Eltern sind nicht empathisch

    • (1) 14.11.15 - 19:35
      Pst...

      Hi zusammen

      Sorry dass ich hier schreibe mein Beitrag gehört eig. ins Familienleben. Aber ich möchte anonym bleiben.

      Ich versuche mich kurz zu fassen.

      Ich bin knapp 30, habe zwei Kinder (2,5 Jahre und 5 Monate alt) bin verheiratet und wohne ca. 1,5h von meinen Eltern entfernt.
      Meine Eltern haben mich und meine Geschwister alle als Kleinkinder adoptiert.

      Als unser erstes Kind ca. 5 Monate alt war, fiel er meiner Mutter aus der Hand und knallte mit dem Kopf voll auf den Boden.
      Unser Sohn hat gebrüllt wie am Spiess und meine Mutter machte nichts.....
      Mein Mann hat den Kleinen sofort auf den Arm genommen, ich habe ein Kühlpad geholt und Homeopathische Kügeli.
      Wir haben ihn dann gemeindam getröstet und mit ihm gekuschelt bis er sich wieder beruhigt hat.
      Meine Eltern sassen die ganze Zeit auf den Sofa haben ihre Hunde gestreichelt und sonst kam nichts.
      Sie boten weder Hilfe an noch zeigten sie Mitgefühl oder ein schlechtes Gewissen.
      Meine Mutter meinte später dazu nur noch es hat ihm nicht weh getan er hat sich nur erschrocken und hat desshalb so gebrüllt.

      Vor knapp zwei Wochen kam es nun wieder zu einem unschönen Zwischenfall und mein Sohn hatte wieder 1000 Schutzengel.

      Meine Eltern waren wieder zu Besuch und unser Sohn wollte ihnen sein Kissen zeigen. Mein Vater nahm es ihm weg und gab es ihm nicht mehr zurück obwohl er klar und deutlich gesagt und gezeigt hat dass er es zurück will.
      Blöd wie ich bin habe ich zu spät reagiert.....
      Mein Vater hielt das Kissen fest und liess es nicht los, mein Sohn zog am anderen Ende und Peng knallte er wieder voll auf den Hinterkopf.
      Im ersten Moment verschlug es ihm sogar den Atem.
      Meine Mutter reagierte dieses Mal sofort und wollte ihn trösten aber er wollte zu mir und hat nur weiter gebrüllt.
      Während dem ganzen weiteren Prozedere (trösten, kühlen, Kopf abtasten, mit dem Arzt telefoniere etc. .....) sassen meine Eltern wieder nur auf dem Sofa und schauten sich ihr selber gemachtes Ferienfotoalbum an.

      Wie ihr euch sicher denken könnt war für mich und meinen Mann der Nachmittag gelaufen und die Stimmung deutlich abgekühlt.
      Ich war froh als meine Eltern nach dem Abendessen wieder nach Hause fuhren.

      Seither habe ich nichts mehr von ihnen gehört, obwohl sie mitbekommen haben dass der KiArzt gesagt hat dass wir unseren Sohn in der Nacht zweimal wecken sollen da er vllt. eine Gehirnerschütterung hat.
      Sie fanden es bis heute nicht nötig nach zu fragen wie es unserem Sohn geht, sich zu entschuldigen, in der Situation Hilfe anzubieten, ihre Gefühle resp. ein schlechtes Gewissen zu zeigen.
      Es kommt einfach nichts.

      Was meint ihr dazu? Reagiere ich über wenn ich stinksauer bin?
      Wie würdet ihr euch zukünftig Verhalten?
      Was geht euch durch den Kopf wenn ihr den Text lest?

      Ich habe bewusst versucht meine Emotionen weg zu lassen und kurz und knapp zu schreiben.
      Die beschriebenen Vorfälle sind bis jetzt die happigsten aber es gab schon mehrmals Situationen in denen mein Sohn weinen musste weil sie z.T. sehr ruppig und lieblos mit ihm sind.

      Bis anhin sahen sie sich vllt. alle 6-8 Wochen. Gehütet haben sie ihn bis jetzt erst einmal und in dieser Zeit einen Ausflug in den Zoo mit ihm unternommen.
      Damals klappte soweit ich weiss und beurteilen kann alles gut. Mein Sohn hatte ein toller Nachmittag mit ihnen.

      Falls ihr weitere Fragen habt fragt ruhig...
      Ich hoffe das Thema wird nicht verschoben.

      Liebe Grüsse

      • (2) 14.11.15 - 19:47

        Hallo,

        Naja es sind deine Eltern, die du dein Leben lang kennst, du wirst wissen ob sie schon immer so emotionslos waren zu euch Kindern.
        Manche Menschen können mit solchen Situationen nicht umgehen und können einfach kein Mitgefühl zeigen.

        Meine Schwester z.b. Ist da ganz ähnlich gepolt, ist nicht ihre Schuld, aber klar bringt einem das dann manchmal zur Weißglut.

        Letztlich waren die von dir genannten Dinge Unfälle und sie haben dies nicht mit Absicht getan, sowas kann den besten Eltern passieren.
        Nun ist halt fraglich ob man diese Leute noch mit dem Kind allein lassen möchte, wenn sie es nicht schaffen es angemessen zu trösten und zu beruhigen.
        Ich weiß noch als meine Mutter damals auf unseren 6 Monate alten Sohn über Silvester aufgepasst hat, sie ist mit ihm gestürzt und in den Weihnachtsbaum gefallen und sich mit einer Glaskugel am Kopf verletzt.
        Sie hat noch wochenlang deswegen geweint, aber in dem Moment als es passiert ist war sie ebenfalls zu geschockt um irgendwie richtig zu reagieren.
        Sie hat nur im Affekt gehandelt und den Notarzt gerufen.
        Ich weiß nicht ob es bei deinen Eltern vielleicht auch so sind das sie quasi weggetreten sind vom Schock, hinterher wollen sie es vielleicht einfach schnell vergessen und nicht weiter drüber nachdenken.
        Oder aber sie sind tatsächlich einfach gefühlskalt, aber wie gesagt das müsstest du selbst abschätzen können.

        LG

      Mh, schwierig. Wie waren sie denn zu Dir als Kind, als etwas passiert ist? Genauso lieblos? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass leute so Empathieunfähig sind. Meine Mama ist genau das Gegenteil, sie bewacht meine Tochter wie ein Luchs. Fast schon zuviel. Vielleicht waren sie total erschrocken und es war ihnen sehr unangenehm, so dass sie gar nicht wussten, wie sie umgehen sollen, in dieser Situation? Egal wie, ich würde es ansprechen.

      • (5) 14.11.15 - 20:44

        Hi auch dir Danke für deine Antwort.
        Leider waren sie auch zu mir und meinen Geschwister immer so gefühlskalt.
        Nur wenn sie wütend oder enttäuscht waren konnten sie es sehr deutlich zeigen.

    Kinder fallen.
    Das ist so.
    Und was sollen deine Eltern denn auch noch um das Kind rum springen, wenn ihr als Eltern euch kümmert.

    Wenn ihr da seid ist das eure Aufgabe das Kind zu trösten, ausserdem kommen Kinder meist eh zu den Eltern wenn sie sich weh getan haben.

    Mein Sohn ist in meiner Abwesenheit drei mal bei meinen Eltern gestürzt, einmal vom Wickeltisch, einmal ist er nachts aus dem Gitter gefallen, kopfüber mit Schlafsack und einmal kopfüber aus dem Kinderwagen, daneben ist meine Tochter mit dem Kopf auf die Tischkante beim Toben mit Opa, einmal ist sie unters Auto gelaufen als mein Vater mir ihr spazieren war und meine Jüngste ist mit 14 Monaten bei meinen Eltern die Treppe runter gefallen.

    Unter meiner Aufsicht sind ähnliche Sachen passiert. ..Treppe runter gefallen, von der Schaukel gekippt, aus dem Kinder Stuhl gefallen, heißes Bügeleisen auf den Kopf....
    Das was mich an deiner Stelle stören würde ist nicht dass sie nicht trösten, wie gesagt das ist eure Aufgabe als Eltern, und auch nicht dass so was passiert, ( ich hab meine Jüngste auch mal fallen lassen, als ich im Flur uberfallig eine Sporttasche gestolpert bin), aber sie sollten sich schon mal erkundigen, wie es dem Kind geht und zwar nicht weil sie Schuld haben , sondern einfach aus Interesse für die Enkel.

    • Also, sorry. Klar unfälle passieren, aber wenn ich eure "Statistik" so anschaue, finde ich das doch zu krass!!! Vom Wickeltisch gefallen, aus dem Gitterbett gestürzt und dann noch UNTERS Auto geraten, u.n.m.! Also, das hat für mich nix mehr mit normalen Unfällen zu tun, sondern geht schon Richtung "nicht aufs Kind aufgepasst". Sei mir nicht bös....

      • Das mag sein.
        Und ich bin dir nicht bös.
        Es ist ja wirklich einiges vorgefallen.

        Aber die gleichen oder ähnliche Dinge sind auch mir, meinem Mann und anderen passiert die auf die Kinder aufgepasst haben.
        Mein Sohn wsr schon immer extrem unruhig,und ist auch heute noch stark unfallgefährdet, er hat ADHS und ist schon einige Male unters Auto gelaufen, da kann man neben stehen.

        Meine Eltern haben sich da nichts vorzuwerfen, nie würde Ich ihnen mangelnde Aufsicht vorwerfen.

        Aus dem Kinderwagen fallen passiert sehr schnell, aufstehen und Bumm...Schnalle hatte er selbst gelöst.
        Ich bin selber schon oft verunglückt.

        Zwei schwere Autounfälle, ein Skiunfall, als Kind hatte ich drei mal den Arm gebrochen, von der Rutsche gefallen , auf Glatteis gefallen.

        Unters Auto bin ich als Kind und Jugendliche auch mehrere Male.

        Mein Mann weißt eine ähnliche Statistik auf.

        Er ist auf einem Bauernhof groß geworden.
        Ist vom Heineken gefallen, vom Bullen überrannt, vom Wagen gefallen , und noch einiges mehr.

        Daher halte ich solche Unfälle für normal, kenne es nicht snders.

        • Dann stimmt bei Euch definitiv etwas nicht! Ich bin seit fast 20 Jahren Erzieherin und hab nicht immer ruhige Kinder, aber selbst in der Arbeit ist mir nicht ein Bruchteil von Deinen Erzählungen passiert, obwohl ich schon soviele Kids betreut hab und es da auch mal zu Unfällen kommt. Ausser Beulen, war das schlimmste ein durchgebissenes Zungenbändchen nach Sturz. (dreimal auf Holzklopf, dass es so bleibt). Ich kenn kenn viele die von einem bauernhof stammen, aber keiner hat mir solche storys erzählt!

          • Scheint so....aber so ist es nun mal. Mein Bruder hatte schon drei Motorradunfalle und mein Cousin ist mir 13 Jahren von einem a Ziegenbock so oft gegen die Wand gedrückt worden dass er daran gestorben ist.
            Meine Schwester ist mit 15 ums Leben gekommen, weil sie hinten auf einem Moped mitgefahren ist, Sturz, Kopf auf die Bortsteinkante.
            Meine Tochter ist im Kiga von der Schaukel gefallen, musste genäht werden, Gehirnerschütterung.

            Dann ist sie beim Turnen gestolpert und hat sich das Handgelenk gebrochen? ?

    "...Kinder fallen.
    Das ist so...."

    Stimmt.
    Meine Jungs sind auch oft gestolpert und hingefallen.

    Darum geht es aber gar nicht. Sondern um mangelnde Aufmerksamkeit beim Umgang mit Kindern.

    Wenn man sich Dein Resumé bzgl. Eurer Kinderunfälle durchliest (nette Liste!), könnte man auf den Gedanken kommen, dass Ihr nicht besonders aufmerksam auf die Kleinen achtet und es Euch auch relativ egal ist. Und ehrlich gesagt ist mir gerade schlecht geworden.

    "...einmal ist er nachts aus dem Gitter gefallen, kopfüber mit Schlafsack....."
    Bei einer solchen Aktion ist der Sohn von unseren Bekannten gestorben. Genickbruch. Die werden ihres Lebens nicht mehr froh...

    #contra

    • Und was soll man dagegen tun wenn ein agiler 18 Monate Junge das macht? Festbinden im Bett?

      • Die Stäbe vom Bett entfernen?!

        • Die waren längst raus...und dann?
          Er klettert einfach gerne drüber.

          • dann muss man die matratze tiefer einstellen... oh mann...
            die Gitterbetten sind doch nicht erst gestern erfunden worden...

            • Meinst du das ernst?

              Ist doch klar dass wir das alles gemacht haben....
              Und nun?
              Bleibt ja nur noch festbinden oder auf der Matratze auf der Erde schlafen lassen.
              Wir hatten Variante zwei in unserem Elternschlafzimmer.
              Da ist er dann nachts auch aufgestanden , Schlafsack haben wir dann such weggelassen, da er im Flur damit gefallen ist...dann War er aber richtig mobil und hat im Bad das Wasser aufgedreht.
              Davon bin ich Gott sei Dank immer wach geworden.

              Du hast keine Ahnung wovon du redest, hast wahrscheinlich ein liebes pflegeleichtes Kind...ich habe hier drei mal Pippi Langstrumpf in verbesserter Ausführung.
              Die setzten sich die Bude in Brand.
              Gartenhaus ist letztes Jahr abgefackelt.
              Und nein, wir haben keine Feuerzeug im Haus.
              Aber mein Sohn ist 11 und weiß wo er so was herbekommen kann.

              • Hallo

                ja ne ist klar.

                Du bist ein langweiliger Fake. Geh heulen. Oder tanze wie Rumpelstilzchen herum.#gaehn#gaehn

                S.

                ne, ich habe keine Ahnung...

                dass man bei Kindern bisschen die Energien kanalisieren kann, weißt du bestimmt.
                Und dass Spannungen und Überdrehungen bei Kindern manchmal ein Hinweis auf die Situation und das Befinden der Eltern sein kann, auch, oder?

                Aber wenn du dir schon so sicher bist, dass ich eine Mutter eines pflegelichten Kindes sein soll und keine Ahnung habe, wirst du von mir eh nichts lesen wollen.

                Vielleicht findest du den Mut und die Chance mit einer sehr guten Erzieherin/Psychologin zu sprechen - die haben manchmal wirklich wertvolle, liebevolle Tipps für den Alltag, damit es weniger knallt... mit wenig Aufwand und mehr Verständnis für das Innere der Kinder kann man manchmal viel bewegen.

                alles Gute

                jetzt habe ich erst deine anderen Beiträge gelesen...#winke

          Also ganz ehrlich, ich habe 3 Kinder somit bin ich nicht gerade unerfahren, aber keines meiner Kinder würde über das Gitter klettern wenn die Stäbe draußen sind!
          Ganz zu schweigen das irgendwie irgendein Kind Unters Auto kam und wir wohnten an einer Hauptstraße in einer Großstadt! Sie bekamen und bekommen erst gatnicht die Chance sich loszureißen, notfalls werden sie eben fester am Arm gepackt!

          Ich empfinde eure Anhäufungen von Unfällen schon als fahrlässig und hoffe das du und deine Geschichten nicht echt sind..,

Natürlich ist es mir egal wenn mein Kind unters Auto läuft, hab ja genug davon.
Und klar, die Eltern sind desinteressiert, was sonst?
Ach ja...meine Tochter ist im Urlaub fast mal im Pool ertrunken. ...ich selbst hab sie da raus gefischt ohne zu wissen dass es mein Kind ist.
Hab nur ein Kind zappeln sehen. ..die war damals 5 und ist aus der Kinderbetreuung abgehauen.
Meine Kinder haben alle kaum Angst, sind sehr risikofreudig.
Meinen Sohn hab ich aus der Ferienreise abgeholt, weil er in einem Kletterwand in 8 Meter Höhe unterwegs war. ...ohne Sicherung.

Wo war da die Aufsicht?

Kinder entziehen sich so schnell und unbemerkt demjenigen der Aufsichtspflicht hat. ..in dem Fall dem Leiter der Fahrt.
Und nein Sohn hatte sich von der Hand meines Vaters los gerissen und ist los gelaufen.
Er hört null und es interessiert ihn null ob er verunglückt oder ob die Eltern sich Sorgen machen
...

  • Jetzt mal ehrlich, wenn man deine Geschichten so liest, wundert man sich sehr.

    Ich will nicht sagen, dass ihr nicht auf euch und eure Kinder aufpasst, aber so eine Häufung auch bei sehr agilen Kindern ist sehr ungewöhnlich. Ich kenne kaum ein Kind, dass auch nur ein derartiges Erlebnis hatte.

    An deiner Stelle würde ich versuchen der Ursache dafür auf den Grund zu gehen. Da kann ein Coach helfen.

    Ich glaube dass so ein Häufung nicht zufällig ist.

    Dieses Jahr war es beruflich bei mir etwas schwierig, es ist nicht klar, welche Position ich besetzen werde. Gleichzeitig bin ich mehrfach gestürzt oder irgendwo schlimm angestossen. Beim Treppe runter gehen im eigenen Haus, an irgendwelchen Ecken festhängen, in Turnschuhen den Knöchel umknicken usw.

    Bei mir war wohl ein Zusammenhang zwischen dem unsicheren Stand im Job und den Unfällen. Ich stand halt nicht sicher.

    Es wird Gründe haben, warum du und dein Mann so anfällig seid, und das an eure Kinder weitergebt.

    • Das betrifft ja auch schon meine Eltern.
      Ich hab woanders schon geschrieben, dass meine Mutter mit einer unerfüllten Fähre gekentert ist als sie mit mir schwanger war.
      Meine Eltern hatten einen schweren Autounfall, ein Wildunfall.
      Da war ich nicht mit im Auto.
      Der Vater meines Mannes ist beim Wandern abgestürzt, 12 Meter in eine Felsspalte.
      Ich sehe das so: ich werde wahrscheinlich nicht durch eine Krankheit dahin gerafft werden.
      Irgendwann sterbe ich im Auto oder beim Sport.
      Das ist für mich nicht die schlechteste Aussicht.

      • Mir wäre das zu gefährlich, gerade auch mit Blick auf die Kinder.

        Du sagst es doch selber, dass schon die Eltern so waren. Ihr gebt das ja von Generation zu Generation weiter und nehmt Opfer in Kauf.

        ich finde das ganz unheimlich.

        • Ich finde das auch unheimlich.

          Aber:
          Was soll sie denn machen?

          Die meisten glauben ja eher nicht daran, dass sowas vll Ursachen im "Inneren" hat....

          Also lebt man damit.

          LG

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