die liebe? ohne liebe zusammenbleiben

    • (1) 28.11.15 - 11:06
      sehr schwierig...

      Hallo zusammen,

      mein Mann und ich sind 5 Jahre verheiratet und 10 Jahre ein Paar. 2 Kinder (8 und 6).

      Nun ist es so, dass mein Mann sich sehr verändert hat und das nicht sieht oder ändern will.

      Ich möchte Euch jetzt keinen Roman schreiben, aber ein paar Dinge sind vielleicht nciht unwichtig.

      Früher war er selbstständig und hatte ein Hobby. Seit die kinder da sind, ist ihm das alles zu viel geworden. Er lebt sein Hobby nur noch mit dene Kindern, hat keine Sozialkontakte, keinen Kontakt zu seiner Familie und den Laden aufgegeben. Heißt, er ist ständig zu Hause... Ich arbeite 20 Std. die Woche vormittags, hatte bei beiden Kindern Elternzeit, in der 2. waren wir beide zu Hause, aber ich würde sagen, ich habe mich ums Kind gekümmert... Er saß auf seinem Sofa und hat den größeren in den Kiga gebracht und wieder abgeholt. Natürlich hat er auch mal was mit Ihnen unternommen.

      Wir sind umgezogen, er hat 2 Monate am Haus geschuftet und sitzt nun wieder den lieben langen tTag auf seinem Hintern. Ich muss sagen, finanziell haben wir keine Probleme, er hat gut verdient und davon können wir zehren.

      Mich nervt seine Stubenhockerei. Er mischt sich in alles ein. Z.b. hat mein großer Sohn bei Problemen die angewohnheit zu mir zu kommen und sagt es auch nur wenn der Papa nicht im raum ist.... Wenn doch mal was besprochen wird, wie Ärger in der Schule muss mein Mann immernoch seinen Senf dazu geben, obwohl ich das Problem eigentlcih schon geklärt habe..

      Gestern war auch toll. Ich schaute mir auf Facebook einen Satirekomiker an, den er doof findet. Ich kannte den bis dato nicht. Dennoch ging es die ganze Zeit darum, wie blöd der ist und dass der nicht ernstgenommen werden kann. Für mich war das eigentlich kein Thema. Ich hatte den Clip geguckt und gut. Fand den jetzt auch nicht toll aber er konnte keine Ruhe geben... Warum regt der sich denn so auf?

      Bis vor kurzem war er auch echt laut, die Kinder sagen, er schimpft jeden Tag obwohl er das tatsächlich nciht mehr macht. Aber es hat sich wohl eingebrannt.

      Er hat sich im letzten halben Jahr schon zum guten verändert aber ich habe das Gefühl, er ist ok, er hilft mir, es ist leichter so zu leben, aber ich will und kann nicht mehr mit ihm intim sein. Es ekelt mich. Er pflegt sich nicht genug und ständig rennt er hinter mir her. Die ersten Jahre hatten wir tollen Sex aber jetzt... Ich muss dazu sagen, dass ich ungeplant schwanger war, dieses Jahr. Ich wollte kein Kind mehr, aber Abtreibung wäre eigentlich keine Option gewesen, er hat es geschafft mich so zu beeinflussen, dass ich es getan habe. Er hat mich angeschrieen und immer gesagt, das wäre noch kein Kind und so weiter. Er fände das nicht schlimm. Gut, ich habe die Abtreibung selbst vornehmen lassen aber ich wollte keinem Kind noch so einen Vater zumuten. Ich konnte nicht mehr, hatte endlich einen Job der Spaß macht... Ich bin inzwischen drüber hinweg. Es ist ok, aber meinen Mann würde ich am liebsten weg haben oder zumindest nur als Mitbewohner..

      Ich habe viel mit Ihm geredet, er wollte sich ändern, er hat es in einer Beziehung (das rumschreien) geschafft, alles andere ist nach wie vor gleich. Ich habe gesagt, er könnte mal ein wochenende wegfahren, damit ich mal meine Ruhe habe, er ist ja immer da. Tja hat sich auch schon wieder verjährt... Er wollte 1 x die Woche den Nachmittag /Abend weg sein, damit ich mal für mich bin, braucht man ja. Hat er genau 2 x gemacht.

      Ich weiß ja nicht wie das so ist mit der Liebe. Ich finde Ihn nicht Scheiße oder hasse ihn. Aber ich will halt auch nichts mehr von Ihm. Alleine leben oder zusammen, lieber zusammen ist einfacher. Aber vielleich auch unglücklicher und ständig muss ich mir neue Ausreden einfallen lassen, dass ich keinen Sex will.

      Was meint Ihr?
      LG

      • Was ich meine? Trennt Euch, das ist eine Farce, was ihr beide da abzieht! Mehr ist dazu nicht zu schreiben! Nur eins noch, wegen seinem "einmischen". Er ist der Vater der Kinder und gat jedes recht der Welt, sich einzuschalten, wenn es um die Belange seiner Kinder geht. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit einmischen zu tun!

        • (3) 28.11.15 - 11:42

          hallo danke für deine enschätzung.

          ich finde schon auch, dass er was zu sagen hat. natürlich. aber wenn ich mit meinem sohn über nicht gemachte hausaufgaben spreche und er dabei ist und zuhört, muss er nicht hinterher nochmal alles wiederholen bzw. berichtigen, falls ich mich nicht klar genug ausgedrückt habe. abgesehen davon sagt er zru mir, ich solle die kinder nicht vollabern sondern lieber mal eine ordentliche ansage machen, würden die besser verstehen..

          stell dir mal vor, dein mann ist die ganze zeit immer zu hause uund mischt sich in jedes gespräch von dir und deinen kindern ein, fändest du das toll? machst du das auch? den kindern verbietet man das ja...

          mein großer sohn hat ängste wege nicht gemachter hausaufgaben etc.. weil der vater ihn ständig angeschrien hat als er noch klein war, wegen geklecker auf dem tisch oder so. mein sohn hat einen knacks was das betrifft. er wird cooler im umgang aber er ist sehr ängstlich.

          jetzt schreit er weniger. aber das sitzt tiefer und er versucht superdaddy zu sein... ja ich liebe ihn nicht mehr.

      Dein Mann ist zu bedauern. Ihm scheint irgendwie die Lebensgrundlage entzogen worden zu sein. Jetzt sitzt er antriebslos da und weiß mit sich nichts mehr anzufangen. Er scheint sich obendrein noch als Fremdkörper im Haus zu fühlen, weil du ihn so behandelst. Er darf seinen "Senf" nicht dazu geben. Du klärst alles mit den Kindern und sagst ihm, er solle sich ab und zu verpissen, damit du mal deine Ruhe hast.

      Und trennen willst du dich auch nicht komplett....". Alleine leben oder zusammen, lieber zusammen ist einfacher....." sondern es auch noch bequem haben. Er darf bleiben, aber zu deinen Konditionen. Du wolltest damals das Kind behalten. Hatte dein Manncda auch kein Mitspracherecht, ist das keine Gemeinschaftsentscheidung, die diskutiert gehört? Ich finde, du hast deinem Mann jegliche Eier abgeschnitten. Da wunderst du dich, dass er austickt

      Grundsätzlich verstehe ich dein Ansinnen. Was machst du denn für dich, abgesehen von arbeiten? Gehst du aus, zum Sport oder unternimmst etwas allein, fährst mal ein paar Tage allein weg?

      Warum sucht sich dein Mann keine Beschäftigung? Ehrenamtlich gibt es so ein großes Betätigunsfeld und er käme sich nicht so nutzlos vor.

      An deiner Stelle würde ich mich trennen. Ihr geht so respektlos miteinander um und du willst ihn nur noch aus Bequemlichkeitsgründen. Wofür soll das alles gut sein? Wenn du weg bist, bewegt sich dein Mann vielleicht auch wieder, weil er dann selbst wieder Verantwortung übernehmen muss. Für euch beide wäre es das beste. Du könntest weiterhin ganz allein agieren und entscheiden und er wäre nicht mehr ein nutzloses Anhängsel.

      • (5) 28.11.15 - 11:36
        sehr schwierig..

        hallo,

        danke für deine offene antwort. ja wir sind beide an unserem schlamasssel beteiligt. ich habe aber nicht gesagt, hör auf zu arbeiten und blei zu hause.

        und mit der abtreibung. ja ich wollte nicht abtreiben und ich habe es getan, weil er mich so mit seiner einstellung und art unter druck gesetzt hat. er ist zudem geizig... ja ich bin dauergenervt.

        und ja, ich finde, wenn er mit den kindern was macht oder mit ihnen redet, dann lasse ich ihn auch. oder wenn er schimpft, komme ich nciht hinterher noch mit meinem senf....

        es geht darum, dass ich nie mit den kindern alleine sein kann. um mal so zu sein wie ich bin, ich bin nciht mehr wie ihc bin, wenn ich mich permanent unter beschuss sehe, weil ich ja nicht fundiert genug argumentiere... kein latein kann oder sonst was. er mischt sich in jedes noch so kleine unwichtige gespräch ein und macht ein riesenthema draus. oft sehe ich wie er den großen vollschwallt und der aber nur höflich oder aus angst zu hört, aber eigentlich schon total genervt ist...

        ja er ist bedauernswert. aber ich habe immer versucht ihn zu unterstützen, also die ersten jahre, habe gesagt, arbeite weiter und sprich mit deinem partner, aber das will er nicht. bloß nicht reden oder kompromisse eingehen.. dann lieber das handtuch werfen. übrigens nach meinen trennungsabsichten sagte er, dann bin ich weg und ihr seht mich nie wieder... toll oder?

        • Ja dann hast du aber doch das, was du willst?

          Ich verstehe dich insofern, als dass ich so auch nicht leben wollte. Allerdings hat er diese Tendenzen ja offensichtlich nicht erst seit gestern und trotzdem hast du mit ihm Kinder bekommen und ihn geheiratet.

          • (7) 28.11.15 - 13:52

            ja die ersten jahre waren anders. und menschen verändern sich.. wäre er schon immer so gewesen, hätte ich ihn nicht genommen. ich halte seit 5 jahren aus und hoffe auf irgendwas.. aber jetzt ist einfach das fass übergelaufen...

            ich glaube nicht dass die liebe nochmal kommt. aber was ich weiß, dass du immer genau diese frage stellst ohne dich irgendwie konstruktiv zu äußern..

            immer dieses "selber schuld".

            danke

            • (8) 30.11.15 - 11:36

              Das ist eben die Frage, die ich mir in 99 % der Fälle stelle und ja, ich bin der Überzeugung, dass viel schon Grundveranlagung ist.

              Klar können sich Menschen ändern. Und natürlich ist meine Frage auch ein wenig provokativ gemeint.

              Meine konstruktive Meinung: ich glaube schon, dass man ohne Liebe zusammen leben kann. Aber nicht ohne Sympathie und gegenseitigen Respekt und gegenseitige Unterstützung.

        übrigens nach meinen trennungsabsichten sagte er, dann bin ich weg und ihr seht mich nie wieder... toll oder
        -----

        Naja, nicht ganz das, was du dir erwartest. Ich verstehe nur aufgrund deiner Schilderung nicht, warum du dich nicht trennen willst. Lieber so - als allein.

        Trenn dich und der Rest wird sich zeigen. Offensichtlich wird er dich nicht aufhalten. Vielleicht ist er froh, dass du den Schritt machst, für den er zu feige war.

        • (10) 28.11.15 - 16:33
          sehr schwierig...

          nein er wird nicht froh sein, er fleht mich an, uns noch eine chance zu gebne, er weint wenn ich von trennung rede und er sagt, er würde es nicht aushalten in der nähe zu wohnen, ich würde ihm das herz brechen... also schon aus mitleid und so weiter habe ich mich bislang nicht getrennt.

          ja, der rest wird sich zeigen... danke dir.

Grüss Dich!
Das kommt für mich, als Mann, so rüber
als wenn dein Mann eine Sinnkrise mit sich hat. Kein richtiger Job, keine Herausforderungen, keine Dinge die sein Selbstbewusstsein stârken. Damit ist für seine Umwelt schwer zu ertragen.So etwas kann mehrere Jahre
andauern.
Deine Gedanken und Angebote sind richtig, ich wâre noch nicht für Trennung, weil ihr Kinder habt und weil man auch mal Krisen annehmen muss!
Du solltest eigenstândige Unternehmungen für Euch Beide forcieren und parallel im Gesprâch

bleiben mit ihm, um deine Wünsche und Vorschlâge zu kommunizieren. Ich würde auch darüber nachdenken bis zu welchem Zeitpunkt er sich endgültig drehen muss(1- 2Jahre). Damit gibst du Euch eine Chance. Wenn bei Euch früher Liebe war, dann kann man das zurück holen (soweit jeder von Euch a sich arbeitet.........arbeitet lohnt!

  • (12) 28.11.15 - 13:54

    ja, das stimmt. die sinnkrise, aber sie dauert nun schon bestimmt 5-6 jahre an. ich will nciht mehr, ich habe keine kraft mehr und inzwischen auch keine lust mehr. ich muss meine energie bei mir behalten sonst bekomme ich wieder depressionen.

    verstehst du, ich habe glaube ich resigniert und bin leider nicht mehr bereit noch mehr zugeständnisse zu machen. zumal wie gesagt ich mir auch keinen sex mehr mit ihm vorstellen kann und möchte.

    lg

(13) 28.11.15 - 14:08

Es ist nicht einfach wenn einem der eigene Mann ständig auf der Pelle klebt.

Das mit dem "alleine sein" brauche ich nicht. Weil wir nicht in jeder freien Minute um den anderen rumschleichen- unser Haus ist groß, wir gehen uns auch so mal aus dem Weg. Dazu muss keiner wegfahren.

Als mein Mann nach dem Studium erstmal arbeitslos war das anders. Kaum war ich von der Arbeit zuhause wurde ich "belagert". Schließlich hat er den ganzen Tag darauf gewartet das ich nachhause komme und ihm Gesellschaft leiste. Und schlechte Laune hatte er auch meistens. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob unsere Beziehung diese Situation auf Dauer ausgehalten hätte.

Ich glaube, dass Problem ist die Arbeitslosigkeit deines Mannes. Er muss irgendwas machen- und sei es ehrenamtlich. Setzt ihm eine Frist- und falls sich nichts ändert bleibt nur die Trennung.

So wirst du auf Dauer nicht glücklich.

Hallo

<<< Die ersten Jahre hatten wir tollen Sex aber jetzt... Ich muss dazu sagen, dass ich ungeplant schwanger war, dieses Jahr. Ich wollte kein Kind mehr, aber Abtreibung wäre eigentlich keine Option gewesen, er hat es geschafft mich so zu beeinflussen, dass ich es getan habe. Er hat mich angeschrieen und immer gesagt, das wäre noch kein Kind und so weiter. Er fände das nicht schlimm. Gut, ich habe die Abtreibung selbst vornehme<<<

Für mich habt ihr euch genau hier endgültig verloren.

Ich bin kein Fachmann ,vermute aber ganz stark, dass dadurch eure sexuelle Beziehung den Bach runter gegangen ist.

Ich habe schon mehrfach gehört, dass Frauen mit dem Mann, von dem sie ein Kind abgetrieben haben, keinen Sex mehr wollen.
Auch wenn du es vernunftmäßig durchgezogen hast, kann dir dein Unterbewusstsein jetzt einen Strich durch die Rechnung machen in Form von: Respektverlust, Widerwillen, keine Achtung mehr vor diesem Mann, er nervt dich nur noch.

Keine Ahnung ob ihr das aufarbeiten könnt oder wollt.
Vielleicht wäre eine Ehetherapie auch hier hilfreich, um die Sache ohne Zweifel zu beenden oder massiv daran zu arbeiten.

L.G.

L.G.

Wie oft denn noch ... immer wieder und wieder die gleiche Geschichte und Frage ...

... Du holst Dir wöchentlich Deine Antworten und Ratschläge ab ... und änderst NIX.

LG

Top Diskussionen anzeigen