Verlorene Paarzeit wieder gewinnen Seite: 2

      • Eine Paartherapie wäre auch mein Vorschlag gewesen, ich hätte aber nach deiner Beschreibung vermutet, dass deine Frau sich nicht darauf einlassen würde. Dann bin ich durch die Antworten darauf gestoßen worden, dass ihr wohl schon eine gemacht habt. Ich hatte einmal einen wirklich tollen Paar- Therapeuten und ein weiteres Mal hatte ich bei meiner eigenen Therapeutin eine Sitzung mit meiner Mutter. Und nie hat sich ein Therapeut auf eine Seite geschlagen.

        Ich würde euch also auch empfehlen, es nochmal mit einem anderen Paartherapeuten zu probieren. Viel Erfolg! :-)

        Versucht es mal mit Tango.

        Meine Eltern (letztes Jahr goldenen Hochzeit und auch keine unkomplizierte Ehe) schwören darauf.

        Für mich klingt das so, dass ihr beide mit eurer Ehe abgeschlossen habt. Da hilft doch nichts mehr. Ich würde keine Mühe mehr in diese Ehe stecken.

        Entweder ihr trennt euch, was ihr beide nicht wollt. Oder ihr lebt weiterhin als Ehepaar zusammen und spielt nach außen das Paar. Innerlich geht ihr beide getrennte Wege. Vielleicht auch für beide neue Partner, die sich mit so einer Konstellation arrangieren können. Solche Regelungen gibt es nicht selten.

        Hallo!

        Was machst Du denn, um Paarzeit mit Deiner Frau zu haben?

        Gehst Du auf sie zu und fragst, ob sie mit Dir ins Kino geht und sie den Film aussuchen darf? Ob sie mit in den Zoo geht oder zum wandern? Frag sie gezielt nach Sachen, die IHR Spaß machen, ob ihr abends in ihr Lieblingsrestaurant gehen wollt etc.

        Nicht einmal zu Weihnachten eine Reise zu einem Musical, sondern im direkten Alltag. Viel öfter, viel mehr, die zwei Tage Musical reißen es weniger raus, als einmal die Woche essen gehen.

      • Setzt euch mal zusammen und besprecht miteinander wie ihr euch die nächsten 10 Jahre vorstellt.

        Wenn ihr das beide voneinader wisst könnt ihr eine Entscheidung treffen.

        LG
        Ano

        (31) 12.01.16 - 17:47

        Vielen Dank für die weiteren Kommentare. Um nicht den Thread-Baum zu sehr zu verzweigen, will ich wieder pauschal antworten und auf einzelne Kommentare eingehen.

        Trennung:
        Ja, das könnte ein Weg sein. Ist es die beste Lösung? Ich meine nein. Trennung ist für mich ein Stück weglaufen, sich nicht mit den Problemen auseinander setzen und jede Beziehung hat ihre Herausforderungen. Mit einem anderen Partner wird alles besser? Ja, kann sein, ist jedoch selten so. Und sicherlich liegt auch einiges an meinem Muster, da ich mein Leben hat auf die bereits beschriebenen Säulen (Arbeit, Freizeitaktivitäten/Familie) gestellt habe und nicht die Familie als meine nur allein tragende Säule im Leben sehe. Für meine Frau ist die Familie, besonders die Kinder, die fast einzig tragende Säule. In diesen Tagen sind wir 24 Jahre ein Paar und wir wären es nicht, wenn alles schlecht wäre. Die finanzielle Seite ist ein Aspekt auf beiden Seiten. Wenn man wenig hat, hat man nichts zu verlieren. Nein, ich hänge auch zu sehr an Kinder/Familie, dass ich das aufgeben will.

        Offene Zweitbeziehung:
        Gelegenheiten gibt es genug. Das wäre sicherlich auch eine Idee mit der ich mich notfalls anfreunden könnte, aber dies würde für meine Frau nie, nie, nie in Frage kommen. Das würde ihr Weltbild von Familie komplett kontrahieren. Im letzten Jahr wurde ich von einer Arbeitskollegin auf einem Sommerfest "angemacht". Die Kollegin wusste nicht, dass meine Frau dabei ist und in der Nähe war. Es gab eine "Szene", die ich gerade noch besänftigen konnte. Zu Hause wurde dann der "Prügel" ausgepackt. Ich blieb ziemlich cool. Ich hatte ja nichts verbrochen. Nein, meine Frau hat zu große Verlustängste. Ein gewisser Widerspruch sicherlich, den ich mir auch nicht so richtig deuten kann. Einerseits scheint es so, will sie nichts mehr von mir wissen, aber verlieren oder teilen will sie mich auch nicht.

        Meine Frau:
        Meine Frau ist eine wunderbare Mutter (was ich ihr auch häufig sage), die sich m.E. zu sehr nur um die Kinder gekümmert hat und bisher noch keinen Plan B hat, wie es ohne Kinder weiter gehen kann. Sie hat auch zu Hause gelernt, dass Frau sich um die Familie zu kümmern hat. Eigene Freizeitaktivitäten waren ihrer Mutter verboten (ich "verbiete" jedoch nichts) und dieses "wie habe ich als Mutter zu sein", hat sich bei ihr wohl eingeprägt. Hobbies darf -aus Sicht ihre Vaters eine Mutter nicht haben-. Ihre Mutter hat sich dann, als meine Frau und ihr Bruder aus dem Gröbsten heraus waren, von meinem Schwiegervater in einem dramatischen Rosenkrieg getrennt. Ihr Bruder ist gerade mit seiner 2. Scheidung beschäftigt und ist erst Anfang 40. Meine Frau hat vor mir 2 Partner gehabt und beide Male aus verschiedenen Gründen von Ihnen getrennt.

        Ideen für Paarzeit:
        Ideen habe ich genug. Kino, Theater, spazieren gehen, essen gehen, gemeinsamer Tanzkurs etc. Wenn der Partner nicht oder selten will bzw. ein ziemlich anderes Lebensmuster hat, ist es halt schwierig. Klar könnte ich das alles alleine machen und ich hätte auch genug Ideen jeden Tag mich alleine zu beschäftigen, aber das ist nicht was ich will. Ich bin schon an den Wochentagen häufig mit meinen Hobbies beschäftigt, da muss ich nicht noch alles an den anderen Tagen oder am Wochenende alleine unternehmen. Das ist ja das, was ich nicht will.

        Neue PT:
        Das erscheint mir zwar angebracht, aber irgend wie denke ich nicht so positiv an die andere PT zurück. Sie hat viel Geld gekostet, aber wenig gebracht.

        Fazit:
        Wenn ich manche Berichte hier lese, welche Vollpfosten es gibt, die sich nicht um die Familie kümmern, ihr Geld versaufen etc. könnte ich das Heulen bekommen. Jetzt bin ich genau das Gegenteil und irgend wie mache ich es damit auch nicht richtig. Ich habe im Leben viel erreicht, sehr viel und bin stolz darauf. Ich finde häufig für die schwierigsten Dinge eine Lösung, aber das Thema "Frau" bleibt mir ein Rätsel. Liebe Frauen, wie müssen denn Männer sein?

        • Hallo

          <<<Liebe Frauen, wie müssen denn Männer sein?<<<
          Auch kein nützlicher Ansatz.
          Manche sind auch mit einem Couchpotatoe glücklich, andere würden eingehen.

          In langen Partnerschaften ist es oft auch einfach nur Glückssache, dass man sich gemeinsam in die gleiche Richtung entwickelt.
          Ansonsten kann man nur immer wieder mal versuchen eine Kurskorrektur vor zu nehmen.
          Deine Frau muss sich ja auch umorientieren, die Kinder sind erwachsen.Was macht ihr denn Spaß?

          Wie wäre es mit Kurzreisen,Städtereisen etc.
          Irgend etwas wird sich doch finden lassen, was beiden Spaß macht?
          Fahrradtouren, Sport, Wellness.........
          Natürlich muss da einer meist Abstriche machen.
          In unserem Fall mein Mann.Anstrengende Berg-Touren mache ich nicht, aber für stundenlanges Radwandern entlang großer Flüsse bin ich sehr zu begeistern.
          Gemeinsame Erlebnisse außerhalb des Alltags brauch es schon.

          L.G.

          Ich glaube, dass ihr eine Chance habt wenn ihr ein bisschen auf Distanz geht.

          Mein Vorschlag wäre, dass ihr mal eure Schlafzimmer trennt und ne Weile so lebt wie Freunde mit gemeinsamen Kindern.

          Mein Eindruck ist, dass ihr euch auseinadergelbt habt und einfach viele Sachen voneinader nur zu wissen glaubt.

          Für den Anfang könntetn ihr euch ja 1-2 x pro Woche zu Essen, Kino, Theater ... verabreden.

          Lernt euch wieder als Paar kennen.

          LG
          Ano

          • (34) 13.01.16 - 09:14

            ***Ich glaube, dass ihr eine Chance habt wenn ihr ein bisschen auf Distanz geht.***
            Wir sind doch bereits auf Distanz. Mein Vorschlag wäre, dass ihr mal eure Schlafzimmer trennt und ne Weile so lebt wie Freunde mit gemeinsamen Kindern.
            ***Eigentlich leben wir quasi bereits wie in einer WG mit Kindern*** Mein Eindruck ist, dass ihr euch auseinadergelbt habt und einfach viele Sachen voneinader nur zu wissen glaubt.
            ***Dem ist wohl so*** Für den Anfang könntetn ihr euch ja 1-2 x pro Woche zu Essen, Kino, Theater ... verabreden.
            ***Dazu müssten Beide bereit sein, ist aber nicht der Fall, weil einer alle nahezu alle Vorschläge blockiert*** Lernt euch wieder als Paar kennen.
            ***Wie?***

            • Du schreibst etwas weiter vorn das Trennung nicht deine Lösung wäre.

              So wie du schreibst seid ihr aber längst getrennt.

              Ein erster Schritt wäre es, dass ihr euch das eingesteht.

              Wenn ihr das gemacht habt könnt ihr euch überlegen wie es weitergehen soll.

              Bei euch beiden steht mehr oder weniger offen eine Zukunftsangst im Raum, hauptsächlich finanziell und gesellschaftlich.

              Das sind sicher beides Bereiche die man einvernehmlich lösen kann.

              Wenn man diese Zwänge mal gelöst hat gibt es vielleicht wieder mehr Raum um eine Paarbeziehung neu aufzubauen. Es hängt davon ab ob das dann auch gewollt ist.

              LG
              Ano

              • (36) 13.01.16 - 12:40

                Ja, emotional leben wir weitestgehend getrennt, wie gute Bekannte zusammen.

                Vielleicht ist das auch der "Erfolg" unserer fast 25-jährigen Ehe/Beziehung. Wir haben uns irgend wie über die Jahre immer arrangiert.

                Es gibt wenig Streit. Wir sind uns nicht spinnefeind. Beide wissen sicherlich zu schätzen, was jeder für die Familie beigetragen hat. Die Absprachen funktionieren ganz gut, die Kindererziehung auch, wobei es bei Kindern von +/- 20 noch wenig zu erziehen gibt. Eher mal ein elternlicher Rat.

                So, macht jeder sein Ding in vertrauter häuslicher Umgebung. So kann es auch noch Jahre weiter gehen. Nach außen wirken wir wie ein harmonisches Paar. Eigentlich sind wir nicht so weit weg davon, wenn man das Wort "Paar" durch "Freunde" ersetzt.

                Die Liebe, Nähe etc. ist irgend wo auf der Strecke geblieben. So hat es sich entwickelt und beide haben ihren Teil dazu beigetragen. Meine Frau mit ihrer Konzentration auf die Kinder, ich mit der Konzentration auf Beruf und Freizeitaktivitäten.

                An dem aufgebauten "Gebilde" will keiner etwas ändern. Das glänzt ja auch alles. Aber im Gebilde gibt es einen emotionalen Konflikt, den wir bisher nicht auflösen konnten, eher wurde dieser schlimmer.

                Ja, da könnte eine gute PT helfen. Ich scheue mich jedoch davor, da beim letzten Mal -so habe ich das empfunden- nur der Beutel der Vorwürfe über mich ausgeschüttet wurde. Nicht dass, ich "unschuldig" bin und ich gestehe auch Fehler ein, aber ich bin nicht d e r Schuldige.

                Der Kernkonflikt liegt sicherlich einfach in unseren Lebensweisen, die jeder für sich als richtig erachtet.

                • Erstmal: Ich selber bin erst Mitte 30, aber mit meinem Mann schon 18 Jahre zusammen, 9 davon verheiratet. Wir sind immer noch oder wie auch immer schwer verliebt und sehr innig. Aber ich weiß dennoch auch aus meiner eigenen Erfahrung, dass eine Ehe nicht immer nur von inniger Liebe und körperlicher Nähe getragen wird. Eine Ehe braucht m.E. sehr viele Säulen, auf die sie sich stützen kann. Je mehr Säulen da sind, desto besser. Wenn eine mal schlechter hält, dann springt eine andere ein. Einige dieser Säulen sind natürlich so romantische Dinge wie Zärtlichkeit, Liebe, körperliche Nähe, ... - aber dann gibt es auch noch Dinge wie Freundschaft, sich mögen, grundsätzlich mal einer Meinung sein in den großen und kleinen Dingen des Lebens, gemeinsame Lebensauffassung, gemeinsame Pläne und Ziele, ... - und natürlich gibt es auch - auch wenn sichs noch so doof anhört - Dinge wie gesellschaftliche Akzeptanz, finanzielle Aspekte (ok, das ist jetzt der Punkt, der bei uns keine Rolle spielt, da beide im öffentlichen Dienst, da ist es schlicht wurscht), Gewohnheit, Angst vorm Alleinsein, ... Ich finde die letzteren Säulen nicht so viel schlimmer als die erstgenannten, ich glaube, sie alle gehören irgendwie mit dazu. Manche sind dauerhafter, andere tragen dafür für sich allein, dafür krachen sie aber auch leicht mal ein. Die dauerhaft tragfähigsten sind für mich: Freundschaft, gemeinsame Lebensauffassung, die schönste ist für mich Liebe. Da euch offenbar Freundschaft verbindet und auch irgendwie trotzdem eine gemeinsame Lebensplanung (immerhin möchte nicht der eine mit dem Rucksack durch die Welt und der andere zu Hause eine Großfamilie betreuen, usw.) verbindet, ist das ja schon mal gar nicht schlecht.

                  Ich bin eher die Mathematikerin und neige dazu, Probleme von der rational-objektiven Seite anzugehen. Vielleicht wäre das auch was für euch:

                  Eine Ehe ist letztlich auch ein Vertrag und beide sind ein Stück weit verpflichtet diesen einzuhalten. Ihr seid ja beide schon einmal grundsätzlich bereit, diesen auch wirklich einzuhalten. Gute Basis, zusammen mit dem o.g. (Freundschaft, ..) schon mal zwei Argumente, das Ganze in den Griff zu bekommen. Ich würde der Partnerin klipp und klar sagen, dass du die Ehe aufrecht erhalten willst und an dem ganzen "Konstrukt" hängst, dass es dir etwas bedeutet. Aber dass du so wie es jetzt läuft nicht zufrieden bist. Erkläre ihr, was dir an der Ehe (nicht am anderen!) nicht passt. Also nicht: "Du unternimmst nichts mit mir!" sondern: "Wir unternehmen zu wenig gemeinsam!" (und lass das mit "kein Sex" anfangs mal außer Acht :-p). Selbstverständlich darf sie auch eine Sache nennen, die es ihr schwermacht.

                  Dann geht genau diese Sache oder diese zwei, wenn von ihr auch was kommt, an. Verabredet also fest, dass ihr anfangs zweimal die Woche, dann steigern, gemeinsam etwas macht. Da du es dir wünscht, muss der Vorschlag/die Initiative wohl von dir kommen, z.B.: "Ich möchte heute mit dir einen Spaziergang machen." Sie "muss" entweder mit oder aber einen Gegenvorschlag für eine gemeinsame Unternehmung bringen, die du dann auch annehmen "musst" - gemeinsam auf der Couch liegen ist nur erlaubt, wenn ihr euch dabei zumindest in den Arm nehmt ;-). Zwingt euch! Ablehnung nur mit Gegenvorschlag! Genauso umgekehrt. Wenn sie sich was von dir wünscht, musst du ihr auch entgegenkommen. Markiert es euch im Kalender und prüft am Sonntag vor dem Tatort, ob ihr zweimal geschafft habt. Wenn nicht, nun, dann habt ihr noch 4 Stunden Zeit und müsst euch ranhalten ;-).

                  Wir haben so unser völlig chaotisches Sexleben in eine super Richtung gebracht und ich bin so glücklich damit. Ich hätte mir das nicht vorstellen können, dass ich Sex mal derart genießen kann. Für mich war es immer Pflicht. Bis wir dann tatsächlich begannen, einfach jeden zweiten Tag Sex zu haben. Punktum (der Grund war Kinderwunsch, nicht die Einrenkung des Sexlebens). So fielen sämtliche Erwartungen, Ansprüche, aber auch der ständige Druck, die ständige Enttäuschung (bei meinem Mann wegen des Abgewiesen Werdens) weg, auch das "Wenn ich jetzt die Zärtlichkeit genieße, muss ichs ihm danken." - das war alles saublöd. Jetzt sind wir beide meist total scharf aufeinander und haben beide was davon ;-).

                  • (38) 13.01.16 - 23:39
                    Ein-Weichei-Mann

                    Danke für Deinen langen Kommentar. Eines nehme ich Dir jetzt nicht ab, dass ihr nach 18 Jahre noch schwer verliebt seid. M.E. ist man max. in den ersten 3-6, vielleicht auch noch nach 12 Monaten "verliebt" und dann wird das Liebe und Zuneigung daraus. Nur so nebenbei.

                    Ich bin aber mit Dir einer Meinung, dass eine Beziehung/Ehe mehrere Säulen hat. Bei uns ist das sicherlich auch so. Es sind sicherlich nicht nur finanzielle Aspekte und Kinder, sondern dass wir auch die gleiche Lebensphilosophie haben, in einer Familie zu leben. Säulen sind natürlich, dass meine Frau ein sehr liebenswerter Mensch ist, gut mit anderen Menschen auskommt und mit für meinen Karriereweg sehr den Rücken freigehalten hat. Dass meine Frau träger ist als ich weiß ich seit unserem Kennenlernen und ich habe schon früher nicht selten Überzeugungsarbeit leisten müssen, dies oder jenes gemeinsam zu tun. Heute fühlt sich meine Frau jedoch mit Ehe, Kinder etc. recht sicher, dass sie nicht mehr oder nur noch selten meinen Ideen folgt.

                    Deinen Vorschlag für gemeinsame Unternehmungen nehme ich gern auf. Ich wäre ja schon froh, wenn wir 1 x in der Woche etwas gemeinsames unternehmen, da will ich gar nicht an mehr denken. Und offen gesagt, alles will ich auch gar nicht mit ihr alles machen, eine gewisse persönliche Freiheit brauche ich auch.

                    Es ist schön, wenn Euer Sexleben floriert und als bei uns Kinderwünsche anstanden, musste ich auch nicht betteln und Frust schieben. Da haben wir auch viele Gelegenheiten genutzt, uns zu paaren und da Kinderwünsche bei uns abgeschlossen sind, wird aus Deiner Idee da (leider) nichts.

                    • Die Idee ist hier nicht Kinderwunsch zu haben, sondern Sex nach Plan z.B. Dienstag und Samstag zu haben. Ich habe schon von mehreren Frauen, die eigentlich keinen Bock haben gehört, dass das ihnen hilft, weil sie sich und ihre Lust dann nicht hinterfragen, sondern halt Sex haben, weil Dienstag ist. Und sie sagen, dass sie dann weniger verkrampft sind und Spass haben.
                      Ich denke schon, bzw weiss von mir, dass auch nach über 10 Jahren noch ein Kribbeln da sein kann.
                      Was bei Deinen Postings fehlt ist eben das, die Rede von Chemie und Liebe. Ohne diese beiden Dinge könnte ich mir eine Partnerschaft nicht vorstellen, dazu wäre ich mir zu jung, auch mit kurz vor 50.

                      1. das mit "schwer verliebt" ist natürlich kein Dauerzustand - aber es gibt einfach solche Zeiten. Außerdem ist es bei uns tatsächlich so, dass wir zumindest die Nächte (und das ist jetzt nicht auf Sex bezogen) am aller-allerliebsten gemeinsam verbringen und dabei immer eng umschlungen schlafen. Das sind die Minuten, die wir so ungern gegen etwas eintauschen, da lockt kaum ein Weggehen, ein Verein, ein Urlaub - wenigstens gemeinsam Einschlafen ist irgendwie so ein "Must" für uns. Wir liegen selten "nur nebeneinander" und ja, es kribbelt immer noch, wenn ich weiß, mein Mann kommt jetzt dann nach Hause. Ich freu mich drauf. Meistens, nicht immer natürlich.

                      2. Das mit dem Kinderwunsch war nur ein Beispiel bzw. die Begründung dafür, dass wir auf die Idee mit "Sex nach Plan" kamen. Mir war schon klar, dass ihr keinen Kinderwunsch habt. Ich dachte nun erstmal an gemeinsame Beschäftigung nach Plan. Ich finde es unverschämt von null gemeinsamer Beschäftigung übergangslos auf Sex nach Kalender zu kommen.

                      • (41) 20.01.16 - 00:32
                        Ein-Weichei-Mann

                        ...gemeinsam einschlafen...

                        Ach, wäre das auch mal wieder schön. Ja, das war am Anfang unserer Beziehung/Ehe auch der Fall. Zwar auch nicht so häufig, aber es fand stand. Das ist uns dann irgend wann völlig abhanden gekommen. Leider.

                        Wenn ich mich traue, mich mal wieder anzunähern, erwarte ich bereits die Ablehnung und die kommt dann auch.

                        Ich habe bereits am Anfang unserer Beziehung nicht verstanden, warum man so wenig Lust auf Nähe haben kann. Damals hätte ich die Reißleine noch ziehen können, habe ich nicht, heute werde ich dafür massivst "bestraft".

                (42) 14.01.16 - 20:51

                Hallo Weicheimann! :-D

                Du hinterlässt so langsam tatsächlich den Eindruck ein Weichei zu sein! ;-) Das hier ist ja nun nicht dein erster Beitrag in diesem Forum. Gefühlt lese ich hier seit 1 Jahr deine Beiträge. Und weißt du, was mir auffällt? Vor einem Jahr (?) schriebst du trotz ähnlicher Antworten exakt denselben Beitrag. Was hast du in diesem Jahr gemacht? Welche Fortschritte hat es seither gegeben?
                Du scheinst nach wie vor zu leiden. Ich kann mich auch sehr gut in deine Lage hineinversetzen. Nur die Wahrscheinlichkeit, dass sich an deiner Situation etwas wie durch Zauberhand ändert, ist verschwindend gering.

                Es gibt keine leichten Lösungen in deiner Situation.

                Du kannst wählen zwischen:

                a) Ich arrangiere mich auch die nächsten Jahre mit einer Ehe, die von emotionaler Kälte und Lieblosigkeit geprägt ist.

                b) Ich versuche noch einmal alles erdenklich Mögliche, um diesen schweren Frachter, der sich Ehe nennt, in Fahrt zu bringen.

                c) Ich trenne mich und trage die Konsequenzen. Dazu braucht es wahrlich die o.g. Eier in der Hose! :-D

                Jammern allein hilft dir nicht weiter, außer du willst zur Daubelastung für dein Umfeld werden. (Du darfst natürlich auch weiterhin das Forum für diesen Zweck benutzen, mach ich nicht anders!)

                Option a) hast du auf jeden Fall die letzten 20 Jahre zu genüge zelebriert. Dieser Weg scheint dich nicht glücklich machen zu können, egal wie sehr du deine freie Zeit mit anderen Aktivitäten auszufüllen versuchst.

                b) Für diesen Weg musst du, wie in der Geschäftswelt auch, mit mehr Nachdruck und Vehemenz auftreten! Die Zeit der Vor-sich-Hindümpelei sollte endgültig vorbei sein. Sag deiner Frau ganz deutlich, dass du euch z.B. 1 Jahr gibst und danach eine Entscheidung treffen wirst, weil du es SO nicht mehr aushältst. Frag deine Frau nicht, ob sie Lust auf ein Abendessen hat, sondern reserviere im Restaurant und teile ihr das mit. Ebenso mit dem Musical. Keine Gutscheine! Buch doch die Reise! Mach jetzt Nägel mit Köpfen. Damit zeigst du, wie wichtig dir das ist...dieses: könnte, möchte, wollte...ist alles so wischiwaschi und halblebig....und da sind sie nämlich wieder: die Eier!

                c) Mir fällt es sehr schwer zu verstehen, wie man trotz der sehr traurigen Umständen eurer Ehe, eine Trennung so partout ausschließen kann. Um eine Ehe kämpfen - gerne! Alle Hebel in Bewegung setzen - ja, natürlich! Aber mit Gewalt einen Partner zur Zweisamkeit zwingen müssen, der (bitteren) Wahrheit nicht ins Auge blicken wollen - mit so einer Haltung steht nur eine einzige Person deinem Glück im Weg, und das bist du selbst! Vergeude doch nicht deine Kraft damit, ein totes Pferd reiten zu wollen (wenn es denn tot sein sollte).

                Du nimmst dir mit dieser Haltung allen Wind aus den Segeln. Warum sollte sich deine Frau aus ihrer Komfortzone herausbewegen, wenn sie weiß, dass ihr nichts passieren kann? Das mag eine facebookwürdige Weisheit sein, aber wir Menschen sind eben nun mal so einfältig : Wir erkennen den wahren Wert der Dinge erst, wenn uns der Gefahr bewusst sind, sie zu verlieren. Deine Frau ist sich deiner sehr sicher.

                Es geht auch nicht darum, sie in Zukunft zu erpressen, aber es steigert die Attraktivität eines Mannes doch enorm, wenn man spürt, dass er bereit ist, die unbequemen Schritte zu tun, die nötig sind, um die eigene Integrität zu wahren. (umgangssprachlich: Eier in der Hose haben! :-D)

                Es nutzt auch nicht viel in der Vergangenheit rumzustochern und zu analysieren, auf welcher Seite das Versagen größer war. Lasst diese Schuldzuschreiberei, zumal man den bisherigen Weg auch sehr positiv formulieren kann: Ihr habt beide dazu beigetragen, dass ihr heute ein finanziell sorgloses Leben führen könnt und gut geratene Kinder habt. Ihr beide habt euch dafür angestrengt und gleichermaßen eure Opfer gebracht.

                Die Fragen, denen ihr euch stellen müsst, sind vielmehr: Wie wollen wir unsere Zukunft gestalten? Blicken wir noch in dieselbe Richtung? Gibt es eine gemeinsame Basis, die tragen kann? Was braucht jeder zum Glücklichsein und was kann der andere dazu beitragen? Diese Fragen muss man sich ehrlich beantworten. Dazu ist es aber auch nötig, die Konsequenzen zu tragen, wenn die Antworten negativ ausfallen. Das ist aus meiner Sicht dein Hauptproblem: Du bist dazu nicht bereit.
                An dieser Stelle könnte dir evtl. Max Frisch weiterhelfen: "Eine Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen."

                Auf Wiederlesen! ;-)
                Luka

      Wie Männer sein müssen?

      Eigentlich reicht ja einer, der zu einem passt - und das beudet je nach Lebensweise, Lebenszielen, die sich durchaus mit den Jahren verändern können. Wenn das eintritt, muss man neu entscheiden, ob es noch genügend in der Schnittmenge gibt, das eine Beziehung rechtfertigt.

      Bei euch hat es mal gepasst, sonst hättet ihr keine Familie mit allem Drum und Dran. Jetzt seid ihr ein eingespieltes Team, aber eben kein Paar mehr. Deine Frau hat anscheinend kein Interesse daran, etwas zu ändern. Ich finde es schon sehr krass, wenn sie nicht einmal mehr mit dir ausgehen mag oder nur ganz selten mal. Warum willst du dir die Zähne daran ausbeißen? Nur weil es "sich so gehört" , dass Ehepartner regelmäßig essen gehen, das Kino besuchen oder sonstwie als Paar auftreten? Ich wüsste nicht, was daran Spaß macht, eine desinteressierte und lustlose Frau hinter sich herzuschleppen. Würdest du einem Freund, der dir irgendwann mal die Freundschaft gekündigt hat, jahrelang auf die Nerven gehen mit geplanten gemeinsamen Unternehmungen? Irgendwann ist doch mal Schluss, sich zum Depp zu machen. Eure Ehe ist einen müden Tod gestorben, du willst keine Paartherapie mehr (ich wüsste auch nicht wofür, selbst wenn DU jetzt immer getätschelt würdest und der Therapeut deiner Frau sagen würde, sie müsse sich endlich bewegen, meinst du allen Ernstes, das hätte Erfolg???) und deine Frau will so leben, wie bisher auch. Dann akzeptiere das doch endlich. Ich kriege Aggressionen bei Menschen, die mir gebetsmühlenartig mit dem selben Kram immer und immer wieder auf die Nerven gehen. versuch mal einen Vegetarier mit totquatschen, schmeicheln oder was auch immer zum Schnitzel essen zu überreden. Der hat seine Entscheidung für sich gefällt, aus welchen vernünftigen oder dusseligen Gründen auch immer und wird dabei bleiben. Deine Frau hat sich entschieden - nämlich alles bleibt so, wie es ist - und wird sich nicht belabern lassen.

      • (44) 14.01.16 - 00:12
        Ein-Weichei-Mann

        Dass man gewisse Dinge am Partner akzeptieren muss, ist so. Ich denke, dass meine Frau und ich von der Grundeinstellung eines gemeinsamen Lebens (eine Familie aufzubauen und darin zu leben) auch übereinstimmen. Wir wären nicht 24 Jahre zusammen, wenn nicht unsere Grundidee übereinstimmen würde.

        Ich will auch meine Frau nicht zum "Schnitzel-Fan" machen. Sie muss nicht wie ich Bekloppter für einen Marathon trainieren, wenn sie keine Lust zum Laufen hat. Ich werde sicherlich genauso nicht, das Stricken lernen, wenn ich keine Lust auf Handarbeiten habe.

        Das ist alles akzeptiert. Ich finde es sogar gut, dass jeder auch ein Stück seinen eigenen Interessen nach geht. Alles gemeinsam zu machen, da geht man sich ja m.E. sehr schnell auf den Keks.

        Früher haben wir ja auch unsere Paarzeit für gemeinsame Aktivitäten und Zeit für Sex gefunden.

        Dann kann ich auch als Single leben, wenn ich 7 Tage die Woche alles alleine unternehmen muss.

        • Dann kann ich auch als Single leben, wenn ich 7 Tage die Woche alles alleine unternehmen muss

          -------

          Stimmt.....ist doch unser reden. Aber du willst dich ja nicht trennen.

          @@. Früher haben wir ja auch unsere Paarzeit für gemeinsame Aktivitäten und Zeit für Sex gefunden...@@@
          ----
          Früher hatte deine Frau auch Interesse daran. Heute braucht sie das nicht ( mehr), wie du ja unzweifelhaft seit Jahren feststellst.

          Und jetzt......??? Du willst nicht, was sie will und umgekehrt. Finde dich ab, wie es deine Frau getan hat, wenn eine Trennung für euch beide keine Option ist.

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