Trennung und Selbstmordgedanken

    • (1) 24.03.16 - 07:52
      verzweifelteFrau

      Hallo ,

      ich weiß nicht so richtig , wo ich anfangen soll .
      Mein Partner und ich sind fast 12 Jahre zusammen und haben 2 Kinder.
      Bei uns kriselt es schon eine Weile.

      Gestern kam er von Arbeit und war gereizt.
      Unsere Tochter wollte etwas aus dem Kühlschrank haben und ich wollte es ihr geben , da hat er mich total wütend angeschrien , obwohl es dafür keinen Grund gab.
      Ich war ziemlich erschrocken über die Heftigkeit seines Ausbruchs , denn so kenne ich ihn nicht.

      Ich hab ihn in Ruhe gelassen und wollte am Abend noch mal in Ruhe mit ihm reden .
      Da sagte er , dass er die Trennung will #schmoll

      Er sagte dann auch , dass er seit einiger Zeit Selbstmordgedanken hat !

      Das hat mich echt geschockt.
      Er wollte sich umbringen als unsere Tochter im Auto bei ihm saß und sagte , dass er auch eines Abends am liebsten die Hand um ihren Hals gelegt hätte !
      Als Grund nannte er , dass er mit dem Tod von seinem Vater vor anderthalb Jahren nicht klar kommt.
      Ich hab die ganze Nacht geheult und mir Gedanken gemacht.

      Ich bin total geschockt und weiß nicht , was ich tun soll , ich habe Angst um unsere Kinder !
      Normalerweise würde ich ihm sowas nicht zutrauen , aber man sagt doch sowas nicht nur so ?!?

      Ich war all die Jahre immer für ihn da und habe auch immer zu ihm gestanden.
      Ich habe ihm vorgeschlagen , eine Therapie zu machen , aber er sieht darin nicht viel Sinn , da er sagt , er muss den Kampf mit sich selber führen.

      Was soll ich denn jetzt tun?

      Ich will ihm helfen , aber ich habe auch verdammt große Angst um unsere Kinder !

      Kann mir irgendjemand einen Rat geben ?
      Bitte , ich bin so verzweifelt !

      • Hallo,

        schrecklich, aber du wirst ihm nicht helfen können! Da hilft nur eine professionelle Therapie!

        >>Ich habe ihm vorgeschlagen , eine Therapie zu machen , aber er sieht darin nicht viel Sinn , da er sagt , er muss den Kampf mit sich selber führen.<<
        Wenn jemand Mordgedanken hat und sich vorstellt, meine Tochter zu erwürgen, der hat ganz sicher eine Therapie nötig.

        Zwingen kannst du ihn dazu natürlich nicht. Ich würde meine Kinder nicht mehr mit ihm alleine lassen und schauen, dass ich sie schnell von ihm in Sicherheit bringe.

        Menschen, die solche Gedanken haben, sind in einer psychischen Ausnahmesituation und nicht zurechnungsfähig. Vor allem, wenn sie sich nicht helfen lassen wollen.
        Die Sicherheit meiner Kinder würde zu 100% für mich vorgehen!

        Hey.
        Sollte er so eine Aussage auch nur ansatzweise noch einmal tätigen, rufst du die Polizei und lässt ihn zwangseinweisen wegen akuter Suizidgefahr.
        Mein Mann war vor 1.5 Jahren wegen mittelschweren Depressionen in Behandlung stationär..Nein nicht in der Geschlossenen! Aber er hat einmal einen Ausspruch getätigt der mich sehr verängstigt hat..nicht annähernd so konkret wie dein Mann! Trotzdem sagte ich ihm daraufhin dass wenn was gewesen wäre an dem Tag ich ihn hätte abholen lassen. Punkt.
        Nun kommen vermutlich die die meinen sowas geht in DE nicht..oh doch!..wenn er sich selbst und seine Kinder mit Suizid droht, kann er gegen seinen Willen zwangseingwiesen werden! Habt ihr eine Tagesklinik oder psychiatrische Ambulanz in der Stadt oder Nähe? Ruf da an und frag was du tun sollst und wann was zutun ist!
        Man kann keine Ferndiagnosen stellen..dafür braucht dein Mann Profis..ob er will oder nicht!..es KÖNNTE eine Depression sein..aber es gibt noch zich andere Krankheiten die mit solchen Gedanken einhergehen..und normal merkt man es irgendwann als Partner egal wie gut der Depressive es versucht zu "verstecken"..bei ihm wäre es ja mindestens 1.5 Jahre wenn er den Tod des Vaters als Grund nimmt..
        Du hast Gott sei Dank Angst um deine Kinder! Ruf SOFORT in o.g. Einrichtungen an und schilder was vorgefallen ist.
        Kannst du zu Verwandten oder Freunden mit den Kindern? Verschwinde mit ihnen aus seinem Umfeld..sowas sagt man nicht NUR SO..das man seine Kinder umbringen will!!! Hau ab! Schnell. Und guck dass er eingewiesen wird!
        Alles alles Gute!

        • (4) 26.03.16 - 06:28
          verzweifelteFrau

          Danke für den Tip mit der Klinik !
          Ich habe da gleich angerufen und er war dann auch zum Erstgespräch am selben Tag noch , das hat über 3 Stunden gedauert.
          Ich weiß nicht , was dort besprochen wurde , aber er hat gemerkt , dass es ihm gut tut und er Hilfe braucht.
          Er wird auch ambulant dort weiter behandelt.
          Ich bin echt erleichtert , das wird nicht von heute auf morgen gehen , das weiß ich , aber es ist ein erster Schritt.
          Natürlich werde ich weiterhin vorsichtig sein und die Kinder nicht mit ihm alleine lassen.
          Ich hoffe , dass wir es schaffen und er gesund wird.
          Und vielleicht finden wir auch als Familie wieder zusammen , aber erst mal muss er gesund werden .

          Vielen Dank ,mit deinem Tip hast du uns sehr geholfen !
          In dem Moment bin ich selber gar nicht drauf gekommen.

          Liebe Grüße

      1. Du kannst ihm nicht helfen, er muss professionelle Hilfe annehmen (wollen). Es hört sich so an, als habe er möglicherweise eine psychische Problematik durch den Tod seines Vaters entwickelt. Da kann man aber als Laie viele Fehler machen.

      2. Du kannst jedoch Dir und den Kindern helfen, indem Du Dich jemandem anvertraust. Sprich mal mit Deinem Hausarzt, wenn das für Dich jemand ist, der fachlich kompetent genug ist, Dir die Situation zu erklären. Oder wende Dich an eine Beratungsstelle mit Psychologen (bspw. ein Krisendienst in Deiner Stadt).

      Was nicht gut wäre, ist jetzt in eine Schockstarre zu geraten und abzuwarten, ob es von alleine besser wird. Einer von Euch muss vernünftig sein und handeln und da er das nicht sein wird, solltest Du etwas tun.

      Guten Morgen!

      Dass dein Mann sich trennen will, ist nicht schön. Allerdings wäre dies im Zweifel für dich nicht zu ändern, auch wenn du in der Vergangenheit immer für ihn da warst und ihn unterstützt hast.

      Bezgl. der Selbstmorddrohungen und seinen Gedanken daran die Kinder umzubringen gibt es jedoch keine zwei Meinungen.

      Er hat das sicherlich nicht "zum Spaß" gesagt sondern weil er auch nicht weiter weiß und Hilfe braucht. Hier gibt es die Möglichkeit der Zwangseinweisung gem. des PsychKG. Bei Selbst- oder Fremdgefährdung entscheiden darüber die zuständigen Richter - und das echt schnell! Rufe die Polizei und gib bereits am Telefon den entsprechenden Hinweis auf Selbst- und Fremdgefährdung. Von dort aus wird dann alles Weitere in die Wege geleitet.
      Dein Mann würde wieder entlassen, sobald keine Gefährdung mehr vorliegt. Vielleicht hat er bis dahin verstanden, dass ihm Profis helfen können und begibt sich in langfristige Behandlung.
      Keinesfalls würde ich die Kinder bis dahin allein mit ihm lassen.

      Ich wünsche euch alles Gute!

    • Wende dich an eine Beratungsstelle und an euren Hausarzt. Sofort.

      Und lass deine Kinder NIE WIEDER mit deinem Mann alleine.

      Alles Gute, thyme

      Er muss keine Therapie machen, wenn er nicht will.
      Er darf gerne versuchen, das "mit sich alleine" aus zu machen.
      Er darf auch gerne, wenn ihm dies nicht gelingt, für sich alleine den Weg des Suizids gehen, bis hierhin kein Ding.
      Aber er wäre mit dieser Haltung ab sofort keine Sekunde mehr mit den Kindern unbeaufsichtigt und er wäre ebenso per sofort räumlich von mir und den Kindern getrennt.

      Ich habe nämlich keinen Bock darauf nachts nie zu wissen ob ich oder meine Kinder gerade in akuter Lebensgefahr schweben.

      Klingt sehr, sehr hart, stehe ich dazu. Aber ich weiss wovon ich spreche.
      Meine Mutter hat versucht sich und mich umzubringen, durch die Geistesgegenwart meiner Tante haben wir knapp überlebt.
      Später wählte meine Mutter den Weg des Suizids, ohne mich, bis dorthin ging unser Weg jedoch gemeinsam und innig. Ihr gehört meine grösste Hochachtung und Liebe, dass sie doch noch gelernt hat zu unterscheiden zwischen ihrer Sehnsucht nach dem Tod und dem Lebenswillen ihrer Tochter.

      Bei Androhung von erweitertem "Suizid" hört bei mir jegliche Kompromissbereitschaft auf.

      Hallo,

      der braucht Hilfe und Ihr auch. Du musst weg von dem Typen, das ist ne tickende Zeitbombe #schwitz

      LG

      Guten Morgen!!

      Hast du schon etwas unternommen?

      Wenn nicht, ruf bitte noch heute den Sozialpsychatrischen Dienst eurer Stadt oder eures Kreises an und schildere ihnen die Situation. Sie kommen auch kns Haus, man muss nicht unbedingt dort vorstellig werden.

      http://www.psychiatrie.de/hilfenetz/alltagshilfen/sozialpsychiatrischer-dienst/

      Lass die Kinder nicht mit ihm allein - auch nachts nicht in ihren Kinderzimmern!!!!!

      Die Fachleute werden dir helfen die nötigen Schritte zu unternehmen.

      Du kannst ihm nicht helfen, du kannst nur dir und den Kindern helfen!!!!!!

      würde mein mann das über mein kind sagen, wäre die sofortige räumliche trennung die einzige konsequenz. er sollte auf jeden fall in psychiatrische behandlung und dann könnt ihr ja sehen, ob es noch eine zukunft gibt. aber ich würde vorerst KEINESFALLS unter einem dach wohnen bleiben. anscheinend denkt er nicht nur über suizid, sondern über einen erweiterten suizid nach.

      ich hätte ihn einweisen lassen.

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