Gläubige Partner(schaften) sicherer?

    • (1) 17.04.16 - 19:33
      liebeglauben

      Auch wenn die Überschrift etwas hart klingt... Nein, ich denke nicht, dass Ungläubige keine gute Partner, lieb, treu und ehrlich sein können - immerhin wäre ich dann auch kein guter Partner #freu Nein, hier geht es um Erfahrungen und Gedankengänge die MICH betreffen und mich interessieren Eure Meinungen dazu #liebdrueck

      Ich war noch nie der Typ für One-Night-Stands, offene Beziehungen oder das happy-Singleleben. Ich war schon immer ein Beziehungsmensch und schon immer hatte eine Partnerschaft die ich eingegangen bin eine Bedeutung für mich. Nun möchte ich nach hauptsächlich zwei großen Rückschlägen endlich eine "normale" Partnerschaft führen, und zwar mit einem Mann, der eine Partnerschaft genauso ernst nimmt wie ich und nicht irgendwann einfach geht, "weil er mal eben doch keinen Bock mehr hat". Ich hatte nun eben zwei ernste Partnerschaften, wobei aus der einen sogar Kinder hervorgingen und kann mit diesen Trennungsgründen einfach nicht umgehen und möchte so etwas auch nie wieder erleben... Man macht nichts falsch und hat somit keine Kontrolle darüber, wenn der Partner einfach so mal keine Lust mehr hat. Lieber bleibe ich alleine. Man(n) muss doch wissen was man eingeht :-(:-[

      Nun suche ich schon seit einer Ewigkeit einen neuen Partner, habe aber nicht mehr viel Vertrauen in das Ganze. Ich sehe, ja es klingt blöd, einfach keine Sicherheiten. Ich möchte einen einfachen Partner, der das was er tut ernst nimmt und dem man noch vertrauen kann.

      Vor Kurzem habe ich nun eine bekannte Mutter aus dem Kindergarten getroffen, welche eine gläubige Christin ist, und die Einstellung welche sie und ihr Partner im Zusammenhang auf Partnerschaft und Ehe hegen, gefallen mir sehr. Nun, da ich eben nach Sicherheiten suche, (welche, ich weiß, nie zu 100% gegeben sind, aber zumindest moralisch...) überlege ich einen gläubigen Partner zu suchen.

      Was denkt ihr? Ich freue mich über Eure Geschichten, Erfahrungen... #danke

      • (2) 17.04.16 - 19:42
        Sicherheit-ein-Fehler

        Ich habe auch mal so einen Partner gesucht (und gefunden). Treu, eine Seele von Mensch, liest mir jeden Wunsch von der Augen ab, aber er ist so stink langweilig. Gähn.

        Heute ist mir klar. Ich hatte damals wenig Selbstbewusstsein und habe mir daher etwas "Sicheres" gesucht. Heute sehe ich das als Fehler an.

        • (3) 17.04.16 - 20:03

          "Ich habe auch mal so einen Partner gesucht (und gefunden). Treu, eine Seele von Mensch, liest mir jeden Wunsch von der Augen ab,"

          Das bestätigt genau was ich über das Thema denke... Und ich finde das nicht langweilig und das liegt auch nicht an zu wenig Selbstbewusstsein, bei mir zumindest. Wo hast du diesen netten Herren denn gefunden?

      Teilst du denn einen Glauben oder kannst ihn zumindest in dein Leben integrieren? Denn für einen gläubigen Menschen wäre es sicher attraktiv, selbst auch einen gläubigen Partner zu haben. Das ist zumindest die Erfahrung, die ich so im Umfeld gemacht habe.

      Für mich wäre das nichts. Also, wenn mein Partner zufällig gläubig wäre, schön und gut - allerdings würde ich mir da genau anschauen, wie sonst so seine Einstellungen sind. Bei gläubigen Christen hab ich da einige anstrengende Erfahrungen gemacht (Anti-Homosexualität, Bild/Aufgabe der Frau etc), so einen Partner würde ich nicht haben wollen.

      Ansonsten, meine eigene Erfahrung mit einem sehr gläubigen Partner: Ja, von sich aus hätte er nicht Schluss gemacht. Ja, er war sehr verlässlich.
      Ich habe Schluss gemacht. Warum? Weil er mir gesagt hat, dass er vor mir mit einem Mann zusammen war, aber "sein Gott das nicht von ihm wolle". Klartext: Er war schwul, wollte aber heterosexuell leben, weil das in seiner Glaubensrichtung die einzige akzeptierte Beziehungsform war. Da konnte und wollte ich nicht mitgehen. Immerhin wusste ich dann, wieso er so auffallend wenig Interesse an körperlichen Zärtlichkeiten hatte.

      Kennengelernt habe ich ihn in einem freikirchlichen Jugendkreis. Es gibt aber ganz sicher auch Dating-Plattformen für gläubige Christen/Muslime/Juden/whatever.

    • (5) 17.04.16 - 21:38

      Hi,
      Naja auch gläubige Menschen können Arschlöcher sein und sich ihre heilige Schrift drehen wie es gerade passt. Die IS Kämpfer sind gläubige Moslems und vergewaltigen und töten Frauen. Prister ficken kleine Jungs usw. Das sind jetzt harte Beispiele aber ich halte es einfach für reichlich naiv zu glauben, gläubige Menschen können evtl. mehr von Liebe und Treue verstehen. Such Dir einfach einen Mann der Dich lieben kann, Deine Werte teilt und nicht zu egoistisch ist. Wenn er dann zufällig gläubig ist, ist das kein Nachteil aber auch kein Totschlagargument für ihn. Versuch heraus zu finden was in Deinen Beziehungen falsch gelaufen ist, welche Eigenschaften Du auf keinen Fall mehr bei einem neuen Partner möchtest. Das hilft Dir sicher mehr weiter als Dich auf gläubige Männer zu fixieren.

      LG

      Oh je, wenn Du das wirklich glaubst...............

      Meine Schwester ist seit 25 Jahren im CVJM, seit paar Jahren im Kirchenvorstand usw.

      Die "Gläubigen" kochen auch nur mit Wasser.

      Ich bin fast der Meinung, das die "Gläubigen" die richtigen Arschlöcher auf der Arbeit sind. Denn gehen sie Sonntags in die Kirche, die Katholiken zum Beichten, danach "ist doch alles wieder gut".

      Ja, aber nur für die. Die Menschen, die sie verletzt, gemobbt, beleidigt, usw. haben, die haben es nicht vergessen, die bilden sich ihre eigenen Meinung über die Menschen mit dem Fisch auf dem Auto. Die, die jede Bibelstelle auswendig kennen, die Knierutscher, die Sonntags morgens was vor haben.

      Reflektier mal Deine Ex-Freunde und schreib mal auf was Du suchst. Evtl. wohnt er direkt um die Ecke und du müsstest ihn nur mal ansprechen.

      Aber auszugehen, daß ein Gläubiger den längeren Atem hat, auch an einer Schlechten Beziehung fest zu halten, finde ich albern.

      Viel Glück

    • (7) 18.04.16 - 07:17

      Wer in der Garage steht ist noch lange kein Auto und wer in die Kirche geht kein Christ.

      Man muss noch nicht mal an Gott glauben um sich christlich zu verhalten.

      Es gibt überall solche und solche Menschen. Egal an was und/oder wen sie offiziell glauben. Es geht in dem Fall nicht um Theorie, sondern um Praxis.

      (8) 18.04.16 - 07:32
      Ich glaube nicht daran

      Hallo,

      ich bin in einer sehr gläubigen Gemeinschaft aufgewachsen. Meine Familie war sehr gläubig, alle unsere Freunde usw. Es war auch üblich unter Gläubigen zu heiraten, da sie die selbe „Gesinnung“ hätten und das Eheversprechen höher werteten, als Nichtgläubige.
      Mein Eindruck, der sich mit dem Erwachsenenalter auch bestätigt hat, war, dass diese Menschen einfach länger ausharren/leiden können. D.h. die Ehen waren ganz genauso glücklich bzw. unglücklich wie die „normalen“ Ehen, aber man hat sich aufgrund der Erziehung/der Werte einfach nicht so schnell getrennt. D.h. jedoch nicht, dass sie dadurch glücklicher waren bzw. ein erfüllteres Leben hatten. Oft war genau das Gegenteil der Fall, weil man wie in Gefangenschaft lebte.

      Meiner Meinung nach, hat die Einstellung zu einer Beziehung nichts mit gläubig bzw. ungläubig zu tun. Von wie vielen Priestern/Pfarrern hat man denn schon gehört, dass sie Kinder missbraucht haben! Es ist einfach eine Charakter- und Einstellungssache.

      In Italien z.B. sind viele Menschen gläubig. Ich hatte bislang nicht den Eindruck, dass die Italiener einem Flirt oder Fremdgehen weniger abgeneigt sind als andere Nationen - ganz im Gegenteil. Wie ein Italiener kürzlich zu mir sagte: "wir sind ein stark von der religion geprägtes land, und bei uns gibt es, im Vergleich zu Deutschland, viel mehr Korruption und Diebstähle."

      Deine Rechnung geht nicht auf, scheint mir......

      nö. Kann ich nicht bestätigen. Mein letzter Ex war total gläubig und was war? #augen Nur weil jemand gläubig ist, ist er kein besserer Mensch oder treuer oder sowas. das hängt vom allgemeinen Charakter ab, nicht vom Glauben #nanana

      Mein Mann und ich sind gläubige Christen. Aber wie schon jemand anderes schrieb, nur weil man regelmäßig in die Kirche geht bedeutet dass noch lange nicht dass man auch tatsächlich Christ ist (gleiches gilt natürlich auch für Moslems, aber da kann ich keine persönlichen Erfahrungen einbringen) und nicht nur nach außen hin versucht den Schein zu wahren.
      Ich kenne Partnerschaften zwischen Christen/ Nichtchristen die gut funktionieren, oft ist es aber schwer. Wenn jemand seinen glauben tatsächlich im Alltag lebt, dann gehört da mehr zu als Sonntags in die Kirche zu gehen. Schon das ist für viele Paare eine Belastung wenn der eine Sonntags morgens um 10 in den Gottesdienst gehen will, der andere da aber gerade erst aufstehen will. Auch gemeinsames Gebet, Engagement in der Gemeinde,... sind Dinge mit denen beide zurecht kommen müssen, wenn nur ein Partner sie wahrnimmt. Auch die allgemeinen Wertvorstellungen können da sehr stark voneinander abweichen.
      ich habe durchaus schon so machen Partnerschaft daran zerbrechen sehen. Für mich wäre das auch nichts, weil ich einfach in meinen "Ansprüchen" und Vorstellungen von Partnerschaft/ Ehe Ansicht haben die oft völlig gegen die allgemeinen Gesellschaftlichen Vorstellungen stehen.

      Für die meisten Christen die ich kenne (und ich meine damit nicht Leute die irgendwie an irgendeine Arzt von Gott glauben und sich deswegen Christ nennen), ist die Ehe etwas heiliges. Und Gott ist immer fester Bestandteil dieser Partnerschaften. Ich glaube auch nicht dass Christen automatisch "leidensfähiger" sind als andere und sich einfach mehr gefallen lassen. Aber sich in Kriesen Hilfe von dritten zu holen, und auch in Guten Zeiten regelmäßig an der Partnerschaft zu arbeiten (mein Mann und ich gehen z.B. so alle 2 Jahre ca regelmäßig in einer christlichen Eheseelsorge. Nicht weil es krieselt, im Gegenteil, sondern weil wir genau das vermeiden wollen und eher Anregungen suchen, wie wir unsere Ehe noch mehr festigen und vertiefen können, damit sie, wenn irgendwann eine Kriese kommt (und das die irgendwann kommen wird, davon gehen wir aus, denn 60 Jahre nur Harmonie und Glückseligkeit sind doch eher unwahrscheinlich) immer noch ein tragfähiges Fundament hat) ist für die meisten einfach völlig selbstverständlich und alltäglich. Aber eine Garantie ist das natürlich nicht.

      Du gehst das in meinen Augen völlig falsch an. Nur weil jemand gläubig ist, ist er nicht zwangsläufig ein guter Mensch bzw. Partner.

      In einer Beziehung besteht immer das Risiko das man verletzt wird und das Leben ist nun mal Lebensgefährlich. Ich hoffe du verstehst wie ich das meine.

      Ich lebe seit 18 Jahren in unserer Beziehung und glaub mir es waren böse Zeiten dabei wo wir hart daran arbeiten mussten und auch immer wieder müssen. Es gab immer wieder Phasen wo ich am liebsten meine Koffer gepackt hätte aber ich habe es nicht getan sondern ich habe mich gestellt. Nach außen sind wir das Paar#zitter und ich denke das viele einfach nur eine kurze Momentaufnahme von uns sehen. Niemand sieht hinter die Kulissen und auch ich denk mir so manches mal "och die haben aber ein tolles Leben" aber ich weiß nichts über diese Menschen.

      Du musst dir selber vertrauen und dich selber lieben dann kannst du auch jemand anderen lieben und falls der Moment kommt wo es scheitert dann kannst du das aushalten weil du dich selbst liebst und nicht darauf angwiesen bist das du von außen geliebt wirst.

      LG
      Corinna

      Das eine hat in meinen Augen rein gar nichts mit dem anderen zu tun, da der Charakter eines Menschen sicherlich nicht vom Glauben oder der Religiosität abhängt....sonst gäbe es sicherlich keine Pfarrer die Kinder ficken !

      (14) 18.04.16 - 18:36

      Ich bin so ungläubig, dass ich zu Staub zerfalle wenn ich eine Kirche betrete.

      Trotz allem sind mir Treue , Ehrlichkeit, Fleiß und Familie das höchste Gut.

      Ich lebe mit einem anders ungläubigen Mann (orthodox) zusammen und hatte immer Angst das ich nur ein Strohfeuer für ihn bin. Er ist der ehrlichste und aufrichtigste Mann , den ich in den letzten 20 Jahren kennen gelernt habe.

      Ich war vorher mit einem sehr gläubigen Christen verheiratet. Der mit fremden Frauen beim Zelten saß. (Angelausflug mit seinem besten Freund) , auf Party´s ständig eine Andere an seiner Seite hatte. Und heute mit den Pegida-Idioten auf der Straße steht.

      Ganz ehrlich .... egal was ein Mensch glaubt oder auch nicht ... Idiot bleibt Idiot. Mit oder ohne Glauben.#winke

      Hallo,

      dein Gedanken kann zutreffen, wie das Leben aber zeigt, ist weder Glaube ein Garant für eine gute Partnerschaft, noch fehlender Glaube zwangsläufig verantwortlich für partnerschaftliches Scheitern.

      Ich bin vor einigen Jahren zu den Zeugen Jehovas gekommen. Mein Mann ist nicht gläubig. Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass sich die ehrliche Bemühung, das Leben nach biblischen Maßstäben auszurichten auf jeden Fall positiv auswirkt. Wenn das nun beide Partner ernstlich tun, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine Ehe Bestand hat.

      Ich bin früher zu ein paar Gelegenheiten fremd gegangen. Ich "wollte" es nicht, hab es aber geschehen lassen. Heute kann ich garantieren, dass ich das nicht mehr tun werde. Ich würde mich auch nicht "leichtfertig" scheiden lassen.

      Allerdings ist mein Partner schon immer sehr treu, ohne gläugib zu sein. Natürlich kommt es auch auf den Charakter an.

      Ich kann dir aber auch sagen, dass es nicht fair wäre, dir einen Partner zu suchen, der seinen Glauben lebt, nur um eine dauerhafte Partnerschaft zu haben. Wenn sein Glaube das überhaupt zulässt. Der Glaube des potentiellen Partners sollte für dich auch ehrlich attraktiv sein, denn sonst fehlt wohlmöglich die gemeinsame Basis.

      Alles Gute

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