Streit mit Mann über Ehrenamt

    • (1) 16.11.15 - 14:10
      ohne Power

      Hallo!

      Ich bin an einem Punkt, an dem ich nicht mehr weiß, was ich machen soll und deshalb wende ich mich hierhin. Vielleicht kann mir jemand einen vernünftigen Rat geben.

      Zur Vorgeschichte:

      Schon immer habe ich mich ehrenamtlich engagiert und hatte auch z.T. wirklich sehr verantwortungsvolle Positionen inne. (Koordination usw.) Vor einiger Zeit sind wir aus meiner Heimatstadt dann weg gezogen, worunter ich sehr gelitten habe und zum Teil auch immer noch leide, weil ich wirklich nahezu alles, was mir wichtig war, hinter mir lassen musste. Der Umzug war allerdings alternativlos und so versuche ich das Beste draus zu machen. Mittlerweile fühle ich mich auch soweit wohl hier.

      Da ich über einen riesigen Erfahrungsschatz im Bereich der Flüchtlingshilfe verfüge, habe ich auch im neuen Ort meine Hilfe angeboten und war erfreut aber auch sehr überrascht, dass ich eine riesige Resonanz auf mein wirklich nicht großartiges Angebot bekommen habe. Sogar der Bürgermeister hat mich zu Hause besucht und mit mir die Thematik besprochen. Wie gesagt, ich habe wirklich mehr Erfahrung auf dem Gebiet als die meisten, normalen Leute, weil ich das schon viele Jahre mache.
      Na ja, seit einigen Wochen arbeite ich nun also in einer privaten Initiative mit und übernehme da immer wieder Aufgaben. Ab Dezember soll ich ein größeres, regelmäßiges Projekt leiten, worauf ich mich nun einstelle.

      Jetzt sind zwei Probleme aufgetreten: Zum einen: Mein Mann! Er war noch nie begeistert davon, dass ich mich so engagiere, aber seit wir hier wohnen ist komplett auf kontra eingestellt. Er meint, wir haben hier noch genug zu tun (haben gebaut) und ich solle meine Energie auf Haus und Familie konzentrieren. Er hat offen gesagt, dass er mich null unterstützen wird.
      Es geht hier nicht um's "verbieten". So eine Ehe führen wir nicht. Aber zu wissen, dass er absolut nicht hinter mir steht ist schon hart. Auch ich habe mal einen Durchhänger, einen miesen Tag, bin auch im Ehrenamt mal frustriert oder gestresst - gerade in diesem anspruchsvollen Bereich - oder fühle mich mal nicht wohl.
      Da kommen immer nur Sprüche wie "selbst schuld" usw.

      Es ist so... frustrierend. In den letzten zwei, drei Wochen ist mir klar geworden, dass ich das unter diesen Vorraussetzungen nicht machen kann. Ich muss mich zurück ziehen. Zuerst hatte ich vor, diese ganzen "Nebenaufgaben" sein zu lassen wie z.B. Begleitung bei Behördengängen, Arztbesuchen usw und diese ständigen "runden Tische" und "Ehrenamtstreffen" usw und mich nur noch auf dieses große Projekt zu konzentrieren, dass mich die nächsten sechs Monate wöchentlich fordern wurde, aber im überschaubaren Rahmen.

      Seit ein paar Tagen jedoch habe ich das Gefühle, dass ich gar nichts mehr kann und will. Ich habe ständig Kopfschmerzen, zitternde Augenlider, schlafe schlecht und seit kurzem sind noch massive Probleme mit dem Gedächtnis aufgetreten. (Weiß plötzlich nicht mehr, wie die Spülmaschine angeht und solche Scherze #zitter). Mir wird organisch wohl nichts weiter fehlen (lasse das aber noch vom Arzt abklären). Ich schätze, das ich mental durch bin. Ich nehme mir einfach alles sehr zu Herzen.
      Wir hatten ein hartes Jahr. Bau, Umzug, Todesfall in der Familie, berufliche Veränderungen, sehr viel Unsicherheit zwischendurch und das ganze mit zwei noch recht kleinen Kindern.
      Ich war immer ein "Duracell Häschen" mit ner Menge Power und ich wollte so gern am neuen Wohnort auch wieder das tun, was ich wirklich, wirklich gut kann. (Bin nicht berufstätig, da keinerlei verlässliche Betreuung für die Kinder). Dazu leben wir richtig auf dem Land und da ist es ohnehin schwieriger in eine neue Gemeinschaft hinein zu wachsen.

      Aber seit dieser deutlichen Ablehnung von meinem Mann habe ich das Gefühl, dass aus mir die Luft raus ist, wie aus einem Ballon. Ich kann so etwas zeitlich forderndes nicht ohne Unterstützung tun, wenn ich mich hier zu Hause auch noch rechtfertigen und Kämpfe ausfechten muss.
      Das ist mir klar geworden.
      Jetzt plötzlich auch köperliche Symptome, was mich sehr irritiert hat.

      Ich weiß jetzt nicht, was ich machen soll. Am Liebsten würde ich mich auch vom meinen Großprojekt komplett zurück ziehen und nur noch ab und zu "im Notfall" aushelfen, wenn meine Fachkenntnis wirklich gefragt ist oder eine akute Situation eingereten ist.
      Aber das kann ich auch nicht machen. Für mich und dieses Projekt sind extra Gelder locker gemacht worden, andere Leute haben viel Energie und Zeit investiert um das möglich zu machen und man zählt auf mich. Wenn ich das nicht übernehme, wird das ganze Projekt platzen, weil sich sonst niemand dafür findet.

      Schon jetzt muss ich ständig irgendwelche Termine deswegen wahr nehmen.

      Früher war so etwas nie ein Problem - aber jetzt schnürt es mir die Kehle zu.
      Würde ich absagen, wäre das eine Blamage sondergleichen. Wie gesagt, wir wohnen auf dem Dorf und das noch recht neu. Das bleibt doch ewig an mir hängen, zu mal das Angebot zuerst von mir kam. Ich würde viele Leute vor den Kopf stoßen, die sich sehr für diese Sache eingesetzt haben.
      Das setzt mich total unter Druck.
      Wenn ich aber nun die Sache wie geplant durchziehe, dann werde ich hier zu Hause ständig Probleme haben und mir keine Sekunde der Schwäche erlauben dürfen, weil es dann sofort heißt "selbst schuld" und Vorwürfe hagelt - selbst wenn die Schwäche in diesem Moment gar nichts mit dem Ehrenamt zu tun hätte, sondern andere Ursachen hätte.

      Was soll ich machen? Am Liebsten würde ich mich einfach verkriechen, das Telefon ausschalten und auswandern.

      Danke für's Zuhören.

      • (2) 16.11.15 - 14:20

        Oh wei... Da haben sich doch so einige Fehler in den Text geschlichen. Entschuldigung, normalerweise schreibe ich nicht so konfus.

        Klingt fast nach einem Burnout ...vielleicht ist es wirklich alles ein bisschen viel für dich.
        Will damit nicht sagen das du deiner Herzenssache nicht nachkommen sollst - im Gegenteil, aber teile sie dir gut ein und spreche evtl. auch das Problem an das du nicht so ohne weiteres soooo viele Stunden arbeiten kannst, weil 2 Kinder, Bau etc. uns setzt evtl. mal eine Stundenzahl fest die du max. arbeiten willst.

        Und dann würde ich deinem Mann den Kopf waschen!!! Was soll denn das für ein Verhalten sein. Du stehst doch auch hinter ihm und bist für ihn da wenn es in der Arbeit Stress gibt, oder? Ich finde das sogar rel. respektlos. Setz dich mal in einer ruhigen Minute mit ihm hin (ohne Kinder) und bespreche das ganz sachlich, erzähl ihm wie es dir nach dem Umzug gegangen ist, wie es dir jetzt hier geht und wie es dir dabei geht das er sich so benimmt.

        Vielleicht ist ihm das gar nicht klar. Und nur zuhause (trotz Bau) und Kinder würde wohl jedem die Decke auf den Kopf fallen.

        Lass dich nicht unterkriegen!!

        Hallo,

        erstmal Respekt dafür was du alles leistest bzw. schon geleistet hast!
        ich kenne die Gründe nicht warum dein Mann jetzt nicht mehr hinter dir steht. "Leiden" deine Angehörigen denn darunter, dass du dich so viel engagierst? Müssen deine Kinder deshalb irgendwie zurückstecken? Wenn dem so ist, kann ich es schon ein bisschen verstehen. Fakt ist auch, dass du unbedingt auch an DICH denken musst. Du schreibst, dass du dir alles sehr zu Herzen nimmst. Vielleicht ist es wirklich einfach zu viel und du musst ein wenig kürzer treten. An deiner Stelle würde ich damit auch ganz offen umgehen. Sag, dass du nicht mehr kannst, und dass deine Gesundheit schon darunter leidet. Ich glaube, wenn du offen damit umgehst, wird es dir auch keiner krumm nehmen. Die Leute haben sicher mehr Verständnis als du jetzt denkst. Und ausserdem ist niemand unersetzbar, auch du nicht. Es wird schon irgendwie weitergehen und du musst dich ja auch nicht komplett zurückziehen, nur so viel, dass es dir wieder gut geht. Und wenn du von allem erstmal komplett eine Pause brauchst, ist es auch ok. Mach dir nicht so viel Druck und geniesse auch die Vorweihnachtszeit mit deinen 2 Kindern! Ich wünsche dir alles Liebe!!!

        • (5) 16.11.15 - 14:43

          Danke für Deine nette Antwort.

          Nein, meine Kinder und meine Partnerschaft leiden nicht darunter. Ich lege Termine usw. so, dass niemand zu kurz kommt. Ganz selten mal, dass etwas kollidiert.
          Was allerdings durchaus mal liegen bleibt ist das ganze Zeugs rund ums Haus.

          Also nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich koche jeden Tag vernünftig, die Wäsche ist gewaschen, es ist aufgeräumt, alle Einkäufe, Termine, Arztbesuche, Elternsprechtage... werden von mir erledigt... Aber ständig durchwischen, oder Bauspuren beiseitigen, das bleibt durchaus mal auf der Strecke.
          Mir macht das nichts. Ich bin eh nicht so penibel. Mein Mann hingegen schon. Für ihn sind diese Dinge sehr wichtig.
          Mir bleibt im Moment keine Luft mehr zum Atmen. Ich hätte das so nie erwartet, weil ich das ja, wie gesagt, schon so lange mache.

          Ich bin seit meiner Jugend chronisch krank und das ausgerechnet jetzt wieder die Schmerzsymptome auftreten, macht mich traurig und unsicher.

          • (6) 16.11.15 - 19:36
            Aus Sicht einer Tochter

            Meine Mutter engagiert sich ehrenamtlich, seit ich 6 Jahre alt war. Sie war Hausfrau, meine Eltern hatten gebaut, ein großes Haus, Garten, Haustiere. Meine Mutter hat trotzdem nicht jeden Tag für uns gekocht, das hat sie meiner Oma überlassen. Sie ist nicht zu Elternabenden gegangen, das hat mein Vater erledigt. Putzen und Aufräumen waren keine ihrer bevorzugten Beschäftigungen.
            Weder ich noch meine jüngere Schwester haben es ihr je übel genommen. Wir sind sehr stolz auf sie und die Arbeit, die sie leistet, um anderen zu helfen. Sie hat uns damit auch viel Gutes vorgelebt, ist uns immer noch ein Vorbild. Ihre Aufopferungsbereitschaft hat im Nachhinein auch uns geprägt.
            Ich mag es gerne sauber und ordentlich, aber es gibt auch Wichtigeres im Leben!

            Sicher gab es zwischen ihr und meinem Vater auch mal Streit deswegen. Auf lange Sicht hat er aber gemerkt, wie glücklich die Arbeit sie macht.

            Ich hoffe, dass auch dein Mann dies einsehen kann und zu Kompromissen bereit ist was euer Familienleben und die Haushaltsführung angeht.
            Lucky wife, lucky life!

      Hut ab für das, was Du leistest - und mein Respekt und Achtung für Deinen Einsatz für die, die wirklich in der Not sind.

      Dein Mann ist aber ganz schön manipulativ. Ich könnte mit einem solchen Partner nicht konform gehen. Ich weiß, das ist sehr radikal, aber ich bin so. Eine Partnerschaft ist für mich eine Beziehung, die u.a. auf gegenseitigem Respekt basiert. So mag er mit Deiner Tätigkeitswahl nicht einverstanden sein, aber Dich so hängen zu lassen, wissend, dass Du früher oder später aufgeben musst, und er somit bekommt, was er will, ist ein Unding.

      Bist Du wirklich so abhängig von ihm, dass Du ohne seine Unterstützung keinen Spaß mehr am eigenen Leben hast? Würdest Du wirklich nachgeben, das tun, was ER möchte, Hauptsache, er steht dahinter???

      Hallo!

      Geht es Deinem Mann wirklich drum, dass ihn das Ehrenamt an sich stört, oder stört ihn eher, Dir zuschauen zu müssen, wie Du Dich dabei kaputt machst?

      Es klingt ganz so, als hätest Du sehr wohl körperliche probleme. Du bist krank und musst deswegen aussteigen, auch wenn es Dir sehr sehr leid tut und sehr ungüstig ist. Sag das den Leuten so, biete an jemanden für die Aufgabe einzulernen und weiterhin für Fragen zur Verfügung zu stehen, aber mehr kannst Du im Moment körperlich und seelisch nicht schaffen.

      Wenn Du jetzt eine Diagnose wie Bandscheibenvorfall hättest, dann müssten auch alle zusehen wie sie klar kommen. So ist es eben eher eine Disgnose Burn Out die aber nicht weniger ernst zu nehmen ist. Das bildest Du Dir ja nicht ein, das ist eben so.

      Ich finde die EInstellung deines Mannes ausgesprochen unfair.

      Erstens würde in der Flüchtlingshilfe (wie in vielen anderen Bereichen) ohne Ehrenamt nichts laufen und was du machst ist ein großartiger BEitrag für unsere GEsellschaft, daran könnte er sich direkt ein Beispiel nehmen.

      Zweitens finde ich, in einer Ehe kann man dem anderen durchaus den Rücken stärken auch wenn man selbst von einer Sache nicht übermäßig begeistert ist, einfach weil man dem anderen eine eigene Meinung zugesteht und den damit verbudnenen Handlugsspielraum einräumt.

      Und drittens klingt dein Mann in seiner Einstellung ziemlich egoistisch. Für ihn und eure Familie bitte 100% und sonst nix. Ziemlich narrow minded, meiner Meinung nach.

      Abgesehen davon muss er doch merken, dass dir an deiner Arbeit einiges liegt und schon deswegen sich ne MÖglichkeit überlegen, wie er dich unterstützen kann.

      Red mit ihm.

      Also ich muss jetzt mal gegen den Strom schwimmen und deinem mann zugestehen, ich verstehe ihn irgendwie, dein mann geht das Geld ran schaffen, ihr habt grad gebaut und es ist jede Menge zu tun und du sagst du kannst momentan wegen der Kinder nicht arbeiten ( was auch in Ordnung ist ) aber im Gegenzug kannst du ja ehrenamtlich auch arbeiten? ! Und erwartest dann noch von ihm neben seinen Job dir den Rücken frei zu halten und er muss noch mitkriegen wie du dich dumm und dusselig arbeiten tust....Ja da würde ich genauso reagieren wie dein mann, sorry

      Ohne das ich mir jetzt den ganzen Thread durchgelesen habe......

      Ich dreh den Spieß mal etwas um.

      Das erste was mir auffiel war, dass du direkt nach dem Umzug in deinen Eröffnungsposting auf dein Ehrenamt eingegangen bist. In recht epischer Breite.

      Und Informationen zu deiner Familie fallen quasi erst in einem Nebensatz. (Wir hatten ein hartes....... ) Du fast deine familiäre Situation in einem Nebensatz zusammen, bringst aber dein Engagement im Ehrenamt dermaßen in den Vordergrund...... Da fällt es nicht schwer deine Prioritäten zu sehen.

      So wie es mir vorkommt liegen diese in deinem Ehrenamt.

      Das du in diesem ehrenamt aufgehst ist völlig ok. Aber hast du dich jemals gefragt was dein Mann dazu WIRKLICH meint? ich denke nicht. In deinem alten Ort hat er das akzeptiert, er kannte es dort nicht anders. Ich bin mir ziemlich sicher das er im Stillen davon ausgegangen ist das sich das an eurem neuen Wohnort ändert.

      Da hast du ihn allerdings eines besseren belehrt. Und da kann ich seine Reaktion schon sehr gut verstehen.

      Ihr habt gebaut, zwei kleine Kinder, du bezeichnest dich als Duracell Häschen, läßt aber im Neubau vieles liegen. Bist nicht berufstätig, aber dein Ehrenamt steht über allem.......

      Und da wunderst du dich das dein Mann quer schießt?

      Du wünscht dir Unterstützung, bist aber nicht bereit auf einen Teil deines Ehrenamtes zu verzichten. Was soll dein Mann davon halten? Auf ihm lastet die ganze Verantwortung Geld für euch und euer Haus zu verdienen. Damit ihr ein Heim habt.

      Jetzt merkst du plötzlich das du nicht mehr kannst, vergisst Dinge, befindest dich fast schon kurz vor einem Burn Out. Und da soll dein Mann noch neben dir stehen und Beifall klatschen?

      Du machst dir Gedanken was die Menschen an deinem neuen Wohnort über dich denken ohne zu bemerken, dass zuerst einmal die Familie zählt.

      Was soll man dir für einen Denkanstoß geben? Du fährst eure Ehe und Familie gerade stumpf gegen die Wand. Dir ist deine Anerkennung im Dorf und der Beifall unwichtiger Menschen wichtiger als der Erhalt eurer Familie.

      Ich wünsche deinem Mann die Erkenntnis und die Fähigkeit dir endlich mal Grenzen aufzuzeigen. Du schaffst das scheinbar nicht mal bei dir selber.

      IDD

      (12) 16.11.15 - 18:34

      So ein ähnlicher Text könnte auch von mir stammen! :-D

      Ich bin allerdings nicht in der Flüchtlingshilfe, sondern seit 10 Jahren hauptverantwortlich für die Kinderkirche in der Gemeinde tätig. Im Moment ist bei uns wieder Hochsaison :-). Erntedank im Semptember, letzte Woche St. Martin in der Kirche, heute St. Martin im Altersheim, bald schon Nikolausfeier und der Höhepunkt im Advent: die Krippenfeier an Heiligabend - so schön!

      Im Gegensatz zu dir, finde ich häufig selbst, dass mir alles zuviel wird. In den Hochphasen bleibt wirklich viel im Haushalt liegen und das missfällt natürlich schon meinem Mann. Einerseits ärgert es mich dann schon auch, dass er mein Engangement nicht wertschätzt und in diesen "stressigen" Phasen nicht willens ist, sich etwas einzubringen, um der gute Sache willen. Andererseits arbeitet er wirklich sehr viel und möchte in seiner wenigen freien Zeit ein schönes Zuhause haben inklusive entspannter Frau :-D. Mir ist es wichtig mich im Ehrenamt zu engagieren und damit einen Teil meiner Fähigkeiten der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Auch meine Kinder profitieren davon. Ich nehme sie überall mit, sie übernehmen Aufgaben und machen so viele gute Erfahrungen.

      Meinen Mann kann ich aber trotz allem auch verstehen. So ist es nicht. Es bleibt zwischendurch wirklich viel liegen und er sieht, dass ich mit Beruf, 3 Kindern, Haushalt und Ehrenamt wirklich am Anschlag bin. Ich weißt, dass er nicht nur wegen seiner ganz eigenen Interessen gegen das Ehrenamt wettert, sondern sich wirklich um mich und meine Gesundheit sorgt. Es kommen also auch hier keine netten aufbauenden Worten, wenn mir mal ein "Ich kann echt nicht mehr!" rausrutscht. :-)

      Bei mir wird es ab nach Dezember ruhiger! Das brauche auch ich, ansonsten wäre es mir tatsächlich zu viel. Dein Beitrag liest sich so, als ob du gerade - ob mit oder ohne Mann - wirklich am Anschlag bist. Und da gebe ich deinem Mann recht, wenn er darauf besteht, dass du dich bei allem Ehrenamt nicht selbst vergisst. Wenn du mit Burnout im Bett liegst, hat niemand etwas von dir.
      Schau also, wie du einen Teil deiner Verantwortung abgeben kannst! Wer soll dir böse sein, wenn du sagst, dass du am Ende deiner Kräfte bist? Es wird sicher mehr Optionen geben als ein "ganz oder gar nicht". Behördengänge und Arztbesuche z.B. könnten andere übernehmen, während du die Gesamtorganisation im Blick behältst. Behalte den Teil des Jobs, den du besonders gut kannst und deligiere an andere den Rest.

      Alles Gute
      Luka

      (13) 16.11.15 - 19:10

      Erstmal danke an alle für die Antworten.

      Ich habe leider nicht genug Zeit jedem persönlich zu antworten, deshalb versuche ich es mal zusammenfassend.

      Es stimmt sicherlich, dass mir diese Tätigkeit sehr viel bedeutet. Ich bin damals nicht freiwillig aus der Berufstätigkeit ausgeschieden, sondern weil es bei uns absolut nicht mit den Kindern vereinbar war. Daran hatte ich schwer zu knabbern.
      Während mein Mann sein Leben nach der Geburt der Kinder weiter lebte wie bisher (inkl. eigener zeitaufwändiger Hobbies), war ich plötzlich wie "eingesperrt". Wir haben das mit dem Job versucht - es ging einfach nicht.

      Das war mein erstes Opfer an die Familie - und ich habe es gern getan, denn wir haben gemerkt, dass es für uns als Familie (besonders für die Kinder) am Besten war.
      Mein Ausgleich waren meine Ehrenämter (hatte mehrere), die ich aber - da ja eben nicht ANGSTELLT - super mit der Familie vereinbaren konnte. Wenn ich nicht konnte, konnte ich eben nicht. Bin immerhin nur ehrenamtlich. Außerdem hatten wir am alten Wohnort ab und zu mal ne Oma parat, wenn Nachmittags mal was anstand.

      Der Umzug hierher - das war ausschließlich ein Traum meines Mannes, den ich ihm erfüllt habe. Ich habe das nie wirklich gewollt, aber verschiedene Faktoren haben das mehr als begünstigt und so habe ich eingewilligt. Mein Mann weiß sehr genau, was ich aufgegeben habe.
      Nämlich alles. Engen Kontakt zu Freunden, meine ganze Familie lebt in der alten Stadt, alle meine Aktivitäten...
      Wir leben jetzt im Haus seiner (verstorbenen) Eltern, das wir komplett saniert und umgebaut haben. Er wollte das so unbedingt, das war von Anfang an sein Traum, sein größter Wunsch, einmal mit uns hier zu leben.
      Ich war nie die klassische Hausfrau. Und in der sehr katholischen Dorfgemeinschaft ist es für mich nahezu unmöglich, "einfach so" Kontakt zu knüpfen. Ich passe eigentlich nicht wirklich hierher.

      Durch die politische Entwicklung im Laufe des Sommers habe ich mich dann entschlossen, auch hier meine Hilfe anzubieten. Früher als ich es ursprünglich vorgehabt habe. Doch hier ist man mit dem Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen und allem, was an dieser Thematik noch so dran hängt, gänzlich unerfahren. Es gab sie bisher schlicht nämlich nicht wirklich hier. Nur ganz vereinzelt. Land eben!

      Das die Resonanz so stark war, hat mich selbst überrascht. Und dann steckte ich mittendrin. Das ich schlecht "Nein" sagen kann, war schon immer mein Problem. #augen
      Ich hab das auch gar nicht so extrem emfpunden, aber dann wurde es immer mehr. Zu viel.

      Wer meinen Eingangspost aufmerksam gelesen hat wird gesehen haben, dass ich schrieb, dass ich ohnehin schon geplant habe diese ganzen "kleinen Dinge", wie Behördengänge, Arztbesuche usw mit den Flüchtlingen nicht mehr zu übernehmen, höchstens im Notfall.
      Das ist auch ein Zugeständnis an meinen Mann. Ich werde mich durchaus etwas zurück ziehen, weil ich eben keinen Streit und kein Theater möchte.

      Was mir jetzt wirklich auf den Magen schlägt, ist das ich plötzlich das Gefühl habe, am Liebsten alles hinschmeißen und auch das größere Projekt nicht mehr machen zu wollen.

      Ich erwarte keinen Beifall. Dafür mache ich das nicht. Das wäre auch die völlig falsche Motivation. Das sind hilfsbedürfte Menschen und keine Prestigeobjekte, an denen man sich ein Stückchen gutes Gewissen erarbeitet. #nanana
      Ich erwarte auch nicht, dass mein Mann irgendwas dafür opfert oder aufgibt. Wenn er Abends nach Hause kommt, steht das warme Essen auf dem Tisch, seine Wäsche ist gewaschen und gebügelt, ich bin immer präsent für die Kinder... Ich lege meine Termine meist so, dass sie in die Schul- und Kigazeit fallen, wenn was ansteht, was für die Kinder interessant ist, nehme ich sie mit, wenn ein Kind krank ist, sage ich, dass ich keine Zeit habe...
      Meine Kinder stehen an allererster Stelle. Immer.

      Was ich mich nun frage ist: WO stehe ich? Ich habe so viel aufgegeben, für die Träume meines Mannes. Er ist übrigens nicht bereit seine Hobbies, die fast ausschließlich am Wochenende statt finden - also dann, wenn wir wirklich mal alle zusammen wären, denn ich nehme am WE grundsätzlich nichts an - einzuschränken.
      Ich erwarte keinen Applaus oder rumgesülze. Ich hätte mir nur gewünscht, dass er es nicht so ablehnt und alles drumherum über das stellt, was ich mir für mein Leben wünsche.
      Ich möchte nicht nur zu Hause hocken und putzen und "das tolle Heim gestalten". Ich gebe mein Bestes.

      Aber diese Sache war mir wichtig, auch um eigene, neue Kontakte zu knüpfen.

      Das ich jetzt wieder gesundheitliche Probleme bekommen habe zeigt mir, dass anscheinend mehr bei mir im Argen liegt, als ich dachte. So gesehen war das vielleicht ganz gut.

      Ich würde im Moment am Liebsten tatsächlich hinschmeißen. Einfach, weil ich mich im Moment nicht in der Lage fühle hier zu Hause deswegen Kämpfe auszufechten.
      Aber ist es das? Vielleicht würde ich mich dann kurzzeitig besser fühlen, weil der Druck raus ist.
      Und in ein paar Monaten? Mein Mann hat seinen Job, er hat sein Haus bekommen (und SEIN ist in diesem Falle absolut wörtlich zu verstehen), wohnt wieder in seinem alten Umfeld, geht seinen Hobbies nach.
      Und ich? Ich mache all das hier für meine Familie wirklich gern. Von Herzen. Ich stehe dahinter.
      Aber diese Arbeit war das Einzige in meinem Leben, das mit meiner Familie eben NICHTS zu tun hatte und nur mein Ding war.
      Vermutlich war es sehr naiv von mir zu glauben, dass es hier so ähnlich laufen würde, wie in meiner Heimatstadt. Dort war ich voll vernetzt, jeder kannte mich, ich hatte einen riesigen Spielraum.
      Jetzt bin ich die "Neue", die segensreich ihre Hilfe in schweren Zeiten angeboten hat und jetzt "verheizt" wird. So kommt es mir ein wenig vor.
      Insoweit hat mein Mann recht, dass ich kürzer treten muss und das werde ich ja auch, wie Eingangs schon geschrieben.

      Aber diese Ablehnung generell von ihm. Jemand schrieb, dass ich mein Ehrenamt über alles andere stellen würde. Das stimmt natürlich nicht, aber es stimmt, dass es mir ganz persönlich sehr wichtig war.
      Aber umgekehrt gefragt: Warum wird in dieser Familie jeder und alles zu jedem Zeitpunkt über mich gestellt und ich "darf" nur noch das nehmen, was man mir gnädigerweise überlässt - und das ist verdammt wenig.

      Ich merke, dass ich viel Mist schreibe, oder? Entschuldigt, dass es so lang geworden ist.
      Ich werde auf jeden Fall über jede Meinung nachdenken und bedanke mich dafür.

      Und auf jeden Fall gehe ich mal zum Arzt und lasse ein, zwei Dinge abklären. Ich bin, wie gesagt, chronisch krank und wenn das jetzt wieder ausbrechen sollte - aus welchem Grund auch immer - dann habe ich ohnehin ein ganz anderes Problem und das Ehrenamt wäre dann in dieser Form erst mal kein Thema mehr.

      Vielen Dank!

      • Nimm diesen Post, drucke ihn aus und zeige ihn deinem Mann.

        Geh mit ihm Punkt für Punkt deine Wünsche, deine Ängste und deine Vorstellungen durch.

        Zeig ihm deine Angst, und geh auf seine Angst ein. Die zweifellos vorhanden ist.

        Du bringst doch gute Ansätze, dann versuch dich deinem Mann zu öffnen, ihm zu zeigen, was dich bewegt, und MIT ihm eine Lösung zu finden.

        Alles Gute.

        IDD

      (16) 16.11.15 - 19:30

      Leg diesen Brief deinem Mann zum Lesen vor!

      Hier ist nicht das Ehrenamt das Problem, sondern eure Beziehung zueinander.

      Alles Liebe
      Luka

      Du bist mir so sympathisch, ich würde mich um Dich als Freundin bemühen ??

      Bleib bei Dir und das, was Dir wichtig ist. Du hast einen Teil von Dir für Eure Kinder aufgegeben, das tut ihnen - und der Familie gut. Du hast allerdings auch sehr viel für Deinen Mann aufgegeben. Was mich aufstößt ist, dass das Verhältnis recht unausgeglichen ist. Er hat alles, Beruf, Freizeit, Kinder, warmes Essen, ein sauberes Zuhause, eine Frau, die alles wuppt. Schön für ihn. Du hast immer weniger von dem, was Dich glücklich und zufrieden macht.

      Wie wäre es, wenn Du - während der Bauzeit kürzer trittst, Dich im Haus etwas mehr einbringst, wieder gesund wirst - quasi durchatmest - und wenn alles fertig ist, von Deinem Mann erwartest, dass er Dich im dem, wofür Dein Herz schlägt, unterstützt? Und auch mal auf etwas verzichtet, damit Du nicht so furchtbar überlastet bist? Wenn er das nicht tun sollte, würde ich mich ernsthaft fragen, wen ich geheiratet habe und ob ich so leben möchte....

      (18) 17.11.15 - 09:13

      Hallo,

      was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde...

      Wie hoch ist dein zeitlicher Aufwand für dieses Ehrenamt?
      Wieviele Stunden täglich / wöchentlich stehen hier eigentlich im Raum?

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei z.B. 1-2 Stunden täglich so eine Situation überhaupt entstehen kann. So täglich von 9 bis 11 Uhr - Da würde deine Familie nicht mal mitbekommen, dass du ein Ehrenamt ausübst.
      Und du wärst sicherlich auch nicht derart ausgebrannt davon.

      Es muss also sehr viel mehr Zeit in dieser Arbeit stecken. Und hier sehe ich den Knackpunkt.

(19) 16.11.15 - 20:09

Hi,

ich denke, das Dein Mann dich am Besten kennt und Dich nur mit diesem "ich unterstütze Dich nicht" sagt, damit Du auf dem Boden der Tatsachen kommst.

Du bist fix und fertig und merkst es noch nicht einmal.

Meinst DU nicht, das Dein Mann merkt, das Du auf dem Zahnfleisch gehst?

Auch wenn Deine Position sooo wichtig ist und alle auf Dich zählen.
Ehrenamt muss man sich leisten können aber nicht auf Kosten der Gesundheit.

Und JEDER wird verstehen, wenn Du dich kurzzeitig zurück ziehst, weil es kurzfristig gesundheitlich einfach nicht geht.

In ein paar Monaten kann es anders ausschauen und wer weiß wie Dein Mann dann reagiert!

LG
Lisa

(20) 16.11.15 - 21:29

Leg diesen Text deinem Mann vor.

Noch mit einigen Worte an ihn.

Und vielleicht solltest du auch mal überlege , dass dein Mann dir genau deswegen das Ehrenamt schlecht gemacht hat? Aus Sorge um dein und euer Wohlergehen? Um deine Energie? Es hört sich ja nicht so an, als ob er etwas gegen das Ehrenamt an sich hat, sondern an deine Ressorcen die dafür drauf gehen. Selten "verkaufen" Männer das ja so wie sie es meinen bzw. verstehen und deuten wir ihre Worte falsch.

Ich denke, das was er dir damals gesagt hat war nicht der Auslöser für dein momentanes Tief. Er hat es nur kommen sehen. Sei offen zu ihm. Sag es ihm genauso wie uns. Da hast du mehr von.

  • (21) 17.11.15 - 08:23

    Wohl eher aus Sorge darum, dass sie sich nicht zu 180% wie bisher um SEIN Haus kümmern kann. Wo bleibt seine Frage wie er sie unterstützen kann?

Liebe Fragestellerin,

ich lese Deinen Beitrag und frage mich, was jetzt genau Dein persönlicher Mehrwert von diesem Umzug ist...

Sehr hellhörig wurde ich bei der Aussage, dass es nur sein Haus ist. Habe ich das richtig verstanden? Du powerst Dich aus, gibst alles auf, bringst also einiges an Opfern und bekommst nicht mal einen Teil des Hauses dafür?

Ich meine, für wen machst Du das alles? Du schreibst, Du machst es für die Familie, übersiehst aber, dass Du auch ein großer Teil davon bist, der gefälligst alle Zutaten für den leckeren Kuchen einkaufen darf, diesen auch backen. Aber nichts davon essen darf, sondern höchstens im Anschluss die Küche säubern darf.

Deine Schmerzen liegen m.E. nicht in Deinem Ehrenamt begründet, sondern in Deinem Ohnmachtsgefühl, da Du momentan keine Kraft hast, Dich gegen Deinen Mann durchzusetzen.

Eine Absage des Projektes ist mMn nur Symptom- und keine Ursachenbekämpfung. Kann das sein?

Und frage ihn doch mal, was eigentlich sein Opfer an die Familie ist....er kommt mir sehr bequem vor.

Mein Rat an Dich: Sorge gut für Dich und gehe achtsam mit Dir um (der Wunsch nach Decke übern Kopf ziehen kann auch eine depressive Episode sein). Ich finde mit Deinem Engagement hast Du einen wichtigen und richtigen ersten Schritt gemacht, um Dir ein neues Netzwerk aufzubauen.
Organisiere Dir das nur gut. Und lass Dich nicht "verheizen". Du machst die Vorgaben und kannst sicher solche Behördengänge etc.. gut delegieren.

Was brauchst Du, damit es Dir etwas besser geht?

Alles Liebe,
Dana #blume

  • (23) 17.11.15 - 09:04

    Hallo,

    es ist das Haus seiner Eltern, das er wohl geerbt hat. Warum sollte er ihr davon was abgeben?

    Dass der Mann dahin ziehen will, war von Anfang an klar. Schreibt sie auch in ihrem zweiten längeren Text. Sie wurde zu gar nichts gezwungen. Denn ich denke, sie hatte lange genug Zeit sich damit auseinander zus etzen bis es Realität wurde.

    Auch ihre Sicht, dass sie ihren geliebten Beruf "geopfert" hat fürs Kind und letztlich für die Familie. Nun - die Entscheidung haben alle Partner zusammen zu treffen - wer bleibt daheim/reduziert die Arbeit etcetcetcetc.? Und eben einen trifft es.

    Das Problem ist für mich ncht das Ehrenamt, das ihr Mann nicht mitträgt. Das Problem ist, dass sie mit ihren eigenen freiwillig getroffenen Entscheidungen keinen Frieden hat. Und das entzündet sich eben grad an diesem Thema.

    Sie ist nicht das Opfer der Träume ihres Mannes. So sehe ich das.

    Nun hat sie die Chance vieles zu überdenken und ggfalls anders zu machen.

    Dafür wünsche ich ihr viel Glück#klee

    • (24) 17.11.15 - 11:57

      Mal kurz zusammengefasst:

      - die TE hat Ihren Job aufgegeben, um die Kinder zu hüten
      - die TE hat einem Umzug zugestimmt, den sie für sich nicht wollte, aber für das Familienglück mitgetragen hat
      - der Ehemann ist nicht bereit sein Leben ein Stück weit einzuschränken, um der TE Freiraum zu schaffen, damit sie sich auch ein wenig entfalten kann. Weiterhin scheint der Ehemann den Anspruch zu haben, dass sich die TE um das Haus, den Haushalt und die Kinder zu kümmern hat, während er seinen Hobbys nachgehen kann.

      Also gezwungen unter Waffengewalt wurde die TE sicherlich nicht, vielmehr hat sie sich "unterbuttern" lassen und der Ehemann scheint keinerlei Rücksicht auf die Bedürfnisse seiner Frau zunehmen und die TE scheint ebenso nicht sonderlich streitbar zu sein. Du hast sicherlich recht, wenn Du schreibst, dass sie nicht das Opfer der Träume ihres Mannes ist. Vielmehr ist sie Opfer ihrer eigenen Harmoniebedürftigkeit und es wird Zeit, dass sie auch mal ihren Willen durchsetzt.

      (25) 17.11.15 - 12:10

      Warum er was abgeben sollte? Weil sie eine Ehe führen und so sie beabsichtigen dies bis zum Tode in diesem Status quo zu belassen es ja wohl logisch ist, dass sie nicht nur den Duldungsstatus haben sollte.

      Oder ist es mittlerweile normal, dass sich einer ein Hintertürchen aufhalten darf? Aber öllig das Arbeitstier für das Haus darf sie spielen? Finde ich völlig daneben.

      Naja, die Chancen, die sich ihr bieten sind ja nun nicht so wahnsinnig vielfältig und nur weil sie beruflich zurücksteckt, heißt es ja nicht, dass sie sich von nun an auf ewig zurücknehmen muss.
      Dabei geht es nicht darum wer hier Opfer ist, sondern wer sich welche Rechte nimmt/nehmen darf und wer das Nachsehen hat. Und allem Anschein ist bei den Beiden das Gleichgewicht mächtig verrutscht.

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