Gehen oder Bleiben?

    • (1) 09.03.16 - 00:25

      Hallo Ihr Lieben,

      bin leider in einer (zumindest für mich) festgefahrenen Ehe. Vor drei Jahren waren wir für zwei Monate getrennt, seitdem hat er eine eigene Wohnung, kommt aber jedes Wochenende zu uns nach Hause und holt seit ca. einem Jahr auch die Kinder nach Bedarf vom Hort ab. Wir fahren gemeinsam in den Urlaub und er hilft auch hin und wieder im Haushalt mit.

      Man könnte nach Außen hin sagen, da hat sich eine Familie gut arrangiert.

      Leider passierten und passieren seelische Verletzungen, z.B. macht er mich regelmäßig vor den Kindern schlecht und zeigt sich sehr schadenfroh (selbst wenn den Kindern etwas passiert, lacht er,ist uns gegenüber muffig und distanziert sich mir gegenüber sehr stark.

      Er trägt finanziell so gut wie gar nicht zum Unterhalt bei, d.h. er wendet pro Monat nicht einmal 100€ für uns auf, obwohl er Vollzeit arbeitet und eine sehr günstige Wohnung hat.
      Ich arbeite ebenfalls Vollzeit, um die Kosten für uns zu decken - zum Glück macht mir meine Arbeit Freunde!

      Mein Problem bei dieser Situation ist, dass ich mich von ihm ausgenutzt fühle: als Kummerkasten (wenn er da ist jammert er nur), Mutti (bei mir gibt's warmes Essen und Zuwendung ) und finanziell (kein Unterhalt für die beiden, gemeinsamen Kinder).

      Ich habe das Gefühl, dass er mich nicht mehr liebt, aber er geht Unterhaltungen ( die unsere Partnerschaft betreffen ) aus dem Weg, wechselt das Thema, erklärt mich für Verrückt oder droht damit zu sich nach Hause zu fahren. Beischlaf vermeidet er ebenso, bzw. strengt sich nicht im geringsten an und dies seit Jahren.

      Nun bin ich mit meinem Latein am Ende. Kennt jemand eine ähnliche Situation, bzw. hat vielleicht da heraus gefunden?

      Auf der einen Seite möchte ich um diese Ehe kämpfen. Wir haben zwei wunderbare Kinder, die sehr an ihm hängen und bin über Tipps dankbar.

      Auf der anderen Seite kann ich allmählich nicht mehr. Der Alltag strengt mich sehr an und ich frage mich, ob ein weiterer Versuch etwas bringt?

      Wir waren schon über ein Jahr lang in Paartherapie, doch er hat sich kaum hinterfragt. Dann war ich nebenbei in Therapie, habe sehr hart an mir gearbeitet und bin nun selbstbewusster geworden, was vielleicht auch mit der Grund für meine Unzufriedenheit ist.

      Entschuldigt bitte den langen Beitrag. Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen, manchmal sieht man den Wald ja vor lauter Bäumen nicht!

      Liebe Grüße

      • (2) 09.03.16 - 01:18

        Es ist mir immer wieder unbegeiflich, warum Frauen sich so ausnutzen lassen.
        Warum verlangst du nicht den vollen Kindsunterhalt?
        Das würde deinen Alltag sicher ein gutes Stück erleichtern.

        • "Warum verlangst du nicht den vollen Kindsunterhalt?"

          ..weil sie ja offiziell nicht getrennt sind.

          An die TE: Er nutzt dich aus..nach Strich und Faden.
          Das er nicht über eure Beziehung reden möchte, die Situation also nicht verändern will, zeigt doch deutlich, wie er zu dir steht. Dafür bist du viel zu schade!

          Alles Gute!

          wind.kind

          • Hallo.

            <<<"Warum verlangst du nicht den vollen Kindsunterhalt?"

            ..weil sie ja offiziell nicht getrennt sind.>>>

            Naja, ich sehe es anders. Jeder hat seine Wohnung und muss dafür aufkommen. Zusätzlich muss aber die Mutter auch noch die Kinder versorgen. Und wenn ich es richtig gelesen habe, kommt er auch regelmäßig zum Essen. Also zumindest wäre da auf jeden Fall noch etwas an Unterhalt drin.

            Zur TE:
            Ich bin auch der Meinung, zieh die Trennung richtig durch. Er hat seine Pflichten, die er nicht erfüllt, nicht vollständig erfüllt. Und da gehört der Kindesunterhalt dazu. 'Er macht alles nur so wie ihm das passt und mault dich dann noch an. Sowas brauchst du nicht. Er soll sich sein Essen alleine kochen und dir Unterhalt zahlen, wie es seine Pflicht ist. Alles Gute.

            LG

      Hallo,

      Ihm geht's doch wunderbar. Er kommt wenn er Lust und Laune hat, hat seine eigene Wohnung in der er sich zurück zieht wenn er mal kein Bock hat, falls der Hunger kommt, meldet man sich eben an.

      Liebe TE, Was hast DU von dieser Beziehung ??? Wo werden deine Bedürfnisse erfüllt, wo nimmt er dich ernst?

      Ihr wart 1 Jahr in Paartherapie, es hat sich nichts verändert, ich denke hier kannst du nun deine Konsequenzen ziehen.

      Für deine Kinder wird sich doch auch nichts mehr ändern, er wohnt ja nicht bei euch.

      Versucht, gemeinsam für die Kinder da zu sein- und verabschiedet euch von einer Liebesbeziehung.

      lg

      "Auf der einen Seite möchte ich um diese Ehe kämpfen."

      Du übersiehst dabei, dass Du so viel kämpfen kannst, wie Du willst, wenn von ihm aus nicht dasselbe kommt, dann wird er sich keinen Milimeter bewegen.
      Vor Allem frage ich mich, was das Grundgerüst Eurer Beziehung darstellt. Liebe? Partnerschaft? Finanzielle Fürsorge? Zärtlichkeit? Aufmerksamkeit? Was genau ist bei Euch die Basis, auf der man wieder weiter aufbauen kann?

      Von aussen sieht es für mich so aus, als hätte er ein Familienleben, wenn er das wünscht, hat aber keine Lust, auch nur eine einzige kleine Unannehmlichkeit in Kauf zu nehmen. Sobald es anstrengend wird, verweigert er sich. Im Grunde hast Du keinen Partner, der für Dich da ist, Dich stützt und die Verantwortung mitträgt, sondern ein drittes Kind.

      Du solltest also wirklich zunächst mit ihm reden, wie er sich Eure weitere Zukunft vorstellt und an welchen Punkten er gewillt ist, ebenfalls aktiv zu arbeiten. In meinen Augen hast Du nämlich schon genug getan und jetzt wäre erst einmal er dran. Falls er das will.

    • So wie du es beschreibst, gibt es in meinen Augen rein gar nichts, was dafür spricht, dass ihr überhaupt noch in einer Ehe, einer echten Partnerschaft lebt.

      Er geniesst die Annehmlichkeiten, du stemmst den Rest, und hast was genau davon?
      Nichts, oder?

      Vater bleibt er ja so oder so, das hat mit eurer "Ehe" nichts zu tun.
      Aber was denkst du, wie es für die Kinder ist wenn er dich vor ihnen runter macht und demütigt? Was lernen die Kinder fürs Leben wenn sie so eine Beziehung als "Vorbild" vorgelebt bekommen, mit einer Mutter die sich ausnutzen und demütigen lässt?
      Die Kinder "hängen" sehr an ihm, tun sie das wirklich? Oder zeigen sie nur das unterwürfige, unsichere Verhalten von Kindern welche verzweifelt und vergeblich nach echter, nicht an Bedingungen geknüpfte Liebe durch den Vater suchen?

      Hallo!

      Hattest Du in den letzten 3 Jahren auch nur einmal Vorteile dadurch, dass ihr nicht "offiziell" getrennt seid?

      Kein Sex, kein neuer Partner möglich, keine Zuwendung und Aufmerksamkeit für Dich, weil er sich immer noch am Wochenende den Hintern an Deinem Tisch platt sitzt.

      Kein Geld, weil Du die Kinder ganz alleine versorgst und er nicht mal Unterhalt zahlt.

      Er macht Dich mies vor den Kindern und missbraucht Dich als seelischen Mülleimer, während Du gar keinen hast.

      Fang bitte endlich an, auch mal an Dich zu denken. Der Kerl ist ein Arsch und das wird sich nicht ändern.

      Steh den Liebeskummer durch - und fang dann neu an. Ohne ihn.

      (9) 09.03.16 - 08:15

      Hallo,

      warum möchtest du um die Ehe kämpfen? Weil ihr zwei Kinder habt, die sehr an ihrem Papa hängen? Nun... die Beziehung deiner Kinder zu ihrem Vater hat nichts mit eurer Partnerschaft zu tun.

      Deine Kinder sind doch jetzt quasi schon daran gewöhnt, ihren Vater nicht ständig da zu haben.

      Mach, was dich glücklich macht.

      Ich habe zwei Beispiele für dich...

      Meine Oma: Führte eine schreckliche zweite Ehe. Meine Mutter ist so früh wie möglich ausgezogen, weil sie es mit ihrem Stiefvater nicht ausgehalten hat. Meine Oma hat es nie geschafft, sich zu lösen. Ihr Ausweg war es dann, sich umzubringen.

      Meine Mutter: Sie kannte meinen Papa schon seit der Jugendzeit. Über die Jahre hinweg ist er ein immer schlechterer Partner geworden. Interessierte sich kaum für sie, ging ständig fremd. Öfter probierte meine Mama, sich zu trennen, kam aber immer wieder. Wir als Kinder, muss ich dazu sagen, haben das NIE mitbekommen. Meiner Mutter ging es zusehends schlechter und auch wir als Kinder merkten das immer mehr. Irgendwann habe ich sie angesprochen und sie hat mir gesagt, dass sie überlegt, sich von meinem Papa zu trennen. Ich habe gefragt, warum und sie anschließend dazu ermutigt, es zu tun. Neulich hat sie mir erzählt, dass sie ständig an ihre Mama denken musste und dass sie nicht so "enden" wollte und deswegen die Kraft hatte, das alles durchzustehen.

      Wenn ich jetzt sehe, wie gut es meiner Mutter geht, frage ich mich öfter, warum sie es nicht schon eher geschafft hat. Dass die Ehe kaputt war, war offensichtlich.
      Und noch was: Mein Papa ist ein toller Vater. Das sagt auch meine Mutter. Wir haben eine tolle Beziehung. Auch, wenn ich weiß, dass er ein nicht so guter Ehemann war.

      Denk mal drüber nach, wann du wieder anfangen möchtest, glücklich zu sein.

      Hallo,

      ich würde gehen, auch wenn es zu Beginn schwer fällt. Du hast alles versucht und dennoch gibt es für DICH keine Besserung. Und ich sage bewusst für dich, denn ihm hat der Auszug nur Vorteile gebracht. Und kein Kind sollte mit einem Vater aufwachsen, der kein Einfühlungsvermögen hat und sich über sie oder die Mama lustig macht. Schieß ihn ab und vergeude nicht deine wertvolle Zeit mit ihm. Denn das ist es im Endeffekt: Zeitverschwendung.

      vg, m.

      Hallo!

      Tu dir das nicht an. Du bist eine kluge, selbstbewußte Frau. Der Mann nützt dich nur aus. Macht dich runter. Du stemmst das Leben doch eh schon alleine. Da brauchst du doch nicht so einen Hampelmann an der Seite der dich nur ausnutzt.

      Geh deinen Weg mit deinen Kindern. Du machst das schon richtig. Zieh die Scheidung durch dann darf er auch zahlen und du hast mehr Freiraum und Luft für dich.

      Alles Liebe.
      Gabi

      (12) 09.03.16 - 09:20
      denk mal verkehrt rum...

      denk mal verkehrt rum...
      so blöd das klingt - wenn du um deine Ehe kämpfen möchtest, musst du genau das Gegenteil machen von dem, was du dir im Moment noch vorstellst:

      du musst Klarheit schaffen, dich für deine Rechte einsetzen und Grenzen aufzeigen. Nur wenn du als eigenständige, "wertvolle" (weil du deinen Wert kennst) Frau agierst und handelst, hast du eine Chance eine Beziehung zu leben, die dich glücklich macht.
      Und er hat dann drei Möglichkeiten:
      1. er zieht mit und freut sich für dich und unterstützt dich dabei
      2. er geht, weil er wie eine Zecke nach einem neuen Opfer sucht oder
      3. er zieht nicht mit und du hast die Nase voll und verabschiedest dich von ihm als Partner (der Vater der Kinder bleibt er ja trotzdem).

      und in jedem Fall kommt für dich das Beste dabei rum.

      ich weiß, das bedarf viel
      Mut (oder angestaute Wut, die dir für diesen Schritt die kraft gibt),
      Konsequenz und
      Weitsicht (damit du immer weißt, wofür du kämpfst und nicht in einem schwachen Moment einknickst).

      aber du kannst auch immer hier schreiben und Zuspruch holen, falls du Mut oder Informationen brauchst!

      Ich wünsche dir viel Glück

      Ich frage mich ernsthaft, um was du da kämpfen willst #kratz
      Dass er nichts zum Unterhalt beiträgt und es sich bei dir nach Belieben gutgehen lässt, zeigt eigentlich schon, was für ein verantwortungsloses, egoistisches Arschloch er ist - sorry.
      Was will man mit so einem Menschen?
      In meinen Augen reine Zeit- und Gefühlsverschwendung!

      Hallo,

      ich denke ebenso, wie einige Vorrednerinnen: Es ist an der Zeit, daß DU hier Grenzen aufzeigst:

      - er hat Unterhalt zu zahlen
      - wenn er bei euch mitessen will/soll/darf, dann nur nach vorheriger Absprache und er soll seinen TEil dazu beitragen...! Natürlich ist es für die Kinder wahrscheinlich schöner, wenn alle zusammen am Tisch sitzen, aber wie verhält sich das in der Waage dazu, daß er dich vor den Kindern schlecht macht?
      - wenn er keinerlei Bereitschaft zeigt, über euch als Paar zu reden, bzw. seinen Beitrag zu einer harmonischen, respektvollen Ehe zu leisten... na dann solltest du ihm auch die Grenzen dahingehend deutlich werden lassen, daß ihr eben kein Eheleben mehr führt.

      Ich verstehe ja, daß es auch vorteilhaft sein kann, gemeinsam in den Urlaub zu fahren beispielsweise.... doch für mich hört sich das GAnze i-wie so an: Dein Mann holt es sich so, wie es für ihn am "einfachsten und gemütlichsten" ist! Doch dir reicht das auf Dauer nicht aus, was ich absolut verstehen kann und darum musst du etwas ändern... von ihm wird da nix kommen. Mach ihm klar, wie es dir dabei geht, was sich für dich nicht gut anfühlt, erkläre deine Empfindungen und Gefühle....und dann soll er sich gefälligst mal in den Hintern treten sonst wird dieser Tritt von dir kommen....!
      LG und alles Gute

      Das machst du schon drei Jahre mit? Warum?
      Wenn ihr in drei Jahren nicht als Paar zusammen gefunden habt, dann werdet ihr es in den
      nächsten drei Jahren auch nicht.
      Entweder lebst du so weiter wie bisher oder beendest diese Wochenendversorgung ab sofort.

      Du nimmst den Kindern dadurch nicht den Vater, denn das bleibt er auch bei einer Trennung.

      Als Vater ist er unterhaltspflichtig.

      Sein bequemes Leben würde ich umgehend beenden und das fordern, was dir bzw. den Kindern zusteht.

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