Trennung, Existensängste, innerliche Panik

    • (1) 09.04.16 - 12:35
      Panik Angst

      Hallo zusammen,

      wir haben uns getrennt. Mir geht es gut damit, ich hätte es nicht gedacht.

      Wir haben ein gemeinsames Kind, 1 Kind habe ich mit in die Beziehung gebracht.

      Als ich mit meinem ersten Kind alleine war, war ich arm, wirklich sehr arm. Ich war in Ausbildung und hatte manche Tage nicht genug Geld um meinem Kind ein Eis zu gönnen. Diese Zeit hat mich sehr geprägt, auch wenn das nun 12 Jahre her ist.

      Nun haben wir uns nach 10 Jahren Beziehung getrennt, und ich bekomme Panik

      Ich arbeite voll, verdiene ok, zzgl. einem Nebenjob und dem Kindergeld. Er wird Unterhalt zahlen, dann habe ich ein Gesamteinkommen von dem oft größere Familien leben müssen

      Bitte steinigt mich nicht, aber in mir macht sich Panik breit. Ich bin gerade bei meinem Nebenjob und google wie eine Wahnsinnige nach einem zusätzlichen Job, den ich Nachts oder irgendwann auch immer machen kann, aber das ist ja nicht Sinn und Zweck.

      Es ist eine Unruhe in mir, ich habe auch in der Beziehung viel gearbeitet, weil ich immer Angst hatte, wieder arm zu sein, aber jetzt wird es schlimmer.

      Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, es macht mich fix und alle.

      Am Montag habe ich einen Termin bei einem Therapeuten. Ich hoffe, es hilft darüber zu sprechen und vielleicht kann er mich auch irgendwie unterstützen.

      Hat jemand vielleicht einen Tipp, wie ich mit dieser Angst umgehen kann? Oder kennt jemand diese Angst?

      • Hallo,

        die Angst die du beschreibst kenne ich nicht aber es klingt wirklich sehr unschön. Du Arme!
        Wenn du voll arbeiten gehst, einen Nebenjob machst UND Unterhalt bekommst, kannst du nicht arm sein.

        Um das selbst zu erkennen, schreib' dir genau auf, welche Einnahmen du im Monat hast, was davon an Fixkosten abgeht und notiere 2-3 Monate grob, was du sonst noch ausgibst. Dann hast du einen direkten Überblick und genau die Kontrolle die du brauchst, um dich sicher zu fühlen.

        Ein Besuch beim Therapeuten ist auf jeden Fall schon mal ein guter Anfang.

        Alles Gute!

        wind.kind

        Hallo,

        stell deine Einnahmen deinen Ausgaben gegenüber und bilde für alle Ausgaben Budgets, z. B. Kleidung, Essen, Freizeit, Wohnung usw... und führe ein Haushaltsbuch, ob du in den Budgets bleiben kannst.

        Bei mir hat das immer gut geklappt, du schaffst das auch!

        LG

        Ja, diese Angst kenne ich auch. Ich kenne sie, da meine Mutter und mein Stiefvater immer Geldsorgen hatten und ich es seit frühester Kindheit immer mitbekommen habe. Ich habe sogar oft heimlich Geld ins Sparschwein meiner Eltern geschmissen.

        Ich selber hatte nie Geldsorgen, es ging mir immer gut. Trotzdem war ich nervös, sonald eine Woche vor Monatsende weniger als 1000 DM auf meinem Konto waren. Ich habe deshalb auch jahrelang Haushaltsbuch geführt, zusätzlich viel gespart.

        Wenn ich nun darüber nachdenke, ist diese Angst fast weg, obwohl es auchmal knappe Zeiten gab (für meine Verhältnisse) und obwohl knappere Zeiten bevorstehen (drei Jahre Elternzeit geplant ohne Einkommen plus Kiga Gebühren ab Sommer etc.). Ich denke, mir hilft es zu wissen, dass es noch Einsparpotential gibt und dass es bisher immer gepasst hat.

        LG

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