Alles zuviel! Trennung von Mann oder Job???

    • (1) 12.11.15 - 10:13
      jobmom

      Guten Morgen,

      ich schreibe hier, weil ich dringend einen Rat brauche, sehe den Wald vor lauter Bäumen selbst nicht mehr und brauche den Rat von Außenstehenden.

      Ich bin verheiratet und habe drei Kinder (3, 10 und 16). Mein Mann ist Workoholic wider Willen, er ist selbständig und arbeitet oft von 7-22 Uhr. Er kann sich also Zuhause so gut wie gar nicht einbringen und mir da was abnehmen. Ich war vor der Geburt unseres 3. Kindes (ungeplant) berufstätig und bin dann 3 Jahre in Elternzeit gewesen bis vor kurzem. Ich bin unglücklich in meiner Ehe, mein Mann ist kalt und lieblos, die Kinder wollen auch immer nur was, ich acker und acker Zuhause und bekomme doch kein Lob, kein Danke, keinerlei Anerkennung. Das frustriert mich total.

      Nun musste ich mich nach der Elternzeit entscheiden, ob ich in den Job zurückgehe oder kündige und Zuhause bleibe. Da ich den Kleinen ganztags in der Kita untergebracht bekommen habe und mein Chef mir eine Teilzeitstelle anbieten konnte, habe ich gesagt, ich versuche es. Seit 1 1/2 Monaten gehe ich nun wieder Teilzeit in meinem Job arbeiten. Das ist super-anstrengend, ich muss morgens eher raus, durch Fahrerei hin und zurück bin ich trotz Teilzeitstelle täglich 7 Stunden aus dem Haus, danach dann schnell den Kleinen abholen und nach Hause, wo die Großen schon warten, dass es was zu essen gibt und der Haushalt wartet. Meine große Tochter hilft schon mit mit ihren 16 Jahren, ist jetzt aber auch in der Oberstufe und hat oft selbst Schule bis nachmittags, danach noch Hausaufgaben, und Freunde treffen will sie ja auch mal, also, richtig einspannen kann und will ich sie auch nicht. Mein Mann wie gesagt quasi nicht existent, kommt nur Abends zum Essen und Schlafen heim. Meine mittlere Tochter sehr pflegeleicht und anspruchslos, läuft meist nur nebenher dadurch.

      Ich bin total überlastet und merke, Job und Familie/Haushalt allein stemmen, das überfordert mich auf Dauer. Allerdings ist es so, dass mein Job mir TOTAL viel gibt!! Viel mehr als meine Familie. Ich weiß, das ist schrecklich, sowas zu sagen, aber ich bin anonym und so traue ich mich auszusprechen, was ich fühle. Im Büro wird anerkannt und respektiert, was ich kann und tu, mein Chef findet mich Klasse und lobt mich ständig, ich fühle mich wichtig und gebraucht und einfach gut dort. Er plant für mich sogar schon mehrere Geschäftsreisen ein, auf die ich ihn begleiten soll, ich weiß zwar noch nicht, wie das gehen soll, weil ich da auch über Nacht weg bin, aber es tut einfach nur SOOO gut!!! Gleichzeitig weiß ich vom Verstand her, BEIDES - Familie und Job - schaff ich so gar nicht. Vom Verstand her müsste ich wieder kündigen, ich hetze und renne ständig, dass ich es rechtzeitig schaffe, den Kleinen aus der Kita zu holen, muss ständig andere bitten, ihn mal zu hüten, der Kleine ist jeden Nachmittag total K.O. vom Kindergarten und brüllt nur noch rum den restlichen Abend, ich kann nicht mal zum Arzt gehen mit den Kindern oder für mich selbst mit ihm, weil er alles zusammenschreit, Familie haben wir keine in der Nähe, Nachbarn/Freunde haben auch keine Lust, ständig einzuspringen, ich bin oft abends mit den Nerven am Ende.

      Also, was soll ich tun? Wieder kündigen und das Einzige im Leben aufgeben, was mir was gibt? Oder soll ich mich von meinem Mann trennen, weil unsere Ehe eh nur noch eine Zweckgemeinschaft ist, und mich dann allein mit den Kindern durchschlagen? Wenn ich kündige, weiß ich, dass ich meiner Familie ewig vorwerfen werde innerlich, dass ich wegen IHNEN mein Karriereglück aufgeben musste. Ich habe jahrelang studiert, das will ich nicht einfach aufgeben, wenn es nicht sein muss. Wenn ich jetzt sage, ich bleib noch solange Zuhause, bis der Kleinste auch allein Zuhause bleiben kann ein paar Stunden, bin ich zu lange aus dem Job, dann nimmt mich niemand mehr. (Bin im Steuerbereich tätig und da ist man schnell weg vom Fenster, schon nach 1 Jahr Arbeitslosigkeit quasi unvermittelbar.)

      Also mein Fazit:

      1. Ehe unglücklich/kalt.
      2. Kinder fordernd/anstrengend.
      3. Job super!
      Alles zusammen: Zuviel!

      Trennung von 1. ändert nichts am Stress.
      Trennung von 2. nicht möglich und gewünscht.
      Trennung von 3. ändert den Stress, ist aber eigentlich nicht erwünscht.
      Bei Trennung von 3. außerdem höhere Abhängigkeit von Ehemann und Trennung von letzterem dann nicht mehr möglich!

      Was würdet Ihr in so einer Lage tun? Ach so, aufs Geld aus meinem Job sind wir nicht angewiesen, das ist in Steuerklasse 5 auch so wenig, dass unterm Streich nach Abzug von Sprit etc. nur noch Klimpergeld übrig bleibt, das mache ich wirklich nur für MICH bzw. für die Rente/Zukunft.

      Sorry für den langen Text!

      LG
      Jobmom

      • (2) 12.11.15 - 10:24

        Mal die Eheprobleme aussen vor gelassen, und die unterschwellige Vermutung, dass da mit Chef und dir sich auch zwischenmenschlich noch was entwickeln könnte.... :

        Du bist erst seit kurzem wieder am Arbeiten, bist nun bereits völlig am Anschlag und hast dadurch kaum die Ressourcen um schauen was geht, was man ändern könnte.

        Deshalb: organisatorisch muss da noch was gehen. Wie sieht es mit Entlastung aus mittels stundenweiser Kinderbetreuung, zb. zur Kita bringen/holen, oder in Form von Unterstützung im Haushalt? Ihr verdient beide, müsste da nicht etwas Geld über sein um dieses in Entlastung zu investieren?

        Wie sieht es bei deinem Mann aus, "lohnt" sich der extreme Arbeitseinsatz denn überhaupt finanziell? Wäre eine Reduktion möglich (ich meine damit nicht ob er das will, sondern ob es machbar wäre)

        • (3) 12.11.15 - 10:32

          Danke für deine Antwort!

          Neee, mit dem Chef wird garantiert nie was laufen, der ist stockschwul! :-D

          Wir haben schon eine Putzfrau und auch eine Babysitterin. Trotzdem muss ich einkaufen, waschen, kochen etc., Haustiere haben wir auch, die Dreck und Arbeit machen. Ich bin trotzdem einfach auch nervlich oft am Anschlag, allein wenn der Kleine wirklich JEDEN Nachmittag nur am Rumbrüllen ist und man ihm NICHTS recht machen kann.

          Mein Mann verdient super, darum macht es das auch. Wir haben leider viele große Kostenpunkte, die wir abzahlen müssen, wo das Geld gebraucht wird, das er verdient. Er hat schon versucht, sich wieder in einen normalen Angestelltenjob zu bewerben, würde da aber nur 2/3 von dem verdienen, was er jetzt verdient, wenn überhaupt, und hat leider bisher nur Absagen bekommen. Einen normalen 8-Stunden-Tag hätte er auch gern wieder, aber das ist leider in seiner Selbständigkeit nicht drin. Oft arbeitet er auch noch Zuhause, dann ist er zwar eher da, braucht aber auch seine Ruhe dann und ist mir keine Hilfe. Für mich ist momentan der Job entspannter als das, was mich nach der Arbeit Zuhause erwartet. :-(

          • (4) 12.11.15 - 15:22

            Hallo,

            Du hast eine Teilzeitstelle und eine Babysitterin und eine Putzfrau? Ich sehe es wie einige andere, daß Du erst wieder reinfinden mußt. Schließlich warst Du 3 Jahre lang zu Hause. Dann leg bestimmte Aufgaben auf feste Tage fest. Z.B. muß man nicht jeden Tag waschen, wenn man in der Woche einen oder mehrere Waschtage einlegt. Den Einkauf macht man eben an einem Tag für die ganze Woche, am besten ohne die kleineren Kinder.
            Und Dein Mann kann nur weiterhin versuchen einen Angestelltenjob zu bekommen.

            LG
            Alera

      (6) 12.11.15 - 10:28

      hm. klingt sehr stressig.

      wenn du verdienst, und dein mann auch genügend (bei den vielen stunden muss ja was bei rumkommen), warum engagierst du nicht eine haushaltshilfe? die macht den haushalt und kauft ein.

      die kinder könnten doch auch in der schule essen, dann spart man sich da das kochen.

      ich mein, ich kenn auch alleinerziehende mit drei kindern die arbeiten. es scheint also zu gehen.

    • (7) 12.11.15 - 10:28

      Hallo!

      Klingt wirklich super anstrengend dein Tag. Weiß dein Mann wie es dir geht? Rede mit ihm offen darüber. Ich würde den Job behalten. Du sagst ja es gibt dir viel. Ich finde dein Mann macht es sich einfach. Ihr seit ein Team und da muss jeder mitanpacken. Eine 16-Jährige darf und kan auch ruhig mal helfen zuhause. Wir mussten auch mitanpacken. Wir waren drei Kinder. Eine Woche musste ich Staubsaugen, etc. dann wurde immer wöchentlich abgewechselt. Du gehtst so kaputt. Und eines noch die wenigsten Mütter werden zuhause gelobt. Das ist deine eigene Einstellung. Du musst dir wichtig sein. Du bist für dich die Hauptperson sonst niemand.

      Alles Gute.
      lg.g

      (8) 12.11.15 - 11:09

      Definitiv im Job bleiben! Vollzeit zu Hause ist absolut keine Option. Alleine schon wegen der Rente, aber auch wegen dem geistigen Anspruch. du würdest zu Hause irgendwann verkümmern zwischen Wäsche waschen und Kuchen backen.

      Gruss
      agostea

      • (9) 12.11.15 - 11:12

        Davon abgesehen, ist dein Modell nichts ungewöhnliches. Es ist alles eine Frage der Organisation.

        Wie machen das denn die anderen berufstätigen Mütter in deinem Umfeld?

        Bei uns zu Hause müssen meine Söhne mit anpacken. Mit 9 Jahren durchaus zumutbar.

    (10) 12.11.15 - 11:38

    Ich glaube, ihr alle müsst euch erst noch an die neue Situation gewöhnen.

    Du bist jetzt quasi von 0 auf 100 gestartet, dein Sohn im Kindergarten auch. Natürlich ist das erstmal schwer und anstrengend. Natürlich seid ihr abends erstmal kaputt. Du sackst erschöpft zusammen, dein Sohn schreit, aber ich bin sicher, das regelt sich, wenn ihr euch die zeit dazu gebt. Dein Sohn wird sich an den Kindergarten gewöhnen und du dich an die Zusatzbelastung durch die Arbeit.

    Denn, so wahnsinnig ungewöhnlich hört sich das für mich nicht an. Viel arbeitenden Männer, die selten zu Hause sind und sich nicht einbringen können, haben andere Frauen auch. Das ist dann halt so. Wenn du sieben Stunden außer Haus bist, kommst du irgendwann zwischen 3 und vier nach Hause. Das ist ganz normal. Dann hast du noch jemand, der putzt und deine großen Kinder scheinen unkompliziert zu sein. Das hört sich doch alles gut an.

    Also Kopf hoch, ich bin sicher, es wird bald besser:-D

    Die Probleme in der Ehe musst du seperast angehen. Das würde ich nicht mit dem Stress durch die neue Arbeit mischen. Aber wenn dich die Arbeit zufrieden macht, ist das sicher auch ein Schritt zu einer besseren Partnerschaft.

    Hallo

    ich sehe mich selbst vor 15 Jahren, wenn ich Deine Zeilen lese. 3 Kinder, 30-Stunden-Woche, Mann, der nie da ist und von dem man keine Hilfe erwarten kann...ich habe mich getrennt, beruflich durchgezogen und bin heute in einer recht guten Position, beruflich, finanziell und privat. Allerdings hatte es auch seinen Preis. Die Kinder waren weitestgehend alleine, unsere gemeinsame Zeit war so wenig, dass ich heute das Gefühl habe, ich hatte nie eine Familie. Dafür leben 2 noch bei mir, jetzt mit 19 und 23 - die Kindesjahre können wir nicht mehr nachholen, dafür genießen wir es, dass wir so etwas wie eine zweite Chance als Familie bekommen haben.

    Zu Dir: Ich kann verstehen, dass Dir der Job viel bedeutet und würde ihn auch nicht aufgeben. Nicht nur, weil er Dir viel gibt, sondern auch, weil er ein Stück Sicherheit und Freiheit für Dich bietet - auch auf lange Sichte betrachtet. Du solltest Dir darüber im klaren sein, dass es nicht einfacher wird, wenn Du Dich trennst. Dann hast Du zusätzlich noch hol- und bring Aufwand, Auseinandersetzungen mit dem Vater und seelische Nöte der Kinder, die mit der Trennung schwer klar kommen. Wie wäre es mit einer Haushaltshilfe? Das Geld hättet Ihr und das wäre eine erste Entlastung. Dass Dein Mann sich so gar nicht in Euren Alltag einbringt finde ich falsch. Was läuft hier zwischen Euch schief, dass er sich nicht als Partner verhält - die Kinder waren doch eine gemeinsame Entscheidung..? Ich werde diese Menschen nie verstehen, die sich für ihre Kinder nicht interessieren und sich nicht an den Alltag zu Hause beteiligen. Dein Mann ist selbständig, schreibst Du - er kann seinen Alltag wahrscheinlich flexibler gestalten als jemanden, der im Büro Rede und Antwort stehen muss. Spannt ihn doch mal für die Kinder ein. Er kann das kleinste Kind doch abholen..? Für die Großen Ansprechpartner sein. Teilt Euch die Aufgaben. Ich würde schon um die Ehe kämpfen, um das Familienleben - er kommt nur noch zum Essen oder schlafen heim? Wo ist er als Partner, als Vater? Warum lässt Du das zu, warum so resigniert?...habt Ihr schon darüber gesprochen, was passiert ist, dass es so weit gekommen ist?

    (12) 12.11.15 - 11:50

    Was du beschreibst, klingt sehr frustriert und angestrengt und bei deiner Beschreibung kann ich verstehen, dass dir das alles zu viel wird.

    Du hast deinen Teilzeitjob, den du liebst und der dir Anerkennung bringt. Du hast einen Mann, bei dem es dir eigentlich egal ist, ob er auftaucht oder nicht. Und du hast deine Kinder, die dich lieben und brauchen, das Ganze nur (noch) nicht zum Ausdruck bringen können.

    Spontan fällt mir natürlich ein, ob ihr nicht die Möglichkeit habt, eine Putzfee oder eine Haushaltshilfe zu beschäftigen. Für die Kinder könntest du abends oder am Wochenende auch mal einen Babysitter organisieren, die Große kommt sicherlich auch mal alleine klar. Wenn du alle Aufgaben nicht schaffst, dann müsst ihr auslagern, wenn euch das finanziell möglich ist. Fensterputzer, Putzfee, Einkäufe liefern lassen, Babysitter, etc. Damit wäre vielleicht schon mal Erleichterung für dich geschaffen.

    Ansonsten fällt mir auf, dass du nur schreibst, dass dein Mann wg. seiner Selbstständigkeit von 7 - 22 Uhr aus dem Haus ist. Was ist denn mit dem Wochenende? Arbeitet er da auch? Habt ihr Familienzeit? Habt ihr noch Paarzeit?

    Dass dein Mann dir kalt erscheint ist kein Wunder, wenn ihr eigentlich nur noch als Familienoberhäupter existiert. Ihr habt ja gar keine Zeit, um Emotionen entstehen zu lassen! Das ist der Tot einer jeden Beziehung und das kann nur schlecht ausgehen. Ihr lebt nebeneinander her und nicht mehr miteinander.

    Ich an deiner Stelle würde die Situation mit dem Mann besprechen und zusehen, dass du Hilfe oranisieren kannst. Dein Job ist intelektuell für dich wichtig, egal ob ihr ihn finanziell braucht. Wenn du schon kein Hobby mehr hast, dann muss dein Mann dir wenigstens den Job lassen! Er hat dich dabei zu unterstützen.

    Dann solltest du auch dringend Paarzeit schaffen, damit du in dich hinein fühlen kannst, ob du eine Paarbeziehung noch weiterhin mit deinem Mann fühlen möchtest.

    Hallo,

    Du befindest Dich ja quasi noch in der Umstellungszeit von Elternzeit auf Job - und gerade Dein Kleiner wohl auch noch. Dass Du da erst mal alle bist, glaub ich Dir gern.

    Ich würde erst mal abwarten und schauen, wo Du noch was effektiver organisiert bekommst. Und Du hast ja schon Unterstützung von einer Putzperle. Kannst Du Deine Arbeitszeit auf ganze Tage zusammenziehen, damit Du vielleicht 1 Tag oder so quasi frei hast?

    Die Ehethematik würde ich erst angehen, wenn ich den Job ein paar Monate gemacht habe. jetzt hast Du eh nicht den Nerv dazu, schätze ich. Und bei der herrschenden Überlastung (die Dein Mann ja wohl auch hat, ist Gehen näher als Bleiben).

    Grüße#klee

    (14) 12.11.15 - 12:26

    Hallo.

    Also ich sehe es so, dass du/ihr total unorganisiert seid. Trotz Haushaltshilfe wartet der Haushalt, trotz Babysitter bist du überfordert vom Kleinen. #kratz Wofür diese beide Damen dann angestellt. Die anderen beiden würde ich jetzt gar nicht mehr als so betreuungsdürftig em?finden. Du bist eigentlich verärgert darüber, dass dir dein Job Spaß macht und du es nicht ausleben darfst und dein Mann schon, auch wenn wider Willen. Und ehrlich, sieben Stunden außer Haus ist nicht lange. Ich denke mal, du bist nach langer Zeit erst wieder in deiner Arbeit und merkst, dass es doch eine schöne Abwechslung zum Alltag ist. Ich glaube, da musst du den Mittelpunkt finden, dass du beides miteinander verbindest. Genieß die Arbeit sowie auch das Zuhause. Es sind beides schöne Zeiten, aber jedes für sich. Nimm keine Arbeit mit nachhause sowie keinen Haushalt mit auf Arbeit. Verstehst du, was ich meine, schalte ab. Und ich denke mal, euch beiden fehlt auch das Reden miteinander. Nicht nur die Probleme/Sorgen sondern generell. Da solltet ihr auch wieder einen Faden finden.

    Ich gehe auch 30 h die Woche arbeiten. Bin durch Fahrweg mindestens acht Stunden unterwegs. Es sind noch drei Kinder im Haus. Jetzt nicht mehr so klein, aber sie waren es ja mal. Ich fand auch den Übergang zur Arbeit sehr anstrengend bis ich meine Mitte gefunden habe. Ich habe früh micht auf die Arbeit konzentriert und nach der Arbeit nur noch auf zuhause. Das heißt, ich habe keine Termine/Stress von Arbeit mit nachhause genommen genauso andersum. Haushaltshilfen oder Babysitter hatte wir noch nie. Bei uns ist es aber so, dass mein Mann einen normalen Job hat mit normalen Arbeitszeiten. Jedoch auch länger als ich unterwegs.

    LG

    (15) 12.11.15 - 13:36

    Ich weiß gar nicht, warum dir alle zu stimmen. Klingt doch völlig normal?!

    Vor allem deinen zweiten Punkt:

    2. Kinder fordernd/anstrengend.

    versteh ich nicht: deine Große ist 16 und kaum da, die mittlere nach deinen Worten pflegeleicht. Macht unterm Strich ein Kind :-p

    Dann hast du noch eine Putzfrau und auch mal nen Babysitter und bist arbeitstechnisch gerade mal 7 h aus dem Haus.

    Nein: grob überschlagen versteh ich dich nicht!

    Den Job würde ich definitiv nicht aufgeben, schon gar nicht, wenn es doch mal zur Trennung kommen sollte.

    (16) 12.11.15 - 13:50

    Ich glaube, dass Du keine geborene Hausfrau bist. Leider werden die Tätigkeiten einer Hausfrau selten entlohnt. Lob bekommt man auch sehr selten. Allerdings lobt ein Chef seine Angestellten für eine 08 15 Tätigkeit auch nicht ständig. Du hasst Spass im Job. Du siehst andere Menschen, mit denen Du Dich nicht nur über Wäsche waschen, Kochen und Kinder bespaßen unterhalten kannst.

    Stelle eine Haushaltshilfe ein, die die Grundreinigung übernimmt.

    Wenn mein 3jähriger in der Kita mittags nicht schläft, dann ist er nachmittags auch anstrengend. Dann hilft nur auf den Bolzplatz zu gehen und Fussball zu spielen. Vielleicht kann Dein Kind in der Kita Mittags ein bisschen schlafen.

    Deine 16jährige kann im Haushalt auch schon ein bisschen anpacken. Der 10jährige kann sein eigenes Zimmer aufräumen, staubwischen und saugen.

    Dein Mann räumt die Sachen, die er benutzt hat, gleich weg. Vielleicht kann er jd einstellen, die ihm Arbeit abnimmt.

    (17) 12.11.15 - 13:52

    Kannst du Vollzeit arbeiten und dein Mann bleibt zu Hause? Wenn das nicht geht, besorg dir unbedingt eine putzfrau, dann bist du wenigstens etwas entlastet.

    (18) 12.11.15 - 14:55

    Hast du Platz im Haus für ein Aupair?
    Kostet nicht die Welt und könnte dir im Alltag viel abnehmen.
    Ich würde den Job als letzte Option kündigen. Du brauchst den Job, nicht nur für dein Ego, sondern auch für deine spätere Altersvorsorge. Die Ehe ist vermutlich irgendwann Geschichte, egal ob jetzt oder später.

    Wie du schon schreibst: Du hast nicht studiert, um später bei Aldi an der Kasse zu sitzen und wenn dich das glücklich macht, würde ich das nicht aufgeben.

    Versuch dauerhaft zuhause Entlastung zu bekommen.

    (19) 12.11.15 - 15:30

    Ich weiß, dass jeder ne andere Belastungsgrenze hat. Aber ehrlich gesagt, verstehe ich dein Problem nicht.

    Ich hab zwar nur zwei Kinder. Aber eins ist noch fast ein Baby und der große 4 Jahre alt. Mein Mann ist teilweise über Monate weg. Ich gehe Vollzeit arbeiten, habe keine Haushaltshilfe und auch keinen Babysitter und ich lebe noch:)

    (20) 12.11.15 - 15:37

    Hallo,

    ich glaube, zuerst würde ich mir an Deiner Stelle die Frage stellen:

    Liebst Du Deinen Mann noch?

    Lohnt es sich, Dinge zu verändern, weil die Möglichkeit besteht, dass hinter dem Mann, der nur noch arbeitet, irgendwo noch der versteckt ist, den Du mal als Vater Deiner Kinder auserkoren hast?

    Sollte die Antwort ja lauten, würde ich mich mit ihm zusammensetzen und schildern, wie es Dir geht. Steht er denn hinter Dir und Deinen Ambitionen im Job?
    Vielleicht merkt er ja gar nicht, dass Du so unter der fehlenden Anerkennung leidest, denn mal im Ernst: der Haushalt ist eine Sache, die immer und immer wieder anfällt und ganz schnell nicht mehr sichtbar ist, wenn Deine 3 da erstmal durchgerauscht sind...(so ist es zumindest bei mir...)?

    Meiner Meinung nach muss bei zwei arbeitenden Eltern auch Arbeitsteilung im Haushalt herrschen - wenn das nicht geht, muss entsprechend bezahlte Haushaltshilfe da sein, evtl. auch eine Art Nanny? Die könnte dann auch mal kochen. Ansonsten würde ich für 2 Tage kochen - das nimmt auch schon Druck raus. Einkäufe kann aber sicher auch Dein Mann mal erledigen - gerade als selbstständiger wird er ja wohl mal an einem Markt anhalten können. Allein ist der Einkauf auch deutlich schneller gemacht als mit der ganzen Familie und am WE könnt ihr ja einen gemeinsamen Wocheneneinkauf machen...

    Klar ist, dass sich etwas ändern muss an eurer Organisation, sonst wirst Du über kurz oder lang in ein Burnout steuern...und das kann es ja nicht sein.

    LG

    a79

    (21) 12.11.15 - 18:05

    Hi,

    mir ist aufgefallen, dass du geschrieben hast, dass du auf der Arbeit Lob und Anerkennung bekommst, aber nicht in deiner Familie und Partnerschaft.
    Vielleicht ist das der Knackpunkt? Tut dir das so gut - und würde dir auch in der Familie/ Partnerschaft gut tuen, wenn du es dort bekommen würdest?

    Schau mal im Internet unter "5 Sprachen der Liebe", vielleicht hilft dir das?

    Bei Fragen dazu kannst du mir gerne einen pm schicken...

    (22) 12.11.15 - 19:27

    Hallo!

    Wie wäre es mit einer anderen Kita?

    Wenn der Kleine Abends so am Ende ist, dann braucht er vielleicht etwas kleineres, familiäreres, wo ein Mittagsschlaf noch möglich ist, und er nicht ganz so am Ende ist, wenn er heim kommt.

    Statt nur Putzfrau könnte man auch eine richtige Haushaltshilfe suchen, die auch wäscht, Bügelt und kocht.

    (23) 12.11.15 - 20:02

    Hey,

    keine Panik! Es sind erst 1,5 Monate, das muss sich schlicht alles finden und Du Dich mit den neuen Aufgaben organisieren, die Kinder auch.

    Ich habe auch auf 50% angefangen und gedacht, das wächst mir alles über den Kopf. Ich habe zwei Kinder (damals 1,5 und 4, inzwischen 5 und 8) und mein Mann arbeitet im Ausland, ist nur über den Sommer hier und wir besuchen ihn 3 Mal im Winter (kein Dauerzustand zum Glück, aber seit ein paar Jahren ist die Situation nun mal so).
    Tja, inzwischen arbeite ich 100%, oft mehr, weil mein Job das eben verlangt (die Stunden zählt keiner) und es mir wichtig ist, das gut zu machen. Ich habe eine Putzfrau (1 mal pro Woche) und meine Mutter (arbeitet aber selbst) springt ab und zu als Babysitter ein, ansonsten habe ich mich organisiert:
    - Großeinkauf samstags, alles frische schnell auf dem Heimweg
    - Samstags wird auch groß Wäsche gemacht und im Haushalt, was sonst noch so angefallen ist und nicht von der Putzfrau gemacht wurde, Papierkram mache ich nur, was mein Mann nicht aus der Ferne regeln kann
    - Kleidung, Schuhe und sonstige größere Anschaffungen werden gesammelt und dann im Internet bestellt
    - für sonstige Termine wird dann mal ein Tag raus gesucht, den ich mir mit Vor- oder Nacharbeiten frei schaufele und dann geht alles in einem Rutsch
    - Sonntage versuche ich, komplett mir (Ausschlafen, Joggen) selbst und der Familie zu widmen (ausgiebiges großes Frühstück, meist noch mit meinen Eltern, dann Unternehmungen bzw. einfach Rumlümmeln), dann sind die Akkus wieder voll für die Woche
    - ich gehe auch von Termin zu Termin (Wegbringen, Arbeiten, Abholen, Heim, noch ein paar Sachen erledingen usw), fühle mich aber nicht gestresst zum Beispiel auf dem Weg von der Arbeit zum Kindergarten. Du schreibst, das stresst Dich! Hast Du da irgendwie Zeitdruck? Klappt das manchmal nicht? Kann man ggf. irgendwie Druck raus nehmen (mehr Zeit einplanen)? Ich fahr das übrigens alles mit dem Rad und fühl mich super danach, gleich noch bissel Sport gemacht...

    Schau mal, wo Du bei euch noch optimieren kannst und gib Dir und euch noch etwas mehr Zeit, bevor Du irgendwas überstürzt! Und an den Beziehungsproblemen müsst ihr natürlich auch arbeiten! Paartherapie?

    Liebe Grüße,
    Elfchen

    (24) 13.11.15 - 09:08

    <<<Was würdet Ihr in so einer Lage tun?>>>

    1.) Trennen und eine Wohnung nahe bei Deiner Firma suchen.

    2.) Der Ältesten die Chance einräumen, beim Vater zu bleiben.....wegen Schule und Freunden.

    3.) Das Gemotze von Kindern, Ex und Freunden ertragen, weil ja grundsätzlich alle anderen alles besser wissen.

    4.) Wochenlang grübeln ob das alles so richtig war und ab und an an mir selbst zweifeln.

    5.) Wieder anfangen glücklich zu werden.

    6.) Glücklich sein !

    (25) 13.11.15 - 11:13

    Die 16-Jährige könnte doch auch mal für die Geschwister kochen. In dem Alter habe ich mir mein Essen schon lange selbstgekocht. Dann macht man eben die Hausaufgaben danach. Und wenn ich das als Gymnasiastin geschafft habe, dann deine Große auch. Und im Haushalt so richtig mit anpacken, können die beiden Großen auch schon. Einfach mehr Hilfe einfordern. Anders geht es nicht. So hat es meine Mutter auch gemacht und es hat mir nicht geschadet.

    Ich bin immer erstaunt, wie viel manche Mütter ihren Kindern hinterherräumen, statt einfach mal was einzufordern. Die Kinder sind Teil der Lebensgemeinschaft und müssen sich entsprechend einbringen. Außerdem stärkt es das Selbstbewusstsein, wenn die Kidis immer mehr Verantwortung und Aufgaben übernehmen (dürfen). Sie werden so besser selbstständig. Ist meine persönliche Erfahrung!

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