...seh nicht mehr weiter in meinem Leben

    • (1) 27.01.16 - 14:29
      my life

      Hallo

      Ich komme mit meiner Lebenssituation nicht mehr zurecht :

      Kurz zu meiner Geschichte : Ich bin mit meinem Lebenspartner 2 ½ Jahre zusammen, vor einem Jahr habe ich Stadt und Job verlassen (ein Weg wäre jetzt 200 km), um bei ihm auf demLand zu leben. Es war nicht in erster Linie eine reine Liebesentscheidung, die Wohnungsbesitzerin hatte Eigenbedarf angekündigt und ich musste raus aus der Wohnung.

      Leider habe ich seit einem Jahr Arbeitssuche noch nichts für mich gefunden. Ich habe jetzt noch ein Jahr Arbeitslosengeld (wohne nicht in Deutschland) zu Gut. Ich will unbedingt wieder arbeiten und fühle mich gleichzeitig als Versagerin, da ich es bis jetzt nicht geschafft habe.

      Mein Partner macht mir zudem Druck. Er meint, dass ich nicht Reaktiv genug bin, dass ich falsch suche, dass ich geradewegs auf den Sozialstatus zusteuere etc. Das macht mich fertig. Er hilft mir manchmal, einen Bewerbungsbrief zu schreiben (nicht in meiner Muttersprache), aber dann artet dies immer in eine stundenlange Riesenangelegenheit aus, mit einem langen, lauten Vortrag, den ich mir dann anhören darf.

      Den Fûhrerschein muss ich jetzt ebenfalls machen, da ich hier sonst nirgendwohin komm. Bin 39. Theorie ist bestanden, stehe kurz vor der Praktischen. Ich leide unter Angststörung und es braucht eine sehr grosse Ueberwindung und Konzentration für mich, das Steuer in die Hand zu nehmen. Die letzte Fahrstunden war eine Katastrophe. Ich habe total blockiert und wollte nur noch aussteigen. Zu Hause habe ich aus lauter Frustration nur noch geheult. Mein Partner wurde sehr wütend auf mich, da ich mich wie ein Kind verhalten würde, ich müsste der Fahrschule Druck machen, ich hätte Angst vor allem etc. etc. Wieder fühl ich mich total als Versagerin.

      Mein Partner hat einen Jungen von 7 Jahre, der abwechselnd eine Woche bei uns und dann eine Woche bei der Mutter lebst. Der Junge mag mich sehr und auch mit der Ex-Frau von meinem Partner habe ich mich angefreundet. Mitterleile kommuniziert sie nur noch über mich, wenn es um die Organisation den Jungen betreffend geht. Leider hat die Ex-Frau angefangen schlecht über meinen Partner (also ihren Ex-Mann) zu reden, sie manipuliert das Kind gegen ihn, sie erzählt mir die absurdesten Geschichten spiritueller Natur. Ich sehe, dass der Junge leidet und er seinen Vater ablehnt, da er denkt, dass er der Schuldige an der Trennung ist. Er sagt, dass er seinen Papa deswegen nicht liebt Ich habe versucht darüber mit meinem Partner zu reden, aber er will davon nichts hören. Er behauptet, ich sei eifersüchtig und will etwas provozieren.

      Ich fühle mich mittendrin in einer Geschichte, die nicht diemeinige ist. Ich möchte den Kommunikationspunkt fÜr meinen Partner und seine Ex sein, damit es für den Jungen besser läuft. Aber dabei, habe ich mich soweit verstrickt, dass mir alles über den Kopf zu wachsen droht und ich am liebsten nur noch Abstand zu allem haben möchte. Mein Partner meint, ich soll mich nicht einmischen und seine ex-Frau versucht mich dauernd zum Essen und zu irgendwelchen Reiki-Seancen einzuladen.

      Dazu kommt noch meine Mutter, die sterbenskrank im Heimatland bleibt und sie hat nur mich.

      Ich habe das Gefühl, ich trete, strample ohne weiterzukommen. Nichts geht weiter. Ausser dass sich Liebesgefühle langsam ersticken unter all dem Unausgegorenen. Ich höre nun jeden Tag von meinem Partner, dass ich negativ bin, dass ich kein Selbstwertgefühl habe, dass ich aufhören soll mit der Angsthaberei, mir endlich in den Arsch treten etc etc.

      Ich bin bald am durchdrehen. Nichts geht vorwärts nur meine Moral droht zu versinken....und ich hab das Gefühlt zu ersticken. Mit was soll ich weitermachen oder beginnen ? Ich muss aus dieser Situation raus …..

      Falls jemand eine guten Gedanken für mich hätte - #danke sehr.

      Liebe Grüsse

      • (2) 27.01.16 - 14:37

        Den guten Gedanken hast du doch schon selbst...raus da.

        Ich bin ja auch immer dafür, sich zusammenzureißen und eine Lösung zu suchen, aber mit einem Partner an der Hand, der jetzt schon nichts weiteres zu tun hat, als dich noch kleiner zu machen, als du dich eh schon fühlst, wirst du nicht viel reißen können.

        Falls es möglich ist, geh zu deiner Mutter, such dir von dort aus Arbeit und Wohnung und starte neu durch.

        Alles Gute.

        Hezna #klee

        • Danke dir. Ich lebe schon zu lange nicht mehr in meinem Heimatland, um da jetzt nochmals von null zu beginnen. Zu meiner Mutter werde ich fahren, aber eben nur für ein paarTage. Schon hier wäre das schwierig, mit meinem Arbeitslosengehalt eine Wohnung zu mieten. Meine Freunde können mich auch nicht beherbergen, da diese in der Grossstadt leben, von wo ich weggezogen bin. Und da sind die Wohnungnen so klein wie Kaninchekäfige. Also trennen ist nicht so einfach ohne Arbeit.

      Pack deine Sachen und fahr zu deiner Mutter.

      So bekommst du Abstand von deiner derzeitigen Situation und kannst gleichzeitig bei deiner Mutter sein.

      Eine Beziehung, die schon nach 2 1/2 Jahren so festgefahren ist, sollte überdacht werden.

      #liebdrueck

    • Es könnte wirklich sein, dass Du über die Aufgabe, Dich um Deine Mutter zu kümmern, endlich mal wieder das Gefühl bekommst, etwas Nützliches tun zu können. Zudem könntest Du auch Deine Angststörung behandeln lassen, die übrigens durch Deinen Partner ganz gewiss verstärkt wird. Das mag ihm nicht bewusst sein und vielleicht meint er das auch nicht so, aber er geht es falsch an.

      Besuche Deine Mutter und fühle dann mal in Dich hinein, ob nicht ein längerer Aufenthalt in Deutschland genau das wäre, was Du jetzt brauchen kannst.

      Hallo my life,

      ich kann versteh, das du mit deiner aktuellen Lebenssituation nicht zurecht kommst.

      Du leidest unter einer Angststörung. Dein Partner hat dafür wenig bis kein Verständnis was wiederum deine Angststörung verstärkt. Statt dich aufzufangen und zu unterstützen hält er dir Vorträge darüber was du in seinen Augen falsch machst. Ich habe ganz bewusst geschrieben in seinen Augen. Du suchst aktiv einen neuen Job. Er sollte sich freuen das du trotz deiner Probleme bemüht bist einen Job zu finden. Aber nein, er gibt dir die Schuld dafür das es leider noch nicht mit einer Einstellung geklappt hat.

      Du bist dabei den Führerschein zu erlangen. Jede einzelne Fahrstunde kostet dir wahnsinnig viel Kraft und Überwindung. Wie reagiert dein Partner darauf? Keine aufbauenden Worte, kein Verständnis aber Wut und Vorwürfe.

      Sein Sohn mag dich sehr und du versuchst zwischen den Eltern zu vermitteln. Aber weder die Km noch der KV sind bemüht einen normalen Kontakt zu haben. Du wirst irgendwie von beiden Seiten unter Druck gesetzt und kommst an deine Grenzen.

      Das du nicht für deine Mutter da sein kannst gibt dir den Rest.

      Alle diese Punkte Koste zu viel Kraft. Ich denke auch das dein Partner dich ständig herunter zieht. Überlege bitte ob es wirklich der richtige Partner ist, da ich denke das es mit ihm noch schlimmer wird je länger ihr zusammen seid.

      Ich schicke dir ganz viel Kraft und eine Entscheidung für dich zu treffen. Geh ganz tief in dich hinein und schau was in deinen Augen das richtige sein könnte.

      blaue-Rose

    • Habe in meiner allgemeinen Verrwirtheit mein pseudo verraten. Ich muss mich leider hier aus dem Grund ausklinken, da ich nun wohl von einigen alteingesessenen Usern mit böswilligen Antworten zu rechnen habe. Nach mehrmaligen schlechten Erfahrungen, schreibe ich deswegen nur noch in schwarz. Nur wenn man nicht intelligent genug dazu ist, sollte man es lasen, habe ich gerade bemerkt. Ich habe keine Energie und keine Lust auf Böswilligkeiten, aus diesem Grund schliesse ich meinen Tread vorher und ziehe mich zurück. Ich danke den Menschen, die mir geantwortet haben sehr herzlich. Maya

      (8) 27.01.16 - 21:54
      mal ganz ehrlich

      Ich muss Dich leider kritisieren.

      Du hast keinen Führerschein, ziehst aber aufs Land, wo Du auf ein Auto angewiesen bist. Du weißt, dass Du psychische Probleme hast und deswegen das Autofahren schwer erlernst, aber ich lese nichts davon, dass Du deswegen in Therapie bist.

      Wenn mein Partner so lange brauchen würde einen neuen Job zu finden, dem würde ich was erzählen.
      Das geht gar nicht.
      Dann arbeitet man überbrückungsweise IRGENDETWAS, bis man in seinem Beruf wieder Fuß gefasst hat.

      Dass Du überhaupt erst zu Deinem Freund gezogen bist ohne vorher einen Job sicher zu haben, halte ich auch für unreif und unvernünftig. Ich kann kaum glauben, dass Du schon 39 bist. So eine unvernünftige Entscheidung zu treffen, da kann ich nur den Kopf schütteln.

      Du hättest auch erst mal bei Dir in der Nähe eine Bleibe suchen können und dann in Ruhe einen Job in der Nähe Deines Partners suchen können und ERST DANN zu ihm zu ziehen.
      Das war alles kein bischen durchdacht.

      Der nächste Punkt ist wie Du Dich in Angelegenheiten mischst, die Dich nichts angehen. Es ist nicht Dein Kind, also musst Du Dich heraushalten. Dass Du so engen Kontakt zu der Exfrau Deines Freundes pflegst, finde ich unmöglich. Was zwischen den beiden ist, geht Dich überhaupt nichts an. Auch was mit dem Jungen ist, geht Dich nichts an.

      Du kannst lediglich die Punkte zwischen Dir und Deinem Freund und zwischen Dir und dem Kind klären. Du kannst Erwartungen an Deinen Freund haben und auch an seinen Sohn, aber alles was die Exfrau betrifft, da solltest Du Dich KOMPLETT heraushalten.

      Wenn Du wirklich Dein Leben anpacken willst, dann musst Du zu allererst in Therapie, so dass Du Deinen Alltag bewältigen kannst. Und dazu gehört auch Autofahren. Dass Du erst mit 39 das in Angriff nimmst, finde ich auch bedenklich. Die Angststörung hast Du ja nicht erst seit gestern, das musst Du in einer Therapie aufarbeiten.

      Der zweite Punkt, den Du sofort in Angriff nehmen musst, ist die Jobsituation. Entweder Du arbeitest IRGENDETWAS und bewirbst Dich parallel in Deinem Job, oder Du nimmst einen Job in Deinem Beruf ÜBERALL an. Dann musst Du eben wieder umziehen.
      Es kann nicht sein, dass Du mit 39 nicht arbeiten gehst, wo Du keine kleinen Kinder versorgen musst.

      Wenn das mal geschafft ist, kannst Du Dich um Deinen Freund kümmern. Aber wenn er Dir klipp und klar sagt, dass Du Dich aus den Angelegenheiten mit seiner Exfrau und seinem Sohn heraushalten sollst, so musst Du das auch respektieren. Dass Du da gegen seinen Willen handelst, finde ich unmöglich.

      So, das waren jetzt klare Worte. Es liegt an Dir ob Du Dich weiterhin in der Opferrolle siehst und Dich in Selbstmitleid suhlst oder ob Du Dein Leben endlich anpackst.

      Es ist natürlich liebevoll von Dir wenn Du Dich um Deine Mutter kümmerst und sie freut sich sicherlich darüber, aber parallel musst Du trotzdem Deine Baustellen anpacken, denn sonst kommt Deine Mutter auch nicht zur Ruhe, wenn sie sich in ihrem Zustand auch noch Sorgen um Dich machen muss.

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