Sohn aus 1. Ehe soll nichts erben, wie alles am besten regeln

vermutlich nicht das richtige Forum, möchte aber anonym bleiben, daher bitte nicht verschieben

Unsere Situation: mein Mann, ich, zwei gemeinsame Kinder

Zum Sohn aus 1. Ehe meines Mannes haben wir seit 18 Jahren keinen Kontakt mehr. Wir wissen nichts von ihm. Wo er wohnt, ob er verheiratet ist, ob mein Mann vielleicht sogar Opa ist. Nach der Scheidung von seiner 1. Frau hat sie das Kind gegen meinen Mann aufgehetzt und der Kontakt Vater-Sohn ist eigentlich komplett abgebrochen. Mein Mann war da auch nicht ganz unschuldig an der Sache - das ist aber jetzt ein anderes Thema.

Als der Sohn 18 war stand er plötzlich regelmäßig vor unserer Tür. Davor so gut wie keinen Kontakt. Mein Mann hat sich gefreut, vieles mit ihm unternommen und ihm immer Geld zugesteckt. Bis wir irgendwann merkten, so nach 1/2 Jahr, dass der Herr immer nur die Hand aufhielt und mehr, mehr, mehr wollte.

Mein Mann und ich haben dann ein Haus gebaut, ich stehe alleine im Grundbuch, mein Mann hat allerdings lebenslanges Wohnrecht. Und zwar aus dem Grund, weil mein Mann nicht wollte, dass sein Sohn einmal was erbt. Hat der Notar uns geraten, alles auf mich zu schreiben.

Nun frage ich mich, was passiert, wenn ich VOR meinem Mann sterbe? Dann gehört das Haus doch zur Hälfte ihm und die andere Hälfte wird auf unsere beiden Kinder aufgeteilt? Sehe ich das richtig?

Dann könnte der Sohn aus 1. Ehe ja vom Teil meines Mannes doch erben. Sobald er stirbt. Meine beiden Kinder müssten dann ihren fremden Halbbruder ausbezahlen!

Wie kann man das verhindern?

Nur für den Fall. Sterbe ich vor meinem Mann, müsste dieser das ganze Haus (bzw. seine Hälfte) unseren beiden Kindern überschreiben, somit erbt der 1. Sohn nichts. Ginge das?

Ich weiss, dass ich hier keine rechtskräftigen Antworten erhalte, aber vielleicht den ein oder anderen Denkanstoss, den ich vorher nicht berücksichtigt habe.

Du könntest einen Erbvertrag abschließen und deine Kinder als Erben einsetzen. Deinen Mann damit quasi enterben. Ihm steht, dann ein Pflichtteil zu, aber er kann darauf verzichten. Ich bin aber kein Experte auf diesem Gebiet. Lass dich von einem Anwalt beraten.

Hallo,

Ich habe auch einen Stiefsohn den mein Mann mit seiner 1. Frau hat. Und er wird genauso behandelt wie unsere Tochter. Auch wenn er nicht mein Kind ist, finde ich er hat das gleiche Recht wie meine Tochter.

Wenn man so eine Familie hat brauch man keine Feinde mehr. Hauptsache in die Welt setzen und dann auch noch als Schmarotzer abstempeln.

Ihr solltet Euch schämen. Ich finds einfach nur zum kotzen, so eine Einstellung. Das ist immer noch sein Sohn und ein Vater sollte gefälligst zu seiner Verantwortung stehen auch wenn erst nach 18 Jahren.

Ich danke dir für deinen Beitrag. Da du in vergleichbarer Situation bist, ist deine Antwort einfach authentisch. Daher einfach nur - #danke

das hast du nicht richtig verstanden und mich vorschnell verurteilt

Der Sohn ist mittlerweile 37 Jahre alt

Vom 9. - 18. Lebensjahr wollte mein Mann Kontakt, den die Mutter mit allen Mitteln versucht hat zu unterbinden, irgendwann hat mein Mann dann aufgegeben und von Seiten des Sohnes kam auch NULL, obwohl er wusste, dass mein Mann für ihn da gewesen wäre.

Als er 18 Jahr kam er dann für dieses besagte Jahr und zwar nur um Geld abzusahnen, und jetzt seit fast 20 Jahren besteht kein Kontakt mehr.

Warum sollte er was erben, woran er nie teil hatte, meine Kinder kennen ihren Halbbruder noch nicht mal

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Wie im Märchen. Du die böse Schwiegermutter, er das Aschenbrödel.

Peinlich!

Das war mein Denkanstoß.

gehts noch.....lies mal richtig

mein Mann hatte damals sogar vor Gericht das Besuchsrecht eingeklagt, der Junge wollte aber nicht zu seinem Vater, weil die Mutter ihn als Mittel zum Zweck genutzt hat.

Sie hat den Vater schlecht gemacht.

Mein Mann hat etliche Versuche und Telefonate mit seinem Sohn gehabt, er war ja damals erst 10 Jahre oder so. Das Kind wollte nicht und so ist der Kontakt abgebrochen.

Er kam dann erst wieder als er 18 Jahre alt war und ein Auto hatte. Er dachte, wir wären reich......graste bei jedem Besuch Geld ab. Die Beträge die er wollte, wurden immer höher, das konnten wir nicht stemmen also sagte mein Mann, dass er ihm dieses Geld nicht geben könnte und da war er von heute auf morgen weg.

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Verschenk das Haus an eure Kinder und behalte auch du ein Wohnrecht.

Ggf. solltet ihr noch vereinbaren das ihr für alle Kosten im und am Haus aufkommt solange ihr Wohnrecht habt, auch für die Tilgung von Darlehen...

Aber der Gang zum Anwalt sei euch angeraten

Gruß
Ano

Dank dir Arno, endlich mal jemand, der hier nicht verurteilt

Ja, wenn es soweit kommt, wird auf jeden Fall ein Anwalt mit einbezogen

Auch dein Tip werde ich mal mit meinem Mann besprechen

Was du heute kannst besorgen...

Glaub mir, als Tochter eines Notars habe ich so einige Sachen in dieser Art mitbekommen. Es gibt nie ein "zu früh", diese Dinge zu regeln. Viele setzen sich damit nicht rechtzeitig auseinander und dann passiert was und für die Hinterblieben ist nichts geregelt oder festgelegt.. Mein Vater ist sogar regelmäßig zu Besuch im Hospiz, und selbst da sind viele Patienten noch nicht nicht davon überzeugt, dass der Zeitpunkt für ein Testament ein guter wäre...

Ich würde erstmal wieder den Kontakt zu dem Sohn suchen, Weihnachten ist doch ein ganz passender Anlass. Es sind ja schon viele Jahre vergangen seit dem letzten Kontakt, aus dem Jungen ist ein Mann geworden. Wer weis, wie er jetzt ist? Ich glaube, ich würde mein 18-jähriges Ich auch nicht mehr so super finden.. In 20 Jahren kann ja viel passieren.

Wenn dieser Kontaktversuch durch euch auf voller Länge in die Hose geht, dann geht ihr zum Notar und veranlasst alles nötige.

Ich kann zum frühzeitigen Überschreiben der bewohnten Immobilie an die lieben Kinder aber auch Geschichten erzählen... Das kann auch kräftig nach hinten losgehen. Grundsätzlich denke ich da wie die anderen. Dieser Sohn ist das leibliche Kind deines Mannes und ist erbberechtigt. Um "erbunwürdig" zu sein müsste er schon viel mehr gemacht haben, als den Vater um Geld anzupumpen (vielleicht das einzige was er kriegen konnte oder um das zu bitten er sich getraut hat).

Sei großherzig und gütig und versuche den Kontakt herzustellen, das täte deinem Mann bestimmt auch gut. Er hat damals versucht um sein Kind zu kämpfen, und um jetzt nochmal zu versuchen sein Kind in die Arme zu schließen ist es nicht zu spät.

Fröhliche Weihnachten!

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Guten Morgen,

bedenkt bitte das wenn dein Mann mittlos werden würde, der ungeliebte Sohn die Kosten der Beerdigung tragen müsste. Wenn es ganz blöd für ihn läuft dann hat er schon Jahre noch die Kosten für eine Heim Unterbringung mit bezahlt. Also der Sohn hat genauso Pflichten und kann sich davor nur schwer drücken. Das findet der Sohn bestimmt auch nicht fair. Der Vater wird künstlich arm gerechnet damit er dann noch zahlen darf.

Das wiegt dann auch nicht auf das er als junger Erwachsener mal ein paar Kreuzer extra bekommen hat.

Dennoch schöne Weihnachten auf das ihr euch auch mal in die Situation eines achtzehn jährigen eindenkt der die neue Familie vom Vater besucht.

LG
Karina

Liebe Karina,

auch eine Seite, die ich noch nicht so gesehen habe

Aber mit scheint, hier wird nicht richtig gelesen

Der Sohn ist mittlerweile 37 Jahre alt

Das ist ein wichtiger Punkt! Daran denkt man leider auch oft nicht! Der Stiefsohn wird dann ebenfalls finanziell zur Verantwortung gezogen, wenn der Vater mittellos im Heim ist.

Und zudem: Er hat als 18-jähriger ein paar Euro bekommen. Wiegt es das auf, was ihm alles verwehrt wurde? Bestimmt hat der Vater (und das hoffe ich schwer) Unterhalt bezahlt! Ein Anruf und Geschenk zum Geburtstag und Weihnachten? Eine Beigabe zum Führerschein vom Vater? Nein, das gab es bestimmt nicht. Schließlich hat der Sohn mit 10 (!) Jahren gesagt, dass er keinen Kontakt mit seinem Vater möchte...

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Hallo,

bevor hier die Moralkeule, die mir nicht zusteht, überhand nimmt, nochmal ne sachliche Antwort:

Mach ein Testament und setze Deine beiden Kinder zu gemeinsamen Erben ein, dann ist Dein Mann quasi enterbt, er muss den Pflichtteil ja nicht einfordern. Dein Stiefsohn ist nicht pflichtteilberechtigt Dir gegenüber. Das Wohnrecht ist ein persönliches Recht, also nicht übertragbar auf dem Stiefsohn, somit erbt der Stiefsohn nichts.

Wenn Du weitere Fragen hast, kannst Du Dich auch per PN melden, um blöde Kommentare zu vermeiden ;-)

LG

Danke, das sind wirklich einige gute Ratschläge hier

Friedliche Weihnachten Dir und Deiner Familie

Hallo, ich kann dich total verstehen, ich möchte auch nicht, dass mein Stiefsohn von uns erbt.

Ich trage schon immer mehr zum Familieneinkommen bei als mein Mann und habe meine Kids mit je einem Jahr in die Kita geben müssen, damit wir uns das alles leisten können und da seh ich es gar nicht ein, dass er was davon abbekommt. Außerdem ist er das einzige Kind seiner Mutter und die hat 2 Häuser, welche er mal erben wird. Er wird also nicht mittellos dastehen.

Alles was wir besitzen läuft auf meinen Namen und die Kinder sind als erben eingesetzt.

Mein Mann hat lebenslanges Wohnrecht. So würde ich es in eurem Fall auch machen.

Schöne Feiertage!

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allo,

ich kenne mich rechtlich gar nicht mit der Thematik aus.

Was meiner Meinung nach auch geht ist, ein Erbe auszuschlagen. Es kann ja keiner zum Erben gezwungen werden, oder?

Wenn ich auch noch ungefragt meinen Senf dazugeben darf: Dass der Sohn mit 18 vor der Tür stand und regelmäßig Geld wollte, würde ich ihm nachsehen und verzeihen. Wer weiß, welchen Floh die Mutter ihm ins Ohr gesetzt hat. Vielleicht hat sie ja behauptet, sein Vater wäre reich? Manche 18jährige benehmen sich sehr unreif und egoistisch. Vielleicht hat aus deinem Stiefsohn einfach nur der jugendliche Trotzkopf gesprochen und gehandelt?

Jetzt, 20 Jahre später, wird dein Stiefsohn vielleicht auch zu einer anderen Erkenntnis gekommen sein. Vielleicht ist er selbst Vater und kann eher nachvollziehen was es heißt, seine Kinder im Trennungsfall nicht mehr sehen zu dürfen? Vielleicht würde er auch gerne wieder Kontakt haben wollen, traut sich aber nicht den ersten Schritt zu unternehmen?

Alles Gute,

ez

Ein Enterben gibt es nur wenn er etwas gemacht hat was strafrechtlich relevant
ist, z.B Morddrohnung oder Betrug.
Ansonsten steht einem leiblichen oder adoptierten Kind ein Pflichtteil zu!

Ich denke, das weiß die TE. Deswegen wird ja nach einer Lösung gesucht, wie man dies umgehen kann. Und das könnte funktionieren, indem man den Mann auf dem Papier "arm" macht. Es wird alles auf die TE überschrieben, damit es beim Mann nichts mehr zu holen gibt. Wenn nichts zu vererben ist, nützt ja auch ein Recht auf einen Pflichtanteil nichts...

Aber nicht dem Stiefkind, wenn Papa nichts hat, kann Sohnemann zwar seine Socken erben, aber nicht das Haus von Stiefmama ... #aha

Mein Mann hat einen Halbbruder, der ähnlich mit seinem Vater gebrochen hat. Wenn jemand derart mit seinem Vater bricht, finde ich es richtig, dass er nichts bekommen soll. Was als Kind passiert ist, würde ich ihm nicht zum Vorwurf machen, aber mit 18 weiß man, was man tut. Mein Mann hat seinen Halbbruder nichtmal vom Tod des Vaters informiert. Zu erben gab es eh nichts.

>>aber mit 18 weiß man, was man tut<<

Das bezweifle ich arg... Eigentlich ist man mit 18 noch recht kindlich!

Der Sohn hatte ja auch schon einiges "durch" und auch sein Vater trug seine Schuld dazu bei. Und man muss bedenken: Der mittlerweile erwachsene Sohn trägt evtl. immer noch Narben davon, die ihm als Kind zugefügt wurden (Spielball der Eltern usw.).

Jede Familie ist anders und das ist ok. Und jeder empfindet es anders. Ich persönlich finde es z. B. genauso schlimm, dass dein Mann seinen Halbbruder nicht über den Tod des Vaters informiert hat. Auch wenn man miteinander gebrochen hat, kann man seine Einstellung ändern. Jeder verharrt nur leider in seiner Meinung und/oder traut sich nicht den ersten Schritt zu machen. Aber das ist meine persönliche Meinung...

Hallo,

um ein leibliches Kind komplett zu enterben, muss ein Verbrechen stattgefunden haben, wie Morddrohung, Körperverletzung u.ä. Fehlender Kontakt zählt nicht dazu. Der Sohn aus erster Ehe ist dem Vater auch unterhaltspflichtig, falls er in ein Heim müßte oder Pflege genötigen würde. Der Pflichtteil als Geldwert steht dem Sohn zu.

LG
Katty

Wenn es aber nichts zu erben gibt, der Vater also nichts hat, kann das Kind auch keinen Pflichtteil bekommen - wovon auch?

Hallo,

schwieriges Thema.

Ich als Tochter, die mal etwas erben könnte, sehe das pragmatisch und hoffe, meine Eltern geben alles, was sie haben, zu Lebzeiten aus. Meinetwegen können sie alles verkaufen und verprassen, das gönne ich ihnen von Herzen #fest zum Glück machen wir hier nichts am Geld fest.

Umgekehrt würde ich meinem Sohn alles, was ich habe, hinterlassen. Er ist mein Kind. Ich würde ihn nur im massivsten Fall enterben (Kindsmord fällt mir da zB ein). Entfremdung wäre da kein Grund für mich persönlich. Wenn andere Kinder aus späteren Beziehungen da sind und dann die zuvor geborenen "raus" sind, da schleicht sich immer der Gedanke ein, dass man die "neuen" Kinder absolut ungerechterweise bevorzugt, was ich wirklich bitter finde.

Würdest Du eines deiner Kinder enterben, falls ihr euch mal entfremdet aus "niederen" Gründen, und deine anderen Kinder normal erben lassen?? Schrecklich, wenn man ein Kind grundlos (für mich zählen eure Gründe nicht) als Kind zweiter Klasse behandelt. Denkt darüber nochmal nach. Eure gemeinsamen Kinder sind auch irgendwann mal 37 und freuen sich vielleicht, wenn ihr ihnen zu irgendetwas (Hausbau, Geburt eigener Kinder usw) Geld gebt.

Mein Sohn hat keinen Kontakt zu seinem Vater, da dieser den Kontakt abgebrochen hat als er noch keine 2 Jahre alt war. Er zahlt guten Unterhalt. Aus dieser Ecke erwarte ich nach Ableben meines Ex nichts, allerdings würde ich es auch über den Tod hinaus unmöglich finden, wenn er meinen Sohn enterben würde. Warum? Was können die Kinder dafür?

Ich finde umgekehrt, dass man als Kind auch nicht erwarten kann, von den Eltern schön entspannt Geld zu erben. Aber falls es den Eltern wichtig ist, den Kindern etwas zu hinterlassen, dann bitte gerechterweise allen.

Falls dieser Sohn also enterbt werden soll hoffe ich, dass er sich zB auch um Zahlungen bezüglich irgendeiner möglichen Pflegefall-Situation deines Mannes herum drücken kann. Bei solchen - meiner Meinung - nach Ungerechtigkeiten werde ich dann auch "nickelig".

Vielleicht denkt ihr nochmal ein wenig nach. Ich weiß ja auch nicht, was ihr hinterlasst. Eigentlich ist es auch egal - wenn ihr ein Vermögen hinterlasst, dann haben eure Kinder doch eh genug, auch ohne den Teil des älteren Kindes. Muss also keinen stören. Falls wir hier über ein paar Zehntausende reden, meine Güte, dann interessiert es doch auch keinen. Sorry, sehe ich ganz einfach so. Und wenn euer Haus ein paar Hunderttausende bringen sollte, dann müssen die Kinder es meist eh verkaufen, weil keiner den anderen ausbezahlen kann. Wäre mir persönlich herzlich egal ob ich dann 100 oder 200 Tausend bekomme. Ich bin aber vermutlich finanziell selbst zu gut abgesichert und andererseits auch zu wenig "geldgeil", um mir mit solchen Überlegungen das Karma zu verhunzen.

Frohe Weihnachten!

PS: In schwarz, weil ich bei solchen Angelegenheiten wie Geld etc. schon denke, dass man sich anonymisieren sollte.

Also mit dem Überschreiben muss man vorsichtig sein. Wenn dein Mann das Haus bwz. seinen Teil (wenn du tot bist) an die Kinder überschreibt, dann muss er mindestens noch 10 Jahre leben. Solange hätte der 1. Sohn noch Anspruch aus dieser Schenkung.

Geschickter wäre es, wenn du praktisch deine Kinder als Alleinerben für das Haus einsetzt. Da würde ich mich aber auch vom Notar beraten lassen.

Du hast viele Anfeindungen hier bekommen aber ich möchte dir sagen, ich verstehe dich.
Und ich verstehe, dass der erste Sohn nichts von dem Haus bekommt, dass ihr euch als Familie aufgebaut habt (von dessen Familie er nie teilhaben wollte).
Es ist eine Zukunftssicherung für die beiden gemeinsamen Kinder und sie sollen da niemanden auszahlen müssen und dadurch womöglich noch das Haus verlieren.

#herzlich

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Verkauft das Haus und zieht in Miete. Dann gibts für kein Kind was zu erben.

hallo,

ich kann dich ganz gut verstehen - glaube ich.

Dennoch kam mir ein Gedanke, unter welchem ich die Sachlage etwas unfair finde.
Eventuell kann man die schlechte Bindung zum Vater in dem Verhalten seiner Mutter begründen. Wer weiß, wie die Mutter gestichelt hat und in welch schlechtes Licht sie seinen Vater gerückt hat. Und weil der Sohn existentiell von der Mutter damals abhängig war, hat er seinen Loyalitätskonflikt zwischen seinen Eltern so gelöst, dass er das Bild der Mutter übernimmt. Und möglicherweise hat die Mutter ihn so beeinflusst, dass der Sohn heute das Bild hat, der Vater soll zahlen..

Heute ist er erwachsen und verhält sich aber noch nicht so...

Eigentlich - meine Logik - müsste die Mutter Schadensersatz leisten. Ist natürlich Quatsch.
Ich vermute, wenn ich in der Situation wäre, dann würde ich das Erbe gerne mit einem bestimmten Zweck verbinden, für etwas, was dem Sohn hilft hinter die Kulissen zu sehen und was ihm hilft ein dankbarer Mensch zu sein/werden/bleiben.

aber das wäre dann mit einer Stiftung leichter zu lösen als so...

wenn dein jetziger Mann eine Erbverzichtserklärung unterschreibt, dann - so habe ich das verstanden - ist sein Sohn aus erster Ehe völlig raus. Aber das sollte vielleicht auch besser mit einem Anwalt besprochen werden... genau weiß ich es nicht.

lg

Hallo, wie alt sind denn Eure gemeinsamen Kinder?

18 und 24

Hi,

ich bin ein Enkelkind das nichts erben sollte. Ich kann Dir sagen wie es effektiv geklappt hat. Mein Großvater hat seine Eigentumswohnung seiner zweiten Frau geschenkt und diese hat es ihrem Kind vererbt. Sie ist vor vielen Jahren gestorben aber da er ein lebenslanges Wohnrecht hatte blieb er bis zu seinem tot vor kurzem drin. Die Schenkung ist über 10 Jahre her und somit fällt die Eigentumswohnung aus der Erbmasse und geht komplett an dem Sohn seiner zweiten Frau. Mein leiblicher Vater, der sich auch nie für und Kinder interessiert hat und auch seiner Unterhaltspflichten nicht nachgekommen ist, ist schon verstoren und wir würden nachrücken aber bekommen nichts. Pro Jahr nach der Schenkung reduziert sich der Anspruch und ist nach 10 Jahren wie gesagt komplett erloschen.

Ich sag Dir, herrlich ist das wenn die Familie es nicht hin bekommt das die Kinder ihre Familie kennenlernen und am Ende Fremde sind die ja nichts ab bekommen sollen. Vielleicht solltet ihr euch mal Gedanken machen warum es nichts zur Sache tut das Dein Partner sich nicht um den Kontakt zu seinem Kind gekümmert hat. Nur mal so nen Tipp von einem verstoßenen Kind.

"Mein Großvater hat seine Eigentumswohnung seiner zweiten Frau geschenkt und diese hat es ihrem Kind vererbt. Sie ist vor vielen Jahren gestorben aber da er ein lebenslanges Wohnrecht hatte blieb er bis zu seinem tot vor kurzem drin. Die Schenkung ist über 10 Jahre her und somit fällt die Eigentumswohnung aus der Erbmasse und geht komplett an dem Sohn seiner zweiten Frau."

Das ist so nicht ganz richtig...ein eingetragenes Wohnrecht "blockiert" die Zehnjahresfrist. Sie fängt dann erst an zu laufen, wenn das Wohnrecht erlischt...was in der Regel mit dem Tod des Wohnrechtsinhabers der Fall ist. Du hast dich anscheinend nicht anwaltlich beraten lassen? Sollte die Frist, deinen Pflichtteil zu beanspruchen, noch nicht abgelaufen sein, würde ich das an deiner Stelle schleunigst tun...

Ich würde mir eine Beratung vom Anwalt holen.
Ich kann Dich verstehen und würde genauso handeln. Es gibt schließlich keinerlei Bindung . Beziehung zwischen den Beiden.

Stell dir mal vor....du stirbst vor deinem Mann...dein Mann lernt eine Frau deines Kalibers kennen....und die versucht dann deine Kinder zu enterben...

Vergiss nicht, das jedes Handeln ein Bumerang ist....und das was du nicht willst für dich...das füge auch keinem anderen zu.

Frohe Weihnachten

Dass der Sohn deines Mannes erbt, kann man verhindern...er hat aber Anspruch auf einen Pflichtteil von dem, was dein Mann hinterlässt.

Hallo
Ich habe ehrlich gesagt nicht alle Antworten gelesen, aber ich habe eine Frage.
Ist dein Mann seinen Unterhaltsverpflichtungen ggü. seinem Sohn immer nachgekommen?
Ich gehe mal davon aus.
Dann ist auch dieser von euch am liebsten enterbte Sohn eventuell deinem Mann ggü. zu Unterhalt verpflichtet. Sollte dein Mann einmal in ein Pflegeheim müssen kann es sehr gut sein, dass das Sozialamt sich an eben diesen Sohn wendet wenn die Mittel deines Mannes aufgebraucht sind.

Findest du das fair?
Dein Mann will ihn quasi enterben aber im Ernstfall wird sich sein Sohn dann nicht vor seinen Pflichten drücken können und muss für deinen Mann bezahlen.
Ich kann verstehen, dass du gerade das Haus an deine/eure Kinder vererben willst. Dem Sohn aber quasi am Totenbett deines Mannes noch einen Tritt geben finde ich nicht richtig. Ich kenne ja eure finanzielle Situation nicht, aber eventuell gibt es ja auch einen gewissen Betrag den dieser Sohn erben könnte? Das Haus bei Zeiten den Kindern überschreiben und dem ersten Sohn etwas zukommen lassen?

Gibt es denn gar kein Interesse mehr das Verhältnis zu kitten?
Dafür ist es ja noch nicht zu spät.
Mir tut der arme Mann leid. Muss sich ja vorkommen wie benutzt und ersetzt.
Sorry, meine Meinung.
liebe Grüße