Baby zerstört die Beziehung Seite: 2

    • (28) 27.10.15 - 17:45

      Jaaa ...
      Aus Frauen-, bzw. Muttersicht, finde ich das Verhalten Deiner Frau wesentlich verständlicher als Deines, wenn ich ehrlich bin.

      Mein Mann und ich haben eine mittlerweile zweijährige Tochter und das erste Jahr war hart, sehr hart. Wir waren ein Elternteam, nicht mehr so richtig Paar. Manchmal hatte ich auch Angst davor, ob sich das noch mal wieder ändert, aber hat es. So wie vorher wird es nie wieder, aber es liegt an Euch, was Ihr daraus macht. Ein Kind ändert nunmal ALLES und meistens empfinden die Eltern es trotz des Stresses und der Anstrengung als Bereicherung.

      Ich würde Dir eine Elternzeit (möglichst bald!) von mindestens einem Monat ans Herz legen (es liest sich jedenfalls nicht so, als hättest Du die schon hinter Dir). Wenn Du wirklich rund um die Uhr bei Deiner Familie bist, wirst Du sicher einiges mit anderen Augen sehen. Hoffentlich auch Deine Tochter, denn dass Du Dich so gar nicht für sie interessierst, finde ich total traurig und eher auch nicht so normal. Wie gesagt - auch bei uns war das erste Jahr super anstrengend, aber mein Mann hat unsere Tochter vom ersten Augenblick an über alles geliebt. Und sich für die Quanti- und Qualität ihrer Ausscheidungen interessiert, z.B. ;-)

      Dass Du nach drei Monaten schon (!) daran denkst, mit einer anderen Frau auszugehen, so als Trotzreaktion, finde ich armselig, so gut ich auch die Ausgangssituation nachvollziehen kann.

      Tu was dafür, dass Du Deine Tochter lieben kannst (im Zweifelsfall mit Hilfe eines Therapeuten), versuche, Dich emotional ein bisschen mehr einzubringen und sobald von Deiner Seite aus nicht ausschließlich Abwehrgefühle Deiner Familie gegenüber vorhanden sind, kannst Du sicherlich auch noch einmal mit Deiner Frau darüber sprechen, wie sie Dir im Gegenzug entgegenkommen kann.

      (29) 27.10.15 - 18:18

      Wenn ein Kind kommt, liegt die Partnerschaft wirklich zuerst einmal auf Eis...
      Mir ging es ähnlich, nur dass ich als Frau total die Zweisamkeit mit meinem Mann vermisst habe. Da unsere Kleine auch viel geschrieen hat, haben wir sie abends in den Kinderwagen gepackt und sind mit ihr bei Wind und Wetter draußen rumgelaufen. Das Baby hat sich immer schnell beruhigt und wir beide hatten Zeit zu reden. Das hat uns immer sehr gut getan. Dann haben wir schnell Oma, Opa oder Babysitter eingespannt um auch mal wieder Zeit für uns zu haben (aber das war auch erst nach 7-8Monaten).

      Ihr seid jetzt eine Familie und die Kleine braucht auch den Papa, auch wenns manchmal schwierig ist. Wenn du dich jetzt gleich nach der Kollegin umsiehst, bloß weil du augenblicklich nicht die Hauptrolle spielst, dann ist das traurig.
      Die ersten Monate sind hart, aber sie zeigen auch die Beständigkeit einer Beziehung.

    • Hallo!

      Es wird schon bald besser. So in 2 Monaten fängt das Baby an, sich selber umzudrehen, ist damit mobiler und nicht mehr so frustriert. Auch die Bauchweh-Phase ist bald vorbei. In 3 Moaten kommen dann die ersten Babybreie, da kannst Du dann auch mal aktiv füttern, und es ist auch mal möglich, dass jemand ein paar Stunden das Kind übernimmt, gestillt wird dann noch vor allem abends und nachts, aber man ersetzt eben immer mehr mahlzeiten.

      Bald kommt dann das erste rumkriechen und krabbeln, das Kind wird wieder mobiler und Du kannst dann auch immer mehr mit ihm anfangen. Wenn es denn anfängt zu laufen und Bauklötze zu stapeln kannst du richtig mit ihm spielen, und mit 2 Jahren ist dann eine Spielküche oder ein Kaufmannsladen der große Hit - und es kann dann auch schon immer besser und verständlicher reden.

      Mit drei jahren würde man sich dann manchmal wünschen, man könnte das reden auch wieder abstellen, dafür pest das Kind dann mit einem Laufrad durch die Gegend, klettert auf Klettergerüste, bastelt mit Schere und Klebstoff, und auch die Bilder die es malt werden langsam erkennbar.

      Hab einfach Geduld, diese ganz frühe Babyphase ist eben schwierig, aber die geht ja schnell vorbei. Mit einem Jahr, wenn das Kind läuft, sieht es schon so anders aus, und vielleicht geht Deine Frau auch wieder arbeiten und hat damit auch wieder was anderes im Kopf als Babykacke.

      (31) 27.10.15 - 18:21

      Tja Alter, Epic fail würde ich mal sagen. Kinder sind scheiße, hättest du im Vorfeld hier im Forum gelesen, hättest du gewusst, dass deine Beziehung nach der Geburt so richtig gegen den nächstgelegenen Baum knallt.
      Deine Olle wird doof, babyfixiert, die Figur ist auch nicht mehr das Wahre. Das Blag hast du für die nächsten gefühlt 20tausend Jahre am Hals, Unterhaltszahlungen inklusive.

      Mein aufrichtiges Beileid

      #wolke

    http://www.familienplanung.de/schwangerschaft/vater-werden/die-erste-zeit-zu-dritt/auch-vaeter-haben-tiefs/

    LG

    Ich kann dich verstehen!

    Mein Mann und ich sind vor 7 Monaten Eltern geworden, wir hatten beide den Wunsch nach einer familie, ich eher früher, er eher später! Wie bei euch, hat er sich quasi für früher entschieden! Wir hatten eine schwierige Schwangerschaft zusammen haben diese Zeit aber überstanden, weil wir zusammen gehalten haben!

    Wenn ich hier manche antworten lese wird mir Angst und mich Wundert nicht mehr, das Männer darauf keine Lust haben!

    Vorab ich liebe mein Kind, mein Kind ist mir unendlich Wichtig, ich will das es ein gutes Leben hat, und ich will so gut ich kann es darauf vorbeireiten!

    Aber..... Ich bin auch Frau, und Ehefrau, und ich bin das gerne! Ich liebe meinen Mann, unser kind hat die Liebe zu meinem Mann noch in eine andere Richtung wachsen lassen! Wir haben uns bewusst Auszeiten genommen! Baby schläft alle 6-8 Wochen bei Oma und Opa ( die sind ganz verrückt danach ) und auch am We geht es mal für einen halben Tag dahin und wir machen etwas zusammen, Therme , Essen, Kino!

    Außerdem nimmt meine Mama das baby 1 mal die Woche für 2-3 Stunden und ich geh trainieren, einkaufen etc!

    Und was bei uns von Anfang an klar war, es gibt auch andere Themen! Manchmal ist es schwierig, da mein Tag ja fast nur aus baby besteht, aber da zeigt er dann Verständnis! Ebenso hab ich Verständnis, das er nach dem arbeiten seine Ruhe suxh mal braucht!

    So und nun zum zweiten Teil, da denke ich solltest du dich versuchen mehr einzubringen! Für meinen Mann war das am Anfang schwierig, das baby macht nicht viel, schläft viel! Aber er hat sich dahinter geklemmt und das ist das was zählt! Wenn deine kleine schreit, leg dich hin, und leg sie auf deinen Bauch, bauch an bauch! Das war bei uns der lieblingsolatz'! Und es fördert auch die Bindung!

    Rede mit deiner Frau, sag ihr das sie dir wichtig ist und du sie nicht verlieren willst und du das Gefühl hast das ihr auf dem Weg dahin seit!

    Sag, das eure kleine Tochter eine intakte familie braucht, und die ist man nur wenn auf alle Bedürfnisse eingegangen wird!

    Ich drück dir die Daumen!

    Hallo, willkommen in der Welt der Erwachsenen. Klingt völlig normal bei euch. Das wird wieder, es lohnt sich, durchzuhalten. Bitte habe Geduld mit deinen beiden Frauen, künmere dich um das Baby, den Haushalt und deine Frau. Das ist jetzt ein 24-Stunden-Job für euch alle. LG

    Ich kann dich, aber auch etwas deine Frau verstehen.

    Sicher ist man in den ersten Monaten physich am Ende durch die kurzen Nächte, vielleicht hat Frau vor der Geburt schon schlecht geschlafen. Das dauert etwas, bis sich alles eingespielt hat.
    Warum deine Tochter nun häufig schreit, müsste vielleicht mal abgeklärt werden. Ihr könnt eure Hebamme auch um Rat fragen oder den Kinderarzt. Aber das ist nicht ausschließlich Sache deiner Frau. Du bist der Vater und darfst auch gerne tätig werden und mit deiner Frau darüber sprechen, wen man kontaktiert und was das Ergebnis ist.

    Vielleicht teilt sich deine Frau ihre Zeit auch nicht richtig ein. Ich habe jede Gelegenheit genutzt, mich kurz hinzulegen, wenn die Kinder schliefen (beim 1. ist das noch problemlos, weil ja kein größeres in der Zeit wach ist). Wenn sie mal völlig überdreht waren und schlecht einschliefen oder mal Schreiphasen hatten, haben wir sie auch abends noch in den Kinderwagen gepackt und sind eine Runde gelaufen. Da bekommt jeder den Kopf frei, man kann sich austauschen und das Kind ist ziemlich schnell ruhig.
    Vielleicht solltet ihr das mal versuchen. Du kommst heim, isst in Ruhe und dann geht ihr spazieren. Unser Nachbar ist mit seinem Kind gejoggt und seine Frau fuhr manchmal auf Inlinern mit.... Meine Freundin hatte so ein extremes Schreikind. Die haben ihn abends ins Auto gepackt und sind losgefahren. Kaum um die Hausecke gebogen, schlief das Kind.

    Sie sind dann zu Mc. D. ins Drive in und haben sich einen Kaffee geholt und noch im Auto gequatscht und sich ausgetauscht (und manchmal wohl auch spontan Sex gehabt auf dem Beifahrersitz mit dem Maxi Cosi auf dem Rücksitz). Man kommt eben auf die schrägsten Ideen, wenn es sein muss.

    Wir hatten auch nicht immer Babysitter. Wenn sie so klein sind, kann man sie überall hin mitnehmen. Inzwischen wird in Restaurants nicht mehr geraucht. Da könntet ihr doch gemütlich auf einen Wein losgehen oder am WE zum Brunch, zum Essen, auf einen Kaffee ins Bistro......und das Kind steht im Wagen am Tisch. Oder demnächst dreht ihr noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt. War bei uns i. d. R. kein Problem. Ich fand die Zeit damals toll.

    Du bist in einer schwierigen Situation. Wenn deine Frau deine "Not" so ganz und gar nicht wahrnehmen möchte, wirst du dir u. U. die Zähne daran ausbeißen. Ihr müsst beiderseits aufeinander zugehen. Euer Kind ist kein Störenfried. Du bist genauso verantwortlich für es. Wenn du dich aber ständig nur mit einem schreienden Kind beschäftigst, kann ich mir vorstellen, dass es schwer wird, da eine bessere Bindung aufzubauen. Du willst es immer möglichst schnell wieder los werden. Vielleicht brauchst du noch etwas Zeit, vielleicht bist du aber auch kein Vatertyp, der mit dem Kind kuschelt, es tröstet und dem das Herz aufgeht, wenn er es anschaut. Vielleicht brauchte deine Frau auch nur einen Erzeuger und du bist die nächsten Jahre abgemeldet, sowas gibt es leider auch. Mittelfristig werdet ihr es herausfinden, so oder so.

    Hör auf gewesenem nach zutrauern, eurer Leben hat sich grundlegend verändert, ihr müsst eure Rollen neu finden und annehmen.

    Du bist nicht mehr Karl-Heinz, der Mann von Isolde und Projektmanager bei Meier und Söhne. Du bist Papa, alles andere kommt danach. Such aktiv mit deiner Frau die neue Rolle. Rebecca schrieb es schon. Massier doch mit deiner Frau zusammen euer Kind, lass dir das doch von ihr zeigen was sie in der Gruppe gemacht haben. Leg dich daneben wenn die kleine mit Spieluhr ein schläft. Geh mit ihr baden in die Wanne, das ist nun mal der Alltag mit einem Kind, warum sollte den denn nur deine Frau begleiten. Versuch dich auf dein Kind einzulassen, aktiv, wechsel Windeln. Schau dir die kleinen Finger und Zehen an, Mensch das habt ihr beide zusammen geschaffen, einen echten kleinen Menschen. Wenn deine Frau stillt, leg dich dazu und schau dir die kleine Schnurte an wenn sie am Busen nuckelt.
    Das schafft Verbundenheit, das seit ihr jetzt. Alles andere steht hinten an und kommt wieder, es dauert aber nun mal wie es dauert.
    Später beißt du dir in den Hintern weil du diese Zeit verpasst hast.
    Das bedeutet auch erwachsen werden und sein. Nicht nur Autofahren und trinken so viel man will, sondern Verantwortung tragen und sich selber nicht so wichtig nehmen.

    Ich wünsche deiner Frau und der Kleinen alles gute und einen Mann/Papa der sich einbringt.

    LG
    Cloti

    Es ist schon irgendwie normal.

    Mein Mann konnte mit unserer Tochter erst etwas anfangen als sie laufen konnte.

    Allerdings wußte er auf was er sich einläßt, da er noch 2 Söhne aus erster Ehe hat.
    Der Kinderwunsch kam mehr von ihm als von mir.

    So, das Baby schreit viel und ist noch klein. Deine Frau hat den ganzen Tag mit dem Baby zu tun und demnach wenig weitere Gesprächsthemen.

    Wenn ich Deine Erwartungshaltung mal zusammen fasse, möchtest Du einen ruhigen Feierabend, das vollkommende Interesse Deiner Frau und Sex.

    Rede mit ihr! Sag ihr, dass Du schon manchmal nicht nach Hause möchtest und dass Du momentan keine Nähe und kein Interesse ihrerseits mehr spürst. Dass Du nicht gleich das Baby auf dem Arm haben möchtest, wenn Du noch in Hut und Mantel in der Tür stehst. Und dass auch Du nach einem harten Tag ein wenig Ruhe brauchst.

    Auf der anderen Seite solltest auch Du ihr ein wenig entgegen kommen. Nimm das Baby, damit sie sich mal ausruhen kann. Damit sie am Wochenende mal etwas länger schlafen kann. Entlaste sie, geh mit der Kleinen spazieren.

    Ihr müsst Euch beide entgegen kommen, dass Baby ist ja nunmal da. Es wird besser, wenn es älter wird (schwacher Trost, ich weiß!).

    Ich verstehe Dich zu 400%. Ich habe selbst zwei Kinder und nichts ( außer eine schlimme Krankheit) verändert das Leben so sehr wie so ein hilfloses Wesen. Und selbst wenn man immer sagt, wenn sie lächeln machen sie es wieder gut! Blödsinn. Ich liebe meine Kinder. Aber mit meiner Tochter bin ich durch die Hölle. Und zwar nicht nur das erste Jahr sondern ganze 12 Jahre lang. Heute mit fast 16 geht's ja fast. Mein Sohn war von Anfang an ganz anders. Und zu ihm habe ich ein ganz anderes Verhältnis. Beziehungen leiden höllisch unter Kindern. Nichts ist mehr wie es war, der Partner verändert sich, man selbst als Mutter ist ewig überfordert und gereizt und kein Ende in Sicht. Heute kann ich nach fast 16 Jahren wieder etwas Privatsphäre spüren.

    Auch wenn alle sagen, das keiner so denkt, viele trauen sich nur nicht zuzugeben das sie es sich SO nicht vorgestellt haben.

    • Gut geschrieben.

      Ich denke auch, dass ganz viele nicht zugeben, wie schwierig es ist. Am Ende ist es eine Zerreißprobe für die Nerven aller Beteiligten und es kommt drauf an, wer es wie verarbeitet.

      In den meisten Fällen ist es ja doch so, dass eher Frau bestimmt, wann der Zeitpunkt da ist, ein Baby zu bekommen. Viele Männer sind daheim in den 4 Wänden auch komischerweise total hilflos und unterwürfig. Wenn die Frau dann noch übermäßig in der Mutterrolle aufgeht, dann ist es durchaus für manche Männer unerträglich.

      Ich hab (während meine Frau mit Baby daheim war) meine Firma zuhause aufgebaut. Ich würd das nie wieder so machen. Es war aber eine Lebenserfahrung und jetzt (11 Jahre später) kann man drüber lachen.

      Man muss einfach die harte Zeit irgendwie überstehen und darf nicht dran kaputt gehen.

OK, hier noch eine Antwort....

junge Mütter haben halt kein anderes Thema außer Windeln, Scheiße, Schlafgewohnheiten, weil sie einfach keinen anderen Input haben.
Du hast Deine Arbeit, Deine Freunde, Deinen Feierabend in der Kneipe, etc.

Deine Frau ist den ganzen Tag zu Hause mit dem Baby.....was soll sie von sich aus erzählen? Sicherlich kannst Du über Deine Arbeit reden aber warum soll es sie interessieren, wenn Dich das Kind nicht interessiert?

Außerdem ist alles neu, alles ist wichtig, alles wird hinterfragt. Da spricht auch viel Unsicherheit raus.
Du willst und kannst nicht mitreden, weil Du Dich damit nicht beschäftigst, darum geht es Dir gehörig auf den Senkel.
Es soll sogar Väter geben, die die Unterschiede verschiedener Windeln kennen#gruebel, die sich in Themen einlesen oder sich mit anderen Vätern unterhalten.

Warum nicht jeder 15 Minuten von Arbeit und 15 Minuten vom Baby erzählen und dann PUNKT! ABER da müssen dann beide interessiert zuhören!

Achja, warum gönnst Du Deiner Frau nicht auch freie Abende, so dass sie auch das Recht hat auszugehen?
Nimm Du doch mal das ganze Wochenende das Baby und sie nimmt sich Zeit für sich, fährt weg mit einer Freundin....erst dann wirst Du ihre Arbeit und ihr tun anerkennen.
Wenn Du dann am Sonntagabend keinen Sex haben willst, weil DU K.O. bist....tja, thats live.

Solange Du aber das Kind nicht wirklich willst, wird sie niemals etwas ändern.
Du zeigst kein Interesse, Du gibst ihr nicht wirklich Freiräume, Du erkennst es nicht an, was sie tut.

Nimmt regelmäßig einen Babysitter, um Eure Partnerschaft aufzufrischen!

LG
Lisa
P.S....wenn die Frau den ganzen Tag das Baby, drückt, schmust, betütelt, ....hat sie am Abend oft keine Lust, das gleiche mit dem Mann zu machen! Da braucht man wirklich mal eine Pause und will den Mann nicht auch noch im Genick spüren, wie dieser nach Streicheleinheiten lechzt.
Sie ist den ganzen Tag nur am Geben....sie braucht auch mal etwas, wo sie am Abend etwas nehmen kann, um wieder aufzutanken.

Tja, irgendwie bist du eifersüchtig auf das Baby, fühlst dich hintenan und dann sind da noch Fronten zwischen dir und deiner Frau entstanden.

Je mehr du jetzt meckerst über das schreiende Baby und die abweisende Frau, desto mehr wird sie instinktiv dagegen halten - "ihr" Baby verteidigen und garantiert nicht zugeben, dass sie auch manchmal genervt ist.

Aus diesem Kreislauf solltet ihr raus. Und im Büro verschanzen macht alles nur noch schlimmer. Du wirst dort nicht mehr Verständnis entwickeln.

Übernimm lieber Aufgaben mit dem Baby:

- Nimm deine Tochter mit zum Einkaufen (wenn sie frisch gestillt ist). Du entwickelst eher eine Bindung durch Nähe zum Kind... und deine Frau hat mal eine Auszeit und wird sich besser entspannen.

- Versuche mal, vormittags frei zu machen, dann hast du nicht nur die unruhigen Abendstunden, sondern eine Chance auf ein entspanntes Baby.

- unternimm am Wochenende stundenweise etwas mit einem Kumpel und nimm das Baby mit.

- übernimm einen der Termine beim Kinderarzt. Dort kannst du auch das Thema schreien ansprechen.

Sag deiner Frau aber auch offen, dass du gern einmal über andere Themen sprechen möchtest. Sie ist wahrscheinlich so sehr im Babyalltag, dass sie das nicht mehr wahrnimmt. Das sollte sie aber. Also auf den Tisch mit der (freundlichen) Kritik! Vll kannst du mit ihr gemeinsam zu der Erkenntnis kommen, dass ihr in einem doofen Kreislauf drin seid...und das gemeinsam lösen.

Das Thema Sex würde ich erst so in 3-4 Monaten ansprechen. Die Geburt war ja gerade erst und das muss sich wieder einpendeln.

Und JA, es wird besser! Erstmal gewöhnt man sich mit der Zeit dran, kein Junggesellenleben mehr zu haben. Man kann auch bewusst Freizeit ohne Kind genießen lernen, wenn man akzeptiert, dass dies eben nicht ein ganzes Wochenende der Fall ist, sondern stundenweise.
Zweitens wird ein Baby im Laufe der Zeit "berechenbarer". Und je mehr du dich da aktiv einbringst, umso mehr wirst du das Baby auch allein beruhigen können. Darauf wirst du stolz sein, irgendwann lacht sie dich an, da wirst du dich ganz tief im Herzen freuen. Hab Vertrauen!

Das Einschlafen ist traditionell am schwierigsten und könnte es noch eine Zeit bleiben. Umso wichtiger, dass du auch andere Zeiten erlebst, dann kannst du das besser wegstecken.

Denk dran, bei allen Problemen, du bist jetzt kein unabhängiger Typ mehr, der 24/7 Arbeit und Hobbys nachgeht. Du bist nun ein erwachsener Mann und verantwortlicher Familienvater, der einen großen Schritt im Leben begonnen hat - und das ist ganz normal und richtig so.

Trauere nicht dem alten Leben hinterher.... du würdest dich gewiss nicht besser fühlen, wenn du jetzt noch 20 Jahre Junggesellenleben vor dir hättest und nicht in die nächste Phase gelangen kannst.

Mein Ex-Mann war übrigens längere Zeit in Elternzeit und hatte daher überhaupt keine Probleme dieser Art. Durch die Nähe und viel Zeit allein mit dem Baby kam es erst gar nicht dazu (das wir uns getrennt haben, lag nicht am Familienleben, das lief gut)...

LG, Nele

Entgegen vieler meiner Vorschreiberinnen finde ich das Verhalten Deiner Frau NICHT normal! Überhaupt nicht! Aber vielleicht liegt das daran, dass es in meinem Umfeld (zum Glück) keine Übermütter gibt, die sich nur noch über ihre Kinder definieren.

Klar ist so ein Baby anstrengend, vor allem, wenn wenn es viel schreit und es ggfs. Stillprobleme gibt. Das ist aber noch lange kein Grund zu vergessen, dass es noch einen Partner gibt, der auch noch Bedürfnisse hat (und damit meine ich nicht die sexuellen - in diesem Punkt solltest Du wirklich noch ein bisschen Geduld aufbringen, Deine Frau ist gerade mal aus dem Wochenbett raus und sicherlich hormonell noch durcheinander).

Meine Ratschläge:

Oft schreien Kinder abends, wenn sie schlichtweg müde sind. Das Baby dann zu bespassen, herumzutragen und ihm was vorzusingen kann (kann!) evtl. sogar kontraproduktiv sein, weil das Baby überreizt wird. Versuch doch mal, Dich mit dem Baby aufs Sofa zu legen. Leg es Dir auf den Bauch und Probier mal, ob Du Dich entspannen kannst. Wenn Du entspannt bist, gibt es gute Chancen, dass sich Deine Ruhe auf Deine Tochter überträgt. Falls das Geschrei zu sehr nervt, ist es auch ok, wenn Du Dir mit Kopfhörer ein bisschen Musik auf die Ohren packst. Versuch's mal - zu verlieren hast Du nichts. Selbst, wenn sie sich auch nach einer halben Stunde auf dem Sofa nicht beruhigen lässt: schlimmer als vorher ist es dann auch nicht. Und wenn es klappt, kann das Eure Beziehung enorm festigen, dann ist das vielleicht mal Euer abendliches Entspannungsritual (für beide). Und wirklich: die Stimmung der Eltern überträgt sich ganz enorm auf Kinder. Wenn man sich nervös fragt, warum in aller Welt das Kind nicht mit dem Schreien aufhört, ist man in dem Moment einfach nicht der sichere Häfen, den das Kind benötigt.

Am Wochenende packst Du Deine Tochter in den Kinderwagen und gehst mit ihr raus, bei Wind und Wetter. Samstag und Sonntag jeweils ein bis zwei Stunden stramm spazieren gehen. Ihr beide habt frische Luft und Deine Frau mal Zeit für sich (NICHT für den Haushalt!). Das ist schon wichtig, wenn man ansonsten ständig das Kind um sich herum hat und nicht mal alleine auf die Toilette gehen kann. Vielleicht ist Deine Frau anschließend auch entspannter und Ihr könnt mal wieder in Ruhe miteinander reden.

Zeige Deiner Frau nach Möglichkeit, dass Du Ihre Arbeit wertschätzt - auch, wenn der Haushalt mal nicht tipptopp in Ordnung ist oder es zum Essen nur ein Fertiggericht gibt. Vielleicht übernimmst Du freiwillig mal was, z.B. das Kochen. Ich weiß, Du hast einen anstrengenden Vollzeitjob und solltest abends meiner Meinung nach nicht mehr das Bad putzen müssen. Aber hier und da mal ein paar Kleinigkeiten oder am Wochenende mal das Kochen übernehmen oder mal ein paar Blümchen oder Schokolade mitbringenkann schon viel ausmachen. Vielleicht sogar so viel, dass Du auch wieder als Mann wahrgenommen wirst.

Und: Reden! Gib nicht auf, auch wenn Deine Frau momentan zu viele andere Dinge im Kopf hat. Zeig auch Interesse a ihren Themen - es ist nun mal Fakt, dass sie außer Baby im Moment nicht viel erlebt, so dass sie keine spannenden Geschichten aus dem Job erzählen kann. Ich persönlich fand es z.B. manchmal unfair, dass sich für meinen Mann so wenig geändert hat. Er hatte weiter seinen Job, seinen Sport, seine sozialen Kontakte. Für die Mutter hingegen bricht so vieles davon erst einmal weg und man ist erst mal so (unfreiwillig) gefangen in der ungewohnten Mama-Hausfrau-Welt, dass die Geschichten aus dem Job des Mannes neidisch machen können.

Das Wichtigste: Es wird besser! Bald wirst Du mit Deinem Kind mehr anfangen können, bald ist Euer Familienleben eingespielter, bald ist die schwere Anfangszeit rum. Im ersten Jahr sollte man die Flinte jedenfalls noch nicht ins Korn werfen. Und einen Babysitter kann man übrigens auch mal für zwei oder drei Stunden (zwischen dem Stillen) buchen. Milch kann abgepumpt werden, so dass Ihr Euch nach und nach auch wieder Paarzeit verschaffen könnt. Überrasch Deine Frau doch mal mit einer Einladung in ein nettes Restaurant um die Ecke. Oder auch nur mit einem frisch eingelassenen heißen Bad.

Ich drück die Daumen!

Und:

Ein Baby ist eine Bewährungsprobe für jede Beziehung. Jetzt zeigt sich ob man auch gewillt ist in den schlechteren Zeiten füreinander da zu sein. Sprich eindringlich mit deiner Frau wie unzufrieden du bist. Und bitte mach ihr nicht zum Vorwurf das sie nur über euer Kind spricht, sie erlebt im Moment nichts anderes und ist froh am Ende des Tages darüber zu sprechen. Sie will im Endeffekt nur von ihrem Tag erzählen wie du auch. Klar sollte sie sich für deine Belange auch Zeit nehmen, aber dazu musst du ihr erstmal klar machen wie es dir geht. Dann müsste ihr an einer Lösung arbeiten.

Und: hab Eier in der Hose und steh zu dieser Bewährungsprobe eurer Beziehung und lass die Finger von der Arbeitskollegin. Das wird dein Problem eher noch verschärfen als es zu lösen!

Das Baby ist ERST 3 Monate alt! Ich finde dein Verhalten egoistisch und mir tut deine Frau echt leid. Für sie ist auch alles neu und anstrengend! Nichts spricht gegen mal was trinken gehen, aber ständig mit Kollegen on Tour und dann noch ein Date mit der Kollegin in Erwägung zu ziehen finde ich echt arm. Man meint nicht, das du erwachsen bist. Klar verstehe ich deinen Frust (geht deiner Frau sicher nicht anders) aber gib euch noch etwas Zeit. Es wird leichter und du wirst sicher auch bald mehr mit deinem Kind anfangen können. Fände es wichtig, dass du auch mal Zeit alleine mit Kind verbringst, pack sie doch einfach mal für ne Stunde in den Kiwa...

Das ist recht normal, denke ich. Mein Baby ist ein einfaches Baby und trotzdem ist es bei uns nicht viel anders.

Sich um das Baby zu kümmern, ist ein 24h-Job, das ändert sich auch wieder. Ich kann nachvollziehen, dass deine Frau da nicht die Ressourcen übrig hat, sich für deinen Tag zu interessieren. Es wäre schön, wenn du deiner Frau zuliebe durchhalten könntest, bis sich alles besser eingespielt hat. Dann kommt auch wieder Raum für Sex und Gespräche über dein Leben.

Du machst mir angst!! Wenn ich mir vorstelle das mein partner das ebenso sehen würde #schock #heul

Und dann gleich die augen aufhalten nach ersatz für deine frau #schock
Du solltest erwachsen werden!! Benimmst dich wie ein kind!
In guten wie in schlechten zeiten ---> das sollt grad eigentlich ne gute zeit sein aber ok.

Ps ich werfe meinem partner nicht gleich das baby hin wenn er heim kommt. Ich lasse ihn 30 minuten die augen zu machen, ca. Is keine wissenschaft.
Egal wie sehr ich grad mal ne pause bräuchte.

Aber männer wie du braucht NIEMAND.

Wer hätte bock auf sex wenn dein baby den ganzen tag deine volle Aufmerksamkeit braucht oder vermutlich nen schlechten Tag hat.

Hallo J,

beim Lesen deines Beitrags musste ich ein bisschen Schmunzeln. Nicht nur fängt der Name meines Freundes auch mit J. an, auch hätten das komplett SEINE Gedanken sein können vor knapp 4 Jahren und ich bin mir sicher, er hat genauso gedacht.

Ich habe mir nicht annähernd die ganzen Beiträge hier durchgelesen, ich habe nicht soviel Zeit - bin gerade auf Arbeit, aber da ich mir vorstellen kann, dass mein Freund damals genauso dachte, wollte ich dir gern antworten. :)

Ein Baby, und speziell das Erste, ist glaube ich die größte Probe, durch die ein Paar geht. Vor allem, wenn nicht gerade beide die geborenen "Übereltern" sind. ;) Mein Freund hat nicht nein zur Familie gesagt und mir zuliebe dem Zeitpunkt damals zugestimmt, denn ich wollte unbedingt ein Baby. Es war genau so wie du es beschreibst. Kaum steckte er den Schlüssel in die Tür, fing unser Sohn an zu brüllen. Wollte er ihn mir abnehmen, konnte ich nach 10 Minuten die Aggressionen in ihm sehen und ich hab ihm das Kind abgenommen, aus Angst, er würde es sprichwörtlich gegen die Wand klatschen. Er ist grundsätzlich eher NICHT stressresistent. Aber bis zu unserem Sohn wusste er das nicht. ;) Bis dahin dachte er immer, er wäre es ha ha. Mich dagegen hat das Gebrüll natürlich genauso genervt, aber ich bin anders damit umgegangen. (Ich wusste, dass er es nicht mit Absicht macht und nahm es hin. Mein Freund dagegen nahm es immer persönlich) Nach sonem Brülltag mit dem Kleinen war natürlich das Erste, was ich tat, wenn mein Freund heim kam, ihm das Kind in die Hand zu drücken. Womöglich dachte er sich "womit hab ich DAS verdient"? Aber ich kümmerte mich rund um die Uhr und das Einzige, was ich wollte, war MAL ne halbe Stunde für mich. Nicht mehr, nicht weniger. Einfach mal kurz für mich sein.

Ja, ich war ständig müde und bin oft früh ins Bett. Oftmals zeitgleich mit dem Baby, in der Hoffnung, es würde mal nicht stundenlang brüllen. Wollte das meinem Freund ersparen, der schon so bei dem Gebrüll aggro wurde. Also was ist für dich nun schlimmer? Ein brüllendes Kind oder eine früh schlafen gehende Mama, die versucht, dass das Kind nicht mehr brüllt? Das erste Jahr ist IMMER das Schlimmste. Und selbst wenn man ein ganz, ganz liebes und einfaches nicht schreiendes Kind hat, ist es immernoch anstrengend. Man muss sich halt 24/7 für ein anderes Lebewesen "aufgeben". Einfacher wird es, wenn man einen Partner, Eltern, Geschwister hat, die einem mal hier und da eine Stunder für sich ermöglicht, wenn nicht, ist das schon ein Knochenjob.

ABER, trotz allem, wenn man verheiratet ist, heißt es in guten wie in schlechten Zeiten. Es kann doch nicht sein, dass die Eltern sich immer dann trennen, wenn plötzlich die Kinder da sind und es anstrengend wird. Es war doch klar, dass es anstrengend wird. Ich meine, nein, man weiß nicht WIE anstrengend, die Definition von "Anstrenung" weiß man eh erst dann, wenn man ein eigenes Kind hat. Aber zumindest wusste man, dass es kein Spaziergang wird.

Zurück zu meinem Freund - er ist überhaupt nicht der Babytyp. Er "dachte" immer sein Job sei so stressig und er verstand nicht, wie ich ihm abends das Baby in die Hand drücken konnte, wo er doch soooooooo einen stressigen Tag hatte. Seine Ansichten änderten sich erst, nachdem er selbst seine 2 Monate Elternzeit hatte. Wir haben die Rollen komplett getauscht, ich habe im wahrsten Sinne des Wortes keinen Finger gerührt und ob du es glaubst oder nicht, nach zwei Wochen fragte er mich, wie ich es 1 Jahr zu Hause ausgehalten hätte und dass er sich freut, wenn er wieder arbeiten gehen kann. Dass der Stress auf Arbeit nicht zu vergleichen wäre mit dem Stress zu Hause. Dass man Gaga im Kopf wird, beim tausendsten Mal Klötzchen stapeln. Dass man nicht mal allein aufs Klo kann... dass man nicht mal Zeit hat für seinen geliebten Kaffee. All das, hat man auf Arbeit ja schon und kaum war ich zu Hause, gab er mir den Kleinen und ich sagte "Nanu? Du hast doch so schöne Tage zu Hause, ich hatte sooooo viel Stress auf Arbeit, ich kann ihn jetzt nicht nehmen" :-p Plötzlich verstand er.

Kurzum - bei uns ist nun ungeplant Nr. 3 unterwegs. Wir haben bis dato 2 Jungs, der Große fast 4, der Kleine 1, 1/2 und was ist er für ein toller Papa?! Mit 1 1/2 gehts los, glaub mir, es wird toll. Sie wollen spielen, fangen an zu reden und aktiv auch mit dir Kontakt aufzunehmen. Ich kann verstehen, dass du bisher nix mit ihr anfangen kannst, ist auch normal.

Bitte lieber J., gib euch Zeit. Komm mal n bisschen runter, lass die Beiden ihre innige Bindung genießen und ausleben. Drei Monate nach Entbindung muss auch niemand schreiben "ihr seid aber auch ein Paar".. noch ist es zu früh, sie muss sich sicherlich auch noch oft auf diese neue Situation einstellen und dazu kommen die Hormone etc. Ihr werdet wieder ein Paar und ihr werdet auch wieder tolle Gespräche mit anderen Themen haben, aber noch ist sie in Elternzeit und einfach nur Mama. Wenn du das (noch) nicht genießen kannst, ok, aber setz sie nicht unter Druck.

Puh, lang geworden, sorry dafür. Alles Gute euch :)

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