Das liebe Geld

    • (1) 20.10.15 - 14:42
      ohnemoosnixlos

      Ich muss heute mal anonym schreiben, weil mir die Situation echt unangenehm ist.

      Ich bin zur Zeit in Elternzeit, mein Mann arbeitet weiter normal in Vollzeit.

      Schon immer hatte ich den Eindruck, dass er "Angst" um sein Geld hat.

      Wir haben in unserer 4 jährigen Beziehung, davon 1 1/2 verheiratet, eigentlich immer halbe halbe gemacht.

      Nun haben wir seit Anfang des Jahres Eigentum und speziell dafür ein Konto eingerichtet. Von dem gehen alle Kosten für das Haus und Unterhalt für uns ab.

      Ich bekomme im Moment ca 890€ Elterngeld. Plus 188€ Kindergeld.

      Davon gehen ab:
      750€ aufs Hauskonto
      170€ Autokredit. Den Autokredit hatte ich schon vor unserer Beziehung. Mit dem Auto fahren wir aber eigentlich immer, weil mein Mann einen Firmenwagen fährt der immer voll mit Werkzeug erc. ist.

      30€ Handy

      20€ Zahnversicherung
      Tanken

      Mein Mann verdient ca 1800€
      Davon gehen ab:
      1130€ aufs Hauskonto

      170 Privatkredit

      Er muss kein Handy und kein Auto bezahlen.

      Wir bezahlen quasi den gleichen Anteil.

      Nun ist es ja so, dass mir eigentlich nix übrig bleibt.

      Letztens habe ich ihn mal angehauen, ob ich nicht wenigstens von dem Konto Tanken könnte, da wir ja immer mit meinem Wagen fahren.

      Da antwortete er nur, wir könnten ja auch mit seinem fahren, man müsste nur die Rückbank frei räumen. Dabei ist sein Auto ständig schmutzig und staubig.

      Oder ob ich vorübergehend nicht etwas weniger einzahlen könnte. Da meinte er nur, alles was ich weniger einzahle, muss er mehr zahlen. Das will er nicht.

      Ich komme mir so blöd vor. Gar nicht wie seine Frau. Eher wie EINE Frau, mit der er zusammen lebt. Dabei haben wir ein Kind und ein Haus. Aber finanziell halten wir leider gar nicht zusammen :-(
      Bei anderen die ich kenne, läuft es anders. Seine Schwester kann das auch gar nicht verstehen, warum er so ist. Als sie ihn mal gefragt hatte, warum wir nicht nur ein gemeinsames Konto haben, meinte er nur, dass er sich nicht für jeden Kauf rechtfertigen will.

      Ich bin enttäuscht irgendwie. Dabei geht es mir gar nicht darum, sein Geld zu wollen.

      • Entschuldige mal, aber er hat fast doppelt so viel Einkommen wie du, ihr zahlt aber fast die identische Summe? Geht GAR nicht, das ist dir gegenüber ungerecht. Mein Mann und ich haben auch getrennte Konten, aber es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir nicht in "mein Geld/deinGeld" rechnen. Ich verdiene viel weniger als mein Mann, also zahle ich natürlich auch weniger. Trotzdem sind wir doch ein Team, ein Haushalt, eine Familie. Ihr solltet euch einigen, wie ihr die Ausgaben gerechter verteilen könnt und wie viel "Taschengeld" jeder haben möchte bzw haben kann. Wenn er alles für sich behalten will, hätte er auf Familie und Eigentum verzichten müssen.

        • (3) 20.10.15 - 14:58

          Wir wussten ja, dass die Zeit knapp werden würde. Ich meine, wir nagen nicht am Hungertuch. Uns geht es nicht schlecht und das eine oder andere mal Essen gehen ist drin oder Anschaffungen für das Haus. Wir müssen beim einkaufen auch nicht auf jeden Cent achten.

          Er sagt auch dann zu mir, ich wusste, dass es anstrengend wird. Stimmt ja auch. Und ich verzichte auch gerne auf Sachen für mich. Habe ein eigenes Haus, einen tollen Sohn und ich liebe meinen Mann.

          Aber trotzdem fühle ich mich benachteiligt. Gerade wenn wieder ein Paket Klamotten für meinen Mann ins Haus flattert.

      Da du in Elternzeit bist, musst du auf einen Teil deines Gehaltes verzichten. Diesen Verzicht sollte dein Mann zumindest zu 50% ausgleichen, also dir "gutschreiben".
      Prinzipiell bin ich der Meinung, dass jeder sich soweit finanziell einbringen soll, wie er es schafft. Also bei so einem Geizkragen würde ich auf Prozentlösung gehen.

    • (5) 20.10.15 - 14:56

      Ja, ich kenn das Problem, mein Mann ist ähnlich.

      Ich arbeite noch nicht wieder (da steht er mehr hinter als ich) und bekomme kein Elterngeld mehr. Ich bekomme Haushaltsgeld, 500 Euro im Monat, davon soll ich alles bezahlen, Supermarkt, Drogerie, Geschenke, ausgehen, Friseur.. Da komme ich gerade mit hin, wenn Extras anstehen, muss ich ihn dann um Geld bitten. Das gibt er mir dann auch. Aber dieses Fragen - furchtbar find ich das.

      Ich glaube nicht, dass es heisst, dass dein Mann dich weniger liebt, aber es gibt einfach Menschen, die halten ihr Geld gerne zusammen und haben Angst drum. Meist sind sie geizig, auch sich selbst gegenüber.
      Fair ist das bei euch nicht. Ob du ihn ändern kannst? Keine Ahnung, meinen Mann kann ich in diesem Leben nicht mehr ändern.

      (6) 20.10.15 - 15:02

      Was macht er denn mit seinem restlichen Geld?

    • (7) 20.10.15 - 15:02
      nicht wirklich fair

      Puuuh. Finde ich irgendwie schon ganz schön heftig.

      Was macht er denn mit den 500 €, die er jeden Monat ansparen kann?

      Haut er das für sich allein auf den Kopf oder macht ihr da auch mal was schönes von? Urlaub oder so?

      Dass er die Konten nicht zusammen legen will, kann ich teilweise nachvollziehen.

      Ich verdiene besser als mein Partner. Bin jetzt schwanger und werde in der Elternzeit ca. 1000 Eltergeld plus 188 Kindergeld haben. Und so traurig das ist, damit habe ich noch mehr, als mein Partner verdient. Obwohl er voll arbeiten geht. Er bekommt halt nur den Mindestlohn.

      Für mich ist es jetzt aber selbstverständlich, dass ich mehr bezahle als er. Die Miete teilen wir uns, Auto hat jeder selbst. Aber ich zahle alle Einkäufe, wenn wir Essen gehen, zahle meist ich, Urlaubsreisen zahle auch meist ich. Ich habe die komplette Babyaustattung bezahlt. Gut das hat finanziell ganz schön weh getan und ich würde mir sehr wünschen, dass mein Schatz endlich einen Job findet, der angemessen und fair bezahlt wird, aber solange das nicht ist, zahle ich halt mehr. Wie das dann in der Elternzeit ist, müssen wir schauen.

      Aber der eigentliche Grund, warum ich die Konten nicht zusammen legen will: Er hat noch einen Kredit laufen (noch von vor meiner Zeit) und ist im Dispo. Ich habe lange gespart und habe noch ein paar Euro auf dem Konto. Wenn wir jetzt die Konten zusammen legen, hat eigentlich nur er was von. Das sehe ich auch nicht ganz ein.

      Aber dass dein Mann nicht mal in der "Ausnahmesituation" mehr zahlen möchte, ist schon echt traurig. Und vorallem egoistisch. Hast du ihn mal gefragt, warum er nicht mal für eine gewisse Zeit mehr zahlen will? Spart er auf irgendwas?

      Hallo,

      eure Aufteilung ist mehr als ungerecht.

      Er möchte sich nicht für jeden Kauf verantworten, dir aber wiederum bleibt gar nichts übrig von deinem Einkommen.

      Warum sollst du finanziell die Einbußen der Elternzeit alleine tragen?? Es ist doch auch sein Kind, welches du betreust.

      Sorry, dein Mann ist ein ausgemachter Geizknochen. Da gibt es nichts schönzureden. Bei Geld hört wahrscheinlich bei ihm die Freundschaft bzw. Partnerschaft auf.
      Könnte nicht mit so jemandem zusammen leben.
      Sein Verhalten würde ich als ersten Schuss vor den Bug sehen, dass er in finanziell "schlechten" Zeiten nicht zu dir steht.
      Ich wünsche dir, dass bei dir nie Arbeitslosigkeit o. ä. Thema werden und du immer uneingeschränkt Geld verdienen kannst. Von so jemandem würde ich nicht abhängig sein wollen.

      Alles Gute

      Nici

      Hallo,

      Es war doch vorher klar das diese Rechnung für dich nicht aufgeht sobald du in Elternzeit gehst oder?
      Dein Mann ist ein Geizkragen, der scheinbar nicht gewillt ist sich für seine Familie ein Stück weit zurück zu nehmen.
      Berechne doch mal den Unterhalt den er eurem Kind schuldig ist und klatsch im das vor die Nase, vielleicht geht ihm dann ein Licht auf.

      Das wird doch in Zukunft auch nicht besser oder gehst du nach dem Elternjahr wieder Vollzeit arbeiten? Wenn ja müssen dafür ja auch die betreuungskosten eingeplant werden, lässt er dich damit dann auch allein stehen?
      Ehrlich... Ich könnte mit so einem Mann nicht zusammen leben, bei uns gibt's sowas nicht und dabei bin ich seit Jahren fast ausschließlich zuhause bis auf ein paar nebenjobs, wegen diverser Probleme meines Ältesten.
      Wir haben nur eine Kasse aus der alles gezahlt und das was übrig bleibt wird eben gespart oder für das ausgegeben was grad ansteht, egal für wen.

      LG

      (10) 20.10.15 - 15:58

      Geizig, ungerecht und egoistisch ... total unsexy.

      Leb damit ... oder zieh' Deine Konsequenzen. Jammern hilft da wenig.

      LG

      Dann sag Deinem Mann dochmal, dass Du auch gerne ausziehen könntest, dann müßte er Unterhalt für´s Kind zahlen und Du würdest besser da stehen als jetzt.

      Mit so jemanden könnte ich nicht leben! Warum läßt Du das mit Dir machen?

      Ich hab mal durchgerechnet.

      Wenn man euer Einkommen zusammenrechnet, das Hauskonto abzieht müsste jedem von euch 499,00 € im Monat verbleiben.

      Um das zu erreichen musst du 171,00 € weniger und er 171,- € mehr aufs Hauskonto einzahlen.

      Von dem was übrig bleibt zahlt ihr dann eure jeweiligen Kredite, Versicherung und sonstiges.

      Für gemeinsame Autonutzung solltet ihr jeweils auch noch einen Betrag auf das Hauskonto überweisen. z.B. 150,- € er 100,- du 50,- , du stellst ja das Auto zur Verfügung.

      Und wenn das Elterngeld endet rechnet ihr eh neu ;)

      Gruß
      Ano

      Wieso lässt du es dir gefallen, dass er auf deine Kosten Geld anspart und du gucken musst, wie du über die Runden kommst, ohne dass du dir mal was leisten kannst.

      Ich würde ihm sagen, du suchst dir jetzt einen Nebenjob, weil du mit deinem Geld nicht hinkommst (oder gehst wieder Vollzeit arbeiten) und in der Zeit ist er für die Kinderbetreuung zuständig. Bisher hast du das ja gemacht.

      SO sieht GEMEINSAMKEIT doch NICHT aus!!!

      Wir haben auch getrennte Konten. Wir verdienen beide sehr viel Geld, deshalb halten wir nicht jeden Euro fest, aber wir haben die Kosten so unter uns aufgeteilt, dass es ungefähr hinkommt, heißt:
      Ich zahle alles fürs Haus (Kredit, Gas, Wasser, Telefon etc.), er alles fürs Auto inkl. Reparaturen und alle Lebensmittel.

      Würde einer von uns plötzlich nichts oder deutlich weniger verdienen, würde neu aufgeteilt klar. So ist es gut und wenn wir essen gehen o.ä., zahlt mal der eine, mal der andere. Eben partnerschaftlich, wie sich das gehört.

      Wieviel bezahlt er für die Hausarbeit und das Kind ?

      << Ich komme mir so blöd vor >>

      Mir auch. Mach dich mit dem Familienrecht vertraut. Dir steht Taschengeld zu.

      Meine Ex hätte mir was gehustet wenn ich mir so 'ner Regelung gekommen wäre...aber so was von...

      Mit Recht.

      Ein Konto muss ja nicht sein aber eines für alle gemeinsamen Ausgaben von dem die allgemeinen Zahlungen abgehen macht Sinn. Prozentual zum Einkommen.

      Und mit dem Rest kann ja zur Not jeder machen was er will.

      Wir hatten das damals so "besprochen", dass wir ab nem BEtrag von rund 300 Euro miteinander die Anschaffung besprechen, bis dahin kann jeder machen was er will und das Geld war auf nem Konto wo jeder dran konnte.

      • unverständlich!!!!! Ihr seid doch eine Familie!!!!!!
        Was für eine Regelung?!!! Was ist mit Haushaltsgeld?????
        Meinn mann ist Alleinverdiener.....also zahlt er haus und Nebenkosten.....Kindergeld bekomme ich und zusätzlich von ihm Haushaltsgeld!!!!!! Ab und zu noch was extra für Shopping, Frisör usw.
        rede mit ihm.

    Hi,

    ganz einfach, die Summe, die Du jetzt gegenüber deiner vorherigen Tätigkeit weniger hast, stellst Du ihn mindestens zur Hälfte in Rechnung, für Haushaltsführung, Kinderbetreuung, etc.

    Dann wird er sich schon umschauen.

    Ebenso die Benutzung des Autos setzt Du ihn in Rechnung, solang er seinen Wagen nicht sauber hält und ihr damit auch fahren könnt.
    Rechne hier Benzin, Abnutzung, Versicherung, etc. mit rein.

    LG
    Lisa

    (18) 20.10.15 - 21:42

    Danke euch allen für eure ehrlichen Meinungen. Ihr habt Recht.

    Ich werde das Thema bei Gelegenheit noch mal ansprechen!

    Nicht persönlich nehmen, dass ich nicht jedem geantwortet habe.

    Liebe Grüße

    in eurer Ehe wird es ja noch öfter vorkommen, dass ihr ungleiches Einkommen habt. Beispiel: Elterngeld endet und du gehst erst drei Monate später wieder arbeiten, es gibt doch immer wieder unterschiedliche (Überbrückungs-)phasen...wie stellt er sich das dann vor???
    Aus meiner Sicht gibt es nur eine Lösung für eine Ehe: ein Konto, alles drauf, alles für alle Familienmitglieder wird bezahlt, fertig.
    Wenn man ungleiche Vorstellungen von Konsum hat, dann muss man da halt Regeln festlegen, was angemessen ist und was nicht.

    Uh das hört sich wirklich sehr unfair an.

    Bei uns hat der Papa die komplette Elternzeit übernommen für 2 Jahre.
    Weil er dann schon nach 9 Monaten kein Elterngeld mehr bekommt, zahle ich ab der Geburt schon alle Kosten und dafür gebe ich ihm nach den 9 Monaten kein Taschengeld oder so.
    Er konnte also die 9 Monate Elterngeld komplett für sich behalten.

    Wenn er jetzt sagen würde dass er gerne auch "Taschengeld" hätte wäre das für mich auch ok. Wobei ich wegen der Höhe auch erstmal gucken müsste wie ich das hinbekomme, weil wir ja auch 300 Euro für die Krippe bezahlen müssen.

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