Probleme mit Freundin und Tochter

    • (1) 10.02.16 - 12:20
      Flohkisten

      Hallo. Folgende Situation kurz beschrieben: ich M 32 Freundin 26, gemeinsame Kinder 3 und 1, seit 5 Jahren Beziehung. Tochter aus einer Ex Beziehung 11 Jahre. Kontakt bisher eher wenig. Seit Januar lebt diese Tochter auch bei uns weil meine Ex psychische Probleme hat und stationär eine Therapie macht. Dies wird noch einige Monate dauern und hinterher wird noch eine Kur folgen. Insgesamt rechnen wir mit einem Jahr bis die Tochter wieder zu ihr kann. Leider funktioniert das Zusammenleben überhaupt nicht. Meine Partnerin und meine Tochter kommen nicht miteinander klar. Es gibt jeden Tag Ärger und ich sitze zwischen den Stühlen. Meine Tochter ist schwierig, scheinbar hat sie auch sehr unter ihrer psychisch kranken Mutter gelitten und als diese im November einen Suizidversuch unternommen hatte und von einem Tag auf den anderen in der Psychiatrie war hat die das komplett aus der Bahn geworfen. Sie war dann 2 Monate beim Jugendamt in Betreuung bis geklärt war dass sie für die nächsten Monate bei uns bleiben kann. Doch so schwierig habe ich es mir nicht vorgestellt. Sie lässt sich von mir nichts sagen, geschweige denn von meiner Partnerin. Sie ärgert ihre Schwester und ist in der Schule auffällig. Ich sollte erwähnen, wir wohnen 370 km von ihrer alten Schule und Freunden entfernt. Ich verstehe dass es schwer für sie ist und meine Freundin gibt sich Mühe aber es klappt nicht. Inzwischen habe ich Angst, dass meine Beziehung daran zerbricht. Wenn wir streiten dann wegen meiner Tochter, weil sie sich asozial verhält und meine Freundin zur Verzweiflung treibt. Ich weiß nicht wie wir dieses Jahr überstehen sollen.

      • (2) 10.02.16 - 12:25

        hallo,

        holt euch Unterstützung. Bis deine Tochter wieder Vertrauen in ein liebevolles Leben bekommen kann, braucht es ganz schön Zeit. Und es muss euch klar sein, dass es nervenaufreibend werden wird.

        liebe Grüße

        • (3) 10.02.16 - 12:37

          Meine Tochter macht auch eine Therapie doch es scheint nicht zu helfen. Sie sieht in allen ihre Feinde dabei wollen ihr alle helfen. Ich kann auch meine Freundin verstehen wenn sie sagt sie kommt mit ihr nicht zurecht. Es geht erst 4 Wochen aber die Nerven liegen blank. Wir streiten jeden Tag und sie hat schon einige Male im Streit gesagt ich werde mich zwischen meiner Tochter und ihr, bzw. Meiner Familie entscheiden müssen. Weil die Kleinen das dauernde Gestreite hier auch mit bekommen und es für alle nicht schön ist. Dabei zerteile ich mich und versuche für alle Beteiligten das Beste zu tun.

          • (4) 10.02.16 - 12:59

            ich meinte, dass ihr als gesamte Familie euch Unterstützung holen müsstet.

            Und: eine Therapie verändert nicht von jetzt auf gleich etwas. Und es könnte für alle hilfreich sein, wenn jeder erfährt, wie er zum Gelingen beitragen kann und wo die Verantwortung endet und wo Selbstschutz nötig ist.

            das ist keine einfache Konstellation... und es braucht extrem viel Geduld, Behutsamkeit und Liebe...

      Hallo,

      was Deine Tochter erleben musste, ist ja schon heftig. Ich denke, dass Deine Tochter da viel zu verarbeiten hat. #schwitz

      Mutter Suizif, dann 2 Monate anderswo untergebracht und nun bei euch (vorher wenig Kontakt)....

      Es gibt Familienberatungsstellen (z.B. Caritas, Diakonie), die helfen könnten für euch gemeinsam / für Dich. Und es gibt Kinder- und Jugendpsychologen. Das Mädchen braucht echt dringend Unterstützung.

      Grüße

      Hallo,
      ich verstehe, dass die Situation für euch schwierig ist, aber bitte vergiss nicht, dass sie das für deine Tochter wahrscheinlich schon seit Jahren ist. Kein Wunder also, dass sie so reagiert. Du solltest dir dringend professionelle Hilfe suchen und auch ggf. mit dem Jugendamt zusammenarbeiten, damit ihr gemeinsam eine Lösung finden könnt. Ich verstehe, dass du Angst um deine Beziehung hast, aber es ist auch deine Tochter und du bist für sie verantwortlich. Sie hat es verdient, dass sie eine Chance bei euch bekommt und nicht wieder abgeschoben wird. Es wird bestimmt nicht leicht werden für euch, aber ich drücke euch ganz fest die Daumen und wünsche euch alles Gute.

      P.S.: Viel reden, auch innerhalb der Familie, alle Probleme offen ansprechen und Regeln aufstellen... das sollten die ersten Schritte sein. Gebt euch noch etwas Zeit. Sie ist erst ein paar Wochen bei euch und ihr musst alle eure neue Rolle in dieser Situation finden...

    • (7) 10.02.16 - 12:39

      Hallo.

      Ich rate auch schnellstens zu Hilfe. Deine Tochter ist nicht schwierig, nur seid ihr alle überfordert mit dieser Situation. Ihr hattet wenig Kontakt. Nun ist er jeden Tag, es bringt euer Rhytmus aus der Bahn und den Rhytmus deiner Tochter. Überleg mal, was deine Tochter erleben durfte. Dass muss sie erstmal verarbeiten. Dabei könnt ihr eine große Hilfe sein. Und auch die Hilfe von Außen ist sehr wichtig. Aber bitte macht das Kind nicht für irgendwelche dummen Sachen verantwortlich. Es kann auch ein Hilferuf sein, den ihr ernst nehmen solltet.

      Ich wünsch euch ganz viel Kraft und Glück und dass ihr einen Weg findet, auch für deine Tochter. Und natürlich auch viel Durchhaltevermögen für deine Frau. Ihr müsst auch den Gesamtumstand sehen und nicht nur die Details, deine Tochter macht es mit Sicherheit nicht böswillig.

      LG

      Meine Mutter war nach einem erweiterten Suizidversuch in der Klinik als ich 11 war, als ich 12 war nahm sie sich das Leben.
      Weisst du was für mich das absolut aller-allerwichtigste war in jener Zeit? An einem Ort zu sein, an welchem ich tatsächlich gewollt und willkommen war. Das war an den beiden ersten Stellen (Familie) wo ich untergebracht wurde nicht der Fall. Erst beim 3. Anlauf, als ich zu meiner Tante kam hat es gepasst.
      Wenn ihr es also nicht auf die Reihe kriegt das Mädel einfach so wie sie ist anzunehmen und zu lieben, natürlich mit fachmännischer und therapeutischer Unterstützung, dann lasst es bitte, gebt ihr die Chance auf ein Daheim wo es passt.

      • (9) 10.02.16 - 12:53

        Ich verstehe es aus der Sicht meiner Tochter. Doch ich versuche auch meine Partnerin zu sehen. Wir haben selbst zwei kleine Kinder die sie fordern und von jetzt auf gleich ein "fremdes" Kind was pubertär und rotzfrech ist um sich zu haben, das ist auch schwer. Sie ist überfordert und unsere Beziehung leidet und unsere Familie. Ich muss auch an sie denken. Leider gibt es niemand anderen wo sie hin könnte. Nur zurück zum Jugendamt. Und das ist für mich die letzte Option.

        • (10) 10.02.16 - 13:37

          Hallo, ich würde diese Option aber durchaus in Erwägung ziehen, so hat sie die Chance, in eine passende und nicht vorbelastete Pflegefamilie zu kommen wo man ihr Halt und Sicherheit bietet. Die Situation bei Euch wird sich absehbar nicht bessern, es sei denn, sie "mutiert" innerhalb kürzester Zeit zu einem lieben, umgänglichen Mädchen. Das wird nicht der Fall sein, dafür ist sie zu traumatisiert, hat sicher eine Bindungsstörung u.s.w. Da müssen Profis ran und es braucht unendlich viel Geduld und die Kraft, immer wieder Rückschläge in Kauf zu nehmen. Das wird bei Euch nicht der Fall sein, jetzt nicht und auch in Zukunft nicht... Und ich kann Eure Situation gut verstehen: Junge Familie, zwei kleine Kinder, plötzlich ein "fremdes" Kind, welches als störend und unruhestiftend empfunden wird. Also heißt es hier möglichst schnell handeln und nach einer anderen Lösung suchen - außerhalb Eurer Familie. Dieses "das ist für mich die letzte Option" ist gut gemeint, aber im Sinne des Kindes leider gänzlich falsch.
          LG und viel Kraft

        Dem Kind einen Platz zu suchen, wo es willkommen und angenommen ist, ist nicht die letzte Option, sondern müsste deine allererste Option sein!
        Von allen Verhaltensweisen welche du beschreibst ist nur das Klauen wirklich problematisch, der Rest ist Kleinkram.
        Ich würde das Mädel ehrlich gesagt gerne direkt zu mir nehmen, selbstständig, kann kochen, ist widerborstig und kratzbürstig, passt. Ich mag solche Kinder ;-)

(13) 10.02.16 - 14:51
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Habt ihr denn keine Familienhilfe vom Jugendamt bekommen ? Die Familienhelfer kommen in die Familie und unterstützen dann auch deine Freundin.
Kann es sein,dass deine Freundin gar nicht so richtig einverstanden war,dass deine Tochter zu euch kommt ?
Sie soll sich in deine Lage versetzen.Sie hätte ihre Kinder auch nicht hängen lassen.
Und deine Tochter macht doch nicht umsonst eine Tharapie.Sie ist keine Maschine wo man auf den Knopf drückt und dann funktioniert es.
Sie muß doch erst einmal alles kennenlernen und austesten.Ich denke,vielleicht ist auch ein bißchen Eifersucht dabei.
Ich finde es nicht gerade die schöne Art,dass du dich zwischen Freundin und Tochter entscheiden sollst.
Wenn eure Kinder in die Pubertät kommen und dann vielleicht auch unschöne Dinge machen,werden sie dann ins Heim gesteckt ?
Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen,Pubis können echte " Kotzbrocken" sein.

  • Hallo, unter normalen (!) Umständen hast Du womöglich recht, hier ist die Situation aber absolut am Limit. Dieses Kind hat mit seiner psychisch kranken Mutter gelebt, diese hat einen Suizidversuch unternommen, das Kind wurde von jetzt auf nachher aus seiner Umgebung gerissen, erst 2 Monate Notunterkunft bzw. Wohngruppe über das Jugendamt (vermute ich), jetzt zum Vater, zu dem bis zu dem Zeitpunkt kaum Kontakt bestand.

    Der Vater hat seine eigene Familie, Freundin und 2 kleine Kinder und nun soll plötzlich ein harmonisches Familienleben funktionieren? Bereits nach 4 Wochen ist die Situation so verfahren, dass der Vater befürchtet, seine jetzige Beziehung könne daran zerbrechen... Und man kann niemandem einen Vorwurf machen!

    Wichtig ist jetzt, dass dem Mädchen geholfen wird. Es geht nicht darum, das Kind in ein Heim abzuschieben und es geht sicher auch weit über "kotzbrockiges Pubiverhalten" hinaus. Hier ist professionelle Hilfe gefragt, schnell!!! Und das wird nicht über eine Familienhilfe funktionieren. Das Kind braucht eine geschützte, sichere Umgebung um das Erlebte zu verarbeiten, neue und weitere Trigger sind hier absolut schädlich. Sprich, für mich gäbe es überhaupt keine andere Option, als das Kind abzugeben, auch wenn dies wieder mit einem Kontaktabbruch verbunden ist, aber nur so besteht für das Kind die Möglichkeit, wieder Vertrauen zu fassen und sich langfristig zu stabilisieren.

    LG Dani

    • (15) 10.02.16 - 15:27
      .........................

      Ich hatte nirgends geschrieben,dass plötzlich ein harmonisches Familienleben sein sollte !
      Im Gegenteil,ich hatte geschrieben,sie sollen sich eine Familienhilfe vom Jugendamt holen.

      Und ich finde es auch nicht verwunderlich,dass die Tochter solche Probleme macht.

      Ich finde,die Freundin sollte vielleicht ein bißchen Verständnis aufbringen und nicht den Vater vor die Entscheidung stellen,Tochter oder ich.
      Ich habe den Eindruck,die Freundin war nicht so recht einverstanden,dass die Tochter zu ihnen kommt.
      Und selbst wenn die Tochter keine so großen Probleme machen würde,es braucht seine Zeit,bis man sich an das ganze neue gewöhnt hat.

      Ich denke auch,die Tochter wird die Abneigung von der Freundin spüren und hat vielleicht Angst,dass sie zurück ins Heim muß.

      • (16) 10.02.16 - 15:34

        und Unterstellungen.
        Auch du hast keine Ahnung wie viel Verständnis aufgebracht werden muss oder wie einverstanden die Freundin war.

        ... und was genau denkst Du kann eine Familienhilfe vom Jugendamt hier ausrichten? Ich habe beruflich mit dieser Thematik zu tun und glaube mir, ich habe Familienhelfer erlebt, die bei wesentlich einfacheren Fällen die Segel gestrichen haben. Damit ist dieser Familie absolut nicht geholfen, hier muss professionell agiert werden und das wird man in dieser Konstellation nicht hinbekommen!

        Ja, vielleicht war die Freundin "nicht so recht einverstanden"... Warum denn auch? Der Vater hatte selbst kaum Kontakt zu seiner Tochter, sie ist ihm fremd und der Freundin erst recht, da gab es nie einen Beziehungsaufbau, der jetzt hilfreich wenn nicht existenziell sein könnte. Das Kind ist traumatisiert und sein Verhalten absolut nachvollziehbar. Aber hier ist auch eine junge Familie, die von heute auf morgen in eine Extremsituation geworfen wurde, sie hatten sicher die besten Absichten, sonst hätten sie das Mädchen nicht zu sich genommen. Nun müssen sie sich eingestehen, dass es nicht geht und die Konsequenz ist nicht "Wir warten mal noch ein bisschen ab", hier geht es um die Entwicklung des Mädchens das sicher mehr als genug durchgemacht hat und zum Wohle des Kindes sollte man baldmöglichst eine Entscheidung treffen, wie diese aussieht, müssen mehrere Beteiligte entscheiden, ich denke aber nach wie vor, dass eine Pflegefamilie mit einem geschützen Rahmen ohne weitere Belastungsmomente die beste Wahl ist.
        LG

    (18) 10.02.16 - 18:04

    Das Jugendamt ist keine allzu große Hilfe. Sie haben uns geradezu gedrängt meine Tochter so bald wie möglich bei uns aufzunehmen. Wir hatten zwei Termine wo die Situation an uns hersngetragen wurde und sie wussten auch, dass wir selbst zwei kleine Kinder haben und meine Partnerin hat ihre Bedenken geäußert weil wur uns alle fast fremd sind. Hinzu kommen ihre ganzen Probleme die sie auch an ihrer alten Schule hatte und wir sagten wir wissen nicht genau ob das alles funktionieren wird. Unsere Bedenken wurden herunter gespielt und es hieß wir sollen es versuchen. Da die Familie besser wäre als jede andere Unterbringung und es wäre nur zeitlich begrenzt. Wir wurden also alle hinein gezwungen in etwas und dann alleine gelassen. Meine Partnerin hat versucht positiv an das Ganze zu gehen doch es überfordert sie.

    • (19) 10.02.16 - 20:07

      Ja, genau so habe ich mir das schon gedacht :-( Da seid Ihr ganz schnell in eine Maschinerie geraten, aus der ihr so einfach wahrscheinlich nicht mehr rauskommt, irgendeiner wird auf der Strecke bleiben, im Moment am meisten Deine Tochter. Wenn bei Euch alles zusammenbricht, greift nur noch eine Akutinobhutnahme. So einen Fall hatten wir auch mal, ähnliche Konstellation, der Vater hat das Kind dem Jugendamt buchstäblich vor die Tür gesetzt, aber will man das, nach allem, was das Mädchen durch hat?

      Weiter unten hast Du von Ihren Verhaltensauffälligkeiten geschrieben... Habt Ihr mal über die Kontaktaufnahme zu einer Kinder- und Jugendpsychiatrie nachgedacht? Ich glaube nicht, dass das, was sie erlebt hat, in einer ambulanten Therapie aufgearbeitet werden kann, schon gar nicht in der momentanen Konstellation. Im Grunde gehört sie in eine Klinik, in der man mit ihr zusammen das Erlebte aufarbeitet und sie langsam und behutsam in ein neues Leben begleitet, alleine werdet Ihr das nicht schaffen befürchte ich

      Liebe Grüße

(20) 10.02.16 - 16:37

Hallo,

wie hier schon ein paar mal geschrieben wurde, rate auch ich dir/euch, gemeinsam eine Therapie zu machen. Bzw. in die Einzeltherapie deiner Tochter auch gemeinsame Termine mit dir und mit dir und deiner Freundin einzubinden. Ihr müsst doch auch Hilfsmittel an die Hand bekommen, wie ihr mit der Situation umgehen sollt.

Deine Tochter hat Krasses durchgemacht. Da ist nicht nur der aktuelle Suizidversuch und die Trennung von der Mutter sondern allein auch schon das Aufwachsen bei einer psychisch kranken Person. Hinzu kommt jetzt noch die neue Familie, in der sie sich fremd fühlt (evtl. auch unwillkommen?), beim Papa, der sich nie wirklich für sie interessiert hat (weißt du, was deine Ex deinem Kind so über dich erzählt hat?), die neue Umgebung, neue Schule, keine Freunde und zu guter Letzt auch noch die Pubertät und die allein kann das Leben schon schwierig machen. Jetzt kommt sie in die heile Familie, wo ihr Papa glücklich ist, was sie ggf. nie erlebt hat. Das ist bei der Vorgeschichte deiner Tochter ein mehr als schwer zu verdauender Brocken.

Du schreibst, du weißt nicht, wie ihr das Jahr überstehen sollt. Kommuniziert ihr das deiner Tochter auch so? Ein Jahr nur, wir haben es irgendwann geschafft, das müssen wir überstehen...? Ich hoffe nicht. Das würde ihr ein absolutes Gefühl von Unwillkommensein geben. Und nach einem Jahr weiß sie, dass sich wieder alles für sie ändert. Keine Stetigkeit und Ruhe in ihrem Leben. Papa nimmt sie jetzt zwar, ist aber froh, wenn sie wieder weg ist. Es ist eh alles Mist und das äußert sie anscheinend mit jeder Faser ihres Körpers.

Weißt du, wie ihr Leben bisher bei ihrer Mutter aussah? Ich kenne euch natürlich nicht, aber kann es sein, dass du dein Kind eigentlich gar nicht kennst? Das muss in dieser Situation, in der ihr euch befindet, unbedingt gemeinsam aufgearbeitet werden. Eben in gemeinsamen Gesprächen, die professionell geführt werden sollten.

Nimm deiner Freundin den Spruch, dass du dich zwischen ihr und deiner Tochter entscheiden sollst, bitte nicht übel. Sicher sollte man sowas nicht sagen, aber sie ist auch gerade absolut überfordert. Eventuell wünscht sie sich sogar, dass deine Tochter nie zu euch gekommen wäre. Aber ich gehe mal davon aus, dass ihr das vorher besprochen und dann gemeinsam entschieden habt oder? Und genau aus diesem Grund sollte es auch gemeinsame Termine mit deiner Tochter, dir und deiner Freundin geben. Sie soll ja keine Ersatzmutter werden, aber sie ist eine Bezugsperson.

Ich bin kein Profi und habe es selbst nie durchgemacht und evtl. ist es doch besser, deine Tochter wieder in die Hände des Jugendamtes zu geben. Aus persönlicher Sicht würde ich es aber zunächst mit dem ganzheitlichen Ansatz versuchen.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen.

LG

P.S.: Bitte sieh das alles nicht als Unterstellungen. Es kann nur gut sein, dass sich das für deine Tochter so darstellt oder sie das so interpretiert. Aufschluss kann es nur über Gespräche geben.

  • (21) 10.02.16 - 18:14

    Wir kommunizieren das nicht, dass wir froh sind wenn es vorbei ist. Doch sie wird auch merken wie schwierig das für uns alle ist. Sie hat es schwer gehabt bisher, das bestreitet niemand. Ihre Mutter und ich waren sehr jung als sie geboren wurde und wir haben uns getrennt als sie 2 war. Für mich hat meine jetzige Familie Priorität und ich möchte nicht noch Familie kaputt machen und meine zwei kleinen Kinder auch zu Trennungskindern machen.

    • Wieso muss da überhaupt ein Unterschied (Priorität...) zwischen den Kindern gemacht werden? Es sind alles deine. Patchwork funktioniert nur mit Kompromissen. Das heißt, jeder muss in gewisser Hinsicht Abstriche machen.
      Kinder spüren ganz viele Dinge, auch wenn sie nie ausgesprochen wurden.
      Im Übrigen sehe ich es so wie oben schon geschrieben wurde: Es muss furchtbar für deine Tochter sein, dass sie sich jetzt eingewöhnen muss, aber ohne Perspektive, weil es ja doch nicht dauerhaft ist. Kinder brauchen Kontinuität, Sicherheit, Halt. Das fehlt ihr.

Hallo Flohkisten,

ich habe mir jetzt nur kurz deinen Beitrag durchgelesen, die restlichen Kommentare leider noch nicht.
Deine Tochter befindet sich in Therapie, das ist schon einmal ein Anfang. Ich würde euch aber eher noch eine Familientherapie empfehlen - du, deine Frau und deine Tochter.
Es ist schwer für sie, das mag gut sein und das soll jetzt nicht herzlos klingen, aber dir und deiner Frau wird es wahrscheinlich auch nicht besser gehen momentan.
Du darfst auf keinen Fall versuchen es allen Recht zu machen, denn das schafft man sowieso nicht - man bleibt dabei selbst auf der Strecke und davon profitiert keiner.
Vielleicht kriegst du vom Jugendamt auch einen Sozialhelfer an die Seite gestellt, die euch ein wenig unterstützen im Umgang mit deiner Tochter.

Wünsche euch viel Kraft und viel Erfolg! #herzlich

Hallo, was gibt es denn konkret für Probleme? Vielleicht fällt mir dann eher etwas ein. LG

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