Kinder nach einer Trennung - wohin?

    • (1) 10.04.16 - 18:20
      Aus und vorbei

      Mein Mann und ich haben uns getrennt. Ich ziehe bald aus.

      Die Kinder haben doch dann abhängig vom Alter ein Mitspracherecht wo sie leben möchten oder?
      Meine Tochter ist 15 und mein Sohn 13.
      Unsere Jüngste ist 9.
      Die beiden Großen dürfen das doch schon ganz allein entscheiden soviel ich weiß.

      Aber auch bei der Jüngsten wollen wir möglichst die Wünsche berücksichtigen.
      Da ich 400 km weit weg ziehe, müssen die Kinder schon überlegten wo sie hauptsächlich leben möchten.

      Der andere Elternteil kann die Kinder dann voraussichtlich nur sehr selten sehen, also in den Ferien. ...
      Wie sieht das bei der Scheidung aus, bestimmt das dann das Gericht unabhängig davon was unsere Kinder möchten?Also kann es sein dass unsere Regelung dann über den Haufen geworfen wird?

      • Nein. Das Gericht bestimmt es nicht. Wenn ihr Euch einig seid, bekommt einer (meist da wo die Kinder leben) Das Aufenthaltsbestimmumgsrecht. Aber im Grunde mischt sich da niemand ein. Mein Sohn ist mit 7 mit mir 500km weit weg gezogen und nach 3 Jahren wollte er zu seinem Vater zurück. Beides hat er von sich aus entschieden. Ich stand keiner Entscheidung im Weg, denn er war ja eh der Leidtragende der ganzen Situation und deshalb waren seine Wünsche für uns wichtg.#winke

        • Wenn man sich einig ist behalten BEIDE das Aufenthaltsbestimmungsrecht und das Kind zieht mit einem mit bzw. bleibt eben wo es ist.

          Das Aufenthaltsbestimmungsrecht kann nur gerichtlich einem alleine übertragen werden. Wenn man sich einig ist, geht man aber nicht vor Gericht.

          LG

            • Du irrst. Selbstverständlich landet man bei einer Scheidung vor Gericht. Dennoch bleibt das ABR als Teil des Sorgerechts unangetastet. Es wird vielleicht der Verbleib des Kindes bei Elternteil A oder B geklärt. Das ABR wird aber nun dann einem Elternteil entzogen, wenn die Eltern sich nicht einigen können.

              Dann steht auch im Beschluss drin "Das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind X wird dem Elternteil B übertragen."

              "Das Kind X lebt im Haushalt von Elternteil B" ist jedoch keine Übertragung des ABR. Deshalb muss z. B. auch nach einer Scheidung der Elternteil, bei dem das Kind nicht wohnt einverstanden sein, wenn der andere Elternteil mit dem Kind von Kiel nach Passau umziehen will.

              LG

              • Wie auch immer , bei meiner Scheidung war es so. Und wir hatten nur einen Anwalt. Trotz allem mussten wir eine Scheidungsfolgevereinbarung unterschreiben.Und das Aufenthaltbestimmungsrecht habe ich bekommen, trotz gemeinsamen Sorgerechts und ohne Streit.#winke

      Ich kann es einfach nicht verstehen, wie man 400 km weit auseinander ziehen kann, wenn man gemeinsame Kinder hat. Da MUSS es doch irgendeine Lösung geben. Ihr habt euch getrennt und die Kinder damit eh schon in eine blöde Situation gebracht. Kann man sich da nicht jetzt wenigstens soweit zusammennehmen, dass man wenigstens soweit in der Nähe wohnt, dass die Kinder Mama UND Papa in vernünftiger Regelmäßigkeit und Eigenverantwortung sehen können UND vor allem auch die Geschwister? Ich finde, DAS ist man seinen Kindern schuldig. Mit 3 Kindern ist man halt nicht mehr so "frei" und "ungebunden" wie mit 20.

      Viele Kinder leiden übrigens ganz massiv darunter, ihre GESCHWISTER nicht mehr sehen zu können. Ist ja auch klar, sie sind ja bisher gemeinsam aufgewachsen.

      Weißt du, ich sehe durchaus ein, dass eine Ehe mal schiefgehen kann und es gibt sicher Situationen, wo die Kinder mehr von getrennten Eltern haben, als von welchen, die sich mehr schlecht als recht zusammenraufen. Aber dennoch bleibt es für die Kinder eine Katastrophe, und die Entscheidung FÜR Mama oder Papa ist halt immer auch eine Entscheidung gegen den anderen. Die Kinder lieben aber beide. Ich finde, dass man den Kindern diese Entscheidung nicht durch riesige Entfernungen noch schlimmer machen muss.

      Wart halt mit dem großen Wegzug noch 5 Jahre, bis dahin ist die Kleinste auch schon 14, die Situation ist viel gewohnter, mit 14 kann man auch wunderbar mit dem Zug zu Mama/Papa fahren, etc. Das ist doch keine riesige Zeit für DICH, für die Kinder machts aber einen riesigen Unterschied. Das sollten sie dir wert sein.

      • (8) 14.04.16 - 21:19

        Ich habe fort eine Arbeitsstelle angenommen und arbeite dort seit 2 Monaten.

        Ich bin bis jetzt am Wochenende nach Hause gefahren aber da wir uns jetzt getrennt haben werde ich natürlich dort hin ziehen wo meine Arbeit ist.
        Es ist ein guter Job und ich verdiene auch gut.
        Das Geld brauche ich gerade jetzt auch dringend.

        Ich habe auch schon eine Wohnung und werde ab 2.5 da wohnen.

        Manchmal ist es halt nicht möglich, sein Leben nur nach den Bedürfnissen der Kinder auszurichten.

        Ich halte es für das beste alle Kinder bleiben bei Vater im gewohnten Umfeld.
        Und besuchen mich ein paar Mal im Jahr.

        Mein Mann ist ja seit 2 Monaten eh daran gewöhnt, den Alltag allein zu meistern.
        Die Kinder sind zwar bis abends auf sich gestellt aber er muss nun mal auch arbeiten.

        Eine optimale Lösung wird es für unsere Kinder nicht geben.

        • Nö, weil sie nämlich eine herzlose Mutter haben, da kann es keine optimale Lösung geben. Sorry, aber KINDER gehen IMMER vor Arbeit. "Und besuchen mich ein paar Mal im Jahr" #zitter

          Du, ich LIEBE meine Arbeit und ich HASSE putzen, aber ich würd lieber die ganze Nacht durch in der Disco Toiletten putzen, zwei Heimarbeitsjobs annehmen, etc. bevor ich 500 km von meinen Kindern wegziehe.

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