Schwer krank und ihm ists egal?

    • (1) 28.12.15 - 19:36

      Hallo zusammen, ich lese regelmäßig mit und auch wenn ich sehr selten mit diskutiert habe, weiß ich manch sinnvollen Ratschlag hier sehr zu schätzen. Nu hab ich selbst mal ne Frage, ich weiß nicht, ob ich zu Recht stinkend sauer bin oder nicht...Sachverhalt: lebe seit 2 Jahren in einer Fernbeziehung, 200 km trennen uns. Weihnachten war Heiligabend bei mir geplant, 25. bei seiner Familie 150 km weg.

      Leider wurde ich am 23. krank, hab trotzdem noch einen Baum besorgt, Wohnung geputzt, schönes kleines Menü gezaubert. Am 25. ließ Mann mich noch um 7 aufstehen um leicht fiebrig und stark erkältet das Dessert für seine Eltern zu machen und den Hund ne Stunde auszuführen, er blieb liegen, abends auf meine Bitte, dass ich-zu diesem Zeitpunkt wirklich fertig, Bronchitis und Angina begannen sich deutlich machen-nun nach Haus möchte, Ansage, ich könne ja gehen, er bliebe, um sich mit Freunden zu treffen. Ich könne ja auch bei seinen Eltern (die ich zum 3. Mal gesehen hab und die in einer kleinen, engen Wohnung voller Gäste waren nächtigen, wenn ich zu krsnk sei zum Heimfahren). Die Nacht, den Tag drauf und die folgende Nacht hab ich schwer krank allein bei mir verbracht, hohes Fieber, kann Tag/Nacht nicht mal mehr unterscheiden, konnte kaum aufstehen oder Tee schlucken, völlig fertig, zum 1. Mal seit er mich kennt und ich bin wirklich nicht unselbständig oder eine Mimose. Liege auch nach wie vor flach, aber auf dem Weg der Besserung. Er meldete sich erst nach 1,5 Tagen wieder via whatsapp "wie gehts dir?", meine Ansage "sehr schlecht, so und so siehts aus"wurde zur Kenntnis genommen. Kein Hilfsangebot, zu keinem Zeitpunkt. Nicht mal die Frage, wer sich um den Hund kümmere. Ich hab nicht explizit um Hilfe gebeten, aber mir wäre es selbstverständlich gewesen, nach dem Partner zu sehen, meinen Expartnern (waren nur 2) ebenfalls. Ich bin supersauer und fühl mich im Stich gelassen, sehe in diesem Verhalten auch langsam ein wiederkehrendes Muster. Übertreib ich? Ich hab ja schon häufig gehört, Männer seien diesbezüglich etwas unsensibel. Bin ich selbst Schuld, weil ich nicht aktiv Unterstützung eingefordert hab? Bitte um Meinungen. Danke euch!!!

      • Hallo,

        was mich an deiner Geschichte "etwas stört" ist, wieso du (wenn du schon merkst richtig krank zu sein) am 25.12. überhaupt noch die 150 km mit zu seiner Familie gefahren bist.#kratz
        Wieso hast du in diesem Zusammenhang nicht einfach aus (berechtigten) gesundheitlichen Gründen abgesagt?#schwitz
        So hätte vielleicht auch dein Freund verstanden "das da etwas mehr im Busch" ist. Manchmal müssen Männer einen Wink mit dem Zaunpfahl bekommen, um dann den großen Retter spielen zu können. Nicht alle sehen es sofort und von sich aus.

        Die Tatsache, daß du dich trotzdem um deinen Hund kümmern mußt, wirst du so wohl nicht großartig ändern können. Du willst ja wohl nicht, daß dein Hund verhungert bzw. dir in die Bude macht.#schein

        Gute Besserung.

        LG.

        • da hast Du Recht, stört mich im Nachhinein auch, hoffe nur, ich hab in meinem überzeichneten Pflichtbewusstsein nicht noch alle angesteckt. Esschien ihm halt sehr wichtig zu sein, er baut den Kontakt zu seinen Eltern gerade erst langsam wieder auf. ich hab schon zu dem Zeitpunkt regelmässige längere Hustenanfälle gehabt, das zumindest war also deutlich.

          • Hallo,

            du mischt da gerade zwei verschiedene Geschichten miteinander.

            Das Eine ist dein Pflichtbewußtsein: weswegen du TROTZ Erkrankung mit Weihnachten feiern gehst.
            Das Andere ist seine erneute Kontaktaufnahme zu SEINEN Eltern; welche nicht automatisch an dir scheitern sollte.

            Meine ureigene Ignoranz gegenüber meiner eigenen Gesundheit hat mich selbst schon fast das Leben gekostet. Seitdem versuche ich mich in diesem Punkt auch zu bessern. Leider noch nicht ganz so erfolgreich wie nötig.........#schmoll#schein

            LG.

            • unklar formuliert, sorry: er geht diesen Schritt erst, seit er mich hat und auch nurmit mir, deshalb hab ich mich dahingequält. Anyway, mir gings eher um die Tage danach, an denen mich jemand zum Arzt hätte bringen müssen und der Hund,, quote "unser Hund" 3 Mal täglich Betreuung gebraucht hat.

              • (6) 29.12.15 - 18:24

                Es ist definitiv NICHT der richtige Weg, dass Du den Therapeuten gibst. Dein Mann muss sich der Familie annähern, zur Not mit professioneller Hilfe. Aber für eine Außenstehende ist dieser Schuh für Dich zu groß! Was ist, wenn eure Beziehung nicht hält?

                Du bist Dienstleister für Deinen Mann. Für ihn hast Du keine Bedürfnisse zu haben.

      Hey Du,

      ja - manche Männer sind unsensibel und ja viele Männer brauchen ganz klare Ansagen, wenn Frau Hilfe braucht.
      Geh NIEMALS von dem aus, was Du für Selbstverständlich hälst.

      ABER: auch Männer haben die Möglichkeit Mitgefühl zu zeigen.
      Ich weiß nicht, ob er wirklich so ne knallharte Gurke ist oder Du Dir zu wenig hast anmerken lassen.
      Ich würde an Deiner Stelle sagen, dass es Dir schlecht ging und dass Du Dir gewünscht hättest, dass er sich bissl um Dich kümmert. Dann kann er sich äußern.
      Versuch es ohne Vorwurf, da Du seine Sicht -noch- nicht kennst. Sauer kannst Du immernoch sein, wenn er sich weiter wie ein Holzklotz verhält und entsprechend Konsequenzen ziehen.

      Liebe Grüße,
      Cora

      Sorry, dass ich so deutlich werde, aber dein Freund ist ein Arschloch und wenn ich in deiner Situation wäre, wäre es das für mich gewesen. Was willst du mit ihm?

      Ich finde das vollkommen ignorant, kalt und empathielos.

      Ich wäre vermutlich auch gar nicht erst mit gefahren - aber Du hattest da Deine Gründe, ok.

      Wenn mein Partner mich dann an Heiligabend allein zurückfahren liesse und lieber feiern ginge wäre das Thema eigentlich schon erledigt - nachdem er dann nicht einmal am nächsten Tag nachfragte ganz sicher.

      Ich will gar nicht betüdelt werden wenn ich krank bin - aber zumindest Hilfe anbieten und Anteil nehmen sollte selbstverständlich sein!

      Diese "Beziehung" würde ich beenden denn es ist keine.

      LG, katzz

      Hmm, ich könnte mir vorstellen, das ihm auch gar nicht bewusst war, wie es dir eigentlich geht. Zum einen seid ihr mit der Fernbeziehung ansonsten vielleicht auch nicht so... nah ... beieinander seid und sonst Eure Krankheiten und ähnliches gewissermaßen allein austragt.

      Auch wenn das jetzt fies klingen mag, würde ich behaupten, wenn Du im kranken Zustand Dinge kochst und gar mitfährst - kann es dann so schlimm sein? oder anders gesagt... wärest Du richtig krank gewesen, hättest Du das alles gar nicht erst gemacht. Das wäre jedenfalls etwas ,was man sich durchaus so hätte denken können - würde ich meinen. Inwiefern das jetzt unsensibel ist, sei mal dahingestellt - das hängt ja auch sehr davon ab, wie ihr miteinander umgeht und kommuniziert. Ich für meinen Teil würde jedenfalls von Husten und Schnupfen erstmal nicht sofort darauf schliessen, das derjenige völlig neben der Spur ist, das müsste er schon sagen..

      • Hm, leider nein. Ich hatte schon zu diesem Zeitpunkt deftige Hustenanfälle und im Lauf des Tages auch Fieber. Er hat sogar mehrfach angemerkt, dass Sich da eine schwerere Grippe anbahnt. Schlimm war aber, dass er mich ja 2 Tage später gefragt hat und ich es ihm nochmal geschrieben hab ( inkl kann nicht aufstehen und hab keine Hundebetreuung) , es kam aber nichts.

        • Das ist natürlich für Dich nicht so sonderlich schön gelaufen, kann ich mir vorstellen.

          Männer tendieren meist eher dazu, nicht zuviel in das Verhalten oder die Wortwahl anderer hineinzuinterpretieren bzw. zwischen den Zeilen zu lesen. Ich weis natürlich nicht, wie ihr so miteinander sprecht. Allerdings würde ich empfehlen, ihn direkt darauf anzusprechen, das Du Hilfe brauchst und nicht von ihm erwarten, das er selbst die Schlüsse aus den ganzen "Indizien" zieht :-) Für "euch" Frauen sind derteil Subtilitäten hingegen meist normal - "wir" bemerken das meist nichtmal - das dürfte meist allerdings keine böse Absicht sein #blume
          .

      Das ist so eine typische Aussage eines Mannes, denn die meisten Frauen sind es gewohnt, noch Aufgaben erledigen zu müssen, auch wenn sie ganz schön krank sind. Ob in der Familie, wegen den Kindern, oder weil man ein Exemplar hat wie die TE , der sich nicht kümmert.

      Mann lässt sich meist schon bei einem leichten Schnüppchen fallen und jammert erstmal 3 Tage, wie es nur ihn so schlimm erwischt.

      Das ist der Unterschied

      • Ich kenne auch genügend Männer, die mit Schnupfen und Fieber auf der Baustelle schnaufen und schuften, anstatt sich zu Hause auszukurieren und Frauen, die, nachdem sie ein! Taschentuch brauchten, immer gleich drei Tage krank sind.

        Gewohnt bin ich es auch, mir meinen Tee oder Inhalatinswasser zu machen oder für uns zu kochen wenn ich erkältet bin. Macht mich das jetzt zum männlichen Helden? Ich glaube nicht.

        Also bitte...so pauschale Vorurteile haben noch niemandem weitergeholfen :-)

        • Zu vermuten, das es doch nicht ganz so schlimm gewesen sein muss, nur weil jemand trotz Krankheit versucht seine Pflichten zu erledigen, gerade an Weihnachten, wo noch andere Personen dran beteiligt sind, bringt uns nun aber weiter ?

          Ich denke einfach das der Partner von ihr schon sehr egoistisch sein muss, um nicht zu merken, wie schlecht es der TE geht und um 2!!! Tage zu warten bis er sich meldet. Oder es ist ihm einfach egal

          • Vielleicht ist das auch eine Männersache ;-) Das weis ich nicht. Ich wollte damit nur ausdrücken, das ich verstehen kann, wie man darauf kommen könnte, das man nichts weiter unternehmen müsste.

            Sprich, selbst wenn ich mich überwinde, noch was zum Essen vorbereite und hinfahre, obwohl ich krank wäre, würde ich mich im nachhinein nicht darüber beschweren, das mir keiner geholfen hat. Selbst wenn ich halt mittendrin feststelle, mir geht es wirklich dreckig. Dann ist das halt so und ich fahr nach Hause. Da würde ich nicht erwarten, das mir jemand dabei hilft, ohne das ich ihn/sie darum gebeten hätte. Wäre natürlich toll, aber erwarten würde ich es nicht.

            Nun, ich habe keine Ahnung, wie die zwei normalerweise solche Dinge behandeln und ich habe auch keine Erfahrung mit Fernbeziehungen. Wenn ich mit jemandem zusammen wohne, dann würde ich das auch als egoistisch empfinden, würde er/sie mich damit ganz allein lassen, ja. Aber so? Man ist es vielleicht einfach so gewöhnt, das sich jeder um seine Belange kümmert. Das weis ich nicht.

            Sind aber halt auch nur meine Gedanken dazu - wie er das sieht oder was ihn da (nicht) motiviert, das weis ich natürlich nicht.

            Jedenfalls sollte man in einer Beziehung darüber sprechen, wenn man merkt, es läuft was nicht so, wie man es erwartet hätte - ohne Vorwürfe.

            • Also um mal ganz ehrlich zu sein:

              Bei der Überschrift dachte ich es handelt sich in dem Thread um eine richtig schwere Krankheit. Was böses halt. Das mal vorweg.

              Das eine Bronchitis mit Fieber usw kann einen ganz schön in die Knie zwingen. Das stimmt. Schon alleine das Fieber.

              Natürlich wissen wir nicht wie die beiden sonst miteinander umgehen. Ich lebe auch in einer Fernbeziehung seit zig Jahren und sowas kenne ich nicht.

        Außerdem steht da "meist" und nicht immer.

        (19) 29.12.15 - 14:22

        Umgekehrt ist es im wahren Leben.

        Die Männer starren 2 Minuten ins Taschentuch und fallen dann auf die Couch und stehen 3 Tage nicht mehr auf.

        Die Frauen im 8. Monat schwanger, krabbeln auf den Knien und legen das Styropor für unter den Estrich aus. Weil der Termin steht, und nicht verschoben werden kann. Putzen die Fenster, weil die Aufkleber ab müssen. Der Kleber frisst sich ins Glas.

        Männer die kochen gibt es nicht oft, Männer die krank sind und überhaupt aufstehen, gibt es sehr selten, kranke Männer die aufstehen und kochen, gibt es keine.

        Wenn Du wirklich so bist, wie Du schreibst, beglückwünsche ich Deine Frau.

(20) 29.12.15 - 09:49

Hallo

Sag mal wie kommt es das er sich nach 2 Tagen erst gemeldet hat. Telefoniert ihr nicht täglich ?

Schwer krank- da dachte ich an Krebs oder so, nicht an eine Erkältung...

Ich finde, er hätte fürsorglicher sein können. Ich will mir nicht vorstellen, wie es ist, wenn Du wirklich mal schlimm krank wärst...

Oh je, das "schwer krank" ist wirklich mehrfach deutbar, entschuldigt. Es gibt wirklich schlimmere Erkrankungen als meine. Mich hats nur mit Bronchitis und Angina, mittlerweile Lungenentzündung kurz so richtig plattgelegt. Danke für eure Antworten.

Ich möchte nochmal betonen, dass ich sein Verhalten die ersten 2 Weihnachtstage nicht prickelnd fand, aber wirklich hart getroffen hat mich, dass er sich dann 2 Tage nicht meldete, bei Freunden war und auf seine dann folgende Whatsapp-Nachricht "wie geht´s denn Dir" und meine Info, es gehe mir sehr schlecht, ich hatte die letzten 2 Nächte und 1 Tag mit über 39 Grad Fieber, Bronchitis und Angina mehr weggetreten als wach verbracht, Schmerzen habe und sei sehr wacklig einfach kein Hilfsangebot kam. Und auch hier geht es mir nicht um betüddelt werden, sondern a) Hundebetreuung (ich lebe berufsbedingt gerade weit ab vom Schuss und weit weg von Freunden/Familie, die hätten mal kurz einspringen können, das ist immer wieder Thema zwischen uns, er ist darüber im Bilde, kümmert sich aber generell seltenst um "seinen" Hund), b) jemanden, der mich zum Arzt bringt, da ich Antibiotika brauchte. Nachdem ich zwar noch platt, aber wieder etwas klarer war, hat sich ein Arbeitskollege gefunden, alles gut. Allerdings hab ich mir halt dazu nun noch ne Lungenentzündung eingefangen, aber die geht auch vorbei.

Wir telefonieren nicht täglich, er meldet sich immer mal wieder via Whatsapp, telefonieren ist nicht so seins. Die Kommunikation unter der Woche ist eher begrenzt. Hat sich aber nach einigen Diskussionen schon deutlich erhöht.

Es gab bislang keinen anderen Fall in dieser Art, also konnte ich auch nicht auf Erfahrung zurückgreifen. Ich erinnere mich aber daran, dass er mir nach ca. 1/2 Jahr mal völlig entrüstet erklärt hat, wenn ich krank würde, sei es absolut selbstverständlich, dass er zu mir käme und selbst gemachte Suppe mitbrächte und er würde das auch von mir erwarten.

Hab aber schon den Eindruck, dass er sich grundsätzlich gern bedienen lässt und es sich auf meine Kosten auch mal bequem macht. Oder wir manches Mal andere Vorstellungen haben von Beziehung. So hat er sich zB an meinem Geburtstag nen Tag Urlaub genommen, weil er nach einem (gemeinsamen) Kongress in den Tagen zuvor etwas platt war, ist aber nicht mit zu mir gefahren, sondern zu sich nach Haus und hat lediglich angerufen und mir gratuliert (an dem Tag aber mein Geschenk "gebastelt", wie ich im Nachhinein erfahren hab), ich war etwas enttäuscht, dass er nicht wenigstens da war, wenn er schon frei hatte. Wobei klar, ich bin keine 10 mehr, war kein Beinbruch.

Oder sich mehrfach Kurzurlaube und Restaurantbesuche von mir bezahlen lassen, ohne das anders herum zu tun oder irgendwie auszugleichen.Auch hier musste ich lernen, dass ich ihm direkt sagen musste, "Du zahlst diesmal bitte " bzw. einfach komplett getrennte Kassen gemacht hab, ansonsten wäre ich immer der Mops gewesen (bei ca. gleichen Akademiker-Gehältern). Mittlerweile übernimmt er hier mehr.

Ich glaube, er hatte noch nie eine wirkliche längere Beziehung, auch wenn er immer mal wieder Erfahrungen mit "Exfrauen" einwirft, sein Bruder und seine Freunde deuteten anderes an.

Dies vor dem Hintergrund, dass ich bis in 1 Woche meine Versetzung in seine Stadt beantragt haben muss (geht nur 1 Mal jährlich und war geplant). Ich bin mir sehr unsicher.

Nun ja, wie dem auch sei, ich hätte vielleicht Unterstützung aktiv einfordern sollen, auch wenn es mir selbstverständlich erschienen ist, dass man sowas anbietet.

Danke nochmals für eure Meinungen!

Hallo!

Achja, so einen netten Kerl hatte ich auch mal - damals war ich 21 und ein halbes Jahr später war Schluss, nachdem ich Weihnachten krank in der Souterrainwohnung im Haus seiner Eltern saß während er zum Schafkopf-Turnier gegangen ist.

Mehrere Punkte:

1. Mangelndes Nein-Sagen von Dir. Du hast schon vorher gemerkt dass Du krank wirst, aber trotzdem noch nen Baum besorgt, geputzt und gekocht - vielleicht hätten es doch Würstchen mit Kartoffelsalat getan und ein fertig gekauftes Eis hinterher, und wenn man dann den 1. Feiertag sowieso weg fährt, muss es da ein eigener Baum sein? vielleicht wäre es auch ohne gegangen oder nur ein paar Tannenzweige in einer Vase, um nicht so schwer zu schleppen. Und Deine Wohnung war sicher vorher auch schon so weit sauber, dass es jetzt keine Katastrophe gewesen wäre, wenn Du nicht geputzt hättest.
Das zieht sich dann weiter mit Dessert vorbereiten und Hund ausführen, warum sagst Du da nicht nein? Forderst ausdrücklich seine Hilfe ein?

2. gemeinsamer Hund bei einer Fernbeziehung. Wie kommt man denn darauf? Da war ja vorher klar, an wem der Hauptteil der Arbeit hängen bleibt, also am Ende ist es nur Dein Hund. Das hast aber auch Du selber zu verantworten, wenn Du dem zugestimmt hast. Wenn Du jetzt Hilfe brauchst musst Du die deutlich und ausdrücklich einfordern.

3. Mangelndes Einfordern von Hilfe von Dir. Es ging Dir schlecht, keiner konnte sich um den Hund kümmern, und Du wartest drauf, dass er sich mal meldet. Er hat derweil ja nicht mal gewusst wie schlecht es Dir geht, und dann schreibst Du zurück ohne zu erwähnen dass er JETZT seinen Arsch zu Dir schwingen soll.

4. Er hat wenig Erfahrung mit Beziehungen und keine große Empathie. Eigentlich interessiert ihn vor allem, dass es ihm gut geht, Menschen in seiner Umgebung nimmt er weniger deutlich wahr. Da muss man ganz ausdrücklich sagen, was man will. Oder man zieht Konsequenzen und trennt sich von einem so schwierigen Typen. Wie gesagt, mir hat das doch deutlich die Augen geöffnet und mir wurde klar, dass ich so eine Basis für eine Beziehung nicht dauerhaft will.

5. Verändern kannst Du ihn nicht, das muss er schon selber wollen. Ihr habt beständig Diskussionen wegen seiner mangelnden Empathie und weil er so absolut wenig für Dich tut, sondern er lässt sich alles zahlen, kommt nicht an Deinem Geburtstag zu Besuch, meldet sich nur dann wenn es ihm passt und das auch nur per Whats App und steht Dir nicht bei, wenn Du krank bist. Da wird sich auch wenig ändern, und nur mit ganz viel Gemecker und Diskussionen kommt er ab und zu mal einen Milimeter auf Dich zu.

Das ganze ist unendlich anstrengend, mir würde da einfach auch der Spaß in der gemeinsamen Beziehung fehlen. Ich sage jetzt nicht "trenn Dich" sondern nur "überleg, ob er es wirklich wert ist". Am Ende kannst Du nur ändern, wie DU mit der Situation umgehst - also aktiv nein sagen, Hilfe einfordern, Grenzen setzen etc. ihn wirst Du aber nicht ändern können.

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