Ich liebe ihn nicht mehr!

    • (1) 15.03.16 - 13:08

      Momentan weiß ich nicht mehr weiter. Ich weiß nur, dass ich meinen Mann nicht mehr liebe. Wir haben eine Tochter (2 Jahre alt) und erwarten im Sommer noch ein Kind.

      2007 haben wir uns kennen- und liebengelernt und sind kurz danach zusammengezogen. Zwei Jahre später haben wir geheiratet und ein ganz neues Leben angefangen. Damals habe ich alles für ihn aufgegeben.

      Als vor zwei Jahren unsere Tochter geboren wurde, schien das Glück perfekt. Aber seitdem gehen wir getrennte Wege. Er geht arbeiten (60 h/W) und ich sitze zu Hause mit Windeln und Kinderliedern. Und jetzt kommt im Sommer das zweite Kind, auch ein Wunschkind. Es wird mir immer klarer, dass ich keine Gefühle mehr für ihn habe und auch keinen Gesprächsstoff. Zu allem Elend weiß ich, dass er mich noch liebt und seine kleine Familie alles ist, was er noch hat. Und trotzdem schafft er es nicht einmal mir am Wochenende eine Stunde das Kind abzunehmen, damit ich mich um andere Sachen kümmern kann.

      Seine negative Einstellung, vor allem beim Autofahren tobt er, zieht mich runter. Depressionen kann ich bei ihm ausschließen. Wenn er morgens aus dem Haus geht, fange ich an mich frei zu fühlen und wenn er abends nach Hause kommt, gehe ich ins Bett, weil ich ihn nicht ertrage.

      Zu Beginn der Beziehung war er liebevoll und hat mich auch befriedigt. Dann kam eine Zeit, in der er mich zurückgewiesen hat. Mittlerweile fühle ich mich ungeliebt und mag nicht mehr von ihm berührt werden. Es ist mir unangenehm. Es fällt mir schwer ihm zu sagen, dass ich ihn liebe weil ich ihn einfach nicht anlügen kann. Ich war in meinem ganzen Leben noch nie so einsam wie in dieser Beziehung.

      Jetzt hat er sich in den Kopf gesetzt ein Haus zu bauen und wir haben kein Eigenkapital (30.000 €). Dafür hat er reichlich Sonderwünsche, die wir uns nicht leisten können. Obwohl er genau weiß, dass das nur mit Sparmaßnahmen zu stemmen ist, schmeißt er das Geld raus und braucht jeden Monat 700 € Taschengeld nur für sich. Im Kontrast dazu, bekam ich zu meinem 40. Geburtstag unnötigen Krimskrams für 50 € von ihm.

      Ich möchte meinen Kindern nicht den Vater nehmen (und ihm auch nicht die Familie) aber es wird von Tag zu Tag immer unerträglicher für mich. Wenn ich mit ihm rede, zieht er sich in sein Schneckenhaus zurück aber es ändert sich nichts. Wir leben nebeneinander her, das einzige Bindeglied sind die Kinder.

      • Wenn sich die Eltern trennen und dabei vernünftig, also im Sinne der Kinder, handeln, wird den Kindern nicht der Vater genommen. Kinder merken, wenn es den Eltern schlecht geht.

        Eine Trennung ist natürlich blöd, macht traurig und das zu verarbeiten braucht Zeit. Aber man sollte nicht ein Leben wählen, das einen zutiefst unglücklich macht, nur , weil es vielleicht der für alle bequemere Weg ist.
        Das ist in erster Linie auch deinem Mann unfair gegenüber.

        (3) 15.03.16 - 13:18

        Ich verstehe nicht, weswegen oft gedacht wird, dass man den Kindern den anderen Elternteil nehmen würde, nur weil man sich trennt. Das sind doch zwei verschiedene Ebenen...

        Ich würde ein offenes Gespräch suchen und Paartherapie versuchen, bevor ihr getrennte Wege geht. Ich denke, da gibt es entweder noch etwas zu optimieren oder so zu klären, damit ihr eine Trennung im Sinne der Kinder hinbekommt...
        Lg

        (4) 15.03.16 - 13:23

        Frage mich gerade warum du mit ihm noch ein Kind gezeugt hast -wenn doch von deiner Seite aus keine Liebe mehr ist...weil du auch noch schreibst es ist ein Wunschkind...also habt ihr beide euch dafür endschieden...

        Hast du mal mit ihm geredet und eben gesagt wenn sich nichts ändert-wäre es das beste für uns wenn wir uns trennen?

        Lg

      • (5) 15.03.16 - 13:29

        " Er geht arbeiten (60 h/W) und ich sitze zu Hause mit Windeln und Kinderliedern. Und jetzt kommt im Sommer das zweite Kind, auch ein Wunschkind. Es wird mir immer klarer, dass ich keine Gefühle mehr für ihn habe und auch keinen Gesprächsstoff. "

        Schon mal überlegt, dass du vielleicht einfach mit dir unzufrieden bist? Woher soll auch ein Gesprächsstoff kommen? Mir hat genau das gefehlt. Mein Ex kam abends nach Hause und ich hatte NIX zu erzählen außer Babykram.

        Bekomm dein Kind, geh zeitnah arbeiten und schau dann, ob es wirklich dein Mann oder eben dein Leben ist was dich ank...Ich meine ein fester Stand im Job ist ja auch bei einer Trennung besser, sollte es doch nicht alles sein oder schon zu festgefahren bei euch.

        Seit wann fühlst du so? Sind es evtl die "hormone"? Natürlich ist es blöd, nur zu Hause zu sitzen, aber einer muss sich um die Kinder kümmern und einer muss Geld ran schaffen. Und wenn du so unzufrieden bist, such dir ne liebe tagesmutti und geh teilzeit arbeiten

      • Warum schiebst du deinem Mann komplett den Schwarzen Peter zu???

        Seit der Geburt des ersten Kindes geht ihr schon getrennte Wege - er arbeitet, dich ödet die Hausarbeit an. Warum bist du nicht auch in TZ arbeiten gegangen? Hat er dir das klassische Familienmodell bzw. die Rollenverteilung aufgezwungen? Habt ihr vorher nicht besprochen, wie es geregelt werden soll? Und weil es beim 1. Mal schon so öde war, bekommst du gleich das nächste Wunschkind hinterher und bist noch unzufriedener, wenn sich in deinem Leben nicht ändert?????

        Dann ärgert dich auch gleich noch seine negative Einstellung und außerdem willst du ihn möglichst auf Abstand halten. Was soll dein Mann deiner Meinung nach denn ändern?

        Wie sehen denn die Gespräche aus, die du führen willst?

        trenn dich von ihm und gib ihm die Chance, jemanden zu finden, die ihn liebt und seinen Wunsch nach Haus und Hof mit ihm umsetzt. Er bleibt der Vater für eure Kinder und kann sich dennoch kümmern. Wenn er 60 Std. arbeitet, hat er jetzt auch nicht den Löwenanteil Zeit für sie. Sie werden also nicht allzuviel vermissen, wenn er abends nicht zu euch nach Hause kommt.

        • Wir haben letztes Jahr einmal nicht verhütet weil mein ES vermeintlich weit entfernt war. Dadurch wurde ich ungeplant schwanger. Trotzdem haben wir uns sehr darüber gefreut.Leider mussten wir Ende des dritten Monats unser Kind gehen lassen. Es hat uns beide sehr belastet und wir haben gemeinsam sehr getrauert. Das hat uns einander wieder näher gebracht.

          Unser verlorenes Kind hat bei uns den Wunsch nach einem weiteren geweckt und es hat sofort geklappt. Durch die Schwangerschaft hat mein Mann die Stelle gewechselt um mehr Zeit mit uns zu haben, was nach Ende der Probezeit und weiteren Aufgaben in der Firma ein Trugschluß war. Richtig schlimm wurde es dann Anfang des Jahres, seither sehen meine Tochter und ich ihn kaum noch.

          Der Entschluss, dass ich die ersten drei Jahre zu Hause bleibe, haben wir zusammen gefällt. Ich habe eine pädagogische Ausbildung und laut unser beider Meinung brauchen Kinder in den ersten dreiJahren eine feste Bezugsperson. Nur weil es Betreuungsangebote schon für Kinder unter einem Jahr gibt, bedeutet das ja nicht, dass man sie in Anspruch nehmen muss. Wer das möchte oder auch muss, kann es ja tun. Unser Ding ist es eben nicht. Unsere Tochter geht ab dem Sommer (dann 2 1/2 Jahre alt) drei Tage für je fünf Stunden in einen Spielkreis.

          Eine Trennung wäre wirklich eine Trennung, denn ich würde nicht hier wohnen bleiben. Meine beruflichen Chancen sind hier sehr eingeschränkt, ich müsste pendeln ca. 75 km in einem Ballungsgebiet. Das ist mit kleinen Kindern so gut wie unmöglich. Oder wir arbeiten bei der gleichen Firma, was er aber nicht möchte. Da er auch am Wochenende arbeiten bzw. per Telefon rund um die Uhr erreichbar sein muss, wird die Kinderbetreuung sehr schwierig bis unmöglich für ihn.

          Wir haben schon miteinander gesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich alleingelassen fühle und dass er sein Singleleben weiterlebt (alleine weggehen, sein üppiges Taschengeld usw.). Dass er mich rüde zurückweist wenn ich mich nach Zärtlichkeit sehne war auch ein Thema. Und dass er am Wochenende stundenlang am PC spielt, anstelle mit seiner Familie etwas zu unternehmen. Auch sein Handykonsum nervt mich, dass es ständig klingelt und er Nachrichten kriegt, selbst während der Mahlzeiten oder wenn er stundenlang auf der Toilette sitzt. Er tut nichts für die Beziehung aber alles für sich.

          Heute hat er wohl gemerkt, dass etwas nicht okay ist. Jetzt fragt er dauernd, was ich mir zu Ostern wünsche: meinen Mann, den ich so sehr geliebt habe, dass ich bis zu meinem Tod mit ihm zusammenbleiben wollte und den Vater, der sich liebevoll um seine Kinder kümmert und für sie da ist. Aber ich weiß nicht wohin der Kerl verschwunden ist!

      (9) 15.03.16 - 20:27

      Hallo

      Daneben, dass Du intellektuell wahrscheinlich massiv unterfordert bist und deshalb viel die Gedanken kreisen läßt, sehe ich bei Dir auch Wut über die finanzielle Ungerechtigkeit, die bei Euch zu herrschen scheint. Lass Dir sagen, dass das nicht besser wird wenn er sich immer nur zurückzieht.

      Ich war jetzt lange zu Hause, weil es die Umstände nicht anders zu ließen ( fehlende und/ oder sehr teure Kinderbetreuung, dazu hätte ich erstmal einen Job finden müssen, der zeitlich passt).
      Was hab ich geredet, dass ich auch was tun will,dass ich auch Geld verdienen muss, wenn er mich nicht unterstützt, dass ich verrückt werde, immer nur mit Kind.

      Er hat versucht es auszusitzen und sich noch einen ordentlichen Betrag zusammengespart, bevor er mit zur Familie ging. Er unterstützt mich immer noch nicht, aber ich hab nun eine super Betreuung und fange bald wieder an zu arbeiten - und fühle mich in dieser sterbenden Beziehung gefangen.

      Dieser Mann hat mich finanziell sehr viel gekostet, aber langsam komm ich damit zurecht. Schlimmer ist der Vertrauensmissbrauch. Dadurch dass ich Mutter wurde, hab ich mich auch ein Stück weit von ihm abhängig gemacht und das hat er in meinen Augen ausgenutzt. Ich rede nicht mehr, ich gehe meinen Weg. Er merkt, dass er mich verliert. Ab und zu versuche ich noch Lösungen zu finden (gemeinsame Paartherapie hat er schon abgelehnt - er hat kein Problem).

      Keine Ahnung, was ich Dir raten soll.

      Kümmer Dich auch um Dich, das ist ganz wichtig.

      Sei egoistisch für Dich und Deine Kinder, wenn es erforderlich ist. Das Haus würde ich nicht mit tragen, wenn ich nicht 100% dahinter stehe (soll er doch mal versuchen einen Hausbau und Unterhalt für 3 Personen zu stemmen ). Netzwerke ordentlich, ich hab alte Freundschaften gepflegt oder aussortiert, aus Bekanntschaften wurden Freunde. Geh raus, es gibt viel mehr einsame Menschen als Du denkst. Da ergeben sich auch mal Unterhaltungen im Park und auf dem Spielplatz.

      Wenn Deine Gefühle dann nicht besser werden, dann kannst Du immer noch gehen.

      Also ich finde du bist noch jung genug um nochmal glücklich zu werden was bringt es wenn du mit einem Partner zusammen lebst mit dem mehr oder weniger gut nebeneinander her leben kannst? Da habt ihr bestimmt beide mehr verdient und ich finde in seinem alter sollte man soviel verstand haben das man es realistisch sehen kann das es eine Milchmädchenrechnung ist mit dem hausbau.

      Das du den Kindern den Vater nicht nehmen willst verstehe ich aber es bringt nix wenn du wartest bis sie 18 sind ausgezogen sind und du einen Tag später die Scheidung einreichst.

      Sei mal ganz ehrlich zu dir selsbt und frage dich: Wie lange willst du noch so weiter leben?

      Damals habe ich alles für ihn aufgegeben.

      Kann es sein, dass das genau euer Problem ist. Wie kommt man nur auf die Idee, sich so abhängig zu machen? Und wie soll ein Partner solch eine "Schuld" je abtragen?

      Jetzt bis du 40, schaffst es evt. mit Mitte 40 wieder (stundenweise) arbeiten zu gehen, weil dann dein Kind aus dem gröbsten raus ist. Es ist ja toll, wenn beide der Meinung sind, dass Kinder EINE Bezugsperson brauche, ich finde das Blödsinn, aber muss es denn ausschließlich die Mutter sein? Jetzt jammerst du rum, dass dein Mann sein Single-Leben weiterführt- ja, warum ist das wohl so? 60h arbeiten....wieviel Anteil hat er am Familienleben? Natürlich geht ihr getrennte Wege, was verbindet Euch denn? Die Kinder? Das ist ein bisschen wenig für ein ganzes Leben. Worüber redet man mit einer Hausfrau, die außer Kindern nichts erlebt?

      Ihr hättet schon beim Zusammenziehen überlegen sollen, wie euer gemeinsames Leben aussehen sollen. Man ist ja nicht immer verliebt. Kinder werden irgendwann groß, hast du dir je Gedanken über dein eigenes Leben gemacht? Job, Freunde, Hobbys- das alles gehört doch auch zu einem erfüllten Leben.

      Was glaubst Du, sieht er in Dir? Partnerin oder nur noch Mutter seiner Kinder? Er will ein Haus kaufen, er braucht Taschengeld, er will keine Zärtlichkeit mit dir- du findest doch in seiner Planung nur als schückendes Beiwerk statt.

      Setzt Euch zusammen, redet darüber, wie ihr als Eltern sein wollt. Gleichberechtigt oder er als ewig abwesender Versorger und du als Vollzeitmutti. Habt Ihr als Paar noch eine Chance? Wie soll die aussehen? Wäre ein Umzug sinnvoll, wo auch du die Chance hast, zu arbeiten. Denk auch an Deine Rente, gerade als Geschiedene. Du kannst nicht davon ausgehen, gleich einen neuen Versorger zu finden.

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