wo ist sie hin die Gleichberechtigung?

    • (1) 18.04.16 - 12:20
      verstehseinfachnicht

      Hallo,

      ich zweifle mittlerweile am Universum und an mir oder woran auch immer.

      Ich bin verheiratet und WIR haben 3 Kinder (10,8,2) WIR sind beide berufstätig. Er Vollzeit und ich bin selbstständig und arbeite um die Kinder drumherum, die alle mittags zuhause sind.

      Wir sind der Meinung dass unsere Kinder nicht in die Ganztagsbetreuung sollen. Also arbeite ich zeitlich entsprechend.

      Unterm Strich sieht das in der Praxis so aus, dass mein Mann Vollzeit arbeitet und ich arbeite, den Haushalt versorge und die 3 Kinder.....
      Er räumt abends die Spülmaschine aus und bringt den Müll raus. Dann ist er fertig was Haushalt angeht. Eigentlich hat er auch das Bad als seine Aufgabe, aber das macht er nicht; keine Zeit...

      Ich habe letztes Jahr einen kleinen Gewerberaum angemietet und zur Zeit mache ich eine Weiterbildung, der letzte Block ist diese Woche 4 Tage.

      Wenn ich mich dann schon mal so unterhalte, komme folgende Kommentare:

      das würde mein Mann so nicht mit machen

      Ich würde keine Fortbildung unter der Woche machen, die Tage die mein Mann dafür frei nimmt, geht ja dann vom Jahresurlaub weg (meiner feiert dafür Überstunden ab)

      ich hätte das mit dem Gewerberaum erstmal mit meinem Mann besprochen; ob das überhaupt mit der Familie vereinbar ist oder der Arbeitsaufwand zu viel Stress bedeutet - dann hätte ich das nicht gemacht

      Dein Mann passt so lange auf die Kinder auf?

      Du kannst auch nicht von ihm verlangen, dass er mit putzt wenn er Vollzeit arbeitet und du nicht

      Ich würde niemals so viel Geld verdienen wie er, also geht er auch vor

      Wenn du dir jetzt eine kleine Firma aufbaust, bedeutet dass doch Stress, der euch belastet
      *********************

      Das sind so die Klassiker. In der Weiterbildung sind wir zu 32. Viele Frauen mit Kindern. Und da läuft das so ab, wie ich mir das auch vorstelle: Beide arbeiten, beide kümmern sich um die Familie.

      Warum ist mein privates Umfeld (und mein Mann!!) da so anders unterwegs?

      Ich bin total frustriert, dass es bei mir nicht partnerschaftlich abläuft, gleichberechtigt und jeder gleichwürdig in dem was er leistet; einer unterstützt den anderen.
      Besonders frustriert bin ich, wenn meinen Freundin solche (s.o.) Kommentare von sich geben....

      Und noch frustrierter bin ich, wenn ich sehe dass deren Ehen gut laufen.....

      ich vestehs nicht...
      :-(

      • Tja es gibt halt immer noch genügen Heimchen am Herd, die ihren Mann für alles um Erlaubnis fragen und nichts für sich machen.

        Reg Dich doch über soetwas nicht auf, da würde ich keine Zeit und Energie für verplempern. Ihr habt Eurer Modell und betrachtet Euch auf Augenhöhe, andere kriechen halt vorm Partner, haben keinen Selbstwert bzw. Selbstbewußtsein.

        Ob diese Ehen gut laufen, kannst Du von außen nicht beurteilen...nach außen wahrt man doch den Schein.

        (3) 18.04.16 - 14:12

        Kann ich so nicht nachvollziehen, da ich es aus meinem Umfeld fast komplett anders kenne.
        Bei uns sind fast alle Frauen wieder am arbeiten, ob nun Vollzeit oder zum Teil auch nur halbe Tage. Die Hausarbeit wird geteilt, oder zumindest so aufgeteilt, dass sich keiner zu sehr benachteiligt fühlt.
        Bei meiner Freundin ist sogar der Mann komplett in Elternzeit und sie arbeitet, hier übernimmt der Mann so gut wie jede Hausarbeit, ich habe noch nie mitbekommen, dass meine Freundin bügeln musste, außer vielleicht mal am Wochenende, wenn es in der Woche wirklich stressig war bei ihm.

        Bei mir ist es so, dass ich im Moment nur halbe Tage arbeiten gehe, wegen meiner Kinder (es sind nicht unsere gemeinsamen Kinder), mein Mann aber trotzdem komplett im Haushalt hilft, freiwillig. Er unterstütz mich wo er kann und behandelt die Kinder wie seine eigenen, heißt, dass er sie auch sehr oft vom Sport abholt, wenn es seine Arbeitszeiten zulassen, mit ihnen sehr viel spielt, sie zu Freunden bringt und wieder abholt. Die beiden badet, ins Bett bringt.
        Wenn im Keller noch Wäsche steht, die ich nachmittags nicht geschafft habe aufzuhängen, dann hängt er sie abends meistens noch schnell auf, obwohl ich ihm sage, dass ich es später noch mache.

        Ich bin auf jeden Fall totla zufrieden und kann mich überhaupt nicht beklagen, genauso wie meine Freundinnen und ihre Partner absolut gleichberechtig sind.
        Die einzige, bei der es anders abläuft ist meine Schwester. Ihr Mann macht so gut wie gar nichts im Haushalt, sie muss ihm schon direkt sagen, was er machen soll. Aber dafür verdient er soviel Geld, dass sie sich eine Putzfrau leisten können, die kommt ein/zweimal die Woche, da ist ja dann schon einiges erledigt, was meine Schwester selber nicht machen muss. Fensterputzer lassen sie auch öfters mal kommen und shoppen gehen kann sie auch täglich wenn sie möchte, von daher sehe ich das bei ihr nicht so eng, dass ihr Mann kaum bis gar nichts im Haushalt macht ;-)

        Aber im Großen und Ganzen ist es bei uns im Bekannten- und Freundeskreis recht gut verteilt und aufgeteilt und alles gleichberechtigt.

        Ihr wollt beide berufstätig sein,
        (du noch zusätzlich eine Weiterbildung machen)
        wollt beide auf externe Kinderbetreuung verzichten
        und wollt auch noch den Haushalt selbst erledigen.

        Mein Mann würde das so auch nicht mitmachen. Und ich schon mal gar nicht.

        Aus deinen Schilderungen kann ich kein Problem bei der Gleichberechtigung oder der Gleichwertigkeit erkennen. Sondern eher, dass ihr euch übernommen habt.

        Die Ehen dieser Frauen laufen vielleicht so gut, weil sie und ihre Männer sich dieser Mehrfachbelastung nicht aussetzen und somit Zeit und Musse haben ihre Partnerschaft auch mal zu pflegen.
        Wann habt ihr Zeit für eure Partnerschaft? Neben der Arbeit, der Kinderbetreuung, der Weiterbildung und dem Haushalt?

      • Hallo!

        Du willst ALLES familienintern schaffen, und das wird auf die Dauer auch nicht gut gehen. Also die Kinder nur halbtags betreut, keine Haushaltshilfe, und gleichzeitig trotzdem gewinnbringen selbständig arbeiten - das kann kaum klappen.

        Sorry, aber das muss auch Dein Mann nicht mitmachen, dass Du meinst, es müsse alles selber gemacht werden.

        Was wäre denn so schlimm dran, wenn 2-3x pro Woche eine Putzfrau kommt, die sauber macht und ein bisschen was weg bügelt und die Betten bezieht?

        Und würden die Kinder wirklich so sehr zu kurz kommen, wenn sie nachmittags nicht von Mama persönlich betreut Hausaufgaben machen und Freunde treffen, sondern das gleich mit in der Nachmittagsbetreuung der Schule oder einem Hort mit gemacht wird? Und sie kommen dann eben drei Stunden später mit gemachten Hausaufgaben heim und hatten noch Zeit mit ihren Freunden?

        Gerade bei den Großen ist es ja doch eher so, dass deren Nachmittag nicht mehr zwingend Mamas Rockzipfel erfordert. Und das Kleinste Kind kann den Mittagsschlaf auch noch in der Kita machen und dann erst abgeholt werden, wenn es ausgeschlafen ist und noch ein wenig gespielt hat. Ob es nun bei Dir zu Hause schläft oder in der Krippe ist ja nun echt wurst.

        Du bist aber zu stolz es andere Leute machen zu lassen sondern willst ALLES selber schaffen, und Dein Mann soll da gefälligst mitziehen. Puh.

        <<<wo ist sie hin die Gleichberechtigung?>>>

        Och......hatten wir sie jemals wirklich? Das muss ich dann wohl verpasst haben......vielleicht war ich in der Zeitspanne wo sie da war, gerade ein Eis am Stiel essen.

        <<<Warum ist mein privates Umfeld (und mein Mann!!) da so anders unterwegs?>>>

        Mhhh.....evtl. hast Du die falschen Leute um Dich...incl. Deinem Mann wenn der nicht zu Dir steht !

      • Was manche Paare und deren Ehen in den Ruin treibt, ist in der Regel das total irre Streben der Damen nach Perfektion und der Mangel einsehen zu können, daß es keine eierlegenenden Wollmilchsäue gibt.

        Ich denke nicht, daß dies eine Sache der Emanzipation ist, sondern falsche Erwartungshaltung. Sowohl von der einen wie auch von der anderen Seite. Hin und wieder ist Ehrgeiz schmerzhaft. Klare Worte oder gar Taten helfen hier durchaus.

        Ich arbeitete immer Vollzeit mit zwei Kindern - welche ich mit ins Büro nahm - habe mir dann aber auch die Freiheit einer Reinigungskraft genommen. Wie bescheuert muß man sein, mit drei Kindern selbstständig zu arbeiten (ich bin übrigens auch selbständig tätig), gleichzeitig den kompletten Haushalt zu schmeißen und sich dann noch ne Fortbildung aufzuhalsen? So doof wäre ja noch nicht mal ich gewesen #augen

        (8) 18.04.16 - 17:58

        Warum tut man sich eigentlich freiwillig solch einen Stress an?

        weils dumme weiber sind.
        so frauen kann ich nicht ernst nehmen.
        die haben im job nix erreicht und muessen sich jetzt als supermuttis, superehefrauen und superhausfrauen profilieren.
        jeder der so angibt, hat eigentlich ein problem.
        einfach laecherlich.
        weil sie halt sonst nix haben.
        den mann um erlaubnis fragen na klaro.
        weil die maenner ja auch um erlaubnis fragen gell.
        sprich mit deinem mann und fordere gleichberechtigung ein. und was die weiber sagen, da wuerd ich nix drauf geben.
        antworte doch: tut mir echt leid fuer dich dass du dich deinem mann unterordnen musst. und grins dir einen ;-)

        Hallo,
        die erste Frage die sich mir bei deinen Erzählungen stellt ist, in welchem Landesteil von Deutschland wohnt ihr? Soll nicht beleidigend klingen, aber ich hab da so ne Ahnung....

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