Mein Problem

    • (1) 06.01.16 - 11:11
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      Hallo!

      ich möchte kurz mein Problem schildern und hoffe konstruktive Ratschläge zu bekommen. Keine Beschimpfungen! Ich bin männlich, Ü30 und in einer festen Partnerschaft seit 6 Jahren, zwei Kinder 5 Jahre und 2,5 Jahre. Meine Frau und ich kennen und schon länger, wir waren befreundet, unsere Familien waren befreundet und wir mochten uns schon immer. Ich schätze sie als Frau, sie ist meine beste Freundin und ich liebe unsere Familie. Was allerdings nicht passt oder besser gesagt schon immer nicht so richtig gepasst hat war das Sexualleben. Ich war mir früher nicht darüber im Klaren was nicht passte. Ich finde sie erotisch aber unser Sex hat mich nicht ausgefüllt. Seit einem Jahr weiß ich was das Problem ist, warum es nie vollkommen befriedigend war. Ich stehe auf devote Frauen, bei denen ich meine dominate Seite im Bett ausleben kann. Sie ist nicht devot und sie mag es nicht wenn ich zu dominant vorgehe und ihr befehle etwas zu tun. Ich habe mehrere Versuche gestartet, dich ich merkte schnell es funktioniert nicht. Nun habe ich seit 1 Jahr eine sexuelle Affäre mit einer devoten Frau. Es passt perfekt, mit ihr kann ich alle Fantasien ausleben, sie erfüllt mir jeden Wunsch und ich sehe wie sie es genießt dominiert zu werden. Ich schätze sie als Sexpartnerin, eine Beziehung mit ihr oder näherer Kontakt kommt nicht in Frage, da habe ich kein Interesse dran. Wir trafen uns bisher ca 2 Mal im Monat, öfter brauchte ich es nicht und sie richtete sich ganz nach mir wenn ich sie angerufen habe, stand sie zur Verfügung. Nun ist es inzwischen so, ich denke viel an sie und unsere Treffen und kann es kaum erwarten sie wieder zu treffen. Wir haben uns vor Weihnachten getroffen und ich habe es Silvester nicht mehr ausgehalten und sie wieder kontaktiert wegen einem Treffen. Wir trafen uns am 01. Januar und nun denke ich jeden Tag an sie und würde mich am liebsten wieder treffen. Ich habe Angst es gerät außer Kontrolle und ich möchte meine Frau und meine Familie nicht verlieren. Der Sex mit meiner Frau ist ebenso schön, liebevoll und zärtlich, doch es ist nicht das was mir 100 %ige Befriedigung verschafft. Trotzdem ist mir meine Frau viel wichtiger als die Sexpartnerin und ich möchte sie weder verletzen noch verlieren. Wie sollte ich vorgehen? Ich möchte nicht meine Sexualität über die Liebe zu meiner Frau stellen und habe überlegt den Kontakt zur anderen komplett abzubrechen um es nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. Doch um ehrlich zu sein bin ich mir nicht sicher ob ich den Kontaktabbruch durchhalten würde. Ich mache mir viele Gedanken und finde keinen richtigen Weg damit umzugehen. Kann mir jemand einen Rat geben? FG S.

      • (2) 06.01.16 - 11:25

        Als erstes wäre ein offenes Gespräch mit deiner Frau fällig, würde ich sagen. Offenbar führt ihr grundsätzlich eine harmonische, freundschaftliche Beziehung miteinander. Da sollte es doch möglich sein, genauso offen und ehrlich - und eventuell auch nachdrücklich - das "Problem" zu schildern und nach Lösungen zu suchen?

        Hast du mit ihr mal gesprochen? Hast du ihr gesagt, dass dir etwas elementares fehlt?

        Gruss
        agostea

        • (3) 06.01.16 - 11:30

          Ich habe nicht mit ihr gesprochen. Ich habe versucht unseren Sex mehr in diese Richtung zu lenken, doch ich merkte es ist nicht ihr Ding. Sie findet schon alleine Worte wie " du Misttück" verstörend und mag weder diese art von dirty talk, noch etwas härter angefasst zu werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das ändern würde wenn ich mit ihr darüber spreche. ich möchte sie auch nicht unter Druck setzen. Unser Sexleben ist in Ordnung, ich muss nicht bei jedem Mal die dominante Ader ausleben und es ist für mich auch o.k. wenn es zärtlich und softer zu geht. Aber manchmal brauche ich es dann doch. Unser Zusammenleben ist harmonisch und sie ist für mich die Frau meines Lebens. Sie würde ich für kein erfülltes Sexleben aufgeben.

          • (4) 06.01.16 - 11:33

            Aber dann hast du díe Antwort doch parat.

            Wenn mit ihr alles super ist, und du es "nur" ab und zu mal gerne härter magst, dann musst du dir eben klarmachen, was du riskierst, wenn du für "ab und zu" deine Ehe gefährdest.

            Für manche Dinge gibt es keine Lösung. In diesem Fall kannst du den Kuchen nicht essen und gleichzeitig als Ganzes auf dem Tisch haben.
            Einen Tod musst du sterben und wo du den zu suchen hast, siehst du klar.

            Gruß Hezna #klee

            • (5) 06.01.16 - 11:36

              ich sehe es nicht klar. Meine Familie und meine Frau sind Priorität 1. Doch kann ich für den Rest meines Lebens auf diese Art von Sex verzichten? Es erscheint mir unmöglich wenn ich ehrlich zu mir bin.

              • (6) 06.01.16 - 11:39

                Dann ist es aber nicht "mal eben". Darauf wollte ich hinaus.

                Wenn dies ein gewichtiger Teil deiner Sexualität ist, der dich ausmacht und zu deinem Wesen gehört, dann musst du deine Frau darüber informieren und mit ihr nach Lösungen suchen.

                Momentan hat sie ja nicht mal die Möglichkeit sich mit dieser Thematik zu beschäftigen, weil sie völlig unwissend ist.

          (7) 06.01.16 - 11:52

          Du hast mit dem Beginn der Affäre leider den 2. Schritt vor dem 1. gemacht. Sehr schade und gefährlich, da du deine Beziehung damit nun mehr gefährdest, als mit deiner Neigung.

          Fairer wäre es gewesen, es offen anzusprechen. Offen und nachdrücklich deiner Frau sagen, dass es für dich ein wichtiger/unverzichtbarer Teil deiner Sexualität ist und ihr eine Lösung finden müsst, mit der beide Leben können. Dann hätte sie die Möglichkeit gehabt, sich Gedanken darüber zu machen. Und auch die Ernsthaftigkeit deines Anliegens zu erkennen.

          Deine mehr oder minder subtilen Versuche im Bett, sie in die Richtung zu "stubsen" werden von ihr evt. auch nicht als besonders ernsthaft gewertet, zumal du deine Versuche ja auch gleich wieder aufgegeben hast.

          Um so mehr, wäre ein offenes Gespräch angebracht gewesen - anstatt sich eine Gespielin zu suchen.

          Noch ist es nicht zu spät. Rede mit ihr! Vielleicht findet ihr eine Lösung auf Paarebene, und du kannst deine Affäre beenden.

          Findet ihr keine Lösung, musst du für dich entscheiden, ob du mit den Lügen leben kannst.

    Weiß deine Frau von deiner Affäre?

    Was denkst du wie sie reagieren würde wenn sie davon erfährt?

(11) 06.01.16 - 11:36

Ich finde eine Affäre ein absolutes No Go!

Sprich mit Deiner Frau!
Es gibt ja die Möglichkeit einer offenen Beziehung oder vielleicht auch die Möglichkeit, dass ihr "zweimal im Monat" Sex nach Deinem Vorlieben habt oder auch die Möglichkeit der Trennung.

LG

Ob ich dir wirklich einen Rat geben kann, weiß ich nicht... Ich bin verheiratet und Treue ist mir extrem wichtig, daher kann fürchte ich, kann ich parteiisch werden.

Hast du denn schon mal mit deiner Frau über deine Wünsche gesprochen, anstatt einfach während des Sex zu versuchen, sie zu dominieren? Vielleicht findet sie es während des Sex seltsam oder unangenehm, wenn du dich auf einmal "wandelst".

Schade ist, dass bei euch "der Drops gelutscht" ist. Du hast bereits eine Affäre. Wenn du jetzt zu deiner Frau ehrlich sein wollen würdest, müsstest du komplett auspacken (zumindest würde ich in einer Beziehung so etwas erwarten). Dann hast du aber die Möglichkeit, gemeinsam mit deiner Frau eine Lösung zu finden. Entweder kann sie Gefallen am devoten Liebesspiel finden oder aber sie duldet, dass du deine Neigung an anderer Stelle auslebst. Nun weiß ich aber nicht, wie tolerant deine Frau ist und wie offen du mit ihr sein kannst. Bei absoluter Ehrlichkeit läufst du auch Gefahr, dass sie die Beziehung mit dir beendet, weil du ihr Vertrauen bereits gebrochen hast.

Wenn du die Karten nicht auf den Tisch legen willst, bleibt dir, die Affäre zu beenden. Dann läufst du immerhin nicht Gefahr, dass das Ganze aus dem Ruder läuft. Ob du die Stärke dafür hast, wird sich zeigen. Nach deinen Beschreibungen bin ich sicher, dass du dir für deine Affäre eine Ersatzbefriedigung wirst suchen müssen. Du hast nun einmal eine für dich erfüllt Sexualität kennen gelernt und wirst sie immer vermissen / erneut ausleben wollen. Wahrscheinlich wirst du deine Affäre also früher oder später durch eine neue ersetzen oder dir anderweitig jemanden suchen.

Welche Variante du wählen wirst, musst du sehen. Es kommt sicherlich auch darauf an, wie du mit deiner Frau sprechen kannst / möchtest. Riskierst du mit Ehrlichkeit deine Beziehung, dann wirst du ihr vermutlich nichts sagen. Trotzdem wirst du das Bedürfnis nach einem für dich erfüllten Sexualleben immer in dir tragen.

"Trotzdem ist mir meine Frau viel wichtiger als die Sexpartnerin und ich möchte sie weder verletzen noch verlieren."
Dafür ist es meiner Ansicht nach zu spät, der Betrug hat bereits stattgefunden.

(13) 06.01.16 - 11:51

Der Weg, den Du suchst ist doch ganz klar. Du möchtest ein Familienleben mit Deiner Frau, Deine Sexualität aber in einer besonderen Form mit einer anderen Frau ausleben, da Deine Frau Dir das nicht geben kann. Dazu benötigst Du aber Seelenfrieden und diesen kann es nur geben, wenn Deine Frau die Affäre billigt.

Für manche Dinge im Leben gibt es eben keine glatte und unkomplizierte Lösung. Du wirst also entweder Deine Frau aufklären müssen und mit ihr gemeinsam entscheiden, wie es weiter gehen soll oder Du wirst auf einen Teil Deiner Sexualität verzichten müssen, damit Du nicht mit dem ständigen schlechten Gewissen leben musst.

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