Mann möchte Damenschuhe tragen

    • (1) 18.11.15 - 12:05
      er und ich

      Hallo an alle,

      ich habe Redebedarf. Leider ist dies kein Thema was ich so mit einer Freundin besprechen könnte. Daher hoffe ich hier auf einen Austausch.
      Mein Mann und ich sind schon lange verheiratet und haben Kinder. Ich wusste von Anfang an das er Frauen mag die High Heels tragen und habe dies auch gern für ihn getan.
      Bei uns ist es kein Problem das Handy des anderen zu nutzen und da mir gerade etwas einfiel, nahm ich seines und öffnete ebay um etwa zu suchen. Die letzten Suchen werden dort ja gespeichert und ich stellte fest, das mein Mann High Heels in seiner Größe suchte. Ich sprach ihn direkt darauf an und ihm war dies sehr unangenehm. Ich fragte ihn, ob er schon welche getragen hat oder es möchte. Er meinte er wüsste es nicht aber das Interesse wäre wohl da.

      Ich bin in meinem Leben schon mit so einigen Fetischen konfrontiert worden und das ist auch kein Problem. Nun wo es sich um meinen Mann handelt und die Vorstellung das er mir in High Heels gegenüber tritt reagiere ich ungewohnt distanziert. Mich beschäftigt dieses Thema und ich weiß auch nicht wirklich damit umzugehen. Es törnt mich persönlich total ab. Ich möchte ihn aber auf keinen Fall verletzen. Wir haben an dem Tag darüber gesprochen, seitdem aber nicht mehr. Ich bin ihm gegenüber distanziert und an Sex mag ich gerade auch nicht denken. Ich erkenne mich gerade selbst nicht, weil ich doch sehr tolerant bin. Nun grübele ich seit Tagen immer wieder rund um dieses Thema, kann mich nicht wirklich jemanden damit anvertrauen.

      Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar neue Denkansätze geben.

      Danke schonmal!

      • Schwierig.
        Wie stellt er es sich denn in der Praxis vor? Möchte er sie nur zum Sex anziehen? Oder möchte er sie im Alltag zu Hause tragen?.....Möchte er sie diskret nur für sich tragen, oder offensichtlich vor dir/euch?

        Gruss
        agostea

        • (3) 18.11.15 - 12:29

          Soweit waren wir in der Gesprächsführung noch gar nicht. Erstmal ging es um das Interesse überhaupt. Wie gesagt ich muss da sehr vorsichtig nachfragen, das ist wohl ganz tief in ihm und nun hat es jemand unfreiwillig mitbekommen. Und er ist da sehr empfindlich. Aber bisher scheint er es nur für sich zu wollen, ob er es beim Sex möchte werde ich mal erfragen

          • Jetzt weißt du es ja nun mal, dann sollte auch offen darüber gesprochen werden. Erst danach kann man sich damit auseinandersetzen und eine Lösung finden, mit der alle Beteiligten leben können...
            Viel Glück! Für mich wäre das nichts. .....

            • (5) 18.11.15 - 13:57

              Danke. Für mich ist es auch erstmal nichts. Aber das macht mich ja gerade so fertig. Was mache ich wenn er es ausleben möchte. Da baut man sich mit jemanden ein Leben auf mit allem drum und dran und dann kommt etwas mit dem man so nicht leben kann.

              • Naja jetzt warte erst mal ab. Setzt euch in Ruhe mit dem Thema auseinander.

                Natürlich ist es jetzt - so völlig überraschend damit konfrontiert -, Neuland und undenkbar.

                Aber vielleicht findet ihr beide eine Basis, mit der es sich leben lässt. Das könnt ihr sicher gemeinsam "erarbeiten". Dann ist das Thema im Laufe der Zeit vielleicht nicht mehr ganz so "crazy" für dich...

                Ich fand den Beitrag der einen Userin hier gut, die die Bisexuelle Neigung ihres Partners mitträgt. Ihren Erfahrungswert und ihre Annäherung mit dem zunächst fremden Thema.

      >> und an Sex mag ich gerade auch nicht denken. Ich erkenne mich gerade selbst nicht, weil ich doch sehr tolerant bin. <<

      Toleranz und sexuelle Erregung sind ja nun leider nicht das Gleiche. Ich bin auch unheimlich tolerant und denke mir, dass die Menschen im sexuellen Bereich ja alle machen können, was sie wollen, solange sie keinem weh tun. Trotzdem würde ich es abtörnend finden, wenn mein Mann einen Wunsch äußern würde wie der deinige.

      Vielleicht möchte er das Tragen der Schuhe ja nur ausprobieren, wenn er alleine ist, dann könnte ich an deiner Stelle vielleicht sogar damit leben. Eventuell kann er sich selbst damit seinen Wunsch und sein Bedürfnis erfüllen.

      Sofern du dabei aber eine Rollen spielen sollst, müsst ihr das Thema natürlich ansprechen. Ich könnte, wie du, nicht mit einem Mann intim werden, der Damenschuhe trägt. Um das "Problem" anzugehen, müsstest du aber den Wunsch deines Mannes detaillierter kennen.

      Eine andere Lösung wäre, dass dein Mann seine Phantasie bei einer anderen Frau oder in einer speziellen Lokalität auslebt. Ob das dann aber deine Zustimmung findet, musst du wissen.

      • <<<Vielleicht möchte er das Tragen der Schuhe ja nur ausprobieren, wenn er alleine ist, dann könnte ich an deiner Stelle vielleicht sogar damit leben.>>>

        schon die Vorstellung wie mein Mann in diesen Schuhen aussehen würde, würde mir vollends reichen, meine Ehe in Frage zu stellen.

        Und das Tragen für sich allein im stillen Kämmerlein, nein, damit könnte ich auch nicht leben.

        Dann wäre das der Punkt in meinem Leben, an dem sich für mich grundlegend was ändern würde. In einer Ehe tolleriert man eh schon die Macken des anderen und geht Kompromisse ein - das wäre jetzt für mich zuviel des Guten.

    (9) 18.11.15 - 13:13
    isabella de santos

    Dass es dich abtörnt, ist nun mal zunächst ein Zustand, der auch mit gutem Willen nicht wegzukriegen ist. Gleichzeitig hast du aber dennoch tolerant reagiert denn du würdigst deinen Partner nicht herab.

    Der Wunsch deines Partners muss auch nicht gleich ein Fetisch sein. Es kann eine von vielen Facetten seiner Sexualität sein. Aber es braucht seine Zeit diese Dinge erst mal sacken zu lassen. Er kann nicht erwarten, dass du sofort positiv reagierst.
    Mein langjähriger Partner, mit dem ich nun schon 15 Jahre zusammen bin, hat mir ganz zu Anfang z.B. seine bisexuellen Wünsche und Fantasien mitgeteilt. Er hatte zu dem Zeitpunkt auch schon Sex mit Männern gehabt. Ich habe damals sehr reserviert reagiert und mich gefragt wie ich reagiere wenn er mal wieder Lust auf einen Mann hat. Es hat einige Zeit gedauert und irgendwann fand ich dei Vorstellung nicht mehr schlimm. Vielleicht weil ich geahnt habe, dass er diese Seite seiner Sexualität immer gerne mit mir zusammen ausleben wollte, also z.B. MMF. Wir waren dann vor 5 Jahren zum ersten Mal zusammen in einem Club. Dort wurde ich dann zum ersten Mal Zeugin, wie der Schwanz eines anderen Mannes im Mund meines Partners steckte. Der Anblick war ungewohnt obwohl ich mir das schon vorher oft versucht habe, vorzustellen. Gleichzeitig hat es mich aber auch erregt. Es gingen mir 100 Sachen durch den Kopf. Z.B. dachte ich, der bläst ja besser als jede Frau. Der andere Mann hatte schon nach kurzer Zeit einen Höhepunkt und mein Freund schluckte sein Sperma. Auch das war etwas völlig ungewohntes weil ich bis dahion z.B. nie bereit war, OV bis zum Schluss zu machen. Wir haben nach diesem Besuch noch lange gesprochen und ich habe diese neue Seite meines Freundes auf einmal zu schätzen gelernt. Er war mir näher als je zuvor. Er war nicht mehr nur der Mann sondern ein Mensch mit einer männlichen und einer weiblichen Seite. Das hat mich fasziniert. Er kam mir viel vollständiger vor. Er kann diese Frauenrolle einnehmen und ist trotzdem noch ein ganzer Mann. Seit dem haben wir beide oft Sex mit anderen Menschen und ich konnte dem Thema Bi sehr viel positive Seiten abgewinnen. Denn ich war bereit, mich mehr zu öffnen und meine lesbischen Fantasien umzusetzen, die ich schon als sehr junges Mädchen hatte. Auch unser Sexleben ist besser geworden weil es vielfältiger ist. Wenn wir miteinander schlafen erzählen wir uns oft von unseren Erlebnissen und es macht und beide sehr an. Ich fühle mich heute freier und erwachsener und natürlich bin ich sehr froh, dass wir ein Paar geblieben sind.

    • (10) 18.11.15 - 13:55

      Wen er es allein für sich macht wäre es für mich wohl in Ordnung. Beim sex wäre es für mich nicht denkbar, wie gesagt der Gedanke allein törnt mich total ab. Öffentlich kommt wohl für beide nicht in frage.

      Ihn das mit jemand anderen auch professioneller Natur ausleben zu lassen ist für mich ebenfalls ein no go.

      Wir hatten bisher ein sehr gutes Sexualleben. Ich werde wohl genauer mit ihm sprechen müssen, frage mich aber was die Konsequenz draus ist. Was ist, wenn er es öffentlich ausleben möchte. Ich weiß das ich damit nicht leben könnte.

      • (11) 19.11.15 - 12:28
        isabella de santos

        Ich möchte nicht falsch verstanden werden und wollte dich nicht dazu bewegen, dass du dich allem und sofort öffnen musst.

        Was ich sagen wollte ist, dass es lange dauern kann bis man sich mit einer bestimmten Seite seines Partners auseinander gesetzt hat. Es muss nicht überall so verlaufen wie bei mir und meinem Partner.

        Andererseits sollte man sich dem, was den Partner so umtreibt, nicht ganz verschließen. Es ist schließlich der Partner und eine erfüllende Sexualität ist auch dem anderen zuzuhören. Auch wenn man nicht zu allem bereit ist. Zuhören und mehr über den geliebten Partner zu erfahren kann nie verkehrt sein.

    (12) 18.11.15 - 20:54

    Ich finde deinen Bericht so schön und bewundere sowohl deine Offenheit, als auch die deines Freundes. Es ist so beneidenswert, was ihr miteinander habt. Du schreibst ganz richtig: "Ich bin froh, dass wir ein Paar geblieben sind." Es ist ein gewaltiges Risiko, sich seinem PArtner wirklich zu offenbaren. Wie demütigend muss es sein, wenn die Reaktion des anderen totale Ablehnung und Ekel ist? Dann lässt man es doch lieber...sicher ist sicher...Den Preis zahlt man so oder so. Wer sich offenbar, zahlt eventuell den Preis der Demütigung oder des Verlassenwerdens. Wer jedoch schweigt, muss sich manchmal zeitlebens mit seinen Bedürfnissen rumschlagen, die zu echten Dämonen mutieren können.

    Respekt also für euer beider Bereitschaft euch anzunehmen und langsam miteinander zu wachsen. Ein großes Maß an Intimität und Vertrautheit ist der Lohn für eure Beziehungsarbeit und dafür beneide ich euch!

    An die TE:
    Ich bewundere deinen Mann, dass er sich getraut hat, ein Risiko einzugehen. Das ist ein große Kompliment an dich, denn er scheint dir zu vertrauen. Du fragst dich nun berechtigterweise, wie du mit dieser Beichte umgehen willst, zumal du als erste REaktion Abneigung verspürst. Ich denke, dass du ganz aktiv das Gespräch mit deinem Mann suchen solltest, jetzt, wo du den ersten Schock verdaut hast. Er soll dir mehr über sich und seine Neigung erzählen. An deiner Stelle wäre ich auch ganz ehrlich. Ich würde mich bedanken, für sein großes Vertrauen, aber ich würde auch sagen, dass ich mich im Moment überfordert fühle. Die Gespräche und auch die Zeit werden zeigen, ob du deinen Mann trotzdem so annehmen kannst, wie er ist, ob es Lösungen gibt, die ihr beide tragen könnt. Ich wünsche es dir.

    Liebe Grüße

    Frau Müller

    • (13) 19.11.15 - 09:36

      <<<Ich bewundere deinen Mann, dass er sich getraut hat, ein Risiko einzugehen. Das ist ein große Kompliment an dich, denn er scheint dir zu vertrauen<<<<

      bewundern???....BEWUNDERN???.....ein großes kompliment an die TE???...oooh man....#bla #bla

      nichts gegen "schön reden" , aber was soll man da bitte bewundern und wo ist das ein großes kompliment an die TE, wenn dem armen kerl gar nichts anderes übrig blieb als, mehr oder weniger, etwas zuzugeben. immerhin hat er ja offensichtlich nicht damit gerechnet das es durch zufall rauskommt und viel geantwortet hat er auch nicht.abgesehen davon war es ihm ja auch noch sehr unangenehm.....wo hat er denn dann ein grooooßes vertrauen gezeigt #augen

      und jetzt soll sie ganz aktiv das gespräch zu ihm suchen wo SIE den schock verdaut hat?ich denke 1. muss wohl auch er es erstmal verdauen und 2. warum muss eine frau immer etwas sofort aktiv ansprechen...kann man es nicht erstmal ruhen lassen und das gespräch einfach kommen lassen?!
      für ihn ist es etwas sehr intimes, privates, peinliches...aber frau muss natürlich sofort wieder reden, reden, reden.....#augen

      vielleicht sollte man auch mal zur abwechslung ein wenig an den mann denken und nicht immer an die frau, denn er hat es wohl auch nicht einfach.

      (14) 19.11.15 - 12:33
      isabella de santos

      Danke#herzlich

      Es war aber auch ein langer Weg für uns. Ich will nicht von mir auf andere Frauen schließen. Dafür sind wir einfach zu unterschiedlich. Es gibt sicher auch vielen Dinge die für mich nicht in Frage kämen bzw. die mich emotional und sexuell abstoßen.

      Deswegen bin ich sehr dankbar dass es bei uns am Ende so gut funktioniert hat und sich alles zum Guten entwickelt hat.

Hi,
als erstes wäre zu klären ( und damit meine ich ihr untereinander und dein Mann für sich), wie und wann er die Schuhe tragen möchte. Und ob es bei den Schuhen bleibt oder evtl., sich dann noch ausweitet... Du schreibst ihr habt Kinder, da kann er sie Zuhause wohl auch kaum tragen.

Ich muss gestehen, für wäre das nix.

Sorry, wenn ich mir meinen Freund (er 1,94 groß/ ich 1,60) in High Heels vorstelle.... #rofl.

Entschuldige, ich kann mir vorstellen, dass dir nicht zum Lachen zu mute ist.
LG

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