Wochenendehe & Kind. Wie gehts euch damit?

    • (1) 12.02.16 - 20:46

      Hallo :-)

      vielleicht ist ja jemand in einer ähnlichen Situation oder hat auch einfach so eine Meinung.

      Mein Mann ist im Projektgeschäft tätig und war bis verganenen Jahr immer hier im Großraum eingesetzt. Und immer mal wieder kürzere (1 bis 2 Monate) Tätigkeiten weiter weg.
      Vergangenen Herbst als unsere Tochter 1 Jahr alt wurde, hat er an einem Freitag erfahren, dass es für ihn 3 Tage später auf ein neues Projekt geht. Am anderen Ende des Landes. Und nein, nicht nur für wenige Monate sondern 1 bis 2 Jahre soll das dauern. Die genaue Dauer ist offen.

      So, nun sitze ich seit fast einem halben Jahr mit unserer Tochter alleine hier und kümmer mich. Eine Weile geht das ja ganz gut. Aber es ist langsam sehr zermürbend und ich bin langsam echt depri, weil einfach kein Ende absehbar ist. Unserer Beziehung tut das ganze auch nicht gut. Die 2 Tage Wochenende sind nun nicht große Beziehungszeit, da es immer was zu tun gibt. Und Sonntag abend ist er auch schon wieder am packen. verständlicherweise will er auch viel Zeit mit der Kleinen verbringen.

      Unter der Woche gehe ich arbeiten (meist so 25 bis 30h), an einem Tag arbeite ich lange, da dann die Kleine von der Oma von der Krippe abgeholt und betreut wird. Aber die Abende werden immer schlimmer für mich. Ich sitze hier alleine im großen Haus, kein Erwachsener Mensch da. Meinem Sport kann ich nicht nachgehen, da dies unter der Woche abends wäre und die Oma eh schon einen ganzen Tag die Betreeung übernimmt. Da kann ich nicht noch nen Abend einspannen. Externer Babysitter scheidet aus, da die Kleine zur Zeit ständig wach wird und sich nur schwer beruhigen lässt. Das kann man niemanden antun. Das ist auch ein Thema: die sch... Nächte, die ich hier allein durchkämpfe. Teilweise stündlich wach, keine Unterstützung und am nächsten Tag in die Arbeit.

      Ja ich weiss, für Alleinerziehende ist das normaler Alltag, aber so habe ich mir das hier nicht vorgestellt. Und ich weiss auch nicht wie das jetzt hier so weitergehen soll.

      Am Wochenende nehme ich mir schon mal so 2 oder 3 Stunden für mich, aber mehr ist nicht groß drin. Und mein Mann liegt mir in den Ohren, dass er gern mehr Freizeit hätte.

      Ehrlich? Ja, kann ich verstehen. Aber ich hab mir die Situation noch weniger ausgesucht als er.

      Also: wie organisiert ihr euch? Wir läuft das bei euch? Und wer mag mich einfach nur mal kurz aufbauen und ermuntern?

      liebe Grüße,
      Smurfin

      • Hallo

        Wie lange arbeitet dein Mann jeden Tag? Ich meine wenn er nicht noch die halben Nächte arbeiten muss hat er doch nach Feierabend Freizeit.#kratz

        Du wuppst die Woche alles alleine und dann kannst du dich auch mal kurz ausklinken.

        Viel im Haushalt wird er wohl nicht machen müssen,oder?

        Ich habe ganz am Anfang unserer Beziehung eine wochenendbeziehung gehabt und das war nicht toll. Dann ab und an noch mal wenn Lehrgänge anstanden.

        Dann hat er einige Zeit im schichtdienst gearbeitet und ich in der Gastronomie . Da hatten wir fast kein Familienleben mehr.

        Mein Mann hat sich versetzen lassen und ich habe meine Stunden wieder reduziert.

        Aber mit fünf Kindern ist es ja nochmal eine andere Nummer.

        Ich würde keinen WE ehe mehr führen wollen.

        Lg

        • Mein Mann startet morgens gegen halb 8 und ist dann gegen 21 Uhr wieder im Hotel. Allerdings gehen sie davor immer noch kurz Abendessen mit den Kollegen. Das ist schon eingerechnet.

          Er ist eben wieder gekommen. Ich muss mich echt an die Anwesenheit erst wieder gewöhnen. Und wenn ich mich halbwegs gewöhnt habe, dann ist er schon wieder weg.

          Es fällt mir emotional unheimlich schwer.

          Haushalt: er soll sich um seine Wäsche kümmern (wenn er am Sonntag abend 5 weisse gebügelte Hemden braucht, dann muss er das selber regeln... ich bügel nicht auch noch...) und er soll bitte seinen Unrat immer wegräumen. Ich seh nicht ein, dass ich am WE dann noch "Extra-Chaos" beseitige. Wenn er nach mir ins Bett geht erwarte ich, dass er die letzten Geschirrteile die immer im Wohnzimmer stehen kurz in die Küche brignt und die Spüma einschaltet.

          Wenn Kind und ich die ganze Woche mit Magen Darm ausgeknockt waren, dann erwarte ich allerdings schon etwas mehr Hilfe. Dann habe ich unter der Woche nur das nötigste geschafft (und schon x Maschinen mit Bettwäsche und Kinderschlafanzügen gewaschen)

          Für mich ist es glaub ich noch nichtmal nur die Fehlende Zeit um ausser Haus zu kommen. Es ist die ganze Situation, die mich frustet.

          Ich habe Angst, dass wir die Situation nicht aushalten. Uns auseinanderleben. Bzw. dass wir das schon gemacht haben.

      Moin,

      mein Mann und ich führen inzwischen seit über 15 Jahren eine Wochenendehe. Wie Dein Mann macht er Projektarbeit, weltweit. Im Moment ist er in München nur so 800 km von uns weg quasi um die Ecke #rofl

      Ich arbeite 30-40 Stunden die Woche und unsre Familie ist weit weg.

      Ja dieses "ans Haus gefesselt sein" fand ich die ersten Jahre auch schrecklich. Das man wirklich gar nicht weg kann. #zitter

      Mein Tipp, durchhalten geht vorbei das Kind wird älter #cool

      Ich hatte nie abends einen Babysitter damit ich abends weggehen kann wir haben einfach keinen guten gefunden.

      Wie läuft s bei uns? Gut läuft es. Wir sind ein eingespieltes Team. Jeder weis was er zu tun hat, wer welche Aufgaben hat. Mein Mann geht im Sommer gern segeln da muss ich ihn schon ab und an mal dran erinnern das er noch Kinder hat.

      Ich arbeite ab und an am Wochenende da muss mein Mann dann alles andre übernehmen.

      Ich denke nicht das wir beide zu wenig Zeit für uns allein haben. Mein Mann ist ja abends komplett allein er könnte sich da komplett ausleben, zum Sport gehen, Freunde, Kollegen treffen oder was weis ich.

      Versuch das ganze doch positiv zu sehen. Du kannst abends machen was Du möchstest solange es zu Hause ist. Schnulzen kucken, Lesen, Badewanne oder einfach mal um 20 Uhr ins Bett gehen wen Dir danach ist.

      Kopf hoch die Zeit geht schon rum !

      Ich hätte ehrlich gesagt eher Angst wen mein Mann jeden Abend nach Hause kommen würde.

      Ich bin wirklich nicht der Typ der mit dem Abendessen auf den Mann wartet. #zitter Ich würde ausrasten wen er abends verspricht zum Elternabend wieder da zu sein um dann beim arbeiten die Zeit zu vergessen und ich warte hier und will los. Ne ich glaub für uns ist das besser so. #schein
      So ist er einfach nicht da und ich weis wir Mädels müssen "alleine" klar kommen. Das passt schon. Wobei mein Luxus jetzt in meiner 13 jährigen besteht die durchaus die Kleine Schwester abends mal ins Bett bringen oder einen Nachmittag bespaßen kann.

      LG dore

    • (7) 13.02.16 - 08:09

      Mein Partner ist auch Projektleiter und aktuell 450km weg. Mich nervt das ganze Unwahrscheinlich aber im Moment geht es nicht anders. Im August / September ist die Baustelle durch und dann kommt er in den Innendienst #verliebt

      Er wollte sehr gerne noch ein gemeinsames Baby und da habe ich gesagt aber nur unter anderen Umständen und das war dann halt der Kompromiss und wie es aussieht ist das Baby jetzt auch unterwegs.

      Ich habe das "Glück", dass er manchmal erst Montag weg muss und öfters mal Donnerstag schon heim kommt und dann Freitag nur hier ins Büro muss. Mir ist das trotzdem alles sehr wenig muss ich zugeben. Ich hätte ihn lieber die ganze Woche hier.

      In der Woche arbeitet er auch von halt 8 morgens bis oft 21 Uhr. Da er einen Wohncontainer auf der Baustelle bekommen hat kann er sich dafür aber auch mittags mal ne Stunde Zeit nehmen für sich. Wir telefonieren dann meistens noch ne Stunde abends und dann gehen wir auch schon ins Bett.

      • (8) 13.02.16 - 08:54

        Warum wollte er noch ein Kind unter den Umständen?

        Wenn er die Woche über weg ist, verstehe ich den Wunsch nicht. Er hat doch nichts von seinem Kind , nimmt nicht am Alltag teil: Elternsprechtag, Hobbies, Schularbeiten, mal für eine Arbeit lernen. ...
        Er wollte das doch auch schon als noch nicht klar war dass er in den Innendienst kann oder?

        Du hast dann in mehr Arbeit und er kommt nur mal für zwei Tage um sein Kind zu sehen?

        Ich verstehe diese Männer nicht, die wollen alles, beruflich immer weg und trotzdem Familie.

        Warum bleibt man dann nicht einfach Single?

        • Klar hatte er den Wunsch schon vorher aber da habe ich ja gesagt das geht so nicht und er hat dann mit seinem Chef gesprochen und weiß ja jetzt schon seit Dezember, dass er nach der Baustelle die neue Stelle bekommt. Also würde er da jetzt sowieso unabhängig vom Baby anfangen.
          Sollte es jetzt wirklich geklappt haben und alles gut gehen gibt es für ihn auch die Möglichkeit nur noch 2 Tage die Woche auf die Baustelle zu fahren um mehr bei uns zu sein. Aber im Moment ist es sehr stressig und da geht das nicht. Er kann halt vieles leichter organisieren wenn er vor Ort ist. Er würde dann aber ab Mai/Juni eben auch weniger dort sein wenn ich schwanger bin. Dann muss er halt jeden Tag ins Büro fahren aber das sind ja dann nur noch 70km und er kann jeden Tag heim kommen. Wir suchen ja auch grad ein schönes Haus in der Nähe vom Büro damit es dann spätestens ab Sommer praktischer wird.

    Also ich glaube das ist nicht einfach und ich wäre auch kein Typ für eine Fernbeziehung muss ich sagen. Die Frage ist wie er das ganze sieht? Ist er zufrieden mit diesen immer währenden Trennungen? Du schreibst er möchte gerne mehr Freizeit. Gut wenn er unter der Woche die meiste Zeit Ruhe gewohnt ist dann verstehe ich das es vielleicht auf einmal wie eine andere Welt ist wenn er heimkommt. DA wirbelt ein Kind um ihm herum und daran muss man sich sicherlich erstmal wieder gewöhnen. Aber ich sehe ja auch das du selbst weniger abschalten kannst weil du auch in erster Linie unter der Woche alleine zuständig bist. Hier sehe ich aber eindeutig seinen Vorteil: Wie lange arbeitet er unter der Woche wo er ohne euch ist? Hat er hier nicht genug Freizeit die du lange nicht hast und andere Väter auch nicht? Welche Freizeit will er dann oft noch am Wochenende wenn er sie doch schon mehr hat als andere von Montag bis Freitag? Im ersten Moment klingt das für mich auch etwas gewöhnungsbedürftig muss ich sagen. Vermisst er euch und sein Kind nicht? WEnn es nämlich so recht belastend ist für beide Seite stellt sich schon die Frage ob das Modell auf Dauer etwas für euch ist.

    Ela

    • Ja, ihn stört das schon auch. Aber ich glaub on erster Linie weil er die langen Arbeitstage anstrengend findet. Abendessen mit Kollegen nach der Arbeit stellt für ihn keine Freizeit dar. Zumindest aus seiner Sicht.

      Ich seh das zu einem gewissen Grad etwas anders und ich kenne das projekt Geschäft auch. In meinem Job War ich früher auch oft wochenlang unterwegs. Und ixh habe die abend dann halt schon genutzt. Ixh meine: er geht ja auch dort ins Kino, Weihnachtsmarkt, etc pp. Er sieht andere Leute. Ihm fällt nicht die decke auf den Kopf, etc.

      Deswegen find ich es für mich grad schwierig ihm jetzt noch zu sagen, er kann nen halben Tage am we für sich haben. Oder zu sagen: ein abend am we kannst du für dich haben. Dann Sitz ich ja wieder mit kind fest.

      Ich weiss, dass es Paare gibt bei denen so ein Modell funktioniert. Aber ich glaub ich bkn da einfach nicht der Typ für. Eigentlich War bei uns immer klar, dass wir die kinderbetreuung möglichst gleichmäßig aufteilen und icj nach einem Jahr wieder arbeiten gehe und er das unterstützt.

      Er sagt zwar er findet es gut, dass ich wieder arbeite, aber dann kommt immer ein Riesen ABER. Ich glaube ehrlich, dass ihn das stört, er es aber nicht zugibt, da das für mich absolut unverhandelbar ist. Und das war es schon immer.

      Ich glaube wir leben uns Grad extrem auseinander. Vor allem weil ich es nicht schaffe am we von fern auf nah umzuschalten. Und mir die emotionale Nähe insgesamt fehlt.

      Ach ich hoffe wir kommen da wieder raus. Es macht mir angst, dass es auch im Falle eines jobwechsel (der aber noch in den Sternen steht, da der Arbeitsmarkt für seine Qualifikation hier vor Ort nicht so rosig ist) nicht besser wird.

      Umzug kommt nicht in frage. Wir gen hier Familie, die kleine ist in die krippe eingewöhnt jnd geht sofern hin, Freunde und der Hauptgrund: ich habe meinen Job hier.

      • Hallo

        Was mir gerade noch einfällt nachdem ich erst heute wieder mit meinem Mann alleine unterwegs war:

        Wie sieht es mit gemeinsamer Freizeit aus? Könnt ihr das Kind vielleicht mal einen halben Tag am Wochenende zu Verwandten geben und nur ihr beide macht was gemeinsam?

        Ich finde das sehr wichtig,oder mal essen gehen.

        Gemeinsames Hobby wie schwimmen,wandern,tanzen oder,oder,oder.

        Lg sandra

Ich kann alles sehr gut nachvollziehen was du schreibst! Mein Mann und ich sind 15 Jahre zusammen und seit 13 Jahren führen wir eine Wochenendbeziehung. Ich hab es so satt mittlerweile, ich kann es nicht beschreiben. Seit wir ein Kind haben (seit 2013) ist es aber einfach nochmal eine ganz andere Geschichte. Das was du sagst: in der Woche ist man abends quasi ans Haus gefesselt. Und es bleibt alles an einem hängen, egal ob es einem mal schlecht geht oder nicht. Arbeit, Haushalt, Kind, das war es oft gefühlt.

Mein Mann ist zum Glück mit der Situation auch unzufrieden und wäre gern regelmäßig zuhause, er hat die schnauze auch voll. Und er versteht meine Seite. Das ist, so klingt es zumindest, korrigiere mich wenn ich falsch liege, anscheinend anders als bei euch. Ich würde sagen, erstmal müsst ihr drüber reden wie ihr der Situation begegnen wollt. Ich finde es auch nicht prickelnd, wenn mein Mann sagt, er möchte am Samstag zum Fußball. Dann ist er von mittags bis abends weg. Aber natürlich hat er auch das Recht auf Freizeit am Wochenende. Er nimmt sich da aber schon zurück, stellt die Zeit zu dritt an erste Stelle oder gibt mir Freiräume, wenn ich sie brauche. Da ist halt immer das Problem, dass diese Zeit von der ohnehin knappen gemeinsamen Paar- und Familienzeit abgeht. Wenn er jetzt aber sagen würde, er hätte gerne einen Tag oder abend vom Wochenende für sich, wäre ich alles andere als begeistert und würde ihm das auch so sagen.

Bei uns ist es zum Glück absehbar. Anderthalb Jahre noch, dann ist es geschafft, und zwischendurch ist er seit einem Jahr immer schon mal drei Monate jeden Tag zuhause. Das lässt uns momentan aushalten. Ich würde sagen, redet drüber, wie es euch damit geht, was ihr für Vorstellungen habt, wie ihr die Zukunft seht. Immer wieder. Du bist diejenige, die momentan am meisten zurück steckt, das sollte er schon anerkennen, finde ich. Und zieht an einem Strang. Das funktioniert natürlich nur, wenn man sich verstanden fühlt und irgendwie ein gemeinsames Ziel hat. Ich wünsche euch alles Gute!

Eins noch vergessen :-P wir haben abends regelmäßig einen Babysitter, für gemeinsame Unternehmungen, Freunde treffen, Essen gehen... Du sagtest, zur Zeit ist das schwierig weil euer Kind schlecht schläft. Vielleicht ändert sich das ja bald! War bei uns auch lange so, aber seit einem Jahr schläft mein Sohn verlässlicher und die Babysitter Geschichte ist echt ne tolle Sache. Zeit zu zweit, nicht nur zuhause, bringt uns immer ne ganze Menge Nähe.

Hallo, ich habe 3 Kinder und führe seit 2 Jahren eine Wochenendehe. Es ist doof und ich beneide die Familien, die abends zusammen am Tisch sitzen und die Paare, die abends gemeinsam am Sofa lümmeln. Aber man gewöhnt sich daran. Wir funktionieren gut als Team. Dadurch, dass wir nur wenig Zeit gemeinsam haben, wissen wir diese Zeit zu schätzen. Sieh es positiv, dein Kind wird größer und es wird leichter. Spätestens wenn deine Maus durch schläft und abends ohne Probleme ins Bett geht wird es einfacher. Und das dauert nicht mehr lang. Ich mache es mir abends allein gemütlich. Eine leckerer Tee, was zu knabbern, ein schönes Buch oder ein Film. Sowas kann auch schön sein. LG Michaela

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