Warum kann ich mich nicht ändern?

    • (1) 03.02.16 - 11:28

      Hallo ihr lieben.

      Es geht um meine Beziehung wir sind beide 25 haben 2 Kinder (1 ist aus meiner vorigen Beziehung) sind seit knapp 6 Jahren zusammen.

      Seit ca 2 Jahren Zweifel ich enorm an mir selbst. Ich bezweifle seine liebe, seine Ehrlichkeit einfach alles obwohl er alles tut um mir das Gegenteil zu beweisen!

      Ich nerve ihn teilweise den ganzen Abend über Stunden mit sinnlosen Fragen wirklich dann 100 mal gestellt oder so: Dinge wie liebst du mich, bleiben wir für immer zusammen, bin ich die schönste etc.

      Ich weiß das ist krank und auch wenn er mir das Hundert mal bejaht bin ich immer noch nicht zufrieden. Am nächsten Tag mach ich weiter. Mir fällt es so schwer es nicht zu tun. Wenn er mal schlechte Laune hat fang ich gleich an weil ich Angst hab es liegt an mir.

      Und eines guten Tages sagt er dann statt ja - nein ich trenne mich. Und so weiter! Und das wirft mich total zurück. das sind dann diese Tage an denen er einfach fertig mit den nerven ist. Ich schaff es auch mal ein paar Tage aufzuhören aber es fällt so schwer und irgendwann kommt es wiede.

      Jetzt zB besucht er eine Schule ganztags und abends kommt er genervt wieder. Ich übertrage das direkt auf mich und Stress ihn so noch mehr. Wenn er sagt lass mich in Ruhe tue ich das nicht weil ich Angst hab er verlässt mich.

      Wenn er mir mal nicht schreibt denk ich direkt das schlimmste. Es ist nicht schön so und ich Frage mich woher das kommt und wie ich es ändern kann. Hoffe auf Antworten!!!!

      Liebe Grüße

      • Hallo,

        hobbypsychologische Einschätzung meinerseits: Weil Du kein Selbstwertgefühl hast. Wenn Du Dich selber nicht liebst, kannst Du nicht glauben, dass Dich ein anderer Mensch liebt. Da kannst Du ihn noch 1000 x fragen, es wird bei Dir nicht ankommen.

        Dass DU so die Beziehung zerstörst, ist Dir denke ich klar. Irgendwann hast Du ihn damit so zu Tode genervt, dass er sich davon befreien wollen wird. Das hat ja schon was von Inquisition.

        Alleine wirst Du das sicher nicht schaffen. Hast Du einen Hausarzt? Rede mit ihm darüber, über diese Unsicherheit und Angst, Verlassensangst. Frage ihn, ob dafür eine Überweisung zu einem Therapeuten in Frage kommt.

        Dann die Frage: Was ist Deine Tagesbeschäftigung? Hast Du einen Job, der Dich fordert und in dem Du Erfolge hast? Hobbies, die Dich befriedigen? Oder besteht Dein Wirken aus Haushalt, Kindern und auf Deinen Partner warten? Dann würde ich da etwas ändern. Überlege Dir, wobei Du Dich wohl gefühlt hast, wo Du das Gefühl hattest, Erfolge zu haben, zufrieden mit Dir zu sein.

        LG

        Dir fehlt es an Selbstwertgefühl, das Gefühl etwas wert zu sein. Du meinst Du bist nihcts wert und zweifelst deswegen daran, dass Dein Partner Dich liebt, dass er Dich schön findet etc weil Du Dich nicht liebenswert findest und vielleicht nicht schön.
        Damit wirst Du auf Dauer dafür sagen, dass Deine Beziehung kaputt geht, denn nihcts ist zermürbender als das, was Du machst.

        Ich denke nicht, dass Du das Problem alleine lösen kannst, Du solltest Dir therapeutische Unterstützung holen.

        Hallo.

        Es ist schonmal gut, dass du selber erkannt hast, dass du ein Problem hast und welches das ist. Dieser Schritt ist der Wichtigste. Wenn du das aber selber merkst und trotzdem immer und immer wieder in dieses Verhaltensmuster fällst, dann solltest du versuchen, die Hilfe zu holen.

        Vereinbar Erstgesrpäche bei Therapeuten oder wende dich an profamilia, Diakonie, Caritas etc. Die haben auch Beratungsstellen und oft geht das dann schneller als bei einem Therapeuten, bei dem man auf der Warteliste steht.

        Am Wichtigsten ist es, dass du JETZT anfängst, an dir zu arbeiten. Dafür dass du 25 bist, hast du ja scheinbar auch früh mit Familie angefangen (wenn du 6 Jahre mit deinem Partner zusammen bist und schon ein Kind davor hattest?) - vielleicht hast du beim Mutter-sein "vergessen", dich selbst glücklich zu machen bzw. schätzen zu lernen. Du bist ja quasi als Mutter erwachsen geworden - das stelle ich mir sehr schwierig vor.

        Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg für deine / eure Zukunft.

        • Danke für eure antworten!

          Ja den großen habe ich damals mit 16 bekommen. Ich habe bzw hatte aber Mama und stiefpapa die mich bzw uns super unterstützt haben und alles war wirklich super. Mit 19 habe ich dann meinen jetzigen Freund kennen gelernt.

          Und alles ist eigentlich perfekt. Er behandelt die Kids gleich, ist ein liebender Vater und ein toller Mann an meiner Seite.

          Er verwöhnt mich oft. Ein paar Beispiele :
          -lässt Badewasser für uns ein
          -bringt mir manchmal Blumen mit
          -macht mir oft Komplimente- die ich aber auch oft falsch verstehe
          -bekocht uns oder auch mal mich

          -lässt sich tolle Ausflüge einfallen
          -hilft mir im Haushalt
          -macht familienabende mit DVD etc für die gesamte Familie
          -und noch viel mehr...

          Ich könnte mich also eigentlich wirklich glücklich schätzen trotzdem überkommen mich Zweifel und Gedanken wie : du bist nicht gut genug für ihn. Bald ist er weg

          Dann provoziere ich teilweise auch regelrecht den Streit ob zu sehen ob er es mit mir aushält vielleicht will ich ihm auch beweisen das ich scheisse bin. Wie gesagt ich kann es euch erklären, mir selber aber nicht.

          Und klar irgendwann kommt der Tag da ignoriert er mich tagelang und ist wirklich sauer. Und das macht mich umso trauriger.

          Warum ist das so? Warum mach ich das kaputt was ich mir eig sehnlichst wünsche?

          Meine Eltern haben sich damals getrennt als ich 13 war und meine Mutter hat sehr gelitten. Manchmal denke ich das ich vielleicht nicht irgendwann so dastehen will.

          Ich liebe ihn und ich will einfach endlich mit dem Zweifeln aufhören und bedingungslos lieben...
          Mir nict Gedanken machen ob es normal ist das er zB : weggedreht von mir auf dem Sofa liegt oder einfach mal stundenlang lernt.

          • (6) 03.02.16 - 12:43

            begib dich umgehend in therapeutische behandlung. das was du beschreibst trägt starke züge von borderline
            wenn es in die richtung gehen sollte, dann beziehe deinen partner mit ein. wer so lange mit dieser situation lebt kann nur coabhängig werden. dein verhalten ist NICHT normal und da du es von alleine nicht abstellen kannst und darunter leidest ist es m.e. pathologisch.

      Es wird Dir ja nicht helfen, Dein Verhalten ihm gegenüber abzustellen, wenn Du unter Deinen Gedanken dazu weiterhin leidest. Du musst herausfinden, woher diese Gedanken kommen und warum Du immerzu neue Sicherheit brauchst.

      Ich würde Dir auch zu einer Therapie raten. :-)

      Hallo hasipupsi,

      außer dir zu sagen, dass du wenig Selbstbewusstsein zu haben scheinst, wird dir hier keiner richtig helfen können.
      Das hört sich wirklich anstrengend für deinen Partner an. Ich persönlich kann nachvollziehen, dass er da manches Mal unwirsch oder genervt reagiert. Ich möchte meinem Mann auch nicht gefühlte einhundert Mal am Tag sagen müssen, dass ich ihn liebe und nicht vorhabe, ihn jemals zu verlassen. Vor allem, weil ja zwei Tage später das Spiel wieder von neuem losgeht.

      Geh zu deinem Hausarzt und lass dir eine Überweisung zu einem Psychologen geben. Der kann dein Verhalten mit dir aufarbeiten und dir hoffentlich helfen.

      Und das würde ich ganz rasch machen, da ich mir habe sagen lassen, dass die Wartezeiten für Termine bei solchen Spezialisten nicht gerade kurz sind.

      Alles Gute

      Nici

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