer wieder bewiesen, dass er sich trotz Bitten deinerseits und Zugeständnisses (dass er das nie wieder tun wärde) seinerseits nicht geändert hat und anscheinend nach wie vor im Internet mit anderen Frauen chattet (und was weiß ich noch so alles treibt).

        Also meine Antwort ist ganz klar: NEIN, ich würde ihm natürlich NICHT mehr glauben!!!!

        Ich fürchte dir bleibt nichts anderes übrig, als damit zu leben ODER deine Konsequenzen zu ziehen! Ich glaube nicht, dass dein Mann sich da jemals ändern wird was sein "Hobby" angeht:-(#sorry.

        Lg

      • Hallo,

        nein, ich würde ihm auch nicht mehr glauben. Ihr seit seid 2 Jahren wegen dieser Sache bei der Ehetherapie. Aber er ändert trotzdem nichts. Das würde mir zu denken geben. In so einer Ehetherapie wird man wohl auch über die persönlichen Gefühle und Emotionen sprechen und vor allem finde ich seine Aussage: Er mache das aus Langeweile.... für ziemlich schwach. Wenn er Langeweile in eurer Beziehung empfindet, könnte er das ja auch im Rahmen der Ehetherapie thematisieren und mit dir besprechen. Es wirkt leider so als habe er die Interesse an eurer Ehe verloren.

        Ich schließe mich den anderen an, du kannst entweder alles was er macht akzeptieren und musst damit leben oder du ziehst deine Konsequenzen.

        Wie du dich auch entscheidest, ich wünsche dir alles Gute.

        • (6) 16.10.15 - 12:38
          traurig-wütend-kraftlos

          Er meint damit nicht Langeweile in unserer Beziehung sondern so ganz allgemein Langeweile. Er ist im Schichtdienst, ich arbeite auch seit kurzem wieder, und er ist daher relativ "viel" allein daheim, bei den Kindern. Er hätte einfach zu viel "Zeit".

          Kommt zwar auf etwas anderes heraus, aber unbedingt besser ist das auch nicht.

          Langeweile ist da auch keine besonders kreative oder gute Ausrede. :-(

      (7) 16.10.15 - 12:32

      Es ist ja nicht so dass mir das nicht bewusst wäre... Das ist vermutlich mein größtes Problem. :-( Natürlich hilft jetzt alles "Hätte - würde" nichts mehr, aber ich denke mir, ich hätte damals bereits reagieren sollen, aber habe ich halt nicht.

      Es hängt nur so viel hinten dran, die Kinder, das Haus, ich müsste aufhören zu arbeiten, da er im Schichtdienst ist und ich in Gleitzeit haben wir uns die Betreuung der Kinder immer gut aufteilen können...

      Ich weiß nicht ob ich die Kraft habe das durchzustehen, egal auf welche Weise.

      Dass er sich tatsächlich mit anderen Frauen getroffen hat glaube ich nicht, kann es aber auch nicht ausschließen, aber bei den ganzen verfehlungen die er sich bereits geleistet hat käme es wohl darauf auch nicht mehr an.

      Meine Selbstachtung ist eh schon nicht mehr existent.

      • Hallo,

        <<Meine Selbstachtung ist eh schon nicht mehr existent.>>

        Warum? Wegen der Chatterei und den Lügen deines Mannes? Das hat doch eigentlich mit dir gar nichts zu tun, wenn er das schon immer macht.

        Ich denke, man neigt oft dazu, von falschen Voraussetzungen auszugehen und sich deshalb das Leben schwerer zu machen, als es sein muss. Solche Voraussetzungen könnten bei dir z.B. sein:
        "Wenn mein Mann mich wirklich lieben würde, würde er nicht mit anderen Frauen chatten." - Ist das wirklich so? Offensichtlich hat er es ja schon immer gebraucht (für sein eigenes Selbstwertgefühl vielleicht, als Bestätigung?). Hat ja eigentlich mit seiner Liebe zu dir nichts zu tun.
        oder:
        "Wenn mein Mann mich wirklich lieben würde, würde er mich nicht anlügen." - Ist das wirklich so? Offenbar möchte er ja so sein, wie du es dir wünschst, sonst müsste er nicht lügen. Er kriegt es aber nicht hin. Hat eigentlich nichts mit dir zu tun.

        Ich will damit nicht sagen, dass du hinnehmen musst, was dir nicht gefällt. Aber du solltest deine Selbstachtung nicht daran festmachen, was dein Mann tut. Du brauchst nämlich Selbstachtung, um die richtige Entscheidung treffen zu können.

        LG Meggie

        • (9) 16.10.15 - 13:38
          traurig-wütend-kraftlos

          Meine Selbstachtung ist nicht mehr existent weil ich mehr toleriert habe als ich will und kann.

          Nicht weil mein Mann nicht so sein kann wie ich will, ich will ja gar nicht dass er irgendwie anders ist als er ist.

          Was ich mir wünsche ist Ehrlichkeit und Offenheit. Wenn er das braucht und nicht lassen kann oder will, dann hätte er es mir sagen sollen, so wie ich ihm gesagt habe dass es mir nicht gefällt. Denn nur wenn ich das weiß kann ich reagieren wie ich es möchte, aber so habe ich nicht auf mein Gefühl gehört, ihm wieder und wieder geglaubt, obwohl mir bereits klar war dass er lügt. Das ist nicht seine Schuld, sondern meine.

          Deshalb keine Selbstachtung.

    (10) 16.10.15 - 12:58

    Ich würde ihm auch nicht glauben und ich denke, du liegst mit deiner Vermutung, dass er wieder chattet, richtig.

    Habt ihr in der Therapie mal darüber gesprochen, warum er nach solchen Chats süchtig ist? Was sucht er denn hier, was er in einer Beziehung zu dir nicht findet? Braucht er Bestätigung, weil er vielleicht kein gutes Ego hat oder geht es ihm um den Nervenkitzel, etwas Verbotenes zu machen?

    Und habt ihr euch, ausgehend davon, mal gemeinsam überlegt, wie er das, was er durch die Chats bekommt, vielleicht auch auf eine Weise bekommen kann, die dich nicht verletzt?
    Weiß er, was dich daran so sehr verletzt? Wie will er es angehen, auf deine Bedürfnisse einzugehen?

    Ich meine, wenn das wirklich so eine Art Sucht ist, wird sie nicht davon weggehen, wenn du sie ihm verbietest oder sie missbilligst.

    Mir, und ich bin mir dessen bewusst, dass das mein subjektives Empfinden ist, würde es helfen, zu verstehen, warum er das macht und eventuell könnte ich dann sogar damit leben, wobei ich mir da nicht so sicher bin. Es käme sehr darauf an, wie sehr ich das Gefühl hätte, mein Partner nehme mir etwas durch das Fremdchatten weg. Auch könnte ich mit Heimlichtuerei nicht gut umgehen.

    Was ich auf alle Fälle versuchen würde, wenn du dich nicht eh trennen willst, weil die Sache an sich für dich auf keinen Fall tragbar ist, wäre, deinen Mann aus der "Heimlichkeitsecke" rauszuholen und das geht vermutlich nicht, indem du ihm die Pistole auf die Brust setzt, da er dann aus Angst dich zu verlieren, dicht machen wird und alles abstreitet. Und dir bleiben dann nur Spekulationen, ob, mit wem und was... das wäre mir zu unsicher, um eine Grundsatzentscheidung zu treffen, ob ich mich trennen will oder nicht.

    #winke Die Alltagsprinzessin

    • (11) 16.10.15 - 13:11
      traurig-wütend-kraftlos

      Ich denke es wird an seinem Ego liegen. Wir haben da viel drüber gesprochen, aber auf ein wirkliches Ergebnis ist weder er noch ich gekommen, was auch daran liegt dass er da immer gerne den leichtesten Weg geht, und dann ist er davon überzeugt dass es daran liegt, bis es wieder eskaliert.

      Am meisten daran stört mich eben diese Heimlichtuerei, das weiß er auch. Ich habe ihm auch das letzte Mal angeboten dass wir das zusammen machen könnten, also gemeinsam chatten, so dass ich halt weiß was los ist, eventuell würde es mir ja auch Spass machen (weiß ich ja nicht, ich wäre zumindest bereit es zu versuchen), oder wenn er das für sich alleine machen will, dass er dann zumindest mit mir darüber spricht. Wenn es heimlich ist, habe ich immer das Gefühl betrogen zu werden.

      Ich war der Meinung damit hätten wir da eine klare Regelung getroffen, so dass jeder irgendwie damit klar kommen könnte.

      Aber offensichtlich war es das auch nicht.

      • (12) 16.10.15 - 13:38

        Uff, da bist du ja wirklich sehr tolerant und verständnisvoll.

        Wenn du ihm so viele Brücken baust und er mag kein Stück auf dich zugehen, wäre bei mir der Ofen aus. Nicht, weil er Fremdchattet, sondern weil er es sich verdammt einfach macht und die Arbeit am Problem allein dir überlässt. DAS würde mich wirklich enttäuschen.

        Willst du dich denn trennen, wenn er so weitermacht? Und falls ja, weiß er das?

        #liebdrueck die Alltagsprinzessin

        • (13) 16.10.15 - 13:43
          traurig-wütend-kraftlos

          Das bringt es auf den Punkt.

          Ja, er sollte es eigentlich wissen, aber wahrscheinlich habe ich ihm zu oft damit gedroht, so dass er es nicht wirklich ernst meint.

          Und ich weiß auch gar nicht wie ich es bewerkstelligen soll. Wir leben in einer Art Abhängigkeit, ich müsste meinen Job kündigen, das Haus ginge drauf... Ich weiß es auch nicht. Ich habe immer gehofft das ich mich nicht ernsthaft damit auseinandersetzen muss.

          Vermutlich wird er das auch gespürt haben und mich eben nicht für voll genommen haben.

          Aber ich kann mir nicht vorstellen mein Leben lang sein Fußabtreter zu bleiben. Denn genauso fühle ich mich im Moment. :-(

      Bei den Nacktfotos hättest du spätestens die Notbremse ziehen müssen. Sowas macht man nicht aus 'langeweile'.

      "Ach, Frau ist arbeiten, mir ist langweilig, verschicke ich an andere Frauen mal ein paar Nacktbilder."

      Nein, tut mir leid. Da wäre bei mir der Ofen aus. Kinder hin oder her. Würde mein Mann das machen, wäre ich mit unserem Sohn schneller weg, als er auf "senden" drücken könnte.

      Bitte hör nicht auf seine Worte, dieser Mann wird sich nicht ändern.

      Ich wünsche dir alles Liebe.

      (15) 16.10.15 - 14:54

      du hast ihm angeboten es gemeinsam zu machen? süß #schein

      sowas macht man bestimmt nicht zu zweit und mit sicherheit, wenn, nicht mit seiner partnerin...der ganze sinn wäre doch weg.da könnte er auch nen nachmittag mit seiner schwiegermutter bei kaffee und kuchen verbringen.

      ich weiss, du bist verzweifelt, aber diese naivität bringt dich nun wirklich nicht weiter.

      abgesehen mal davon, was er da macht ist etwas privates und sehr intimes, er braucht das so wie es ist und da will er und bestimmt auch sonst niemand dann mit seinem partner teilen.
      wenn ich sowas machen würde, würde ich bestimmt nicht wollen dir alles erzählen zu müssen, würde ich auch nicht und ich kenne auch niemanden der das machen würde, denn es ist etwas sehr intimes...geilheit...und nicht mit dem partner, da will ich das bestimmt nicht mit dem parthner teilen und teile ihm mit wann ich wo chatte oder jemanden treffe.

      • (16) 16.10.15 - 16:03
        traurig-wütend-kraftlos

        Tja, das war halt mein Kompromiss, wenn er das genau so braucht wie es ist, hätte er es mir auch ehrlich sagen müssen. Das ist zumindest meine Meinung, spätestens bei dem Angebot.

        Mehr bin ich nicht bereit zu tolerieren. Das muss dann er akzeptieren. Einen anderen "Mittelweg" sehe ich zu dem Thema nicht.

    Ich finde, du hast ihm mehrmals die Hand gereicht. Du könntest dich vielleicht sogar damit anfreunden, seine Vorlieben in eure Ehe mit einzubauen.

    Entgegen einer Meinung hier, dass das naiv oder süß sei, kann man schon - so fern man derart gestrickt ist - auch andere Frauen oder Männer mit einbeziehen, ohne dass man lügen und hintergehen muss. Vielleicht hat er einen Hang zu einer Art Voyorismus oder was auch immer. Das könntet ihr zusammen ausleben, zumindest wärest du bereit, es zu versuchen.

    Mehr kannst du nicht anbieten, denke ich. Es muss für dich tolerierbar sein und er setzt sich selbstsüchtig darüber hinweg und zieht sein Ding durch, missachtend dass er dich damit verletzt.

    Der Drops scheint gelutscht zu sein bei euch. Er will keinen Schritt auf dich zugehen und du hast alles für dich lebbare angeboten. Wenn man sich dann nirgends auf der Mitte trifft, kann man nur die Konsequenzen ziehen.

Mensch, du Arme. Da würde sich wohl jeder vera....... vorkommen.

Entgegen einiger Meinungen finde ich es nicht verwerflich, dass du wieder Vertrauen gefasst hattest. Immerhin geht ihr jetzt seit 2 Jahren zur Ehetherapie. Natürlich denkt man sich, BEIDE wollen ehrlich sein, die Fakten auf den Tisch legen und eine Änderung anstreben. Mich würde auch maßlos ärgern, dass man dafür eine Menge Geld in die Hand genommen hat für nix. Dafür wärst du mal in den Urlaub gefahren.

Du kennst zwar die Gründe, nämlich (angebliche) Langeweile. Aber hat er denn thematisiert, was sich da zwischen ihm und den Damen abspielt? Schicken sie sich immer Nacktfotos und zu welchem Zweck? Ich meine, dafür gibt es so viele pfofessionelle Seiten, dass es im Grunde gar keiner persönlichen, realen Kontakt braucht. Vielleicht bin ich beschränkt oder fantasielos, aber was wollen die Frauen mit einem Foto eines nackten Mannes? Wenn ich nackte Männer in Ruhe ansehen will, kann ich auch in die Sauna gehen oder durchstöbere auch das net nach schnuckeligen Typen, die vermutlich einen ansprechenderen Body haben als Typ 08/15 aus Wattenscheid.

Daher nehme ich an, sie werden sich auch verbal exzessiv austauschen und da würde für mich der Spaß aufhören. Mit realen Frauen rumsäuseln, dirty talk u. ä. hat m. M. n. nichts mit zu viel Langeweile zu tun. Dafür gibt es Urbia :-D und andere unverfängliche Chats, in denen man sich die Zeit vertreiben kann.

Ich würde die nächste Therapiesitzung abwarten und das Thema auf den Tisch bringen, die Fragen stellen, die dir jetzt auf der Seele brennen und auf Hilfe durch den Therapeuten hoffen und schauen, was dieser dazu anmerkt.

Du kannst rotieren wie du willst, aber er wird es vermutlich nicht lassen, vor allem nicht, wenn er nicht ehrlich ist, warum er ständig Kontakte zu anderen Frauen sucht. Da könnt ihr die nächsten 10 Jahre zur Therapie gehen, es wird euch aber nicht weiterbringen oder womöglich euer Liebesleben durchleuchten, ob es aus seiner Sicht Defizite gibt. Und du kannst auch nicht beurteilen, ob du ihm seine Leidenschaft gönnen könntest, so lange es keine Treffen gibt. So was soll es ja geben, dass Paare da tolerant und offen mit umgehen.

GlG.

Also muss es doch

  • (19) 16.10.15 - 13:33
    traurig-wütend-kraftlos

    Ich habe jetzt dieses Mal keine Nacktfotos gesehen, er behauptet ja sich diesesmal nur ausgetauscht zu haben, also einfach unterhalten. Aber ich glaub es ihm halt nicht, und wenn es so war, dann war es einfach nur NOCH nicht so weit.

    Er hat versucht mir das so zu erklären dass es ihm nichts gibt da irgendwelche "künstlichen" Frauen anzuschauen, allerdings war keine Versuch einer Erklärung für mich verständlich, weil ich es eben so sehe wie du. Wenn er Langeweile hat, kann er sich ja auch bezüglich Fußball, Motorsport oder sonstiger seiner Hobbies austauschen, und muss keine nackten Frauenbilder bekommen oder Nacktfotos von sich selbst verschicken.
    Er hat ja in den Singlechats auch gezielt Frauen angeschrieben die aus der Region seiner damaligen Arbeitsstelle waren. Er meinte aus Neugierde und zur Belustigung, aber auch das halte ich für nicht wahr.

    Die Therapeutin meinte das es an seinem Ego liegen würde, er würde sich dadurch Bestätigung holen dass er noch attraktiv ist, so quasi den Marktwert testen.

    Meinen Marktwert teste ich auch manchmal in dem ich im vorbeigehen mit jemandem flirte, nette Blicke austausche, da muss man ja nicht nackt für sein, oder?

    Aber ich habe ihm ja eben auch schon angeboten das gemeinsam im Netz zu versuchen, oder dass er mich wenigstens "Mäuschen" spielen lässt, oder er zumindest mit mir darüber spricht wenn er so etwas macht. Aber nein, das scheint alles zu viel verlangt.

    Und da es eben immer heimlich ist, ist es für mich wie Lügen und Betrügen.

>> und mir sofort erklärt dass wäre so eine Gemeinschaft da tausche er sich mit anderen aus, er brauche kein schlechtes Gewissen haben... <<

Wenn er kein schlechtes Gewissen haben braucht, dann kann er dir den Gesprächsverlauf ja sicherlich auch zeigen und wird das aufgrund eurer Vergangenheit ja bestimmt auch bereitwillig tun. Wenn nicht, würde ich mir Gedanken machen.

  • (21) 16.10.15 - 14:03
    traurig-wütend-kraftlos

    Hätte er gemacht, aber ich wollte es nicht.

    Ich hätte deshalb noch auch keine Gewissheit, weil ich ihn nicht für so dumm halte das nicht sofort zu löschen im Whatsapp verlauf.

    Also kann ich dann auch nicht sagen ob oder ob nicht. Deshalb spar ich mir das gleich von vorne herein.

Hi,

vielleicht hättet ihr keine Paartherapie sondern er eine Suchttherapie machen sollen.....

Handy, Computer, Spielsucht......
Nimm einem Teenager das Handy weg und sie haben Entzugserscheinungen.
Genauso wird es Deinem Mann ergehen mit Dirty Talk, Whats App.....ob er wirklich fremd geht, würde ich nicht behaupten, viele wagen nämlich diesen Schritt nicht, wenn es sich um eine Sucht handelt. Außer ist ist Sexsüchtig aber dann hättest Du selber viel zu tun #schwimmer

lg
lisa

(23) 16.10.15 - 20:58

Unsere Gesellschaft erwartet in einer Paarbeziehung Monogamie. So sind wir erzogen. Es ist fett in unseren Verhaltensmuster verankert. Die Kirche erwartet, dass wir so leben, die Gesellschaft etc.

Viele Menschen, Männer wie Frauen, sind jedoch nicht monogam veranlagt. Ich gehöre auch zu diesen Menschen und kenne sehr viele, die zumindest von anderen Frauen (wir Männer) und Männer (einige Frauen) träumen.

Mir ist bewusst, dass es verletzend ist, wenn man den Partner dabei entdeckt, dass er mit anderen Frauen chattet.

Es ist jedoch ein innerer Trieb, der durch keine Ehetherapie geheilt werden kann, auch wenn es Dein Mann möchte.

Ich kann Dir leider keinen richtigen Tipp geben. Ich wäre auch lieber monogam veranlagt, bin es aber nicht. So sehr ich es versucht habe. Es ist, ja wie eine Art Sucht.

Ich habe das bereits im Teenageralter gespürt und obwohl ich meine Partnerinnen sehr geliebt habe, hatte ich die Neigung andere Frauen kennen zu lernen.

Das zur versuchten Erklärung, was in Deinem Mann vorgeht. Es liegt also sicherlich nicht an Dir.

  • (24) 17.10.15 - 11:47
    traurig-wütend-kraftlos

    Ja, aber wäre es dann nicht der richtigere Wege, wenn es eh schon zum Thema geworden ist, offen und ehrlich damit umzugehen?

    Nur dann hätte man darüber reden können, und so evtl. einen Kompromiss finden mit dem beide leben können, oder auch nicht, aber immer weiter angelogen und hintergangen zu werden ist heftig.

    • (25) 17.10.15 - 17:53

      Natürlich wäre es der richtige Weg. Dazu gehört jedoch eine große Portion Mut und Einsicht.

      Ich versuche es zu erklären:

      Ich vergleiche es mal mit einem Trinker. Der glaubt auch lange, dass er alles im Griff hat und gesteht sich nicht ein, dass er ein Alkoholproblem hat.

      Das sich dann eingestehen fällt schwer und es einem Partner zu beichten ist ebenfalls schwierig.

      Dein Mann weiß ja, dass er etwas tut, was gesellschaftlich als "unnormal" angesehen wird und dass er Dich damit verletzt. Er hat aber nicht den Knopf es einfach abzustellen.

      Wie ist Euer Liebes-/Sexleben? Ist es nicht besonders gut, kommt dies als Verstärker hinzu.

      Ja, ein offenes und ehrliches Gespräch wäre sicherlich ratsam. Aber er wird das Gespräch sicherlich nicht beginnen. Aus Angst Dir gegenüber und weil er weiß, dass er sein Bedürfnis nicht im Griff hat.

      Dann müsstest Du auf ihn zugehen. Vorwurfsvollfrei, wenn Du das kannst.

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