Hat das jemand gewagt? Seite: 2

                      • (26) 29.01.16 - 19:16

                        Tja, Dein Dir Auserwählter sollte schon wissen, dass es nicht nur um Euch Zwei geht. Immerhin gibst Du mehr auf als er. Wenn er latent nur wenig Verständnis hinsichtlich der Bedürfnisse Deiner Tochter hat, hat er sicher Augen für Dich aber Du bist eben nicht alleine.

                        Das betrifft nicht Deine Tochte. So kleine Kinder lernen irre schnell. Für sie kònnte es ein kulturell und sprachlich gesehenes Erlebnis werden, von dem sie ein Leben lang zehrt.

                        Dennoch. Sei Dir sicher dass der von Dir als Partner erdachte Mann sich gewiss ist, dass er Mutter mit Kind bekommt und nicht nur eine Solo Frau. Es gibt Männer überall, die geben um den nicht eigenen Nachwuchs nicht viel.

                        Sollte all dies nicht klappen, es gibt Trost...Du bist jung, Du bist schön, Du wirst noch viele Männer kennenlernen, die Dein Herz gewinnen.....

                  (27) 29.01.16 - 17:33

                  . Aber vor dem Gesetz sind Männer und Frauen gleich und auch im Alltag ist es in den Städten so, dass es viel westlicher zugeht als man denkt. @@@

                  Niedlich! In Deutschland ist das auch so. Trotzdem seltsam, dass Frauen noch immer beruflich benachteiligt werden und bis zu 30 % weniger verdienen als die Männer bei gleicher Qualifikation. Dass überwiegend an Frauen der Haushalt und Kindererziehung hängen. Und du glaubst ernsthaft die Gleichberechtigung sei dort in den muslismisch geprägten Köpfen angekommen und die Arbeitswelt wartet auf ein deutsches, christliches Mäuschen ohne Sprachkenntnisse. Immerhin weiß ich jetzt wo "Die Auswanderer" die depperten Kandidaten hernimmt. Die gibt es wirklich.

                  In der Stadt gehen Frauen nachts alleine weg und ich sehe es an seiner Schwester wie er und die Familie tickt@@@

                  Im Moment geht nachts niemand auch nur irgendwohin. Stichwort Ausgangssperre!

                  Und wenn du ein Kind mit ihm hast, gehts auch nicht mehr zurück nach Deutschland. Er muss nämlich schriftlich zustimmen wenn du mit Kind das Land verlassen willst, um Oma und Opa in Deutschland zu besuchen.

            Ja. Die würde ich als sehr instabil beschreiben. Mach das nicht.

      (29) 27.01.16 - 21:32

      Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass Du Deine Tochter unnötig hohen Gefahren für Leib und leben aussetzt und sie zusätzlich noch sehr stark in ihrer zukünftigen Entwicklung einschränken wirst.

      Was ist das denn für ein Plan? In ein fremdes Land zu ziehen, ohne die Sprache zu können, ohne eigenes Einkommen, ohne finanzielle Rücklagen, ohne irgendeine Idee, wie Du in dem Land für Deinen Unterhalt und den Deiner Tochter sorgen kannst. Wie hast Du Dir das vorgestellt? Du steigst ins Flugzeug und steigst dort aus und bist halt da? Die Familie und der Mann kümmern sich schon um Dich?

      Zu der sehr prekären wirtschaftlichen Situation Deiner Existenz dort, kommt noch hinzu, das Tunesien ein sehr unsicheres Land von einem quasi Diktator regiert. Schaust Du keine Nachrichten? Auch solltest Du mal die Stellungnahme des Auswärtigen Amts zur Situation in Tunesien lesen.

      Zu Deiner sehr unsicheren wirtschaftlichen Lage und der angespannten und unberechenbaren Sicherheitslage kommt eben auch noch die kulturelle Situation hinzu. Entgegen Deiner rosaroten Phantasie ist Tunesien, wie die meisten islamisch sozialisierten Staaten ein frauenfeindliches Land und entgegen den Trends der letzten zwei Jahrzehnte findet in eben diesen islamisch geprägten Staaten ein Re-Fundmentalisierung statt. Die prominentesten Beispiele sind die Türkei und Ägypten, aber nach Aussage der bspw. GIZ findet ein solcher Prozess auch in Tunesien unter Ben Ali.

      Wenn Du über eine Übersiedlung nachdenkst, kannst Du ja sicherlich schon sagen welche Schulformen und Abschlüsse in Tunesien möglich sind. Benötigst Du als Deutsche eine Arbeitserlaubnis? Gibt es eine Krankenversicherung, wie wird die bezahlt und wer bezahlt die, wenn Du kein eigenes Einkommen hast? Und und und...

      Und was passiert mit Dir, wenn es wider erwarten doch nicht klappt? Mal angenommen Du wirst schwanger und Dein Freund wird eklig zu Dir (was ja durchaus vorkommen kann). Darfst Du dann so einfach ausreisen mit Deinem Kind? Wer schützt Dich dort? Wer schützt Deine Tochter, wenn die Erziehungsmethoden dort doch ein wenig "härter" ausfallen?

      Alles in allem ist das echt eine Schnapsidee, was für Dich alleine ok wäre, Du bist selbst Schuld, wenn Du mit Anlauf gegen die Wand rennst. Aber Du trägst die Verantwortung für einen kleinen Menschen, der sich eben nicht einer solchen Situation selbst entziehen kann.

      Es ist auch vollkommen egal was Dir der Mann verspricht, erzählt und erklärt, Du musst mit dem schlimmsten Fall leben können, kannst Du das?

      Hak' das ganze ab und such Dir einen Mann hier und Ende. Alles andere ist unverantwortlich Deiner Tochter gegenüber.

        • (30) 27.01.16 - 21:34

          Und gibt es Dir nicht zu denken, dass hier wirklich ausnahmslos alle abraten, das Dir Deine Mutter abrät und Deine Freunde. Gibt es irgendjemanden mit Du darüber gesprochen hast außer dem Tunesier, der Dir zugeraten hat umzuziehen?

          • (31) 27.01.16 - 22:33

            Doch, es gibt mir zu denken und es schockt mich doch etwas wie hart hier alle mit mir ins Gericht gehen. Ich habe viele der Dinge noch nicht wirklich durchdacht. Es war erst eine Idee in der Ferne und jetzt wo es auf die Einschulung zu geht und ich mich bald entscheiden muss und er auch dauernd nach fragt, da bin ich etwas euphorisch in eine Abenteuerstimmung geraten. Auch wenn es viele anders sehen, ich habe mich sicher nicht entschieden es zu tun. Es ist ein Gedanke, ein Wunsch mit ihm zusammen zu sein. Aber da mich bisher die politische Lage abgehalten hat es wirklich ernsthaft zu überlegen, habe ich mir keine tieferen Gedanken dazu gemacht. Das mit dem Job und der Schule für meine Kleine wusste ich dass es schwierig wird. Aber wie das mit Krankenversicherung wird und wie es wäre mit seiner Familie zusammen in einem Haus zu wohnen, das habe ich ich nicht überlegt bzw nicht als problematisch angesehen. Ich habe ja auch etwas gespartes Geld und dachte für den Anfang bis ich etwas finde wäre es in Ordnung. Und seine Familie war sehr gastfreundlich. Die letzten Male wo wir dort waren haben wir auch in ihrem Haus gewohnt und nicht im Hotel und seine Mutter und alle waren wirklich herzlich. Da hätte ich mich überhaupt keine Sorgen gemacht wegen der kulturellen Unterschiede gemacht oder dass es da Schwierigkeiten geben könnte. Aber hier sind einfach alle so negativ. Und es gibt mir zu denken. Ich möchte nicht auf die Schnauze fallen. Aber es erschien mir bisher nicht als so unsicher. Schon als Herausforderung, aber eher als positive Herausforderung. Ich bin mir etwas unsicher inzwischen. Die Antworten haben mich wirklich erschreckt. Meine Freunde sagen zwar ich bin verrückt, ich soll da bleiben weil sie mich vermissen usw. aber sie haben nicht wirklich alles so detailliert angesprochen was es für Probleme geben könnte. Es hat aber auch niemand zugeraten umzuziehen. Ich muss das nochmal mit ihm besprechen. Vielleicht fliege ich zu Ostern für eine Woche alleine hin um das alles persönlich durchzusprechen. Am liebsten wäre es mir er kommt her. Aber er will nicht. Seine Familie und seine Eltern sind ihm so wichtig, er will sie nicht alleine lassen. Und er will nicht alles aufgeben was seine Familie für ihn aufgebaut hat. Und ich will ihn nicht verlieren. Ich weiß nicht was ich tun soll. Seit heute Abend bin ich ziemlich deprimiert und desillusioniert muss ich sagen. Weil ich mir das einfacher und nicht so problematisch vorgestellt habe :-( Und weil alle mir einreden ich würde nicht an meine Tochter denken.

            • Meine Güte es ist ein Urlaubsflirt mit ein bißchen verliebtheit. er umgarnt dich, macht dir schöne Augen und Komplimente und du willst deiner Tochter ein Leben in einem fremden Land ohne die eigene Familie/Freunde zumuten?

              Sorry, aber so doof kann man doch gar nicht sein. Ich bete, dass du das deiner Tochter nicht antust. Wieviele haben es denn schon gemacht, weil es in den Städten ja anders ist als in den ländlichen gegenden und aufeinmal dreht er den Spieß um und das gilt dann auch für deine Tochter. Du kennst ihn ja nicht mal richtig. Ihr habt keinen Alltag zusammen. Deine Tochter wird bald eingeschult und dass willst du ihr in Tunesien zumuten. Du bist ganz schön egoistisch, denn das Wohl deiner Tochter scheint heir gar keine Rolle zu spielen.

              Und was noch schlimmer ist, du schreibst er fragt immer wieder nach, du glaubst nicht wirklich, dass er das aus Liebe tut, oder?

              Ich hoffe du bist entweder ein Fake oder du schaltest mal den Kopf ein #pro.

              (33) 28.01.16 - 09:53

              Einreden will Dir hier keiner was, dass sind einfach Fakten die auf den Tisch kommen. Und so schwer es für Dich zu ertragen scheint, Du handelst komplett gegen die Interessen Deiner Tochter, wenn Du sie mit dort hin nimmst.

              Das die Familie gastfreundlich ist, hat gar nichts damit zu tun, wie es ist, wenn du sozusagen zur Familie gehörst. Ich bin auch mit Arabern aufgewachsen und auch wenn Sie aufgeklärt scheinen, dann ist es immer noch vollkommen normal, wenn Frauen hinten anstehen müssen, die Männer bestimmen, wie das Leben zu laufen hat usw.

              Und wenn es schon höchst problematisch ist mit den Schwiegereltern, die man lange kennt und die aus dem gleichen Kulturkreis kommen unter einem Dach zu leben (siehe dieses Forum hier), wie schwer würde es erst sein, wenn Du dort bist?

              Wenn Du jetzt an Ostern da runter fliegen solltest, was erwartest Du Dir von diesem Gespräch? Selbstverständlich wird er Dir sagen, dass das alles so nicht stimmt, es sicher ist usw. Du erzählst ihm dann von Deinen Bedenken, von den Menschen mit denen Du übers Internet kommuniziert hast, von Deinen Freunden etc. Was kommt dann für eine Antwort? "Du vertraust mir weniger als irgendwelchen fremden Menschen etc..." Das Geld für den Flug könntest Du Dir sparen, da es Dir keinen neuen Erkenntnisgewinn bringen wird.

              Lies Dir die Geschichten bei 1001geschichte.de durch, auch die Einschätzung des Auswärtigen Amtes und auch andere Berichte über das Land, z.B. auf der Seite der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GIZ.

              Als letztes will ich Dir noch drei Fragen mit auf den Weg geben:

              1. Viele Frauen berichten über das Internet, wie schlecht es gelaufen ist. Wie wahrscheinlich ist es, dass es ausgerechnet bei Dir anders laufen sollte?
              2. Warum will man von einem sicheren in ein unsicheres Land umsiedeln?
              3. Was spricht denn, abgesehen von Deiner Verliebtheit, für eine Umsiedlung?

              Nein, genau wie alle Deine Freunde, Deine Mutter und wahrscheinlich viel schwerwiegender, wie alle Dir fremden Menschen aus dem Internet, rate ich Dir mit Nachdruck von Deinem Vorhaben Abstand zu nehmen und eine "Beziehung" zu beenden, die keine Zukunft hat.

              (34) 28.01.16 - 10:03

              Aber er will nicht. Seine Familie und seine Eltern sind ihm so wichtig, er will sie nicht alleine lassen. Und er will nicht alles aufgeben was seine Familie für ihn aufgebaut hat.

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              Aber Du sollst alles aufgeben? Ziemlicher Egoist der Typ.

              Ich finde Deinen Text aber sehr reflektiert, das ist gut. Mit der rosaroten Brille sieht man vieles nicht bzw. will es nicht sehen. Alleine das in der Familie wohnen, unterschätze das nicht, keine Privatssphäre...gar nichts. Schau Dir wirklich mal den Bericht von Vox Die Auswanderer an, den hier jemand gepostet hat mit der FRau in der Türkei. Das wird Dich auch erwarten.
              Viele Stelle sich das dann romantisch vor, wie in D...zusammen in einer schönen Wohnung, Zweisamkeit etc. das kennen die nicht.

              Auch wenn Du das nicht glaubst, wenn du es beenden würdest, hätte er direkt zu Beginn der Saison die nächste am Start und Du wärst vergessen. Er braucht das Ticket nach Deutschland, ob Du das bist oder ne andere. Als Frau mit Kind bist Du eh Dreck in Tunesien und dann noch nicht gläubig?

      (35) 28.01.16 - 00:24

      Tunesien? Nie und nimmer!!!! Und schon dreimal nicht mit einer kleinen Tochter!

      (36) 28.01.16 - 13:40

      Hallo,

      Ich brauchte nur 2 Dinge hören

      - dein Kind ist 5 Jahre
      - Tunesien

      Nein, ich würde definitiv nicht zu ihm ziehen.

      Gruss

(37) 27.01.16 - 18:55

Tunesien?

Dort herrscht z.Z. eine "Bombenstimmung" !!!

Und Deine Tochter wird sich freuen das sie Arabisch lernen darf.
Auch in Tunesien gibt es die Schulpflicht.

Ich darf Dir Versichern, die Nettigkeiten der Familie nehmen ein schnelles Ende, bist Du erst mal Ort.
Nix ist mit alleine vor die Haustür, Du wirst Dich sehr einsam fühlen.

Für Deine Tochter wird es zum Anfang alles wie ein großes Abenteuer sein... Bis sie die Realität des 1. Schultag eingeholt hat.

Eine Userin schrieb über die Alternative nach Südspanien zu gehen.
Pustekuchen. Dein Freund wird weder Visum noch Arbeitserlaubnis bekommen.
Wem gehört der Laden? Bestimmt der Familie und Dein Freund ist auch nur eine Art Angestellter, wie seine Schwester.

Ich denke eher die deutschen Papiere sind das Ziel und die Heirat mit Dir.

Sei nicht so blauäugig. Mache Dich schlau. Tipps hast Du schon bekommen.

Du darfst selbstverständlich in Dein Unglück rennen. Das steht Dir frei.

Aber Deine Tochter hat ein Recht auf Schutz. Den willst Du ihr sehendes Auge verwehren.

Und wenn Du Dich fragst, woher ich meine Weisheiten beziehe, hier die Antwort:

Selbst viele Jahre im Orient gelebt und jetzt schon 13 Jahre auf den Canaren.

  • (38) 27.01.16 - 19:24

    Mir wäre es auch lieber wenn er her kommen würde und ich dann mit ihm und meiner Tochter alle Ferien bei seiner Familie verbringen würde. Das wäre meine Wunschvorstellung gewesen. Aber er will nicht. Er sagt in Tunesien ist er nicht arm, verdient gut Geld und seine Familie ist ihm wichtig und seien Eltern sind alt, die will er nicht alleine lassen. Hier würde er keine Arbeit finden und er würde sich nicht wohl fühlen und er kann so gut deutsch.

    • "Er sagt in Tunesien ist er nicht arm, verdient gut Geld und seine Familie ist ihm wichtig "

      Das sagt doch schon alles, wach endlich auf! Seine Familie ist ihm wichtig, du sollst zu ihm kommen. Es geht nur um ihn, deine Bedürfnisse blendet er aus und du aufgrund deiner Verliebtheit auch, so blind kann man doch gar nicht sein #klatsch

(40) 27.01.16 - 16:10

ich glaub ganz entscheidend wären hier mal ein paar weitere infos nötig.

wie alt seid ihr?
um welches land geht es?

was macht der mann in diesem land?
hat er einen job, was verdient er, wie willst du deinen lebensunterhalt bestreiten?

was ist mit dem leiblichen vater deines kindes?

  • (41) 27.01.16 - 16:43

    Ich bin 25 und er ist 32. Er wohnt in Tunesien und hat einen eigenen Laden zusammen mit seiner Familie. Ich weiß nicht was er verdient, das habe ich ihn nicht gefragt. Ich würde den Vater fragen wenn ich wüsste wo er gerade wohnt, aber wir haben keinen Kontakt. Ich denke nicht, dass er etwas dagegen hätte, so egal wie ihm seine Tochter ist. :-(

    • (42) 27.01.16 - 18:12

      >>>Er wohnt in Tunesien und hat einen eigenen Laden zusammen mit seiner Familie.<<<

      "Hat" er einen Laden oder arbeitet er für kleines Geld im Laden seiner Eltern?

      • (43) 27.01.16 - 19:14

        Der Laden gehört der Familie und es arbeiten auch alle mit. Wie die genauen Verhältnisse sind weiß ich nicht. So genau habe ich nicht gefragt. Aber er ist nicht arm und rückschrittlich wie viele Menschen auf dem Land. In der Stadt ist es ganz anders.

(44) 27.01.16 - 16:10

Wenn du kein Kind hättest, würde ich sagen: "Na, in Gottes Namen, dann probier's halt." So finde ich es - gelinde gesagt - grob fahrlässig. Mal ganz abgesehen davon, ob es rechtlich überhaupt möglich ist, dass du ohne Zustimmung des Kindsvaters die Kleine mitnimmst.

Außerdem, SO groß kann die Liebe deines Freundes nicht sein, wenn es für ihn nicht zur Debatte steht, in ein anderes Land zu ziehen. Und sorry, SO hässlich ist es in Deutschland nun wieder nicht. Das Land ist sicher wie kaum ein anderes, hat ein fast perfektes Sozialsystem, kaum Arbeitslosigkeit - zumindest in weiten Landesteilen, Demokratie, ein Recht auf Selbstbestimmung, etc. Und das Wetter? Nun, mir wäre ein kalter Winter mit Schnee unersetzlich. Unter allen warmen Urlaubsländern, die mir einfallen, gibt es keins, das in Punkto Lebensbedingungen auch nur in etwa annähernd an Deutschland herankann. Denke auch an ärztliche Versorgung, kostenlose Bildung, Studium, etc. für dein Kind. Daran, was du dem armen Kind durch Trennung von Freunden, Oma, etc. UND fremde Sprache etc. antust, möchte ich gar nicht denken.

Und der Typ? Ägypten? Türkei? Woher? Er nimmt sich jetzt schon raus, dich zu manipulieren, Forderungen zu stellen, ohne auch nur einen mm auf dich zu zugehen. Könnte er euch überhaupt ernähren, wenn du keine Arbeit findest bzw. keine, mit der du dich und dein Kind durchbringst? Zu welchem Preis? Du bist dann in einem Land, in dem du die Sprache nicht sprichst, kaum eigenes Geld verdienst, in den Fängen eines Mannes und wahrscheinlich noch seiner Familie. Herzlichen Glückwunsch. Wie gesagt: Ohne Kind, deine Sache. Mit Kind, no go.

  • "Mal ganz abgesehen davon, ob es rechtlich überhaupt möglich ist, dass du ohne Zustimmung des Kindsvaters die Kleine mitnimmst."

    Wo liest du heraus, dass dies der Fall wäre?

    • Ähm, ich lese, dass sie ein Kind hat. Und sie schreibt, dass sie das Kind mitnehmen will ins Ausland (Stichwort: "aus allem rausreißen, alles neu lernen, ..."). Ich habe es durchaus so verstanden, dass sie ein Kind hat, das sie mit ins Ausland nehmen würde.

      Und nun stellt sich - je nach rechtlicher Stellung des Kindsvaters - die Frage, ob sie die Zustimmung des Kindsvaters dazu braucht. Ich kenn mich zum Glück mit der Rechtsprechung im Scheidungsfall nicht so aus, aber ich weiß dennoch, dass es ein sog. "Aufenthaltsbestimmungsrecht" gibt und dass es gar nicht so unüblich ist, dass der andere Elternteil ein Wörtchen mitzureden hat, wenn das Kind weit weg ziehen soll (sogar innerhalb Deutschlands, ins Ausland umso mehr). Und ich persönlich (als Vater jetzt) würde auf die Barrikaden gehen, wenn meine Ex meine Tochter (oder Sohn, aber bei Mädchen ists noch etwas schlimmer, weil in vielen, vielen Ländern keine solche Gleichberechtigung ist wie bei uns) mit ins Ausland nehmen würde, ohne Job, ohne Sprachkenntnisse, in die Fänge eines Mannes. Ich würd kämpfen bis zum Umfallen. Das MUSS bei ihr nicht sein, aber es KÖNNTE sein. Und ich finde das so abwegig grad nicht.

      • Warum stellt sich die Frage?

        Natürlich braucht sie die Zustimmung. Das muss niemand in Frage stellen.

        Das sollte sie selbstverständlich nicht vergessen.

        Ihr aber hier zu unterstellen (und das tust du mit deiner Formulierung), dass sie seine Zustimmung gar nicht erst einholen wird (vielleicht würde er ja zustimmen, das wissen wir nicht), ist eine Frechheit.

        • Ähm, nö, so hatte ich das nicht gemeint. Ich meinte, dass es rechtliche Konstellationen gibt, wo die Zustimmung nötig ist und solche, wo nicht. Ich wollte nichts unterstellen, nur zu bedenken geben, dass sie es vielleicht gar nicht entscheiden KANN.

          Wenn der Vater tot ist oder unbekannt, dann kann sie rein rechtlich tun und lassen, was sie will. Vielleicht gibt es auch noch andere Konstellationen, wie gesagt, ich kenn mich nicht aus. Ich wollte nur anmerken, dass es evtl. auch auf die Zustimmung des Vaters ankommt.

          Nochmal für dich zum Mitschreiben: Nein, für mich Ahnungslose ist es nicht selbstverständlich, dass sie die Zustimmung braucht. Wenn der Vater tot oder unbekannt ist, sowieso nicht. Logisch, oder? Und mit der Rechtslage von anderen Alleinerziehenden kenne ich mich nicht so aus. Ich dachte wirklich, dass es Konstellationen gibt, wo der Elternteil, bei dem das Kind gibt, den Aufenthalt allein bestimmen darf - z.B. wenn der Vater (oder die Mutter) kein Umgangsrecht hat. Ich habe mich nicht damit befasst, weil es mich nicht betrifft. ES war somit keine Frechheit sondern eigentlich eher nett gemeint, im Sinn von: Weiß nicht, ob es bei euch so ist, aber könnte ja sein, dass es euch Probleme macht.

          Dass sie es "am Vater vorbei" machen könnte, wär mir ehrlich nicht eingefallen. Auch hier hab ich keine Erfahrung, aber ich denke, dass einiger Papierkram ansteht, wenn man längerfristig ins Nicht-EU-Ausland ziehen möchte (Stichwort: Visum, Krankenversicherung, Steuerpflicht, Schulpflicht des Kindes, etc.). Dass man das nicht am Vater vorbeimachen kann, war für mich logisch.

(50) 27.01.16 - 16:47

Was sollen diese Vorurteile? Wenn er sagen würde er will zu mir nach Deutschland kommen, dann würdest du sagen er ist ein Schmarotzer und will sich hier nur eine Aufenthaltsgenehmigung holen. So ist es aber nicht. Er hat ein gutes Leben dort und ich habe bei den letzten Besuchen auch seine Familie kennen gelernt. Alles sehr herzliche Menschen. Und um ehrlich zu sein, als dunkelhaariger Mann mit südländischem Aussehen, hätte ich auch keine Lust nach Deutschland zu ziehen!!! Deine Unterstellungen sind eine Frechheit!

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