Trennung und gleich neuer Partner?

    • (1) 21.02.16 - 13:04
      altundneu

      Hallo,
      ich werde mich von meinem Mann trennen. Emotional habe ich bereits vor etlichen Monaten gekündigt. Gesagt habe ich es ihm noch nicht. Wir sind seit 12 Jahren verheiratet und haben drei Kinder. Es wird also alles andere als einfach...
      Für mich gibt es kein zurück mehr. Ich liebe ihn nicht mehr und wenn ich mir vorstelle, mit ihm alt zu werden, bekomme ich Bauchschmerzen. Ich bin unglücklich und nur noch traurig. Paartherapie möchte ich nicht. Ich habe keine Kraft und keine Lust um meine Ehe zu kämpfen.

      Die Kinder tun mir leid und ich befürchte, dass sie sehr unter Trennung leiden werden. Deshalb weiß ich nicht, ob die Trennung der richtige Weg ist. Die Zweifel bleiben... Aber wären die Kinder nicht, wäre ich längst weg.

      Nun ist es so, dass sich ein guter Freund von mir in mich verliebt hat. Er weiß von meinen Problemen, hat mich aber niemals zur Trennung ermutigt. Er ist ganz anders als mein Mann und ich mag ihn wirklich sehr. Wir kennen und schon sehr, sehr lange. Meinen Mann kennt er nicht. In den letzten Wochen ist er mir immer wichtiger geworden. Wenn ich an ihn denke, habe ich Schmetterlinge im Bauch. Ich bin mir sicher, dass wir uns ziemlich bald näher kommen (nachdem ich die Trennung ausgesprochen habe). Ich trenne mich übrigens nicht wegen ihm, nur zur Klarstellung.

      Eine feste Beziehung möchte ich natürlich (noch) nicht, eher so eine Art Freundschaft+ , jedenfalls für den Anfang. Aber ich hoffe trotzdem sehr, dass langfristig aus uns was wird. Ich weiß, eine Garantie gibt es nicht, aber darum geht es auch nicht.
      In der Trennungszeit etwas Neues zu beginnen ist sicher nicht besonders clever. Aber wenn die Gefühle für einander nun mal da sind, kann man auch nicht einfach sagen, wir legen das jetzt mal auf Eis und warten noch ein Jahr...

      Aber hat so etwas realistisch betrachtet überhaupt eine Zukunft oder ist das von vornherein schon Scheitern verurteilt?

      War jemand von euch schon mal in dieser Situation? Und was ist draus geworden?

      • Hallo,

        die (mögliche) Trennung von deinem Mann mit entsprechenden Folgen für die Kinder ist das Eine. Das (meiner Meinung nach) Wesentliche an der ganzen Geschichte.
        Es ist bestimmt auch gut, wenn du in dieser Zeit jemanden hast, der dich unterstützt, mit dem du reden kannst und der dir hilft.

        Das "Thema Freundschaft +" erachte ich (ganz besonders) in der Trennungsphase als sehr kritisch bzw. problematisch.......#schwitz
        - Der eine Grund ist, daß diese Person für Außenstehende oder auch dein Kinder (bzw. dein zukünftiger Ex) sehr wahrscheinlich als der Böse angesehen wird.
        - Zum Anderen, ist die Thematik Gefühle (so wie ich es jetzt aus deinem Text heraus gelesen habe) in erster Linie doch sehr einseitig. Und zwar auf der Seite "des Neuen/deines derzeit platonischen Freundes".

        Das Ganze empfinde ich nicht als besonders prickelnd. Ich sehe das auch nicht als besonders gute Basis für eure (evtl. gemeinsame) Zukunft.
        Diese Freundschaft + nach einer Trennung hat für mich etwas von Lückenbüser. Dafür wäre mir dieser (derzeit platonische) Freund doch zu schade.

        Lg.

        "Ich bin mir sicher, dass wir uns ziemlich bald näher kommen (nachdem ich die Trennung ausgesprochen habe). " und "Aber wenn die Gefühle für einander nun mal da sind, ..."

        Sind das jetzt nur Deine Gefühle oder werden Sie (objektiv) von Deinem Freund erwidert? Habt Ihr beiden über EUCH gesprochen? Eure Beziehung wird nicht ganz klar.
        Und was verstehst Du unter Freundschaft+ ?

        Hallo,

        <<Eine feste Beziehung möchte ich natürlich (noch) nicht, eher so eine Art Freundschaft+<<

        Heißt das im Klartext, er darf gern für dich da sein, dich unterstützen und aufmuntern inkl. Sex, soll sich aber dezent im Hintergrund halten und sich nicht offiziell mit dir zeigen? Du willst also eine klassische Affäre. Und weiß er schon von seinem Glück? Dein Mann ist auch noch nicht informiert, oder? Du machst schon Pläne für dich ohne die anderen Beteiligten miteinzubeziehen. Mach doch erstmal reinen Tisch mit deinem Mann und lass den guten Freund guten Freund sein. Sonst hast du ganz bald noch Liebeskummer zu dem ganzen Trennungsstress wenn nicht alles nach deinen Vorstellungen hinhaut. Man kann sich alles noch so schön ausmalen, die Realität ist dann doch ziemlich enttäuschend

      • (5) 21.02.16 - 14:22

        Den Antworten nach zu urteilen, habe ich mich missverständlich ausgedrückt:

        Ich bin verliebt in meinen Freund und er bedeutet mit sehr viel. Ich möchte sehr gerne mit ihn eine Beziehung und er ist auf keinen Fall nur ein Lückenbüßer, dafür ist er mir viel zu wichtig.

        Ich habe das als Freundschaft+ bezeichnet, weil “Beziehung“ so ein tragender Begriff ist.

        Wir werden in absehbarer Zeit nicht zusammen wohnen. Jeder behält seine Wohnung. Bevor ich ihn meinen Kindern vorstelle, möchte ich noch etwas Zeit verstreichen lassen.

        Da er beruflich viel unterwegs ist, werden wir und etwas jede es zweite Wochenende sehen.

        • (6) 21.02.16 - 15:06

          "Ich habe das als Freundschaft+ bezeichnet, weil “Beziehung“ so ein tragender Begriff ist."

          Woran legst Du hier den Unterschied fest?

          • (7) 21.02.16 - 15:17

            Freundschaft+ ist zum Spaß haben und ohne Liebe, nichts für die Zukunft. Sondern nur solange, bis jemand einen Partner fürs Leben gefunden hat. Eine Beziehung ist langfristig und gründet auf Liebe. Soweit meine Meinung dazu.

            Eine Freundschaft+ soll es ja nicht werden.

            • (8) 21.02.16 - 15:35

              Aber genau das schreibst Du doch, "eher so eine Art Freundschaft +"?
              Und Du hast doch Gefühle für ihn, da wäre es ja Augenwischerei, zu behaupten, man gibt dem Kind einfach einen anderen Namen und schon ist es easy going. ;-) Vor Allem sehe ich das Hauptproblem in Deiner ausstehenden Trennung/Scheidung, meinst Du, das geht problemlos und freunschaftlich vonstatten? Ich fände es nämlich recht unfein, den neuen Partner mit meinen Beziehungsproblemen zu beschäftigen und ihm hinterher zu sagen "Hey sorry, das mit uns wird doch nix Festes".

              • (9) 21.02.16 - 15:47

                Ja,ok. Also nennen wir es doch Beziehung. ;-) Gefühle sind ausreichend vorhanden.

                “Ich fände es nämlich recht unfein, den neuen Partner mit meinen Beziehungsproblemen zu beschäftigen und ihm hinterher zu sagen "Hey sorry, das mit uns wird doch nix Festes".“
                NEIN, auf keinen Fall. Das ist nicht der Plan. Ich habe eher Sorge, dass er geht, weil ihm das alles zuviel ist... Definitiv kein Lückenbüßer für mich.

                • (10) 21.02.16 - 16:40

                  Na also, geht doch. ;-) Nicht rummädeln ist schon einmal gut. Er wird es ja wohl verdient haben, dass Du Fakten schaffst. :-D

                  Folgendes würde ich tun, wäre ich in Deiner Situation: Alles bei lockeren Treffen belassen und ehrlich zu ihm sein. Ich würde mich nicht auf ein Beziehungsding einlassen und ihm das auch klar kommunizieren, bis die Ehe und die Beziehung mit Deinem Mann so weit geklärt ist, dass praktisch nur noch auf die Scheidung gewartet wird.
                  Also verbale Trennung und räumliche Trennung sollten schon in trockenen Tüchern sein. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist das sowieso in Deinem Sinne.

                  Sei einfach zu den Männern ehrlich und fang kein Doppelding an. Das stresst Dich am Ende nur am Meisten.

        Hallo,

        wenn du dir durchaus eine Beziehung mit ihm Vorstellen kannst (was es in meinen Augen wäre, wenn du in ihn verliebt bist und du dich von deinem Mann trennen willst), dann besteht durchaus das Risiko, daß dein (möglicher) neuer Freund als der Böse betrachtet werden wird. Wahrscheinlich ganz besonders von deinen Kindern und/oder auch von Seiten deines Mannes.

        Die Bezeichnung Beziehung ist immer etwas größeres. Hat im Normalfall immer mehr Tragweite und sollte im Idealfall aucg gut druchdacht sein.

        Eine Freundschaft + (also mit Reden, füreinander da sein und ZUSÄTZLICHEM Sex) in der Trennungsphase/kurz nach der Trennung ist eher die Variante Lückenbüser.

        Überlege dir erst einmal WAS du wirklich möchtest.
        - Die Trennung von/mit deinem Mann?
        - Eine Affäre mit einem Dritten?
        - Einen Neuanfang mit einem anderen Mann?
        - Welche Rolle soll dein (derzeit platonischer) Freund wirklich spielen?
        - Wie siehst du DEINE Zukunft?
        - Wie siehst du die Zukunft DEINER KINDER?
        - WER hat in deiner Zukunft einen ECHTEN Stellenwert?

        LG.

    (12) 21.02.16 - 15:32

    Hallo,

    ich habe mich nach 12 Jahren getrennt.
    Nach 2 Wochen habe ich meinen Mann kennengelernt und nach 1 Monat waren wir fest zusammen.
    Wir du gelesen hast, ist er jetzt mein Mann und wir sind schon einige Jahre sehr glücklich zusammen. :-)

    LG

    • Ich habe mich nach 11 Jahren getrennt, mit 2 Kindern. Weil ich mich in meinem jetzigen Mann verliebt habe. Es ging auch alles nahtlos über. Wir sind seit 5 Jahren zusammen und haben noch eine gemeinsame Tochter bekommen.

(14) 21.02.16 - 16:47
heutemalinschwarz

Ich war schon mal - allerdings war ich da noch ein paar Jährchen jünger - in so einer Situation. Mit meinem damaligen Partner war ich unglücklich, weil er nicht wirklich zu mir stand und ich nach und nach spürte, dass er das auch in absehbarer Zeit nicht tun würde (er kam aus einem anderen Kulturkreis, seine Familie war gegen mich, und er hätte sich gegen sie entscheiden müssen). Damals hatte ich einen guten Bekannten, dem ich mein Herz ausgeschüttet habe und für den ich Gefühle zu entwickeln begann.

Die alte Beziehung habe ich beendet und mich dann recht schnell in die neue gestürzt, wobei ich damals schon klar geäußert habe, dass wir es erst einmal miteinander probieren, aber ich eben auch Zeit brauche, das Vergangene zu verarbeiten. Natürlich gab es auch eine tolle Zeit, aber letztlich ist die Beziehung mit einem riesigen Knall zu Ende gegangen, vor lauter Verliebtheit und Bedürftigkeit habe ich überhaupt nicht sehen wollen, dass ihm das Ganze zu viel war und er eine "bequemere Partnerin" - ich bin zugegebenermaßen nicht immer ganz einfach - haben wollte. Er hat mich hintergangen, was ich erst über Freunde erfuhr: Er war zu feige, mir das zu sagen.

Danach habe ich sehr sehr lange Zeit gebraucht, um überhaupt wieder zu jemandem Vertrauen aufzubauen - ich war wirklich sehr blauäugig und einfach nicht stark genug, erst einmal eine Zeit alleine zu sein.

Natürlich muss das bei Dir nicht so sein, aber die Fragen, die hier andere formuliert haben, solltest Du Dir auf jeden Fall stellen und in Ruhe für Dich beantworten.

(15) 21.02.16 - 17:21

Mal ein Erfahrungsbericht und nicht immer nur ein Ratschlag von Leuten, die gar nicht wissen wie das ist weil sie nie in der Situation waren...

Mein Ex und ich waren über 3,5 Jahre zusammen und die Hochzeit war geplant. Wir haben eine gemeinsame Tochter und ich hatte immer den Eindruck, dass alles gut war. Er hatte sich dann von einem Tag auf den anderen von mir getrennt. Seine Schwester und ihr Mann wohnten im gleichen Dorf und mein "Schwager" hatte gerade 2 Wohnungen gekauft und mir dann angeboten diese für mich und die Kinder zu renovieren damit wir dort einziehen können. wir haben dann ganz viel miteinander geschrieben und nachdem ich dann so einen Monat Single war hat er mir "gestanden", dass er schon von Anfang an in mich verliebt war aber er wollte nie in die Beziehung funken und er war ja auch verheiratet. Das es keine glückliche Ehe war ist kein Geheimnis gewesen.
Wir haben einen ganz schönen Altersunterschied und die Tatsache, dass er ja quasi beinahe mein Schwager gewesen wäre hat es mir nicht unbedingt leichter gemacht aber ich hatte irgendwann auch diese Schmetterlinge im Bauch. Wir haben uns anfangs heimlich getroffen und irgendwann haben wir dann aber gesagt wir sind uns unserer Gefühle schon sehr sicher! Er hat sich getrennt und mittlerweile erwarten wir unser erstes gemeinsames Baby #verliebt

Es war keine leichte Zeit und seine Ex hat ns lange das Leben zur Hölle gemacht aber was solls. Meine Kinder akzeptieren ihn voll und ganz an meiner Seite und haben auch sehr schnell von sich aus Papa gesagt. Dadurch das wir uns vorher schon kannten haben wir denke ich besser einschätzen können auf was wir uns da einlassen.

Hier bei Urbia wurde ich dafür aufs böseste beschimpft wie ich mich nur an einen verheirateten Mann machen kann und so...dabei kam es ja von seiner Seite!

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