Nach dem Besuchen von Psychologen geht immer schlechter

    • (1) 15.01.16 - 12:18
      Häschen

      Hallo !!!

      Wollte einmal Fragen ?

      Ist es normal das nach einem Psychologen besuch , einem noch psychischer schlechter geht .

      Fühle mich danach wie ausgequetscht#schmoll, begleitend mit Kopfschmerzen .

      lg

      • Hallo,

        Ja das kann schon mal, je nach Themenlage vorkommen. Du verarbeitest ja, sowas kann schmerzhaft sein und Kopfschmerzen auslösen.

        Wenn du denkst es ist zu viel und du kommst damit nicht klar, solltest du das mit dem Therapeuten besprechen und die Sache anders bzw. langsamer angehen lassen.

        LG

        Ja das ist normal...mal geht einem schlechter danach, mal besser...der Kopf arbeitet, man träumt etc

        Es ist normal und höchste Zeit weiter zu machen.
        Dass es dir so schlecht geht, ist ein Zeichen dafür, dass vermutlich in dir noch ganz viel unverarbeitet ist und es schmerzhaft ist, dort nach zuschauen.

        Therapie ist kein Spaziergang, aber sehr oft, sehr hilfreich.

        • "ist ein Zeichen dafür, dass vermutlich in dir noch ganz viel unverarbeitet"

          ich kann solche Sätze nicht leiden. das weißt du doch gar nicht! Eventuell ist die TE einfach sehr sensibel. Hättest du geschrieben, dass die Kopfschmerzen eine Nebenwirkung davon sein können, dass sie intensiv verarbeitet und wie wahrscheinlich auf dem richtigen Weg ist, hätte nicht so von oben herab geklungen.
          der TE einzureden, sie hätte mehr und größere Probleme, finde ich unmöglich.

          sie geht ihren Weg und wird selbst herausfinden, was für sie wichtig ist und was zu lösen ist. Schritt für Schritt, wie wir alle es tun...

      Ich möchte dem vorherig Gesagten widersprechen.
      Oberstes Ziel ist eigentlich in einer akuten Phase die Stabilisierung. Erst dann kann und sollte man sich den schwerwiegenden oder harten Problemen zuwenden, weil erst dann der Klient stabil genug ist, um diese auch auszuhalten.

      Wenn es dir regelmäßig so schlecht geht, wurde das Stabilisierungsziel aus irgendwelchen Gründen nicht erreicht. Dann solltest du das dringend ansprechen oder ggf den Therapeuten wechseln.

      (8) 15.01.16 - 14:51

      Hallo Häschen,

      Kopfschmerzen hatte ich nicht, aber die Gespräche haben bei mir immer wieder alte Wunden aufgerissen. Ist ja wohl auch Sinn bei einer Gesprächstherapie, aber nach einem guten Jahr ohne Verbesserung hatte ich keine Lust mehr mich einmal die Woche wieder im alten Leid zu suhlen und habe es sein lassen.

      Vielleicht hatte ich auch einen schlechten Psychologen...aber letzten Endes habe ich für mich beschlossen, dass man manche Sachen halt einfach verdrängen muss (in meinem Fall Kindheit)

      Wie gesagt, das sind nur meine Erfahrungen mit dem Thema und keine Empfehlung an dich die Therapie sausen zu lassen :-)

      Alles Gute dir #liebdrueck

      Hi Du,
      Ja ist es. Ich mache jetzt schon 1/2 Jahr eine Therapie und es ist wirklich hart alles aufzuarbeiten. Mir geht es auch oft sehr schlecht und ich weine viel. Viele Dinge die ich erkannt habe machen mich unglaublich traurig und wütend. ABER es hilft. Viele Dinge zu wissen erleichtern auch und wirkt sich positiv auf mein Leben und meine Psyche aus. Ich konnte Dinge neu ordnen und lernen.

      Mein Mann fängt viel zu Hause auf und hört mir immer zu wenn ich über die Therapie reden möchte. Das hilft mir zwischen den Stunden oft. Sonst möchte ich zur Zeit mit Niemandem darüber sprechen.

      Auch wenn es hart ist, lass Dich darauf ein.

      LG

      • (10) 15.01.16 - 17:10

        mich würde ehrlich mal interessieren, mit welchen Problemen man einen Psychologen aufsucht

        Ich kann mir das für mich garnicht vorstellen, einer wildfremden Person irgendwas aus meinem Leben zu erzählen

        Probleme erzähle ich lieber meiner Freundin oder meinem Mann, aber zu einem Psychologen zu gehen....ich verstehe das irgendwie nicht, wie es mir helfen soll, in meiner Vergangenheit zu wühlen

        Ich schaue im Leben nach vorne und grüble nicht über die Vergangenheit - das Geschehene kann man nicht mehr ändern

        Kann es sein, dass Menschen, die einen Psychologen besuchen, ziemlich kaputt sind...

        • Hallo

          Genau du hast es richtig erraten. Diese Menschen sind seelisch so kaputt da hilft eine Freundin auch nicht.

          Diese Personen haben viel Leid erfahren, wurden missbraucht, geschlagen. Haben vielleicht einen Krieg miterlebt. Traumata nach Unfällen oder menschen verloren die man liebt. Da gibt es wahrscheinlich noch viel mehr.

          Ich selbst War wegen burnout in Rehabilitation und anschließend in ambulanter Therapie. Das War das beste was mir passieren konnte.

          ich habe im Dezember 2014 erfahren das meine Mutter wahrscheinlich im Jahr 2001 nicht Einen natürlichen Todes gestorben ist sondern vom Krankenpfleger totgespritzt. Kam groß in den Medien.

          Wollte dann zu Psychiater und der meinte nur das ich das verdrängen sollte. Hä, warum verdrängen?

          Ich habe mir alles was ich im Internet über diesen Menschen finden konnte gelesen oder nachrichten geguckt. Dann hat er einen Satz gesagt das er unter Albträumen leidet und er die Menschen kurz vor ihrem Tod erlebt hat. Da ich meine Mama nie vergessen habe und auch ihr aussehen kurz vor ihrem Tod nie vergessen habe,sah sehr schlecht aus . Da habe ich gedacht wenn er sie echt umgebracht hat dann soll er ihr Gesicht nie vergessen. Bei ihr konnte man nichts mehr nachweisen da sie verbrannt wurde.

          Hätte ich vorher keine Therapie gemacht hätte ich nicht so einen einfachen Weg gefunden der mir geholfen hat. Vorher hatte ich jedesmal tagelang heulatacken und Panik an ihrem Geburtstag und am todestag. Im letzten Jahr das erste mal überhaupt nicht.

          Wahrscheinlich habe ich nie auch nicht nach der Rehabilitation mit ihrem Tod abgeschlossen da ich in der zeit schon sehr unter Druck gestanden habe.

          Dafü r konnte ich meiner Tochter am Montag und am Dienstag nicht helfen die mit ansehen musste wie ihre Klassenkameraden vom Bus angefahren wurde. Die stand unter Schock.

          Wie gesagt bei einem bekackte Tag reicht ne Freundin aber bei anderen Dingen leider nur der Therapeut.

          S.

          (12) 16.01.16 - 08:59

          >>Kann es sein, dass Menschen, die einen Psychologen besuchen, ziemlich kaputt sind... <<
          Man muss nicht ziemlich kaputt sein, wenn man zum Psychologen geht.

          Sei froh, dass deine Vergangenheit bisher nicht so war, dass sie dich belastet und dein Leben, deinen Alltag negativ beeinflusst.

          (13) 16.01.16 - 09:16

          Guten Morgen,

          deine Aussage finde ich irgendwie schon ziemlich respektlos!

          Schön, dass du deinen Mann und Freundin hast mit denen du über alles reden kannst. Traurig dass dir scheinbar das Verständnis für andere fehlt! Vllt kommst du in deinem Leben ja auch mal an eine Stelle, wo du alleine nicht mehr klar kommst, dann wirst du es sicher verstehen. Wünschen tu ich es dir aber definitiv natürlich nicht!

          Ich gehe selbst nicht in Therapie, aber ich habe Respekt und Verständnis für jeden der es tut.

          Viele Grüße und ein schönes Wochenende

          In einer guten Therapie ist die Beziehung zum Therapeut nicht mit der zu Freunden oder dem Partner zu vergleichen. Das kann man aber nur verstehen wenn man es selbst erfahren hat. Nur weil jemand so unter seiner Vergangenheit oder Gegenwart leider, dass er eine Therapie macht, muss er oder sie nicht total kaputt sein. Für mich ist es eher ein Zeichen von Stärke und reflektionsfähigkeit sich solche Hilfe zu suchen.

          (15) 16.01.16 - 14:04

          hallo,

          so wie manche bei körperlichen Beschwerden zum Arzt gehen, kann ma bei Seelen-weh zum Psychologen gehen. Dazu muss man nicht kaputt sein: professionelle Unterstützung fördert und unterstützt manchmal mehr als es eine Freundin vermag.

          Wenn es etwas gibt, was man in seinem Leben ändern möchte und man merkt, dass man es mit dem bisherigen Können und Wissen nicht schafft, kann man zu einem Psychologen gehen - oder wenn man Unterstützung haben möchte. Man muss ja auch nicht jahrelang Therapie machen. Man kann auch nur ein paar Sitzungen in Anspruch nehmen.

          Ich sehe es mehr wie eine Art Förder-Programm oder Beratung auf fachlicher Basis - wobei ich mir da immer das Recht raus nehme, nur mit den Leuten zu arbeiten, die m. M. auch was drauf haben. Sonst könnte ich auch zur Nachbarin oder Freundin gehen...

          Und was ich beim Psychologen bekommen kann, ist nicht zu vergleichen mit einer Aufnahme in einer Psychiatrie...

          lg

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