Ist Freiheit nicht das Wichtigste?

    • (1) 01.03.16 - 22:35
      Heute in grau

      Ich schüttele heute über viele Postings mal wieder den Kopf.

      Warum machen es sich viele Userinnen so schwer?

      Ich schreibe mich auch mit eine Handvoll Userinnen mittels pn hier und alle, ich wiederhole alle, geben zu, dass mit ihrem Leben nicht zufrieden, ja sogar zum Teil unglücklich sind. Sie leben nach außen die normale Familie, aber sind zu Hause damit hochgradig frustriert.

      Alles verheiratete Frauen, die dachten, Ehe + Kinder machen glücklich, weil alle so leben und das normal ist.

      Größtenteils machen sie das, was der Partner will, haben nur Sex wenn er will oder unternehmen etwas, wenn er will. Ein eigenes Hobby lässt der Mann nicht zu.

      Mir ging es mal ähnlich und habe auf den Tisch gehauen und danach mir meine Freiheiten genommen. Mein Mann hat zwar anfangs getobt, aber inzwischen freut er sich, weil ich fröhlicher und glücklicher bin und das kommt auch ihm zu Gute ;-).

      Warum tut ihr Euch das an??? Ich will es verstehen.

      Also, ich bezweifle dass das was du hier zu lesen bekommst von bestimmten Damen , repräsentativ ist.

      Ich kenne keine Frau die in so einer Partnerschaft lebt oder Kinder hat weil sie dachte das ist normal und wird schon richtig sein.

      In meiner Partnerschaft entscheiden wir gemeinsam was wir unternehmen und ich passe mich da sicher nicht wie ein dummes Schaf meinem Partner an.
      Außerdem macht jeder auch noch sein Ding, beruflich sowieso, aber auch privat.

      Wir haben beide unseren eigenen Freundeskreis und auch unterschiedliche Interessen.
      Wir sind beide beruflich gerne und oft unterwegs und können da abends weg gehen, neue Leute kennen lernen und uns amüsieren.
      Sex habe ich nicht wenn mein Mann will um meine Ruhe zu haben. ..ich bin doch kein Spielzeug. Das muss schon von beiden Seiten gewollt sein um Spaß zu bedeuten.

      Kinder haben wir auch, aber nichtig sie zum alleinigen Mittelpunkt unseres Lebens zu machen.

      Dafür haben wir beide viel zu viel andere Dinge die uns auch ausfüllen und begeistern.
      Meine Eltern hatten nicht so eine Partnerschaft wie du sie hier darstellst.

      Über Urlaube oder Ausflüge wurde innerhalb der Partnerschaft oder Familie abgestimmt.

      Meine Eltern haben auch damals schon eine gleichberechtigte Ehe geführt.

      Die Frauen in meiner Familie und im Freundeskreis haben sich Gedanken über Partnerschaft und Familienplanung gemacht.
      Einige haben dann ganz auf Kinder verzichtet und niemand ist eine halbherzige Beziehung eingegangen nur um nicht allein zu sein oder um endlich ein Kind zu bekommen.
      Da wo kein passendes Gegenstück aufgetaucht ist, blieb es halt beim Single Leben ohne Kinder.

      Ich kenne das nicht dass Frauen sich aus Verzweiflung einem halbwegs akzeptablen Mann an den Hals werfen nur weil sie unbedingt ein Kind wollen.
      Da ist dann so ungefähr jeder gut genug. ...erbärmlich.

    • Ich gebe Dir absolut Recht. Ist mir auch schon aufgefallen.
      Ich koennte nie so leben. Mein Mann und ich leben in allen Punkten gleichberechtigt.

      Ich denke, dass manche Frauen schlicht und ergreifend unemanzipiert sind. Sie verwirklichen sich nicht im Beruf und auch sonst nicht. Sie moechten sich ueber Kinder definieren und reduzieren freiwillig ihre Berufstaetigkeit. Sie ordnen sich freiwillig dem Mann unter, weil der in die Rolle des Ernaehrers gedraengt wird.

      Gott sei Dank sind ja nicht alle so.

      Drei Frauen aus meinem Umfeld haben mir gestanden, dass sie das Kinderkriegen als Flucht aus der Arbeitswelt genutzt haben, weil sie unzufrieden mit ihrer Arbeit waren.
      Aber die Rechnung geht nicht fuer jeden auf, denn nur ganz wenige Frauen sehen ihre Erfuellung im Hausfrauendasein.

      Ich finde es schade, dass nicht mehr Paare auf den Trichter kommen alles gleichmaessig aufzuteilen. Dazu muessen beide Teilzeit arbeiten, beide Haushalt machen und beide Kinder betreuen.
      Dann hat man das gleiche Los und versteht sich besser.

      Andererseits muss jeder selbst wissen was er tut.

      • Also ich kenne keinen mann der eine gute teilzeitstelle hat. Das dies das richtige lebensmodell wäre würde ich doch sehr bezweifeln.

        Wir könnten weder haus noch hof zahlen würde mein mann nicht so ein gehalt nach hause bringen.
        Wir gehen viel in den Urlaub können unseren Kindern und uns alles ermöglichen und sind glücklich dabei.

        Und nein ich arbeite derzeit nicht (elternzeit) und werde auch niemals so verdienen wie er so what das ist unser und nicht seins oder meins.

        • Wenn es Dich so glücklich macht, dann ist es doch super.
          Es ging ja hier um die Frauen, die unfrei und unglücklich sind.

          Dass viele Frauen weniger verdienen als ihre Männer, ist auch ein Problem. Zum einen ist es ungerecht, wenn sie für die gleiche Arbeit weniger Geld kriegen, zum anderen suchen sich viele Frauen Berufe, bei denen sie nie viel verdienen werden.

          Wenn sehr viele Männer Teilzeitstellen fordern würden, würde es gehen.
          Vor 50 Jahren wäre auch nie ein Mann für einen Monat in Elternzeit gegangen, das gab es gar nicht. Dinge können sich also auch verändern.

          Oh! Also, ich hab schon selber genug studiert und gelernt, um mein Haus auch notfalls allein abzubezahlen. Ich verdiene mit Stkl 3 und Vollzeit locker so viel wie zwei meiner (männlichen) Nachbarn zusammen. Muss ich aber gar nicht. Denn mein Mann und ich gehen beide Teilzeit arbeiten, sodass wir täglich - spätestens ab Mittag, da der Kleine jetzt schon 5 ist und ohnehin vormittags im Kindergarten, meist aber ganztags - zu Hause sind. Nicht nur für den Kleinen, sondern für uns, für die restliche Familie usw.

          In meinem Job gibt es übrigens viele Männer, die auch TZ arbeiten. Also, sooo ungewöhnlich ist das auch wieder nicht.

    Freiheit ist die wichtigste Rahmenbedingung einer Beziehung. Und damit meine ich emotionale Freiheit. Nicht mit dem Partner zusammen zu sein, weil es eine gesellschaftliche Konvention ist, weil man ja objektiv ganz toll zusammen passt, finanziell abhängig ist oder wegen der Kinder. Nicht das Gefühl zu haben, man könnte nicht leben, wenn der andere nicht da wäre. Einfach zusammen zu sein, weil man es aus sich selbst heraus gern möchte und weil es das eigene Leben bereichert. So simpel ist es.

    Innerhalb einer Beziehung finde ich es eigentlich am wichtigsten, als gleichberechtigte Partner zu leben, sich auf Augenhöhe zu begegnen, Kompromisse zu schließen, auch mal Fünfe grade sein zu lassen.

    Ich bin glücklich weil ich einen fantastischen Mann habe, der mich lässt wie ich bin, mich unterstützt, mir auch den Rücken freihält wenn es nötig ist, ebenso wie ich es auch für ihn tue, der mir eigene Entscheidungen, eigene Interessen und Hobbies zugesteht, der mich und meine Belange ernst nimmt.
    Warum sollte sich jemand mit weniger zufrieden geben?

    Unsere Kinder sind nicht entstanden, weil eben alle Kinder bekommen und man es eben so macht, sondern weil wir uns beide von Herzen Kinder gewünscht haben. Ein Stück Freiheit gibt man für Kinder immer auch auf, dafür gewinnt man aber viele andere Dinge im Leben. Um nichts in der Welt würde ich zurücktauschen.

    Nein, das Lebensmodell an sich macht nicht glücklich. Aber das, was man daraus macht, kann glücklich machen.

    Klar kenne ich auch in meinem Umfeld unglückliche Beziehungen bzw. Ehen, aber auch viele glückliche.

    Hallo!

    Ich vermute mal eher eine verschobene Wahrnehmung. So ein Forum ist ja eher Problemorientiert, man macht hier eher selten einen Beitrag mit der Überschrift "ich bin so glücklich dass ich platzen könnte" oder "nach 10 Jahren noch frisch verliebt".

    Eher schreiben die Leute, die eben aktuell Probleme haben, unzufrieden sind.

    Übrigens war ich als Single nie glücklich, sondern immer auf der Suche nach der großen Liebe - und bin jetzt hochgradig zufireden die gefunden zu haben. Seit 12,5 Jahren.

    (11) 02.03.16 - 08:18

    Hallo

    ich melde mich mal!

    Warum, das ist die große Frage.
    Es passiert all die Jahre. Es geht schleichend. Man traut sich nicht aufsprechen, ist zurückhaltend, wenig Selbstbewusstsein, bekam es vorgelebt, man hat wenig Freunde weil nur die Familie zählt und nur mit der kann man alles besprechen, der Mann ist zu dominant uvm... keine Ahnung woran es lag/liegt ....

    Nicht falsch verstehen, ich bin weder eingsperrt noch bekomme ich direkte Verbote aufgedrückt. Ich gehe Teilzeit arbeiten, komm unter Leute, bin vielleicht manchmal etwas ruhig aber ich kann auch meinen Mund aufmachen. In der Zwischenzeit gehe ich auch in zwei VHS Kurse.

    Es gibt einiges was mir nicht passt oder nicht so läuft wie ich es mir vorstelle, es zu ändern, ist nach vielen Ehejahren nicht einfach. Manchmal fühle ich mich wie in einem goldenen Käfig.
    Manches ist zu eingefahren und wenn man keinen hat der einen hilft/unterstützt/Ratschläge gibt, einem neue WEge aufzeigt oder einfach mal in den Arm nimmt wenn es nicht so gut läuft, dann macht es die Sache nicht leichter.

    Ich zB steh im Grund alleine auf weiter Flur, vor Ort habe ich niemanden dem ich das erzählen könnte.
    Hab hier einen lieben guten Freund gefunden bei dem ich mich (leider) immer wieder ausheule, er hilft mir mit Worten, bekomme eine andere Sichtweise und schau so auch über den Tellerrand hinaus.
    Umsetzen und die ersten Schritte muss ich alleine machen, das ist mir schon klar.

    Ansonsten kenne noch ein weiteres Paar, Wie sagt man so schön "sie steht unter den Pantoffeln".
    Die anderen Paare die ich kenne, sind allerdings nicht so.

    Wie lange bist du verh.? WAnn hast du auf den Tisch gehauen, wann kam das Umdenken?

    Gruß

    (12) 02.03.16 - 08:35

    ich habe es eher so erlebt, dass es wie selbst sind, die in ihren eigenen Begrenzungen leben

    und dann entweder das in den anderen projizieren oder

    mitmachen, uns nicht dagegen wehren oder nicht in einer Selbstverständlichkeit die Freiheit leben, weil wir uns nicht trauen oder wir es als Kinder nicht anders erlebt haben, etc...

    in meinem Bekanntenkreis kenne ich fast keine Familie, die so lebt, weil man es halt so macht - nur eine, und da sind größere Probleme mit an Bord.

    es gibt Familien mit größeren oder minimalen Problemen. Dass jemand sagen würde, dass der andere einen klein hält, das kenne ich nicht. Aber würde das jemand sagen, wäre die Antwort schnell da, dass dazu immer zwei gehören...

    und was bezweckst du jetzt damit?

    es ist immer schwierig, ehrliche antworten zu erzeugen (wobei mir nicht mal klar ist worauf), wenn man anonym auftritt und erkenntnisse aus angeblichen? pn 's zum besten gibt. warum fragst du die betreffenden userinnen, die dir solche dinge anvertrauen, nicht direkt? das würde dir auf jeden fall eher antworten liefern, als hier ein fass auszumachen. so kommt dein post eher überheblich und provokant daher.
    v

    Hallo,

    Ich weiß ja nun nicht mit wem Du verkehrst, bei uns ist das anders. Jeder hat seine Freiheiten, seine Hobbys. Seit die Kinder abends auch alleine bleiben können, hat die Woche über jeder an mehreren Tagen abends seinen Sport, vorher haben wir uns abgewechselt. Sie hätte aber nie zugelassen, dass ich ihre Freiheiten beschneide, die Initiative zum Sex geht auch meist von ihr aus.

    Ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass es Frauen gibt, die sich unter den Pantoffel eines Mannes stellen, eher verzichten sie auf Familie und Kinder. Aber Du hast ja anscheinend andere Erfahrungen gemacht.

    Lebst Du in Deutschland ?

    • (15) 02.03.16 - 21:07

      Natürlich lebe ich in Deutschland. Wir sind auch eine deutsche Familie.

      Das ist ja gut, dass es bei Euch nicht so nicht. Ich finde auch, dass eine Ehe in etwa auf Augenhöhe sein soll.

      Dennoch, glaube mir, es gibt ganz viele Familien/Frauen bei denen es nicht so ist.

      Lies mal den Beitrag der Frau X in grau hier. Das ist so ein Beispiel.

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