Unsichere Zukunft

    • (1) 29.02.16 - 14:31
      mayamaus24

      Hallo

      Ich bin seit nun 2 Jahre und 2 Monaten verliebt in meinen Freund, für den ich eigentlich alles tun würde damit es mit uns etwas Festes und Längeres wird. Leider kommt es mir vor als hält er mich hin und langsam verzweifle ich weil es nicht weiter geht mit ihm. :-( Er wohnt fast 300 km weg von mir und wir können uns nicht oft sehen weil ich auch kein Auto habe und so immer nur er kommen kann. Wenn er da ist dann ist es schön aber viel zu selten. Schon so lange eine Fernbeziehung zu haben geht an die Nerven und ich fühle mich allein gelassen von ihm. Ich bin schwanger und möchte endlich wissen wie es weiter geht, ob er zu uns zieht, ob ich zu ihm ziehe, aber er sagt es ist noch viel Zeit und das ist eine große Entscheidung und ich soll mich gedulden.

      Jetzt hatten wir uns wieder 3 Wochen nicht gesehen und er hat gesagt er hat keine Zeit am Wochenende zu kommen. Ich war frustriert und habe mir überlegt ihn zu überraschen. Ich habe meine Tochter geschnappt und bin 4 Stunden mit dem Zug zu ihm gefahren. Es war anstrengend und ich dachte er freut sich wenn er uns sieht aber nix da. Er war sogar eher genervt weil wir plötzlich vor der Tür standen und hat gefragt warum um alles in der Welt ich gekommen bin. Super Begrüßung! Mir hat es die Tränen in die Augen getrieben als er das gesagt hat und als meine Tochter gesehen hat dass ich weine, fing sie auch noch an zu weinen. :-( Er sagte er wollte an dem Wochenende seine Ruhe haben und keine Lust auf uns, sonst wäre er doch zu uns gekommen.

      Ich habe ihm gesagt dass mir das zu wenig ist. Nach mehr als zwei Jahren erwarte ich einfach etwas verbindlicheres und nicht wenn ich Lust habe komme ich wenn nicht dann komme ich nicht.

      Man muss nicht immer zusammen aufeinander sitzen, aber 3 Wochen nicht sehen? Für meine Tochter ist er der Papa und sie vermisst ihn auch wenn er nicht da ist. Das letzte Mal wo er länger bei uns war, war an Weihnachten. Da war er eine Woche da. Seitdem haben wir uns gerade mal 3 Mal gesehen in Januar und Februar. Und jetzt das 4 Mal an dem Wochenende wo er nicht begeistert schien von unserem Besuch. Wir haben dann eine Auseinandersetzung gehabt wo es darum ging dass es mir zu wenig ist, da wirft er mir vor ich würde auch sagen wenn es mir nicht passt wenn er kommen will.

      Dabei ist es etwas anderes. Er wollte Ende Januar kommen, da war meine Tochter krank und hatte Fieber und ich war auch krank, ich fühlte mich schlecht und habe deswegen abgesagt weil wir nur im Bett lagen. Und weil ich damals abgesagt habe, denkt er ich darf mich auch nicht aufregen weil er uns nicht bei sich haben wollte.

      Wir haben dann etwas lauter gestritten und davon ist dann meine Tochter die schon geschlafen hat aufgewacht und hat geweint und es war natürlich blöd für alle. Ihn hat das alles überfordert und er hat gesagt er hat keine Lust mehr auf dieses Theater und hat uns raus geworfen. :-( Es war 1 :45 und wir waren in einer fremden Stadt und er hat uns vor die Tür gesetzt. Ich bin dann mit meiner Tochter 40 Minuten zum Bahnhof gelaufen, sie war übermüdet und quengelig und es war eiskalt. Ich hatte leider nicht genug Geld um ein Taxi zu zahlen, da wir auch noch nach Hause fahren mussten mit dem Zug. Es war schrecklich ein übel gelauntes Kind durch die Nacht zu zerren. Dort habe ich dann auch noch gesehen, dass kein Zug mehr fährt. Wir haben also bis morgens am Bahnhof gesessen und gewartet bis der erste Zug Richtung Heimat fährt. Ich kam mir vor wie ein Penner aber ich habe versucht es meiner Tochter als Abenteuer zu verkaufen in einem Bahnhof zu übernachten. Wir waren dann erst Sonntag gegen Mittag wieder zu Hause und ich war richtig fertig von dem was war.

      Er hat dann Abends angerufen und gesagt es war blöd von ihm und er hat über reagiert aber er hasst solche Überraschungen und ich bin selbst Schuld weil wir einfach so gekommen sind. Und ich soll ihn nicht unter Druck setzen. Ich habe ihm gesagt dass mich das enttäuscht hat wie er sich verhalten hat und wir eine schreckliche Nacht hatten und ob es ihm egal ist. Er sagte es ist ihm nicht egal, er will es wieder gut machen und nächstes Wochenende mit uns weg fahren, damit wie ein paar schöne Tage zusammen haben. Ich freue mich darüber, aber ich kann das was er am Samstag gemacht hat nicht vergessen. Er hat heute wieder gefragt ob alles gut ist zwischen uns und als ich geschrieben habe noch nicht, da hat mich nachtragend genannt. Bin ich nachtragend? Soll ich es vergessen was war und mich über das nächste Wochenende freuen? Ich bin sehr unentschlossen. Ich will dass alles wieder gut ist zwischen uns, aber ich bin auch unglücklich wie es läuft gerade. Vielleicht stelle ich mich auch nur etwas überempfindlich an wegen der Hormone und der Schwangerschaft. Aber so kann es doch nicht weiter gehen, oder? Bitte schreibt mir eure unabhängigen Meinungen dazu.

      Danke

      • Ich muss gestehen... mir fehlen die Worte.
        Wie alt seid ihr, 15?!

        Wieso zur Hölle lässt du dich so behandeln?
        Wieso nennst du so etwas eine Beziehung?
        Wieso übernachtest du mit deiner kleinen Tochter am Bahnhof, statt dir ein Hotelzimmer zu nehmen?
        Euch hätte da sonstwas passieren können, und es interessiert ihn nicht?
        Wieso machst du nach so einer kalten, gefühllosen, verachtenswerten Aktion nicht mit ihm Schluss, sondern beschließt, Friede Freude Eierkuchen zu spielen?
        Wieso bekommst du mit so einem Mann ein Kind?

        "So einem Mann" = Ein Mann der zu sowas fähig ist, und der offenbar absolut NULL Interesse an einer Beziehung oder gar einer Familie hat. Oder Respekt vor dir. Er will seine Ruhe, das hat er ja wohl mehr als deutlich klargemacht. Denkst du, dass sich das mit der Geburt eures Kindes ändert? Wenn du dich da mal nicht täuschst...

        • (3) 29.02.16 - 14:56

          Wir sind nicht 15. Aber ich habe geschrieben ich hatte kein Geld für ein Hotel oder Taxi. Ich musste die Fahrkarten nach Hause bezahlen und ein kleines Frühstück für meine Tochter. Ich weiss schon dass er viel Ruhe braucht und ihm das mit mir und meiner Tochter oft zu viel ist und er deswegen nur selten kommt und auch mit dem Zusammenziehen so lange überlegt. Aber er liebt mich trotzdem und er liebt auch meine Tochter. Ich will ihm nicht zu viel Druck machen in der Sache, sonst schaltet er ganz auf stur. :-( Ich glaube schon dass wenn das Baby dann da ist er richtig zusammen wohnen will und mehr Zeit bei uns verbringen. Er sagt er freut sich auf drauf und das glaube ich ihm. Und es tut ihm leid wegen Samstag auch das glaube ich ihm. Er ist nicht so gut was soziale Beziehungen angeht und er war halt überfordert weil ich vor der Tür stand und ihm Vorwürfe gemacht habe und wir mitten in der Nacht gestritten haben. Als dann meine Tochter noch brüllend im Zimmer stand war ihm das dann zu viel.

          • Du beschließt spontan, Zugfahrkarten zu kaufen und dein Konto so zu belasten, dass du keine 40 Euro für ein billiges Hotelzimmer übrig hast? Okay, damit hätte ich nicht gerechnet, entschuldige bitte. Finde dennoch, dass das eine recht gefährliche Prioritätensetzung ist.

            Glaubst du ehrlich, dass er mit dir zusammenzieht, wenn ihr ein Baby habt? Ein Baby, das all deine Aufmerksamkeit auffordert, das Zeit und Nerven und Geld kostet? Ein Baby, das nachts schreit und brüllt und wütet, auch wenn ihr euch nicht streitet?

            Obwohl es ihm schon mit dir und deiner Tochter zuviel ist? Denkst du, ihn da gleich ins volle Programm reinzuwerfen, geht gut? Wenn ihn jetzt schon einfachste Regeln des Zusammenlebens vollkommen überfordern...

            Ich glaube, du verschließt deine Augen vor der Realität...

            • (5) 29.02.16 - 15:33

              Ich habe wirklich mein letztes Geld für diesen Besuch geopfert so ist es leider. Weil es mir wichtig war. Wenn ich gewusst hätte wie es endet dann wäre ich zu Hause geblieben und hätte das Geld für meine Tochter augegeben. Ich konnte aber doch nicht damit rechnen wie es wird. :-( Er wollte das Baby haben und ich war auch verunsichert wie es werden soll und ob wir nun wirklich zusammen ziehen. Er hat gesagt er freut sich und wollte Familie. Er bemüht sich schon aber er ist auch kein Bindungsmensch und braucht seinen Freiraum wo er machen kann was er will. Es ist aber in den letzten 2 Jahren besser geworden.

                • (7) 29.02.16 - 15:59

                  Er kann jetzt seine Gefühle besser zeigen und sagt auch dass er uns liebt. Früher war er viel kälter und distanziert und er wollte sich auf nichts einlassen. Er war von meiner Tochter genervt und ist nach einem Tag heim gefahren weil es ihm hier zu laut und stressig war. wenn sie immer getrotzt hat und geheult. Er hat sich oft viele Tage nicht gemeldet weil er sich nicht sicher war mit uns. Inzwischen schreiben wir jeden Tag, telefonieren und er sagt wir sind ihm wichtig. So etwas kam früher selten von ihm aus ohne dass ich frage. Er sagt er will eine Familie sein und dass er sich das früher nicht denken konnte dass es ihm gefällt. Er hat an Weihnachten auch viel mit meiner Tochter alleine gemacht weil es mir wegen der frischen Schwangerschaft mit Übelkeit und so mies ging. Das hätte er auch früher nie gemacht weil er sie zu stressig fand und lieber mich hat machen lassen. Das ist jetzt anders, sie waren spazieren im Streichelzoo, sie waren auf Spielplätzen und ist auch morgens mit ihr aufgestanden als ich kaputt war und eine schlechte Nacht hatte. So etwas wäre noch vor einem Jahr nicht möglich gewesen. Da war es der Horror früher als 10 Uhr geweckt zu werden. Ich sehe schon Fortschritte.

                  • (8) 29.02.16 - 16:07

                    dann eine Frage an dich:

                    weswegen hast du ihn in dem Moment nicht daran erinnert, dass er eine Familie möchte und sein Verhalten nicht angemessen ist?
                    warum hast du nicht beschlossen, dass du dich nicht wegschicken lässt und ihr bleibt?

                    ***
                    wo ist deine Klarheit? und wo sind deine Grenzen?

                    ***

                    ich würde eure Basis als schwankend und unsicher beschreiben. woher weißt du, dass es ihm nicht bald wieder zu viel ist und er euch rausschmeißt? willst du auf dieser Basis Familienleben aufbauen? mit dem ständigen Knüppel im Nacken, dass es ihm ja jederzeit wieder zu viel sein könnte?

                    • (9) 29.02.16 - 16:48

                      Er hatte sich sehr aufgeregt und war übelst gelaunt in der Nacht. Darum habe ich nicht darauf bestanden dass wir bleiben. Ich wollte in der Situation auch nicht bleiben mit der brüllenden Tochter und dem durchdrehenden Freund in einer kleinen Wohnung. Die Stimmung war nicht gut und es ist seine Wohnung und er hat gesagt er wollte an dem Wochenende nur seine Ruhe und ich hätte nicht kommen sollen. Dass das alles meine Schuld ist. Ich fand es besser zu gehen. Wir hätten dann irgendwann eine größere Wohnung und wenn es ihm zu viel wird, hat er trotzdem seinen Ort wo er sich beruhigen kann. Hier war die Möglichkeit nicht und es war alles zusammen gekommen und schief gelaufen.

                      • Er hatte sich sehr aufgeregt und war übelst gelaunt in der Nacht. Darum habe ich nicht darauf bestanden dass wir bleiben. Ich wollte in der Situation auch nicht bleiben mit der brüllenden Tochter und dem durchdrehenden Freund in einer kleinen Wohnung. Die Stimmung war nicht gut [...]
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                        Und das lässt bei dir nicht sämtliche Alarmglocken läuten? Was denkst du denn, was passiert wäre, wenn du nicht den Schwanz eingezogen hättest und gegangen wärst?

                        Willst du so einen Mann ernsthaft irgendwann mal allein mit einem Säugling und einem kleinen Kind lassen? Schmeißt der die dann auch aus der Wohnung, wenn sie heulen und er schlechte Laune hat? Oder schlägt er gleich zu, damit Ruhe ist?
                        Versteh mich nicht falsch, ich will ihm das nicht unbedingt unterstellen. Aber für mich liest sich das so, als ob er sich selbst nicht aus einer solchen Sitaution rausnehmen könnte, und du Angst davor hast, was passiert wäre, wenn du nicht gegangen wärst. Und DAS gibt mir zu denken.

                        (11) 29.02.16 - 17:46

                        das bedeutet, dass du seine Launen höher stellst als die Bedürfnisse deines Kindes.

                        - er hätte ja auch ins Hotel gehen können und du wärest in der Wohnung geblieben
                        - er hätte euch das Taxi bestellen können und die Fahrt und die Hotelnacht übernehmen können

                        es ist alles deine Schuld! es ist alles deine Schuld! - wie lange willst du dir das noch anhören? und du glaubst das noch?

                        und, könnt ihr euch eine so große Wohnung leisten, in welcher das schreiende Kind im Nebenraum nicht zu hören sein wird? oder willst du eine schallisolierte Kabine in den Keller stellen und da kommt das Kind rein, wenn es zu laut wird?

                        willst du dein Leben alle Launen ausgleichen und auffangen, die der Mann aufgrund seiner schweren Kindheit nicht anders in den Griff bekommt?

                        und du traust dich nicht mal etwas dagegen zu sagen??? das ist doch keine Beziehung!

                        so traurig es ist: du träumst dir da etwas zusammen. und du bleibst unverbesserlich auf deinem Kurs und bist nicht besser als dein Typ. so wie er die Launen hat, so hältst du deinen Mund. keins von beidem ist besser.

                        du bist nicht die Heilige, die ihn retten kann. Retten kann er sich nur selbst. das klappt aber nicht, so lange du aushältst und mitmachst. Ja, du machst mit!

                        du bringst dein Leben und das Leben deiner Kinder damit ins Chaos

                        wow, genial...
                        jetzt mal butter bei die fische: wie, zum teufel, stellst du dir die zukunft mit so einem idioten vor??? und dann auch noch mit baby.....

                        sorry, aber du bist jetzt schon die nächste alleinerziehende....

                        ich wünsche dir und deinen mäusen dennoch alles gute#gruebel#blume

                  (13) 29.02.16 - 16:14
                  denn die Hoffnung...

                  ... stirbt zuletzt.

                  du lebst in der Hoffnung. aber wenn du ehrlich bist, kostet es ganz schön Kraft mit dieser ständigen Ungewissheit zu leben und ständig zu hoffen, dass er sich ändert und "verbessert".

                  wie lange hältst du das durch?

                  in dem Moment wo du darauf hoffst, dass sich bei ihm etwas ändert, rutscht du in die passiver (Opfer?)-Rolle und bist total von ihm abhängig (nämlich ob er sein Verhalten wirklich ändern will oder kann). Du wirst vorsichtig, was kannst du ihm sagen, welche Ansprüche kannst du in welchem Moment an ihn stellen - oder besser nicht.

                  und nach einer gewissen Zeit hängst du an seiner Nadel und kannst dein bisher einigermaßen selbstständiges Leben nur noch erahnen - aber du hast es verloren. so wie sich dein Selbstwert auch Schritt für Schritt heimlich und leise verabschiedet hat.

                  du denkst jetzt: die übertreibt, die hat keine Ahnung. bei mir ist das etwas ganz anderes! Doofe Kuh.
                  und irgendwann stellst du schmerzlich fest: das Muster haben vor dir schon viele durchlebt, bzw. erlebt und werden es nach dir auch noch tun. Weil keine in einer Situation ähnlich deiner die Erfahrungen und das Wissen annehmen kann oder möchte. lieber willst du deine eigenen Erfahrungen machen und den Schmerz an dir selbst spüren und die Konsequenzen an deinen Kindern erleben und sehen...

                  wir Menschen lernen nichts dazu... oder zu wenig...

                  • (14) 29.02.16 - 16:50

                    Es ist anstrengend das stimmt. Für ihn aber auch. Er ist nicht gut in so zwischenmenschlichen Sachen und es ist neu für ihn jemanden so lange und so nah an sich heran zu lassen. Noch dazu gleich 2 Menschen die auch etwas von ihm wollen und sein Leben auch zum Teil bestimmen. Damit konnte er früher nicht gut klar kommen. Inzwischen ist es besser und ich glaube wirklich es wird immer besser. Und bei seinem eigenen Baby wird es bestimmt noch ganz anders. Wenn er von Anfang an damit lebt.

                    • Inzwischen ist es besser und ich glaube wirklich es wird immer besser. Und bei seinem eigenen Baby wird es bestimmt noch ganz anders.

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                      Dann höre auf rum zu jammern und hab vorsichtshalber immer ne Decke dabei, falls er Dich wieder mal mitten in der Nacht rauswirft.

                      Du bist ja komplett beratungsresistent.#zitter

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