Ehemann wird immer fremder..

    • (1) 18.01.16 - 21:25
      Apfelblüte

      Hallo zusamnen.

      Irgendwie bin ich total fertig mit den Nerven. Ich habe das Gefühl, dass mein Ehemann mich nicht nur nicht mehr liebt, sondern dass er sogar regelrecht genervt und angewidert von mir ist, mich verachtet.

      Natürlich habe ich ihn schon darauf angesprochen. Da kommt immer die Antwort, dass er einfach kaputt ist. Ich kaufe ihm das nicht ab. Mag sein, dass er kaputt ist, aber eine Frau spürt doch, wenn sie nicht mehr "erwünscht" ist. Wir haben einen Sohn und sollen eigentlich bald unser zweites Kind bekommen. (Ich hatte echt viele probleme in dieser ss, wir machten uns fast durchgehend sorgen um das baby und machen sie uns immer noch) nun kann ich mir ehrlich gesagt schon gar nicht richtig vorstellen meinen Ehemann bei der Geburt dabei zu haben. Ich habe auch das gefühl, dass er gar keine Lust darauf hat. Am liebsten würde er mich einfach einen ks machen lassen, nur damit er nicht bei mir sein muss während der Geburt.

      Zwischenzeitlich hatte ich auch das Gefühl dass er an einer anderen Frau interessiert ist, habe ihn darauf angesprochen, hat er natürlich abgestritten. Danach wurde es bei uns aber auch nicht besser. Er hat immer mehr an mir auszusetzen (was früher nie der Fall war). Dabei bemühe ich mich immer mehr eine gute Ehefrau zu sein.

      Gerade jetzt fühle ich mich so elend und allein. Meine Mutter lehnt es strikt ab, sich mit meinen Problemen zu befassen und sonst habe ich niemanden mit dem ich reden könnte.

      Ich weiß nicht, ob das nur so eine Phase ist..irgendwie habe ich aber das gefühl, dass es nach der Geburt nicht besser sein wird...

      Lg

      • Hallo Apfelblüte

        Erstmal #liebdrueck

        Kann es Vlt sein das ihr beide unter enormen Druck steht? Die Sorge um das ungeborene scheint ja recht groß zu sein.

        Vlt ist dein Mann wirklich kaputt weil Männer (nicht alle) sich nunmal gerne einreden immer stark und beschützend sein zu müssen. Das kann schon an einem zehren.

        Vlt sind es von deiner Seite aber auch hormonelle Schwankungen die dich empfindlicher machen. Und du Dinge viel schlimmer wahrnimmst als sie eigentlich sind. Ich kenne das von mir. Ich war ein ganz ganz schlimmer hormonteufel während der Schwangerschaft.

        War es denn vor der Schwangerschaft auch schon so?

        Versuche dich um dich deinen Bauchbewohner und deinen Sohn zu kümmern und nicht die perfekt Ehefrau zu sein. Das setzt euch beide doch noch mehr unter Druck. Vlt beruhigt sich das ganze wieder wenn die Sorgen weniger werden und du nicht krampfhaft versuchst deinem Mann alles recht zu machen.

        Kopf hoch das wird wieder!

        Lg

        (3) 19.01.16 - 07:42

        So fing es auch bei uns an. Es wurde immer schlimmer. Manchmal schaute mein Mann mich an wie ein komisches Insekt, das sich in die Wohnung verirrt hat. Optisch gefiel ihm dieses oder jenes an mir nicht mehr (obwohl er mich so kennen gelernt hatte vor zig Jahren #augen)
        Dann konnte ich kaum etwas richtig machen. Wenn ich mich verteidigen wollte, war er genervt und stellte es so hin als würde ich dauernd nur meckern. Das war ein richtiger Teufelskreis.

        Naja, es kam dann raus das er eine andere hatte. Wenigstens wusste ich danach es liegt doch nicht an mir, weil ich ganz plötzlich so ein widerwärtiger und unansehnlicher Mensch geworden bin. Die andere war halt jünger, hübscher, schlanker, aufmerksamer. An mir bleib da kein gutes Haar mehr.

        Ich hoffe es ist bei dir nicht der Fall. Trotzdem wäre ich sehr aufmerksam und würde die ein oder andere Nachforschung im Verborgenen anstellen.

        • (4) 19.01.16 - 08:29

          Danke euch für die antworten.

          Ja, ich hoffe natürlich, dass es wieder wird, aber so schlimm war es noch nie und ich frage mich echt wie das enden wird.
          Ich hoffe nicht, dass es sich um eine andere Frau handelt, denn das wäre definitiv das ende. Gerade jetzt, mich so zu verraten..das könnte ich nicht verzeihen.
          Aber das mit dem "anschauen wie ein komisches insekt" ist bei uns genau so und auch dass er meint, ich würde ständig immer nur meckern und zu viel von ihm verlangen...ich finde das stimmt nicht. Ich finde, er hat einfach keinen Bock mehr auf familienleben..

      (5) 19.01.16 - 09:31

      Ich finde das Verhalten deines Mannes völlig daneben, denn du hast dir mit Sicherheit eine problemlose Schwangerschaft gewünscht und stehst jetzt mit deinen ganzen Sorgen allein da bzw. er macht dir noch zusätzlich welche, und in deiner Situation finde ich es von außen betrachtet, zu viel verlangt, dass du dir auch noch Gedanken darüber machen solltest, ob ihm nicht alles zu viel wird, ob er sich vielleicht vernachlässigt fühlt etc..
      In meinen Augen greift hier das Ehegelübte: In guten wie in schlechten Zeiten. Man kann doch in schlechten Zeiten nicht einfach durchdrehen und sich vom Partner abwenden... Uff...

      Wenn du die Kraft hast, würde ich keine Energie mehr darauf verwenden, herauszufinden, was deinen Mann bewegt oder dir zu überlegen, wie du seine Situation verbessern kannst.
      Mach ihm ein finales Gesprächsangebot, er könne dir gerne sagen, wo der Schuh drückt, sollte er das aber nicht vernünftig artikulieren können: Zieh dich raus und tu dir was Gutes. Kannst du nicht doch ein paar Tage weg, zu einer Freundin oder in einen Kurzurlaub mit Bauch und Kind? Dann kann er sich "erholen", sollte er denn wirklich kaputt sein.
      Was mit Sicherheit nicht hilft, ist jemanden, der aktuell auf Rückzugskurs ist, zu bedrängen, indem man immer wieder Schritte auf ihn zu macht, auch wenn das lieb gemeint ist und vielleicht von der eigenen Angst motiviert ist, den anderen zu verlieren.

      Ist vielleicht ein blöder Vergleich, der sicherlich auch hinkt, aber:

      Ich stell mir gerade einen Hund vor, der einen anknurrt und rückwärts ausweicht (warum auch immer) und dem man dann trotz aller Abwehrsignale näher kommt. Er wird vermutlich zubeißen. Dreht man sich einfach um und geht, wird er sich vermutlich wieder einkriegen, im besten Fall wird er vielleicht sogar aufstehen und nachgucken, wo Frauchen denn so hin ist...

      Ich wünsch dir viel Kraft, diese belastene Situation zu überstehen.

      #winke Die Alltagsprinzessin

      Konntest du mit deinem Mann bislang überhaupt nicht normal über dieses Thema reden? Hast du es mal genauso angesprochen, wie du es hier geschrieben hast? Wenn ja, was sagt er denn dazu? Kannst du irgend etwas aus ihm heraus bekommen? Inwiefern bemühst du dich, ihm eine "gute Ehefrau" zu sein, wie du ja geschrieben hast?

      Hast du für dich selbst mal reflektieren können, ob du dich vielleicht in den Jahren eures Zusammenseins verändert hast? Vielleicht beeinflusst das ja seine Gefühle zu dir. Eventuell sind Dinge vorgefallen, die seine Zuneigung zu dir verändert haben. Seit wann verhält er sich denn so?

      >> Am liebsten würde er mich einfach einen ks machen lassen, nur damit er nicht bei mir sein muss während der Geburt. <<

      Man kann auch eine natürliche Geburt haben, ohne dass der Mann dabei sein "muss". Nimm doch einfach jemand anderen Vertrauten mit oder vertraue dich der Hebamme an. Ein Mann muss nicht unbedingt bei der Geburt dabei sein, schon gar nicht gegen euer beider Willen.

      • (7) 19.01.16 - 13:26

        Oh ja, ich habe ihn darauf angesprochen, aber das scheint ihn auch wieder zu nerven. Als Antwort kommt dann immer, er sei kaputt, immer müde, will seine Ruhe, sein schichtdienst macht ihm zu schaffen und wir haben ja auch soo ein schwieriges kind, welches ihn fertig macht. Und dann die Sorge um das ungeborene baby (die habe ich ja auch und gerade deswegen muss man doch zusammen halten und sich gegenseitig aufbauen und unterstützen)

        Ich weiß nicht, was ich falsch mache..das einzige was sich bei mir geändert hat ist, dass ich seit der ss viel ruhiger geworden bin, mehr auf ihn achte (finde ich), mehr Kontakt zu ihm suche (habe jetzt mehr zeit, da ich zur zeit nicht arbeite).

        Ich versuche eine gute Ehefrau zu sein, indem ich z.b. alles dafür tue, dass er seinen schlaf nach einer nachtschicht bekommt. Ich fahre dann mit dem kleinen irgendwohin oder beschäftige mich mit ihm den ganzen tag so dass er meinen Mann nicht weckt. (und mein Mann braucht wirklich seehr viel schlaf). Ich sorge wirklich immer dafür, dass etwas vernünftiges zu essen da ist, sprich ich koche jeden tag frisch. Ich sorge dafür, dass es zu hause sauber ist etc.

        Wenn unser sohn mal in der kita ist (er ist oft zu hause, da sehr infektanfällig, besonders jetzt im winter) und mein Mann frei hat, will er die Zeit nicht mit mir verbringen, legt sich entweder schlafen oder will allein Fernsehen (das was er mag) wenn ich ihm sage, dass ich mich zurück gestoßen fühle, will er es nicht einsehen und sagt dann z.b. dass ich mir eine Freundin suchen soll.

        Also irgendwie geht das schon seit Monaten so und wird nur noch schlimmer..
        Ich mache bestimmt auch nicht alles richtig, aber ich kann diese Gleichgültigkeit und Kälte nicht ertragen.

        Ach so...und er fasst immer alles als gegen ihn gerichtet auf...wie gesagt, er stellt mich immer als eine, die immer meckert dar und eine, die ihn bedrängt und so..

        Na ja, es ist wie gesagt sehr schwer zur zeit. Ich fühle mich definitiv ungeliebt und allein.

    (8) 19.01.16 - 10:30

    Hi,

    es tut mir sehr leid für dich. Ich kenne das Gefühl, mir geht es genau so. Wir haben drei Kinder, ich bin daheim geblieben, habe die Kinder erzogen. Er Alleinverdiener. Ich habe meinen Job aufgegeben.

    Seit ca. einem Jahr leben ich hier einen Spießrutenlauf. Was ich hier tue, zählt alles nicht. Nur er, der große Alleinverdiener. Er ist so schlau, so toll, aber ich nur die Hausfrau.

    Man merkt, ich widere ihn an. Er findet mich dumm, sagt das nicht, aber ich merke es.

    Wenn ich ihn anspreche, hört er mir nicht zu. Wenn ich etwas sage, und er hört doch zu, kriege ich sofort Kontra.

    Überhaupt darf ich hier eigentlich gar nicht mehr irgendetwas sagen: alles interessiert ihn nicht, oder er regt sich auf.

    Ein tolles Leben.

    Leider bin ich ihm komplett ausgeliefert, kein Geld, kein Job, dank der Kinder auch nicht einfach zu ändern.

    Ich hoffe für uns beide, dass es wieder besser wird.

    • Und das sind für doch Gründe bei ihm zu bleiben? !
      Niemals würde ich mir so eine Respektlosigkeit gefallen lassen!
      Und NEIN es wird definitiv nicht besser werden, ist der Respekt erstmal weg , kommt der auch nicht wieder!

      Und auch ohne Job etc kannst du ihn verlassen.
      Er muss euch durch genug Unterhalt zahlen und den Rest bekommst du dann erstmal von amt, dann suchst du dir halt nen halbtagsjob und lebst wieder dein leben.
      Alles ist besser als das was ihr da lebt!

      • (10) 19.01.16 - 12:21

        Danke dir für deine Antwort. Ich weiß, dass du Recht hast. Ich war auch schon beim Anwalt, habe mir alles durchrechnen lassen. Das Trennungsjahr wäre ich gut versorgt, danach sieht es schlecht aus, wenn ich nicht schnellstens einen Job finde. Er hat bereits angekündigt, bei Trennung die Stunden zu reduzieren, damit wir nichts bekommen.

        Mein Respekt ihm gegenüber ist auch flöten gegangen, der wird auch nicht mehr wieder kommen nach all dieser Zeit, wie er mich behandelt hat.

        • Hallo!

          Ich finde es ganz schlimm,wenn sich FRau so abhängig macht,nein ,das ist eigentlich nicht richtig....sich so abhängig fühlt!
          Ich habe mich vor drei Jahren getrennt,49Jahre alt ,noch drei KInder zuhause,davon zwei von meinem Mann,keine Arbeit ,lebe in unserem Haus,was noch lange nicht abbezahlt ist.
          Ich hatte keine Ahnung wie,wußte nur eins :SO nicht mehr!
          Mein Mann ist allerdings kein schlechter Kerl,auch wenn die Trennung sehr heftig und schmerzhaft war für mich....
          Ein Jahr ist eine lange Zeit und wenn es Dir ERnst ist ,genügend Zeit DEin Leben neu zu sortieren! Da gelten keine Ausreden! Selbst ist die FRau und die Mutter erst Recht!
          Das Leben ist unberechenbar, manchmal auch postiv!

          Ich habe zeitgleich mit seinem Auszug eine Ausbildungsstelle zur Altenpflegerin gefunden und bin jetzt ,so hoffe ich ,bald fertig.
          Es ist hart,manchmal grenzwertig ,aber es geht!
          ZU meiner Überraschung unterstützt mein (immer noch Mann :-))mich finanziell und das immer noch .Damit hätte ich NIE gerechnet .Ich wohne immer noch in unserem Haus und hoffe das irgendwie halten zu können ,denn mein ZUhause ist das ,was MIR geblieben ist.
          Die KInder kommen gut damit klar,denn der Umgang zwischen uns ist gut,ja richtig gut,
          Ich weiß nicht ,was die ZUkunft bringt ,aber ich weiß ,ich wäre kaputtgegangen,wenn ich damals so weitergemacht hätte...
          Was willst Du mit so einer Beziehung?
          Auch Du lebst nicht ewig ,nutze DEine Zeit,tu Dir was Gutes,bring Dein Leben auf die Reihe,schaffe Möglichkeiten ,dass DU und damit auch DEine KInder glücklich werden könnt!
          ich wünsche Dir alles Gute!! Iris

          • (12) 19.01.16 - 14:48

            Danke dir für die lieben Worte! Auch ich bzw. wir leben in einem nicht abbezahlten Haus. Da fehlt noch so viel, und die Rate ist so hoch, dass ich das Haus nie im Leben halten könnte. Ich habe eine gute Ausbildung, aber ob ich nach all den Jahren zu Hause einen einigermaßen gut bezahlten Job finden würde...ich weiß es nicht.

            Die Kinder kriegen die ständige schlechte Laune mit und weinen dann. Sie haben schrecklich Angst, hier aus ihrem Zuhause zu müssen.

            Ich weiß nicht, ich reibe mich auf in einer lieblosen, schlechten Ehe, aber den Absprung schaffe ich auch nicht.

            Lange halte ich das allerdings nicht mehr aus.

            Ich danke dir für deine Worte, die mich wirklich zum Nachdenken gebracht haben.

Hallo Apfelblüte,

so eine Schwangerschaft, ist ziemlich anstrengend, auch für den Mann.

Ein großer Faktor, der einen Mann in dieser Phase sehr unter Druck setzt ist die Tatsache, dass er in dieser Zeit allein dafür verantwortlich ist die Familienfinanzen in Ordnung zu halten.

Vielen Männern fehlt während der Schwangerschaft ihrer Partnerinnen auch sehr die Intimität. Ich vermute mal, dass es während deiner 2. Schwangerschaft, aus Angst um das Kind zu keinerlei sexuellen Handlungen gekommen ist, oder?

Dann ist es zuhause langweilig für den Mann. Die einzigen Themen scheinen Kind, Schwangerschaft und ggf. noch Familienprobleme zu sein...

Diese Kombination bringt vile Männer dazu in Deckung zu gehen und sich zurückzuziehen. Erst unmerklich dann immer stärker.

Diese Zeit ist ziemlicher Mist für den Mann, der sich auch ganz nebenbei fragt ob es jemals wieder gut wird.

Was du beschreibst klingt schon fast depressiv.

Vielleicht sollte er mal zu einem Psychologen gehen, der kann ihm sicher helfen seine Gedanken wieder in ordentliche Bahnen zu lenken.

LG
Ano

  • (14) 21.01.16 - 16:50

    Hallo.

    Ja, er steht auf jeden Fall unter Druck. Er musste zum ersten mal mehr Verantwortung übernehmen als ich, sonst war es immer umgekehrt. Aber ganz ehrlich ich mache mir mind. Genau so viele Sorgen und Gedanken, eigentlich eher mehr..

    Und nein, natürlich ist es nicht zu Intimität während der ss gekommen, aber nicht weil ich das nicht wollte, sondern weil er das nicht wollte und nicht will.

    Haben uns gerade wieder ein wenig gedtritten, ich halte es einfach nicht mehr. Sobald ich den Raum betrete wo der Herr sich gerade befindet, sehe ich ganz deutlich an seiner Körpersprache, dass ich unerwünscht bin. Genauso wenn ich anfange zu reden. Das hält doch kein Mensch aus. Danach war ich halt ruhig und habe gar nicht mehr geredet. Er fragte dann was los sei..so fing dann die Diskussion an.

    Was soll ich nur tun?
    Ich bin echt am ende mit meinem latein. Reagiere ich über? Ich habe echt keine Ahnung...

Hallo,

so aus dem Bauch heraus, würde ich behaupten das es eine andere gibt.......

Seit wann ist er so ? Ich würde dem mal genauer auf den Grund gehen.

lg

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