manchmal genervt vom kleinkind

    • (1) 19.01.16 - 10:46
      alleine mit kind

      Hallo

      Sorry das ich im falschem forum schreibe, aber hier kann ich in grau schreiben und ich schäme mich und brauche dringend tipps.

      Ich bin alleinerziehend und mein kleiner ist 15 Monate alt, ich liebe ihn und bin wahnsinnig froh ihn zu haben. Aber da ich keine Unterstützung habe , Familie wohnt weiter weg ,Freunde auch. Der vater kommt wöchentlich , aber er kann nicht so mit ihm umgehen , zeigt nicht wirklich Interesse. Daher bin ich oft genervt , ich weiss nicht wie ich in dem Moment ,wenn er schreit und ich so erschöpft und genervt bin, mit ihm umgehen soll? Hab dann keine kraft ihm zu helfen und fühle mich dann schlecht dabei.

      Es ist so anstrengend er schläft Vormittags eine halbe manchmal 1 Stunde aber bei mir auf dem Arm lege ich ihn weg dann wacht er schnell wieder auf. Tja und das wars dann mit dem schlafen . Ich mag es mit ihn spazieren zu gehen aber da will er dann raus und ich muss ihn tragen . Er ist so schwer , da gehe ich kaum mit ihm spazieren. Laufen hat er jetzt angefangen wird dann auch besser.

      Hab auch angst das er mir nicht vertraut und die bindung nicht gut ist. Wie merkt man das eine schlechte Mutter kind bindung vorhanden ist?

      Ich möchte nicht mehr genervt von meinem Kind sein. Was macht ihr alles mit euren Kleinkindern?

      Vielen Dank für eure Hilfe

      Glg

      • Ich bin nicht alleinerziehend und trotzdem oft genervt von meinem Kleinkind :-)

        Wenn Du Dich rund um die Uhr um Deinen Sohn kümmern musst und nie auch nur für ein paar Minuten die Verantwortung abgeben kannst ... also, da wäre ich auch sehr oft verzweifelt.
        Aber wenn Du Dein Kind liebst und Dich (auch wenn Du mal genervt und sauer bist) um es kümmerst, dann ist die Bindung zwischen Euch ganz sicher nicht gestört!

        An Deiner Stelle würde ich nun aber dringend versuchen, jemanden zu organisieren, der regelmäßig mal aushelfen kann. Du musst auch mal durchatmen.
        Ich weiß ja nicht, wie das Verhältnis zum Vater des Kindes ist, aber wäre es vielleicht doch mal eine Möglichkeit, Deinen Sohn und ihn etwas länger alleine zu lassen? Erstens ist es schön für beide, wenn sie sich in Ruhe miteinander beschäftigen und eine richtige Beziehung aufbauen können und zweitens hast Du in der Zeit mal die Gelegenheit, etwas für Dich zu tun.
        Ansonsten vielleicht Krippe? Allerdings nutzt man diese Zeit ja meistens zum arbeiten, hilft also nicht, wenn man sich auch mal entspannen muss.
        Ich habe auch schon häufiger von Leihomas und -opas (?) gelesen, vielleicht ist das etwas für Euch? Oder eine Kontaktanzeige, in der Du nach anderen Alleinerziehenden suchst, mit denen Du mal etwas unternehmen kannst. Vielleicht findet man da jemanden, mit dem es passt und man kann später mal gegenseitig auf die Kinder aufpassen.

        Ansonsten: Wie wäre es mit Kinderturnen o.ä.? Machst Du vielleicht ja auch schon, aber fiel mir beim Lesen der Stelle mit dem Spazierengehen ein. Das hilft zwar nicht, um "mal runterzukommen", aber Dein Sohn ist in der Zeit vielleicht zufrieden und lässt sich danach auch lieber im KiWa rumschieben.

        Alles Liebe Euch beiden :-)

        (3) 19.01.16 - 11:01

        Hallo,

        das war etwa das Alter, in dem ich vor lauter Erschöpfung eine Kurzzeitterapie gemacht hab, weil ich das Gefühl hatte nur noch zu schaffen und keine Freude mehr mit meinem Kind zu teilen. Und das, obwohl Papa jeden Abend heim kommt und sich prima mit dem Kind beschäftigt und die Familie auch in der Nähe wohnt.

        Ich war beim Hausarzt und hab mir eine Überweisung ausstellen lassen. Mir hat die Therapie gut geholfen. Das sind 25 Sitzungen, bei mir einmal pro Woche. Nach dem halben Jahr ging es mir viel besser.

        Wünsche Dir alles Gute!

        • Hallo "in-grau-zurück",

          ich hoffe, Du liest die Nachricht und vielleicht antwortest ja bzw. schreibst mir eine PN.

          Ich habe auch eine Überweisung bekommen und wollte gerne wissen, was da so auf mich zukommt. Wie verlief die Therapie bei dir?

          LG

      Zunächst einmal: mach dich nicht völlig verrückt. Schön, dass du merkst, dass eure Situation ungünstig ist und du etwas ändern willst! So wie dir geht es gar nicht mal so wenig Frauen, viele sprechen nur nicht darüber, weil sie sich schämen und es nicht gesellschaftsfähig ist.

      Versuche eure Zeit ein bisschen besser einzuteilen, damit die Tage nicht so lang sind und du dir immer spontan etwas einfallen lassen musst. Bei euch in der Nähe gibt es sicherlich Spielgruppen, Mutter und Kind turnen, etc. an dem ihr teilnehmen könnt. Das gibt euch einen Rythmus, neue Kontakte und eine neue Ebene euch zu begegnen.

      Mit 15 Monaten und beginnendem Laufen ist das Kinderwagenfahren bei vielen Kindern unbeliebt. Sei ihm nicht böse deswegen, er will nur die Welt entdecken. Jetzt im Winter ist es mit Kleinkindern, die noch nicht gut laufen draußen etwas schwieriger, aber warm eingepackt kannst du auch mit ihm 2x am Tag für ca. 30 Minuten nach draußen gehen. Ohne Wagen. Er kann laufen, krabbeln, die Welt entdecken.

      Neue Kontakte zu anderen Eltern und Kindern tun euch sicherlich gut.

      Aber ja, das Leben mit Kleinkind ist anstrengend und deine eigenen Bedürfnisse müssen für eine Zeitlang in den Hintergrund treten. Erst recht, wenn du niemanden hast, der ihn stundenweise übernimmt. Aber hey: ihr habt euch immer gegenseitig!

      lg

      Hallo,

      warum glaubst Du, dass Du eine schlechte Mutter bist? Es ist doch jede(r) mal genervt vom Kind obwohl man es liebt. Immerhin machst Du Dir Gedanken, wie es besser laufen könnte.

      Zuerst einmal würde ich einen festen Tagesablauf einführen, wenn Du den nicht schon hast. Da Dein Kind sicher noch keine Uhr lesen kann :-p, orientiert es sich am Tagesablauf. Wenn es keine Orientierung gibt, werden viele Kinder unsicher und gefrustet.

      Was ist mit Spiel-/Sport-/Krabbelgruppe? Auspowern für´s Kind und Smaltalk oder sogar neue Freundinnen für Dich.

      Wie lange bist Du noch in Elternzeit? Ich war froh, als ich wieder arbeiten gehen konnte, und mein Sohn war in der Krippe gut aufgehoben.

      Viele Grüße

      Heike

    • Ich bin nicht alleinerziehend und trotzdem oft genervt. Mein Mann kommt nur am Wochenende, ansonsten manage ich alles allein, die Familien wohnen 400km weit weg. Die Situationen sind also vielleicht einigermaßen vergleichbar.

      Nur weil du mal genervt bist, musst du nicht gleich an eurer Bindung zweifeln. Ich weiß nicht, warum man heutzutage seine Kinder nicht mal nölen lassen darf oder genervt sein darf oder so und immer gleich als "schlechte Mutter" gilt. Die meisten Mütter haben meiner Meinung nach einen viel zu hohen Anspruch an sich selbst.

      Gehst du arbeiten? Besucht dein Kind eine Betreuungseinrichtung?

      Unsere Tochter geht seit dem 10. Monat in die KiTa und ich seit dem 1. Geb. wieder arbeiten. Das war das Beste, was wir machen konnten. Hätte ich den ganzen Tag mit ihr zu Hause hängen müssen, wäre mir auch die Decke auf den Kopf gefallen. Meine erste Intention wäre also zu sagen, such dir eine gute Betreuung und einen Job! Es ist nicht immer positiv, sein Kind so lange wie möglich zu Hause zu behalten und auch wenn viele einer frühen Betreuung skeptisch gegenüber stehen, so bin ich doch sehr überzeugt davon.

      Ansonsten versuche eben, viel zu unternehmen und deinem Sohn viel Abwechslung und Entertainment zu bieten. Er wird ja nicht weniger energetisch, wenn er laufen lernt und die Kinder fordern mit dem Alter immer mehr. Sie lernen ja unheimlich schnell und viel und wollen immer Neues erleben. Eine KiTa bietet da z.B. schon wesentlich mehr als du zu Hause.

      >> Ich mag es mit ihn spazieren zu gehen aber da will er dann raus und ich muss ihn tragen. <<

      Wieso musst du ihn tragen, wenn er raus will? Ein Kind muss lernen, dass es nicht immer durch die Gegend getragen wird. Natürlich nörgelt er dann, aber da muss er nun mal durch. Die Süßen werden immer schwerer, du kannst ihn doch nicht nur schleppen. Zieh ihm Füßlinge oder Schuhe an, dann kann er das Laufen üben oder sich auf dem Spielplatz hochziehen und durch den Schnee robben.

      >> Laufen hat er jetzt angefangen wird dann auch besser. <<

      Bei unserer Tochter wurde es durch das Laufen nicht gleich besser. Es gab Phasen, in denen wollte sie umso mehr auf den Arm und getragen werden. Hier und da muss man sich durchsetzen und konsequent bleiben, damit man nicht zum Dauerträger wird.

      >> Was macht ihr alles mit euren Kleinkindern? <<

      - Kinderturnen
      - Treffen mit anderen Müttern und Kindern
      - Spielplatz
      - malen, kneten, singen, tanzen, "Burg" bauen,

      - Indoor-Spielplatz
      - Enten füttern

      - Zoo

      -Krabbelgruppe (machen wir nicht, kann man aber)
      - Spielkreis (machen wir nicht, kann man aber)

      Hallo,
      Wo mein Kind in dem Alter war, war ich auch alleine. Ohne Freunde hier, Familie 1200 km weit weg. Es war sehr anstrengend. Ich habe meine Familie so etwa alle 3 Monate für eine Woche besucht. Da konnte ich abends mit Freunden weg. Da habe ich mich aufgetankt.

      Ich habe mich im Fitnessstudio angemeldet, die auch Kinderbetreuung hatten. Ich war 3x die Woche da. Je 2 Stunden. Die hatten auch Sauna. Hat zwar 50 Euro im Monat gekostet, aber hat sich gelohnt!

      Und zu guter letzt habe ich mein Kind mit 1,5 vormittags in die Krippe gegeben. Ich hatte 2 Jahre elternzeit. Danach war ich noch ein halbes Jahr arbeitslos.

      Ich habe Harz IV bekommen, also war der Kita kostenlos. Und mein Kind war täglich 3 Stunden da.

      Und damit Jobcenter mich in Ruhe lässt, habe ich angemeldet, dass ich im dritten Jahr auch zu Hause bleiben will, damit ich keine Bewerbungen machen muss, die könnten mich eh nicht in meinem Beruf vermitteln.

      Ich habe mir noch einen putzjob besorgt, 100 Euro darf man ja dazu verdienen. Und habe mich selbst um einen Job bemüht.

      Habe heute einen tollen Partner, tollen Job unbefristet, Kind ist schon 4.

      Abends, wenn dein Kind schläft, nutze die Zeit auch für dich. Auch dir tagsüber schon einen tollen Film aus, kannst dich dann drauf freuen. Und dann sagst du dir, bleib ich lieb zu meinem Kind, geht es auch zufrieden schnell ins Bett. Und dann kommt mein Film.

      Will dein Kind alleine laufen? Kein Problem. Dann lass es machen. Hast doch Zeit, oder?

      Es kommen auch bessere Zeiten.

      LG

      Gib ihn doch für zwei-dreimal pro Woche in eine Krabbelguppe oder Krippe.

      Huhu. Erstmal Kopf hoch...alleinerziehend mit Kleinkind ohne hilfe ist sicher heftig .

      Mein persönlicher Rat an dich :
      Setze dem Kind ...auch wenn es klein ist ...mehr Grenzen .

      Wenn du spazieren geht's nimm es nicht raus ...auch wenn es weint .
      Wenn es satt ist, sauber , eine zeitlang gekuschelt hat und dennoch weint dann ist das purer protest
      .
      Auch Babys merken schnell wenn ich brülle bekomme ich meinen Willen.

      Das ist dann vllt 2 wohne Mega anstrengend wenn du das durchziehSt, aber dann wird es besser.
      Ich würde das auch bei dem schlaFen so machen.du kannst ihn ja ne weile bekuscheln und dann aber zum schlafen hinlegen

      Du drehst doch sonst durch.

      Dein Kind schreit ja nicht weil es ihm schlecht geht . Und du bist keine schlechte Mutter wenn du nicht jedem Protest nachgehst .

      Alles Gute

      Ich war auch Alleinerziehende , Kinder waren 23 Monate auseinander .

      Ja, ich war oft genervt. Und habe wie Du sehr schnell festgestellt, das ich was ändern muß.

      Ich hatte ( und habe immernoch ) eine gute Freundin mit einem Sohn im selben Alter.

      Die wohnten zu der Zeit in der Eifel, total ländlich im großen Haus, Riesen Garten, Bauernhof um die Ecke. Einmal im Monat hat sie meine beiden genommen , für alle Beteidigten eine winwin Situation, die Kinder sind sehr gute Freunde, auch jetzt noch im Erwachsenenalter , meine Freundin war entlastet, weil die Kinder wunderbar zusammen spielten, und die Kinder und ich hatten einmal im Monat Urlaub.
      Heute sage ich ganz offen, das ich die Vorschulzeit meiner Kinder nicht überlebt hätte, ohne meine wunderbare Freundin.

      Solche Menschen mußt Du finden, besonders wenn Du keine Familie um Dich hast.

      Sowas geht auch im Wechsel mit einer anderen Mama.....

      Dazu braucht man ein Netzwerk von Dienstleistern, Babysitter , ja auch wenn man die bezahlen muß! Es ist wichtig das Du jemanden hast, der schnell und kurzfristig einspringen kann, wenn Du dringend mal raus mußt.

      Wichtig ist, das Du jeden Tag mit den Kind raus gehst. Der Kleine muß toben, laufen sich auspowern. Stunde Spielplatz muß jeden Tag drin sein, bei Wind und Wetter, außer vielleicht strömenden Wetter. Aber dafür gibt's ja mittlerweile Indoor Spielparks.

      Dabei hast Du selbst mal Pause, sondern der Zwerg wird auch müder....

      Und noch ein wichtiger Hinweis: bedenke, egal wie anstrengend es jetzt auch immer sein mag, Versuch diese Zeit zu genießen, wo Du noch das allergrößte für Deinen Sohn bist.

      Diese Zeit geht so schnell rum und mit jeder weiteren Lebensepisode, Kindergarten, Schule geht Dein Sohn immer mehr in die Welt hinaus und immer weiter von Dir weg.

      Diese Zeit jetzt ist kostbar, sei dankbar dafür.

      Pina

      Hallo!

      Erstmals: Es gibt überhaupt keinen Grund, dass du dich für deine Gefühle schämst. Ganz im Gegenteil, im Grunde genommen bist du eine Heldin! Alleinerziehend, ohne familiäre unterstützung, ohne Krippenplatz und ohne langen Mittagsschlaf, das schaffen nur die tollsten Mütter!! Und trotz allem hast du auch noch die Energie und die Liebe für dein kind, dir darüber Gedanken zu machen ob du die beste Mutter bist die du sein kannst und hier zu posten und dir Rat zu holen. Genau DAS macht eine gute Mutter aus!
      ich habe einen tollen mann und viel familiäre unterstützung, meine tochter (19Mo) geht vormittags in eine kita. und TROTZDEM bin ich manchmal genervt von ihr!!

      Mein Tipps:

      1) akzeptiere deine Gefühle, sie sind vollkommen ok und dürfen auch sein!
      2) Versuche, dir bewusst Pausen zu verschaffen. Trainiere deinem Sohn an, im Bett einzuschlafen, zieh es ganz konsequent durch. Nach drei tagen hat er sich daran gewöhnt, du wirst sehen, und dann hast du in dieser Zeit eine Verschnaufpause.
      3) Wenn er beim Spazierengehen aus dem Wagen will, nimm ihn raus, lass ihn aber selber gehen. Wenn er sich hinsetzt oder nur rumbrüllt, pack ihn ohne Wenn und Aber wieder in den Wagen!
      4) Schau dich nach einem guten Kita-Platz um! Selbst wenn dein sohn nur Vormittags hingeht ist das für dich eine Wahnsinns-Erleicherung! Meine Tochter hat auch mit 15 Monaten begonnen und nach einigen Wochen Eingewöhnungszeit geht sie sehr gerne hin. Somit habe ich jeden vormittag Zeit, Dinge für mich zu machen bzw zu erledigen und nach diesen paar Stunden vermisse ich sie schon wieder richtig und habe Kraft getankt für die Nachmittage und Abende mit ihr!

      ich wünsche dir alles gute!

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