Ich benötige mal eine andere Sichtweise

    • (1) 30.03.16 - 07:29
      hilflos123

      Guten Morgen zusammen,

      ich benötige mal wieder einen anderen Blick und zweite Meinungen.
      Kurze Zusammenfassung unseres gemeinsamen Lebens:

      Mein Mann und ich sind seit 13 Jahren zusammen (nicht verheiratet). Wir haben 2 Kinder, 11 und 6 Jahre alt.
      Er geht Vollzeit arbeiten und ich habe eine 35h Woche und kümmere mich vor und nach meiner Arbeit um Einkauf und Kinder.
      Mein Mann pendelt sehr viel, jeden Tag reine Fahrzeit 3 h + 8,75 Stunden Arbeitszeit. Das heißt er verlässt das Haus um 05.15 Uhr. Da steh ich auf um verlasse mit unserem Kleinen um 06.50 Uhr das Haus.
      Das klappt bei mir prima. Ich habe mich wunderbar organisiert. Unser Morgen ist ruhig und harmonisch.
      Sooo nun zum eigentlichen Problem:

      Der Job meinen Mannes war nur ein Übergangslösung, diese dauert jetzt schon 8 Jahre.
      Ich merke schon seit Jahren das ihn dies immer mehr kaputt macht und rede dementsprechend viel. Ich stärke ihm den Rücken und erledige vieles bevor er heim kommt. Außerdem habe ich ihm einige Lösungsvorschläge gemacht:

      1 Wir ziehen um, er muss nicht mehr pendeln
      2 Er reduziert seine Arbeitszeit und ich stocke meine auf oder nehme einen Zweitjob an
      3 Er sucht sich einen neuen Job (hierzu komme ich gleich noch mal)
      4 Er nimmt sich ein Zimmer oder eine kleine Wohnung und schläft von Montagabend bis Freitag früh da. Er wäre ausgeruhter und könnte jeden Tag eine Stunde plus machen um Freitag früher nach Hause zu kommen und Montag spät anzufangen.

      Wir sind Gott sei Dank in der glücklichen Position ein gutes Einkommen zu haben, eine gute Ausbildung und flexible Arbeitszeiten. Deswegen die vielen Möglichkeiten.

      So nun ist mein Mann ein Mensch der Veränderungen hasst. Also ist er auf Vorschlag 1 und 3 nie wirklich eingegangen. Es ist wirklich ein Krampf ihn zu einer Veränderung zu bewegen, obwohl dies schon viel einfacher geworden ist.

      Arbeitszeiten reduzieren war immer mal wieder ein Thema aber er zieht es nicht durch.
      Nummer 4 will er nicht. Da hat er zu wenig von den Kindern. Puhhh

      Tja und nun das Problem. Es geht ihm schlecht, sehr schlecht. Darunter leidet er und wir.
      Er kommt nach Hause und ist müde und gereizt. Er schnauzt die Kids schnell an und erledigt mit Märtyrermiene die Haushaltsaufgaben die ich nicht geschafft habe. (Der kleine muss zur Logo und hat noch einen Nachmittag im Verein, da schaffe ich auch nicht mehr viel)

      Er hat so eine innere To-Do Liste. Da steht ne Menge drauf und es kommt immer mehr dazu. Er kann sie nicht abarbeiten und deswegen ist er frustriert. Am Wochenende kommt er meistens mit schlechter Laune und Kopfschmerzen nach Hause, schläft dann mal richtig aus und los geht’s. Attacke und er muss ja noch sooooo viel erledigen. Ganz unheimlich wichtige Dinge wie z.B. den Dachboden der Gartenlaube ausbauen usw.

      Das schafft er natürlich an einem Wochenende nicht und ist deswegen (Überraschung) frustriert.
      Er steht meiner Meinung nach am Beginn einer Depression. Müdigkeit, Lustlosigkeit, das Gefühl nichts zu schaffen (was ja auch stimmt), alles schwarz sehen, sich über nichts mehr freuen zu können.

      Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. Ich versuche keinen Druck auf zubauen und ihm ständig vorzuhalten was er ändern muss, sondern ich halte ihm den Rücken frei so gut es geht. Ich schaffe ihm Freiräume und schöne Erlebnisse. Ich sorge für gutes und gesundes Essen. Ich mache viel mit den Kids und sorge für eine kinderfreies Wochenende. Wir reden viel und ich höre zu.

      Aber ich kann nicht mehr. Ich bekomme kein Danke kein liebes Wort und keine nette Geste.

      Ich gebe viel und bekomme nichts zurück. Das kann ich ihm nicht (mehr) sagen, das baut wieder Druck auf und macht ihn noch frustrierter und hilfloser. Aber ich kann bald nicht mehr.

      Ich versuche mir auch kleine Oasen zu schaffen. Nur für mich. Aber die reichen nicht mehr aus.

      Ein Paartherapeut schrieb mal: 1 schlechte Sache muss durch mindestens 4 gute Dinge ausglichen werden. Das war bei uns mal so jetzt ist es andersrum und ich kann bald wirklich nicht mehr.

      Ich heule nicht rum und bin nicht am Meckern aber momentan bin ich so nah am Wasser gebaut. Ich habe einen ständigen Kloß im Hals. Und das schlimmste überhaupt (Achtung hier kommt das emotionale und irrationale): Ich kann sein Gejammer nicht mehr hören, ich will ihn anschreien und schütteln, ich will gemeine Sachen sagen und ihm Vorhaltungen machen. Ich will ihm sagen das ich schon seit Jahren sehe was er sich antut aber NICHTS dagegen tut.

      Aber das darf ich nicht. Jetzt hat es ihn umgehauen. Erst Grippe, dann Nasenhöhlen und Kieferhöhlenentzündung mit Ohrenschmerzen. Seit 2 Wochen ist er zuhause. Und trotzdem keine Einsicht zur Änderung. Bzw. oberflächliche Einsicht aber er ändert nichts.

      Habt ihr noch einen Tipp? Eine zweite Meinung oder andere Sichtweise? Gibt es hier vielleicht jemanden der so ähnlich tickt wie mein Mann?

      Danke fürs Lesen war schon mal gut alles aufzuschreiben.

      • Hallo,

        ich kann dich gut verstehen mein Mann ist ähnlich gestrickt. Seit Jahren ein Job wo er viel unterwegs ist und zuhause die "LISTE" die nie endet und immer länger wird weil wann soll das denn erledigt werden.

        Das du ihn Anschreien und nicht nette Dinge sagen möchtest kann ich gut verstehen. Ich habs mehrfach gemacht bringt auch nix. Ich bin sehr impulsiv und geh schon mal hoch wie ein Vulkan#hicks

        Aber wenn du immer alles in dich reinfrißt geht es dir ja nun auch nicht gut. Und das musst du ihm sagen. Ich habe meinem Mann sehr oft in den letzten Jahren gesagt was wir ändern könnten um die Situation für ihn zu verbessern aber auf mich hat er nie gehört. Aber notgedrungen auf seinen Körper. Er ist jetzt die 4. Woche auf Reha weg und er ist so einsichtig wie noch nie. Er hat in den bisherigen Wochen Erkenntnise gehabt (die ich schon vor Jahren hatte #rofl ) und möchte tatsächlich etwas ändern. Ich hoffe das funktioniert dann auch im echten Leben. Aber der erste Schritt ist schon mal getan.

        LG
        Corinna

        • (3) 30.03.16 - 07:48

          Danke danke danke....

          ich bin nicht allein :)
          Tja dann muß er wohl wirklich auf die Nase fallen so richtig.

          Ich kann es ihm leider nicht mehr sagen. Dazu geht es ihm zu schlecht und er kann ja mom. in seiner eigenen kleinen Welt nichts ändern und ist deswegen noch mehr unter Druck. Das habe ich bemerkt und mich dementsprechend etwas angepasst. So lass ich meinen Frust halt mal hier raus.

          #winke

      (4) 30.03.16 - 08:53
      ja-ich-kenne-soeinen

      Hallo,

      ja - ich kenne es sehr gut, was du beschreibst aus eigener Erfahrung. Und ich weiß, daß das alles höchstens solange klappt, solange alles einigermaßen in geregelten Bahnen läuft. D. h. größere "Ausfälle" dürfen nicht dazukommen! Nun denkt man sich wohl, naja die Kinder werden größer, da wird manches einfacher : Illusion! Denn es kann auch durchaus so kommen, wie viele "Ältere" immer prophezeien: KLeine Kinder - kleine Sorgen, große Kinder-große Sorgen. Und dazu braucht man dann wirklich eine Menge Kraft und Ressourcen.

      Ich kann dir keinen großartigen Ratschlag geben. Du schilderst, du würdest ihn am liebsten anschreien und ihm Vorhaltungen machen, aber das darfst du nicht. Warum eigentlich nicht??

      Ich kann nur schildern wie es bei uns weiterging: Mein Mann wollte auch KEINE Veränderungen. Er wohnt hier seit seiner Geburt am selben Ort, er ist nach über 25 Jahren noch immer im selben Betrieb, wo er seine Lehre absolviert hat....du kennst das alles. Ich habe ihm den Rücken freigehalten, wo es ging, war ja auch für die Familie, für die Kinder gedacht! Und dann, eines Tages im letzten Jahr wurde plötzlich klar, daß auch ER sich eine "Oase" geschaffen hatte, dass auch ihm trotz allem "etwas fehlte" - ich musste erfahren, daß er seit einem Jahr eine Affäre hatte (zwar wohl mit Unterbrechungen) ....

      Diesen Preis solltet ihr euch ersparen! Das muss natürlich bei euch ganz und gar nicht eintreten, dennoch bin ich überzeugt, daß auch Männer i-wo zwischen 40 und 50 "Wechseljahre" durchlaufen und den Blick auf manches evtl. verändern.

      Ich wünsche euch alles Gute, gib nicht auf!

      LG

    • (5) 30.03.16 - 09:04

      du würdest mir tierisch auf die nerven gehen bzw. irre machen ....da gibt es dann nur noch durchzug meinerseits #sorry

      erzähl mal einem dicken er soll vernünftiger essen, einem raucher das die zigarette jetzt doch nicht sein muss usw....und das laufend...diese belehrungen, dieses furchtbare mamagetue erträgt niemand, auch wenn es nett gemeint ist...

      dazu kommt dann noch, dass du ihm vielleicht jetzt ruhe lässt, aber du hast ja trotzdem lang genug vorher offen druck ausgeübt in dem du ihm oft vorgehalten hast <<<Ich gebe viel und bekomme nichts zurück. Das kann ich ihm nicht (mehr) sagen <<<<

      ja, du gibst viel, aber erwarte nie etwas dafür...was allerdings schwer ist wenn man soviel gibt wie du, allerdings ...hmm...viel geben, viel einem abnehmen, aber immer belabern ...naja, irgendwo ist das bevormunden und da hat man keine lust mehr was zu geben...wie auch?du regelst und machst doch sowieso alles, noch dazu redest du auf ihn ein ohne ende und hast erwartungshaltungen, die er auch gut genug merkt ohne das du das sagen musst...du zeigst sie ja ( unbewusst )

      es wird schwierig da wieder rauszukommen, denn ich frage mich wie er jetzt noch den ersten schritt in richtung vernunft gehen soll wenn er so kopfmäßig in der enge steckt...da müsste sein körper schon mehr signale zeigen als nur diese jetzt....

      man erreicht nie das was man möchte wenn man jemanden alles abnimmt, man erreicht damit nur das gegenteil....und dann wird der weg viel schwerer...so wie jetzt bei euch....

      du solltest dich mehr in den mittelpunkt stellen und dein ding machen, er muss von selber kommen, von selber kapieren, aber du gibst ihm keine luft dazu....wenn das so mit euch überhaupt noch klappt...aber das ist ein anderes thema :-)

      • (6) 30.03.16 - 09:31

        ohhh wow danke für deine Antwort.

        Ich hoffe das ich nicht so bin wie du beschreibst. Aber ich werde mal einen Schritt zurücktreten und das ganze distanzierter betrachten.

        Zu dem was du schreibst fällt mir gerade keine Antwort ein. Denn ich halte mich nicht für seine Mutter. Ich denke ich seh die Problematik auch sehr klar bin nur mittlerweile hilflos wie der Nick schon sagt.

        Trotzdem Danke für deine Meinung

    Ich,glaube nicht, dass dein Man auf eine Depression zusteuert.

    Er kommt mir eher vor, wie ein Worcaholic. Ein früherer Chef war so ein Typ, der ein unglaubliches Pensum absolvierte. Er wurde regelmäßig krank, wenn er zur Ruhe kam und mal Urlaub hatte. Ansonsten lief er auf Hochtouren. Als sich chronische gesundheitliche Probleme einstellten wurde er notgedrungen ruhiger.

    Mein Mann hat auch ähnliche Tendenzen. 10 - 12 Std. täglich sind normal. Was dringend ist und noch abgearbeitet werden muss, wird mit nach Hause gebracht. Der Laptop reist seit Jahren mit in den Urlaub und ab Sonntag Abend ist er gedanklich schon wieder im Job. Jedes Jahr an Weihnachten war er krank. Ein paar Tage frei nach dem stressigen Endspurt und von Lungenentzündung bis simpler Erkältung hat ihn schon alles umgeworfen. Was soll ich sagen? Ich habe viel geredet, manchmal gemeckert. Es gab eigentlich nur zwei Alternativen: zu gehen und sich das Elend nicht mehr anzusehen.oder zu hoffen, dass er irgendwann von selbst drauf kommt. Ab Mitte 40 wurde es besser (die 10 Std. reißt er allerdings locker noch immer ab). Er hat selbst gemerkt, dass der Körper nicht mehr so belastbar ist und viel Lebensqualität verloren geht. Außerdem werden die Einschläge inzwischen dichter. Freunde oder Kollegen in ähnlichem Alter bekamen Herzinfarkte, starben an schweren Erkrankungen etc. Da kommt man ins Grübeln, wo man in 10 Jahren womöglich steht (oder auch nicht mehr). Er ist nicht mehr so ein ganz Getriebener.

    Einen wirklichen Rat habe ich leider nicht. Ich habe nicht so darunter gelitten wie du. Ich habe zuhause und mit den Kindern alles wegorganisiert und den Rücken frei gehalten, was mir aber nicht sonderlich schwer gefallen ist, weil ich deutlich weniger Std. gearbeitet habe. Ich bin erst seit einiger Zeit wieder auf 35,5 von 39 Std. angekommen und die Kinder schon große Teenager. Ich kann dir nur raten, gut auf dich zu achten. Du bist nicht die

    Therapeutin deines Mannes (meiner hat Gott sei Dank nicht groß gejammert oder sich beklagt). Ich finde, du darfst sehr wohl deutlich deine Meinung dazu sagen. Immerhin betrifft es dich und die Kinder direkt, wenn dein Mann sein ehrgeiziges Egoding durchzieht. Wenn er mit Burnout, Herzinfarkt oder Schlaganfall da liegt, kannst du dir nix dafür kaufen, dass du so verständnisvoll warst und immer zurück gesteckt hast. Da kommt dann noch ungleich mehr Trouble auf dich zu. Und wenn du jetzt umfällst, habt ihr erst recht ein Problem. Wer übernimmt dann deinen Part? Er wohl nicht..............

    Lass dir eine Kur verschreiben und grenze dich ab. Sollte eure Ehe daran zu scheitern drohen, dann sag ihm das klar und deutlich und nicht erst, wenn es 5 nach 12 ist. Wenndkr jetzt jemand über den Weg läuft, der nett, aufmerksam ist und dir Zeit widmet ohne dich als seelischen Mülleimer zu gebrauchen, dann würde ich nicht drauf wetten, dass du da unempfänglich wärest. Dem würde ich vorbeugen und Tacheles mit dem Mann reden. Jetzt bist du nur noch Herbergsmutter und Therapeutin, die um das Befinden des Mannes .herumeiert.

    • (8) 30.03.16 - 09:37

      Danke Guest für deine Meinung, darüber freue ich mich.

      Nein mein Mann jammert auch nicht, aber man sieht es ja was es mit ihm anrichtet. ich will ihm gerne helfen.

      Ich habe die Kinder und den Haushalt gut im Griff und wir haben ein sehr harmonischen Tagesablauf. Sie sind ziemlich cool die beiden.

      Warum ich hier geschrieben habe ist die partnerschaftliche Seite. Unsere Paarzeit leidet extrem.

      Und du hast recht man wird empflich für Aufmerksamkeit von anderen. Das habe ich aber gut im Griff. Ich habe gelernt mein Selbstbewusstsein nicht mehr von anderen abhängig zu machen. Weder von meinem Mann noch von anderen Menschen :)

      Ach so vom Alter her. Wir sind 33 und 34 Jahre alt. Wenn das erst Mitte 40 besser wird Prost Mahlzeit #zitter

      Danke nochmal für deine Antwort ich werde drüber nachdenken.

      • Ok, wenn du dich gut im Griff hast, dann ist das wenigstens schonmal die halbe Miete. Trotzdem hast du einen Leidensdruck und dir fehlt was elementares in eurer Ehe.

        Bei uns war es auch so. Ich weiß allerdings nicht, wie ich tatsächlich reagiert hätte, wenn ich auf jemanden getroffen wäre, mit dem man Leichtigkeit, Aufmerksamkeit etc. erlebt. Ich schätze, die Versuchung wäre groß gewesen.

        Leider hat sich mein Mann dann anderweitig orientiert. Zwei Jahre hat er sich so freigeschaufelt, dass er Platz für eine Affäre schaffen konnte. Er war im Grunde auch unzufrieden mit der Situation. Hat aber wenig geklagt und noch weniger mit mir ehrlich darüber gesprochen. In dieser Affäre gab es viele tolle Gespräche, Leichtigkeit, Aufmerksamkeit und Abwechslung zum Hamsterrad des Jobs und anderer Verpflichtungen. All das, was wir im Grunde auch gebraucht hätten, welches er aber nicht bereit war umzusetzen. Wenn man wirklich will, dann geht irgendwie alles. Das hat mich maßlos wütend gemacht und mit am meisten enttäuscht. Und das war auch ein Auslöser, grundlegend etwas zu ändern. Und zudem meine Bedingung, wenn das mit uns weiterhin eine Chance haben sollte. Das hat er wohl verstanden und wir setzen es gemeinsam besser um. Manchmal braucht es erst eine bedrohliche Krise, um die Kurve zu kriegen.

        • (10) 30.03.16 - 10:15

          Oh je, hier kommen ja viele Antworten mit dem Thema Affäre.

          Ich schaffe mir viele Freiräume. Fahre am Wochenende alleine weg oder geh einfach mit den Kids raus wenn die Luft mal wieder dick ist zuhause.

          Das reicht aber langsam nicht mehr aus. Deswegen auch der Beitrag.

          Tja dann versuche ich noch zwei Schritte zurück und etwas Distanz um das Ganze noch mal zu betrachten. Auch meine Rolle in unserer Beziehung. Vielleicht mach ich ihm ja tatsächlich alles zu leicht.

          Respekt das ihr die Kurve noch mal bekommen habt ob ich das so hinbekommen hätte weiß ich nicht. Ich wäre wütend, richtig wütend.

          Danke für deine Offenheit

Vielleicht solltest du mal knallhart mit der Hand auf den Tisch hauen und ihm nicht ständig "den Rücken frei halten!"

Guten Morgen

Ich hätte da ehrlich gesagt längst schon Nägel mit Köpfen gemacht und nicht jahrelang zugesehen, wie es ihm immer schlechter geht, bis es mir dann auch schlecht geht.

Er mag keine Veränderungen? Aber dass er sich stetig (zum Schlechteren) verändert, ist dann ok? Nein....so ginge das mit mir nicht.
Zuhören ist eine tolle Sache#pro, mache ich auch..... aber irgendwann ist auch genug geredet und man muss Tatsachen schaffen.

Mein Tipp: Überlege dir was wirklich eine Entlastung sein könnte, dann zieh das durch.

Ich würde beispielsweise: Mir einen Job an seinem Arbeitsort suchen, dann dort eine Wohnung suchen und ihn mit den Umzugsplänen vor vollendete Tatsachen stellen.

3h reine Fahrzeit pro Tag finde ich völlig irre. Ich weiss, das machen viele so...manche fahren sogar noch länger.....das machts aber nicht besser. Das ist verschwendete Lebenszeit par excellence. Sowas würde ich nicht unterstützen.

  • (14) 30.03.16 - 10:48

    Danke auch für deine Antwort,

    die Zeit für den Umzug ist eigentlich fast um.

    Die Große ist gerade aufs Gymi gewechselt und der Kleine kommt jetzt in die Schule.

    Die Idee mit dem Umzug war auf dem Tisch als die Große in die Schule kam und letztes Mal als sie die Schule gewechselt hat.

    Die Fahrzeit ist brutal. Aber er ist jung, gut ausgebildet und hat Berufserfahrung. Ein neuer Job in unserer Stadt (Großstadt und gute Möglichkeiten ) wäre im Moment einfach die allerbeste Variante.
    Selbst wenn er weniger verdient kann ich ja wieder Vollzeit einsteigen und das Minus ausgleichen. Selbst dann hätten wir noch mehr Zeit als jetzt.

    • Wenn das die beste Variante ist, würde ich darauf hin arbeiten. Ihm klar und deutlich sagen, dass der Punkt erreicht und eine Veränderung jetzt zwingend notwendig ist. Ohne wenn und aber.... auch wenn es ihm noch so stinkt. Manchmal muss man eben etwas verändern, so ist das Leben.

      Such ihm Stellenanzeigen raus, leg ihm seine Bewerbungsunterlagen zurecht, sag ihm, dass es jetzt soweit ist.

      Wenn mein Partner mit einem Bein im Sumpf steckt, warte ich mit Sicherheit nicht, bis er komplett drin versinkt, sondern ziehe ihn raus. Wenn er sich nicht selbst helfen kann, auch wenn er sich eigentlich nur selbst im Weg steht, dann helfe ich ihm.
      Die Idee, dass er erst halt mal so richtig auf die Nase fallen muss, finde ich völlig fahrlässig. Nein, man muss es nicht erst zum Schlimmsten kommen lassen.

      Ich finde es übrigens nie zu spät für einen Umzug. Kinder finden normalerweise einfach wieder Anschluss, ausserdem lehrt es sie vielleicht noch Flexibilität. Kann man immer brauchen.

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