Trennung der Eltern - Tochter dreht durch

    • (1) 06.12.15 - 21:15

      Hallo!

      Mein Mann und ich möchten und gern in Frieden trennen. Es passt einfach nicht mehr. Unsere gemeinsame Tochter ist 11, sehr sensibel.
      Wir haben gestern mit ihr darüber gesprochen und die Resonanz war furchtbar. Übelkeit, Bauchschmerzen, Panik, Luftnot, sehr viel Weinen.
      Ich habe versucht, darzustellen, dass wir sie beide lieb haben, dass sie jederzeit das Elternteil sehen kann, bei dem sie nicht lebt (das wird wohl mein Mann werden),
      Egal, was wir gesagt haben, es wurde immer schlimmer.

      Wir wissen nicht mehr, was wir machen sollen.

      Wie sollen wir mit ihrer Reaktion umgehen?

      • So schlimm das alles für eure Tochter momentan und aktull auch sein mag (und sicher auch noch sein wird), würde ich trotzdem erstmal ein paar Tage ins Land gehen lassen. Für sie geht gerade die Welt unter, ihre Familie bricht auseinander und nichts mehr wird so sein wie vorher. Sie ist alt genug um vielleicht bei Freunden schon Trennungsgeschichten (evtl. der unschönen Art) mitbekommen zu haben.

        Gebt ihr erstmal ein bisschen Zeit. Erklärt und erzählt ihr alles ganz ehrlich, was sie wissen möchte. Schafft die künftige Wohnsitution möglichst so, dass eure Tochter sich aussuchen kann, zu wem sie geht. Vielleicht ist es auch auch möglich, das gemeinsame Sorgerecht auszuüben und eure Tochter hälftig bei euch übernachten zu lassen, so wie sie das möchte.

        Ihr müsst eurer Tochter momentan die Sicherheit geben, dass ihr beide weiterhin Mama und Papa und weiterhin für sie da seid. Ihr müsst ihr aber auch Ruhe geben und Zeit zum Nachdenken, wenn sie die braucht. Akzeptiert auch ihre Grenzen und ihren Wunsch nach Abstand.

        Abwarten und/oder zum Jugendpsychologen.
        Ich fackel bei sowas nicht lange, es muss ja keine langfristige Behandlung sein, aber ein Coach der da ein bisschen vermitteln und "drauf gucken" kann, ist da echt nicht schlecht.
        Sowas kann in Eigenregie (zumin. in Eurem Fall - bei anderen geht das manchmal "ohne Probleme") ganz schön nach hinten los gehen.

        Wir wissen nicht mehr, was wir machen sollen.

        Wie sollen wir mit ihrer Reaktion umgehen?

        Na was erwartest du denn? Ich denke ihr müsst die Reaktion erst mal hinnehmen und aushalten. Finde die ziemlich normal.

        Besonders heftig könnte es für sie sein, wenn es quasi keine großartigen Anzeichen für die Trennung gab. So hat es sie quasi eiskalt erwischt - und ihr habt ja immerhin den Wissensvorsprung voraus.

        "Ich habe versucht, darzustellen, dass wir sie beide lieb haben, dass sie jederzeit das Elternteil sehen kann, bei dem sie nicht lebt (das wird wohl mein Mann werden)," - ja das ist alles so sachlich und erwachsen - braucht sie aber erst mal nicht zu interessieren, sie will ganz sicher dass alles so bleibt wie bisher, das, was du ihr sagst, kann ja nur ein schwacher Trost sein bei dem Verlust der ihr droht.

        Die Kacke an Trennungen sind halt immer die Kollateralschäden bei den Kindern. Vielleicht war der Zeitpunkt auch nicht so gut gewählt - wie wollt ihr das denn jetzt an den Feiertagen drehen? Und "sich im Frieden trennen" - ist sicher super, aber für Kinder vermutlich noch schwerer nachzuvollziehen als wenn vorher immer Ramba Zamba war.

        Ich denke ihr müsst jetzt einfach abwarten, euch gesprächsbereit halten, und letzten Endes müsst ihr es alle 3 aushalten.

        Viel Glück für euch.

      • Hallo,

        ich kann Dir nur einen Rat geben - und der betrifft nichteinmal Deine Frage zum Umgang mit der Reaktion Eurer Tochter:

        Ich wollt Euch in Frieden trennen? - d. h. ihr seid noch zueinander gesprächsbereit?

        Dann rate ich eine Eheberatung.

        "Es paßt nicht mehr" ist meist nur der Ausdruck von "Jeder lebt so sein eigenes Leben und wir finden nicht mehr zum gemeinsamen Wir zurück."

        Ich denke, bei Euch ist noch der Weg offen, für eine gemeinsamen Zukunft. Nutzt diese Chance.

        Pureheart

        (6) 06.12.15 - 22:16

        Das sind die "Nebenwirkungen" einer Trennung.

        Ich schüttele hier immer den Kopf, wenn User so schnell die Trennung empfehlen oder sich Paare wegen "es passt halt nicht" sich trennen. Sie werden häufig in der nächsten Partnerschaft mit den gleichen Problemen wieder eingeholt.

        Unsere Ehe/Beziehung dauert inzwischen 24 Jahre und haben auch schon Punkte gehabt, wo wir dachten, es geht nicht mehr, aber wir haben es immer wieder geschafft, da wir nicht weggelaufen sind, sondern an den Problemen gearbeitet haben. Das ist manchmal hart und kostet manchmal viel Kraft. Man glaubt, andere Paare haben keine Probleme und doch haben sie die, nur kaum einer erzählt darüber.

        Passt auf die Tochter auf. Im Freundeskreis hat sich ein Kind das Leben nehmen wollen, weil sie unter der Trennung der Eltern fast zerbrochen wäre.

      • Hallo!

        Ich weiß, das ist jetzt keine Antwort auf Deine Frage. Aber darf ich fragen, was genau nicht mehr passt?

        LG
        Dana

        P.S.: Die Reaktion Eurer Lütten kann ich gut verstehen. Das tut mir sehr leid für Euch alle. #liebdrueck

        • Tja, mein Mann erlebt gerade seinen zweiten Frühling, geht mit Kumpels in die Disco, möchte auch mal mit denen in den Urlaub. Er ist weit weg vom Familienleben, dass er damals so sehr wollte.
          Ich mein, ich habe gar nichts dagegen, dass er sich amüsiert, aber gleich die Familie canceln....
          Ich habe mich wohl in den letzten 12 Jahren so verändert, dass er nur noch wenig mit mir anfangen kann.

          Es liest sich hier immer so locker:
          "Glückliche Mutter, glückliche Kinder."
          "Mein Kind hat die Trennung prima aufgenommen" usw.

          Das kann doch alles nicht sein...

          Es liest sich hier immer so locker:
          "Glückliche Mutter, glückliche Kinder."
          "Mein Kind hat die Trennung prima aufgenommen" usw.

          Das kann doch alles nicht sein...

          Hallo Bruchetta,

          auf diese Aussagen würde ich in Deiner jetzigen Lage nicht so viel geben.
          Denn sowas schreibt/liest sich leicht, aber man kann bei diesen Userinnen auch nicht hinter die Kulissen schauen, was in der ersten frischen Trennungsphase genau los war.

          Eine Trennung ist nie einfach und jeder hat daran zu knabbern, inklusive dem, von dem die Trennung ausgeht, und das braucht Zeit.

          Ich denke, solche Texte wie oben schreiben sich leichter, wenn sich die Wogen mal nach einer längeren (!) Zeit geglättet haben, und alle in der neuen Situation angekommen sind.

          Eine einzige Ausnahme könnte sein, wenn es zuhause nur noch Krach oder auch Gewalt (seelisch u körperlich( gegeben hat. Dann kann eine Trennung wirklich auch sofort eine Erlösung für die Kinder sein.

          LG flamingoduck.

          (12) 07.12.15 - 11:41

          Cancelt er denn die Familie, wenn er in die Diesco geht und mit Freunden in die Ferien fährt?

          In einer langen Beziehung können sich die Modalitäten schon mal ändern.

          Habt ihr mal in die Richtung offene Beziehung, getrennt Wohnen oder sonstige neue Arragements gedacht?

          Vielleicht kannst ja du die Gelegenheit nutzen, auch du dir mehr Freiheiten zu nehmen, dich neu zu orientieren oder einen lang gehegten Traum zu realisieren?

    (13) 07.12.15 - 07:46

    Hallo.

    Ich kann sie verstehen. Als ich mich vor neun Jahren vom Vater meiner Töchter trennte, wir haben es übrigens erst nach den Feiertagen erzählt, ist meine eine Tochter auch panisch "zusammengebrochen". Die anderen beiden Mädchen haben es gut hingenommen. Jedes Kind ist anders und man muss auf jedes Kind individuell eingehen. Ich habe mit ihr viel geredet. Sie kam auch zum Glück von alleine und stellte Fragen, die ihre Ängste betraf. Eigentlich sehr gut, somit wusste ich, wo ihre Ängste sind. Ich habe sie dann zu ihrer Beruhigung erklären können. Habe ihre Ängste genommen und dann war alles gut. Sie konnte den nächsten Tag schon besser mit umgehen und war auch wieder ruhiger. Aber die Zeit hat sie bekommen, die sie brauchte. Sie war auch diejenige, die ein Jahr zuvor schon mal fragte, ob wir (mein Ex und ich) uns trennen, da wir immer nur streiten miteinander. Also im Prinzip hat sie es schon geahnt, aber da war es dann ausgesprochen.

    Ich glaube, ihr müsst sie erst mal in Ruhe lassen. Sie muss es erst mal verstehen, was da vor sich geht. Sie wird kommen und Fragen stellen und da müsst ihr für sie da sein. Mist nur, dass ihr nicht gewartet habt bis nach den Feiertagen. Aber gut, nun ist es ausgesprochen.

    Alles Gute für euch.

    LG

    Hallo Bruchetta,

    passt es auch von Deiner Seite gar nicht mehr, ich meine damit, habt Ihr Euch entfremdet?

    Denn ich sehe es so - wenn man einfach nicht mehr den Zugang zueinander findet und sich auseinanderentwickelt (so wie es bei Euch scheint), macht es wenig Sinn, das Ganze krampfhaft aufrecht zu erhalten.

    Natürlich ist es immer schlimm mit Kindern.

    Ich würde mit der Kleinen jetzt im Moment nicht noch weiter diskutieren - Du schreibst ja selbst, dass es mit jedem Mal erklären noch schlimmer wurde.

    Lass es bei dem Mädchen mal etwas sacken, sie muss das jetzt auch mal verdauen.

    Ich würde auch raten, ggf mal einen Kinderpsychologen oder einen Vertrauenslehrer als "Vermittler" mit ins Boot zu nehmen.

    Gibt es denn in ihrem Freundeskreis/Klasse auch "Betroffene", bei deren Eltern die Trennung in Frieden abgelaufen ist und diese Kinder sich inzwischen gut mit der neuen Situation arrangiert haben?
    Falls ja, knüpf doch vl mal Kontakte zu deren Eltern, trefft Euch und vielleicht können diese Kinder Deiner Tochter auch mal ein bisschen die Angst nehmen?

    Und unternehmt viel mit ihr - mal Du mit ihr, mal Dein Mann mit ihr.
    Zeigt ihr jetzt schon, dass Ihr nach wie vor für sie da seid.

    Es ist für Deine Tochter eine neue Situation, sie muss das jetzt erst einmal begreifen und verarbeiten.
    Sie weiß es nun erst seit wenigen Tagen, da ist verständlich, dass sie das nicht mal eben "abnickt", sondern auch emotional reagiert.

    LG flamingoduck.

    (15) 07.12.15 - 10:59

    Also, ich finde, da habt ihr noch ziemliches Glück mit der Reaktion eurer Tochter. Ich hab damals zu meinen Eltern gesagt, sie können schon davonlaufen, wenn sie ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe bekommen, aber ich bleib dann bei Oma und sie sehen mich NIE wieder. Das hat gewirkt. Wegen "bisserl Differenzen" haben sie sich doch nicht getrennt. Und es war mir BITTER ernst. Ich hatte damals in etwa das Alter deiner Tochter. Ich erwartete damals als Kind - und ich gestehe einem Kind zu, das zu erwarten - dass sich meine Eltern verantwortungsvoll verhalten und nicht wegen Pippifax auseinanderlaufen.

    Ich lese aus deinen Texten:

    Ihr wollt euch trennen, in Frieden, weil es nicht mehr passt. -> Es ist also definitiv nicht so, dass es für einen von euch (deine Tochter eingeschlossen) nicht mehr tragbar ist, zusammenzuleben. Sondern ihr meint, es wäre ohne einander einfacher, besser, schöner. Für wen jetzt da genau? Für dich? Für ihn? Fürs Kind? Wer gibt euch das Recht, euch zu trennen, weil es VIELLEICHT (!) für einen von euch (für wen?) schöner, besser, toller, ... ist? Eine Ehe ist letztlich auch ein Vertrag, ein Versprechen an den anderen und auch an die Kinder, alles zu tun, um beisammen zu bleiben, wenn es geht.

    Ihr wisst wegen der Reaktion eurer Tochter nicht mehr, was ihr machen sollt. --> Na, die Entscheidung ist wohl nicht so gefestigt, wenn sie durch eine (erwartbare) Reaktion einer 11jährigen ins Wanken gerät.

    Dein Mann möchte in die Disco und mit den Kumpels allein in den Urlaub. DAS möchtest du nicht, aber TRENNEN schon #kratz -> "Teilzeitpapa" ist ein noGo, er engagiert sich nicht genug für die Familie. Aber wenn er gar nicht mehr da ist, dann hast du ihn ja noch weniger????

    Vielleicht wäre eine Eheberatung wirklich sinnvoll. Vielleicht reicht es aber auch, wenn ihr euch beide mal hinsetzt und eine Pro/Contra-Liste schreibt. Was wird durch die Trennung objektiv besser, einfacher? Was wird definitiv schlechter, schwieriger? Vielleicht solltet ihr euch auch Gedanken machen, wie ihr euch die Zukunft vorstellt. Klar, es wäre natürlich toll, eine harmonische, liebevolle Partnerschaft zu haben, in der man sich noch dazu sexuell attraktiv findet und auf die gleichen Ziele hinarbeitet. Die Frage ist, ob man tatsächlich dauerhaft eine rosa Ponyhof-Ehe führen kann. Und ob Alleinsein wirklich um so viel schöner, toller, lustiger ist, als eine WG mit einem Mann, den man im Grunde ok findet und hin und wieder auch mehr.

    Wir z.B. führen m.E. fast eine Bilderbuchehe. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es viele Partner gibt, die sich mehr lieben als wir. Und trotzdem gibt und gab es Phasen, wo ich andere Männer SEHR attraktiv finde/fand, wo mich mein Mann nur noch nervt, wo alles am Ende scheint. Mir hat das "Was will ich eigentlich?" immer sehr weitergeholfen. Ich liebe mein Leben, so wie es ist, mit unserer Familie, mit unseren Freunden, unserem Haus, unseren gemeinsamen Urlauben, unseren Hobbies, der Freiheit, einfach weggehen zu können, wenn mir danach ist, weil mein Mann dann halt den Kleinen übernimmt (und umgekehrt natürlich), also mein Leben halt. Und mein Mann ist wesentlicher Bestandteil dieses Lebens. Wenn ich ihn "ändern" würd, dann würd das alles auseinanderbrechen. Will ich das wirklich? Verzichte ich auf all diese Dinge, nur weils mal "nicht so passt"??? Ich nicht!

    • Hallo Brille,

      sorry wenn ich mich jetzt hier nochmal einfach reinmische.

      Ich verstehe Deine Argumentation, keine Frage.
      Aber ich bin auch schon seit einigen Jahren hier unterwegs - kenne Bruchetta nicht persönlich - aber lese gerne ihre Beiträge, die stets klug und reflektiert sind.

      Ich denke nicht, dass sie sich wegen ein paar Kinkerlitzchen trennt, kann ich mir nicht vorstellen.
      Sie hat weiter oben eigentlich nur etwas in der Kurzform hingeschrieben, aber ich denke, es sind noch viel mehr Faktoren dabei.

      Ich hatte an diesem Wochenende auch erst ein Gespräch mit einer lieben Freundin, die sich anch 8 Jahren trennt.
      Nach aussen wirkten sie stets wie ein Bilderbuchpaar, aber hinter den Türen waren doch viele Unstimmigkeiten.
      Es ging los bei wenig Interesse am anderen, der Partner machte auch lieber seinen eigenen Stiefel, keine Lust auf gemeinsame Unternehmungen, Kumpels u Zocken waren wichtiger.

      Sie meinte, sie hat einige Jahre (!) immer wieder versucht und gemacht, gekämpft, sich auch viel schöngeredet.
      Aber nun kam ein Punkt, wo es bei ihr scheinbar "Klick!" gemacht hat und sie einfach nicht mehr weiter machen kann. Sie kann und will nicht ein Eheleben lang den Entertainer für ihren Mann spielen und ihn immer motivieren. Wenn er dann doch auf nichts Bock hat.

      Sie würde nur sich belügen, ihren Mann belügen und ihren Kindern und dem Umfeld auch eine heile Welt vorlügen.

      Das kann sie nicht mehr so weiter spielen, es zermürbt sie.

      Sie hat die Trennung nun in die Wege geleitet und fühlt sich selber dabei hundsmiserabel, aber sie ist dennoch fest überzeugt, dass es langfristig für alle das Beste sei.

      Du schreibst, Du hast eine Bilderbuchehe, und das ist gut so. So soll es im Idealfall sein.

      Aber ich verstehe auch Bruchetta - genauso auch wie meine Freundin hier - dass es irgendwann nach Zeiten des Abmühens und Kämpfens, keinen anderen Weg mehr gibt.

      LG

      (17) 07.12.15 - 18:59

      wenn die liebe weg ist sie weg. das hat auch nichts mit "mal nicht passen" zu tun, sondern der lebensentwurf zweier mensch geht nicht mehr überein, da dieser (meist) auf liebe basiert. ein weiteres zusammenbleiben hat dann tatsächlich vertraglichen charakter und verdient m.e. kein ehrenkreuz. ich finde es mutig, zu seinen gefühlen zu stehen und den eigenen weg nicht aus den augen zu verlieren anstatt in leichenstarre aneinander zu verharren. ich möchte jedenfalls nicht als wg enden, du scheinst dies einem ehrlichen schritt vorzuziehen. DAS wiederum finde ich armselig, wenn man noch keine 80 ist und zudem eher tradiert.
      v

Bruchetta,

ich lese hier, dass aus deinem Beitrag, der sehr sachlich vorgebracht ist, geschlossen wird, dass ihr euch trennt wegen "Kinkerlitzchen".

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass dem nicht so ist, denn du als Userin bist eher nicht die, die einfach mal eben so von Trennung spricht. #liebdrueck

Ich habe gerade das Gefühl, im falschen Thread zu sitzen, wenn ich das hier lese.

Also, Tochter klappt zusammen. Das ist so. Ihre Welt bricht auseinander.

Was ihr tun könnt: Nehmt euch Zeit für sie. Jeder für sich. Nehmt sie in den Arm, kocht ihr Kakao, setzt euch mit ihr hin, REDET. Und gebt ihr ganz viel Aufmerksamkeit und Liebe. Sprecht so offen wie möglich über das Getrenntsein der Eltern.

Noch einmal: Ich stelle eure Trennung nicht in Frage, das war nicht das Problem. Es gibt Trennungen, die nicht mit einem Blutbad bei Urbia oder unendlichen Ungeheuerlichkeiten eines Partners einhergehen, warum also soll man nun eure Trennung in Frage stellen, nur weil es nicht so dramatisch klingt.

Die Tochter leidet. Darum geht es.

Wir können uns gern per PN austauschen, ich habe hier vier Trennungskinder, und jedes hat es anders aufgenommen. Beruflich bedingt kenne ich unzählige Trennungskinder, bei denen es meistens eher mies läuft, sonst wäre ich nicht da. Das alles muss aber nicht im Forum ausdiskutiert werden, also schreib mich an, wenn du magst.

Und: NIEMALS sollen Eltern allein wegen ihrer Kinder zusammen bleiben.

Es ist durchaus möglich, dass Liebe einfach weg ist und das unwiederbringlich.

Natürlich kann es auch sein, dass eine Trennung nicht die Lösung ist, aber IHR seid so weit, eure Tochter einzuweihen.

Es ist also vorbei. Manche Scherben klebt man nicht einfach so wieder zusammen, auch wenn sie "einfach so" entstanden sind, ohne grossen Krach und ohne Drama.

L G

White

  • Zum Glück gibt es hier auch noch Menschen - danke, White - die konstruktiv, überlegt und in angemessener Form antworten und nicht aus einem Mehrzeiler, der nicht mal die Eheprobleme an sich beleuchtet, auf die Beziehungsqualität einer völlig fremden Person schließen und darüber urteilen, ob die gewünschte Trennung angemessen ist oder nicht - zumal die Ausgangsfrage eine ganz andere war.

    Der TE wünsche ich viel Kraft und starke Nerven für die kommende, schwierige Zeit (spreche leider aus Erfahrung).

Hallo,

was ihr machen könnt?

Ich denke, sie braucht euch nun beide mehr als vorher. Das Gefühl, dass sie euch nicht "verliert".

Meine Stieftochter war bei einer Sozialpädagogin einige Male zum Gespräch. Sie sagt heute, das ihr das sehr geholfen hat - jemand neutrales, bei dem sie sich ausquatschen konnte. Das war bei einer Beratungsstelle von Caritas oder Diakonie - weiß ich leider nicht mehr genau.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute#klee

(21) 07.12.15 - 12:19

Ich würde es mit einer Familientherapie versuchen. So hat es meine Freundin gemacht und es läuft seit dem Super.

Alles Gute! #klee

(22) 07.12.15 - 14:01
---keinen-rat---

Hallo,

ach herrje... ich fürchte da gibt es auch keinen hilfreichen Rat, so wie schon einige Vorrednerinnen hier schreiben.

Für deine Tochter bricht einfach momentan die Welt zusammen, das ist so! Und sie selber kann rein, absolut gar nix dagegen tun.Da hilft nur viel Liebe, Geduld und Fingerspitzengefühl von eurer Seite, wenn nötig Hilfe zur Seite holen und hoffen, daß sie daraus keinen "größeren Schaden" davonträgt.

Meine Freundin hat sich getrennt, als die Tochter (Einzelkind) 13 war - ich möchte dir nun hier nicht erzählen, was sie seitdem mit ihr erlebt und durchgemacht hat. Das Mädel wird demnächst 18 ... Kontakt mit Jugendamt, Polizei, Schule verweigern, Alkohol, Drogen...die hat kaum was ausgelassen...doch momentan scheinen sich die Wogen zu glätten...! Wobei natürlich Jugendliche aus "intakten Elternbeziehungen" auch gelegentlich über die Stränge schlagen....!
Ich wünsch euch alles Gute - egal wie es weitergeht!
LG

(23) 07.12.15 - 20:01

Tja,

schwierig, wenn der Eimer mit kaltem Wasser unverhofft über einen gegossen wird.
Es gibt Eltern, die streiten angeblich niiiiiieee vor den Kindern - komplett falsch!
So lernen die Kinder niemals, das auch die Eltern Probleme haben, die in einem Streit münden, aus dem man durch Reden wieder raus kommt.

Oder war immer Friede, Freude, Eierkuchen bei Euch?

Ist doch logisch, wenn das Kind nicht versteht, das die heile Welt zusammen bricht.

Nimmt Euch die Zeit, evtl. auch den Paten... dazu, der vermittelt, zu dem Kind steht und als Außenstehender helfen kann.

lg
lisa

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