Entliebt, sich in jemand anders verliebt, Trennung ?

    • (1) 11.01.16 - 20:37
      *entliebt*

      Guten Abend,

      tja wo fange ich an?
      Seit einiger Zeit (ca 1,5 -2 Jahre) habe ich bemerkt wie ich mich mehr und mehr von meinem Ehemann "entliebe", ich mag ihn als Freund, aber Liebe ist von meiner Seite aus nicht mehr da. Ebenso ergeht es mir mit der körperlichen Anziehung. Da ist einfach leider nichts mehr. Ich hab es oft versucht, viel auch noch beschönigt, aber wir leben zusammen wie Freunde, nicht wie ein Paar.

      Jetzt hab ich mich dummerweise auch noch im Sommer in jemand anderes verliebt. Erst tat ich es als Spinnerei meinerseits ab und hatte auch nicht im Kopf, dass es bei ihm ähnlich sein könnte, aber vor 4 Monaten kam raus, dass er genauso empfindet, nur noch schon viel länger als ich.

      Und was nun?

      Wir haben beide Familie mit Kindern? Seine Situation zu Hause ist ebenso wie meine. Was tu ich meinen Kindern an, wenn ich ihnen den Vater "wegnehme"? Darf ich überhaupt so egoistisch sein?

      Ehrlich gesagt weiß ich weder ein noch aus.

      Aber es tat gut es einfach mal runtergeschrieben zu haben.

      Nachdenkliche *entliebte*

      • (2) 11.01.16 - 20:54

        hallo
        du schreibst, du hast es oft versucht und viel auch beschönigt...
        durch das Beschönigen hast du deinen Beitrag dazu geleistet, dass die Beziehung auseinander geht
        wenn man nicht authentisch UND ehrlich UND respektvoll gleichermaßen miteinander umgeht, kostet das Beziehung.

        und deswegen die Frage: wenn du ganz ganz ehrlich mit dir bist: hat dein Noch-Mann alle Chancen von dir bekommen, um überhaupt mitzubekommen, was in dir abgeht, was deine Wünsche sind und konnte er für sich entscheiden, wie weit er sich darauf einlassen kann/möchte? Und waren seine Gedanken dazu transparent für dich?

        Ich denke, dass das die Frage ist, die dir sagt, ob es keinen Sinn mehr macht mit deinem jetzigen Mann. Ich würde dennoch fairerweise euch noch eine ernsthafte Chance geben (wenn nötig mit Paargesprächen etc.), um nicht das selbe mit dem neuen Mann zu wiederholen. Und durch wirklich gute Gespräche könnt ihr beide die Entscheidung treffen, dein Noch-Mann und du. Das fände ich fair...

        lg

        • (3) 11.01.16 - 21:58

          Danke für deine Antwort!

          Ja ich habe von Anfang an viel kommuniziert, was mir fehlt etc. Dann ging es immer wieder 1-2 Monate und dann war es wieder wie vorher.

          Als die Zeit der Besserung immer kürzer wurde hab ich irgendwann resigniert.. aber auch das habe ich kommuniziert!

          • (4) 11.01.16 - 22:16

            hallo,

            letzen Endes kannst nur du wissen, was der richtige Weg ist. Und wenn du es jetzt im Moment noch nicht so klar sehen kannst, würde das für mich bedeuten, dass du noch mehr Klarheit/Infos/Gespräche brauchst, bis du zu einer Entscheidung gefunden hast (u. a. schreibst du ja deswegen hier ;-))

            Jetzt wäre für mich die Frage, ob du dir insgesamt mehr Zeit geben kannst, wo erst mal mit dem anderen Mann nichts passiert, um selbst herausfinden zu können, was in dir eigentlich ist. Z. B. würdest du mit dir selbst glücklich werden? Was sind deine Ängste? Lebt der andere Mann etwas aus, was du eigentlich selbst gerne leben würdest?

            Und dann wäre die nächste Frage, ob du diese Entscheidungsfindung nicht zusammen mit deinem Mann klären kannst. Ihr setzt euch zusammen und seid ehrlich miteinander, wie ihr ein weiteres Zusammenleben (dauerhaft) ermöglichen könnt oder eben nicht. Wenn du aber merkst, du hast den Geduldsfaden schon überstrapaziert, dann würde ich an deiner Stelle die Konsequenz daraus ziehen - und nicht direkt mit dem anderen Mann etwas anfangen. Die Angst, dass das nur Flucht wäre, und dann ein neues Schlamassel startet, wäre mir persönlich zu groß.

            Lösungen für das Kind werdet ihr finden, so lange ihr fair und respektvoll miteinander umgeht. Ein Kind kann damit umgehen, wenn es weiterhin Kind sein darf und nicht in einen Loyalitätskonflikt gebracht wird. Dazu würde aber ein erwachsenes Verhalten mit möglichst geringer Verletzungsgefahr von euch beiden die Voraussetzung dafür sein.

            Im Grunde bist du frei. Du kannst machen, was du willst. Schau nur, dass es so fair und liebevoll wie irgendwie möglich abläuft - für dich, dein Kind und deinen Mann.

            lg

        (5) 12.01.16 - 12:51

        Die frage die man sich in solchen Fällen stellen sollte ist doch, geht es einem wirklich besser ohne diesen Mann? Also den potentiellen neuen mal außer acht lassen und schauen: Ist mein Leben ohne dieses Menschen schöner/besser??

        Wenn man diese Frage vollmundig mit "ja" beantworten kann, ist es wohl Zeit zu gehen.

        • (6) 12.01.16 - 15:59

          ja, da würde ich dir recht geben. das wäre für mich dann so, wenn einfach kein Zusammenkommen mehr möglich ist. Irgendwann war man verliebt ineinander - und da gab es etwas, was die Beziehung so lange getragen hat. Es gab einen Grund, der zwei Menschen zusammen geführt hat...

          zum anderen würde es mir in der Situation auch darum gehen, zu verstehen, was mein Anteile und was sein Anteile waren, die zu der jetzigen Situation geführt haben.

          man hat die Beziehung zusammen gestartet - und ich finde es fair, sie dann auch zusammen zu beenden - sofern es möglich ist.

          ich würde lieber (aber das ist ein ganz persönlicher Geschmack) nicht einfach eine Beziehung beenden wollen nach dem Motto, der Laken ist jetzt alt und verbraucht und ich suche mir was Neues (ob neue Beziehung oder ein neues Single-Leben), weil man irgendwann immer an den Punkt kommen wird, wo sich etwas wie Routine eingeschlichen hat. Nur wenn man alleine lebt, kann man niemandem mehr die Schuld geben (was TE aber vermutlich auch nicht tut, so ganz klar ist das für mich nicht geworden).

          lg

    Nur weil du dich trennst, nimmst du deinen Kindern nicht den Vater. Eine Beziehung führen und Eltern sein ist ein Unterschied. Man kann der beste Vater der Welt sein, aber eben auch der schlechteste Ehemann - nur mal so übertrieben dargestellt.
    Wenn du dir sicher bist, deinen Mann nicht mehr zu lieben, dann hör auf, ihm und deinen Kindern was vorzumachen und trenn dich. Ganz unabhängig davon, ob du mit einem anderen Mann etwas anfangen möchtest oder nicht.

    • Auch dir danke für deinen Beitrag!

      Das beruhigt schon mal ein wenig mein schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber!

      Und der Gedanke der Trennung war vorher schon da, bevor ich mich anderweitig verliebt habe...

(9) 11.01.16 - 21:13

Hallo,

ist es nicht so, daß das was du beschreibst, ganz viele Paare im Laufe der Zeit ereilt? Ich bin der Meinung, daß man in solchen Situationen auch darauf schauen muß, WAS mach die Liebe aus, bzw. was vereine ich mit Liebe...? Denn eines ist klar "ver"liebt sein, "ver"geht wieder...!
Ich weiß nun nicht, wie lange du mit deinem Partner bereits beisammen bist, doch glaubst du, wenn du mit einem anderen neuen Partner einen genauso langen Zeitraum zusammen bist, daß die körperlich Anziehung dann weitaus heftiger sein wird? Ist es nicht Liebe, wenn man Seite an Seite auch durch den Alltag gehen kann als wirklich gute Freunde, die sich gegenseitig vertrauen und aufeinander verlassen können?
Kann sein, daß dir momentan einfach der Reiz des Verbotenen, etwas Neuem, die Vorstellung von Sex mit neuem Partner, samt dem dazugehörigem Kribbeln den Blick trübt?
Das sollten einfach mal ein paar Denkanstösse für dich sein.

LG

  • Danke für deine Denkanstöße!

    Die Fragen hab ich mir auch schon oft gestellt, aber der Gedanke an Trennung war schon vorher da. Und ich habe meine Probleme, Wünsche etc auch immer offen kommuniziert. Irgendwann habe ich jedoch resigniert :-(

    Macht Liebe aber nicht mehr aus, als Freunde die im Alltag seite an Seite gehen?

    Sollte da nicht mehr sein?

    • (11) 12.01.16 - 06:23

      Doch, natürlich sollte da schon auch noch "etwas" mehr sein, als sich ergänzende Freundschaft.

      Aber gibt es wirklich keinen Weg evtl. Eingeschlafenes oder auch im Laufe der Jahre auf der Strecke Gebliebenes neu zu "erwecken"?
      Ich gestehe: Als ich erfuhr bzw. schon ahnte, daß mein Mann mich betrügt, spürte ich plötzlich (wieder) heftiges, sexuelles Verlangen nach ihm, was nun nicht heißt, daß ich deswegen eine Affäre empfehle!

      Man hört ja auch immer wieder von ehemals krebskranken Personen, daß sie nach ihrer Krankheit plötzlich fähig sind, ihr Leben wirklich zu leben ...aber ist es nicht einerseits sehr schade, wenn man dazu erst diese Krankheit erleben muß?

      (12) 12.01.16 - 06:47

      noch ein Nachtrag:

      ...und hast du deine Gedanken, Visionen auch schon mal zu Ende gedacht? Wie es wohl weitergehen würde ? Noch scheinst du ja kein "Verhältnis" mit diesem anderen Mann eingegangen zu sein.... ich kenne einige Männer, die ihre FRauen betrogen haben, sogar der Meinung waren, sich neu verliebt zu haben und dann, als sie von den Ehefrauen freigegeben wurden, plötzlich eine Kehrtwende machten! Natürlich gibt es auch "Fälle" da hat man sich getrennt und mit der Neuen scheint es auch ganz gut "hinzuhaun".

      Eine meiner Freundinnen ist den Weg gegangen, hat sich nach jahrelanger Affäre von ihrem Mann getrennt und zwei Jahre später dann auch endlich mit dem neuen Mann zusammengezogen. Dafür hat sie ihre Heimat (und Tochter) verlassen, wohnt nun 120 km davon entfernt, natürlich auch eine neue Arbeitsstelle.... das SChlimmste, was sie in diesen zwei/drei Jahren wohl "durchlebt" hat, war die Auseinandersetzung mit ihrer Tochter. Diese war damals 15, bis zur Trennung ein ganz normaler Teenie und dann... gings los. Das Mädel hat wirklich ALLE Register gezogen: Alkohol, Drogen, Diebstahl, Schule verweigert, Polizei, Jugendamt... usw.

      Ihre Vorstellung, die sie beim Trennungszeitpunkt hatte, (Tochter geht mir mir - wenn sie Papa besuchen will kann sie es jederzeit, ich werde ihr erklären können, warum ich diesen SChritt mache) trat nicht ein.

      LG

(13) 11.01.16 - 23:53

Auch mit dem neuen wird irgendwann der Alltag kommen!
Auch das wird wieder eintönig und langweilig wenn Du es zulässt.

Auch der neue hat seine Macken und früher oder später wir dich das genauso nerven!

Bei solchen Beiträgen habe ich immer große Zweifel dass die betroffenen sich wirklich verliebt haben!

Es ist in den meisten Fällen keine neue Liebe! Sondern der Reiz des neuen und unbekannten!

Unabhängig von den Kindern: Überleg Dir ob Du Deine langjährige Beziehung/Ehe an den Nagel hängst, für etwas das nur auf den ersten Blick neu, aufregend und perfekt erscheint.

Lohnt es nicht doch eher diese Energie in die bereits vorhandene Beziehung zu stecken und diese neu zu entdecken ?

Alles Gute

(14) 12.01.16 - 00:13
Jemandderdaskennt

Überlege es Dir gut. Wie lange seid ihr zusammen? Wie alt seid ihr?

Es gibt sicherlich Beziehungen, wo ich die Trennung anraten würde, z.B. bei häuslicher Gewalt, aber nicht weil man nicht mehr verliebt ist.

In a l l e n Beziehungen geht die Verliebtheit und der Alltag kommt. Ein anderer Mann ist vergleichbar mit den Kirschen in Nachbars Garten. Die sind erst mal auch süßer und roter als die eigenen Kirschen und nach einer Weile schmecken diese Kirschen auch wie die alten eigenen.

Schau mal auf Peter Maffay als aktuelles Beispiel. Der hat sich gerade nach 12 (?) J. von seiner x-ten Frau getrennt und hat eine fast 30 Jahre jüngere Frau kennen gelernt und spricht (wieder?) von der großen Liebe. Ich wette, in x-Jahren lesen wir, dass sich die Beiden auch wieder getrennt haben.

Eine lange zufriedenstellende Ehe zu führen, das ist eine Kunst. Das schaffen nur wenige. Viele Paare bleiben dennoch (unzufrieden) zusammen, andere trennen sich und hoffen sich, dass beim nächsten Partner bestimmt diese Verliebtheit ein ganzes Leben anhält.

Wie man eine lange Ehe führt und dabei noch glücklich ist, kann ich Dir auch nicht sagen, aber weglaufen und glauben mit dem nächsten Mann wird alles gut, ist für mich der falsche Weg.

>> Was tu ich meinen Kindern an, wenn ich ihnen den Vater "wegnehme"? <<

Anders gefragt: Was tust du deinen Kindern an, wenn sie in einer unglücklichen und unbefriedigenden Elternbeziehung aufwachsen?

Natürlich wirft man seine Familie nicht für einen kleinen Flirt über den Haufen. Du schreibst aber, dass du dich schon seit mind. 1,5 Jahren von deinem Mann entliebst und einfach weder Liebe noch körperliche Anziehung für ihn empfindest. Muss eine Frau, nur weil sie Kinder hat, bei einem Mann bleiben, denn sie nicht liebt?

Meiner Ansicht nach kommt es viel mehr darauf an, wie man die Trennung gestaltet. Könnt ihr euch im Guten trennen und den Kindern weiterhin ein verantwortungsvolles Elternpaar sein? Dazu gehört z.B. auch eine gewisse Karenzzeit, bis du einen neuen Partner hast.

Natürlich besteht auch noch die Möglichkeit, mit deinem Mann zu sprechen, ihm die Situation offen zu schildern und dann gemeinsam einen Rettungsversuch für die Ehe zu starten. Für diese Offenheit müsst ihr eine gute Grundlage haben und die scheint mir gegeben. Vielleicht kannst du so das Ruder noch rumreißen und musst dir wenigstens nicht vorwerfen, dass du deine Ehe "leichtfertig" hingeworfen hast.

Ob deine Gefühle aber für einen letzten Rettungsversuch ausreichen, weiß ich nicht. Weiß dein Mann denn überhaupt annähernd, was du in den letzten Monaten gefühlt hast?

  • (16) 12.01.16 - 13:35

    Zitat "Ob deine Gefühle aber für einen letzten Rettungsversuch ausreichen, weiß ich nicht. Weiß dein Mann denn überhaupt annähernd, was du in den letzten Monaten gefühlt hast?"

    Ich denke schon dass er das weiß, da ich immer gesagt habe wie unzufrieden ich bin etc.

    Ob die Gefühle ausreichen, tja das ist die Frage? Ich gucke ihn an, suche nach Gefühlen, Anziehung, usw und finde nichts außer tiefe Freundschaft und Mitleid, weil es soweit gekommen ist. #schmoll

(17) 12.01.16 - 09:52

Hallo,

ich weiß wie es dir geht. So ähnlich ging es mir vor 4 Jahren auch.

Mein Exmann war meine große Liebe, ich war mir sicher, dass wir zusammen alt werden würden. Als ich ihn kennengelernt habe, war ich noch sehr jung und naiv. Ich hätte alles für ihn getan und habe vieles nicht gesehen bzw sehen wollen.

Mit den Jahren und den Kindern hat er sich verändert (ich natürlich auch). Auf einmal hatten wir kaum Gemeinsamkeiten mehr: er nörgelte an allem rum, nichts was mich interessierte hat ihm gepasst....meine Musik war ihm auf einmal zu teenagerhaft, meine Sportleidenschaft war ihm ein Dorn im Auge - am liebsten wäre ihm gewesen wenn ich immer mit ihm auf der Couch gegammelt hätte usw. Er war oft aufbrausend und sehr launisch, das habe ich früher nie so gemerkt, obwohl er bestimmt schon immer so war.

Nach 10 gemeinsamen Jahren musste ich dann erkennen, dass meine Liebe zu ihm verschwunden war...es ist nicht von heute auf morgen passiert, sondern schleichend über einige Jahre. Er war auf einmal nicht mehr der Mann, in dem ich mich verliebt hatte:-(...eigentlich das totale Gegenteil. Ich habe mich also von ihm getrennt, für ihn ist eine Welt zusammengebrochen. Einige Monate wohnte er bei seinen Eltern, ich blieb in unserer Wohnung. Mit der Zeit fing er an, um mich zu kämpfen, hat mir Komplimente gemacht und gesagt, dass wir all die Jahre nicht wegschmeißen dürfen....allein schon wegen der Kinder müssten wir es noch einmal versuchen sagte er immer wieder. Also gab ich nach und wir versuchten es noch einmal miteinander.

Aber es war ein Fehler, nach einiger Zeit war alles wieder wie vorher und ich mehr unglücklich denn je:-(. Zu der Zeit fing ich eine neue Arbeitsstelle. Es gab da auch einen Arbeitskollegen, der mir auf Anhieb gefallen hat#hicks....wir verstanden uns sehr gut, er und ich teilten soviele Interessen zusammen. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich mich verstanden gefühlt, ich war endlich wieder glücklich:-)!

Einige Monate später - nach einer Firmenfeier - haben wir uns geküsst und in dem Moment wusste ich: meine Ehe ist zu Ende! Es war natürlich ein harter Schritt zu sagen: ich lasse mich scheiden, die Kinder waren der einzige Grund warum ich nicht schon früher gegangen bin. Aber ich konnte nicht mehr, ich musste an mich (und damit auch an meine Kinder) denken. Mein Exmann hat mir das lange nicht vergeben, es hat ihn tief getroffen dass ich mich in einen anderen verliebt hatte.

Ich hatte natürlich oft Angst, dass meine Kinder die Trennung nicht verkraften würden und sie psychische Schäden davon tragen würden...aber mein Exmann und ich haben alles denkmögliche unternommen, um es den Kinder so "leicht" wie möglich zu machen...wir waren bei Beratungsstellen, haben mit den Betreuern im KIGA geredet, haben uns Umgangskonzepte überlegt usw.

Nächsten Monat werden es schon 4 Jahre die ich mit meinem Schatz zusammen bin#verliebt! Ich liebe ihn über alles und bereue meine Entscheidung von damals keine Sekunde. Mein Exmann hat mittlerweile auch eine neue Liebe gefunden und ist mit ihr glücklich:-). Sie ist echt eine sehr nette Frau, meine Kinder mögen sie (das ist für mich das wichtigste) und sie passt viel besser zu meinem Ex als ich es je getan habe#schein!

Unseren Kindern geht es auch gut, sie sind glücklich (das traue ich mich wirklich zu behaupten:-))! Sie haben Mama und Papa und wissen, dass wir beide immer für sie da sein werden...egal was kommt....und das ist alles was zählt!!!!

Ob dieser Mann auch das für dich ist, was mein Freund FÜR MICH ist, kannst nur du wissen...und auch ob du deine Ehe für dich als beendet ansiehst! Wenn das nicht der Fall ist, dann arbeite an deiner Ehe, ansonsten sei ehrlich zu deinem Mann und trenne dich!!!!

Lg

  • (18) 12.01.16 - 13:26

    Danke für deine Geschichte!

    Wie du so schön schreibst, ist das nicht mehr der Mann in den ich mich verliebt habe.

    Zitat "Ich hätte alles für ihn getan und habe vieles nicht gesehen bzw sehen wollen."

    Genau so war es, aber irgendwann hab auch ich die Augen aufgemacht und richtig bewußt ist es mir so vor 1,5-2 Jahren geworden

Solange ihr euch einfach nur "entliebt" habt, würde ich nicht einfach die Flinte ins Korn werfen, denn der Kollateralschaden wäre für beide Familien beträchtlich.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Man kann sich nicht nur entlieben, sondern auch wieder neu verlieben.

Dazu müssen aber beide bereit sein, und es muss noch genug gemeinsamer Boden da sein, auf den man bauen kann. Eine Paartherapie kann dabei helfen zu erkennen, ob das so ist.

Und falls das nicht klappt, hast du immerhin Klarheit. Viel Glück!

  • (20) 12.01.16 - 13:30

    Und den gemeinsamen Boden suche ich! Aber ich finde ihn nicht mehr! Das ist nicht mehr der Mann in den ich mich verliebt habe und das ist mein großes Problem!

(21) 12.01.16 - 12:56

Hallo meine liebe,
ich verstehe deine misere sehr gut. Als Mutter hat man immer das Gefühl erst an die Kinder denken zu müssen. Das stimmt ja natürlich auch, aber manchmal sehen Mütter nicht wirklich was das richtige für das Kind ist (den Baum vor lauter wald nicht sehen).

Du befürchtest du nimmst deinen Kindern den Vater weg. Aber ist das wirklich so? Hätten sie danch keinen Kontakt mehr zu ihm? Oder sieht dein Mann eure Situation ähnlich und es würde sich außer die wohnsitutaion nichts ändern?
Ich glaube nicht das du egoistisch wärst wenn du in einer Beziehung liebe erwartest?!
Versuch es mal anders zu sehen. Kinder empfinden ihr Elternhaus immer als Normal. Das ist die Normalität und das Maß der Dinge. Wenn dies nicht bewusst passiert, dann unterbewusst! Aber konkret heißt das, das die Partnerschaft die ihr gerade euren Kindern vorlebt als normal für sie gelten wird. Möchtest du deinen Töchtern vorleben das keine liebe normal ist?

Ich glaube du würdest deinen Kindern einen großen Gefallen tun wenn du zeigst das es egal wann immer wichtig ist für sich und sein Glück einzutreten. Das wird es sein woran sich deine Kinder letzten endes erinnern werden! Nicht daran das du egoistisch warst!! An Egoismus bei einer trennung denken in der Regel eldiglich die erwachsenen. Die Kinder bringen normalerweise eine trennung nicht mit Egoismus in Verbindung!

Kopf hoch!!
LG Lisa

  • (22) 12.01.16 - 13:29

    Danke, deine Worte tun gut!

    (23) 12.01.16 - 14:26

    "Ich glaube du würdest deinen Kindern einen großen Gefallen tun wenn du zeigst das es egal wann immer wichtig ist für sich und sein Glück einzutreten. Das wird es sein woran sich deine Kinder letzten endes erinnern werden!"

    - Hier möchte ich widersprechen.

    Wenn die Kinder nicht massiv unter der schlechten Beziehung der Eltern leiden (Gewalt etc.), wollen sie um jeden Preis BEIDE Eltern an EINEM Ort behalten! Denn Kinder sind es, die egoistisch sind, weil es eben Kinder sind und sie nicht anders können. Es interessiert sie nicht (zumindest kleinere Kinder), ob ihre Mutter für ihr eigenes, persönliches Glück eingetreten ist - sie wollen einfach nur, dass die Familie zusammenbleibt.

    Kinder leiden unter der Trennung der Eltern, da kann man nichts schön reden. Das bedeutet nicht, dass man der Kinder wegen zusammenbleiben muss, aber es ist ein Irrglaube anzunehmen, dass es (kleine) Kinder in irgendeiner Form danken oder auch nur ansatzweise glücklich darüber sein werden.

    Leider spreche ich aus eigener Erfahrung.

    • (24) 12.01.16 - 16:04

      hallo,
      das würde ich nicht so ganz unterschreiben - es hängt sehr davon ab, wie die Eltern alles lösen und die Kinder nicht in einen Loyalitätskonflikt bringen. Letzten Endes können die Kinder davon profitieren, wenn z.B beide Elternteile neue Partner haben und ein respektvolles Miteinander möglich wird.

      (25) 13.01.16 - 12:43

      Das sehe ich genauso!!

      Klar, wenn ein Elternteil zutiefst unglücklich ist und das nicht mehr bewältigen kann oder gar depressiv wird, oder aber es tagein tagaus Streit gibt, oder gar Gewalt, dann ist auf jeden Fall auch den Kindern damit geholfen, wenn man einen Schlußstrich zieht.

      Wenn man freundschaftlich, respekt- und liebevoll miteinander umgeht, ist eine intakte Familie auf jeden Fall besser und für die Verwirklich seiner persönlichen Träume kann man vielleicht noch warten, bis die Kinder groß sind. Und erst wenn man sagen kann, lieber bleibe ich ganz alleine, als noch mit diesem Mensch zusammen zu sein, hat man den Karren an die Wand gefahren.

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