Keine eigenen Kinder Seite: 2

      • Hallo!

        Ich denke man muss nicht auf biegen oder brechen Kinder bekommen, wir haben uns bewusst gegen künstliche BEfruchtung entschieden.

        Es dauert vielleicht eine Weile, um zu verarbeiten, dass es mit eigenen Kindern nichts wird, also lass Deinem Mann da auch Zeit.

        Man kann weder bei ungewollter Kinderlosigkeit noch bei dem schweren Weg durch die Mühlen der Kinderwunschmedizin garantieren, ob eure Ehe halten wird, es ist sicher eine Krise, die man eben durch stehen muss. Allerdings sind auch die ersten Jahre mit Kindern eine ähnliche Krise.

        schwierige situation.
        ein kind was nicht mit einem verwandt ist, stelle ich mir auch nicht einfach vor. in einer talkshow hab ich aber mal ein ehepaar gesehen, die auf diesem wege ein kind bekommen haben.

        von "richtig" und "falsch" wuerde ich mich loesen. hoer auf dein bauchgefuehl.

        Hallo,

        ich möchte dir kurz dazu antworten, dass du Genträger für Mukoviszidose bist.
        Wir haben zwei Kinder, ein Kind mit Muko und ein gesundes, das noch nicht einmal Genträger ist.
        Die Frage ist, ob dein Mann auch Genträger für Mukoviszidose ist.
        Ist er es nicht, kann euer Kind niemals Mukoviszidose haben, da es maximal von dir das defekte Gen erbt und von deinem Mann ja ein gesundes (in bezug auf Muko).
        Habt ihr aber beide dieses veränderte Gen, dann sieht die Wahrscheinlichkeit so aus:
        - 50 % dass das Kind Muko hat und somit krank ist (weil es von dir und deinem Mann das defekte Gen erbt)
        - 25 % dass es "nur" Genträger sein wird (so wie du und wir als Eltern, in diesem Fall würde es nur von dir das defekte Gen erben und von deinem Mann das gesunde)
        - 25 % dass es weder Muko hat noch Genträger sein wird (weil es von euch beiden das gesunde Gen erbt)
        Dazu kann man sich, wenn Mukoviszidose schon in der Familie vorkommt und du bereits weißt, dass du Genträger bist, gerne in der Humangenetik einer Mukoviszidose-Ambulanz beraten lassen.
        Adressen dazu findest du hier sortiert nach Postleitzahlen:
        http://muko.info/leben-mit-cf/adressen/ambulanzen/plz-0.html

        Alles Gute.

        • (29) 14.03.16 - 20:39

          "Mein Mann war jetzt such bei der Humangenetik, Ergebnis: auch er trägt das Gen..."

          sie hatte schon geschrieben, dass sie beide das Gen tragen
          deshalb ja auch die PID, wo scheinbar alle Embryonen genetisch nicht in Ordnung waren

          ich persönlich hätte es aber mit PID noch ein zwei mal versucht, aber das muss jeder für sich entscheiden...

          LG

          • (30) 15.03.16 - 11:01

            Ok, das hatte ich überlesen. Dennoch möchte ich kurz was klarstellen. Diese besonders aggressive Variante gibt es nicht..... sicher meinst du die Delta F 508. Das ist die Mutation, die die meisten Muko-Patienten haben. Früher ging man davon aus, dass der Verlauf bei dieser Mutation am schlimmsten sei. Heute weiß man, es kommt nicht auf die Mutation an. Physiotherapie, Sport, Ernährungszustand, konsequente Therapie, Umfeld, Betreuung durch die Ambulanz spielen eine große Rolle beim Verlauf und sicherlich auch ein wenig das Glück (eines guten Immunsystems, einer geringeren Infektanfälligkeit, einern niedrigeren Keimbelastung....).

            Ich bin ehrlich, auch wenn es unserer 7jährigen Tochter (sie hat zweimal die Mutation Delta F 508) mit der Muko sehr, sehr gut geht, wirklich sehr, sehr gut, hätte ich vorher gewusst, dass wir beide Genträger sind, hätte ich kein Kind in die Welt gesetzt bzw. war mir nach unserer Tochter klar, dass ich kein weiteres Kind in die Welt setzen werde. Denn man weiß ja nie, wie es kommt. Es ist eine große Aufgabe ein Kind mit einer chronischen Erkrankung großzuziehen. Auch wenn man es ihr nicht ansieht, aber diese Erkrankung ist nunmal da und auch ernstzunehmen. Das erfordert ein hohes Therapieaufkommen. Das Kind muss man irgendwie so daran führen, dass es auch psychisch noch damit klarkommt. Denn irgendwann kommen die Fragen "bin ich krank, warum muss ich das alles machen und mein großer Bruder nicht..".... auch wenn es gesundheitlich gut geht, hat man oft mit dem Umfeld zu kämpfen, das einem gerne aus Bequemlichkeit aber auch aus Ahnungslosigkeit Steine in den Weg legt und immer wieder heißt es für ein normales Leben kämpfen. Ich bin froh und dankbar über dieses Kind, das mir schon oft gezeigt hat was Lebensfreude und Leben heißt, aber ich wünsche mir nichts sehnlicheres als dass ich ihr irgendwann sagen kann, dass sie nun nicht mehr täglich inhalieren muss, nicht mehr täglich Enzyme schlucken muss, nicht mehr vierteljährlich in die Ambulanz zur großen Untersuchung muss, wir nicht mehr auf blöde Befunde des Rachenabstrichs bibbern und zittern müssen (wegen evtl. Problemkeimen in der Lunge), und und und..... von daher, ich kann es gut verstehen, dass man bei klarem Wissen um die eigene Genetik und die des Partners auf Kinder (zumindest leibliche) verzichtet.

            Alles Gute für euch.

      Hallo,

      unter eurer genetischen Konstellation würde ich auf eigene biologische Kinder verzichten. Ich würde meinen Kindern nicht zumuten wollen, eine Erbkrankheit in sich zu tragen, wenn ich vorher schon wüsste, dass dies so sein könnte.

      Wenn für Dich keine Adoption und keine Eizellen- und Samenspende in Frage kommt, wäre das Thema durch.

      Allerdings hätte ich keine Bedenken gegen eine Eizellen- und Samenspende, es wäre auch unser Kind, wenn es nicht unsere Erbanlagen trägt. Ich habe mich in der Tierzucht schon mit Embryotransfer beschäftigt und ich hätte keine Bedenken. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

      LG

      • (32) 14.03.16 - 15:54

        "Ich habe mich in der Tierzucht schon mit Embryotransfer beschäftigt und ich hätte keine Bedenken."

        #rofl

        Bei uns heißen die Berittpferde dann einfach nur noch "Lewitz" - ohne Quatsch jetzt.

        (33) 14.03.16 - 19:45

        Hallo!

        Naja, bei einem Pferd oder einer Kuh fragt glaube ich kein Artgenosse, warum das Kleine weder Mama noch Papa ähnlich sieht. Beim Menschen kann das schon wieder kompliziert werden, und wenn sich die Nachbarn nur das Maul zerreißen, dass da die Mutter wohl mit dem Postboten im Bett war...

        Und nachdem nicht grundsätzlich immer eine Präimplantationsdiagnostik gemacht wird ist das ja auch keine Garantie für ein gesundes Kind.

        • (34) 15.03.16 - 07:42

          Hallo,

          ich möchte meine Meinung auch nicht als allgemeingültig hinstellen, die TE hatte gefragt, wie weit ICH gehen würde, und ICH würde keine Kinder mit unserem Erbgut wollen, wenn ich wüsste, dass aufgrund unseres Erbgutes die Gefahr bestünde, dass die Kinder keine hohe Lebenserwartung hätten. Inder heutigen Zeit, viele Paare keine Hehl daraus machen, dass ihr Kinder Inder Kinderwunschklinik entstanden sind, hätte ich ach kein Problem damit, meine Nachbarn zu erklären, warum die Kinder weder Mama noch Papa ähnlich sehen.

          Aus heutiger Sicht, nach den Erfahrungen mit meinen pubertierenden Töchtern, würde ich aber auf Kinder ganz verzichten und mir einen Hund anschaffen ..... ;-)

    Hallo,

    da Du keine weiteren PID Versuche machen möchtest und weder Embryonenspende noch Pflegekinder/Adoptionen akzeptieren möchtest, gibt es halt keine Kinder.

    Deine Entscheidung. Musst Du zu stehen. Wir haben drei Kinder - es gibt durchaus Momente, wo Kinderlosigkeit wünschenswert ist und ein erfülltes Leben sollte nicht von den eigenen Kindern abhängen.

    Liebe Grüße Andrea

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