Der Stammtisch *genervt*

    • (1) 14.01.16 - 21:03
      Verbindliche

      Guten Abend,
      möchte euch gern an einer Sache teilhaben lassen, die mich beschäftigt.
      Vielleicht nicht der richtige Ort, aber dafür in schwarz.;-)
      Es geht um einen Stammtisch, der sich um ein Hobby dreht. Es nehmen neun Personen teil.
      Dieser wurde vor 2 Jahren gegründet. Der Stammtisch fand anfangs an einem bestimmten Wochentag statt, mittlerweile sind wir dazu übergegangen, wöchentlich festzulegen, wann er stattfinden soll, da der bisher fixe Tag manchen ungelegen wurde.

      Mit der Zeit habe ich aber die Beobachtung gemacht, dass immer mehr Beliebigkeit Einzug hält, was die Verbindlichkeit anbelangt.
      A schlägt einen Termin vor, B, C, D und E sagen zu. Es wird reserviert.
      F kann an dem Abend nicht, begründet dies nicht. G hat Spätschicht, H erwartet Besuch und I hat zur Zeit überhaupt keine Zeit.
      Am Tag vor dem Termin sagt E ab, weil er lieber Zeit mit seiner Frau verbingen will.
      Am Tag des Termins hat D einen Notfalltermin beim HNO.

      Und übrig bleiben A, B und C.
      Es ist auch sehr nett mit A und C.#glas
      Aber das ist beileibe keine Ausnahme.

      In der Woche darauf reserviert D, und es erscheinen nach anfänglich vielen Zusagen und dann lauter Absagen wieder nur D, E und B.
      Oder B, F und G.

      Schon erraten, wer ich bin? Ich bin B.#schmoll
      Und bin mittlerweile so weit, dass ich andere Verabredungen, sonstige Termine, erst dann abmache, wenn klar ist, wann Stammtisch ist.
      Damit man wenigstens zu dritt ist und nicht nur zu zweit. Denn dann würde der Stammtisch ausfallen. Und das nicht nur einmal - sondern würde vielleicht ganz einschlafen.

      Bei Krankheit oder sonstigen Ernstfällen habe ich für eine Absage schon Verständnis, aber manchmal kommen mir die Gründe auch recht fadenscheinig vor: Waschmaschine ausgelaufen, vom Chef noch einmal sechs Stapel Unterlagen auf den Tisch bekommen, Hund fühlt sich nicht wohl, dringendes Telefongespräch mit Mutter, die sich nicht abwimmeln ließ, usw...#kratz
      Ich könnte wetten, dass mindestens die Hälfte aller Begründungen vorgeschoben sind, so viele Katastrophen können sich bei einer Ansammlung von neun Menschen in kurzer Zeit gar nicht ereignen...
      Fast kommt mir das wie ein Wettbewerb vor: wer hat die originellste Ausrede...#gruebel

      Dabei habe ich schon das Gefühl, dass allen an der Existenz des Stammtischs etwas liegt. Sonst würden nicht alle immer wieder nach einem Termin für das nächste Treffen fragen.
      Aber keiner scheint das Gefühl zu haben, dass er für dessen Fortbestehen auch ab und zu den Hintern aus der Couch pellen sollte.
      Solange sich immer noch drei treffen, ist alles okay?!

      Und scheinbar niemand auffällt, dass ich immer diejenige bin, die für eine gewisse Konstante sorgt. Es gibt selbstverständlich auch bei mir mal Tage, wo ich nicht so recht in Stimmung bin, mich aber trotzdem aufraffe.

      Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

      • Also von mir selbst ausgehend: Wöchentlich wäre mir schlicht einfach zu viel!!!

        Ja ich glaube Dir ohne Euch zu kennen dass Euch allen etwas an diesem Stammtisch liegt!

        Letztendlich kommen ja auch regelmäßig alle - nur eben nicht wöchentlich.

        Und das kann ich auch verstehen.

        Das es da ausreden gibt kann ich nicht so ganz verstehen.
        Da ich persönlich einfach sagen würde das mir das too much ist.
        Aber es mag nicht jeder die direkte Art und es mag auch nicht jeder diesen Schritt gehen und das gewohnte verändern.

        Hallo!

        Ich tue mich auch schwer, wöchentliche Termine einzuhalten. Das wird mir einfach schnell zu viel weil ich jede Menge anderen Kram um die Ohren habe und dann einfach oft Abends wirklich keine Energie mehr habe. Einfach den Kopf voll mit hundert anderen Dingen, nicht ganz gesund, schlicht und ergreifend keinen Bock habe.

        Wenn sowas Monatlich statt findet, oder alle 6 Wochen, dann ist es was anderes. Da freue ich mich meistens schon vorher drauf und halte den Tag dann auch wirklich frei.

        Aber wenn es zur richtiggehenden Pflichtveranstaltung wird, wo man dann schon eine Ausrede haben muss, wenn man einfach nur keine Lust hat, sondern sich ausgiebig erklären und entschuldigen muss - dann hätte ich gleich gar keine Lust mehr.

        • (4) 14.01.16 - 21:54

          Niemand zwingt diese Leute zu dieser "Pflichtveranstaltung". Es ist mehr ein geselliges Beisammensein, wo es um unser Hobby geht, aber auch viel privates zur Sprache kommt oder einfach mal Geschichten aus dem Alltag erzählt werden und viel gelacht wird.

          Es gibt keinen Initiator, der Druck macht. Der Vorschlag zum nächsten Treffen kommt mal von A, mal B, mal C, mal D usw...
          Und niemand MUSS eine Ausrede haben - das entscheiden die Leute höchstselbst.
          Die könnten auch einfach sagen: nächste Woche möcht ich nicht. Oder nächste Woche brauch ich Zeit für mich. Oder nächste Woche kann ich nicht. Oder die nächsten zwei Wochen ohne mich. Oder: mir wäre es lieber, wir machen das einmal im Monat.
          Nix. Keiner. Von 9 Personen nicht einer. Ich, weil ich den Abstand okay finde und die anderen acht, weil sie wohl denken, sie würden gern, aber wenn der Termin dann näherrückt, irgendwie doch nicht.

          Und das ist es, was mir stinkt. Würden die ein wenig offener kommunizieren, anstatt zu meinen, sie MÜSSTEN Ausreden erfinden, wäre das alles kein Problem.
          Offenbar kommen sie gar nicht auf die Idee, dass sie mit ihren Absagen andere mehr vor den Kopf stoßen (nämlich den, der reserviert hat), als wenn sie Klartext reden würden.

          • Irgendwie wiedersprichst du dir.
            Es ist keine Pflichtveranstaltung aber du bist genervt weil nie alle da sind.
            Du schreibst sie brauchen keine Ausreden, sollen einfach sagen ich kann/will nächste Woche nicht und wenn dann aber einer nicht kommt (warum auch immer, Spätschicht, keine Lust, krank, schlag mich tot) bist du pikiert.
            Natürlich fällt es einem schwer und man möchte niemand verletzen in dem man einfach sagt "keine Lust" - von daher schiebt man vielleicht manchmal einen Grund vor.
            Vielleicht traut sich auch einfach niemand zu sagen, dass es zu oft ist. Vielleicht hat das zusammensein ein bisschen seinen Reiz verloren und andere dinge sind einem dann wichtiger - weil es nichts besonderes mehr ist.

            Ich finde ein mal die woche wirklich viel und vielleicht war es am Anfang genau Richtig so aber jetzt vielleicht nicht mehr.
            ich würde die Initiative ergreifen und vorschlagen die Treffen nur noch alle 14 Tage oder 1 mal im monat zu machen. so kann sich jeder wieder richtig drauf freuen.

            (6) 15.01.16 - 09:03

            ...und warum redest du mal nicht klartext mit den anderen?!du erwartest es von den anderen, aber du machst es auch nicht.

            abgesehen davon, finde ich es völlig normal, dass bei einem treffen was 1x wöchentlich ist, irgendwann nicht mehr alle regelmäßig kommen.da bist wohl eher du die ausnahme als die anderen ;-)
            und ich finde es auch völlig normal, dass die leute erst zusagen und dann wieder absagen mit fragwürdigen erklärungen.
            klar, das ist nicht toll, aber leider normal.
            - in dem moment will man das ( vielleicht ) ja wirklich
            - oder man sagt zu weil man sich nicht traut was anderes in dem moment zu sagen ( so geht es vielen, auch in anderen bereichen ...was das natürlich nicht entschuldigt, was aber auch wieder leider normal ist )
            - den meisten ist nach ein paar tagen bei so vielen treffen die treffen nicht mehr so wichtig und anderes geht vor.

            wie gesagt, ich denke DU bist eher die ausnahme...schade für dich.

            ich finde 1x wöchentlich treffen ganz schön viel und offensichtlich, egal ob sie jetzt zu feige sind oder nicht, deine hobbykolleginnen, auch ;-)

      (7) 14.01.16 - 21:42

      Ich verstehe eure Sichtweise gut.
      Nur verstehe ich nicht, wieso tatsächlich 8 von diesen 9 Personen nicht sagen können: wöchentlich ist mir zu viel, wie wäre es, wenn wir uns alle 4 oder 6 Wochen träfen?
      Lieber teils peinliche oder durchschaubare Ausreden aus dem Ärmel schütteln.
      Und die 9.Person indirekt dazu nötigen - und immer diesselbe - nämlich mich, das Treffen zustandekommen zu lassen.

      Wir haben auch halbjährig einen Termin, wo wir groß Essen gehen mit anschließendem Absacker in einer Kneipe. Mit Vorlauf von eineinhalb Monaten, damit sich auch jeder freihält. Das klappte im ersten Jahr noch gut und war sehr witzig.
      Beim dritten Mal fehlten zwei, beim vierten waren wir zu viert.

      Und was ich am traurigsten fand: einer, der seinen 50.Geburtstag hatte, wollte diesen auch mit unserer Stammtischgruppe begehen.

      Anfangs sagten alle zu. Und dann kam eine Absage nach der anderen. Obwohl ein Tisch im Restaurant reserviert war. Ich war die einzigste, die nicht abgesagt hatte. Aber dann hatte er auch keine Lust mehr und cancelte das Ganze.

      Hallo, mein Mann hat auch so einen Stammtisch, aber alle 4 Wochen an einem festen Wochentag. Das ist bei eicjh einfach zu oft und zu unsicher, finde ich. LG

      Hallo,

      ich finde den Abstand auch viiiel zu kurz! Jede Woche hätte ich weder Zeit noch Lust zu einem Stammtisch-Treffen...

      Ich kenne das von meinem Exmann sowie meinen Freunden auch nur so, dass ein Stammtisch höchstens einmal im Monat stattfindet. Mein Exmann zB trifft sich einmal im Monat am ersten Freitag mit seinem Stammtisch, ein Arbeitskollege von mir hat seinen Stammtisch immer am ersten Mittwoch des Monats. Und was ich von den beiden so weiß, funktioniert das sehr gut und es kommen da auch meistens alle.

      Ich würde dir bzw euch daher raten, in Erwägung zu ziehen, die Abstände zwischen euren Treffen zu verlängern. Und wenn das sonst keiner anspricht weil sich vielleicht keiner darum kümmert, dann mache du das doch einmal. Wirst dann eh sehen wie die anderen darauf reagieren. Vielleicht sind sie eh froh darüber und haben sich nur nicht getraut, das von sich aus anzusprechen#gruebel....

      Lg

      (10) 15.01.16 - 09:48

      Ganz ehrlich, einmal in der Woche treffen ist einfach zu häufig. Außer ihr lebt alle nur für euer Hobby und habt kein Privatleben bzw. Familieleben mehr.
      Ein fester Termin nach 4-5 Wochen, abgemacht am aktuellen Treffen und es wird wieder laufen.

      Ich habe einen "Mädelsabend" einmal die Woche, insgesamt sind wir 7 Frauen, die sich größtenteils seit über 10 Jahren kennen.
      Bei uns ist es so, dass wir einen festen Abend in der Woche haben. Den haben wir gemeinsam ausgesucht und grundsätzlich haben da auch alle Zeit. Trotzdem sind fast nie alle dabei. Die Ausreden reichen von "bin krank" über "fahre Donnerstag weg und muss noch packen" bis hin zu "treffe mich an dem Abend mit jemand anders, der sonst keine Zeit hat". Im Grunde heißt das dann natürlich auch "Mädels, diese Woche hab ich keinen Bock.". Ist aber für alle ok.
      Wir sprechen jede Woche spontan ab, bei wem das Treffen stattfindet und da sagt dann auch jede verbindlich zu oder ab. Da die Gastgeberin kocht, wäre alles andere unfair. Das klappt auch.

      Zu Beginn dachte ich noch, bei Dir sind wirklich alle interessiert, vielleicht auch im Grunde zuverlässig (nur nicht einmal die Woche), als dann allerdings Dein zweiter Beitrag kam, wo auch das Einhalten von Zusagen größerer Veranstaltungen ein Problem ist, denke ich, dass es bei Euch irgendwie nicht funktioniert.
      An Deiner Stelle würde ich meine anderen Verabredungen unabhängig von diesem Treffen planen, dann kannst Du halt auch mal nicht. Vielleicht geben sich die anderen dann auch wieder mehr Mühe, damit der Stammtisch weiterhin stattfindet. Falls nicht - dann weißt Du auch Bescheid.

      Bei unserem Mädelsabend führen wir übrigens Buch, wer wie oft Gastgeberin war und wer wie oft dabei war ... Das allerdings zum Spaß. Wir machen es dann so, dass die "Gewinnerin" (am häufigsten dabei) eines Jahres im Folgejahr von allen zum Essen eingeladen wird. Bei uns gewinnt seit drei Jahren immer dieselbe :-) Immerhin mit sehr geringem Abstand :-)

      Hallo!
      Für mich klingt es so, als hätte die Wichtigkeit mit der Zeit abgenommen. Ja, das Hobby ist wichtig und die Personen des Stammtische auch. Und trotzdem hat jeder eben auch berufliche Verpflichtungen bzw. viele andere Dinge zu erledigen.

      Organisiere doch ein Treffen, für das du schon vorher bekannt gibst, dass du gerne die derzeitige Situation besprechen und Lösungen finden möchtest. Du bist unzufrieden und andere werden es auch sein. Mag ja sein, dass sie sagen, dass ihnen die Treffen wichtig sind. Aber wenn sie ehrlich mit sich (und den anderen) wären, hat die Priorität eben doch abgenommen. Und das "trauen" sie sich nicht offen zu sagen, um nicht "aus der Reihe zu tanzen" bzw. die anderen vor den Kopf zu stoßen.
      Eine Freundin erzählte mal, dass sie in einer vergleichbaren Situation sich jeder zuhause Gedanken machen sollte und diese anonym auf einen Zettel schreiben sollte. Darüber wurde dann beim nächsten Treffen gesprochen. Letztendlich hat dann doch jeder gesagt, was ihn stört und welcher Zettel von wem stammt. Aber erstmal war die Hemmschwelle, ehrlich die Meinung zu sagen, geringer. Sie fand das mit den anonymen Zetteln erst merkwürdig, aber dann war es wohl doch hilfreich.
      LG Silvia

      Ich würde das offen ansprechen. Vielleicht würde ich nicht gleich jemandem unterstellen, dass er sich nur eine Ausrede ausgedacht hat. Man kann es aber sicherlich so formulieren, wie du es in einem deiner Posts hier schon geschrieben hast. Es kann ja jeder einfach sagen, wenn es ihm zu viel wird oder derjenige schlichtweg keine Lust hat.

      Ich befinde mich in einer Gruppe, die sich alle zwei Wochen an zwei wechselnden Wochentagen trifft. Das klappt soweit ganz gut. Man hat einen festen Rhythmus und kennt die beiden Wochentage. So kann man es sich einrichten, ist nicht auf einen Wochentag festgelegt und muss es auch nicht jede Woche einrichten.

      Vielleicht wäre das ein Modell für euch?

      Man muss auch einfach bedenken, dass sich über längere Zeit auch nicht selten die Lebensumstände ändern und dann vielleicht wirklich hier und da mal weniger Zeit ist.

      Hallo,

      wie wäre es 1x/Monat oder 1x/Vierteljahr?

      Selbst das fände ich schon zu häufig, selbst, wenn mir an solchen Treffen etwas liegen sollte.

      Ich würde das einfach mal ansprechen.

      GLG

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