Von jedem verlassen und ganz verloren

    • (1) 02.11.15 - 10:19
      verlassen&verloren

      Ich (weibl., 29 J.) muss mir mal einiges von der Seele schreiben, denn ich bin wirklich verloren #schmoll

      Meine Mutter behandelt mich seit meiner Kindheit wie den letzten Dreck. Sie ist stark depressiv! Sie hat Probleme mit denen sie nicht klar kommt und lässt ihre Wut an mir aus. Ich habe den Kontakt nun stark eingeschränkt und werde diesen auch komplett abbrechen. Sonst habe ich keine Verwandten.

      Ich war so froh, als ich endlich erwachsen war, ausziehen und meine eigene Familie gründen konnte!!!

      Ich habe zwei Kinder von einem Mann, der mich jedoch bereits zu Beginn der zweiten Schwangerschaft sitzen lies. Einfach so. Ein Jahr nach der Trennung kam er mit einer Frau zusammen. Seit dem, mittlerweile seit fast 5 Jahren, behandelt er mich (ua. auch durch sie) ebenfalls wie Dreck. Er droht mit Sorgerecht etc. pp. Zwischenzeitlich hatte ich auch eine "Partnerschaft" zu deinem Mann, welche aber nur in meinen Augen eine war, bzw. werden sollte. Ich kannte ihn schon davor und er war damals anders. Daher hielt ich mich auch so sehr an ihn. Ich dachte, das kommt wieder. Der Herr hat mich allerdings belogen, betrogen und ausgenutzt. Durch ihn geriet ich in seinen Freundeskreis, von welchen ich mich, nach dem ich mich endlich von ihm lösen konnte, ebenfalls trennte. Diese Leute waren gar keine Freunde. Es war auch innerhalb eine reine Zweckgemeinschaft.

      Eigene Freunde habe ich keine. Viele meiner damaligen Freunde fingen an weit weg zu studieren oder wanderten ganz aus. Schon vor fast 10 Jahren. Der Kontakt brach dementsprechend ab. Nach dem ich Mutter wurde, wandten sich zudem alle hier von mir verblieben Freunde von mir ab. Es blieben nur wenige Pseudofreundschaften. Zeitgleich mit der Trennung meiner letzten Partnerschaft, trennte ich mich auch von diesen. Ich löschte jede mir verbliebene Nummer, die nur dann auf meinem Display present war, wenn ich sie anrief. Also jede :-( Ich bekam seit dem, von keiner einzigen Person einen Anruf oder eine SMS... Keiner wundert sich, warum ich mich nicht mehr melde #gruebel Das zeigt mit zumindest, dass ich leider richtig lag mit der Auswahl der zu löschenden Nummern.

      Aus dem Kindergarten habe ich eine Freundschaft schließen können. Leider stellte sich heraus, dass die Dame mich nur benutzt hat, um sich von ihrer Scheidung abzulenken. Brauchte ich sie mal, brauchte ich mal ihren Rat, war sie nie da, hatte nie Zeit... #augen

      Es ist wirklich kaum zu glauben, aber ich habe KEINEN EINZIGEN KONTAKT #schmoll#schmoll#schmoll

      Ich wohne seit 20 Jahren in ein und dem selben Ort. Im selben Ort wie meine Mutter zudem :-[ Nicht weit weg wohnt auch der Vater meiner Kinder mit seiner Freundin. Meine Kinder sind noch jung; 5 und 6 Jahre. Der Vater hat natürlich ein Umgangsrecht, welches es mir theoretisch verbietet wegzuziehen (obwohl sich von Anfang an, seit ICH die Besuchszeiten eingeführt habe, zu 98% seine Mutter um die Kinder kümmert #augen). Seit den Geburten bis dato habe ich das alleinige Sorgerecht inkl. Aufenthaltsbestimmungsrecht. Aber je weiter ich wegziehe, desto mehr muss ich (auch finanziell) dafür sorgen, dass er seine Kinder einen Tag alle 2 Wochen sieht (mehr will er nicht). Ich will meinen Kindern auch nicht zumuten, alle zwei Wochen mehrere Stunden mit dem Auto oder Zug fahren zu müssen.

      Oder lohnt es sich? Hier geht es mir nicht gut. Das merken die Kinder auch #gruebel

      Ich bin wirklich verzweifelt. Ich habe mich innerlich immer an diesen Ort gehalten, weil es nunmal vertraut ist. Aber das stimmt schon sehr lange nicht mehr. Ich habe hier nichts und niemanden. Nichts hält mich hier. Alles was hier ist, belastet mich nur. Aber wie soll man alleine mit zwei Kindern einfach (weiter) wegziehen? Und wohin? Ich kenne nichts... Ich möchte jedoch wissen, wie unser neues zu Hause aussieht. Aber ich kann es mir weder fianziell noch zeitlich leisten quer durch Deutschland zu fahren und mir Ortschaften anzusehen #kratz

      Und wie gesagt, wie weit ist (noch) ok? Auch für mich, meine ich. Wobei hier wirklich eher die Frage ist, WIE!!!
      Ab wann können die Kinder vor Gericht zudem selbst entscheiden, bei wem sie leben und ob sie den Umgang überhaupt noch möchten, bzw. in wie weit? Ich dachte, das wäre mit 12 Jahren der Fall. Letztens las ich jedoch, dass diese Entscheidung erst Kindern mit 14 Jahren zusteht. In letzterem Fall müsste ich noch 9! Jahre (hier) warten, bis ich mit Sack und Pack gehen kann!???

      (Ich möchte nochmal für alle "Du kannst einem Vater seine Kinder nicht einfach wegnehmen - Antworten" betonen, dass ich dem netten "Vater" die Kinder nicht entziehen möchte. Allerdings hat er rein gar nichts mit mir und den Kindern zu tun. Er holt sie alle zwei Wochen für einen Tag ab, bringt sie zur Oma und geht feiern. Zitat: Ich: "Und wie war das WE mit Papa?" Kind: "Papa war wieder nicht da!": Zitat ende. Feiertage und Ferien hat er noch nie! wahrgenommen :-[ Wiegesagt will er die Kinder auch nicht öfter als eine Nacht in Folge (da sie ja bei seiner Mutter übernachten). Die Kinder sind ihm egal. Es geht ihm nur um sein Ego wenn er Interesse an den Kindern zeigt. Vieles geht wiegesagt auch von der Freundin aus, um mich auszuspielen und unter Druck zu setzen. Ich habe 4 Jahre lang darum gebettelt, dass er sich um die Kinder kümmert. Vor zwei Jahren habe ich das eingestellt. Ich mache und leiste von Anfang an alles alleine. Es ist daher mein Recht daran zu denken gehen zu wollen! Irgendwo hört es doch auf.)

      Ich verstehe das alles (mein Leben) nicht :-(

      Ich bin zu jedem freundlich, auch in der Öffentlichkeit. Geheimnisse sind bei mir immer sicher gewesen. Ich tratsche nie über andere Personen. Ich versuche immer zu schlichten. Ich bin die Person, die rennt, wenn sie auf offener Straße jemanden in, wenn auch nur kleinen Not sieht. Ich gehe nicht vorbei oder sehe zu. Ich bin total loyal.
      Ich habe wirklich noch nie jemandem Leid zugefügt. Weder meiner Mutter, noch dem Vater meiner Kinder, meinem letzten Partner oder meinen Freunden. Ich habe noch nie jemanden betrogen oder sonst irgendwie ausgenutzt oder ausgespielt. Ich kann nicht verstehen, warum ich niemanden mehr habe, bzw. mich niemand haben will :-(

      Die Dame aus dem Kindergarten war nicht die Erste, der ich durch ihre Scheidung geholfen habe. Auch einer Nachbarin leistete ich während dieser Zeit aktive Gesellschaft. Zudem half ich ihr ebenfalls in ihren finanziellen Nöten Spenden zu finden. Ich habe von niemandem jemals ein Danke erhalten. GESCHWEIGE DENN mal ähnliche Hilfe oä. :-(#aerger

      Meine Gedanken kreise seit Monaten und von Tag zu Tag mehr darum wegzuziehen. Aber ich bin wiegesagt komplett alleine, mit zwei Kindern. Wie wohin? Wohin wie? Am Nahsten liegt es noch hier zu bleiben denke ich. Aber wie kann ich weiterleben?

      Ich habe online schon nach allem gesucht was man kann; Freundschaften, Partnerschaften... Ich habe darauf keine Lust mehr. Ich hatte noch nie Erfolg damit. Und ehrlich gesagt zieht mich das noch mehr runter. Ich will nicht suchen. Wer mich findet, findet mich.

      Habt ihr Tipps :-( Was kann ich tun? Wie? Wann? Wo? Bitte helft mir #liebdrueck

      GEHT ES HIER VIELLEICHT JEMANDEM AUCH SO ODER ZUMINDEST ÄHNLICH?
      Bin ich vielleicht die Einzige die NIEMANDEN hat :-(#schock
      Auch über ein paar nette Zeilen würde ich mich freuen #herzlich #danke
      Ich bin wirklich einsam und mich belastet es sehr.
      Ansich komme ich alleine gut klar. Ich bin froh darüber keine Menschen (mehr!!!) in meinem Leben zu haben, denen ich nichts bedeute oder von denen ich ausgenutzt werde. Es tut in so fern wirklich gut!!! :-) Es war kein leichter Schritt. Ich habe mir dadurch bewiesen, wie viel ich mir wert bin. Aber so ganz ohne... Naja, NIEMANDEN... #schwitz:-(

      • Was versprichst du dir davon, wegzuziehen? Woanders kennst du doch auch niemanden... vielleicht solltest du dein Selbstbewusstsein aufmöbeln. Such dir einen sport oder eine andere Gruppe, woran du Spaß hast. Und vor allem solltest du mit dieser erwartungshaltung aufhören. So in der Art etwas zurück zu erwarten, weil du etwas für andere tust. Tu es ohne Erwartung, dass du dank erhältst oder lass es einfach.

        • (3) 02.11.15 - 10:53

          Was ich mir verspreche?

          #kratz Evtl. "mal was anderes"?!

          Ich wohne hier seit über 20 Jahren und habe doch auch das Recht was neues kennenzulernen, oder nicht? Vielleicht gefällt mir zu allem Überfluss auch ganz einfach die Gegend nicht (mehr). So ein Ort verändert sich in 20 Jahren auch... Und ich denke schon, dass sich durch eine neue Umgebung auch neue Kontakte ergeben, bzw. ist das so. Natürlich garantiert das auch keine lebenslange Freundschaften, aber deswegen darf keiner umziehen? Und ich denke nicht, dass ich im selben Ort wie meine Mutter wohnen muss, die mich auf offener Straße gerne mal anbrüllt. Das würde ich mir zB. auch versprechen...

          Nicht sehr einfühlsam #aerger Die Antwort hättest du dir wirklich sparen können! Danke dennoch...

          • (5) 02.11.15 - 11:17

            oooh man...sie hat hinterfragt, dir nen ratschlag gegeben, wollte dir was zum denken mitgeben und ganz offensichtlich war sie NICHT nicht einfühlsam.

            wenn du hier schon so angepisst auf sowas reagierst, kann ich mir vorstellen das man dich sonst meidet, ausser so manch einer hat es nötig dich auszunutzen.real wirst du das ja auch noch verkörpern...biestigkeit mag niemand, egal wie nett und lieb er auch sonst ist.

            ich bezweifel sehr, dass du fähig bist dich selbst zu reflektieren, das solltest du aber mal schnellstens lernen.
            nimm an was andere dir sagen, und sei ehrlich zu dir ob da nicht was wahres dran sein könnte.
            viele geben genug zeichen was nicht passt, man muss nur zwischen den zeilen lesen.

            natürlich kannst du nicht immer alles ernst nehmen, viele sagen auch nur was weil sie gerade frust haben und zicken oder ärgern wollen ( wie z.b. oft die "lieben" ex-männer plus anhang )...da musst du unterscheiden können/lernen.

            ich denke dir hat man schon öfter mal gesagt was nicht passt, du hörst nur nicht zu oder bist sofort angepisst.

            ansonsten kann ich dich verstehen das du einen neuen anfang machen möchtest, würde ich auch wollen und auch machen wenn ich meine ich brauche das.

            Wow, wenn du immer so reagierst, bekommst du nicht viele Rückmeldungen...

            Was war denn an Sonnes Antwort so falsch? Der Ton war doch völlig sachlich und die Frage durchaus berechtigt.

            • (7) 02.11.15 - 11:51
              verlassen&verloren

              Sie hat mir unterstellt, ich hätte kein Selbstbewusstsein, jedoch zu hohe Erwartungen. Das finde ich nunmal nicht sehr fair.

              Lest einfach meine Antworten auf andere Antworten durch. Ich bin keinesfalls unumgänglich, beleidigt oder pampig.

              • Sie hat es dir nicht unterstellt, sondern das ist der Eindruck, den man aus deinem Text gewinnt. Selbstreflektion solltest du mal lernen. Wenn immer alle anderen doof sind, liegt nahe, dass es vielleicht doch ein bisschen an einem selbst liegt...

      (9) 02.11.15 - 10:54

      hallo,

      ich weiß, meine Frage wird jetzt erst mal kränkend erscheinen, aber ich meine es nicht so - mir helfen selbst solche Fragen, um ganz ehrlich mit mir zu sein und um aus einem mir bekannten Kreislauf ausbrechen zu können. Ich hoffe, das ist okay, wenn ich jetzt so direkt mit der Tür ins Haus falle!

      Bist du konfliktfähig? Oder bist du eher harmoniesüchtig?

      Was macht das bei dir, wenn du ständig deine Augen offen hältst und versuchst in noch so kleinen Notfällen einzugreifen? Bist du dir bewusst, dass du damit eventuell auch Grenzen überschreitest?

      Wäre ein Umzug nicht einfach nur ein Verschieben dessen, was wirklich dahinter steckt?

      Du hast dir bewiesen, wie viel du dir wert bist. Das ist der eine Schritt. Der nächste folgende Schritt wäre für mich, das im Miteinander zu leben - eben so, dass du dich nicht ausgenutzt und ausgelutscht fühlst, weil du ständig hilfst und gleichzeitig nichts zurück bekommst.

      Hältst du Nähe wirklich aus? Hast du im Zusammensein mit anderen Menschen das Gefühl, dass du dich mit all deinen Seiten, Stärken und Schwächen dich dem anderen zumuten kannst? Oder hoffst du, dass deine Hilfsbereitschaft gesehen wird und hast ein bisschen Angst davor, dass entdeckt werden könnte, dass du nicht nur perfekt bist?

      LG

      • (10) 02.11.15 - 11:07
        verlassen&verloren

        Ich dachte mir im Nachhinein schon, dass es falsch rüberkommen könnte #zitter

        "Was macht das bei dir, wenn du ständig deine Augen offen hältst und versuchst in noch so kleinen Notfällen einzugreifen? Bist du dir bewusst, dass du damit eventuell auch Grenzen überschreitest?"

        Mit "helfen" meine ich:

        Letztens stand ein alter Mann an den Einkaufswägen und schaffte es einfach nicht seinen Wagen zurückzubringen, also dieses Verbindungsstück einzustecken. Ich sass gerade noch im Auto und sah, wie mehrere Leute an ihm vorbeigingen. Ich machte mein Auto parkfertig, stieg aus und ging erstmal zum Herrn und half ihm.

        Ein anderes Mal sah ich einen Herrn im Einkaufsladen verzweifelt an den Regalen herumsuchen. Ich fragte ihn, ob er etwas bestimmtest sucht und ob ich ihm helfen kann. Ich gehe dort oft einkaufen und kenne mich gut aus, so konnte ich ihm tatsächlich helfen.

        usw.

        DAS sind für mich alles selbstverständliche Dinge. Ich halte die Augen nicht offen, ich sehe diese Dinge im Alltag einfach hin und wieder. Ich finde nicht, dass ich mich damit aufdränge, bzw. "Grenzen" überschreite. #gruebel Wenn ja, dann: Traurige Welt #zitter
        Und, dass ich "Freunden" helfe, ist selbstverständlich... Soll ich mal auf einen Kaffee rüberfahren weil es jemandem schlecht geht, mache ich das! Soll ich jemanden schnell abholen, mache ich das! Dass mich diese Leute nur ausgenutzt haben, kann ich erst im Nachhinein wissen. Ich dachte zu gewissen Zeitpunkten ja, dass es Freunde sind. Dann brauchte ich mal was und keiner "kam"...

        #schwitz Verstehst du meinen Text nun besser?

        • (11) 02.11.15 - 11:19

          ja, ich verstehe deinen Text besser...

          zu dem Thema "Freunden helfen" habe ich die Ansicht: entweder mache ich das und erwarte als Gegenleistung gar nichts und spreche aber auch nicht darüber, dass ich geholfen habe. Oder ich mache das, um mich wichtig und wertvoll zu fühlen, weil ich gebraucht werde. Und dann spürt das Gegenüber das ganz schnell, nimmt die Hilfe vielleicht an, kappt aber ansonsten weitere Begegnungen. Das ist eine Falle, in die übrigens auch viele Therapeuten tappen - das wäre jetzt nicht so ungewöhnlich und irgendwie auch menschlich.
          Nur wenn es dann dazu führt, dass du vereinsamst - dann frage ich mich, ob du etwas daran ändern könntest, wie du Beziehungen und Nähe zulässt. Manchmal wirken Leute eher einladend, wenn sie in sich ruhen und nichts erwarten. Hättest du zum Beispiel heimliche Sicherheitsmauern und -schlösser innerlich aufgebaut, um einen Schmerz aus der Kindheit nicht noch einmal erleben zu müssen, wird es schwierig für andere, eine echte Freundschaft mit dir einzugehen. Und dann würde ein Umzug nichts bringen, weil sich ähnliches wiederholen wird.

          Hinzu wird kommen, dass viele Menschen um dich rum in festen Strukturen leben und ihr Leben einfach voll ist. Und dass einige davon wohl sehr klar sich abgrenzen können und auch "Nein" sagen können, wenn sie eine Hilfe nicht geben können oder wollen, wenn danach gefragt wird. Dass das für dich dann nicht einfach ist und vielleicht auch verletzend, kann ich verstehen.

          LG

          • (12) 02.11.15 - 11:56
            verlassen&verloren

            Ich erwarte wirklich nicht zu viel #zitter

            Das war meine Antwort auf eine ähnliche Fragestellung an mein Helfverhalten:

            "Die eine "Freundin" begleitete ich ein ganzes Jahr in ihrer Trauerarbeit. Ich sprang förmlich wenn sie anrief. Ich nahm sie auch mehrmals mit zum Shoppen, damit sie rauskommt. Ich lud ihre Kinder zum Spielen ein, wenn ich merkte, dass es ihr sehr schlecht geht! Dann kam die Zeit, in der ich mich von meinem letzten Partner trennte. Als ich sie fragte, ob sie mal Zeit hätte zu reden, da es mir nicht so gut geht, hatte sie 5 Monate lang keine Zeit!!! Mittlerweile bin ich über die Trennung hinweg (von selbst #aerger).

            Ich denke mir nicht, dass ich etwas leiste und dafür die entsprechende Gegenleistung erwarte. Aber WENN ich mal ankomme, dann erwarte ich doch auch mal ein offenes Ohr. Und so ähnlich wie in diesem Beispiel erging es mir mit all meinen anderen Freunden auch.

            #zitter Einen "Freund" lud ich, ohne zu übertreiben!!! 2 Jahre lang zu mir ein. Er sagte mehrmals sogar wenige bevor er da sein sollte ab. Diesen Kontakt habe ich dann mit den anderen Kontakten apruppt abgebrochen.

            Ich könnte ewig so weitermachen... #schock#schmoll"

            • (13) 02.11.15 - 12:21

              ... das ist ja echt ätzend... Liegt es an den Leuten, dass sie so eingebunden sind in ihrem Leben und nur mit sich beschäftigt sind?

              Du hast natürlich recht, lebt man in einem sozialen Netzwerk, dann ist nicht immer nur einer für alle anderen da und alle anderen nur für sich. Hast du den Eindruck, es könnte etwas bringen - um zu einer Verbesserung zu kommen - bei dir zu schauen? Und gleichzeitig Kontakte zu suchen über Themen, die dich interessieren - um somit Gleichgesinnte zu finden? Vorträge, Museen, Kochkurs, Sport, berufliche Weiterbildung...

              Es gibt ein Buch "Einsam und allein?" Eremiten in Deutschland... ich denke, umso glücklicher ich mit meinem Leben bin und auch stolz auf mich sein kann, dass ich durch viele Krisen selbstständig gehen konnte (andere Leute beraten doch eh meistens nur auf dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen - so wie wir hier auch), umso leichter kannst du annehmen, was ist und umso leichter kannst du dein Umfeld so gestalten, wie es für dich schön ist.

              LG

              • (14) 02.11.15 - 13:26
                verlassen&verloren

                Ja, da hast du recht #hicks Eigentlich kenne ich meine Situation am besten und kann mir daher auch selbst am besten helfen. Ratschläge basieren tatsächlich auf persönliche Erfahrungen.

                "Hast du den Eindruck, es könnte etwas bringen - um zu einer Verbesserung zu kommen - bei dir zu schauen?"

                #schein Wie meinst du das?

                • (15) 02.11.15 - 13:36

                  ich meinte, ob du dir auch vorstellen kannst, dass du mit einem Blick auf dich selbst vielleicht das Verhalten anderer besser verstehen kannst, wenn du deine Wirkung und dein Sein versuchst von außen zu betrachten? Nicht, dass du verkehrt wärest - sondern im Sinne von einen Blick für Zusammenhänge nehmen?

                  Ich sag das nur, weil ich das von mir kenne, dass ich zwischendurch meine, gegen Windmühlen zu kämpfen. In dem Moment, wo sich in mir etwas gelöst hat und ich mich besser verstanden habe, wirke ich anders und bekomme das im Verhalten der anderen oft direkt gespiegelt...
                  #liebdrueck

        Hallo du!

        Ich kenne das sehr gut. Also das mit den "Freunden". Bin 22 und seit einem Jahr Mama. Aber seitdem habe ich keine Freunde mehr. Die meisten sind nur aufs Feiern aus und da braucht man jemanden wie mich nicht oder was anderes ist. Die einzigen Kontakte sind zu meiner Mama, Papa und meinem Mann...

        Und lass dich von den Antworten hier nicht verrückt machen. Schriftlich ist es schwer, etwas richtig rüberkommen zu lassen, ohne das der andere sich angegriffen fühlt.

(18) 02.11.15 - 11:11

Hallo, ja du kannst wirklichd arauf stolz sein, das du es geschafft hast Leute aus deinem Leben zu verbannen, die einfach nur überflüssig sind. Viele Menschen schaffen das nicht, genau aus dem Grund den du aufführst: Einsamkeit, sie haben panische Angst davor.
Du bist jung, warum sollte ein Neustart nicht gut sein? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Allerdings solltest du dir darüber im Klaren sein, das woanders nicht sofort alles toll sein wird. Und das du immer wieder Energieräuber anziehen wirst.

Ich würde an deiner Stelle erst einmal eine Beratung bei einem Anwalt in Anspruch nehmen. In deiner Konstillation kenne ich niemanden, der seine Kinder zum Vater bringen "muß". Die Frauen stellen sich hin und sagen ganz klar, du willst das Kind sehen, dann sieh zu....und anscheinend ist das wohl okay, rein rechtlich.

Dann solltest du dir gründlich überlegen, wie du dir dein neues Umfeld vorstellst, ländlich oder Großstadt. Wobei ich in deiner Situation eher in die Stadt ziehen würde, es gibt einfach dort viel mehr Angebote für euch, besonders für dich, um wieder unter Menschen zu kommen.
Ein Neustart kostet allerdings etwas, man kann alles gering halten, aber trotzdem. Ich würde mir Ecken in Deutschland suchen, in denen die Kinderbetreuung gut funktioniert.

Ich finde es sehr wichtig, trotz Kind(er) das ich selber gut zurecht komme und halbwegs glücklich bin. Nur dann kann ich eine gute Mutter sein. Es müssen ja nicht gleich 700km sein, im Umkreis von 100km wird doch wohl etwas brauchbares sein. Obwohl ich nicht weiß, ob ich einem Vater, der kaum Interesse an meinem Kind hat soviel indirektes Mitspracherecht einräumen würde.

Ich habe öfter in meinem Leben alle Zelte abgebrochen und woanders neu angefangen, allerdings war das alles vor dem Kind. Ich gebe zu, mit Kind fällt einem diese Entscheidung wesentlich schwerer.

Fühlen deine Kinder sich wohl? Haben sie viele Freunde? Hast du sie schon mal gefragt ob sie es sich vorstellen können, woanders zu leben? Auch wenn sie die tragweite noch nicht ganz begreifen können?

  • (19) 02.11.15 - 11:24
    verlassen&verloren

    #liebdrueck DANKE!

    "Hallo, ja du kannst wirklichd arauf stolz sein, das du es geschafft hast Leute aus deinem Leben zu verbannen, die einfach nur überflüssig sind. Viele Menschen schaffen das nicht, genau aus dem Grund den du aufführst: Einsamkeit, sie haben panische Angst davor."

    Ich habe schon vor ein paar Jahren gemerkt, dass viele Freundschaften nicht echt sind, aber ich wollte nicht (ganz) alleine sein! Genau. Und es war ein enorm großer Schritt alle Menschen aus meinem Leben zu löschen, mit dem Wissen, dass keine Nummer übrig bleiben wird. Aber ich habe es getan! Ich habe mich ja zeitgleich von meinem letzten Partner, der mich nur ausgenutzt hat getrennt und somit hatte ich gerade die Energie das durchzuziehen... Mich nutzt er nicht mehr aus. Mich nutzt KEINER mehr aus.

    Die Kinder wären dafür aufgeschlossen. Der Vater der Kinder würde allerdings auf Grund seines Egos rebellieren. Ich würde den Kontakt niemals unterbinden. Telefonieren wäre grundsätzlich auch immer möglich, allerdings hat er, ob man es glaubt oder nicht, auch bislang noch nie angerufen.

    Wie du schon sagst, müssen es auch nicht gleich 700 km sein, aber einfach weg aus diesem Trott...

    Nur wo anfangen? Wie finde ich DEN Ort?

    • hast du denn ein Auto? Dann könntest du einfach mal in der Gegend rum fahren und dich von deinem Gefühl leiten lassen...

      • (21) 02.11.15 - 11:52
        verlassen&verloren

        Ja, habe ein Auto. Wäre eigentlich eine gute Idee mal rumzufahren #gruebel

        #danke

        • gerne...
          auch kleine Ausflüge mit den Kindern machen, wandern gehen, Eis essen oder kleine Touren. Zumal du keinen Zeitdruck hast. Du kannst dir ja gut und gerne ein Jahr Zeit lassen, bis du den Ort findest, wo ihr euch wirklich wohl fühlt.

          Falls du dich beruflich, wenn die Kinder aus dem Hause sein sollten, irgendwann mal..., weiterentwickeln möchtest, könntest du in diesem Kontext auch nach Kontakten schauen. Manchmal sind Menschen in ihren eingetretenen Pfaden so tief drin, dass sie einfache Höflichkeitsformen und eine gewisse Offenheit anderen Menschen gegenüber verlieren. Und dann hat man keine Chance - oder eben schwerer.
          Ich würde auch schauen, dass du zu eher Gleichgesinnten Kontakt bekommst - dann wäre auch ein Dialog, Austausch und auch konstruktive Auseinandersetzungen möglich - ohne in menschlichen Einbahnstrassen sich zu befinden...

          Viel Glück

Wenn ich Menschen helfen will, dann helfe ich (egal ob Freunde oder Bekannte). Ich erwarte allerdings nicht, dass sie mir genauso beistehen, wenn ich Hilfe bräuchte. Vielleicht ist es deine Anspruchshaltung, die du irgendwie auch vermittelst (?) sehr anstrengend für dein Gegenüber?

Wie sehr in der Pampa lebst du denn?

Also ich lebe schon arg auf dem Land, aber die nächsten größeren Städtchen sind nur knapp 10 km weg und das würde ja vielleicht schon für einen Ortswechsel bei dir reichen.
Etwas größeres Umfeld, vielleicht mit Arbeitschancen (ich kann nicht erkennen, ob du arbeitest) und somit auch Möglichkeiten, über Vereinsmitgliedschaften oder ähnliches Leute kennenzulernen, mit denen sich etwas aufbauen lässt.
Ich habe in den Jahren hier bei Urbia einige Leute kennengelernt, die ich heute Freunde nennen darf #herzlich und das ganz unverkrampft und easy.

Schau doch mal in den umliegenden Städten, ob du eine Wohngegend findest, die dir zusagt und kümmere dich darum, umzuziehen. Selbstverständlich kannst du ohne Einverständnis deines Expartners in einem angemessenen Rahmen umziehen.

Und ein Wechsel kann auch für dich einen Neustart bedeuten, der dich voranbringt und neue Bekanntschaften bedeutet.

Versuch vielleicht deine Erwartungshaltung den Menschen gegenüber herunterzuschrauben. Ich bin sicher, du wirst dann bessere Erfahrungen machen.

Gruß Hezna #klee

  • (24) 02.11.15 - 11:33
    verlassen&verloren

    "Wenn ich Menschen helfen will, dann helfe ich (egal ob Freunde oder Bekannte). Ich erwarte allerdings nicht, dass sie mir genauso beistehen, wenn ich Hilfe bräuchte. Vielleicht ist es deine Anspruchshaltung, die du irgendwie auch vermittelst (?) sehr anstrengend für dein Gegenüber?"

    Definitiv nein!

    Ich erwarte nie etwas. Das ist es ja!

    Die eine "Freundin" begleitete ich ein ganzes Jahr in ihrer Trauerarbeit. Ich sprang förmlich wenn sie anrief. Ich nahm sie auch mehrmals mit zum Shoppen, damit sie rauskommt. Ich lud ihre Kinder zum Spielen ein, wenn ich merkte, dass es ihr sehr schlecht geht! Dann kam die Zeit, in der ich mich von meinem letzten Partner trennte. Als ich sie fragte, ob sie mal Zeit hätte zu reden, da es mir nicht so gut geht, hatte sie 5 Monate lang keine Zeit!!! Mittlerweile bin ich über die Trennung hinweg (von selbst #aerger).

    Ich denke mir nicht, dass ich etwas leiste und dafür die entsprechende Gegenleistung erwarte. Aber WENN ich mal ankomme, dann erwarte ich doch auch mal ein offenes Ohr. Und so ähnlich wie in diesem Beispiel erging es mir mit all meinen anderen Freunden auch.

    #zitter Einen "Freund" lud ich, ohne zu übertreiben!!! 2 Jahre lang zu mir ein. Er sagte mehrmals sogar wenige bevor er da sein sollte ab. Diesen Kontakt habe ich dann mit den anderen Kontakten apruppt abgebrochen.

    Ich könnte ewig so weitermachen... #schock#schmoll

Ich kenne das Gefühl "niemanden" zu haben schon auch, zumindest hinsichtlich von Freundschaften. Allerdings resultiert das bei mir eher aus zu vielen als zu wenig Umzügen. Wenn man immer wieder umzieht, schafft man es leider auch nicht, wirkliche Freundschaften aufzubauen und zu halten.

Wenn du sehr ländlich wohnst und in diesem Ort in 20 Jahren keine Freunde finden konntes, wirst du sicherlich auch in den kommenden Jahren eher Probleme damit haben. Ich kann aus deinem Text leider nicht erkennen, welche Aktivitäten deinen Tag bestimmen. Bist du berufstätig? Allein das bringt meistens schon Kontakte und nicht wenige Menschen haben zu ihren Arbeitskollegen freundschaftliche Beziehungen.

Gehst du einem Hobby nach, machst du Sport, gehst du einer Vereins- oder Freiwilligentätigkeit nach? Überall da kann man Leute kennen lernen und (erstmal) lose Kontakte knüpfen.

Ob ein Umzug deine Situation verbessert, ist fraglich. Du darfst niemals zu Hause sitzen und erwarten, dass jemand an deiner Tür klopft und dein Freund sein möchte. Nach einem Umzug ist es in der Regel auch recht schwer, Kontakte zu knüpfen und auch dafür musst du wieder eher in einen Verein, einen Kurs oder sowas, um überhaupt jemanden kennen zu lernen.

Wohngebiete städtischer Natur sind doch eher anonym, sodass man auch nicht immer gleich eine super tolle Nachbarschaft aufbauen kann.

Wie sieht es denn bei deinen Kindern aus? Lohnt es sich, für deinen "Tapetenwechsel" die Kinder aus ihren KiGa und Schule zu nehmen und aus deren Freundeskreis zu reißen? Das würde ich bei der Entscheidung mit bedenken.

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