Diskussion über weiteres Kind

    • (1) 17.01.16 - 15:23
      Uneinigkeit

      Hallo,

      Da mein Partner und ich uneins bei der Familienplanung sind, möchte ich hier einfach mal fragen , wie Ihr euch da einig geworden seid?
      Was war euch oder eurem Partner wichtig , wenn es um die Frage ging ob ein weiteres Kind willkommen ist?
      Zeit? Geld? Nerven? Gesundheit?

      Oder auch wie es mit den vorhandenen Kindern läuft? War vielleicht der Anfang schwer, weil es ein Schreikind war und man möchte das nicht nochmal riskieren? Oder war die Schwangerschaft schwer oder sogar gefährlich?

      Ward ihr euch immer schnell einig oder kam es auch vor dass einer plötzlich kein weiteres Kind mehr wollte oder umgekehrt, obwohl die Familienplanung abgeschlossen war, der Wunsch nach einem weiteren Kind bei einem aufkam ?
      Wir finden einfach keinen Konsens .

      • Hallo,

        kann dir mal erzählen wie das bei uns war/ist. Die Initiative zum ersten Kind ging von mir aus, mein Mann musste ein wenig darüber nachdenken (ein paar Monate) und dann haben wir einen Plan gemacht wann wir starten. Den haben wir aber nicht eingehalten und früher begonnen. Beim zweiten war es so das mein Mann relativ schnell nach dem ersten noch eins wollte ohne den genaueren Zeitpunkt festlegen zu wollen und ich habe dann entschieden wann ich soweit bin. Wie es weitergeht wissen wir noch nicht.

        Einen Grundsatz gibt es aber und ich vermute nach sowas hast du eigentlich gefragt:

        Der Wunsch kein weiteres Kind zu bekommen des einen steht im Rang höher als der weitere Kinderwunsch des Anderen. Egal von welcher Seite.

        Irgendwie war das immer kein Thema über das wir wirklich diskutieren mussten.

        Es war jedes Mal so schön, so ein kleines Würmchen kennenlernen zu können, da hatten wir beide auf die nächste Runde durchaus Lust.

        Und von Anfang an war klar, wenn Kinder dann mehrere.

        • (4) 17.01.16 - 16:45

          Das hört sich bei euch so einfach an.
          Wie schön .
          Wie konntet ihr denn wissen, dass es mehrere Kinder sein sollten?
          Wenn jetzt einer aber nach dem 1. Kind merkt, dass ihm das reicht obwohl mehrere vereinbart waren?
          Oder wenn gesundheitliche Probleme dagegen sprechen,

          eine Krebserkrankung z.B.?
          Es kann sich ja so viel ändern an der persönlichen Situation, so dass eine Vorstellung von mehreren Kindern nicht mehr umsetzbar ist?
          Hättest du deine Frau verlassen?

          • Nein, ich hätte meine Frau niemals verlassen. Sie hat mich verlassen aber das hatte mit den Kindern nichts zu tun.

            Vorher waren es theoretische Überlegungen so nach dem Motto "Einzelkind finden wir doof, lieber viele oder gar keins". Ich weiß auch nicht was gewesen wäre, wenn unser Ältester uns so mächtig Kraft gekostet hat. Es ist ja was anderes ob man ein Kind bekommt oder sich n Meerschweinchen anschafft von daher finde ich, man darf getroffene Entscheidungen durchaus der Realität anpassen. Aber eben immer im Gespräch miteinander.

            Unser Großer war schon anstrengend, die ersten drei Monate nur brüllen. Probleme beim Trinken. Gewichtsverlust. Viele Termine beim Arzt.
            Aber das was er uns gegeben hat wir so wundervoll, davon wollten wir definitiv mehr.

            Eine Ekrankung die weitere. Kinder unmöglich Gemacht hätte, hätte mich nicht dazu gebracht, meine Frqu um verlassen - das behaupte ich einfach mal. Aber in der Theorie sagt sich sowas bestimmt leichter. Letztendlich hilft hält nur reden, reden, reden.

            Ich hätte meinen Partner übrigens nie wegen einem unerfüllten Kinderwunsch verlassen, die Partnerschaft war mir immer wichtiger.

      Tja, mein Mann wollte kein 2. Kind, dabei ist es dann geblieben. Wenn einer dagegen ist, wird das nichts. Ich habe aber schon ein Kind aus erster Ehe, wenn ich gar kein Kind hätte, hätte ich ihn wohl nicht geheiratet.

      Also ehrlich gesagt:
      wenn einer nicht will, dann gibt es keinen Konsens zu finden.
      Bei Kindern kann man keine Kompromisse machen...

      Schöne Grüße,
      Cora

      Das ist aber auch einfach ein Thema, bei dem es keinen Konsens geben kann.

      Beim Urlaub kann man Kompromisse eingehen und einen Ort finden, mit dem beide einverstanden sind, man kann abwechselnd entscheiden, man kann auch mal getrennt verreisen.

      Du kannst aber kein halbes Kind bekommen oder das Kind jede zweite Woche ins Heim geben. Ich kenne Familien, in denen das erst nicht gewünschte Kind dann doch noch voll akzeptiert wurde - ich musste aber auch Familien kennenlernen, in denen das Kind, das nur ein Elternteil wollte irgendwie "im Weg" war, dies zu spüren bekam und auch die Beziehungen der Eltern daran zerbrochen sind. Ist es das wirklich wert?

      Ich könnte mir eine Nummer drei auch noch irgendwie vorstellen, weiß aber, dass meinem Mann zwei Kinder reichen (auch wenn ich ihn sicherlich überreden könnte, aber das fände ich nicht fair). Und die Vernunft sagt mir dann doch, dass für uns zwei Kinder eigentlich eine gute Anzahl sind.

      lg

      Hallo!
      Mein Mann sind uns ganz gut einig geworden. Eine Entscheidung für ein weiteres Kind muss aus meiner Sicht von beiden getragen werden.
      Uns beiden ist wichtig, dass unser Geld ausreicht, um einen gewissen Lebensstandard zu halten. Damit meine ich nicht, dass die Kinder sofort alles bekommen, was sie wollen, aber dass wir aufgrund eines weiteren Kindes nicht jeden Cent umdrehen müssen.
      Gründe gegen ein drittes Kind waren auch, dass ich vor unseren Kindern jeweils eine Fehlgeburt hatte und keine weitere ertragen möchte. Zudem wurden meine bestehenden Knieprobleme mit jeder Schwangerschaft stärker. Es spielten also durchaus gesundheitliche Aspekte eine Rolle. Auch bei den Kindern, denn unser großer Sohn hat eine starke Sprachentwicklungsstörung (Ursache unbekannt) und mein jüngerer Sohn viele Allergien (auch potenziell lebensbedrohliche) und Asthma.
      Willkommen wäre in weiteres Kind, wenn es "passieren" sollte, aber geplant ist keins.
      LG Silvia

      Wir wollten eigentlich immer mehrere Kinder. Das hat dann alles nicht so in dem Tempo geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten.

      Klar war aber immer: kein Einzelkind. Dann kam Zwerg und es fühlte sich komplett an - für mich zumindest ;-) das erste halbe Jahr war ein weiteres Kind undenkbar für mich. Obwohl er ein extrem pflegeleichtes Kind ist und die Schwangerschaft ziemlich easy going. Jetzt ist Zwerg 10 Monate alt und er wird noch ein Geschwister bekommen. Ich bin eigentlich glücklich wie es ist, möchte aber kein Einzelkind und mein Mann möchte auch gerne noch eins bzw er hätte gerne noch mehrere. Mehr als zwei ist aber für mich zum jetzigen Zeitpunkt unvorstellbar.

      • (12) 17.01.16 - 22:10

        Wir haben uns nie über Kinderzahl bzw überhaupt ernsthaft über Familienplanung unterhalten.

        Es war klar dass wir beide Familie wollen aber wann und wie haben wir nicht konkretisiert.

        Wir sind schon 20 Jahre zusammen, unsere Tochter ist 6 Jahre alt und seit 5 Jahren ist ein weiteres Kind hier Thema.
        Ich möchte aber kein weiteres Kind. Diesem dringenden Wunsch schwanger zu sein und Mutter zu werden , den ja hier viele haben und ja darunter leiden wenn der Mann nicht mehr will, den hatte ich nie.
        Eine Familie wollte ich schon, aber dieser dringende Wunsch nach einem Kind ist bei mir nie da gewesen.

        Mein Mann setzt mich jetzt seit 5 Jahren unter Druck.
        Es gab schon viele Tränen auf beiden Seiten und heftige Diskussionen .
        Er hat mir auch in einem sehr berührenden Brief geschildert, wie sehr er unter dem unerfüllten Kinderwunsch leidet.
        Aber ich möchte einfach kein Kind mehr.
        Er würde Elternzeit nehmen, nachts aufstehen ....er sagt ich sei dafür verantwortlich dass er unglücklich ist.
        Ich denke an Trennung, es passt einfach nicht.
        Warum zählt unsere Liebe nicht mehr als der Wunsch nach einem Kind?

        • Der Wunsch nach einem Kind kann alles andere verdrängen, auch die Liebe zueinander.

          Also trenn Dich sorg dafür dass er eure tochter so oft er will sehen kann, und geb ihm die Chance mit einer Frau glücklich zu werden, die selber noch weitere Kinder will.

          (14) 18.01.16 - 18:30

          Exakt genau so ist es bei uns auch, nur andersrum.
          Ich hadere sehr und denke an Trennung, aber es hängt so viel dran. Und bin auch schon 35. Neuen Partner finden und noch ein Kind bekommen? Realistischerweise bin ich bis dahin 40. Und unser Kind würde leiden. Mein Partner und ich auch.

    Hi,

    ein Kind ist doch kein Gegenstand, wo man zu einer Lösung kommen muss.

    - Für die einen ist Geld wichtig, weil sie es nicht so dicke haben,

    - für die anderen Gesundheit, weil der Partner/oder Kind (...) angeschlagen ist,

    - für den Dritten ist die Zeit wichtig, da zu wenig vorhanden

    Jeder hat doch andere Entscheidungskriterien, wo eine Umfrage ,etc. hilft.

    Ihr habt schon ein (...) Kind und das ist doch super toll. Vielleicht muss man auch lernen das Genießen zu können, was man schon hat?
    Oder auch andere Kompromisse angehen, die noch gar nicht beleuchtet worden sind....beide arbeiten Vollzeit, damit die Last nicht nur auf dem Rücken des Mannes verteilt ist und holt sich eine Haushaltshilfe, etc. etc.

    ABER was ich nicht verstehe, warum müssen solche Diskussionen immer heimlich durchgeführt werden?

    LG
    Lisa

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