Kinderkliniken in Marokko?

    • (1) 18.02.16 - 12:47
      neumarokkanerin

      Ich schreibe hier, weil ich anonym bleiben mag.

      Uns, meinem Mann und mir, ist was Schrecklickes passiert. Unsere kleine Maus (5 Jahre alt) hat Anfang des Jahres die Diagnose Leukämie bekommen.

      Laut den Ärzten muss sie nun bald eine Chemotherapie beginnen.

      Und weil das alles noch nicht kompliziert genug ist, geht's im März nach Marokko. Mein Mann hat dort einen Job bekommen im Hotel seines Bruders, wir werden erstmal beim Bruder im Haus wohnen, bis wir was eigenes gefunden haben.

      Ich freu mich ja an sich auf das neue Leben, hierzulande halte ich auch die vielen Blicke in der Nachbarschaft nicht mehr aus. Ich bin Muslima geworden, weil das, was mein Mann mir von der Religion erzählt hat, mich überzeugt hat. Ich muss noch viel lernen, und auch das wird mir in Marokko leichter fallen.

      Mit plagen aber Zweifel: Wie gut sind die Krankenhäuser dort? Wie gut die Therapien für unsere Maus? Mein Mann sagt, da sei alles top, meine einzige und beste Freundin sagt, da sei alles ganz furchtbar.

      Ich bin ratlos, alle Vorfreude auf Marokko ist weg.

      Ich weiß nicht, wie Du das siehst, aber für mich hätte das Kind jetzt absolute Priorität.

      Soll Dein Mann erstmal allein fahren, damit das Kind hier behandelt werden kann.

      (11) 18.02.16 - 13:19

      Würde ich nicht machen. Die Schwiegereltern meiner besten Freundin sind wegen der Krebserkrankung des Schwiegervaters zurück nach Deutschland gezogen.

      Dein Kind wird mit der Krankheit genug kämpfen müssen, da müsste ihr die Kleine nicht noch mit einem Umzug belasten, oder?

      Generell hat sein Freund aber schon Recht. Die medizinische Versorgung in den großen Städten ist in Ordnung.

      LG und alles Gute für die kleine Maus

      Tut mir ganz schrecklich leid, dass dein Kind erkrankt ist.

      Ich würde unter diesen Umständen niemals auswandern und schon gar nicht in dieses Land.

      Unsere hervorragende medizinische Versorgung würde ich nicht aufgeben wollen.

      Euch ganz viel Kraft für die bevorstehende Zeit!

      Du willst doch nicht ernsthaft mit einen leukämiekrankem Kind nach Marokko gehen?
      Sorry da fehlen mir die Worte!

      Ein Land in dem Frauen und Mädchen nichts wert sind, alles komplett rückschrittlich ist und man als Deutscher die Hände über den Kopf zusammenschlägt ob der Bildung und Denkweise dort...klar würde ich mein krankes Mädchen auch hinbringen. Wie kann man so etwas seinem Kind antun?

      • Bitte verallgemeinere nicht.

        Nicht "man als Deutscher", sondern du und ein paar andere schlagen da die Hände überm Kopf zusammen.

        Sie hat grünes Licht von den Ärzten hier, sie hat einen Termin dort. Was soll sie sonst tun?

        Ihr Mann bekommt einen Job. In seiner Heimat. Vielleicht an dem Ort, wo die drei anders als hier die Chance haben, ohne verächtliche Blicke wegen Kopftuch und Islam zu leben.

        Wenn die medizinische Versorgung in Marokko so schlecht wäre, wäre das nicht andersherum dann auch ein guter Grund, möglichst vielen Menschen von dort hier Asyl zu gewähren?

        Sei engstirnig, wie du willst. Aber beziehe da nicht durch dein "man als Deutscher" noch mich mit ein.

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