Leihmutter sein

    • (1) 14.04.16 - 22:31
      Grauzone

      Hallo,
      Ein langjähriger Arbeitskollege hat mich heute gefragt ob ich ich bereit wäre ein Kind für ihn auszutragen.

      Er möchte Vater werden aber keine Beziehung führen.

      Ich habe schon drei Kinder .
      Die Eizelle würde von einer Spenderin kommen.
      Die Befruchtung soll in Tschechien erfolgen.

      Er hat mir sehr viel Geld geboten.

      Ethisch habe ich keine Bedenken und ich hätte kein Problem damit das ganze als Geschäft zu betrachten und das Kind abzugeben.

      Ich bin ein sachlicher Mensch , sehr rational.
      Rechtliche Probleme können wir im voraus abklären.

      Soll ich oder nicht?

      Was sind rationale Gründe dagegen?

      Die Schwangerschaft an sich wäre ein gewisses gesundheitliches Risiko aber sonst?

      • (2) 14.04.16 - 22:35

        Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten.

        Rechtlich kommst du da nicht raus, egal wie die Umstände usw sind. Das Kind ist deinen gleichgestellt usw. Wenn irgendwas ist, wirst du trotzdem für zahlen müssen und die Verantwortung tragen.

        Und das Kind? Wird es das jemals verstehen?

        Bist du alleinerziehend? Abgesehen vom rechtlichen Ding und deiner ethischen Einstellung ist eine Schwangerschaft mit fremdem Embryo nachgewiesen risikoreicher. Abort naja, aber Hellp-Syndrom und co. sind schon ne andere Hausnummer.

        (4) 14.04.16 - 22:43

        Und du hast auch kein Problem, das alles deinen Kindern und dem gesamtem Umfeld zu erklären?
        Abgesehen vom Verbot in Deutschland wäre das für mich einer der größten Geünde dagegen...

        • (5) 15.04.16 - 07:32

          Meine Kinder sind erwachsen. Ich hatte das nicht erwähnt, aber warum wird hier immer von kleinen Kindern ausgegangen?

          Und denen muss ich gar nichts erklären.

          Mein Partner überlässt auch mir die Entscheidung.
          Und ansonsten : ich lebe nicht in Deutschland .
          Meinem Umfeld sage ich es, auf der Arbeit ebenso...

          • (6) 15.04.16 - 08:40

            Du schmetterst alle Einwände ab - deine Entscheidung ist doch längst gefallen, jetzt versuchst du nur, dir das moralische "okay" zu holen.. das bekommst du hier aber nicht..

          • Naja, ich frage mich wirklich, warum du hier noch fragst? Deine Entscheidung ist doch gefallen! Du lässt keine Argumente gelten...

            Wenn du dich entschieden hast, dann mach das doch. Wenn du, dein Partner und deine Kinder damit klarkommen, ist doch alles ok. #kratz

            Ich persönlich würde das nicht machen (können). Egal, wie viel Geld mir dafür geboten werden würde. Für mich ist die Schwangerschaft und die Geburt ein Wunder und kein Geschäft...

      (8) 14.04.16 - 22:44

      Hallo,

      Du bleibst ja Mutter, wenn Du das Kind geboren hast. Du wärst also immer dem Grunde nach unterhaltsverpflichtet, das Kind erbberechtigt.

      Könntest Du ausschließen Gefühle für das Kind zu haben? Dich wirklich nur als "Gebärende" und nicht als Mutter zu fühlen?

      LG

      • (9) 15.04.16 - 07:37

        Ja.
        Das könnte ich ausschließen.
        Es ist genetisch nicht mein Kind.

        Was meinst die warum er mich gefragt hat?
        Er kennt mich und weiß dass ich das kann.
        Nicht jede Frau ist bezüglich Schwangerschaft und Kindern so emotional und gefühlsduselig.

        • (10) 15.04.16 - 09:15

          Da du hier gefragt hast, bist du dir noch unsicher. Denk noch solange darüber nach, bis du dir sicher bist, ob du es tust oder nicht.
          Der Mann würde der genetische Vater sein, so dass ich da nicht so große Probleme sehe.
          Wenn er die Vaterschaft anerkennt und ihr euch offizell als "Paar" trennt, kann er das Kind vielleicht adoptieren (ich weiß nicht, ob das möglich ist als leiblicher Vater und das wäre er ja).

    (11) 15.04.16 - 02:36

    >>Soll ich oder nicht?<<

    Du sollst nicht.

    >>Was sind rationale Gründe dagegen?<<

    Du hast drei Kinder, für die du verantwortlich bist. Eine Schwangerschaft birgt immer auch Risiken und dein Körper hat bereits drei Kinder ausgetragen.

    Wie sollen deine Kinder begreifen, dass das neue Baby nicht bei euch bleibt, nachdem sie monatelang zugesehen haben, wie dein Bauch wächst?

    Du kennst den Mann auch noch, wirst also sehen, wie das Kind aufwächst. Was ist, wenn es von den Eltern offensichtlich schlecht behandelt wird, bist du dann auch noch sachlich und rational?

    Und wenn das Kind krank wird/zur Welt kommt/stirbt? Hast du mal über die psychischen Folgen bei dir nachgedacht?

    >> Er hat mir sehr viel Geld geboten.<<

    Schläfst du unter einer Brücke, oder was?

    Also nochmal: Nein, du sollst nicht.

    wind.kind

    Hallo,

    es wird rein rechtlich in Deutschland sowieso dein Kind sein, da würde ich mich nicht auf eine Eizellspende einlassen.

    Das geht wesentlich unkomplizierter ;-).

    Könntest du ein Kind weggeben? Hätte es das Kind bei dem Vater gut?

    Mehr Geld als den Unterhalt, den du bis zum Ende der Ausbildung des Kindes zahlen müsstest, müsste es schon sein.

    LG

    • (13) 15.04.16 - 07:21

      Ich bin sterilisiert und mit 47 in den Wechseljahren.
      Meine Eizellen hätte ich aber auch nicht gegeben.

      Dann wäre ich ja auch keine Leihmutter sondern die leibliche Mutter.
      Und das mit dem unkompliziert : ich schlafe nicht mit einem Mann den ich weder liebe noch körperlich attraktiv finde.
      Ausserdem ist er schwul...

      • (14) 15.04.16 - 07:35

        Das ist absolut egal. In Deutschland gibt es keine Leihmutterschaft. D.h. es ist egal, von wem die Eizelle ist! Du bist die Mutter. Außer ihr wandert alle aus!

        Du wirst immer für das Kind verantwortlich bleiben. Es wird erbberechtigt sein, du wirst unterhaltspflichtig sein. So viel Geld wird er dir sicherlich nicht geboten haben!

        Zudem: Du hast selber 3 Kinder. Dir würde das nicht schwerfallen, dieses Kind abzugeben? Das weißt du gar nicht! Rationaler Mensch hin oder her. Du warst nie in so einer Situation und kannst nicht hellsehen. Was ist, wenn es anders kommt? Was ist, wenn du es nicht abgeben willst, nachdem du es 10 Monate gespürt und ausgetragen hast?

        Meine Meinung ist dazu ganz klar (ganz abgesehen von den rechtlichen Restriktionen): Das wäre alles Geld der Welt nicht wert! Es geht hier um einen Menschen und um keinen Hund!

        Es geht nicht nur dich was an, sondern auch deine Kinder etc. Die haben diese Tatsache so zu schlucken, oder?

        Sorry, aber manchmal frage ich mich, wie nötig es Menschen doch haben müssen... oder anders gesagt: wie gierig sie sein müssen, dass sie für Geld alles tun würden #kratz

(15) 15.04.16 - 06:57

Hallo
Schwieriges Thema. Aber ich könnte das nicht man spürt die Bewegungen vom Kind hat bei der Geburt Schmerzen, ne könnte ich nicht für kein Geld der Welt den ich würde eine Bindung zum Kind bekommen.

(16) 15.04.16 - 07:32

Hi,

also wir haben ein schwules Pärchen im Freundeskreis.
Die leben in den USA und haben nun ne Leihmutter angagiert, befruchtung läuft aber auf natürlichem Weg bei denen.

In Deutschland ist es rechtlich verboten sowas zu machen ich würde also die Finger davon lassen.

Warum adoptiert er nicht ein Kind?

Die Freunde hätten mich gerne als Leihmutter gehabt da sie aber um die Deutschen Gesetze wissen wurde verzichtet. Die Leihmutter ist allerdings optisch beinah mein Klon sie haben uns eingeweiht und in Absprache mit ihr uns sogar ein Bild geschickt.

(17) 15.04.16 - 07:51

was hättest du denn davon ausser geld?
ganz ehrlich, ich hätte da gar keine lust drauf.

die ganzen schwangerschaftsstrapazen monatelang, dann verzicht auf alles mögliche, man kann nicht richtig leben, das macht man doch nur für sein geliebtes eigenes kind.
die geburt etc, hinterher ist die figur ruiniert, nee ey, das wäre mir das bischen geld nicht wert.
da müsste ich in einer extremen notlage sein und der geldbatzen müsste riesig sein.
und dann sowieso nur in einem land, in dem das erlaubt ist und auch nur abgesichert mit verträgen und rechtsanwalt.
aber so arm kann ich gar nicht werden, dass ich so verzweifelt sein werde das bischen geld dafür zu brauchen.
was ist wenn das kind behindert wird oder bei der geburt stirbt? dann gehst du am ende auch noch leer aus?
nee, nee, nee, das ist total naiv alles. ihr habt das von vorne bis hinten nicht durchdacht.

dein schwuler freund könnte sich mit einer frau zusammentun, die ein kind will, aber keinen partner. und dann wird der umgang aufgeteilt. gibt es alles.

wenn der schwule freund bereit ist eine 6-stellige summe hinzublättern, für das geld kann er auch ein baby aus dem ausland adoptieren.

vor allem wäre mir das gerede auch viel zu blöd. mit 47 schwanger und dann ist das kind auf einmal weg???
also wenn, dann geht das nur in einem land, wo es erlaubt ist und wo alle bescheid wissen. und auch nur mit verträgen, wo jede erdenkliche situation bedacht und abgedeckt ist.
und nur wenn ich bitter bitter arm und verzweifelt wäre und nur für einen mega hohen betrag.

(18) 15.04.16 - 08:13

guten morgen!

ganz rational betrachtet: du bist zu alt für sowas.

es kann gut gehen, aber die wahrscheinlichkeit, dass es nicht rund läuft, ist in deinem alter einfach schon deutlich erhöht. ich weiß nun natürlich nicht, wie fit und gesund du bist, aber dein körper ist einfach keine 20 mehr und eine schwangerschaft ist - wie du weißt - eine enorme körperliche belastung.

nehmen wir an, du benötigst einen kaiserschnitt. willst du den rest deines lebens eine narbe mit dir herum tragen für ein "fremdes" kind? damit hätte ich persönlich ein problem, ehrlich gesagt.

die sache mit der erbfolge und der umstand, dass es in deutschland schlichtweg verboten ist, ist ja bereits geklärt. eine entsprechende absicherung wird es für dich in diesem land also nicht geben. und dann? das kind ist behindert und du (und man möge mir verzeihen, dass ich das nun so drastisch formuliere) bleibst darauf sitzen? das kind stirbt. und dann?

oder nehmen wir einen anderen fall. dem potentiellen vater passiert etwas. was machst du mit dem kind? babyklappe auf und fertig? oder wie stellst du dir das vor?

ihr seid doch beide erwachsen. du trägst nebenbei bemerkt auch verantwortung für deine familie. stell dir vor, dir passiert etwas in dieser schwangerschaft. das ist ein risiko, welches ich für MEINE familie eingehe, aber nicht für eine fremde. jede schwangerschaft bringt einfach gewisse risiken mit sich und ich habe den eindruck, dass du dir dessen nicht wirklich bewusst bist.

also auch von mir ein klares: nein, tu es nicht!

liebe grüße
hopsi + die wilden 2 1/2

Fake am Freitag abend?

Falls nicht: deine drei Kinder werden sich freuen, ihre 47jährige Mutter schwanger zu sehen und dann noch zu hören, dass sie das Kind sofort nach der Geburt weg gibt. Es könnte auf sie wirken, als ob du es verkauft hättest.

Anderes Szenario: du erleidest eine Fehlgeburt. Angesichts der Tatsache, dass die Fehlgeburtenrate bei Frauen mit Mitte 40 bei 60 Prozent liegt, ist da gar nicht so unwahrscheinlich. Oder das Kind kommt behindert zur Welt oder irgend etwas an ihm gefällt dem Kollegen einfach nicht. Was dann? Euer Vertrag wäre ungültig wegen Sittenwidrigkeit und du müsstest - das Kind behalten.

(20) 15.04.16 - 08:24

Du weißt aber schon, dass Dir dann nicht nur 1 Eizelle eingesetzt wird, sondern eher 3.
Jetzt stelle Dir vor, alle 3 nisten sich ein. Das wären Drillingen. Aber selbst Zwillinge wären schon ein höheres Risiko, vor allem in Deinem Alter.
Was macht Dein Arbeitskollege mit Zwillingen, wenn er allein ist. Schafft er das überhaupt? Oder meint er Vater sein ist Fußball spielen auf der Wiese?

Ich weiß ja nicht in welchen Land Du wohnst, aber Leihmutterschaft ist in vielen Ländern verboten bzw. ist es rechtlich eine Grauzone.

(21) 15.04.16 - 08:41

Hallo!

Ich finde auch das du zu alt bist. Dein Körper stellt sich schon langsam darauf ein dass du eben keine Kinder mehr bekommst. Die ganzen Hormone sind anders als bei einer noch 30-jährigen. Was macht ihr wenn es Komplikationen gibt?Was macht ihr wenn das Kind behindert ist? Oder Zwillinge? Würdest du es behalten?

Ich finde Kinder sind ein Geschenk Gottes. Da kann und sollte man nicht reinpfuschen. Und du kannst mir nicht erzählen wenn du selber 3 Kinder zur Welt gebracht hast, dass du eher rational denkst als emotional.

Er soll ein Kind adoptieren. Es gibt so viele arme Kinder, die keiner will.

Lass es sein.
Gruß Gabi

(22) 15.04.16 - 09:58

Es gab vor nicht allzulanger Zeit einen ähnlichen Fall... Das Kind kam nicht völlig gesund zur Welt und wurde in Folge dessen von den leiblichen Eltern verweigert und einfach nicht abgeholt. Nun muss sich, mehr oder weniger gezwungenermaßen die Leihmutter um das Kind kümmern - sonst hätte es nämlich in ein Heim müssen, was sie nicht über ihr Herz brachte. Traurig.

Grundsätzlich bin ich nicht gegen Leihmutterschaft, auch wenn ich sehr sensibel auf solch Themen reagiere. Viel trauriger fand ich allerdings die Geschichte eines jungen Paares mit zwei kleinen Kindern, die für die beste Freundin (single) der Frau ein (eigenes) Kind zeugten, um es nach der Geburt für diese zur Adoption freizugeben... Noch mehr als herzzerreißend aufopfernd, ist diese Story einfach nur grausig. Da hätte es auch andere Möglichkeiten gegeben.

Davon abgesehen, dass so ein Fall (Krankheit / Behinderung des Kindes) immer auftreten kann (redet darüber!), würde ich sagen, musst du diese Entscheidung alleine treffen. Dass eine Schwangerschaft ein Risiko ist und du bereits Kinder hast, würde ich mal nicht gelten lassen, denn demnach sollte dann niemand mehr nach dem 1. Kind schwanger werden. Aber 47 ist, sorry, einfach allg. extrem fortgeschritten für eine Schwangerschaft.

Ich wäre definitiv für eine Adoption. Es gibt so viele Kinder ohne elterliche Liebe, für die eine Chance auf ein behütetes zu Hause alles bedeuten würde...

Macht es nicht. Helf ihm bei der Adoption... Auch für solch eine Hilfe kann er dich auszahlen.

Hallo,
Gestern bei "Menschen hautnah " ging es auch um dieses Thema. Ein schwules Paar hat mittlerweile zwei Kinder. Beide Kinder haben genetisch die selbe Mutter. Wurden beide von unterschiedlichen Leihmüttern ausgetragen.

Du bist definitiv zu alt! !!! Dein Körper ist auf Wechseljahre eingestellt und nicht auf Schwangerschaft. Deswegen verstehe ich gar nicht, warum dein Arbeitskollege ausgerechnet dich gefragt hat.

LG

(24) 15.04.16 - 10:18
HMMM_nicht_in_DE

Hallo!

Egal was Dein Kollege da so sagt, egal wie finanziell verlockend das Ganze ist - Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten! - Das ist das einzige aber auch vollkommen unüberwindbare Argument, das gegen Leihmutterschaft spricht.

Es gibt jedoch Agenturen, die tätig sind und in Länder wo Leihmutterschaft erlaubt ist (z.B. USA) für ihre Kunden solche Kinder besorgen.
Da ist dann eben auch der rechtliche Aspekt geregelt, aber auch eine psychologische Absicherung, dass da was nicht Unvorhergesehenes passiert. (Spenderin der Eizelle, Leihmutter)

Da ich 47 bin kann ich mir auch so eine Leihmutter-Schwangerschaft sehr gut vorstellen - ich persönlich war immer eine sehr glückliche Schwangere mit Bilderbuch-Schwangerschaften und war auch immer der Meinung: Schwangerschaften gerne 100, eigene Kinder bitte nicht mehr als 2!
Aber ob der Körper einer 47-jährigen der ideale Austragungsort eines Kindes ist, wage ich sehr zu bezweifeln!

LG, I.

(25) 15.04.16 - 11:46

Unglaublich. Du denkst an das tolle Geld und daran das du es emotional kannst und nicht "gefühlsduselig" bist. Schön für dich!

Hast du nur 1 Sekunde an das arme kind gedacht? Wie das Kind es finden würde wenn es das irgendwann versteht? Wenn das Kind nicht stark genug ist, könnte es daran kaputt gehen. Egal wie du oder der Vater des Kindes darüber denkt, ihr seit nur egoistisch.

Allein der Gedanke, wie sich das Kind fühlen könnte, sollte das klare NEIN sein.

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