Nach 14Jahren vor dem aus...

    • (1) 30.01.16 - 10:00
      anonym1234

      Hallo
      Ich hoffe, ich kann auch hier,anstatt im forum trennung schreiben,mich kennen hier einige, möchte lieber anonym bleiben

      Tja,wie fang ich an,mir mal alles von der seele zu schreiben?
      Am Montag ist mein "partner" auto waschen gefahren und kam nicht zurück. Wir haben abends telefoniert wo er mir sagte,das er mich nicht mehr liebt, er kann einfach nicht mehr.
      Am nächsten morgen kam er,zum reden.Er konnte allerdings nicht viel sagen, er weiss nicht warum er so fühlt und denkt, wie er es grade tut, er fühlt nur noch leere,alle menschen (außer unseren 3 kindern) sind im scheiß egal.
      Ich habe gesagt,das ich ihm liebe er soll gehen,sich gedanken machen,schauen ob er nicht nur verdrängt...donnerstag kam dann eine nachricht "ich möchte nicht mehr,ich komme nicht zurück".
      Gestern war er hier,da er ohne Geld und mit nur wenig sachen gegangen ist und was holen wollte.
      Ich,da ich nicht aufgeben will,habe mich raus geputzt (nicht übertrieben,aber so, das ich mich stärker fühle und dies dann auch ausstrahle),dann haben wir geredet,sachlich (ich raste eig.sehr schnell aus) aber das ich ruhig blieb,hat ihn ganz schön gewundert,wie er mir mitteilte,das war auch mein plan,denn ich will mich ändern,an mir arbeiten.

      Es ist sehr viel falsch gelaufen Ich habe nur noch für unseren gemeinsamen kinder gelebt, als ich nach unseren 2kind eine fehlgeburt erlitt,ging es mir schlecht,als dann die neue schwangerschaft kam,immer schlechter.
      Ich habe ihn garnicht wahr genommen, bin auf seine bedürfnisse nicht eingegangen,im gegenteil,egal was er wollte,ich wollte das gegenteil,auch wenn es um ihn ging,Ich habe ihn nicht selbst entscheiden lassen.
      Freiraum habe ich ihn nie gewährt,wenn er mal weg war,dann gab es anschließend riesen theater,weil er nicht dann zuhause war,wann ich das wollte.
      Wir haben in dem bundesland gelebt,wo er aufwuchs,wo er sich zuhause,geborgen fühlte und ich hab ihn vor die wahl gestellt,entweder kommst du mit dahin wo ich das will,oder ich gehe mit den kids alleine...habe nich gesehen,wie weh ich ihm damit tu.
      Dann,im neuen zuhause eingelebt,hat er das erste mal arbeit gefunden,die ihm wirklich gefällt,die kollegen,das er geschätzt wird als mensch,als arbeiter und nicht als irgendeine nummer..da er aber oft über 12 srd gearbeitet hat,hab ich ihn aich hier wieder vor die wahl gestellt...entweder diese arbeit,oder die familie.
      Ihm war von anfang an klar,die arbeit nicht aufzugeben,gesagt hat er es nicht,aber ab dem zeitpunkt,ging alles bergab.
      Weihnachten sagte er dann meiner mutter das es wohl auf eine trennung hinaus liefe,er kann das nicht mehr,seine nerven liegen blank,das ständige geschrei wegen kleinigkeiten,das ich meine, das er keinen eigenen entscheidungswillen hat,er will endlich er selbst sein.
      Ihr seht,ich Hab viel falsch gemacht und geschafft,einen mann mein mann, zu behandeln,wie ein kind.
      Mir ist das alles bewusst geworden,ich schäme mich zutiefst dafür, kann es nicht mehr rückgängig machen, nur, mich ändern,für mich,für ihn,für die kinder, für alle
      Meine Frage an euch, meint ihr,es lohnt sich, zu kämpfen?
      Kann er jemals das was ich gemacht habe verzeihen,das vertrauen aufbringen,das ich so nicht mehr sein will?
      Und wie soll er das können, wenn ich das warum nicht beantworten kann?
      Kann man gefühle,die weg sind,oder weg gedacht werden weil es so einfacher ist,wieder holen?
      Wenn ja,wie?
      Was soll,was muss ich nun tun?

      Im dezember war er ne woche weg,er meinte,da seien noch gefühle da gewesen, deswegen kann ich nicht glauben,das alles vorbei ist.
      Ich habe mir gedacht,soweit Ich momentan denken kann, Ich zeige ihm,das ich mich änder,das ich wieder soviel freude in mir haben kann,wie früher, das ich anders sein kann,als jetzt,klar dafür muss ich erstmal wieder lernen,an mich zu denken, für mich etwas zutun.
      Ich will ihn auf garkeinen fall bedrängen,immerzu fragen was in ihm nun vorgeht,sondern mein wirkliches interesse an ihm zeigen,fragen wie es ihm geht,wie die arbeit war etc pp.
      Macht das Sinn,wie seht ihr meine chancen?

      Erschwerend kommt natürlich hinzu,das wir ein gemeinsames haus haben,kinder haben.
      Mal eben so wochenlanges kein kontakt,ist nicht möglich. Im gegenteil,er überlegt,ins gästezimmer zu ziehen,momentan ist er bei seiner schwester,hochschwanger,kleine wohnung, da kann er nicht auf dauer bleiben.
      Eigentlich,war dies mein vorschlag,denn gestern war ich mir sicher, das dies mir helfen könnte, das er sieht das ich mich änder..heute seh ich das zwar immer noch so,aber auch ist mir bewusst geworden, das, egal was er tut,wohin er geht,mich nichts mehr angeht..halt ich das auf dauer aus?
      Kann ich stark sein, meine gefühle unterdrücken ihm zeigen,das ich die starke frau bin,die ich damals war?

      Sorry für den langen text,vielleicht hat ihn ja jemand bis zum ende gelesen,und mag mir seine meinung sagen

      Lg

      • Deine Einsicht kommt spät, aber jetzt bist du auf dem richtigen Weg.

        biete ihm an, ins Gästezimmer zu ziehen.

        Sei nett zu ihm, aber bedränge ihn nicht.

        #klee

        (3) 30.01.16 - 10:52
        Versuch einer Antwort

        Hallo,

        oh je, ich finde dein Verhalten schon heftig. Du hast ihn ja systematisch erpresst und unterdrückt. Und deine Antwort, dass du dich ändern möchtest, nehme ich dir auch ab - allerdings hat es für mich den Beigeschmack, dass du das nur möchtest, damit du nicht alleine bist. Wie gesagt "Beigeschmack"...
        Dennoch glaube ich, dass du, um eine wirkliche Änderung dauerhaft zu schaffen, du eine Motivation brauchst, die auch dir persönlich gilt, dass du dich nicht nur ihm zuliebe änderst und den Kindern.

        Und das wäre mein Ansatzpunkt: um dein Leben glücklicher zu gestalten, würde ich - auch wenn es weh tut und schwer fällt - ihn in Ruhe lassen. Ich würde mich (soweit es der Alltag zulässt) zurückziehen und evtl. mit Unterstützung bei mir aufräumen. Nutze die Chance und die Zeit!

        viel Glück

        • (4) 30.01.16 - 11:11

          Danke für deine antwort.
          Aber nein, ich will mich nicht ändern um nich allein zu sein, sondern weil mein verhalten falsch ist, so benimmt man sich nicht, nicht seinen partner,nicht dem vater seiner kinder,keinen menschen gegenüber.ich will so nicht mehr sein!

      Versuche mal die Perspektive zu wechseln, wenn dir 14 Jahre lang jemand das Leben zur Hölle gemacht hätte, nicht nur mit seinem Verhalten, sondern auch mit seinem Charakter, wie lange müsste derjenige sein geändertes Verhalten durchhalten können, bis du ansatzweise daran glauben könntest, dass die Änderung von Dauer ist?
      Und selbst dann, möchtest du das Risiko nochmals eingehen? 14 Jahre Hölle wiegen schwer.

      Ja ändere dich, dir zuliebe, den Kindern zuliebe, aber habe die Grösse zuzugeben, dass du große Fehler gemacht hast und trage die Konsequenzen. Wenn deine Änderungen nachhaltig sind bekommst du bestimmt eines Tages in einer neuen Beziehung das zu beweisen

      • (6) 30.01.16 - 12:06

        Danke dir für deine antwort.
        Ich habe mir seit tagen gedanken gemacht,was wäre, wenn ich so behandelt worden wäre....ich könnte es nicht verzeihen,Ich hätte das nicht solange ausgehalten (es waren nicht 14j schlecht) denke angefangen hat es, so vor 8...aber auch das sind 8 jahre zuviel....
        Ich bin mir dessen wie ich zu ihm wahr so verdammt bewusst,das es richtig weh tut,ich könnt mich ohrfeigen,für das was ich gemacht habe,ich fühl mich momentan wie das allerletzte....ich denke,bevor ich annährend eine chance habe,das er mir das verzeiht,oder zumindest den mut aufbringt,zu versuchen zu verzeihen,muss ich erstmal selbst damit klar kommen,was ich falsch gemacht habe und die frage warum beantworten.

        • Hättest du tatsächlich auch nur ansatzweise verstanden, was du getan hast, dann hättest du den Anstand NICHT um ihn zuu kämpfen, sondern du hättest die Grösse ihn ziehen zu lassen, ihm die Chance zu geben sein Glück zu finden ohne dich.
          Entschuldige die harten Worte, aber du demontierst mit deinem Handeln in meinen Augen absolut alles was du behauptest erkannt zu haben und ändern zu wollen.

          Morgen.

          Ich stimme Bambuswald voll zu. Lass ihn gehen, nur so könnt ihr beide feststellen, ob es noch Sinn macht. Er möchte bitte nicht in das Gästzimmer ziehen, denn so steht er trotzdem unter Druck sowie auch du. Der Abstand wäre hier das Beste.

          Ich habe 18 Jahre in solch einem Leben festgehangen (mit noch einigen heftigeren Sachen dazu). Ich habe den Schlussstrich gezogen, bevor ich ganz kaputt gegangen bin. Meinem damaligen Mann (jetzt Ex), hat es den Boden unter den Füßen weggerissen. Er war sich seiner Sache so sicher, dass ich nicht gehe. Dieser Schritt war für mich auch nicht einfach, jedoch sage ich jetzt, das war das Beste, was ich machen konnte. Somit hat sich für mich eine neue Tür geöffnet. Für meinen Ex zwar erst ziemlich spät, aber ich hoffe, ihm geht es jetzt auch besser.

          Ich will damit sagen, dass ich nicht glaube, dass du dich so ändern kannst, dass beide Parteien zufrieden sind. Du bist jetzt so verletzt, weil er es jetzt umsetzt, sein Leben führen zu wollen, wie er es möchte. Daher lass ihn ziehen. Für dich, wenn du es richtig angehst, wird sich damit vielleicht auch eine neue Tür öffnen. Ich weiß ja nicht, wie alt eure Kinder sind, aber ich denke mal, je älter sie werden wird dir bewusster, dass du nur für sie gelebt hast. Das ist die Angst dann, vor dem Alleinsein, deshalb klammerst du an dein (Ex)-Partner.

          Alles Gute.

          LG

          • (9) 01.02.16 - 10:37

            Die Kids sind 10,3 und 8monate,also bis ich allein bin,dauert es.
            Ich bin nicht verletzt weil er sein Leben nun leben will, wie er es sich vorstellt, sondern momentan nagt eher an mir,das mir bewusst geworden ist,was Ich ihm angetan habe. Und nur daran, an meinem verhalten, möchte ich derzeit was ändern,nicht ihn zurück gewinnen,sondern mich erkunden,warum wieso ich so war.
            Was sich daraus entwickelt wird sich dann zeigen

      (10) 30.01.16 - 19:49

      Ich unterschreibe voll und ganz dass diese 14 Jahre teilweise eine richtige Farce gewesen sein müssen.

      Aber man darf zum einen nicht vergessen, dass diese 14 Jahre sicher auch die ein oder andere schöne Phasen hatten!

      Zum anderen war der Partner nicht 14 Jahre geknebelt und gefesselt im Keller!!
      Es stand ihm jederzeit frei die Situation auch selbst zu verändern!!

      Das die TE sehr Herrisch ist und ihn unterdrückt hat ist richtig ja! Und das hat sie selbst - wenn auch zu spät - auch begriffen!

      Aber sie als letzten Menschen, der für andere die Hölle ist darzustellen ist schon übertrieben. Also man sollte vielleicht schon bei den Fakten bleiben!

      • (11) 31.01.16 - 06:47

        Ich habe nach ehrlichen Meinungen gefragt, da muss ich natürlich auch mit rechnen, das nicht nur gesagt wird "ich hab noch ne Chance" oder "nein den bekommst nicht mehr wieder" Ich war scheiße zu ihm, steh dazu und verstehe jeden, der nur böse Worte für mich übrig hat, allein schon, weil ich selbst momentan kein Stück anders über mich denke.

        Aber ICH weiss, das ich auch anders kann und auch ER weiss das, sonst wären wir nicht solang zusammen geblieben und genau da werd ich ansetzen, ich muss wieder so werden wie früher, nicht wegen ihm,nur, das ich mich selbst wieder sehen kann,alles weitere wird die Zeit dann zeigen.

Uui, da ist aber viel passiert.

Zunächst einmal, du hast erkannt, was du falsch gemacht hast und möchtest dich ändern.
Das wird sehr schwer werden und ich bin mir nicht sicher, ob du das ohne Hilfe hin bekommst. Suche dir Hilfe!

Das gemeinsame Wohnen im gleich Haus stelle ich mir schwierig vor unter diesen Umständen. Vielleicht wäre es erstmal besser, sich räumlich Abstand zu geben.

Ich denke, es lohnt sich auf jeden Fall zu kämpfen.

Ich wünsche dir/euch viel Glück.

  • (13) 30.01.16 - 12:09

    Danke für deine antwort.

    Ich habe nicht vor,das allein zu machen,ich werd gleich nächste woche beginnen,mir hilfe zu holen.
    Soweit war ich schonmal.in der letzten schwangerschaft war ich dort (vor 9mon) nur zu einem gespräch,aber,mir ging es besser,wusste aber das es mit ein gespräch nicht getan ist.
    Dann kam die kleine,der umzug,das haus,alles neu und ich hab es immer wieder verschoben

    Aber nun geht es los.

Ein Verhalten über Jahre hinweg ist meiner Meinung nach im Charakter desjenigen begründet.
Du scheinst ein dominanter, egoistischer Mensch zu sein, zumindest in einer Beziehung.
Erfahrungsgemäß gibt man sich also Mühe, jetzt anders zu sein und das geht maximal ein paar Wochen gut.

Aber man kann sein Wesen nicht dauerhaft um 180 Grad drehen, das geht einfach nicht.

Ich gebe bruchetta vollkommen Recht.

Du bist von Anfang an so bestimmend gewesen. Hast es 14 Jahre so durchgezogen und er hat es sich gefallen lassen. Das klingt schon wirklich furchtbar für ihn - wobei ich deinen Mut bewundere, es so zuzugeben, und ich kann mir vorstellen, dass es auch für dich schmerzhaft ist, es so schwarz auf weiß zu lesen.

Aber ich glaube auch nicht daran, dass jemand sein Wesen komplett ändert. Wäres es die ersten Jahre bei euch anders gewesen und es hätten sich mit den Jahren solche Unarten eingeschlichen, würde ich auch eine Paartherapie anstreben und schauen, ob man sich nicht dem Urzustand wieder annähern kann.

Du hast systematisch gegen deinen Mann gearbeitet, hast Dinge von ihm verlangt obwohl du wusstest, er ist so zurzeit glücklich, hast deine Belange immer vor seine gestellt und nie eine Änderung angestrebt, weil du Mitgefühl mit deinem Mann hattest. Das ist m. E. so weit weg von Liebe und Achtung zu deinem Mann, dass ich dir an seiner Stelle jetzt auch nicht glauben würde. Du hast ihn 14 Jahre nicht als Mensch auf Augenhöhe betrachtet, da müsste er schon sehr verzweifelt sein, um an einen Neuanfang zu glauben. Wenn jetzt eine Frau daher kommt, die ihn tröstet, ihn ernst nimmt, ihn als Mann wahrnimmt ohne etwas von ihm dafür zu verlangen, dann gibt es nie und nimmer ein zurück.

Viel Glück, dass ihr eine vernünftige Lösung für euch alle findet. Ich fände es sinnvoll, trotzdem eine Therapie zu machen. Ich weiß ja nicht, wie du mit den Kindern umgehst. Ist es generell deine Art, Schwächere überzubügeln und ihnen deinen Willen aufzudrücken, wenn sie sich nicht wehren? Das wäre nicht gut für die Kinder.

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