Am Ende und weis nicht weiter

    • (1) 08.03.16 - 13:28
      AmEnde...

      Hallo,

      Ich schreibe heute hier weil ich nicht mehr wirklich weiter weis.

      Mir geht es ziemlich schlecht im Moment, da der Vater meines Sohnes und verlassen hat vor einer Woche Ca.

      Es kommen aber fürchte ich auch noch ziemliche Probleme von früher dazu, die ich lange Zeit wieder verträngt hatte und das hier ist jetzt nur der Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt :-(

      Ich habe mich in den letzten Tagen leider wieder geritzt (seit 8 Jahren nicht mehr vorgekommen) und kann kaum essen und habe nur noch 46kg auf 1,60m.

      Ich weis ich brauche Hilfe, schon alleine für meinen Sohn (2 Jahre) eine Mama die nicht funktioniert bringt ihm nichts.

      Er sieht es übrigens nicht wenn ich mich Ritze und auch die Wunden nicht!!!

      Ich war heute bei meinem Hausarzt und habe ihm das Problem geschildert. Er empfiehlt mir eine Tagesklinik und hat mir auch eine Einweisung mitgegeben. Stationär ginge gar nicht, da mein Sohn noch gestillt wird und auch bei niemanden einschläft abends, nichtmal bei seinem Vater, den ich da aber selbstverständlich nicht mit drinne haben will. Normaler Umgang ist etwas ganz anderes.

      Tja nun aber mein Problem. Ich weis ich brauche die Hilfe und schaffe es nicht mehr lange ohne.
      Aber wenn ich in die Tagesklinik gehen würde, verliere ich defenitiv meinen Job. Ich bin seit 2 Wochen endlich wieder angestellt mit 29 std. 10km von uns weg und das ist perfekt. Aber ich bin als krankheitsvertretung eingestellt. Sollte ich jetzt also selber für Wochen ausfallen, kann ich mir gleich die Kündigung abholen und das würde für uns Hartz 4 bedeuten, da ich noch nicht wieder genug gearbeitet habe.

      Ich weis grade nicht was ich machen soll :-( nehme ich mir Hilfe die ich dringend brauche verliere ich meinen Job.

      Mache ich so weiter wie im Moment wird es wohl nicht mehr lange dauern und ich schaffe es kaum mehr aus dieser Spirale raus und mein Sohn leidet darunter.

      Egal was ich mache jetzt es ist falsch. Ich weis einfach nicht was der richtige Weg nun ist.

      Man sagt immer das der erste Schritt ist zu erkennen das man Hilfe braucht. Aber dann kann man sie sich nichtmal suchen weil dann die ganze finanzielle und berufliche Zukunft hinüber ist...

      Am Ende kann mir keiner die Entscheidung abnehmen, aber es tat schon gut einfach mal darüber zu schreiben. Ich habe da niemandem mit dem ich reden kann, da ich noch nicht möchte das jemand weis wie schlecht es mir im Moment geht.

      Vielleicht war jemand ja mal in einer ähnlichen Situation und kann mir sagen wie es bei ihm war und wie ihr euch entschieden habt.

      LG

      • Wichtig ist, dass Du gesund und psychisch stabil bist bzw. wieder wirst.

        Vor allem für Deinen Sohn!
        Was nützt Dir der Job, wenn Du Dich selber kaputt machst? Richtig, gar nichts nützt er Dir.

        Einen Job kann man immer wieder finden, Gesundheit bekommt man nur bis zu einem gewissen Maß zurück.

        Geh in die Klinik!

        • (3) 08.03.16 - 14:01

          Ja das stimmt so wird es wohl nicht mehr lange gut gehen :-(

          Es fällt mir halt schwer, weil ich weis das wir dann wieder finanziell so schlecht dastehen und ich am Monatsende echt gucken muss, das er noch alles hat.
          Habe um den Job zu finden schon 1 Jahr gebraucht und sonst immer nur Absagen bekommen.
          Aber am Ende hat es ja trotzdem geklappt.

          Ich muss auf jeden Fall in die Klinik.
          Nur weis ich einfach auch nicht wie ich es meinem AG sagen soll und was. Bin bei der Stadt angestellt und der Bürgermeister kennt mich noch als Kind, da ich mit seiner Tochter befreundet war. Vor dem Gespräch habe ich richtig Angst und überlege ob ich vielleicht auch irgendwas schriftliches machen kann, weil mir das leichter fällt.

          • Wenn Du ihn solange kennst, dann sei einfach offen und ehrlich.
            Du musst in eine Tagesklinik, weil es leider ein paar Themen gibt, die Du nicht alleine verarbeiten kannst und dafür Hilfe brauchst.
            Das würde Dir sehr leid tun, da Dir Dein Job wirklich Spaß macht, aber-wie er sicher verstehen kann-die Gesundheit vorgeht, weil Du ja auch für Deinen Sohn da sein möchtest.
            Du würdest Dich natürlich sehr freuen, wenn Du nach dem Klinikaufenthalt wieder in den Beruf einsteigen könntest.

            Offen, ehrlich, ohne Tränendrüse...ist denn Dein Vertrag irgendwie befristet? Falls nihct können die Dir nicht mal eben kündigen.

            • (5) 08.03.16 - 14:23

              Achso und ja der Vertrag ist für 6 Monate erstmal befristet, weil es eben eine krankheitsvertretung ist. Aber solange die Kollegin nicht wieder kommt würde er verlängert werden und eventuell sogar unbefristet wenn sie gar nicht mehr kommt, wonach es im Moment wohl sehr aussieht.

              Bin halt in der Probezeit und da kann man ja ohne Gründe recht schnell kündigen

      (6) 08.03.16 - 13:57

      Hi.

      Erstmal ist das nicht unnormal, dass man nach einer Trennung komplett die Bodenhaftung verliert. Das ist ja mehr als frisch bei Dir!

      Mit Deinem Krankheitsbild kenne ich mich überhaupt nicht aus, frage mich aber, ob Dir Hilfe nicht ambulant angeboten werden kann?

      Aktuell ist es eine ganz schwere Situation für Dich. Deswegen mein Rat: schaue nicht nach vorne, da ist noch kein Livht! Nimm den Weg über eine Therapie. So wie sich das liest, hast Du Stärke, Du wirst es fuer Deinen Sohn und Dich schaffen, nach einer Therapie wieder einzusteigen. Ins Leben, in den Beruf. Mach die Therapie und denke noch nicht an morgen!

      Alles Gute!!! 004

      • (7) 08.03.16 - 14:05

        Im Moment sind es erstmal nur Depressionen laut meinem Hausarzt. Schwierig ist halt das ich durch das stillen auch nichts nehmen darf.

        Aber im Moment könnte ich mir auch nicht vorstellen abzustillen, da mir die Kraft fehlt (hinnehmen würde es mein kleiner trotzkopf hier nicht, weil er sein stillen liebt) und ich liebe es auch eigentlich, weil das nur eine Bindung zwischen uns beiden ist.

        Das ist ein guter Tipp mit dem nicht an morgen denken. Ich bin leider ein Mensch der immer gerne alles geregelt und geplant hat soweit es geht. Aber das sollte ich in dieser Situation mal wirklich versuchen auszuschalten.
        Vielleicht fällt es mir dann leichter den Schritt zu gehen.

        Danke dir

        • Warst Du nur beim Hausarzt? Oder auch beim Facharzt für Psychatrie/Nervenheilkunde?

          • (9) 08.03.16 - 14:21

            Bis jetzt beim Hausarzt.
            Aber er hat mir einmal halt die Einweisung für die Tagesklinik gegeben und auch eine Überweisung und dann gesagt das ich entscheiden soll was und wie ich es jetzt machen möchte, weil er mein Dilemma gesehen hat das ich mir so unsicher bin.

            In der fachklinik würde er dann auch anrufen, damit ich schneller einen Platz bekomme wenn ich das möchte. Bei einem Facharzt müsste ich wohl so mindestens 3 Monate auf einen Termin warten bei uns :-(

            Die Diagnose ist halt noch nicht sicher, weil ich vorher nie wirklich was gesagt habe. Aber mein HA sagt halt auch er kann mich nicht zwingen, aber möchte auch das sich ein "Profi" das ganze ansieht und würde die Tagesklinik bevorzugen weil er schon denkt das ich schnell Hilfe brauche.

            • Wenn Dein Hausarzt beim Facharzt anruft und Dich als akut Patient überweißt, musst Du nihct 3 Monate warten. Ein Hausarzt kann auch keine Diagnose zum einem psychischen Krankheitsbild stellen.

              Warst Du schonmal bei einem Psychologen/Therapeuten? das wäre ja auch eine Hilfe, da könntest Du due Termine so legen, dass es zur Arbeit passt.

              In der tagseklinik würde ich auch einmal anrufen, wie es da genau abgeht bzw. wie so ein tagesablauf aussehen würde.

    (11) 08.03.16 - 14:07

    Ich würde mich niemals auf eine stationäre Therapie eingelassen, nicht unter vergleichbaren Umständen. Ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung, darum schreibe ich heute auch ausnahmsweise anonym.
    Es gibt wirklich sehr, sehr gute Psychopharmaka heute, zusammen mit einer geeigneten Therapie und der passenden Medikamentation kannst du das packen ohne in die Klinik zu müssen. Natürlich brauchen die Medikamente etwas Zeit bis sie wirken, aber das wäre es mir wert, wirklich.
    Du kennst ja den Auslöser, nämlich die ganz frische Trennung, insofern ist deine Reaktion nachvollziehbar.
    Bei mir hat es funktioniert ohne stationären Aufenthalt!

    • Tagesklinik ist keine geschlossene Anstalt.

      Und Pillen kann sie nicht nehmen, weil sie stillt!

      • (13) 08.03.16 - 14:12

        Doch, kann sie durchaus, einige Präparate gehen, vorausgesetzt sie findet einen Arzt der sich wirklich gut auskennt mit der Thematik.

        Und Tagesklinik ist halb stationär und würde zum Verlust der Arbeitsstelle führen und könnte bei einer Sorgerechtsauseinandersetzung gegen sie verwendet werden.

        Allerdings ist der kleine schon 2.

        Ich habe im Allgemein nichts gegen langes Stillen (habe Freundinnen die sogar noch ältere Kindern weiter stillen). Wirklich nicht. Hier wäre es aber vielleicht doch an der Zeit abzustillen, finde ich.

        Ihr Sohn braucht jetzt viel mehr eine stabile Mutter, als weiterhin Muttermilch. So sehe ich das aber.

        LG,
        Natalia

Top Diskussionen anzeigen