Mann möchte Damenschuhe tragen

    • (1) 18.11.15 - 12:05
      er und ich

      Hallo an alle,

      ich habe Redebedarf. Leider ist dies kein Thema was ich so mit einer Freundin besprechen könnte. Daher hoffe ich hier auf einen Austausch.
      Mein Mann und ich sind schon lange verheiratet und haben Kinder. Ich wusste von Anfang an das er Frauen mag die High Heels tragen und habe dies auch gern für ihn getan.
      Bei uns ist es kein Problem das Handy des anderen zu nutzen und da mir gerade etwas einfiel, nahm ich seines und öffnete ebay um etwa zu suchen. Die letzten Suchen werden dort ja gespeichert und ich stellte fest, das mein Mann High Heels in seiner Größe suchte. Ich sprach ihn direkt darauf an und ihm war dies sehr unangenehm. Ich fragte ihn, ob er schon welche getragen hat oder es möchte. Er meinte er wüsste es nicht aber das Interesse wäre wohl da.

      Ich bin in meinem Leben schon mit so einigen Fetischen konfrontiert worden und das ist auch kein Problem. Nun wo es sich um meinen Mann handelt und die Vorstellung das er mir in High Heels gegenüber tritt reagiere ich ungewohnt distanziert. Mich beschäftigt dieses Thema und ich weiß auch nicht wirklich damit umzugehen. Es törnt mich persönlich total ab. Ich möchte ihn aber auf keinen Fall verletzen. Wir haben an dem Tag darüber gesprochen, seitdem aber nicht mehr. Ich bin ihm gegenüber distanziert und an Sex mag ich gerade auch nicht denken. Ich erkenne mich gerade selbst nicht, weil ich doch sehr tolerant bin. Nun grübele ich seit Tagen immer wieder rund um dieses Thema, kann mich nicht wirklich jemanden damit anvertrauen.

      Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar neue Denkansätze geben.

      Danke schonmal!

      • (2) 18.11.15 - 12:22

        Schwierig.
        Wie stellt er es sich denn in der Praxis vor? Möchte er sie nur zum Sex anziehen? Oder möchte er sie im Alltag zu Hause tragen?.....Möchte er sie diskret nur für sich tragen, oder offensichtlich vor dir/euch?

        Gruss
        agostea

        • (3) 18.11.15 - 12:29

          Soweit waren wir in der Gesprächsführung noch gar nicht. Erstmal ging es um das Interesse überhaupt. Wie gesagt ich muss da sehr vorsichtig nachfragen, das ist wohl ganz tief in ihm und nun hat es jemand unfreiwillig mitbekommen. Und er ist da sehr empfindlich. Aber bisher scheint er es nur für sich zu wollen, ob er es beim Sex möchte werde ich mal erfragen

          • (4) 18.11.15 - 13:17

            Jetzt weißt du es ja nun mal, dann sollte auch offen darüber gesprochen werden. Erst danach kann man sich damit auseinandersetzen und eine Lösung finden, mit der alle Beteiligten leben können...
            Viel Glück! Für mich wäre das nichts. .....

            • (5) 18.11.15 - 13:57

              Danke. Für mich ist es auch erstmal nichts. Aber das macht mich ja gerade so fertig. Was mache ich wenn er es ausleben möchte. Da baut man sich mit jemanden ein Leben auf mit allem drum und dran und dann kommt etwas mit dem man so nicht leben kann.

              • (6) 18.11.15 - 14:38

                Naja jetzt warte erst mal ab. Setzt euch in Ruhe mit dem Thema auseinander.

                Natürlich ist es jetzt - so völlig überraschend damit konfrontiert -, Neuland und undenkbar.

                Aber vielleicht findet ihr beide eine Basis, mit der es sich leben lässt. Das könnt ihr sicher gemeinsam "erarbeiten". Dann ist das Thema im Laufe der Zeit vielleicht nicht mehr ganz so "crazy" für dich...

                Ich fand den Beitrag der einen Userin hier gut, die die Bisexuelle Neigung ihres Partners mitträgt. Ihren Erfahrungswert und ihre Annäherung mit dem zunächst fremden Thema.

      >> und an Sex mag ich gerade auch nicht denken. Ich erkenne mich gerade selbst nicht, weil ich doch sehr tolerant bin. <<

      Toleranz und sexuelle Erregung sind ja nun leider nicht das Gleiche. Ich bin auch unheimlich tolerant und denke mir, dass die Menschen im sexuellen Bereich ja alle machen können, was sie wollen, solange sie keinem weh tun. Trotzdem würde ich es abtörnend finden, wenn mein Mann einen Wunsch äußern würde wie der deinige.

      Vielleicht möchte er das Tragen der Schuhe ja nur ausprobieren, wenn er alleine ist, dann könnte ich an deiner Stelle vielleicht sogar damit leben. Eventuell kann er sich selbst damit seinen Wunsch und sein Bedürfnis erfüllen.

      Sofern du dabei aber eine Rollen spielen sollst, müsst ihr das Thema natürlich ansprechen. Ich könnte, wie du, nicht mit einem Mann intim werden, der Damenschuhe trägt. Um das "Problem" anzugehen, müsstest du aber den Wunsch deines Mannes detaillierter kennen.

      Eine andere Lösung wäre, dass dein Mann seine Phantasie bei einer anderen Frau oder in einer speziellen Lokalität auslebt. Ob das dann aber deine Zustimmung findet, musst du wissen.

      • <<<Vielleicht möchte er das Tragen der Schuhe ja nur ausprobieren, wenn er alleine ist, dann könnte ich an deiner Stelle vielleicht sogar damit leben.>>>

        schon die Vorstellung wie mein Mann in diesen Schuhen aussehen würde, würde mir vollends reichen, meine Ehe in Frage zu stellen.

        Und das Tragen für sich allein im stillen Kämmerlein, nein, damit könnte ich auch nicht leben.

        Dann wäre das der Punkt in meinem Leben, an dem sich für mich grundlegend was ändern würde. In einer Ehe tolleriert man eh schon die Macken des anderen und geht Kompromisse ein - das wäre jetzt für mich zuviel des Guten.

    (9) 18.11.15 - 13:13
    isabella de santos

    Dass es dich abtörnt, ist nun mal zunächst ein Zustand, der auch mit gutem Willen nicht wegzukriegen ist. Gleichzeitig hast du aber dennoch tolerant reagiert denn du würdigst deinen Partner nicht herab.

    Der Wunsch deines Partners muss auch nicht gleich ein Fetisch sein. Es kann eine von vielen Facetten seiner Sexualität sein. Aber es braucht seine Zeit diese Dinge erst mal sacken zu lassen. Er kann nicht erwarten, dass du sofort positiv reagierst.
    Mein langjähriger Partner, mit dem ich nun schon 15 Jahre zusammen bin, hat mir ganz zu Anfang z.B. seine bisexuellen Wünsche und Fantasien mitgeteilt. Er hatte zu dem Zeitpunkt auch schon Sex mit Männern gehabt. Ich habe damals sehr reserviert reagiert und mich gefragt wie ich reagiere wenn er mal wieder Lust auf einen Mann hat. Es hat einige Zeit gedauert und irgendwann fand ich dei Vorstellung nicht mehr schlimm. Vielleicht weil ich geahnt habe, dass er diese Seite seiner Sexualität immer gerne mit mir zusammen ausleben wollte, also z.B. MMF. Wir waren dann vor 5 Jahren zum ersten Mal zusammen in einem Club. Dort wurde ich dann zum ersten Mal Zeugin, wie der Schwanz eines anderen Mannes im Mund meines Partners steckte. Der Anblick war ungewohnt obwohl ich mir das schon vorher oft versucht habe, vorzustellen. Gleichzeitig hat es mich aber auch erregt. Es gingen mir 100 Sachen durch den Kopf. Z.B. dachte ich, der bläst ja besser als jede Frau. Der andere Mann hatte schon nach kurzer Zeit einen Höhepunkt und mein Freund schluckte sein Sperma. Auch das war etwas völlig ungewohntes weil ich bis dahion z.B. nie bereit war, OV bis zum Schluss zu machen. Wir haben nach diesem Besuch noch lange gesprochen und ich habe diese neue Seite meines Freundes auf einmal zu schätzen gelernt. Er war mir näher als je zuvor. Er war nicht mehr nur der Mann sondern ein Mensch mit einer männlichen und einer weiblichen Seite. Das hat mich fasziniert. Er kam mir viel vollständiger vor. Er kann diese Frauenrolle einnehmen und ist trotzdem noch ein ganzer Mann. Seit dem haben wir beide oft Sex mit anderen Menschen und ich konnte dem Thema Bi sehr viel positive Seiten abgewinnen. Denn ich war bereit, mich mehr zu öffnen und meine lesbischen Fantasien umzusetzen, die ich schon als sehr junges Mädchen hatte. Auch unser Sexleben ist besser geworden weil es vielfältiger ist. Wenn wir miteinander schlafen erzählen wir uns oft von unseren Erlebnissen und es macht und beide sehr an. Ich fühle mich heute freier und erwachsener und natürlich bin ich sehr froh, dass wir ein Paar geblieben sind.

    • (10) 18.11.15 - 13:55

      Wen er es allein für sich macht wäre es für mich wohl in Ordnung. Beim sex wäre es für mich nicht denkbar, wie gesagt der Gedanke allein törnt mich total ab. Öffentlich kommt wohl für beide nicht in frage.

      Ihn das mit jemand anderen auch professioneller Natur ausleben zu lassen ist für mich ebenfalls ein no go.

      Wir hatten bisher ein sehr gutes Sexualleben. Ich werde wohl genauer mit ihm sprechen müssen, frage mich aber was die Konsequenz draus ist. Was ist, wenn er es öffentlich ausleben möchte. Ich weiß das ich damit nicht leben könnte.

      • (11) 19.11.15 - 12:28
        isabella de santos

        Ich möchte nicht falsch verstanden werden und wollte dich nicht dazu bewegen, dass du dich allem und sofort öffnen musst.

        Was ich sagen wollte ist, dass es lange dauern kann bis man sich mit einer bestimmten Seite seines Partners auseinander gesetzt hat. Es muss nicht überall so verlaufen wie bei mir und meinem Partner.

        Andererseits sollte man sich dem, was den Partner so umtreibt, nicht ganz verschließen. Es ist schließlich der Partner und eine erfüllende Sexualität ist auch dem anderen zuzuhören. Auch wenn man nicht zu allem bereit ist. Zuhören und mehr über den geliebten Partner zu erfahren kann nie verkehrt sein.

    (12) 18.11.15 - 20:54

    Ich finde deinen Bericht so schön und bewundere sowohl deine Offenheit, als auch die deines Freundes. Es ist so beneidenswert, was ihr miteinander habt. Du schreibst ganz richtig: "Ich bin froh, dass wir ein Paar geblieben sind." Es ist ein gewaltiges Risiko, sich seinem PArtner wirklich zu offenbaren. Wie demütigend muss es sein, wenn die Reaktion des anderen totale Ablehnung und Ekel ist? Dann lässt man es doch lieber...sicher ist sicher...Den Preis zahlt man so oder so. Wer sich offenbar, zahlt eventuell den Preis der Demütigung oder des Verlassenwerdens. Wer jedoch schweigt, muss sich manchmal zeitlebens mit seinen Bedürfnissen rumschlagen, die zu echten Dämonen mutieren können.

    Respekt also für euer beider Bereitschaft euch anzunehmen und langsam miteinander zu wachsen. Ein großes Maß an Intimität und Vertrautheit ist der Lohn für eure Beziehungsarbeit und dafür beneide ich euch!

    An die TE:
    Ich bewundere deinen Mann, dass er sich getraut hat, ein Risiko einzugehen. Das ist ein große Kompliment an dich, denn er scheint dir zu vertrauen. Du fragst dich nun berechtigterweise, wie du mit dieser Beichte umgehen willst, zumal du als erste REaktion Abneigung verspürst. Ich denke, dass du ganz aktiv das Gespräch mit deinem Mann suchen solltest, jetzt, wo du den ersten Schock verdaut hast. Er soll dir mehr über sich und seine Neigung erzählen. An deiner Stelle wäre ich auch ganz ehrlich. Ich würde mich bedanken, für sein großes Vertrauen, aber ich würde auch sagen, dass ich mich im Moment überfordert fühle. Die Gespräche und auch die Zeit werden zeigen, ob du deinen Mann trotzdem so annehmen kannst, wie er ist, ob es Lösungen gibt, die ihr beide tragen könnt. Ich wünsche es dir.

    Liebe Grüße

    Frau Müller

    • (13) 19.11.15 - 09:36

      <<<Ich bewundere deinen Mann, dass er sich getraut hat, ein Risiko einzugehen. Das ist ein große Kompliment an dich, denn er scheint dir zu vertrauen<<<<

      bewundern???....BEWUNDERN???.....ein großes kompliment an die TE???...oooh man....#bla #bla

      nichts gegen "schön reden" , aber was soll man da bitte bewundern und wo ist das ein großes kompliment an die TE, wenn dem armen kerl gar nichts anderes übrig blieb als, mehr oder weniger, etwas zuzugeben. immerhin hat er ja offensichtlich nicht damit gerechnet das es durch zufall rauskommt und viel geantwortet hat er auch nicht.abgesehen davon war es ihm ja auch noch sehr unangenehm.....wo hat er denn dann ein grooooßes vertrauen gezeigt #augen

      und jetzt soll sie ganz aktiv das gespräch zu ihm suchen wo SIE den schock verdaut hat?ich denke 1. muss wohl auch er es erstmal verdauen und 2. warum muss eine frau immer etwas sofort aktiv ansprechen...kann man es nicht erstmal ruhen lassen und das gespräch einfach kommen lassen?!
      für ihn ist es etwas sehr intimes, privates, peinliches...aber frau muss natürlich sofort wieder reden, reden, reden.....#augen

      vielleicht sollte man auch mal zur abwechslung ein wenig an den mann denken und nicht immer an die frau, denn er hat es wohl auch nicht einfach.

      (14) 19.11.15 - 12:33
      isabella de santos

      Danke#herzlich

      Es war aber auch ein langer Weg für uns. Ich will nicht von mir auf andere Frauen schließen. Dafür sind wir einfach zu unterschiedlich. Es gibt sicher auch vielen Dinge die für mich nicht in Frage kämen bzw. die mich emotional und sexuell abstoßen.

      Deswegen bin ich sehr dankbar dass es bei uns am Ende so gut funktioniert hat und sich alles zum Guten entwickelt hat.

Hi,
als erstes wäre zu klären ( und damit meine ich ihr untereinander und dein Mann für sich), wie und wann er die Schuhe tragen möchte. Und ob es bei den Schuhen bleibt oder evtl., sich dann noch ausweitet... Du schreibst ihr habt Kinder, da kann er sie Zuhause wohl auch kaum tragen.

Ich muss gestehen, für wäre das nix.

Sorry, wenn ich mir meinen Freund (er 1,94 groß/ ich 1,60) in High Heels vorstelle.... #rofl.

Entschuldige, ich kann mir vorstellen, dass dir nicht zum Lachen zu mute ist.
LG

Hallo,

Am besten sprichst du nochmal mit ihm im Detail darüber, bevor du dir den Kopf zerbrichst.
Vielleicht braucht er es gar nicht in der sexuellen Beziehung zwischen euch, sondern einfach für sich. Mal zum ausprobieren wie es sich anfühlt, um sich selbst daran zu erregen... Irgendwie sowas, wie andere sich pornos anschauen obwohl sie das was darin vorkommt nicht real ausprobieren wollen, andere kaufen sich Dildos und co. bloß für sich selbst.

Toleranz bedeutet ja nicht das es für dich auch anregend sein kann oder muss.
Ich könnte (so rein als Gedankenspiel) auch damit leben wenn mein Mann sowas für sich toll finden würde, mich selbst würde es auch kein Stück erregen und man dürfte nicht erwarten das ich mich da begeistert mit einbringe.

Da er bisher aber null Andeutungen dir gegenüber gemacht hat, scheint er das bisher ja aber tatsächlich nur für sich selbst ausprobieren zu wollen. Von daher sehe ich da erstmal keinen Konflikt.

LG

(17) 18.11.15 - 17:00

Hallo

wie viele Andere schon schrieben ,bleibt erstmal abzuwarten, ob er diese Vorliebe mit dir gemeinsam oder alleine ausleben möchte.
Natürlich weisst du es jetzt und bei Frauen mit einem traditionellen Männerbild, besteht die Gefahr , dass es zum Lustkiller wird.
Ich kann mir vorstellen, welche Gedanken einem durch den Kopf schiessen könnten.Das Problem dabei ist, dass man diese Vorliebe auf sich selbst bezieht. Im Sinne von, mag er eigentlich wirklich Frauen u.s.w.
Eine Posterin hat hier sehr tolerant von ihrem Bi-Mann geschrieben, sie kommt damit gut klar.Ich wäre damit überfordert, zumal ich die Erfahrung gemacht habe, dass eigentlich eher der Typ Urmann zu meinem Beuteschema gehört.
Wenn du deinen Mann liebst, wirst du einen Weg finden, damit klar zu kommen.
Ganz banal ausgedrückt, es gibt wirklich Schlimmeres.

L.G.

Hallo, was man sich halt so alles im Internet anschaut. Er hat sie ja nicht bestellt. Geschweige denn will er Sex mit dir in den Dingern. Vielleicht solltest du es einfach ganz schnell wieder vergessen. LG

(19) 19.11.15 - 07:40

Hallo
Erst diese Woche beim einkaufen sahen wir einen mann der in mini und high heels einkaufen war
Zusammen mit seiner Frau.

Er tapste sehr selbstbewusst umher und ihr war das sichtlich unangenehm.

Mir ist das egal was leute Zuhause machen, ob sie mit hundeleinen durchs Wohnzimmer krabbeln, sich auspeitschen oder eben Kleidung tragen die fürs andere Geschlecht ist.
Was nicht egal ist sind die Gefühle die der andere dabei hat!

Wäre ich der mann gewesen hätte ich mir sofort jeans und Turnschuhe angezogen beim Gesicht meiner Partnerin.

Ich denke dieses fremdschämen kann eine Beziehung kaputt machen!
An deiner stelle würde ich erstmal nichts sagen. Es ist die Fantasie deines Mannes, er sagt doch gar nicht das er sie ausleben will.

Was glaubst du wie oft ich nach Schuhen, Kleidung Google und es dann einfach verwerfe. Man guckt halt. Das Internet ist anonym. Solang er sich nicht äußert würde ich es auch nicht tun.
Ich hätte wohl die suche auch nicht kommentiert.

Mir ist das soo anstrengend. Ich habe die tage auch vom handy meines mannes nach charlie sheens HIV Interview gesucht und musste mir prompt anhören er wäre ja selber schuld etc #aerger
Nicht zu vergleichen jetzt aber ich hab doch keine lust potentielle Konflikte sofort aus dem Verlauf löschen zu müssen #augen

Mach dir keine sorgen um ungelegte Eier. Ich hab auch schon nach umschnalldildos gesurft, keiner wäre hier glücklich damit. Ich wollte nur mal sehen was das kostet ;-)

LG

(20) 19.11.15 - 15:09

Sexualität, auch in einer Beziehung, gehört zu einem Teil immer noch einem selbst. Wie auch der Körper... man gibt sich in dieser Hinsicht nie komplett auf, ausser in zwei Ausnahmen (man macht es freiwillig in einem BDSM-Konstrukt oder man wird dazu gezwungen).

Die eigene Sexualität ist sehr intim, es ist die Beziehung zum eigenen Körper und der Lust, es bezieht Masturbation hinein und die Entdeckung von eigenen Grenzen und Fantasien und Fetischen. Es gehört meiner Meinung nach zu einer gesunden Beziehung mit sich selber und mit anderen, dass man sich diesen Raum auch nimmt.

Wenn man etwas Neues entdeckt oder vielleicht durch ein Erlebnis erkennt, dass meine eine Vorliebe hegt, dann ist es ein intimer und verwundbarer Moment, gerade wenn diese Lust nicht den Geschlechterrollen, der eigenen Vorstellung von sicher selber usw. entspricht. Es ist Scham da, die eigentlich nicht da sein sollte. Denn in dem Moment spielt die Welt keine Rolle, es geht wirklich nur um einen selbst.

An diesem Punkt ist der Mann. Er hat einen Wunsch, aber er kann ihn noch nicht so recht mit sich selbst vereinbaren. Wie oft hat er wohl schon Bekanntschaft mit Männern gemacht, die aufgrund von Lust High Heels tragen? Wahrscheinlich keinen... er weiss nur: er als Mann wird stimuliert, wenn er sich vorstellt ein eindeutig sexualisiert weibliches Objekt zu tragen. Das muss er nun mit sicher selber ausmachen und idealerweise akzeptieren. Von Ausleben sind wir hier noch weit entfernt.

Und von etwaigen Partnern auch. Der wird noch nicht annähernd tangiert hier. Dein Einmischen und dein Druck war fehl am Platze. Hier gibt es noch nichts zu reden, gerade nicht, wenn man keine Toleranz und Verständnis für eine erweiterte und unerforschte Sexualität hat. Dich geht das noch gar nichts an und nein, liebe Frauen, man muss nicht alles teilen. Siehe oben.

Das Beste, was du machen kannst, ist ihm ein Gesprächspartner sein, wenn er wünscht seine Gedanken zu ordnen. Dazu musst du aber vorurteilsfrei und einigermaßen neutral sein bzw. eine neutrale Konversation führen können. Dies macht dich nicht zur idealen Kandidatin, weil du schon Albträume schiebst.

Erst, wenn er den Wunsch äußert, diesen Fetisch ausleben zu wollen und erst wenn dies dich tangiert, entweder beim Sex oder im Alltag, dann könnt ihr darüber sprechen und du deine Gedanken, Zweifel usw. einwerfen. Aber im Hinterkopf behalten: es ist nichts schlechtes.

High Heels sind harmlos. Ich persönlich würde sagen: wenn er in einem geschützten Bereich Zuhause, möglicherweise in Abwesenheit der Kinder, diese tragen will, dann könntest du an deinen Vorurteilen arbeiten, solange es dich sexuell nicht betrifft. Denn das Tragen alleine ist einfach da, du siehst es, aber es sollte dich nicht beeinflussen oder deinen Körper, deine Sexualität beanspruchen. Je nach Typ ist es schwierig seinen Horizont zu erweitern, ich denke langfristig profitierst du aber selber, wenn du da etwas locker lässt und nur akzeptierst. Mehr braucht es eigentlich gar nicht... Und dein Mann ist nicht weniger Mann.

Wenn er aber High Heels auf seiner Seite in euer Sexleben integrieren möchte, dann hast du genauso das Recht, dich abzulehnen. Du musst deine Sexualität nicht ihm anpassen. Seine akzeptieren, ja. Aber nicht über deine hinweggehen, um ihm seine zu erfüllen. Ihr seid in dieser Hinsicht beide auf den gleichen Level. Deine Sexualität ist nicht mehr wert und umgekehrt. Und da müsst ihr einen Kompromiss finden.
Da bin ich allerdings der Meinung, der, der eine Praktik nicht machen will, wird akzeptiert. Das wärst in dem Fall du, wenn du der Sache nie etwas abbringen möchtest oder kannst.

Das heisst, solange er deine Sexualität nicht berührt, lass locker und akzeptiere. Gib' ihm die Zeit sich damit auseinanderzusetzen. Und wenn es deine Sexualität berührt, dann höre auf dein Bauchgefühl, deine Lust und du hast dann auch jedes Recht "Nein." zu sagen.

Wir ihr dann euer Sexleben gestaltet, ist völlig euch überlassen. Denn es geht nur euch beide etwas an.

(21) 24.11.15 - 13:04

ich hoffe Du hast schon viele Denkansätze welche Dir helfen,

Das Thema beschäftigt Dich, weil eine Angst dahinter steht und der, willst Du das auflösen, wirst Du liebevoll begegnen müssen.
Spüren wenn sie da ist und sie in den Arm nehmen und einfach mal so sein lassen wie sie ist, verbunden mit etwas was Du als liebevoll wahrnimmst.

Beschäftige Dich nicht mit den Details des Fetisch, sondern versuche diese Angst zu lokalisieren, wo sitzt sie im Körper, was wird angetriggert....

Wenn Du der Angst liebevoll in die Augen schauen kannst, dann verliert auch der Fetisch seinen Schrecken....

Die Zukunft ändert sich so oder so, das was Du jetzt hast, lässt sich nicht festhalten...

Alles Liebe
Marcus

(22) 09.10.16 - 14:36

Sorry, wenn ich diesen alten Thread wieder aufwärme, aber das Thema liegt mir am Herzen. Meine Liebe für hochhackige Schuhe habe ich mit 11/12 gemacht und war immer hin und hergerissen - zum einen die Begeisterung für die Schuhe (und meine Mutter hatte wirklich tolle Schuhe zu dieser Zeit!) und das tolle Gefühl, damit zu laufen; auf der anderen Seite das schlechte Gewissen, "das darf ein Junge/ Mann doch nicht!".

Es hat viele Jahre gedauert, zu realisieren, dass es kein Fetisch ist, sondern ich genauso das Recht habe, mir schöne Schuhe zu kaufen und sie zu tragen, wie andere Menschen auch.

Hohe Absätze waren eine militärische Erfindung, um in den Steigbügeln der Pferde Halt zu finden (während manN mti Pfeil und Bogen schoss oder mit Schwert und Schild kämpfte); Könige wie Louis XIV trieben es wahrlich auf die Spitze und waren die ersten Träger von "High Heels" (weit über 10cm).
Mit der Französischen Revolution galten hohe Absätze als Zeichen feudaler Dekadenz und verschwanden aus den Schuhregalen beider Geschlechter. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts, wurden Röcke kürze und Damenschuhe rückten mehr und mehr in den Blickpunkt - und so wurden auch die Absätze höher.

Heutzutage zählen hochhackige Schuhe zu den rein weiblich konnotierten Accessoires; während es "typische männliche" Kleidung und Schuhe praktisch nicht mehr gibt. Spätestens seit Boyfriend- und Gentlenman-Look sind auch Sakkos, Krawatten und klassische Herrenschuhe (Oxford, Budapester, Monkstraps, usw.) im Damenregal anzutreffen. Nicht zu vergessen die päpstlichen Schlappen, die als "Loafer" die letzten Monate/ Jahre als neue "Damenschuhe" gefeiert wurden.

Gleichberechtigung ist keine Einbahnstraße. Und wenn eine Frau Smoking und Schlips tragen darf - warum der Mann nicht auch Pumps?!

Zudem Pumps ebenfalls klassische Herrenschuhe sind, die einst von den Hoflakaien getragen wurden und die in der flachen Version (Ballerina-ähnlich) mit Seidenstrümpfen! immer noch der klassische Schuh zum Smoking ist.

Ich finde diese ganze Diskussion völlig absurd. Denn sie zeigt, wie festgefahren wir in unserem Denken und unserer Erziehung sind. Die kleine Anna soll natürlich mit Autos spielen dürfen und der kleine Maximilian an mit Puppen. Und natürlich darf Anna mit Hose zum Kindergarten gehen - aber wehe klein Mäxchen will das auch! Und im Businessleben noch viel schlimmer! Was dort den Frauen für Freiheiten eingeräumt werden, ist für mich nicht nachvollziehbar. Und als Krönung des Ganzen dann die alljährlichen Ratgeber, was MANN alles nicht tragen darf - auch nicht bei 40°C und ohne Klimaanlage. Nicht einmal typisch-männliche Bekleidungsstücke und Schuhe (welche Frau möchte auch freiwillig schlammgraue Herrensandalen tragen?). Bestenfalls im Schrebergarten oder im Urlaub darf ER mal kurze Hose und Flipflops tragen - andernfalls wäre IHR da peinlich. Der Mann wird also das ganze Jahr ohnehin schon das ganze Jahr kleidungstechnisch kurz und in seiner Rolle zum Modemuffel gehalten.

Wenn jetzt ein Mann auf die Idee kommt, aus dem gesellschaftlich-modischen Korsett auszubrechen, dann sehen die Frauen plötzlich den Geisteszustand des Mannes und der Beziehung in Gefahr. Rock als Mann? Oder gar hohe Schuhe?! Geht ja gar nicht! Nachher findet er sich viel attraktiver als sie?!

Alles Quatsch! Meiner damaligen Freundin habe ich nach einem halben Jahr gestanden, dass ich nicht nur auf hohe Schuhe stehe, sondern sie auch gerne trage und ein paar auch besitze. Das hat sie am Anfang zwar irritiert und verwundert, aber nicht davon abgehalten mich zu heiraten. Sie akzeptiert es auch, dass ich nicht nur Dutzende Schuhe (mehr als sie) besitze, sondern diese auch außerhalb der eigenen vier Wände trage. Ja ich gehe damit sogar zur Firma.

In unserem Liebesleben spielen die Schuhe keine Rolle. Somit kann ich den Fetisch-Charakter verneinen. Also kein Grund zur Panik!

Es mag zwar etwas ungewöhnlich sein, aber es gibt durchaus wesentlich mehr Männer, die gerne hohe Absätze tragen: http://mohh21.forumprofi.de/index.php

Stöckelige Grüße,
Hannes

  • Hallo!

    Genau#pro!

    Gendermäßig ist das alles vollkommen Ok!

    Wir FRauen haben doch im Prinzip alles den Männern "geklaut". Schotten tragen noch immer Röcke! Auch war Rosa/Rot früher den Jungs und reichen Männern vorbehalten.
    Ich finde dieses Mädchen Puppe, Jungs Autos sowas von....

    Lg Sportskanone

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