Hilfe suchen - wird das Kind dann weg genommen ?

    • (1) 21.02.16 - 20:03
      habefertig

      Es geht mir wieder sehr schlecht und ich muss mir dringend Hilfe suchen, also entweder rufe ich heute Nacht noch jemanden an (Kind ist bei meiner Mutter), oder morgen früh.

      Aber ich frage mich ob sie mir dann das Kind weg nehmen wenn ich mir stationäre Hilfe suche?

      Es geht wirklich nicht mehr anders, ich bin am Ende.

      • Kann Deine Mutter Dein Kind betreuen, während Du in der Klinik bist?
        Ich sehe keinen Grund, warum man das Kind wegnehmen sollte, wenn es sowieso schon betreut wird. Es ist ja besser bei einer vertrauten und verwandten Person aufgehoben, als bei Fremden.

        (3) 21.02.16 - 20:07

        hallo,

        ich weiß es nicht genau, vermute dass deine Mutter (ich nehme an sie kann das körperlich und macht das gerne) das Kind behalten wird, wenn es dort gut versorgt ist. Das ist ja immer noch besser wie wenn man das Kind aus dem vertrauten Umfeld heraus nehmen würde.

        Ich schreibe dir, weil ich dich mutig finde, weil du dir Hilfe holen möchtest - das zeugt von Verantwortung. Ich wünsche dir viel Kraft und alles alles Gute - für dich und dein Kind und deine Mutter!

        du wirst bestimmt noch qualifiziertere Antworten bekommen!
        lg und #klee

        Hallo,

        mal abgesehen davon das Du hier nur sehr wenig Informationen preis gibst. Wieso sollte man Dir Dein Kind weg nehmen wen Du Dir Hilfe suchst. Dein Kind hast Du ja offenbar schon gut bei Deiner Mutter untergebracht.

        Du beweist also das Du bereit bist Dir Hilfe zu suchen um eine gute Mutter zu sein.

        Wie gesagt, mit den wenigen Informationen die Du gibst würde ich sagen es ist alles gut.

        LG und Gute Besserung Dore

      • Ich finde es toll, dass du dir Hilfe holen möchtest.
        Die Entscheidung war bestimmt nicht leicht für Dich!

        Dein Kind wird dir so schnell nicht "weg genommen". Was sein kann, ist dass es während du stationär bist (wenn deine Mutter es nicht weiter betreuen kann) in Kurzzeitpflege kommt, damit es gut versorgt ist.

        Nimm dir die Zeit die du brauchst um gesund zu werden, damit du für dein Kind da sein kannst!

        Hallo!

        Keine Panik, Dir wird das Kind nicht weg genommen.

        Entweder, jemand in Deinem Umfeld kann sich kümmern, etwa Deine Mutter. Oder es kommt in eine Pflegefamilie, solange Du Dich nicht kümmern kannst - nicht länger. Es gibt extra Pflegefamilien für solche Kurzzeitpflegen, es kann ja auch sein, dass eine Alleinerziehende Mutter ohne andere Angehörige einen verkehrsunfall hat und deswegen mehrere Wochen im Krankenhaus liegt. Und das passiert genauso, wenn Du wegen psychischer probleme in eine Klinik musst.

        Das ist wirklich nur für die zeit, wo es notwendig ist, und es ist sogar möglich, mit dem Kind zu telefonieren oder es zu besuchen, sofern das deine Behandlung zulässt.

        Wenn Du wieder fit bist darf das Kind wieder ganz normal bei Dir leben.

      • (7) 21.02.16 - 20:20

        Danke, ihr beruhigt mich.

        Ja meine Mutter kann sich kümmern auch über eine längere Zeit. Ihr Vater könnte es eigentlich auch, hat aber just jetzt eine OP gehabt weshalb er das jetzt nicht kann.

        Es geht hauptsächlich um mein Sichtverhalten, also ich fange wieder a zu trinken bzw Tabletten zu nehmen und habe auch schlimmere Gedanken. Deswegen wusste ich nicht ob ich heute noch anrufen muss oder morgen erst. Muss gucken wie die Nacht so wird.

        • Nein, wie schon geschrieben muss Dein Kind nur gut versorgt sein, dann passt das schon. Bei Deiner Mutter ist es gut aufgehoben.

          Schaffst Du die Nacht denn noch einigermassen gut? Ansonsten ruf heute noch die Klinik an und besprich schon mal das Nötigste. Die kennen Dich grundsätzlich schon, oder?

          • (9) 21.02.16 - 22:52

            Jein. Sie Klinik in der ich 2x War War für Kinder.jetzt komme ich auf eine andere Station.

            Aber ich kenne da einen Psychologen in einer Klinik... nur ist er noch nicht offiziell zuständig für mich. Aber mit dem kann ich reden.ich kämpfe noch mit mir.will nicht wirklich weg, weiß aber nicht wie lange ich das so aushalte.

            • Hallo,

              Es ist super das du selbst erkennst das du dringend Hilfe benötigst, tu das auf jeden Fall.
              Keiner wird dir dafür dein Kind wegnehmen und umso besser das du deine Mutter an der Seite hast, die sich kümmern kann. Solist das Kind nicht mal bei Fremden.
              Dein Kind würden sie dir höchstens entziehen wenn du absolut hilferesistent wärst und irgendwas schlimmes passiert, von daher machst du doch alles richtig.

              LG und alles Gute!

              Guten Morgen :-) Wie war Deine Nacht?

              Den Psychologen anrufen ist eine super Idee, würde ich definitiv tun. Dass Du nicht weg willst ist völlig normal, kann ich sehr gut verstehen. Habe neulich einen Fall live mitbekommen, da hat jemand drei Tage akut zu Hause verbracht, bis er endlich so weit war, in die Klinik zu gehen. Heute sagt er, das war total unnötiges Herauszögern des Unvermeidlichen, aber der Kopf spielt einem ja gerne mal einen Streich. ;-) Er hat sich halt doch sehr gequält in dieser Wartezeit.

              In diesem Sinne rate ich Dir, wenigstens das Telefonat zu führen und nichts zu lange "auszuhalten". Wenn Du und der Psychologe den Eindruck habt, dass Dir wahrscheinlich wenige Tage in der Klinik besser bekommen, als Dich zu Hause alleine herum zu schlagen, dann ist die Klinik die bessere Alternative! Umso schneller bist Du ja wieder stabil und bei Deinem Kind. Ich wünsch Dir was! :-D

              • (12) 22.02.16 - 11:43

                DankE dass du nach fragst.

                ICh hab was zum schlafen genommen, hab mich aber leider auch wieder verletzt. Nicht so doll. Hat mir aber gereicht.
                habe dann gerade eben in meiner Praxis angerufen und um 14:45 rufe ich an um das mit der Klinik zu besprechen. Bis dahin bin ich nicht alleine Zuhause. Die kleine War im Kindergarten und wird weiterhin von meiner Mutter betreut. Bringe gleich auch noch ein paar Sachen vorbei.

                Zu allem Überfluss fange ich ab dem 1.4 meinen Traumberuf an und ich habe die ganze Zeit Panik dass ich es nicht schaffe. Deshalb muss ich unbedingt kuriert werden. :(

                • Du kannst auf jeden Fall stolz auf Dich sein, dass Du Deine Grenze erkannt hast und handelst. Bis zum 01.04. ist noch sehr viel Zeit, genug, um Dich ordentlich zu stabilisieren. Auch die Versagensangst kann ja jetzt aktiv behandelt werden.

                  Respekt, wie Du das regelst und Dir Hilfe suchst. Das kriegen manche nicht so gut hin!

      (14) 23.02.16 - 12:29

      Hallo,

      ich habe deine Geschichte jetzt nicht mitverfolgt, aber ich war selbst vor einigen Jahren süchtig.

      Als ich gemerkt habe, dass es so nicht weitergeht habe ich als erstes Familienhilfe beantragt und diese dann auch gleich bekommen. Mit ihrer Hilfe habe ich mir dann einen Klinikplatz gesucht ( bei dennen gibt es grosse Unterschiede, du musst die Richtige für dich finden,
      Mein Kind war als ich dann in der Klinik war bei meinen Eltern, das war absolut unproblematisch, Sorgerecht war weiter bei mir. Ich habe meinen Eltern nur eine Schweigepflichtsenbindung für Ärzte uä unterschrieben.

      Ich hatte auch immer Angst, dass ich von nun an immer beim Jugendamt unter " potentiell unfähig" laufen würde, war aber nicht so. Für die ersten Monate habe ich dann noch einmal Hilfe beantragt, damit ich wieder in ein geregeltes Leben zurück finde, von sich aus hätte sich das Jugendamt ohne spezielle Vorkomnisse wohl nicht mehr gemeldet.
      Ich weiss nicht ob das stimmt, aber mir wurde gesagt, dass Sucht oder psychische Probleme alleine nicht zu einer wegnahme des Kindes führen, wenn es ansonsten gut versorgt ist und unter annehmbaren Bedingungen lebt.
      Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass man da ehrlich zu sich selber sein muss. Ich habe auf Therapie einige Mütter kennengelernt, die ihre Kinder unbedingt "behalaten" wollten, auch wenn offensichtlich war, dass sie eine Grundversorgung nicht gewährleisten können.

      Mein Rat an dich : kooperiere mit dem Jugendamt. Es gibt bestimmt auch andere, aber die, die ich getroffen habe, wollten wirklich das beste für mein Kind. Sie sind ja dafür da Familien zu helfen und nicht um die Eltern abzustarfen.

      Alles gute dir, mir geht es heute wieder gut, auch wenn mich das Thema Sucht ein Leben lang begleiten wird.

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