Ich hasse meine Schweigermutter!

    • (1) 07.11.15 - 10:39
      igel89

      Hallo und sorry für noch einen Schweigermutterbeitrag!
      Ich muss meine Wut los werden sonst platze ich :-[ Meine Schwiegermutter macht unsere Ehe kaputt. Ich hasse sie.

      Ich muss erst erklären warum. Mein Mann und ich haben letztes Jahr IM Frühling ein Haus gekauft und ich war mit dem zweiten Kind schwanger. Es ist eine Doppelhaushälfte mit der Aufteilung unten WZ, Küche, Gästeklo. Oben Kizi, Schlafzimmer, Bad und im DG zwei Zimmer und ein eigenes Bad. Meine Schwiegermutter ist aus Kroatien und ist von April bis Oktober dauerhaft in Kroatien bei ihrer Familie. Als wir das Haus gekauft haben hat mein Mann vorgeschlagen wir könnten die Schwiegermutter im DG wohnen lassen über den Winter, dann haben wir einen Babysitter im Haus und sie muss in den Monaten wo sie in Kroatien ist keine Miete in ihrer Wohnung bezahlen.

      Ich fand die Idee gut. Hätte ich gewusst was auf mich zu kommt hätte ich niemals ja gesagt. :-[ Aber wir haben uns früher gut verstanden und die Vorteile waren am Anfang auch ok. Ich konnte nach einem Jahr wieder 30 Stunden arbeiten gehen weil sie die Kinder vom Kiga/Krippe abholt und nachmittags bespaßt, sie putzt das ganze Haus weil sie sich vormittags langweilt, sie kocht für alle sodass wir abends zusammen essen können, sie bügelt. Es klingt alles gut. Aber es ist nicht gut.

      Sie mischt sich in alles ein :-[ Die Kinder werden nach dem Kiga mit Süßigkeiten voll gestopft, sie erlaubt ihnen alles. Sie sagt sie hat sie den ganzen Sommer nicht gesehen nun will sie sie verwöhnen. Wenn ich sage etwas dürfen sie nicht, gehen sie zur Oma und sie erlaubt es. Dann kritisiert sie oft an mir was ihr nicht passt. Ich gehe zu oft und zu lange mit meinen Freundinnen aus, ihr armer Sohn hat nichts mehr von mir. (Es ist die totale Kontrolle, sie bekommt alles mit wann ich heim komme) Sie durchwühlt meine Schränke wenn sie die Bügelwäsche in den Schrank räumt (ich habe gesagt sie soll nicht an meinen Schrank gehen, sie tut es doch) Sie spricht mit den Kindern nur kroatisch weil sie will dass sie die Sprache lernen und ich verstehe nichts. :-[ Manchmal glaube ich sie lästert über mich mit ihnen, das macht sie absichtlich. Wenn ich mit meinem Mann spreche, dann sagt er ich übertreibe und ich soll froh sein dass sie uns so viel hilft sonst könnte ich nicht 30 Stunden arbeiten. Aber sie macht mich wahnsinnig. Ich ertrage sie bald nicht mehr. Andere Schwiegertöchter sehen ihre Schwiegermütter einmal in der Woche oder einmal im Monat, ich sehe sie im Winter jeden Tag :-[ Es ist erst November und ich muss es noch bis April aushalten. :-[

      Mein Mann und ich streiten nur seit sie wieder da ist und sie bekommt alles mit und unterhält sich dann hinterher auf kroatisch mit ihm darüber. Ich komme mir wie ein Außenseiter vor. In meiner eigenen Familie, im eigenen Haus. Ich habe gesagt ich will dass sie wieder auszieht, mein Mann will davon nichts wissen. Er sagt es lohnt sich für sie nicht, wir haben dann keinen der babysittet und Haushalt macht und kocht. Doch im Sommer funktioniert es auch wenn sie weg ist. Dann ist es zwar stressiger, aber es klappt irgendwie.

      Kann mich jemand verstehen? Langsam verzweifle ich. :-(
      FG Alexa

      • (2) 07.11.15 - 10:41

        ich meinte Schwiegermutter, sorry.

        Hallo,

        d.h.,sie lebt direkt mit in Eurer Wohnung mit Zugang zu allen Räumen, incl. Eurem Schlafzimmer? #zitter

        1. Ich würde es mir verbitten, dass in meiner Anwesenheit kroatisch gesprochen wird.
        2. Ich würde das Schlafzimmer abschließen!
        3. Die Argumente Deines Mannes sind ja absurd, wenn es in den Sommermonaten augenscheinlich auch funktioniert. Er ist vielleicht einfach zu bequem.

        4. Besteht die Möglichkeit das DG als separate Wohneinheit umzufunktionieren?

        Wenn alles nichts hilft, dann muss sie ausziehen. Suche am besten das vernünftige Gespräch mit ihr. Nicht im Bösen, aber sehr ernsthaft!

        LG
        Dana

        • (4) 07.11.15 - 11:07

          Ja, es ist ein Haus, eine Küche, ein Wohnzimmer, sie kommt heim, läuft durch unser WZ und geht die Treppen zu ihren zwei Zimmern hoch. Sie kocht in unserer Küche und wir essen immer zusammen :-[ Oft ist es ihr oben langweilig, dann sitzt sie mit uns auf der Couch und sie spricht mit meinem Mann, auf kroatisch und ich sitze daneben :-[
          Oder sie spielt mit den Kindern im WZ und was meinst du wie sie spricht????

          Man kann es nicht umbauen, es gibt keinen anderen Zugang. Das DG gehört zum Haus, es ist nicht als separate Wohnung gedacht. Einige Nachbarn haben eine Außentreppe an das Haus gebaut, dann könnte man von Außen in ihre Zimmer, aber das Problem bleibt das gleiche. Sie MÖCHTE an unserem Familienleben teilhaben, ich kann ihr nicht verbieten mit uns zu essen oder sich auch im WZ aufzuhalten. Nur schlafen tut sie oben.

          Ich sage auch sie muss ausziehen. Aber meinen Mann stört sie nicht, er sieht die Vorteile. Ja, er ist erst Abends da, er muss sie nicht den ganzen Tag ertragen. Und er sieht die Vorteile wenn wir am Wochenende weg gehen, dann haben wir sie als Babysitter im Haus, wenn wir ausschlafen wollen kümmernt sie sich morgens um die Kinder. Schön und gut, aber es wiegt das andere nicht auf. :-[

          • Ich kann Dich völlig verstehen und von Deinen Erzählungen schnürt sich bei mir alles zusammen.
            Setz Dich durch und schildere Deinem Mann, wie unerträglich das ist. Wenn Die Nachteile (ganz offensichtlich) die Vorteile überwiegen, dann ist doch klar, dass Eure Paar- und Familienbeziehung immer Vorrang haben muss.

            Sieht er das denn gar nicht, also Deine Not?

            • (6) 07.11.15 - 11:16

              nein, er sieht es nicht. Er sagt es sind nur ein paar Monate, dann ist sie weg. Dann sieht er die Babysitterfrage als sehr wichtig an, weil er auch gerne weg geht und so immer jemand für die Kinder da ist. Er findet es gut weil sie viel putzt und wir so am Wochenende viel Freizeit haben und nicht selbst putzen oder bügeln müssen. Sie kocht viel und es schmeckt ihm besser als das was ich koche (ich bin eher die Nudel und Schnellessen kocherin, sie stellt sich stundenlang in die Küche). Für ihn hat es nur Vorteile. Dass sie mich auschließt und nervt, das sieht er nicht.

      Ich kann sehr gut verstehen, dass du das so nicht willst, mich würde das wahnsinnig machen.
      Aber habt ihr allen Ernstes gedacht, dass es funktionieren kann, eine Oma im Haus zu haben, die die Kinder betreut, kocht, putzt und sich ansonsten unsichtbar macht und aus allem raushält?

      • (8) 07.11.15 - 14:17

        das haben wir gedacht. Sie hat oben zwei komplett eingerichtete Zimmer, wir dachten sie kommt vielleicht zu den Mahlzeiten runter und ansonsten wäre sie oben. Leider ist es nicht so und sie ist nur zum Schlafen oben. Wenn wir Glück haben geht sie um 20:15 zum Abendprogramm hoch. Wenn wir Pech haben, dann sitzt sie bei uns unten bis wir ins Bett gehen. :-[

        • Entschuldige mal - sie ist die Mutter Deines Mannes und die Oma der Kinder....sie ist keine Angestellte, die man nach getaner Arbeit mit "Danke, sie dürfen sich zurückziehen" in ihre Kammer verweist.

          Sie lebt bei Euch im Haus.

          Hätte ich an Eurer Stelle nie so getan - aber so ist es jetzt nun einmal.

          Sie kümmert sich, putzt, wäscht, sorgt für die Kinder, ermöglicht Euch ein sorgenfreies Arbeitsleben......aber darf bloß nicht am Alltag teilhaben, sobald die Familie zusammen ist.
          Hört sich so an, als wäre es Dir am liebsten, wenn sie nach dem Kochen sich mit einem eigenen Teller in ihre Räume begibt.

          Also entweder Ihr schmeisst sie mehr oder minder raus oder Du arrangierst Dich mit ihr. Sie in dieser Konstellation nicht am familiären Geschehen teilhaben zu lassen, geht nicht.

          Die Sache mit der Sprache finde ich eher vorteilhaft für Eure Kinder. Selbstverständlich ist es unhöflich, wenn Mutter und Sohn sich in Deinem Beisein in einer Sprache unterhalten, welche Du nicht verstehst. Dann sollte Dein Mann aber konsequent sein und deutsch reden.

          Warum kannst Du noch kein Kroatisch? Lern es doch, dann habt Ihr alle dieselben Grundlagen.

          Was hattet Ihr denn vorher mit den Räumen oben geplant?

          LG

          • (10) 07.11.15 - 15:30

            oben sollte ein Büro und ein Gästezimmer entstehen.

            Es klingt zwar drastisch wie du es ausdrückst doch so in etwa würde ich es mir wünschen. Sie soll oben bleiben und wir leben als Familie. Hat man nicht ein Recht darauf? Immerhin spart sie wegen uns ihre Miete. Sie hat auch Vorteile. Sie ist KEIN Familienmitglied das überall dabei sein soll.

            • ".... Immerhin spart sie wegen uns ihre Miete. Sie hat auch Vorteile......"

              Sie putzt, sie kocht, macht die Wäsche, kümmert sich um die Kinder, wenn Ihr nicht da seid - das Ganze ein halbes Jahr lang...aber sie darf nicht am Familienleben teilhaben.

              Sie ist Euer Aschenputtel.

              Miete für zwei Zimmer mit Bad, ohne Küche...wenn ihr nicht gerade beispielsweise im Zentrum von München oder Tokio gebaut habt ist das für sie ein eher schlechtes Geschäft für täglich Putzen, Waschen, Kochen und Kinderbetreuung.

              (13) 07.11.15 - 21:25

              du hast ja mal nen megaknall! die gute ist gut genig für die arbeit und als babysitter aber nicht gut genug als familienmitglied?

              letztendlich: wer a sagt ,muss auch b sagen. entweder familienmitglied mit allem drum und dran. oder sie zieht aus. aber deine wunschvorstellung ist echt das letzte.

    (14) 07.11.15 - 12:46

    Hallo,

    wir hatten mal den Schwiegervater (aus anderen Gründen) für 4 Monate im Haus. Es ging schon nach drei Wochen nicht mehr.

    Ich habe in dieser Situation gelernt, dass ich meine Privatsphäre brauche und verteidigen muss, um ich sein zu können. Ich will rumlaufen wie ich will, sagen was ich will und faulenzen, wann ich will. Da brauche ich keinen Beobachter. Und es ist nunmal so, dass jemand außerhalb der Kernfamilie (und deine Schwiemu hast du dir ja nunmal nicht ausgesucht) immer ein bißchen fremd bleibt. Und sobald man sich nicht mehr innerhalb der eigenen vier Wände entspannen kann, wird es kritisch.

    Manche merken es erst, wenn der Besuch wieder weg ist, weil sie erstmal "durchhalten". Durchhalten schafft man aber höchstens einige Wochen, irgendwann will man auch mal wieder unter sich sein. Du hast jetzt schon eher gemerkt, dass du damit nicht klar kommst. Du musst es deutlicher kommunizieren, sonst kapiert es dein Mann nie.

    Will dein Mann es sich nie mit dir auf der Couch gemütlich machen, mal ein bißchen kuscheln? Das geht doch nicht, wenn jederzeit die Mutter auf der Schwelle stehen kann. Oder auch mal ein persönliches Gespräch ... das will man doch nicht zu dritt führen? Mach ihm deutlich, was die Folgen sind, wenn er dein Problem ignoriert.

    Viel Glück.

    (15) 07.11.15 - 13:57

    Naja, dass das unter diesen Bedingungen nicht gut endet, hätte man sich denken können...

    Es handelt sich ja nicht um eine abgeschlossene Wohnung im Dachgeschoss, sondern um 2 Zimmer mit Bad, d.h. keine Küche, kein eigener Hauseingang. Da liegt es auf der Hand, dass die Privatsphäre dahin ist.

    DAs einzige, was du tun kannst, ist es ihr zu verbieten weiterhin euer Haus zu putzen oder eure Wäsche zu machen. Kochen muss sie aber. Das heißt, das bleibt dir nicht erspart, wenn sie weiterhin bei euch wohnen bleibt.

    Ich liebe sowohl meine Mutter, als auch meine Schwiegermutter, aber dieser Wohnsituation hätte ich (ohne Not) nie im Leben zugestimmt. Dir bleibt nichts anderes übrig, als deinem Mann noch einmal eindringlich zu sagen, dass du es nicht mehr aushältst.

    Was du allerdings akzeptieren musst, ist, dass sie in ihrer Muttersprache mit ihrem Sohn und den Enkeln spricht. Das kannst du ihr nicht verbieten, zumal es doch eine unglaubliche Bereicherung ist, wenn die Enkel ganz nebenbei eine Sprache lernen! Wenn du kein kroatisch in deinem Haus hören möchtest, dann hättest du einen Mann mit deutschen Wurzeln heiraten müssen.

    Liebe Grüße
    Luka

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