Alkohol und Schwangerschaft

    • (1) 30.01.16 - 20:48
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      Hallo und guten Abend,

      Wo hier gerade das Thema Alkohol diskutiert wird, möchte ich Euch etwas fragen.
      Passt eigentlich nicht hier her aber ich möchte anonym bleiben, da es ein Thema ist wo die öffentliche Meinung ganz klar ist.
      Ich fange mal an.
      Als ich zum ersten Mal schwanger war, hab ich davon in der 10. Woche erfahren.

      Vorher hatte ich schon Geburtstag und Silvester gefeiert und ordentlich getrunken.

      Danach hab ich auf harte Sachen verzichtet und nur noch ab und an ein Glas Wein zum Essen getrunken.

      Auch in der zweiten Schwangerschaft hab ich nicht komplett auf Alkohol verzichtet.
      Mein Frauenarzt meinte dass man zu absoluter Abstinenz such nur deshalb rät weil man die genaue Dosis die schädlich ist nicht kennt.

      Aber wissenschaftliche Untersuchungen zeigen ein fetales Alkoholsyndrom wohl nur bei Kindern deren Mütter viele harte Sachen getrunken haben und zwar regelmäßig.

      Und er meinte da viele auch nicht bei einem Glas bleiben, wird offiziell lieber dazu geraten gar nichts zu trinken.

      Ich habe damals beim ersten Kind nicht in D gelebt und dort waren die Ansichten über Alkohol in der Schwangerschaft auch nicht so streng.
      Ansicht nach Deutschland zurück bin war ich doch etwas überrascht wie genau man es hier nimmt: kein Wein im Essen, keine Weincreme, nicht mal ein Mon cherie ist hier erlaubt .
      Dazu noch die ganzen Lebensmittel, die man auch nicht essen soll.

      Ich denke das verunsichert viele...eine Freundin von mir war nicht mal sicher ob die Salami Pizza essen darf....wie habt ihr es gemacht?

      • Ich habe später eigentlich schon das gegessen was ich wollte.

        Aber 0 Alkohol, 0 Nikotin, seit ich es wusste (5+3SSW),

        Als ich in Frankreich war habe ich auf Austern verzichtet.
        Allerdings habe ich dort einen Bekannten und der sagte, ein Gläschen Cidre sei dort auch nicht so verpöhnt. Das machen die Frauen dort ab und an aber es sei normal.
        Er war auch ein wenig verwundert darüber, das ich sogar auf den Koffeingehalt geachtet habe ;D

        Aber ich werde zukünftig jeder Frau absolut von Alkohol und Nikotin abraten.

        Also ich hab kein Verständnis wenn man bewusst das Risiko eingeht seinem ungeborenen Kind zu schaden #contra
        Ich habe in der Schwangerschaft selbstverständlich auf Alkohol verzichtet. So schwer kann das ja ein paar Monate auch nicht sein #aerger

        Ich hab in beiden Schwangerschaften nichts getrunken. Wein in Soße ist ok. Verkocht ja. Ich hätte es mir nie verziehen wenn was mit den Kindern gewesen wäre.

        Fand es auch nicht schlimm die paar Monate drauf zu verzichten.

      Sorry hab ich wirklich 0,0 Verständnis für. Ich trinke gerne ein Glas Wein und dazu stehe ich auch. ABER in der Schwangerschaft war das absolut tabu für mich. Kein kleiner Schluck zu Silvester und auch nicht zu meinem 30 Geburtstag. Nicht mal gekocht habe ich in der Zeit mit Alkohol. Und ja auch an die ganzen verbote vom Essen habe ich mich gehalten.

      Ich hatte keine leichte Schwangerschaft und bin so dankbar das unser Schatz gesund ist. Wir haben beide so dafür gekämpft. Ich kann wirklich nicht verstehen wie man das Leben und die Gesundheit seines ungeborenen Kindes so leichtfertig aufs Spiel setzen kann #contra

      Zu einer Schwangerschaft gehören weder Alkohol noch Zigaretten oder andere Drogen. Wer sich keine 9 Monate zurücknehmen kann und verzichtet sollte lieber erst gar nicht schwanger werden, sorry meine Meinung.

    (9) 30.01.16 - 21:59

    Ich verzichte komplett, aber ich glaube nicht das ab und zu ein Glas Wein besonders schädlich ist.

    In südlichen Ländern ist es üblich, und es scheint ja nicht zu schaden. Aber da man nichts genaue weiß wie es sich auswirkt gehe ich lieber auf Nummer sicher.

    Ich war da ziemlich entspannt was das essen angeht. Alkohol und Zigaretten hatte ich so ab woche 5 oder 6 sowieso nicht im Umkreis von 2km ertragen und zwar bis ende letztes Trimester.

    Bei beiden hatte ich in den letzten Schwangerschaftswochen bei Gelegentheiten etwas Wein getrunken. Bei der Hochzeit eines Kollegen sowie an einem Geburtstag. Das fand und finde ich vollkommen vertretbar.

    Ich war und bin relativ streng, was Toxoplasmose und Listerien angeht.

    Das heißt, ich brate mir Lamm, Schwein vor allem und auch Rind bis nahezu Schuhsohle.

    Esse keine Salami, keinen rohen Lachs, keinen Prosciutto und verzichte auf meinen geliebten Weich- und Schimmelkäse.

    Auch keinen Alkohol.

    Wenn Gäste eine Sauce mit Alkohol bekommen, gab es für mich immer eine ohne.

    Abgeschmeckt habe ich allerdings.

    Ich halte jetzt einige Gläser über die ganze Schwangerschaft verteilt für nicht hochdramatisch, zumal das in anderen Ländern ja etwas lascher gehandhabt wird.

    Ich brauche das allerdings nicht und gehe lieber so wenig Risiken wie möglich ein.

    Was andere in ihrer Schwangerschaft machen, ist mir egal. Es ist ja nicht mein Baby.

    Ich selbst verzichte komplett auf Alkohol, ob als Getränk oder in Speisen. Alkohol KANN (muss aber nicht) beim Kind erhebliche Schäden verursachen, auch ADHS. Dieses Risiko will ich einfach nicht eingehen und ich könnte es mir nie verzeihen, wenn ich Schuld wäre an seiner alkoholbedingten Erkrankung.

    Als Mutter habe ich die Aufgabe, mich um mein Kind zu kümmern und es zu beschützen. Wenn ich Alkohol trinke, obwohl ich die Risiken kenne, sollte ich mich fragen, ob ich meine Prioritäten richtig setze. Ich liebe Tiramisu und Rotweinsauce und trinke gern mal Baileys, aber ich weiß ja, dass ich nicht ewig darauf verzichten muss.

    baby0116

    SSW 40+3

    Mutter sein fängt nicht erst mit der Geburt eines Kindes an. Wir können uns aussuchen was wir trinken und essen, das Baby leider nicht, daher kann ich so eine 'passiert schon nichts'-Einstellung absolut nicht nachvollziehen.

    Ich hab vor meiner Schwangerschaft auch gerne mal was getrunken und auch mal etwas mehr aber ich hatte absolut keine Probleme damit es nicht mehr zu tun (bis heute - knapp 10 Monate danach da ich noch stille). Ich habe auf sehr viel verzichtet um sicher zu gehen dass es meinem Baby gut geht (ich liebe Sushi - das war glaub ich das Schlimmste für mich) aber ich würde es immer wieder so machen denn mein Baby ist auf meine Vernunft angewiesen und es sollte für eine Mutter doch möglich sein mal 9 Monate kein Glas Wein zu trinken.
    Und ich verdanke meinem Sohn auch das mein Mann und ich nun rauchfrei sind.

    (14) 31.01.16 - 09:58

    Ich finde es verantwortungslos in der SS oder aber auch wenn man stillt Alkohol zu trinken.

    Da ist es egal ob es Wein, Sekt oder Schnaps ist.

    Es ist bewiesen das sogar kleinste Mengen, beim ungeborenen Hirnschäden verursachen können.

    Da kam sogar vor ein paar Wochen eine Reportage was es alles für Schäden geben kann.

    Es ist doch net schwer mal 9 Monate auf den Alkohol zu verzichten.

    LG

    Hallo!

    Eine Bekannte von mir hat ein Pflegekind, dessen mutter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken hatte. Nicht übermässig viel nach ihrer Aussage, aber schon so 2x im Monat. Die Schäden waren dennoch massiv, daher hat sie den Jungen schon im Babyalter abgegeben, damit sich eine Pflegefamilie drum kümmert.

    Er wird niemals alleine zurecht kommen, das ist jetzt schon klar, obwohl er erst in der Grundschule ist, und man sieht auch, dass etwas nicht stimmt. Massive Probleme beim Lernen, was er heute kann kann in einer Woche wieder vergessen sein, überaus aufbrausend und neigt dazu, zu schlagen, wenn er nicht weiter weiß - und das ist oft der Fall. Wenn er nicht lebenslang engmaschig betreut wird dann führt sein Weg geradewegs ins Gefängnis. An sowas wie einen normalen Job ist gar nicht zu denken.

    Ich finde diese Schäden einfach so weitreichend, dass der Gedanke nur für den eigenen Genuss zu trinken sich damit total verbietet. Ich kann doch nicht das Leben meines Kindes vollkommen vernichten, nur damit ich mal nen Wein trinken kann.

    Ja, die schädliche Menge ist nicht genau bekannt, aber es besteht der Verdacht dass schon geringe Mengen in einer sensiblen Phase fatale auswirkungen haben können.

    Wer solche Risiken eingeht liebt sein Kind einfach nicht genug.

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