ich kann ihn nicht mehr küssen....12 jahre ehe

    • (1) 29.03.16 - 17:10
      echt blöd das

      hallo,

      ich bin mit meinem mann seit 12 jahren zusammen und 6 verheiratet. wir haben 2 kinder und damals war es wirklich eine große liebe.

      es ist viel passiert in diesen 12 jahren. er wurde jähzornig, faul, ungepflegt...

      ich habe mir das viele jahre angesehen, versucht mit ihm zu reden, paartherapie vorgeschlagen, nichts hat geholfen... urlaub oder zu zweit ausgehen? niemals.

      diese jahre haben viel kraft gekostet und sicher war ich auch nicht immer die super frau. ich habe gehofft, dass sich was ändert aber das wurde nichts.. vor etwa einem jahr ist etwas passiert, wo ich meinen mann gebraucht hätte. er hat mich angeschrien und dass im schrecklichsten moment meines lebens (einem schwangerschaftsabbruch, den er mehr wollte als ich). ich wusste, ich kann mich doch nicht auf ihn verlassen obwohl das immer der punkt war, wo ich mir sicher war.

      in diesem letzten jahr, habe ich dieses trauma verarbeitet, (es ist eine traurige episode, war aber im nachhinein die absolut richtige entscheidung) und viel nachgedacht. mein mann bemüht sich seitdem zunehmend, freundlich und zuvorkommend zu sein. ich habe 3 mal die trennung angesprochen, dann weint er, besäuft sich, sagt, dann hätte alles keinen sinn mehr, ich würde ihm sein herz brechen..

      ich will ihn nicht mehr, er ekelt mich sogar wenn er frisch gewaschen usw. ist.. ich kann keine körperlichkeiten mehr ertragen. er versucht alles richtig zu machen..

      mein größtes problem ist meine angst. ich habe angst, dass wir im hartz 4 landen, weil er nicht bereit ist zu zahlen oder, dass er versucht die kinder zu bekommen.. einfach, dass er ausrastet und sich unerwachsen verhält.

      die kinder hängen an ihm, also eins, das andere hat schon öfter so dinge gesagt wie, wenn der papa weg wäre, wäre das egal, die mama muss aber immer hier bleiben..

      liebe grüße

      • Dein Mann hat ja den Dreh raus. Das muss man ihm lassen!

        Jahrelang bewegt er sich nicht mit und sieht keine Veanlassung, dein Unbehagen zu beachten. Jetzt weiß er plötzlich, welche Knöpfe er bei dir drücken muss, damit du ein schlechtes Gewissen hast und bleibst. Das darfst du sogar haben - eine Trennung ist nie schön und derjenige, der dann geht und die Entscheidung für die ganze Familie trifft, trägt auch viel Verantwortung und es ist legitim, dass man sich fragt, ob man alles getan und vesucht hat und letztlich die richtige Entscheidung gefällt hat.

        Du bist aber nicht für das Seelenheil deines Mannes verantwortlich. Auch wenn er jetzt den Jammerlappen rauskehrt. Er bleibt der Vater eurer Kinder und kann sich viel oder wenig einbringen. Ihr könnt nah beieinander wohnen bleiben, dass der Kontakt zu beiden Elternteilen gleichermaßen einfach ist für die Kinder.

        An deiner Stelle würde ich erstmal einen Anwalt einschalten. Lass dich beraten. Kopiere alle Unterlagen (Verdienstnachweise, Steuererklärung usw.). Warum solltest du ihn Hartz4 abrutschen? Er wird für die Kinder zahlen müssen, wenn er leisten kann - sofern die Kinder bei dir bleiben. Wer ist den zurzeit die Hauptbezugsperson, die sich tagsüber kümmert? Wenn das jüngste Kinder mind. 3 Jahre alt ist, wird man dir zumuten, ebenfalls wieder selbst zu verdienen. Oder arbeitest du jetzt auch? Dann weißt du ja, was du erwirtschaftest. Der Anwalt kann dir ausrechnen, was für die Kinder gezahlt wird. Ansonsten gibt es ja noch ergänzende Leistungen, wenn es nötig sein sollte...Wohngeld z. B.

        Wenn du die Ängste erstmal vom Tisch hast, trennt es sich auch leichter und dein Mann läuft mit seinen Erpressungsversuchen ins Leere.

        Ich kann dich sehr gut verstehen. Jemand der sich in Krisen besäuft und dann jammert, wäre für mich so unattraktiv wie ein Sack Erbsen.

        Sei mir nicht böse - du postest das alle 6-12 Wochen. Was sollen wir noch dazu sagen?

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