Ständig Streit ums Geld

    • (1) 08.02.16 - 19:07
      ohnekohle

      Hallo,

      seit Jahren gibt es Streit ums Geld. Ich weiß ja dass es ein übliches Partnerschaftsthema ist, aber es nervt nur noch. Weil ich mich um alles kümmern muss und mein Mann einfach nur das Geld raushaut. Er zieht am Automaten bis nix mehr geht, dann kommt er nach Hause und beschwert sich dass nix mehr geht.

      Wir haben 3 Kinder, ein finanziertes Haus und mein Mann ist Alleinverdiener. Zum Jahreswechsel war sein Auto in der Werkstatt. Die Rechnungen hat er vom Girokonto bezahlt ohne dass ich es mitbekommen habe. Normalerweise hätte das Geld sofort vom Rücklagenkonto wieder eingezahlt werden müssen. So sind mal schön mehrere Fälligkeiten geplatzt weil auf dem Konto nicht mehr genug drauf war.

      Wer musste das in Ordnung bringen? Ich! Er meinte nur lapidar, die Autowerkstatt musste doch bezahlt werden.

      Auf dem Rücklagenkonto ist permanent ebbe weil ich seine ganzen EC-Automaten-Ziehungen ausgleichen muss, der Dispo ist regelmäßig überzogen. Es ist zum wahnsinnig werden. :-( Wenn mein Mann nicht so gut verdienen würde (3300 netto), wäre uns längst alles um die Ohren geflogen.

      Mein Mann und ich haben jeweils ein "Haushaltskonto" wo jeden Monat Geld für Barkäufe eingezahlt wird. Ich kaufe dafür für 5 Personen Nahrungsmittel usw..
      Mein Mann verfügt jeden Monat über 300 € für sich alleine. Kaffeekasse etc. sowie Wurstwaren und Fleisch fürs Wochenende, da ich unter der Woche vegetarisch koche.

      Damit kommt er nie hin.
      Was ich nicht verstehen kann.
      Was er mir vorwirft: er würde malochen gehen und es bliebe für ihn nichts übrig und ich würde ihn kurz halten.

      Ich weiß nicht, wie ich diese Probleme löse soll??

      Grüße
      :-(

      • (2) 08.02.16 - 19:19
        Fakten schaffen?

        hallo,
        vielleicht hilft einen Monat Buch zu führen, damit er sieht, wie du "malochst"...
        und je nach Alter der Kinder: könntest du dir vorstellen, wieder arbeiten zu gehen?
        lg

        Hallo,

        Hmm... Sowas geht natürlich gar nicht, irgendwann seid ihr völlig am Ende finanziell.
        Sein Gehalt ist zwar nicht sooo gering, aber was nützt das höchste Gehalt wenn es sinnlos verprasst wird und noch darüber hinaus?
        Was macht er denn sonst mit dem Geld? Ich meine Autoreparatur usw. Passiert halt mal, aber du redest ja von ständig hebt er Geld ab. Ist er kaufsüchtig, spielsüchtig oder irgendwas dergleichen? Da hilft dann nur ein Ultimatum stellen, dass er sich therapeutisch helfen lässt.
        Oder ist er einfach nur unzufrieden, weil er Alleinverdiener ist und versucht somit für sich einen Ausgleich zu seinem Frust zu schaffen? Da hilft nur reden und schauen was man ändern kann.

        Ansonsten würde ich mir ein eigenes konto anschaffen Kindergeld und was du eventuell noch für Einnahmen hast draufgehen lassen und dieses Konto für mich und die Kinder verwalten. So das wenigstens Geld für Lebensmittel gesichert ist.
        Nebenbei würde ich mir einen Job suchen und mich damit unabhängiger von seinen Einnahmen machen. Damit kannst du dich und die Kinder zumindest absichern, falls es bald so richtig knallt.

        LG

      ihr habt 3 Bankkonten, du eins, dein Mann eins und ein Rücklagenkonto - bei einem Verdiener, häää? Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht.

      Im Zeitalter von Onlinebanking, hat man mit ein paar Mausklicks schnell den aktuellen Kontostand gecheckt. Kann man doch jeden Tag mal kurz reinschauen und was an Fixen Abbuchen jeden Monat vom Konto abgeht weiss man doch.

      Aber wenn man von 3 Konten ständig Geld hin- und herbucht.....was soll das bringen? Taschengeld, Kaffeekasse, Fleisch....anstrengend.

    • (7) 08.02.16 - 19:50

      Die Lösung ist einfach: geh arbeiten. Je nach Alter der Kinder kann er dann vielleicht auch Stunden reduzieren und die kuds betreuen. Dann macht ihr ein Haushaltskonto wo jeder eine bestimmte Summe einzahlt, für euch und die Kinder. Was er dann mit seinem restlichen Geld macht darf dir egal sein, du bildest dir deine eigenen Rücklagen.

      K

      Hallo

      hatte auch so ein ähnliches problem. Hab meinem Mann einige zeit nur Bares in die hand gedrückt für die woche zum tanken, rauchen und kaffee und rest hab ich verwaltet und das ging gut jetzt sind wir wieder soweit das wir ein gemeinsames konto haben und er trägt die karte mit sich und er nimmt auch nur noch das geld was er braucht ab... er ist zur zeit auch allein verdiener da ich in elternzeit bin....

      und ganz viel geduld mitbringen und reden #klatsch mehr hilft da glaub ich nicht

      (9) 08.02.16 - 20:00

      Eine Freundin von mir hatte ein ähnliches Problem und hat dann ein paar Tricks angewandt, um ihrem Mann mal beizubringen, was das Leben tatsächlich so kostet. Sie hat ihn einmal die Woche zum Einkaufen geschickt (Großeinkauf, Grundnahrungsmittel und Getränke sowie Drogeriezeug und Ähnliches). Er "durfte" dann mal mit den Kindern Schuhe kaufen gehen, weil er selber auch neue haben wollte - mei war der schockiert, was das kostet!
      Sie hat dann auch mal einen Vorwand benutzt und ihn gebeten, die laufenden Kosten aufzulisten, die die Familie so hat. Auch das muss ein heilsamer Schock gewesen sein.

      Er hat ihr nie mehr vorgeworfen, das Geld zum Fenster hinaus zu werfen und hat auch mit seinem "Taschengeld" viel besser haushalten können. ;-)

      (10) 08.02.16 - 20:27

      Wie wäre es denn wenn ihr euch zusammen hinsetzt und eure Einnahmen und fixen Kosten im Monat tabellarisch auflistet. Einfach mal die letzten 3-4 Monate vornehmen und genau aufschlüsseln was für fixen Ausgaben ihr habt. (Rate Fürs Haus, Nebenkosten, Schätzwert für essen ect, Steuern). Es wirkt so als ob dein Mann nicht weiß wieviel Geld ihr überhaupt zur freien Verfügung habt.

      Er müsste dann selbst sehen anhand der Zahlen das es so nicht geht. Dann müsst ihr euch über Lösungen unterhalten. Entweder du gehtst wirklich wieder arbeiten oder ihr teilt einfach Konten auf.

      1 Haushaltskonto von dem werden die Fixkosten und Lebenskosten bezahlt - dafür gibt's eine Karte und die bleibt bei dir
      1 Konto mit frei verfügbaren Geld für ihn (ohne Dispo!) das ist dann Geld das er wirklich für sich ausgeben kann

      Evtl auch noch für dich ein Konto das du auch mal dir was gönnen kannst.

      Wenn ihr euch gemeinsam darauf geeinigt habt das du zu Hause bei den Kindern bleibst finde ich diese Lösung fair. Ich versteh zwar nicht wieso ein erwachsener Mann so wenig auf Geld achten kann aber naja....

      • sie haben doch schon 3! Konten

        • Ja aber die Aufteilung ist bescheiden. Wenn der Mann mit Geld umgeht wie ein Teenager dann bekommt er halt nur freien Zugang auf sein "Taschengeldkonto". Die anderen obliegen ihr.

          3 Konten die er permanent leerräume kann sind einfach Schwachsinn.

          • (13) 09.02.16 - 06:38

            Findet ihr die Lösung "Mann geht abreiten, bringt das Geld nach Hause, gibt es an die Mutti ab, kriegt ein paar Kröten Taschengeld und ansonsten auf die Finger, wenn er was ausgibt" wirklich so optimal? Ernsthaft?

            K

            • (14) 09.02.16 - 07:32

              Genau das sind auch meine Gedanken. Er geht alleine arbeiten und wird bestraft dafür, dass er Geld ausgibt. Und man kann die Kinder auch betreuen, wenn man arbeiten geht.

              PS: Ich habe vier Kinder und war noch nie länger aus die Erziehungsjahre zuhause. Das mal nur am Rande.

              • (15) 09.02.16 - 08:26

                HI,
                vorweg, ich arbeite auch und könnte es mir nicht anders vorstellen.
                Aber wenn ein Paar es nunmal so entscheidet, dass es das Familienleben so gestalten möchte, dann hat keiner das Recht es abzuwerten.
                Dass bei dem Gehalt und drei Kindern nicht mehr als ein Taschengeld übrig bleibt und dass auf die Ausgaben geachtet werden muss, wundert mich nicht. Nur weil er der Alleinverdiener ist, hat er doch nicht das Recht unachtsam mit den Finanzen seiner Familie umzugehen.#kratz (Natürlich kennen wir hier nur eine Seite...)

                Vlg tina

                • (16) 09.02.16 - 10:26

                  Hallo.

                  Sie wird nicht abgewertet. Nur regt sie sich darüber auf, dass ihr Mann nicht mit Geld umgehen kann. Wer weiß, ob sie mit Geld umgehen kann. Das weiß man ja auch nicht, wenn sie sich hier beschwert. Wie du schon schreibst, wir kennen nur die eine Seite.

                  LG

                  • (17) 09.02.16 - 12:28

                    Naja, im Beitrag, den du mit einem Daumenhoch bewertet hast, wird das Modell, das die Familie lebt, für meine Begriffe sehr wohl abgewertet. Da liest man schon eine deutliche Hausfrauenschelte heraus und das, finde ich, sollte sich keiner anmaßen. Leben und leben lassen...

                    • (18) 09.02.16 - 13:56

                      Sie beschwert sich, dass ihr man das Geld zum Fenster raus wirft. Das die Autoraparatur bezahlt werden muss und er es einfach vom Giro bezahlt hat. Wo ich einfach ausgehe, dass diese Summe mal einfach mit eingerechnet werden musste. Dann sollte das Konto vom Sparkonto aus,geglichen werden, welches ja auch immer plank ist. Wie soll das funktionieren. Und das geht ja schon seit Jahren so. Also würde ich mir an ihrer Stelle mal eine Arbeit suchen und mitverdienen. Aber dazu äußert sie sich ja nicht, obwohl diese Frage hier schon öfter gestellt wurde. Wenn man dieses Modell Familie lebt, dann sollte man sich es leisten können oder nicht jammern. So seh ich das.

            (19) 09.02.16 - 10:29

            Also erstens gehe ich davon aus, dass dieses Rollenmodell abgesprochen und von beiden gewollt war. Also einer geht arbeiten der andere bleibt bei den Kindern. Also verdient er das Geld für alle.

            Das man dem Mann eine Art Taschengeld einräumen muss ist sicher nicht perfekt. Optimal wäre es wenn der Mann auch einen überblick über die Finanzen hätte und vorallem nicht mehr Geld ausgibt als vorhanden ist! (Dispo überzogen) gerade wenn man Eigentum hat braucht man Rücklagen für eventuell anfallende Reparaturen!

            Anscheinend kann dieser Mann nicht mit Geld umgehen. Er hat Familie, für mich persönlich sind 300€ pro Monat nur für ihn auch viel Geld.

            Hallo,

            das sehe ich etwas anders. Wir hatten drei kleine Kinder - mein Mann ist beruflich erst mal fast 100% ausgestiegen. Da er davor selbstständig war, hat das "Restbusiness" viel Arbeit für verhältnismäßig wenig Geld gebracht. In manchen Monaten zu vernachlässigen

            Ich finde, als Familie bist du in erster Linie ein Team und du musst mit dem Gehalt erst mal schauen, dass es allen gut geht. Das hat mit "allem abgeben" nichts zu tun. Niemand soll in die Verlegenheit kommen, zum anderen traben zu müssen und um Geld zu bitten. Das finde ich hat mit ausgeglichener Partnerschaft nichts zu tun.

            Das Problem ist ja, dass er hier überverhältnismäßig viel Geld ausgibt und die Familie daran hindert, sinnvolle Rücklagen zu bilden und das Geld sinnvoll auszugeben. Dabei ist es meiner Meinung nach egal, ob er das Geld verdient oder nicht. Er hat die (moralische) Verpflichtung, für Frau und Kinder zu sorgen.

            GLG
            Miss Mary

      Was spricht gegen mehrere Konten? Das kann durchaus hilfreich sein! Wir haben jeder ein Girokonto, ein gemeinsames Haushaltskonto (Lebensmittel / alltägliche Ausgaben) und ein Konto für Hausnebenkosten (Darlehen, Strom, Wasser, Reparaturen...). Dazu hat jeder noch ein Sparkonto.

(22) 08.02.16 - 20:39
kannihnverstehen

Hallo,

kann ihn erlich gesagt verstehen , ich meine er geht den ganzen Tag arbeiten und verdient gutes Geld warum soll er sich da nicht auch öfers mal was leisten #kratz so wie es scheint ,schreibst leider nichts dazu....kommt von dir kein Geld rein aber eben ständig den Mund deswegen aufreißen, finde ich irgendwie nicht okey.

Lg

  • Die beiden werden sich wohl auf dieses Modell gemeinsam geeinigt haben, also einer arbeiten und einer zu Hause. Wenn ich das richtig verstehe hat der Mann 300!€ nur für sich aber das reicht nicht. Wenn man Kinder hat und gemeinsam wirtschaftet muss man eben in Monaten mit größeren ungeplanten Ausgaben (Auto in der Werkstatt) auch mal zurückstecken - auch wenn man der arbeitende Part ist

    Sie arbeitet doch auch, sie kümmert sich um Kinder und Haushalt.

    Dann sollte sie sich doch genauso viel leisten dürfen wie er und er sollte genauso auf die Finanzen achten wie sie.

    Beide arbeiten und kümmern sich, der eine ums Geld, der andere um die Familie - sehe nicht das eines wichtiger als das andere. Vor allem wenn es auch beide so wollen.

    Was mich nur wundert das man sich über Rechnungen die bezahlt werden müssen aufregt, Autoreparatur muss bezahlt werde und ich finde die Aufteilung mit den 300.- TG und dann muss er Fleisch davon kaufen irgendwie sinnlos...

    Haushaltsplan machen und gut ist es.

(25) 09.02.16 - 08:47

Hallo!

Mein Ex war genau so. Er hätte 5000 Euro verdienen können, er war immer pleite. Wir hatten dauernd Streit. Ich ging damals auch 100% arbeiten. Alles bezahlte ich, weil ich Angst hatte abzurutschen. Er hat sich alles gegönnt. Ich bekam zum Geburtstag nicht mal eine einzige Blume oder sonst was. Bis es mir reichte. Ich habe zufällig beim Aufräumen einen Lohnpfändungsvertrag gefunden. Da war fertig. Ich habe mich scheiden lassen. Zum Glück hatten wir keine Kinder. Es war das Beste was ich machen konnte- gehen. Erst jetzt weiß ich wie doof ich war, was ich alles gemacht habe. Ich bereute lange jeden Tag den ich nicht früher gegangen war. Das ganze dauerte 10 Jahre.

Er ist heute immer noch der Gleiche. Wieviele Male meinte er ja ich bessere mich. Alles nur Lügen.

Ehrlich gesagt ich glaube auch nicht, dass dein Mann sich ändern wird.

Ich jedenfalls könnte nicht mehr so leben.

Dir und deinen Kindern wünsche ich alles Gute.

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