Hat das jemand gewagt?

    • (1) 27.01.16 - 15:59
      müllerin

      Hallo

      ich habe eine Fernbeziehung zu einem Mann der im Ausland lebt. Ich habe ihn im September 2014 im Urlaub kennen gelernt und wir haben sofort verliebt. Es war wunderschön und nach 2 Wochen hat es mich fast umgebracht heim fliegen zu müssen. :-( Wir haben uns immer geschrieben und obwohl alle gesagt haben es war nur ein Urlaubsflirt, ist der Kontakt geblieben. Zu Weihnachten 2014/15 war er hier bei uns und das Wiedersehen war so schön wie ich es mir vorgestellt habe. Er war dann zwei Wochen hier und ich war im April dort und dann im Sommer nochmal. Die Zeit war wunderschön und er hat gefragt ob ich nicht zu ihm ziehen will. Weil er mit mir ganz zusammen sein will und es ihm auch nicht reicht mich nur 3 oder 4 Mal im Jahr zu sehen. Ansonsten telefonieren wir täglich, skypen wenn möglich und schreiben den ganzen Tag. Aber ich vermisse ihn so. :-(

      Ich war überrumpelt von seiner Frage und habe ihn vertröstet und das Thema nicht mehr angeschnitten. In ein fremdes Land zu ziehen, ohne die Sprache zu kennen ist doch etwas anderes als Urlaub. Und ich habe auch eine Tochter und weiß nicht ob ich sie aus ihrer Umgebung reißen kann und soll. Ihre Oma ist da und ihre Freunde und sie müsste auch alles neu kennen lernen. Aber ich würde es sofort machen wenn es nach meinen Gefühlen gehen würde. Jetzt war er an Weihnachten wieder 2 Wochen da und hat das Thema wieder angesprochen. Ob ich nicht zu ihm ziehen will. Ich habe ihm gesagt ich will schon aber es hängt so viel dran. Ich müsste meinen Job hier aufgeben, meine Freunde zurück lassen. Ich habe ihn gefragt ob er nicht lieber her ziehen will, aber das kommt für ihn nicht in Frage. Er liebt sein Land und möchte nicht woanders leben. Und das kann ich verstehen, wenn ich in einem Urlaubsland leben würde, könnte ich mich mit dem kalten Deutschland auch nicht anfreunden. ;-)
      Nun meine Frage. Hat es schon jemand gewagt alles für einen Mann aufzugeben? Wie war es? Habt ihr Heimweh gehabt? Habt ihr euch gut eingelebt? Wie war das mit einem Job?

      Ich werde wahrscheinlich nicht mehr in meinem Beruf arbeiten können wegen der Sprache. Aber ich bin flexibel und würde auch andere Jobs annehmen.

      Ich habe ihm gesagt ich brauche noch Bedenkzeit aber er fragt immer wieder. Meine Freunde sind mir keine große Hilfe. Sie wollen nicht dass ich gehe. Meine Mutter auch. das ist glaube ich verständlich. Nun frage ich in dieser Runde. Was ist eure Meinung?

      Danke!

      • Wie alt ist denn Deine Tochter und was sagt sie dazu? Um welches Land geht es? Für wie lange würden Deine Rücklagen reichen? Was sagt der Vater Deiner Tochter dazu?

        • (3) 27.01.16 - 16:38

          Meine Tochter ist 5 und ich habe mit ihr noch nicht darüber gesprochen. Sie mag ihn aber auch gerne. Ich wollte sie damit aber nicht belasten bevor ich mich nicht entschieden habe.

          Ich habe das alleinige Sorgerecht und der Vater hat sich seit 3 Jahren komplett aus dem Staub gemacht und es besteht kein Kontakt. Ich weiß nicht was er dazu sagen würde, aber da ich nicht weiß wo er gerade wohnt, kann ich ihn nicht fragen. Da er es seit der Trennung vor 4 Jahren sage und schreibe einmal geschafft hat sie zu besuchen, das war am Anfang, glaube ich nicht, dass es ihn interessieren würde. Er hat noch nie Unterhalt gezahlt weil er kein Geld hat und er ist eigentlich nichts anderes als ihr Erzeuger. Das Land in das wir ziehen würden ist Tunesien.

                • (7) 27.01.16 - 17:36

                  ich habe mich schlau gemacht und ich kenne die Vorurteile dich hier kursieren. E gibt sicher Regionen, vor allem ländliche, wo dieses Frauenbild herrscht. Aber vor dem Gesetz sind Männer und Frauen gleich und auch im Alltag ist es in den Städten so, dass es viel westlicher zugeht als man denkt. In der Stadt gehen Frauen nachts alleine weg und ich sehe es an seiner Schwester wie er und die Familie tickt. Tunesien ist eines der fortschrittstlichen Länder aus diesem Raum was dieses Thema angeht.

                  • Dann renn in Dein Unglück...Du gehst hier auf kein Argument ein, sondern redest alles schön. Deine Tochter tut mir leid, wenn Du ihr das antun solltest.

                    Und ja, ich kann mir ein Urteil erlauben, ich war selber oft in Tunesien, weiß wie die Typen da ticken und eine Freundin war mit einem Tunesier verheiratet und es war die Hölle.

                    Tunesien und Fortschritt?#rofl#rofl#rofl

                    (9) 28.01.16 - 13:44

                    Du solltest die Wiedeholung von Goodbey Deutschland letzte Woche schauen.
                    Ich weiß nicht die beste Sendung.

                    Aber da war eine Frau, wie du..... So verliebt und hat es gewagt, sie zig in die Große Stadt in der Türkei zu der Familie des Mannes. Keine Privatsphäre, keine kuscheleinheuten mehr und ein paar Wochen später, sagte der Mann wir ziehen aufs Land.
                    Tja, was sollte sie machen, sie musste mit.
                    Tja nun ist sie todunglücklich und will zurück

                    (10) 28.01.16 - 13:48

                    Ich war einmal in meinem Leben für 3 Wochen in Tunesien. Ich fand es dort furchtbar und wollte nie wieder hin. Vielleicht hat sich das Bild der Frau dort gewandelt, aber vor 10 Jahren warst du als europäische Frau sowas wie Freiwild. Ich war mit meinem Mann dort (auf Hochzeitsreise) und wude von Einheimischen trotzden mit entsprechender Gestik angemacht.

                    Nie im Leben würde ich dorthin ziehen oder meiner Tochter so ein Umfeld antun! Wenn du von deinem neuen Freund schwanger wirst, sitzt du gleich doppelt und dreifach im Schlamassel.

                    " (...) Die Verbote werden zwar nicht strikt und generell, doch mit großer Beharrlichkeit durchgesetzt, so daß es de facto in Tunesien Ende 2010 keine islam-fundamentalistischen Gruppen gab, die in irgendeiner Weise öffentlich in Erscheinung traten, sondern sie wichen eher ins "Exil" nach Europa oder ins Nachbarland Algerien aus.

                    Seit dem Umsturz Anfang 2011 hat sich dies jedoch geändert und es zeichnen sich nun verstärkt religiöse Tendenzen in der von islamischen Parteien dominierten Politik und Gesellschaft ab.

                    Bis 2010 gab es nur wenige Frauen, die strenge, angeblich islamische, Kleidungsvorschriften befolgen und beispielsweise einen Gesichtsschleier tragen, doch in den letzten Jahren ist eine ständige Steigerung ihrer Anzahl festzustellen.
                    Bei den Männern werden zunehmend Vollbärte und Umhänge "afghanischer Art" getragen.

                    Verantwortlich hierfür sind konservative islamische Strömungen, die dem "Salafismus" oder den "Moslembrüdern" angehören. Auf der Straße konfrontiert wird man jedoch meist nicht mit den Salafisten im engeren Sinne (die zwar eine Hinwendung zum Islam, jedoch ohne Gewalt oder politische Einflußnahme wollen) sondern von einer Salafisten-Gruppierung, die oftmals auch als "Jihadisten" bezeichnet wird, oder, im tunesischen Alltag, nach ihrem Erscheinungsbild auch als "Bärtige" bezeichnet wird.(...)"

                    http://www.tunispro.de/tunesien/religion-in-tunesien.htm

                    Ne du...das muss echt nicht sein...Ich würde da vorrangig an meine Tochter denken.

                    Grüße

                    • (11) 29.01.16 - 10:50

                      aber vor 10 Jahren warst du als europäische Frau sowas wie Freiwild.

                      ..............................
                      Daran hat sich nichts geändert...inklusive Hotelpersonal, denen es eigentlich untersagt sein sollte...in jedem Laden, jedem Cafe...derbes Angegrabe vom Allerfeinsten *kotzurbini*

                  Ganz ehrlich:

                  Mach es. Sieh es als Abenteuer, als Wagnis, als Herausforderung. Selbst wenn es aus den üblichen Gründen, dass Männer und Frauen sich auch wieder entlieben können, eines Tages scheitert, was hat man zu verlieren? Und eine Erfahrung mehr, hast Du auf jeden Fall gewonnen. Manche Menschen sind nicht dazu gemacht, nur in Sicherheit zu leben und ihr Leben ständig von Unwägbarkeiten fernzuhalten.

                  Die Chancen, die wir nicht ergriffen haben, sind die, die uns am längsten auf der Seele liegen. Manchmal ein Leben lang.

                  Gott ist mit den Mutigen und er hasst Feiglinge. :-)

                  • (13) 29.01.16 - 10:21

                    Und ihr Kind soll sie dieser Gefahr auch aussetzen? Egal was die TE macht. Die kann soviele Abenteuer machen, wie sie möchte. Jedoch muss sie eine Verantwortung ihrer Tochter gegenüber...

                    Sich in ein Krisengebiet (siehe politische Lage) zu begeben, ohne Geld, ohne Arbeit, ohne Sprachkenntnisse, mit einem Kleinkind... Das ist kein Abenteuer! Das ist absolute Dummheit und FAHRLÄSSIGKEIT!

                    Und von welchen Chancen sprichst du denn hier??

                    • (14) 29.01.16 - 11:25

                      Warum sollen Mütter mit kleinen Kindern nicht auch einmal etwas wagen?

                      Du sollst es ja nicht machen. :-)

                      Man kann sich sicher über das Auswärtige Amt informieren. Aber es bedeutet ja noch nicht, dass einem überall in Tunesien die Kugeln um die Ohren fliegen.

                      • (15) 29.01.16 - 12:17

                        Dann hast du ihren Post nicht richtig gelesen...

                        Etwas "wagen" bedeutet jedoch nicht, dass man blauäugig in ein fremdes Land auswandert, weil man einen Urlaubsflirt hatte und der Mann ihr die Sterne vom Himmel versprochen hat (Viele Frauen, die sowas "gewagt" haben, stehen jetzt nun ohne Geld und mit gebrochenem Herzen da oder noch schlimmer, sie versuchen mit allen Mitteln wieder ihr Kind aus diesem Land zu bekommen, weil der Vater es nicht mehr rausrücken möchte). Diesen Frauen übrigens haben bestimmt auch solche Dummbeutel wie du geraten "Ah tu es doch! Wag es! Sieh es als ein Abenteuer!" #klatsch

                        Ohne finanzielle Rücklagen, ohne Sprachkenntnisse, ohne Jobaussichten... Das hat nichts mit "wagen" zu tun! Das ist einfach nur bescheuert. Zudem in ein Land auszuwandern, wo die Frauenrolle nicht respektiert wird. Und die Krönung: Mit einem kleinen Kind.

                        In Tunesien sind die medizinische Versorgung ja so super. Und die Bildungschancen erst. Ich finde auch, dass man sowas seinen Kinder nicht vorenthalten sollte. Schon gar nicht für einen Mann, den man gerade einmal 3 Wochen live gesehen hat #augen

                        #wolke#wolke

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