Wann Trennung aussprechen? Der richtige Zeitpunkt.. Verzweifelt

    • (1) 21.10.15 - 08:33
      derletzteschritt

      hallo ihr lieben,

      ich habe hier schon öfter erzählt, über mein verhältnis zu meinem mann, trennungsgedanken etc... jetzt ist es soweit. Ich bin mir sicher ihn nicht mehr zu lieben.

      Im Sommer (also vor gut 2 Monaten habe ich ihm relativ ehrlich die Situation erklärt) Es gab viele Punkte mit Handlungsbedarf...

      Schreierei (ist besser geworden)
      Besserwisserei und immer einmischen wenn ich mit den Kindern rede oder was mit Ihnen mache (keine Veränderung)
      Therapie (nichts passiert, dazu muss ich sagen, ich bin zu müde und resigniert um das noch in die Hand zu nehmen, da müsste er in die Puschen kommen)
      sein Rentnerleben (er ist 40 und hockt nur zu Hause rum, geht 2 x die Woche mit den Kindern zum Turnverein.)
      er hat kein soziales Umfeld, wirklich 0,0, nur uns.
      Seine Hautkrankheit (er sagte O-Ton, er gehe nur zum Hautarzt um das machen zu lassen, wenn wir auch sicher zusammenblieben)
      zudem sagte er, wenn wir uns trennen wäre er weg und wir würden ihn nie wieder sehen, naja im Affekt sagt man vielleicht auch viel, aber man weiß es nicht.

      Es ist nicht so, dass er keine guten Seiten hätte, aber sie bedeuten mir nichts mehr..

      Nun habe ich natürlich Angst. Wenn ich mich trenne von heute auf morgen alles alleine machen zu müssen. Weihnachten steht vor der Tür und somit auch eine Familiäre Zeit und in meinem Fall eine stressige Phase bei der Arbeit, denn Urlaub bekomme ich in der Zeit nicht. Meine Eltern sind zu der Zeit im Urlaub für 4 Wochen können also auch nicht aushelfen. Sie wohnen auch leider weit weg.

      Natürlich gibt es keinen perfekten Zeitpunkt, aber mein Mann wird immer zudringlicher, je mehr ich meine Ruhe will, desto mehr werde ich beäugt und analysiert (also nur mit den Augen, nicht das wir ein Gespräch führen würden). Sex haben wir auch nicht mehr, da geht von mir aus und belastet ihn sehr, er versucht es auch dauernd aber inzwischen ist aus gleichgültigkeit, abneigung geworden. Ich mag ihn nicht mehr riechen.. die Liebe ist aus dem Fenster geflogen..

      Natürlich habe ich auch Angst den Kindern alleine nicht gerecht zu werden oder den rest meines Lebens alleine zu verbringen (bin schon Mitte 40) obwohl ich lange alleine gelebt habe vorher und das eigentlich auch immer ganz ok fand. Aber immer alleine sein, man lernt ja auch nicht mehr so viele Freunde kennen.

      Ich würde am liebsten bis nach der stressigen Phase aushalten, aber das ist natürlich auch berechnend. und fraglich ob das klappt.

      Habt Ihr einen Rat für mich zum durchhalten, ich kann ihn auch körperlich nicht ewig hinhalten.. Oder sonst ein paar aufbauende Worte?

      LG und danke an alle die bis zum Schluß gelesen haben.

      • Guten morgen,

        Du scheinst dir deiner Sache ziemlich sicher zu sein, ich kann wirklich herauslesen das bei dir der Ofen aus ist.

        Tja, der richtige Zeitpunkt ? Gibt es wahrscheinlich nicht, ich würde mit ihm so schnell wie möglich das Gespräch suchen evtl. auf neutralem Boden oder wenn die Kids außer Haus sind.

        Bis dann die räumliche Trennung stattfindet vergeht auch noch Zeit, einer von euch muss ja erstmal eine Wohnung finden.

        Ich würde ihn nicht mehr länger hinhalten, das ist nicht fair und er spürt deine Abneigung bestimmt- das verletzt ihn

        Alles Gute für die nächste Zeit

      Hallo,

      die Frage ist, wie groß Dein Leidensdruck gerade ist. Oder anders gefragt: wie (un-)erträglich ist das Zusammenleben mit ihm?
      Wenn Du bleibst, musst Du klar legen, wie euer Zusammenleben dann bis Anfang kommenden Jahres laufen soll.

      Falls es nicht mehr geht:
      Gibt es Freunde, bei denen Du mit den Kindern vorübergehend unterkommen könntet?
      Wie wohnt ihr? Eigentum, zur Miete? Wer steht dann ggfalls im Mietvertrag?
      Grundsätzlich kannst Du mit ihm besprechen, ob er auszieht?

      Seine Erpressungsversuche kannst Du ignorieren.

      "Seine Hautkrankheit (er sagte O-Ton, er gehe nur zum Hautarzt um das machen zu lassen, wenn wir auch sicher zusammenblieben)"
      Hätte er kapiert, dass der Zug gerade abfährt, würde er das natürlich sofort in Angriff nehmen.

      Du wirst es schaffen, allein klar zu kommen. Es gibt viele Beratungsstellen, die helfen können. Gibts bei euch Leihomas/-opas oder sonstige Netzwerke wegen der Kinder?

      Und: Du bist nicht SCHON Mitte 40, sondern ERST Mitte 40. Dein Leben ist nicht vorbei. Es beginnt wohl eher gerade wieder neu.;-)

      #klee#klee#klee
      hundkatze.maus

      • (5) 21.10.15 - 17:26

        auch dir vielen vielen dank für deine nachricht. irendwo unterzukommen ist schwierig. wir leben im ballungsgebiet, da hat niemand so viel platz. unser haus ist groß genug aber es ist eigentlich sein haus. nach einer scheidung würde ich etwa soviel geld bekommen, wie das haus wert ist... er bräuchte es ja auch nicht alleine..

        aber er sagte auch, er würde mich gehasst haben im sommer.

        also die letzte reaktion, wie du bemerkt hast auch erpressung lassen mich dennoch nicht ohne angst an das thema rangehen..

        wenn ich jetzt sage, ich trenne mich, wird er sagen, ich bin doch viel lieber als vorher. und es ginge nicht alles von heute auf morgen. es hat sich zuviel angestaut bei mir und bis zu einem tag im januar war mir das nicht so klar. dann ist was passiert und in mir ist einfach alles gestorben, was noch übrig war.

        lg

    Guten Morgen,

    schwierig, einen Rat zu geben, aber zumindest ein paar Denkanstöße...

    Dein Mann hat kein Leben, ist auf Dich und die Kinder fixiert. Fast schon krankhaft. Ohne Einsicht, was er damit zerstört. Geschrei? Besserwisserei und Einmischen? Für alle - besonders für die Kinder - kein tragbarer Zustand.

    Würde er eine Therapie mitmachen? Würdest Du mit ihm zusammen bleiben wollen, wenn sie erfolgreich wäre? Du hast ihn mal geliebt...würdest Du es wieder können, wollen? Ist er, Eure Ehe es Wert, sich aufzuraffen, darum zu kämpfen?

    Mit Weihnachten, Urlaub, Deine Eltern, Freunde, alleine sein hat das alles nichts zu tun. Das sind nur Ausreden. Ein Aufschieben. Nach Weihnachten kommt Silvester, dann Ostern, Geburtstage, Urlaube blablabla... Weihnachten könnte ohne ihn schöner, entspannter, erfüllender sein, Freunde lernt man sein Leben lang kennen, und Partner auch. Ich bin 47 und erstaunt, wie viele nette Männer an mir Interesse haben - ernsthaft. Aber das ist ja nicht alles...erst einmal solltest Du Dir klar werden, warum Du Dich trennen willst. Weil Dein Leben besser, entspannter, schöner wäre ohne ihn, weil er nur eine Last ist und Dich emotional und kräftemäßig auslaugt?

    Oder brauchst Du nur ein bisschen Ruhe, um zu Kräften zu kommen, Dich zu sortieren, und dann eine Therapie in die Hand zu nehmen?

    Wenn Du weißt, spürst, dass nichts mehr geht, es das Ende ist, dann solltest Du Dich und ihn befreien.

    Viel Glück, wünsche ich Dir #liebdrueck
    Sugar

    • (7) 21.10.15 - 17:29

      danke dir für deine denkanstöße..

      ich kann diese fragen im prinzip genau so beantworten, dass ich mich gegen ihn entscheide. ich finde ihn nicht hässlich oder so im objektiven sinne, er ist ein attraktiver mann, aber ihc kann ihn nicht mehr riechen, sehen, ertragen...

      du hast sicher recht ohne ihn wird das leichter. das einzige was mir dann zu schaffen machen wird sind die finanzen, denn ich bin leider auch jemand mit imensen zukunfts und existenzängsten.

      dennoch deine mail hat mich aufgebaut :-)

      lg

Hallo.

Ich verstehe dich. Ich stand auch kurz vor Jahresende vor der Entscheidung, jetzt oder noch warten. Ich hatte mich für jetzt entschieden und das war auch gut so. Für ihn war das ein "Boden unter den Füßen wegziehen" gewesen und für mich echt die Befreiung. Wir beschlossen, es den Kindern nach dem Fest zu sagen. Das Fest haben wir dann bestens gemeistert. Naja, er versuchte es natürlich unter den Teppich zu kehren, nach dem Motto "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Aber mein Entschluss stand fest. Aber ich muss sagen, die Kinder (damals 8, 9 und 16) haben es schon geahnt, aber nichts gesagt. Und sie haben es auch gut aufgenommen, da sie es ja eh schon alles mitbekommen haben. Die Spannungen und auch die Kälte zwischen uns. Es war nur noch eine Frage der Zeit. War für alle eine harte und gefühlsberauschende Zeit, aber wird haben es geschafft. Muss aber dazu sagen, dass ich das nicht alleine durchstehen musste, ich hatte meinen jetzigen Mann schon beiseite.

Alles Gute.

LG

  • (9) 21.10.15 - 17:20
    derletzteschritt

    auch dir ganz lieben dank für deine worte, es gibt auch kraft zu sehen, dass andere es geschafft haben.. lg

Hallo,

ich würde es nicht mehr herauszögern. Wenn du es sofort anpacksz, hast du das Schlimmste Weihnachten hinter dir.

Außerdem ist es auch nicht fair, ihm indirekt Hoffnungen zu machen, wenn für Dich der Zug schon abgefahren ist.

LG

Hallo!

Tja, das ist echt nicht einfach. Ich bin jemand der sowas planen würde. Also schonmal schauen wie ich alleine zurechtkommen würde. Vorkehrungen Treffen, eventuell Wohnung suchen usw.

Wenn du weisst wie du was hin bekommst, würde ich dann mit ihm Reden.
Ich weiss jetzt nicht wie ihr lebt, ob ihr ein Haus habt usw. Auch da würde ich schon einen Plan parat haben wollen. Natürlich kann er dir da noch Steine in den Weg legen, aber wenn du einigermaßen 'Vorbereitet' bist, sollte es nicht ganz so schlimm werden.

Ob ich warten würde: Ich glaub es bringt keinen was wenn du das länger also nötig weiter ertragen würdest. Aber ich würde schon sehen das ich einen Plan habe, wie es nach der Trennung weitergehen soll. Dann mit ihm offen, ehrlich und Sachlich reden.

LG Sonja

  • (12) 21.10.15 - 17:17
    derletzteschritt

    hallo,

    natürlich weiß ich noch nicht wie es weitergeht. habe schon nach wohnungen geguckt... aber nachdem er sagte, er würde eh weit weg gehen, würde ich gerne im haus wohnen bleiben und ohne den wahnsinns druck in ruhe überlegen wohin (z.b. auch zu meinen eltern in die nähe) oder eben aushandeln.

    ja es ist sauscher, ich werde ihm das herz brechen, dafür ist meins schon gebrochen.. er denkt wohl auch, es würde jetzt wieder besser gehen, wenn er sich bemüht aber das gegenteil ist der fall, ich halte seine anwesenheit kaum noch aus.

    lg und lieben dank für deine nachricht.

Hallo derletzteSchritt,
innerlich hast Du Dich schon komplett von Eurer Ehe verabschiedet. Dein Mann leidet mindestens unter dieser Situation wie Du auch.

Eine Frage habe ich..
"Natürlich habe ich auch Angst den Kindern alleine nicht gerecht zu werden"

Ist das so einvernehmlich abgesprochen oder Deine Annahme / Wunsch?
Überlässt Dein Mann Dir die Kinder einfach?

lg
my-opinion

  • (14) 21.10.15 - 17:10

    hallo,

    da war ich mir auch nie sicher, aber nachdem er sagte, wir würden ihn nie wieder sehen, glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass er groß einen kampf hinlegt. er ist mit 2en auch komplett überfordert.

    ich fände es gut, wenn er in der nähe bliebe und weiter mit den kindern kontakt hat auch über die 2 wochenregelungen hinaus. aber er meint er könne das nicht...

    natürlich bleibt abzuwarten ob es dann so kommt oder nicht.

    lg

    • Hallo,
      ich würde dieser Aussage von Ihm nicht zu viel Beachtung schenken.
      Er denkt er würde alles verlieren bei der Trennung, es wäre einfacher dann gar keinen Kontakt zu haben. Seine Worte spiegeln nur seine Verzweiflung.

      Ich finde er sollte keinen Kampf hinlegen müssen, er sollte Optionen haben, die gleichen wie Du.

      Eine Trennung ändert alte Gegebenheiten, man kann und sollte sich dann komplett neu orientieren. Auch was die Kinderbettreuung angeht.

      Die Trennung wird auch für Dich um einiges einfacher wenn Dein Mann nicht alles verliert.
      Ich als Mann und Vater kann Dir sagen , WochenendVater wäre für mich nie eine Option gewesen.
      Wie siehst Du das denn?
      lg

      • (16) 22.10.15 - 13:48
        derletztesschritt

        hallo,

        das kommt darauf an, er kann im prinzip dieselben sachen mit den kindern machen wie jetzt also z.b 2 x die woche zum verein, etc. aber die kinder sollen fest bei mir wohnen, denn sonst könnte ich mir gar keine eigene wohnung mehr leisten.. also müsste ich sie beim vater lassen und das wäre fatal. denn er packt 2 kinder einfach nicht. einfach so mir mal eben kohle rüberwachsen lassen, dazu kenne ich zu viele trennungsgeschichten, auch meine eigene, viele zahlen einfach nichtmal wenn sie müssten.

        also wäre mein vorschlag, offen alles absprechen aber mit festem wohnsitz bei mir. würden die kinder sowiso wollen.

        lg

        und wie läuft es bei euch? auch die finanziellen fragen wären nicht unwichtig.

        • Hallo,
          und da habr ihr auch schon ein Problem wenn ihr Euch nicht einig seid.
          "ber die kinder sollen fest bei mir wohnen, denn sonst könnte ich mir gar keine eigene wohnung mehr leisten"

          Das ist im Grunde genommen keine Basis für eine saubere Trennung. Man kann doch nicht die Kinder zur Sicherung der eigenen Existenz behalten. Du bist nur ehrlich, ich bin mir sicher das das der Grund ist warum sehr viele Mütter gegen eine hälftige Betreueung der Kinder durch den Vater sind.

          Unsere Kinder sind exakt 50% bei mir, und 50% bei meiner (nochfrau)
          Aber da wir ca 300 MEter Luftlinie auseinander wohnen dürfen die Zwei so oft sie möchten den Anderen besuchen. Kommt aber eher selten vor.
          Was das finanzielle Betrifft.. Ich zahle meiner Frau trotz des Wechselmodells Unterhalt, weil ich wusste das es nur so ohne Probleme über die Bühne gehen wird.

          Ich kenne Deinen Mann ja nicht, aber Du hast nicht mehr recht auf die Kinder als er, und die Kinder haben ein Recht auf Euch Zwei. Ihr solltet Euch über das Thema ausfühlicher unterhalten.

          lg
          my-opinion

          • (18) 23.10.15 - 11:46

            hallo,

            als er sagte, dass er abhauen würde, habe ich gesagt, sie brauchen auch ihren vater und als er sagte, er möhte auch noch dies und jenes mit den kids machen habe ich gesagt, dass er das könnte. ich habe kein problem, wenn die kinder gleichviel beim vater sind wie bei mir, aber ja, meine existenz muss gesichert sein und ich habe die babyjahre hinter mich gebracht, mein mann hat mehr oder weniger zugeschaut.

            aber ein ganz andere punkt ist, dasss mein großer sohn, der total am vater hängt, im urlaub sagte, er würde noch länger bleiben, dann könne er sich vom vater erholen. sagt das nicht alles möchte man seine kinder so jemandem dann auch noch freiwillig überlassen? ich hoffe er würde entspannter nach einer trennung weil er dann die kinder weniger hat, aber man weiß eben nicht was bzw. wie es kommt.?

            lg

Top Diskussionen anzeigen