Warum wollen Frauen heiraten?

    • (1) 18.01.16 - 13:45
      hochzeitsirrsinn

      HALLO

      Ich hätte gerne einige Antworten darauf warum die meisten Frauen eine Hochzeit als Krönung der Liebe bezeichnen und darauf bestehen. Dieses Thema ist bei uns seit Jahren Thema, wir sind seit 10 Jahren zusammen und haben zwei Kinder 3 und 7 Monate. Meine Partnerin möchte heiraten, das hat sie mir mehr als oft gesagt. Je nach Gemütszustand sachlich oder sehr emotional und argumentiert damit, es wäre der ultimative Liebesbeweis. Das will nicht in meinen Kopf. Liebesbeweis? Wir sind ein Jahrzehnt zusammen seit wir Teenager waren, wir haben zwei Kinder, ist das kein Liebesbeweis? Ich möchte nicht heiraten, das weiß sie. Trotzdem taucht dieses Thema immer wieder auf und sie wird penetranter. Wer kann mir von den Damen dieses Phänomen erklären? Von meinen Freunden kenne ich einige, denen es egal war, sie haben ja gesagt um ihre Ruhe zu haben. Überzeugt von der Institution Ehe ist keiner. Das widerstrebt mir. Ich tue nichts wo ich nicht dahinter stehe. Und ich sehe keinen Sinn dahinter. Außer eventuell Steuervergünstigungen. Doch das ist kein Grund. Ich bin gespannt auf die Antworten. Seid ihr verheiratet? Warum wolltet ihr heiraten? Von wem ging der Wunsch aus? Würdet ihr noch einmal heiraten?

      V.G. JP

      • Ich bin nicht verheiratet. Mein Partner ist geschieden. Wir sind seit 3 1/2 Jahren zusammen und ja, ich würde ihn gern heiraten. Ich finde schon, dass es etwas anderes ist, wenn man den selben Nachnamen trägt und den Partner auch als "Ehemann"/ "Ehefrau" bezeichnen kann.Zudem hat man in bestimmten Dingen ja auch mehr Rechte als Ehepartner. Ich würde auch nicht wollen, dass meine Kinder den Nachnamen meines Partners tragen und ich einen anderen ...

        Allerdings würde ich meinem Partner nie die Pistole auf die Brust setzen ... Entweder er möchte auch und beide tun es aus freien Stücken oder wir lassen es. Auf alles andere hätte ich keine Lust ...

        Was spricht denn aus deiner Sicht gegen eine Ehe?

        • (3) 18.01.16 - 13:59
          hochzeitsirrsinn

          Wegen dem Nachnamen heiratet man? Es gibt viele Paare, die trotz Hochzeit verschiedene Nachnamen haben. Ich sehe keine Gründe, die für eine Hochzeit sprechen. Nur Gründe die dagegen sprechen. Unter anderem die Nachteile im Falle einer Scheidung. Davon kann dein Freund bestimmt ein Lied singen. Und ich glaube nicht einen Zwangsbund, der für ein Leben lang geschlossen werden soll. Entweder man bleibt freiwillig zusammen weil man sich liebt, oder man trennt sich.

      (5) 18.01.16 - 14:00
      *nicht mehr heiraten*

      Hallo,

      ich (w) war 2 Mal verheiratet. Die Heiratsanträge kamen von den Männern.
      Ich habe sie weder dazu gedrängt noch je das Thema angesprochen.
      Ich habe aus Liebe geheiratet. Leider wurden beide Ehen geschieden.

      Momentan bin ich in einer glücklichen Beziehung, er ist 1 Mal geschieden.

      Wir sagen beide, dass wir kein weiteres Mal heiraten wollen.
      Mehrere (ältere) Arbeitskollegen sagten zu mir, sie würden an meiner Stelle heiraten wg. der späteren Witwenrente. Vielleicht denke ich später mal anders (oder mein Freund) aber momentan sind wir der Meinung, dass wir auch ohne verheiratet sein glücklich zusammen sein können. Das mit Liebesbeweis bzw. Krönung der Liebe hat uns ja beiden nicht funktioniert, obwohl ich das so nie gesehen habe.

      Wir sind beide desillusioniert, was das Heiraten angeht, wenn man so sagen will.
      Wenn es passt, dann passt es auch ohne eine offizielle Bescheinigung.

      Alles Liebe!
      P.S. wenn du nicht heiraten willst, dann heirate nicht. Niemand kann dich zwingen.

      • (6) 18.01.16 - 14:05

        Diese Fälle kenne ich zu Hauf aus meinem Bekannten-und Freundeskreis. Da drängt sich die Frage auf, warum sollte man heiraten? Wenn ich meine Partnerin nicht lieben würde, hätte ich keine zwei Kinder mit ihr in die Welt gesetzt. Doch für sie ist diese offizielle Bescheinigung scheinbar wichtiger als alles. Sie zwingt mich nicht, aber der Druck ist enorm. Vor allem während der Schwangerschaften gab es oft Tränen deswegen und bei jeder Hochzeit in unserem Freundeskreis keimt das Thema wieder auf.

    >> Trotzdem taucht dieses Thema immer wieder auf und sie wird penetranter. Wer kann mir von den Damen dieses Phänomen erklären? <<

    Wie erklärst du, dass du nicht heiraten willst?

    >> Seid ihr verheiratet? Warum wolltet ihr heiraten? Von wem ging der Wunsch aus? Würdet ihr noch einmal heiraten? <<

    Ich bin verheiratet, obwohl ich "früher" niemals hätte heiraten wollen. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen, mein Leben lang an einen Mann gebunden zu sein. Das änderte sich - mit einem anderen Mann. Ruckzuck konnte ich mir eine Ehe doch plötzlich sehr gut vorstellen.

    Der Wunsch ging von uns beiden aus. Einerseits hat es einige praktische Aspekte (auch aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit). Als Ehepartner genießt man noch immer andere Rechte als "nur" als Lebenspartner. Andererseits hatte ich plötzlich das Bedürfnis, diese unsere Beziehung vor dem Gesetz, vor der Öffentlichkeit zu legitimieren. Den Ring am FInger tragen zu dürfen, der mich mit meinem Mann verbindet, macht mich noch heute stolz. Ich hätte anfangs am liebsten hinausgeschrien "Ich bin verheiratet".

    Das ist allerdings ein kaum zu beziffernder emotionaler Aspekt. Bei uns war es eher so, dass mein Mann gerne heiraten wollte und ein bisschen Angst hatte, dass ich nein sage. Ich habe eine eher ungebundene, freie und unabhängige Art.

    Jederzeit würde ich IHN wieder heiraten.

    Allerdings habe ich in meinem Umfeld schon erlebt, dass Frauen ihren Freunden jahrelang auf den Geist gehen, bis diese einfach nur noch entnervt aufgeben. Warum so viele Frauen die Hochzeit als ein Lebensziel betrachten, kann ich dir leider auch nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich mich dagegen sträuben würde, meinem Partner die Hochzeit regelrecht aufzuquatschen.

    • (11) 18.01.16 - 14:08

      Wie ich es begründe? Ich glaube nicht an die Ehe. Ich glaube an die Liebe, diese hat nichts mit der Ehe zu tun. Wie viele Menschen sind verheiratet und lieben sich nicht mehr? Leben nur nebenher und sind unglücklich. Ich bin mit Freundin zusammen weil ich sie liebe. Wenn ich sie nicht mehr lieben würde, dann wäre ich getrennt. Sie sieht es nicht, dass ich mit ihr aus freien Stücken zusammen bin und nicht weil ich einen Wisch unterzeichnet habe.

      • (12) 18.01.16 - 19:05

        Sie sieht es nicht, dass ich mit ihr aus freien Stücken zusammen bin und nicht weil ich einen Wisch unterzeichnet habe.

        Allein deine Wortwahl "Wisch" lässt auf eine spätpubertäre Trotzhaltung schließen...

Hallo!

Die Ehe dient in erster Linie der Klärung von Erbschafts- und Unterhaltsansprüchen. Wenn Du Dich finanziell für Frau und Kinder verantwortlich fühlst dann wäre es keine dumme idee, weil damit die rechtliche Seite einfach in trockenen Tüchern ist, Deine Frau dann auch wenn Dir was zustößt in Deinem Namen Entscheidungen treffen kann und abgesichert ist. Solange sie "nur" Deine Freundin ist, darf sie zum Beispiel nicht ohne weiteres mit den Ärzten sprechen, wenn Du im krankenhaus das nicht für Dich selber tun kannst, am Ende müssten dann Deine Eltern das machen.

Warum willst Du so absolut nicht? Was macht Dir Angst, dass Du so abwehrend bist?

Wenn es Dir egal wäre, dann würdest Du ja ihretwegen mitmachen, aber Du bist total dagegen.

Ich habe schnell geheiratet, weil mir wichtig war, dass rechtlich alles geregelt ist, und ich abgesichert bin, falls meinem Mann was zustoßen sollte, ich kenne solche Fälle leider. Es war auch sehr nützlich als mein Vater sehr krank war, weil der Schwiegersohn in auch auf Intensiv besuchen konnte und entscheidungen treffen, fall sich und mein Bruder verhindert waren. Es ging nicht um Romantik oder so einen kappes, sondern darum rechtlich zu klären was sache ist.

  • (14) 18.01.16 - 14:19

    Ich sehe in der Ehe keinen Sinn. Wenn ich jemandem etwas vererben möchte, kann ich das testamentarisch regeln, meine Kinder erben automatisch. Ich wehre mich je mehr dagegen, desto mehr man versucht es mir aufzudrängen. Ich sehe viele Nachteile, wie zum Beispiel im Falle einer Scheidung, wo der Mann immer den Kürzeren zieht. Und in Anbetracht der Tatsache, wie viel Prozent der Ehen scheitern, ist es für mich nichts als ein bedeutungsloser Wisch den ich unterschreiben würde. Es ist keine Garantie für ewige Liebe und somit sinnlos.

    • (15) 18.01.16 - 17:11

      Ich sehe viele Nachteile, wie zum Beispiel im Falle einer Scheidung, wo der Mann immer den Kürzeren zieht.

      Genau - und Frauen sehnen sich vielleicht nach Absicherung... Nicht umsonst tappen ja mehr alleinerziehende Frauen als Männer in die Armutsfalle.

      Mit deiner Begründung kommen wir der Sache schon näher, warum du nicht heiraten willst, aber die sonstigen Vorzüge einer Partnerschaft genießen willst.

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