Wie Vertrauen wieder herstellen?

    • (1) 23.03.16 - 16:00
      johndoe.

      Hallo

      ich möchte gerne von den anwesenden Frauen erfahren wie man Vertrauen wieder aufbauen kann? Meine Freundin und ich waren schon schon einige Male getrennt und sind immer wieder zusammen gekommen. Die letzte Off Pause war länger weil ich Mist gebaut habe und sie mich nicht mehr sehen wollte. Inzwischen sind wir wieder zusammen aber ich merke sie vertraut mir nicht. Sie spioniert mir hinterher und wenn ich ihr etwas sage dann sehe ich ihr an, sie überlegt ob ich sie anlüge. Ich habe ihr gesagt sie soll mir entweder vertrauen oder sich endgültig trennen. Das will sie nicht. Wir haben ein Kind zusammen und bisher hatte sie das alleinige Sorgerecht und das ist eine zweite Sache bei der ich merke sie vertraut mir nicht. Ich möchte ein gemeinsames Sorgerecht haben und habe ich gesagt dass ich mich geändert habe aber sie ist sich nicht sicher und findet es nicht so gut. Da frage ich mich was gibt es daran nicht sicher zu sein? Ich bin der Vater also darf ich auch mit bestimmen und nicht nur zahlen. Welche Mutter möchte dass der Vater kein Mitbestimmungsrecht hat? Mein Sohn freut sich auch sehr darüber dass ich wieder da bin und es geht ihm viel besser als in den Zeiten wo wir getrennt waren. Seine Leistungen sind viel besser geworden und auch sein Verhalten ist nicht mehr so problematisch. Ich habe noch eine eigene Wohnung und sie ist mit unserem Sohn jetzt in den Ferien bei mir und ich habe ihr angeboten wir können wieder zusammen ziehen vor allem weil sie schwanger ist und ich möchte nicht getrennt von meiner Familie wohnen wenn das Baby da ist. Sogar das ist sie sich nicht sicher. Ich habe sie gefragt ob sie überhaupt mit mir zusammen sein möchte wenn sie sich bei allem nicht sicher ist. Daraufhin sagt sie ja. Sie möchte auf jeden Fall. Doch mir kommt es vor als zweifelt sie an allem und dann sehe ich da keinen Sinn für einen Neuanfang. Ich habe ihr gesagt ich möchte für das Baby direkt ein gemeinsames Sorgerecht und auch für meinen Sohn, ansonsten sehe ich schwarz. Was kann ich tun damit sie mir vertraut und eine Zukunft mit mir sieht? Ich bemühe mich und verwöhne sie jetzt in den Tagen wo sie hier sind und mache auch viel mit meinem Sohn. Ich habe an mir gearbeitet und habe mich verändert im Gegensatz zu früher. Nach Ostern muss sie wieder arbeiten und ich habe gesagt dann könnte mein Sohn noch eine Woche länger alleine bei mir bleiben wenn ich sowieso zu Hause bin. Er freut sich und sagt er möchte es aber sie steckt in lieber in die Ferienbetreuung als ihn bei mir zu lassen. Ich bin sein Vater! Sie sagt sie liebt mich, was ist das für ein Verhalten? Als ich mich nicht gekümmert habe war sie unzufrieden, jetzt will ich mich kümmern, jetzt passt es ihr auch nicht. Diese Frau gibt mir Rätsel auf.

      • Hallo,

        du hast Mist gebaut. Vertrauen wiederzuerlangen dauert lange. Ich habe auch mal Mist gebaut und mein Mann hat viele Jahre gebraucht, mir wieder blind zu vertrauen. Du musst Geduld haben und ihr jeden Tag aufs Neue zeigen, dass du es ernst meinst. Mit Ungeduld erreichst du nur das Gegenteil und kannst sie für immer verscheuchen.

        Dass sie ihre Kinder schützen möchte liegt in ihren Genen und da sie dir immernoch nicht vertrauen kann, wie soll sie dir dann das mit Abstand Wichtigste im Leben anvertrauen?
        Gib ihr keinen Anlass mehr, dir zu misstrauen, lass sie erstmal herumspionieren wie sie mag. Wenn sie nichts findet, fasst sie wieder Vertrauen und unterlässt solche Spionageaktionen. Sei ganz normal zu ihr und strenge dich nicht an, ihr jemanden vorzuspielen, der du nicht bist. Das wirkt unglaubwürdig, zumal sie dich schon etwas besser kennt ;-)
        Wohnst du weit weg von deiner Familie?

        LG Py #winke

        • (3) 23.03.16 - 16:17

          Ich wohne ca. 80 km entfernt. Und du vergisst, sie vertraut mir nicht ihr Kind an, sondern auch mein Kind. Als ich mich nicht gekümmert habe war sie sauer. Nun will ich mich kümmern und ihn hier haben, das möchte sie auch nicht. Vor allem wenn er sagt er will da bleiben, dann kann sie nicht entscheiden er darf nicht und soll lieber in die Ferienbetreuung während sie arbeitet. So sehe ich kein Vertrauen von ihrer Seite.

      Deine Informationen sind etwas allgemein gehalten und dürftig.

      Warum habt ihr euch immer wieder getrennt?

      Was hast du angestellt, wie oft, wie lange ist das her?

      Warum bekommt ihr noch ein Kind, wenn es sowieso an der gemeinsamen Basis mangelt?

      • (5) 23.03.16 - 16:26

        Wir haben uns beide für einen Neuanfang entschieden und wollten es ernsthaft miteinander versuchen. Als Familie. Nachdem ich mich in unserer Beziehungspause geändert habe und an mir gearbeitet habe. Ich hatte früher einige Probleme in verschiedenen Bereichen aber das ist Vergangenheit. Es ist nun schon über ein Jahr her seit es diese Probleme nicht mehr gibt und ich ein neues Leben angefangen habe. Und wir haben uns auch für ein zweites Kind entschieden zu diesem Neuanfang. Doch ich glaube immer sie ist sich nicht ganz sicher wenn ich ihr Verhalten sehe.

        • Puhh....... du weißt, dass du dich geändert hast. Da ihr aber 80 km auseinander wohnt, kann ich mir vorstellen, dass sie sich ja nicht täglich von deiner Wandlung überzeugen kann, wenn es verhältnismäßig wenig Berührungspunkte im Alltag gibt. Sowas braucht Zeit oder kommt nie wieder zurück - je nachdem was du dir geleistet hast. Manche Menschen können auch nicht verzeihen. Keine Ahnung, ob deine Freundin dazu gehört.

          Dennoch verstehe ich nicht, warum man nach einer On/Off-Beziehung und derart räumlicher Distanz den Neuanfang gleich mit einem Kind besiegeln muss.

          Das würde ich ihr klipp und klar so sagen. SIE hat sich auch für das Kind entschieden. Also muss sie jetzt daran denken, dass alles mögliche getan wird, dass die Kinder nicht unter eurer Dummheit leiden. Was hat sie denn gedacht, wie es zwischen euch funktionieren soll? Du bist der Gelegenheitsdaddy, der nach ihrem Gusto zur Kinderbetreuung vorbeischaut? Du hast ein Recht darauf (vorausgesetzt es lag keine Kindeswohlgefährdung o. ä. vor), dich angemessen um die Kinder zu kümmern.

          Vielleicht solltet ihr Partnerschaft und Elternsein mal trennen. Selbst wenn es mit euch als Paar nicht klappt, kannst du trotzdem deine Vaterrolle wahrnehmen. Allerdings kannst du sie nicht zwingen, das Sorgerecht mit dir zu teilen. Da muss man dir leider den Vorwurf machen, dass du sie gleich geschwängert hast bevor die Altlasten nicht wunschgemäß aus der Welt geschafft wurden. Demnächst hast du dann zwei Kinder, für die du kein Sorgerecht hast.

          Wenn reden langfristig nichts hilft, dann würde ich es über einen Anwalt versuchen. Vermutlich ist eure Beziehung dann Geschichte, aber du kannst aber auf dem Weg deine Rechte im Umgang mit den Kindern einfordern.

          Wirklich schade, wenn wieder Kinder ausbaden müssen, weil sich Leute wie ihr kopflos multiplizieren, wenn schon der Wurm drin ist.

          • (7) 23.03.16 - 16:57

            Ich werde sie nicht mit einem Anwalt zwingen. Ich möchte eine Beziehung mit ihr, eine Familie. Und da sollte ich doch logischerweise nicht mit der Holzhammermethode vorgehen. Wie die andere userin geschrieben hat, es braucht Geduld. Ich will ihr die Zeit geben und ihr beweisen dass ich mich geändert habe und sie mir wieder vertrauen soll. Doch es muss ein Anfang gemacht werden und dafür finde ich die Osterferien schon sehr gut, die mein Sohn alleine bei mir verbringen möchte, was auch sein Wunsch ist. Durch die Entfernung bekommt sie nicht alles mit aber sie weiss dass ich eine Therapie gemacht habe, einen neuen Job habe und alles läuft. Sie sagte das sind ihre Voraussetzungen für einen Neuanfang und die habe ich erfüllt. Es war ihr Wunsch ein zweites Kind zu haben und den habe ich ihr erfüllt. Für mich ist es nicht kopflos es ist ein Zeichen. Und wenn sie mit mir ein zweites Kind haben will ist es auch für mich ein Zeichen dass sie mir verziehen hat und mir vertrauen will. Sonst wäre es wirklich dumm und kopflos. Ich möchte ihr keinen Druck machen aber sie schon überzeugen und in die richtige Richtung überzeugen.

            • Ich sagte ja, wenn du deine Rechte durchdrückst, ist eure Beziehung Geschichte.

              Kopflos finde ich euch dennoch. Man setzt kein Kind in die Welt als "Zeichen" oder um etwas zu kitten. Was willst du jetzt hören? Wenn sie dir nicht soweit vertraut, dass du dich ein paar Tage um das Kind kümmerst, musst du leider damit leben, denn du bist ihr ausgeliefert in gewissem Rahmen. Tragisch finde ich, dass der Große all das mitbekommt und an ihm herumgezerrt wird. Er möchte bei dir bleiben und er muss mit zurück. Ich weiß nicht, wie man einem Kind - das noch ein Urvertrauen in Mutter UND Vater hat - diesen Umstand erklärt.

              Vielleicht solltet ihr euch professionelle Hilfe holen, damit ihr Tipps bekommt, wie ihr in kleinen Schritten in die richtige Richtung kommt. Denn letztlich kann es durchaus sein, dass du plötzlich in der Pflicht bist. Was ist, wenn in der ss etwas schief läuft, sie womöglich ins KH muss? Wer betreut das ältere Kind, wenn das Baby kommt?

              • (9) 23.03.16 - 17:32

                Das ist ein sehr guter Punkt. So weit haben wir noch nicht gedacht was bei der Geburt sein soll. Dann wird mein Sohn auch bei mir bleiben und dann sollte er es doch gewohnt sein, oder? Sie sagt er kennt mich nicht gut genug als dass er so viele Tage am Stück bei mir bleibt und ich sage wie soll er mich kennen lernen wenn er nur selten da ist? Es ist schon zu viel Zeit vergangen wo wir nicht zusammen waren und er nichts von mir hatte und ich finde es kann nicht schnell genug sein dass sich das ändert.

    (10) 23.03.16 - 19:41

    Hallo

    Wir wissen nicht was vorgefallen ist, warum du z.B. eine Therapie gemacht hast, keine Arbeit hattest.
    Die damaligen Vorkommnisse könnten der Grund für ihre Vorsicht,bezüglich des Aufenthaltsbestimmungsrecht, sein.
    Außerdem schreibst du nicht wie lange das Alles her ist und warum ihr euch mehrfach getrennt habt.
    Jetzt trennen euch 80km und ich denke einen richtigen Alltag lebt ihr nicht.
    Also wird es eher länger dauern bis ihr Vertrauen wieder hergestellt ist.
    Du hast jetzt genug Möglichkeiten dich ein zubringen ( Schwangerschaft, Baby )

    L.G.

    • (11) 23.03.16 - 19:59

      Ich hatte Suchtprobleme und war einige Mal gewalttätig. Das ist aber nun schon lange her und seit meiner Therapie nicht mehr vorgefallen. Ich habe mein Leben geändert und es ist inzwischen ein Jahr vergangen und es läuft gut. Ich habe vorgeschlagen dass sie in den Ferien bei mir bleiben und wir wieder einen Alltag zusammen haben, oder zumindest ich meinem Sohn wieder näher komme. Wie ich mich in Punkt Schwangerschaft einbringen kann weiss ich nicht. Wenn das Baby da ist möchte ich natürlich bei der Familie sein, das was ich leider bei meinem Sohn viel zu oft verpasst habe. Und ich hoffe das wird möglich sein.

      • Mit "lange her" meinst du ein Jahr?
        Ich bin kein Suchtexperte, aber ein Jahr clean ist jetzt sicherlich nicht wirklich lang.
        Einige Male gewalttätig ist auch eine Hausnummer.
        Du wirst Geduld haben müssen.
        Während der Schwangerschaft kannst du ihr sicher einige größere Besorgungen/Vorbereitungen fürs Baby abnehmen oder sie falls gewünscht, zur Vorsorge begleiten u.s.w.

        • (13) 24.03.16 - 08:20

          Ein Jahr ist für mich lange genug und für sie auch, sonst hätte sie sich nicht auf einen Neuanfang eingelassen und ein zweites Kind haben wollen. Ich habe Geduld, doch ich möchte nicht tatenlos herum sitzen und mich mit Packesel spielen bei Besorgungen für das Baby begnügen. Mir geht darum meinem Sohn näher zu kommen, als Familie zu leben, einen gemeinsamen Alltag zu haben so weit es geht. Das Ziel ist es zur Geburt des Babys im Spätsommer zusammen zu ziehen. Wie soll das funktionieren wenn ich keine Zeit mit meinem Sohn habe? Während der Schulzeit ist es schwer wegen der Entfernung aber zumindest jetzt in den Ferien kann er hier bleiben und er möchte es auch. Nur sie stellt sich quer obwohl es keinen Grund dafür gibt.

      Ein Jahr bei einem Suchtproblem ist ein guter Schritt aber ich kenne und kannte ganz viele die über viele Jahre ihre Sucht gut im Griff hatten und dann wieder abgestürzt sind.

      Ich kann deine Freundin verstehen und wenn du sie wirklich wieder haben willst ist der einzige Faktor der dir helfen kann Zeit.

      Vielleicht wäre es hilfreich in den gleichen Ort wie sie und die Kinder zu ziehen dann könntest du öfter unter Beweis stellen das du zuverlässig und kompetent bist.

      Vertrauen wiederzuerlangen ist ein unglaublich schwerer Weg und wenn du es ernst meinst musst du da durch.

      • (15) 24.03.16 - 08:30

        Es wäre besser sie zieht wieder zu mir, da sie und mein Sohn auch vorher in dieser Stadt gewohnt hat. Erst nach der letzten längeren Trennung ist sie weg gezogen. Und ich habe hier einen neuen Job den ich nicht einfach aufgeben kann. Sie hatte auch gesagt sie will noch vor der Geburt des Kindes her ziehen in eine gemeinsame Wohnung doch ich sehe nicht wie wir das in dieser Zeit hin bekommen wenn sie meinen Sohn nicht eine Woche hier alleine lassen will. Ich kann nicht mit einem mir doch etwas "fremden" Kind zusammen ziehen von jetzt auf gleich.

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